Krankheiten & Medikamente verständlich erklärt
Willkommen bei Med-Nebenwirkungen.de – Ihrem umfassenden Informationsportal rund um Medikamente, deren Nebenwirkungen und wichtige Krankheitsbilder. Jeden Tag nehmen Millionen Menschen in Deutschland Arzneimittel ein, doch nur wenige kennen die möglichen unerwünschten Wirkungen ihrer Medikamente. Unser Portal bietet Ihnen fundierte, verständliche und topaktuelle Informationen, damit Sie als Patient oder Angehöriger informierte Entscheidungen über Ihre Gesundheit treffen können. Von rezeptfreien Schmerzmitteln bis hin zu komplexen Therapien – hier finden Sie alles, was Sie über Arzneimittelsicherheit wissen müssen.
⚕️ Medizinischer Hinweis zu Medikamente Nebenwirkungen und Informationsportal
Die Informationen auf dieser Seite zu Medikamente Nebenwirkungen und Informationsportal dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen in keinem Fall die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen Arzt oder Apotheker.
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Notruf: 112 – lebensbedrohliche Situationen
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 – außerhalb der Praxiszeiten
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Bitte nehmen Sie keine Medikamente eigenmächtig ein, setzen Sie diese nicht ohne Rücksprache ab und verändern Sie keine Dosierungen. Sollten Sie Nebenwirkungen bemerken oder unsicher sein, wenden Sie sich umgehend an Ihren behandelnden Arzt oder Apotheker.
Unser Gesundheitslexikon bietet Ihnen umfassende Einblicke in medizinische Begriffe.

Medikamente und Nebenwirkungen: Das müssen Sie wissen
Die Einnahme von Medikamenten ist aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob Kopfschmerztabletten, Blutdrucksenker oder Antibiotika – Arzneimittel helfen uns, Krankheiten zu behandeln und die Lebensqualität zu verbessern. Doch jedes Medikament kann auch unerwünschte Wirkungen haben. In Deutschland werden jährlich über 1,4 Milliarden Arzneimittelpackungen verkauft, und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) verzeichnete 2024 einen neuen Höchststand bei den gemeldeten Nebenwirkungsverdachtsfällen.
Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen eines Medikaments, die neben der eigentlichen therapeutischen Wirkung auftreten können. Sie reichen von leichten Beschwerden wie Übelkeit oder Kopfschmerzen bis hin zu schwerwiegenden Reaktionen, die einen Krankenhausaufenthalt erfordern. Studien schätzen, dass in Deutschland jährlich mehrere zehntausend Menschen aufgrund von Arzneimittelnebenwirkungen stationär behandelt werden müssen. Umso wichtiger ist es, sich umfassend zu informieren und Verdachtsfälle zu melden.
Arten von Nebenwirkungen
Nebenwirkungen werden nach ihrer Häufigkeit klassifiziert. Die Beipackzettel nutzen dabei standardisierte Begriffe: Sehr häufig bedeutet, dass mehr als einer von zehn Patienten betroffen ist. Häufig liegt zwischen einem von zehn und einem von hundert Patienten. Gelegentlich tritt bei einem von hundert bis einem von tausend Patienten auf. Selten beschreibt Nebenwirkungen bei einem von tausend bis einem von zehntausend Patienten, und sehr selten betrifft weniger als einen von zehntausend Patienten.
⚠️ Häufige Nebenwirkungen im Überblick
Zu den am häufigsten auftretenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen gehören gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Auch Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit zählen zu den typischen Begleiterscheinungen vieler Medikamente. Hautreaktionen wie Ausschlag, Juckreiz oder Rötungen können ebenfalls auftreten. Bei bestimmten Medikamentengruppen sind zudem Leberwertveränderungen, Elektrolytstörungen oder Blutbildveränderungen möglich, die regelmäßige Laborkontrollen erfordern.
Das Pharmakovigilanz-System in Deutschland
Die Überwachung der Arzneimittelsicherheit, auch Pharmakovigilanz genannt, ist in Deutschland ein vielschichtiges System. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist für die meisten Arzneimittel zuständig, während das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Impfstoffe und Blutprodukte überwacht. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) sammeln Nebenwirkungsmeldungen aus der Praxis. Auf europäischer Ebene koordiniert die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Überwachung und führt die EudraVigilance-Datenbank, die öffentlich zugänglich ist.
