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Nebenwirkungen verstehen statt verunsichert sein
Was in der Packungsbeilage steht, wie häufig es wirklich vorkommt und wann Sie ärztliche Hilfe brauchen: verständlich erklärt, aus der amtlich zugelassenen Produktinformation, mit Quelle und Prüfdatum.

- Aus amtlichen QuellenAngaben zu Medikamenten stammen aus der amtlich zugelassenen Produktinformation, alles Weitere von Behörden, aus Leitlinien und Gesetzen.
- Mit PrüfdatumJede Seite zeigt, wann sie zuletzt geprüft wurde und auf welche Fassung sie sich stützt.
- UnabhängigKein Geld von Herstellern oder Apotheken, finanziert durch Werbung.
- Verständlich"Häufig", "selten", "Kontraindikation": Wir übersetzen die Fachsprache.
Nebenwirkungen
Kommt das vom Medikament?
Viele Beschwerden können eine Nebenwirkung sein oder einen ganz anderen Grund haben. Hier lesen Sie, welche Wirkstoffe sie laut Packungsbeilage auslösen können und was Sie tun können.
Medikamente
Die meistgesuchten Medikamente
Steckbrief, Nebenwirkungen nach Häufigkeit, Warnzeichen, Wechselwirkungen und Alltagsfragen wie Alkohol oder Autofahren: für jeden Wirkstoff auf einer Seite.
- Ibuprofenz. B. IBU-ratiopharm, IbuHEXAL akutSchmerzen, Fieber, Entzündungen
- Ramiprilz. B. Delix, Ramipril-ratiopharmBluthochdruck, Herzschwäche, Schutz von Herz, Gefäßen und Nieren
- Metamizolz. B. Analgin, BerlosinStarke Schmerzen, Koliken, hohes Fieber
- Pantoprazolz. B. Pantoprazol AbZ, Pantoprazol-CTSodbrennen, Refluxkrankheit, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
- Levothyroxinz. B. L-Thyroxin Henning, L-Thyroxin-Na-ratiopharmSchilddrüsenunterfunktion, gutartiger Kropf, nach Schilddrüsenoperation
- Metforminz. B. Glucophage, Metformin-ratiopharmTyp-2-Diabetes
- Amlodipinz. B. Amlodipin-ratiopharm N, Amlodipin HEXALBluthochdruck, Angina pectoris
- Simvastatinz. B. Simvastatin AbZ, Simvastatin-CTErhöhtes Cholesterin, Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Packungsbeilage verstehen
Was "häufig" in der Packungsbeilage bedeutet
"Häufig" klingt nach "fast immer". Gemeint ist aber: bei bis zu einem von zehn Menschen, die das Mittel nehmen. Mindestens neun von zehn bemerken diese Nebenwirkung also nicht. Die Angaben beruhen auf Studien und Meldungen und sind in allen Packungsbeilagen in der EU gleich festgelegt.
Wer weiß, wie selten "selten" ist, kann die Packungsbeilage gelassener lesen und erkennt trotzdem die Warnzeichen, bei denen schnelles Handeln wichtig ist.
| Angabe | Bedeutung in der Packungsbeilage | Fachinformation | Anschaulich |
|---|---|---|---|
| Sehr häufig | kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen | ≥ 1/10 | mehr als 100 von 1.000 |
| Häufig | kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen | ≥ 1/100 bis < 1/10 | 10 bis unter 100 von 1.000 |
| Gelegentlich | kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen | ≥ 1/1.000 bis < 1/100 | 1 bis unter 10 von 1.000 |
| Selten | kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen | ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000 | 1 bis unter 10 von 10.000 |
| Sehr selten | kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen | < 1/10.000 | weniger als 1 von 10.000 |
| Nicht bekannt | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar | nicht bekannt | nicht abschätzbar |
Krankheiten
Krankheiten und ihre Behandlung
Welche Medikamente bei häufigen Krankheiten eingesetzt werden, wie sie sich unterscheiden und welche Nebenwirkungen typisch sind.
