Durogesic Nebenwirkungen

Durogesic Nebenwirkungen auf med-nebenwirkungen.de

Wirkstoff: Fentanyl
Präparat: Monopräparat
Verabreichung: 
Pflaster (transdermales therapeutisches System), Injektionslösung, Tabletten, Nasenspray
Dosierung: 
SMAT 25 µg/h/ -50 µg/h/ -75 µg/h/ -100 µg/h (keine Gewähr!)

Medikament Tabeletten Bild

Definition und Wirkungsmechanismus von Durogesic

Das Medikament Durogesic des Arzneimittelherstellers JANSSEN-CILAG Gmbh basiert auf dem Wirkstoff Fentanyl, einem synthetischen Opioid. Dieses wird hauptsächlich als Analgetikum, also als Schmerzmittel eingesetzt zur Linderung starker und sehr starker, lang anhaltender Schmerzen, meist bei Tumorpatienten mit einer Krebserkrankung. Darüber hinaus kann mit Fentanyl auch eine Narkose eingeleitet werden, da der Wirkstoff ebenfalls stark sedierend wirkt. Nicht geeignet ist Fentanyl für postoperative Schmerzen. Als Schmerzmittel kommt Fentanyl in der Regel in Form eines Pflasters zur Anwendung, das mehrere Tage lang auf der Haut verbleibt und so den Wirkstoff  gleichmäßig abgibt. Zur Behandlung akuter Schmerzen wird ist Durogesic auch in Form von Lutschtabletten und als Nasenspray verschrieben.

Die genauen Anwendungsbereiche von Durogesic sind

  • Linderung starker bis sehr starker dauerhafter Schmerzen, insbesondere bei Tumorerkrankungen
  • Einleitung einer Narkose

Das Präparat Durogesic gehören zu den häufig verordneten Medikamenten in Deutschland und ist verschreibungspflichtig. Fentanyl und damit auch Durogesic fallen unter das deutsche Betäubungsmittelgesetz.

Hier findet Ihr alle Informationen aus dem Beipackzettel von Durogesic SMAT 50 A Pflaster in verständlicher Form auf Apothekenumschau

Nebenwirkungen 

Medikament Bild

Jeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Durogesic können, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten.

Sehr häufig sind folgende Nebenwirkungen

  • Schläfrigkeit
  • Schwitzen
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Beunruhigung
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsveränderungen
  • Abhängigkeit
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verstopfung
  • Blasenentleerungsstörungen
  • verlangsamter Herzschlag

Häufig können auftreten

  • Verwirrtheit
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Halluzinationen
  • Nervosität
  • Verdauungsstörungen
  • Appetitlosigkeit

Gelegentlich treten auf

  • Schlaflosigkeit
  • Aufregung
  • Zittern
  • Empfindungsstörungen
  • Sprachstörungen
  • Gedächtnisverlust
  • Bluthochdruck
  • erniedrigter Blutdruck
  • Herzrasen
  • Atemstörungen
  • Hautrötung
  • Durchfall

Selten kommt es zu

  • Sehstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Erweiterung der Blutgefäße
  • Schluckauf
  • Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme)
  • Kältegefühl

Darüber hinaus sind weitere sehr seltene Nebenwirkungen, sowie Besonderheiten bekannt, die Durogesic auslösen kann. Diese und weitere Nebenwirkungen bitte auch dem Beipackzettel entnehmen!

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Durogesic und anderen Arzneimitteln kann es relativ häufig zu Wechselwirkungen kommen.

Die Wirkung von Durogesic verstärkt sich bei gleichzeitiger Einnahme von

  • Beruhigungsmitteln
  • Schmerzmitteln
  • Allgemeinanästhetika
  • Muskelentspannungsmittel (Muskelrelaxanzien) 
  • Cimetidin 
  • Diltiazem
  • Wirkstoffen, die den Leberstoffwechsel beeinflussen wie Erythromycin,  Ketoconazol,  Itraconazol  oder Ritonavir

Diese Medikamente hemmen den Abbau von Fentanyl und sollten nicht gemeinsam eingenommen werden. 