Volkskrankheiten in Deutschland: Die größten gesundheitlichen Herausforderungen
Volkskrankheiten betreffen einen erheblichen Teil der Bevölkerung und stellen das Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen. Diese chronischen Erkrankungen verursachen nicht nur individuelles Leid, sondern auch immense Kosten für die Gesellschaft. Die demographische Entwicklung mit einer stetig alternden Bevölkerung lässt erwarten, dass die Prävalenz vieler dieser Erkrankungen weiter zunehmen wird. Umso wichtiger sind Prävention, Früherkennung und eine optimale medikamentöse Therapie.
Die häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Mit etwa 40 Prozent aller Todesfälle sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Hierzu zählen die koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Übergewicht und Rauchen begünstigen die Entstehung. Die medikamentöse Therapie umfasst Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer und Betablocker, Cholesterinsenker wie Statine, Blutverdünner und weitere Präparate. Diese Medikamente können verschiedene Nebenwirkungen verursachen – von trockenem Husten bei ACE-Hemmern bis zu Muskelschmerzen bei Statinen.
Diabetes mellitus
Rund 9 bis 11 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Diabetes mellitus, wobei der Typ-2-Diabetes den Großteil ausmacht. Jährlich kommen über 500.000 Neuerkrankungen hinzu. Erschreckend ist, dass mehr als 2 Millionen Betroffene nichts von ihrer Erkrankung wissen, da die Symptome oft erst spät auftreten. Die Therapie beginnt meist mit Lebensstiländerungen und dem Basismedikament Metformin. Moderne GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid haben nicht nur die Diabetestherapie revolutioniert, sondern werden auch zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Diese Medikamente können jedoch gastrointestinale Nebenwirkungen verursachen.
Psychische Erkrankungen
Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Depressionen, Angststörungen und Burnout gehören zu den häufigsten Diagnosen. Die Zahl der Behandlungsfälle steigt kontinuierlich, und psychische Erkrankungen sind heute der häufigste Grund für lange Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Die medikamentöse Behandlung umfasst Antidepressiva wie SSRI, Anxiolytika und bei schweren Verläufen auch Neuroleptika. Diese Medikamente können vielfältige Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, sexuelle Funktionsstörungen oder Müdigkeit verursachen. Eine sorgfältige Einstellung und Überwachung sind daher unerlässlich.
Die wichtigsten Medikamentengruppen und ihre Nebenwirkungen
Um Nebenwirkungen richtig einordnen zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Medikamentengruppen und ihre typischen unerwünschten Wirkungen zu kennen. Hier finden Sie einen Überblick über die häufigsten Arzneimittelklassen, die in Deutschland verordnet werden.
💊 Schmerzmittel (Analgetika)
- Ibuprofen, Diclofenac (NSAR): Magenreizung, erhöhtes Herzinfarktrisiko bei Langzeitanwendung
- Paracetamol: Leberschäden bei Überdosierung
- Metamizol: Blutbildveränderungen (Agranulozytose)
- Opioide: Verstopfung, Übelkeit, Abhängigkeitspotenzial
🫀 Herz-Kreislauf-Medikamente
- ACE-Hemmer: Trockener Reizhusten, Angioödeme
- Betablocker: Müdigkeit, kalte Extremitäten, Potenzstörungen
- Statine: Muskelschmerzen, erhöhte Leberwerte
- Diuretika: Elektrolytstörungen, Gicht
🧠 Psychopharmaka
- SSRI: Übelkeit, sexuelle Störungen, Gewichtszunahme
- Benzodiazepine: Abhängigkeit, Stürze, kognitive Beeinträchtigung
- Neuroleptika: Bewegungsstörungen, metabolische Effekte
- Lithium: Schilddrüsenstörungen, Nierenprobleme
🦠 Antibiotika
- Penicilline: Allergische Reaktionen, Durchfall
- Fluorchinolone: Sehnenrisse, Nervenschäden, Aortenaneurysma
- Makrolide: Magen-Darm-Beschwerden, QT-Verlängerung
- Cephalosporine: Allergien, pseudomembranöse Kolitis
⚠️ Besondere Vorsicht bei Fluorchinolonen
Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone (wie Ciprofloxacin, Levofloxacin) sind mit erheblichen Risiken verbunden. Studien zeigen, dass bei den 3,3 Millionen im Jahr 2018 mit Fluorchinolonen behandelten Patienten in Deutschland über 40.000 von Nebenwirkungen wie Sehnenschäden, Nervenschädigungen oder Aortaschäden betroffen waren. Diese Antibiotika sollten nur eingesetzt werden, wenn keine risikoärmeren Alternativen verfügbar sind.
