Furosemid Ratiopharm Nebenwirkungen

Furosemid Ratiopharm Nebenwirkungen auf med-nebenwirkungen.de

Wirkstoff: Furosemid
Präparat: Monopräparat
Verabreichung: Tabletten, Retardkapseln, Injektionslösung
Dosierung: 20, 40, 125, 500 mg (ohne Gewähr)

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Definition und Wirkungsmechanismus von Furosemid Ratiopharm

Das Medikament Furosemid Ratiopharm des Arzneimittelherstellers Ratiopharm GmbH ist eines der am häufigsten verschriebenen Arzneimittel in Deutschland.  Es enthält Furosemid, einen synthetisch erzeugten Wirkstoff aus der Gruppe der sog. Schleifendiuretika. Furosemid wirkt harntreibend, wirkt schnell, stark und ist kurz wirksam. Da es die Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten an der Niere fördert, wird Furosemid hauptsächlich eingesetzt bei Vergiftungen, Niereninsuffizienz, bei Ödemen und bei hohen Blutdruck. Je nach Anwendungsbereich gibt es Furosemid Ratiopharm in Form von Tabletten, Retardkapseln oder als Injektion. Das Monopräparat Furosemid Ratiopharm gehört zu den am häufigsten verordneten Medikamenten in Deutschland und ist verschreibungspflichtig.

Die genauen Anwendungsbereiche von Furosemid Ratiopharm sind wie folgt

  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödemen) bei
    Herzmuskelschwäche,
    Leberzirrhose
    Verbrennungen
    Funktionsstörungen der Niere
  • Lungenödem
  • Behandlung einer Nierenfunktionssschwäche
  • Vorbeugung eines akuten Nierenversagens
  • Behandlung von Bluthochdruck oder einer Bluthochdruckkrise

Furosemid Ratiopharm

  • fördert die Ausscheidung von Elektrolyten (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium)
  • fördert die Ausscheidung von Wasser
  • entlastet das Herz
  • senkt den Blutdruck
  • steigert die Durchblutung der Niere 

Nebenwirkungen 

Medikament Bild

Jeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Furosemid Ratiopharm können, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten.

Sehr häufig treten folgende Nebenwirkungen auf

  • Schläfrigkeit
  • Teilnahmslosigkeit
  • Verwirrtheit
  • Durst
  • Appetitlosigkeit
  • Schwankungen des Blutdrucks
  • Muskelschwäche
  • Missempfindungen in den Nerven
  • Teil-Lähmungen
  • Verstärkung der Harnausscheidung
  • Blähungen
  • Herzrhythmusstörungen

Häufig treten auf

  • Hautausschlag oder andere Hautreaktionen
  • Großflächige Hautentzündung
  • Rötungen
  • Lichtempfindlichkeit

Gelegentlich können auftreten

  • Krämpfe, ausgelöst durch eine Verminderung des Blutmagnesiumwertes
  • Herzrhythmusstörungen

Sehr zahlreich sind die Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Furosemid Ratiopharm sehr selten  auftreten können, insbesondere bei einer Langzeittherapie. Darunter zum Beispiel

  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Gefäßentzündung
  • Sehstörungen

Den gesamten „Katalog“ sehr seltenen und weiterer Nebenwirkungen bitte dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Furosemid Ratiopharm und anderen Arzneimitteln kann es in vielen Fällen zu Wechselwirkungen kommen.

Beeinflussung anderer Medikamente durch Furosemid Ratipharm

Die schädigenden Nebenwirkungen bestimmter Medikamente können bei gleichzeitiger Einnahme von Furosemid Ratiopharm noch verstärkt werden. Dies ist z.B. der Fall Bei Aminoglykosid-Antibiotika, bei hochdosierten Salicylaten und bei Lithium der Fall.

Furosemid Ratiopharm kann die Wirkung anderer Medikamente verstärken, wie z.B. die Wirkung von Herzglykosiden. Gefährlich kann die verstärkende Wirkung z. B. bei blutdrucksenkenden Wirkstoffen werden – zusammen mit ACE-Hemmern kann es z.B. zu einem übermäßigen Blutdruck-Abfall kommen.