-
Bluthochdruck
Blutdrucksenker im Vergleich
-
Diabetes Typ 2
Von Metformin bis GLP-1
-
Schilddrüsenunterfunktion
L-Thyroxin richtig einnehmen
-
Depression
Antidepressiva und ihre Wirkung
-
Migräne
Akutmittel und Vorbeugung
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Rückenschmerzen
Schmerzmittel sicher anwenden
-
Asthma
Inhalatoren verstehen
Wirkstoffgruppen
Wirkstoffgruppen im Vergleich
Was Betablocker, Sartane oder Protonenpumpenhemmer gemeinsam haben und worin sich die Wirkstoffe einer Gruppe unterscheiden.
- Abführmittel und Mittel gegen Durchfall
- ACE-Hemmer
- ADHS-Medikamente
- Antidepressiva
- Antiepileptika (inkl. Gabapentinoide)
- Antihistaminika (Allergiemittel)
- Antipsychotika (Neuroleptika)
- Asthma- und COPD-Medikamente
- Beruhigungs- und Schlafmittel (Benzodiazepine, Z-Substanzen u. a.)
- Betablocker
- Blutverdünner (DOAK, Vitamin-K-Antagonisten, Heparine, Thrombozytenaggregationshemmer)
- Calciumkanalblocker (Calciumantagonisten)
- Cannabis-Arzneimittel (Medizinal-Cannabis, Dronabinol, Nabiximols, Cannabidiol)
- Cortison-Cremes (topische Glucocorticoide)
- Diuretika (Entwässerungsmittel)
- Gichtmittel
- GLP-1-Rezeptoragonisten (inkl. Tirzepatid)
- Glucocorticoide (Cortison) zum Einnehmen und Spritzen
- Hautmittel (Psoriasis, Neurodermitis, Wunden, Warzen, Antiseptika)
- Hormonelle Verhütungsmittel (Pille & Co.)
- Hormonersatztherapie in den Wechseljahren
- Husten- und Bronchitismittel (Schleimlöser, Hustenstiller)
- Insuline
- Metformin, DPP-4-Hemmer und weitere orale Antidiabetika
- Migränemittel (Triptane und Vorbeugung)
- Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen
- Muskelrelaxanzien
- Nichtopioid-Analgetika (Metamizol, Paracetamol, ASS)
- NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika, inkl. Coxibe)
- Opioide (opioidhaltige Schmerzmittel)
- Osteoporosemittel (Bisphosphonate u. a.)
- Parkinson- und Demenzmittel
- Penicilline und Cephalosporine
- Protonenpumpenhemmer (PPI)
- Sartane (AT1-Rezeptorblocker) und ARNI
- Schilddrüsenmittel
- Schnupfenmittel (Nasensprays)
- SGLT2-Hemmer (Gliflozine)
- Statine und weitere Lipidsenker
- Urologika: Prostata-, Blasen- und Potenzmittel (inkl. PDE-5-Hemmer)
- Vitamine, Mineralstoffe und Eisenpräparate
- Weitere Antibiotika (Makrolide, Fluorchinolone, Tetracycline u. a.)
Weitere Themen
Impfungen, Behandlungen und Reisen
Reaktionen nach Impfungen, Nebenwirkungen von Behandlungen wie Narkose oder Strahlentherapie und was für Medikamente auf Reisen gilt.
-
Impfungen
Impfreaktionen je Impfstoff und wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
-
Behandlungen
Von der Narkose bis zur Hormonspirale
-
Medikamente auf Reisen
Was in 15 Reiseländern für Ihre Medikamente gilt
Werkzeuge
Praktische Helfer
Alle Werkzeuge arbeiten in Ihrem Browser, ohne Anmeldung und ohne dass Ihre Eingaben übertragen werden.
- Nebenwirkungs-Finder
Beschwerde eingeben und sehen, bei welchen Wirkstoffen sie in der Packungsbeilage steht.
- Was heißt "häufig"?
Die Häufigkeitsangaben der Packungsbeilage in Menschen übersetzt.
- Medikationsplan
Ihre Medikamente übersichtlich aufschreiben und ausdrucken.
- Nebenwirkungs-Tagebuch
Beschwerden notieren und zum Arztgespräch mitnehmen.