Wechselwirkungen zwischen Medikamenten
Besonders bei der Einnahme mehrerer Medikamente (Polypharmazie) steigt das Risiko für Wechselwirkungen erheblich. Im Jahr 2024 stiegen die Meldungen zu Medikationsfehlern auf 348 Fälle, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Ältere Patienten, die häufig fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig einnehmen, sind besonders gefährdet. Die gleichzeitige Einnahme von Opioiden und Benzodiazepinen beispielsweise erhöht das Risiko für Atemstillstand und Todesfälle dramatisch – Studien zeigen ein zehnfach höheres Sterberisiko bei dieser Kombination.
Die umsatzstärksten Medikamente weltweit 2024
Ein Blick auf die weltweit umsatzstärksten Medikamente zeigt die aktuellen Trends in der Pharmaindustrie und gibt Aufschluss darüber, welche Erkrankungen den größten Behandlungsbedarf haben.
| Rang | Medikament (Wirkstoff) | Anwendungsgebiet | Umsatz 2024 |
|---|---|---|---|
| 1 | Keytruda (Pembrolizumab) | Krebstherapie | ~25,8 Mrd. € |
| 2 | Ozempic (Semaglutid) | Diabetes Typ 2 | ~15,3 Mrd. € |
| 3 | Dupixent (Dupilumab) | Neurodermitis, Asthma | ~12,8 Mrd. € |
| 4 | Biktarvy | HIV-Therapie | ~12,5 Mrd. € |
| 5 | Eliquis (Apixaban) | Blutverdünnung | ~12 Mrd. € |
| 6 | Darzalex (Daratumumab) | Multiples Myelom | ~11,4 Mrd. € |
| 7 | Opdivo (Nivolumab) | Krebstherapie | ~9 Mrd. € |
| 8 | Comirnaty | COVID-19-Impfung | ~2,4 Mrd. € |
Auffällig ist der Aufstieg von Ozempic und anderen GLP-1-Agonisten. Diese Medikamente, ursprünglich für Diabetiker entwickelt, werden zunehmend auch zur Gewichtsreduktion eingesetzt und könnten das Ranking in den kommenden Jahren weiter verändern. Kombiniert man alle Semaglutid-Produkte (Ozempic, Wegovy, Rybelsus), ergibt sich eine Gesamtprognose von über 28 Milliarden US-Dollar für 2024.
Medikamentensicherheit: So schützen Sie sich
Die Sicherheit bei der Medikamenteneinnahme beginnt bei Ihnen selbst. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie das Risiko für Nebenwirkungen minimieren und Ihre Therapie optimieren.
Medikamentenplan führen
Dokumentieren Sie alle Medikamente, Dosierungen und Einnahmezeiten. Zeigen Sie den Plan bei jedem Arztbesuch vor.
Beipackzettel lesen
Informieren Sie sich über mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen vor der ersten Einnahme.
Arzt und Apotheker fragen
Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Fachleute können Sie individuell beraten.
Nebenwirkungen melden
Melden Sie Verdachtsfälle an Ihren Arzt, Apotheker oder direkt an das BfArM.
Selbstmedikation begrenzen
Rezeptfreie Medikamente sind nicht harmlos. Informieren Sie Ihren Arzt über alle eingenommenen Präparate.
Regelmäßige Kontrollen
Lassen Sie bei Dauermedikation regelmäßig Blut- und Organwerte überprüfen.
Besondere Patientengruppen
Bestimmte Patientengruppen benötigen besondere Aufmerksamkeit bei der Medikamenteneinnahme. Ältere Menschen ab 65 Jahren metabolisieren Medikamente oft langsamer und reagieren empfindlicher auf viele Wirkstoffe. Die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente erhöht das Risiko für Wechselwirkungen und Nebenwirkungen erheblich. Kinder und Schwangere benötigen speziell angepasste Dosierungen und dürfen viele Medikamente gar nicht einnehmen. Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion müssen bei vielen Medikamenten Dosisanpassungen beachten.
💡 Wussten Sie schon?
Im Jahr 2024 veröffentlichte die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker 28 Rote-Hand-Briefe und Informationsbriefe sowie 73 weitere Risikomitteilungen. Diese wichtigen Sicherheitsinformationen werden an alle Apotheken und Ärzte versendet, um über neu erkannte Risiken zu informieren. Als Patient können Sie sich über aktuelle Rückrufe und Warnungen auf den Websites des BfArM und der AMK informieren.