Ebenso kann Furosemid Ratiopharm die Wirksamkeit bestimmter Medikamente aber auch verringern, wie z.B. die blutzuckersenkende Wirkung von Anti-Diabetika oder die blutdrucksteigernde Funktion von Epinephrin.

Beeinflussung von Furosemid Ratiopharm durch andere Medikamente

Die Wirkung von Furosemid Ratiopharm kann generell verstärkt werden durch z.B. Lithium oder das Antiasthmatikum Theophyllin. Die Kaliumverluste, die mit der Einnahme von Furosemid Ratiopharm verbunden sind, können durch Lakritze oder das Magenmittel Carbenoxolon verstärkt werden und dadurch Herzrhytmusstörungen auslösen.

Die Wirkung von Furosemid Ratiopharm kann durch verschiedene andere Medikamente auch vermindert werden. So vermindern zum Beispiel nicht steoridale Antirheumatika oder das Gichtmittel Probenecid die entwässernde und blutdrucksenkende Wirkung.
Die Harnausscheidung durch Furosemid Ratiopharm kann durch verschiedene andere Medikamente verringert werden, so z.B. Methotextrat und Penytoin.

Weitere mögliche Wechselwirkungen mit Furosemid Ratiopharm

Unmittelbar zusammen mit dem Schlafmittel Chlroalhydrat
können Nebenwirkungen wie ein erhöhter Puls, Anstieg des Blutdrucks, Übelkeit, Hitzegefühl, Unruhe und Schweißausbrüche auftreten.

Ein Risiko für schmerzhafte Harnsäureablagerungen in den Gelenken besteht bei gleichzeitiger Anwendung von Cyclosporin A und Furosemid Ratiopharm.

Eine Röntgenkontrastuntersuchung kann die Nierenfunktion bei vorbelasteten Patienten schädigen.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Furosemid Ratiopharm darf nicht eingenommen werden bei

  • Überempfindlichkeit gegen den Arzneistoff Furosemid oder chemisch ähnliche Substanzen
  • einer zu gering strömenden Blutmenge im Körper
  • einer Nierenfunktionsschwäche mit fehlender Harnproduktion
  • schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseins-Eintrübung
  • einer Verringerung des Natrium-Gehalts im Blut
  • einer normalen und eingeschränkten Nierenfunktion in höherer Dosierung

Nur mit größter Vorsicht und unter ärztlicher Aufsicht darf Furosemid Ratiopharm eingenommen werden bei

  • Gicht
  • Einer sich entwickelnden oder einer bestehenden Diabetes
  • Schrumpfung der Leber und gleichzeitiger Nierenfunktionsschwäche
  • Eiweißmangel im Blut
  • einer Abflussstörung des Harns (z.B. durch Prostatavergrößerung oder Verlegung der Harnwege)

Stillende Frauen dürfen Furosemid Ratiopharm nicht einnehmen, schwangere Frauen nur in seltenen Ausnahmefällen und in Rücksprache mit dem Arzt.
Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel entnehmen!

Dosierung und Anwendung 

Die Dosierung von Furosemid Ratiopharm richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankung und wird vom Arzt individuell fest gelegt.
Für alle Anwendungen gilt: die Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit (etwa 1/2-1 Glas Wasser) unzerkaut nüchtern einnehmen.
Im Allgemeinen gelten zur Dosierung folgende Empfehlungen

Furosemid Ratiopharm 40 mg
Zu Beginn der Behandlung 1 Tablette täglich, später 1-2 Tabletten

Furosemid Ratiopharm 125 mg
Sollte nur auf Anweisung des Arztes eingenommen werden, da die Dosis von der Stärke der Nierenunterfunktion abhängig ist. Der Arzt kann bis zu 8 Tabletten (entspricht 1000 mg Furosemid) verschreiben.

Fazit zu Furosemid Ratiopharm

Furosemid Ratiopharm wirkt harntreibend, wirkt schnell, stark und ist kurz wirksam. Da es die Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten an der Niere fördert, wird Furosemid hauptsächlich eingesetzt bei Vergiftungen, Niereninsuffizienz, bei Ödemen und bei hohen Blutdruck. Das Monopräparat Furosemid Ratiopharm gehört zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten in Deutschland. Der enthaltene Wirkstoff Furosemid zählt zu den sog. Schleifendiuretika. Furosemid Ratiopharm ist verschreibungspflichtig und darf nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

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