- Zuzahlungsrechner
Zuzahlung je Mittel und Ihre Belastungsgrenze nachrechnen.
- Fragen fürs Arztgespräch
Fragen für den nächsten Termin auswählen, ergänzen und ausdrucken.
Ratgeber
Sicher mit Medikamenten umgehen
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Beipackzettel verstehenWas "häufig" im Beipackzettel bedeutet, wie die Packungsbeilage aufgebaut ist, warum so viele Nebenwirkungen drinstehen und …
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Nebenwirkung meldenDen Verdacht einer Nebenwirkung können Sie selbst melden, online bei BfArM und Paul-Ehrlich-Institut.
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Wechselwirkungen prüfen lassen: so geht esMedikamente können sich gegenseitig verstärken oder abschwächen.
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Medikamente absetzen: was zu beachten istVerordnete Medikamente sollten Sie nicht eigenmächtig absetzen.
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Medikamente in der SchwangerschaftAuch Schwangere brauchen manchmal Medikamente, denn unbehandelte Krankheiten können Mutter und Kind gefährden.
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Zuzahlung und ZuzahlungsbefreiungWie viel Sie für Medikamente zuzahlen, wann die Belastungsgrenze erreicht ist und wie Sie die Befreiung beantragen.
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Medikamente richtig entsorgenAlte Medikamente gehören nie in Toilette oder Waschbecken.
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ReiseapothekeWas in die Reiseapotheke gehört, hängt von Reiseziel, Reiseart und Gesundheit ab.
Redaktion
So arbeiten wir
Grundlage jeder Medikamentenseite ist die amtlich zugelassene Produktinformation: die Gebrauchsinformation (Packungsbeilage), die Fachinformation für Ärzte und Apotheker oder die Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Krankheits- und Behandlungsseiten stützen sich zusätzlich auf Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften und auf Angaben von Behörden, Impfungsseiten auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, Ratgeber zu Recht und Geld auf den Gesetzestext und die zuständigen Stellen.
- Jede Angabe trägt eine Quellennummer, die zur Fundstelle führt.
- Jede Seite nennt den Stand der Quelle und das Datum der letzten Prüfung.
- Wir geben keine persönlichen Empfehlungen. Dosierungen nennen wir nur als gekennzeichnete Angabe der Packungsbeilage. Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Häufige Fragen
Was bedeutet "häufig" in der Packungsbeilage?
"Häufig" heißt: Die Nebenwirkung kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. "Gelegentlich" bedeutet bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000. Diese Einteilung ist für alle Packungsbeilagen in der EU einheitlich.
Woher stammen die Angaben auf dieser Website?
Aus der amtlich zugelassenen Produktinformation des jeweiligen Arzneimittels (Gebrauchsinformation, Fachinformation oder die Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur) sowie aus Leitlinien und Behördenangaben. Jede Seite nennt ihre Quellen mit Stand und Prüfdatum.
Soll ich ein Medikament absetzen, wenn ich eine Nebenwirkung bemerke?
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Manche Mittel dürfen nicht plötzlich abgesetzt werden. Bei Warnzeichen wie Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder starken Hautreaktionen holen Sie sofort ärztliche Hilfe, im Notfall über die 112.
Wo kann ich eine Nebenwirkung melden?
Patientinnen und Patienten können vermutete Nebenwirkungen selbst melden, online über das Meldeportal nebenwirkungen.bund.de des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte und des Paul-Ehrlich-Instituts. Sie können die Meldung auch Ihrer Arztpraxis oder Apotheke überlassen.
Ersetzt die Website den Arzt oder die Apotheke?
Nein. Wir erklären allgemein und verständlich, was in der Produktinformation steht. Ob ein Medikament für Sie das richtige ist, wie Sie es dosieren und ob eine Beschwerde davon kommt, beurteilen Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Apotheke.
Wie finanziert sich die Seite?
Über Werbeanzeigen von Google AdSense, die als Werbung gekennzeichnet sind. Wir erhalten kein Geld von Arzneimittelherstellern, Apotheken oder Versandapotheken, und die Inhalte entstehen unabhängig von den Anzeigen.