Medikamentenabhängigkeit: Ein unterschätztes Risiko
Medikamentenabhängigkeit ist ein ernstzunehmendes Problem, das häufig unterschätzt wird. Laut dem Epidemiologischen Suchtsurvey weisen etwa 2,9 Millionen Menschen in Deutschland einen problematischen Medikamentenkonsum auf. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Frauen. Nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sind zwei Drittel der Betroffenen Frauen über 65 Jahren.
Zu den Medikamenten mit besonderem Abhängigkeitspotenzial gehören Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine und Z-Substanzen, opioidhaltige Schmerzmittel sowie bestimmte Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen. Die Einnahme von Hypnotika und Sedativa betrifft in den letzten 30 Tagen rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung ist entscheidend, um schwerwiegende gesundheitliche und soziale Folgen zu vermeiden.
Prävention von Volkskrankheiten: Besser vorbeugen als behandeln
Die beste Medizin ist oft diejenige, die gar nicht erst benötigt wird. Viele Volkskrankheiten lassen sich durch einen gesunden Lebensstil verhindern oder zumindest hinauszögern. Die Hauptrisikofaktoren für die meisten Zivilisationskrankheiten sind bekannt und beeinflussbar.
Gesunde Ernährung
Ausgewogene Kost mit viel Gemüse, Obst und Ballaststoffen. Weniger Zucker, Salz und gesättigte Fette.
Regelmäßige Bewegung
Mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Auch Alltagsaktivität zählt.
Rauchstopp
Rauchen ist der größte vermeidbare Risikofaktor für viele schwere Erkrankungen.
Stressmanagement
Chronischer Stress schadet Körper und Psyche. Entspannungstechniken können helfen.
Gesundes Körpergewicht
Übergewicht erhöht das Risiko für Diabetes, Herzkrankheiten und viele weitere Erkrankungen.
Vorsorgeuntersuchungen
Regelmäßige Check-ups ermöglichen Früherkennung und rechtzeitige Behandlung.
Wo Sie Nebenwirkungen melden können
Die Meldung von Nebenwirkungen ist ein wichtiger Beitrag zur Arzneimittelsicherheit. Jede Meldung – auch bei bereits bekannten Nebenwirkungen – hilft dabei, das Sicherheitsprofil von Medikamenten besser zu verstehen und bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen. Im Jahr 2024 erhielt die AMK-Geschäftsstelle 10.882 Spontanberichte aus 4.957 verschiedenen Apotheken – ein neuer Höchststand, der die Bedeutung dieser Meldungen unterstreicht.
Sie können Nebenwirkungen melden bei Ihrem behandelnden Arzt, der den Verdachtsfall an die Behörden weiterleiten kann. Auch Ihre Apotheke nimmt Meldungen entgegen und leitet diese an die AMK weiter. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bietet ein Online-Meldeformular für Patienten und medizinisches Fachpersonal an. Für Impfstoffe und Blutprodukte ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuständig. Alle gemeldeten Verdachtsfälle fließen in die europäische EudraVigilance-Datenbank ein, die öffentlich einsehbar ist.
Unser Portal: Ihre verlässliche Informationsquelle
Med-Nebenwirkungen.de bietet Ihnen umfassende, verständliche und aktuelle Informationen zu allen wichtigen Themen rund um Medikamente, Nebenwirkungen und Krankheiten. Unser Team aus Medizinjournalisten und Fachexperten recherchiert sorgfältig und orientiert sich an wissenschaftlichen Quellen sowie offiziellen Empfehlungen der Gesundheitsbehörden.
Auf unserem Portal finden Sie detaillierte Beschreibungen zu einzelnen Wirkstoffen und Medikamenten mit ihren typischen Nebenwirkungen. Wir informieren Sie über Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln und geben praktische Tipps für die sichere Medikamenteneinnahme. Darüber hinaus erhalten Sie umfassende Informationen zu Volkskrankheiten, deren Symptomen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Aktuelle Meldungen zu Rückrufen, Rote-Hand-Briefen und Sicherheitsinformationen runden unser Angebot ab.
📌 Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf diesem Portal dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer an einen Arzt oder Apotheker. Setzen Sie niemals eigenmächtig Medikamente ab oder ändern Sie die Dosierung, ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu halten.
Was sind Nebenwirkungen von Medikamenten?
Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen eines Medikaments, die neben der eigentlichen therapeutischen Wirkung auftreten können. Sie werden nach Häufigkeit klassifiziert: sehr häufig (mehr als 1 von 10 Patienten), häufig (1 bis 10 von 100 Patienten), gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Patienten), selten (1 bis 10 von 10.000 Patienten) und sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Patienten). Nebenwirkungen können von leichten Beschwerden wie Übelkeit bis zu schwerwiegenden Reaktionen reichen, die ärztliche Behandlung erfordern.
Wo kann ich Nebenwirkungen von Medikamenten melden?
Nebenwirkungen können Sie bei Ihrem behandelnden Arzt, in Ihrer Apotheke oder direkt beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden. Für Impfstoffe ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuständig. Auch die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) nimmt Meldungen entgegen. Eine Online-Meldung ist unter www.arzneimittelkommission.de möglich. Jede Meldung trägt zur Arzneimittelsicherheit bei.
Was sind die häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland?
Zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen (etwa 40% aller Todesfälle), Bluthochdruck (betrifft etwa ein Drittel der Bevölkerung), Rückenschmerzen (über 36 Millionen Betroffene), Diabetes mellitus Typ 2 (9-11 Millionen Betroffene), psychische Erkrankungen wie Depressionen (etwa 20% der Bevölkerung im Lebensverlauf), Krebserkrankungen (ca. 500.000 Neuerkrankungen jährlich) und Demenzerkrankungen (1,84 Millionen Betroffene).
Welche Medikamente haben besonders schwere Nebenwirkungen?
Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone (z.B. Ciprofloxacin, Levofloxacin) können schwere Nebenwirkungen wie Sehnenrisse, Nervenschäden und Aortaaneurysmen verursachen. Opioidhaltige Schmerzmittel bergen ein Abhängigkeitsrisiko. Die Kombination von Opioiden mit Benzodiazepinen erhöht das Sterberisiko um das Zehnfache. Auch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen und Diclofenac können bei Langzeitanwendung das Herzinfarktrisiko erhöhen und den Magen schädigen.
Wie viele Menschen sind von Medikamentenabhängigkeit betroffen?
Etwa 2,9 Millionen Menschen in Deutschland weisen einen problematischen Medikamentenkonsum auf. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Frauen – zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen über 65 Jahren. Zu den Medikamenten mit hohem Abhängigkeitspotenzial gehören Schlaf- und Beruhigungsmittel (Benzodiazepine, Z-Substanzen), opioidhaltige Schmerzmittel und abschwellende Nasensprays bei dauerhafter Anwendung.
Was sind die umsatzstärksten Medikamente weltweit?
Das umsatzstärkste Medikament 2024 ist das Krebsmedikament Keytruda (Pembrolizumab) mit etwa 25,8 Milliarden Euro Umsatz. Auf Platz 2 folgt Ozempic (Semaglutid) zur Diabetes-Behandlung mit rund 15,3 Milliarden Euro. Weitere Top-Medikamente sind Dupixent (Neurodermitis/Asthma), Biktarvy (HIV), Eliquis (Blutverdünnung) und Darzalex (Multiples Myelom). Der COVID-19-Impfstoff Comirnaty steht auf Platz 8.
Wie kann ich Nebenwirkungen von Medikamenten vermeiden?
Um Nebenwirkungen zu minimieren, sollten Sie einen aktuellen Medikamentenplan führen und diesen bei jedem Arztbesuch vorlegen. Lesen Sie den Beipackzettel vor der ersten Einnahme sorgfältig durch. Informieren Sie Ihren Arzt über alle eingenommenen Medikamente, einschließlich rezeptfreier Präparate und Nahrungsergänzungsmittel. Lassen Sie bei Dauermedikation regelmäßig Blut- und Organwerte kontrollieren. Ändern Sie niemals eigenmächtig die Dosierung oder setzen Sie Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ab.
Was ist Polypharmazie und warum ist sie gefährlich?
Polypharmazie bezeichnet die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente, meist fünf oder mehr verschiedene Präparate. Sie ist besonders bei älteren Patienten verbreitet und erhöht das Risiko für Wechselwirkungen und Nebenwirkungen erheblich. Im Jahr 2024 stiegen die gemeldeten Medikationsfehler auf 348 Fälle. Besonders gefährlich sind Kombinationen wie Opioide mit Benzodiazepinen, die das Sterberisiko verzehnfachen können. Eine regelmäßige Überprüfung der Medikation durch Arzt oder Apotheker ist daher wichtig.
Letzte Bearbeitung am Samstag, 29. November 2025 – 19:07 Uhr von Alex, Webmaster von med-nebenwirkungen.de.