Die Wirkung von Durogesic verringert sich und verstärkt dessen Nebenwirkungen zusammen mit opioiden Schmerzmitteln wie beispielsweise Morphin, Oxycodon, Hydromorphon oder Pethidin. 

Die Wirkung von Durogesic verringert sich und  kann bei Opioid-Abhängigen Entzungssymptome  auslösen durch

  • Schmerzmitteln wie Pentazocin oder Buprenorphin
  • das Antibiotikum Rifampicin 

Eine lebensbedrohliche synergetische Wirkung können folgende Medikamente mit Durogesic haben

  • Auslöser für das Serotonin-Sydrom: die Anti-Depressiva  Mao-Hemmer,  Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und
    Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer
  • Auslöser für eine Atemdepression:  Medikamente mit dämpfender Wirkung wei Barbiturate, Benzodiazepine, sowie der Genuss von Alkohl
  • Auslöser für schwere Kreislauf- und Atemstörungen: andere opioide Schmerzmittel 

Umgekehrt wirkt Durogesic verstärkend auf folgende Wirkstoffe

  • Muskelrelaxanzien
  • Pancuronium
  • Vecuronium 

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

In folgenden Fällen darf Durogesic nicht angewendet werden

  • bei einer Überempfindlichkeit gegen Fentanyl
  • bei schwerer Beeinträchtigung der Hirnfunktion
  • bei einer Abhängigkeit von opioiden Schmerzmitteln
  • während der Schwangerschaft und Stillzeit

Nur unter strenger ärztlicher Kontrolle darf Durogesic in folgenden Fällen eingenommen werden

  • bei COPD (Chronischer Verengung der Atemwege) oder Störungen der Atemfunktion sowie anderen Lungenerkrankungen
  • bei Herzrhythmusstörungen mit langsamem Herzschlag
  • bei Patienten mit niedrigem Blutdruck und/oder einem Mangel an Blutmenge
  • bei einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion
  • Bei Verletzungen oder Erkrankungen, die mit einen erhöhten Hirndruck oder Bewusstseinsstörungen verbunden sind
  • bei Myasthenia Gravis
  • bei älteren oder ausgezehrten Patienten

Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel entnehmen. 

Dosierung und Anwendung

Die Dosierung von Durogesic richtet sich zum Einen nach der Art und Schwere der Erkrankung, zum anderen nach der Darreichungsform.

Im Allgemeinen gilt für das transdermale Pflaster

  • Die Wirkungsdauer eines Pflasters liegt bei 72 Stunden. Das Pflaster sollte frühestens nach 48, spätestens nach 72 Stunden gewechselt werden. Das frische Pflaster muss an einer anderen Hautstelle aufgeklebt werden. Die gleiche Hautstelle darf erst 7 Tage später wieder verwendet werden.
  • Je nach Dosierung können auch mehrere Pflaster aufgeklebt werden.
  • Ältere, geschwächte, untergewichtige Patienten und Patienten mit Leber - oder Nierenfunktionsstörungen müssen deutlich auf Anzeichen von Überdosierung achten.

Behandlung Erwachsene

ohne Vorerfahrung mit morphiumähnlichen Schmerzmitteln
Begonnen wird mit der kleinsten Wirkstärke, entsprechend etwa 0-45 mg Morphin pro 24 Std.

bei einer Umstellung von anderen Opioid-Schmerzmitteln auf Durogesic
Berechnung der Anfangsdosis durch den Arzt anhand der Umrechungstabelle
Der maximale schmerzlindernde Effekt kann erst nach 24 Stunden beurteilt werden. Daher Schmerzmittel in gewohnter Dosis beibehalten, anschließend in den nächsten 12 Stunden Durogesic bedarfsorientiert anwenden.

Behandlung von Kindern

ohne Vorerfahrung mit morphiumähnlichen Schmerzmitteln
Erst Gabe durch den Mund mit mind. 30 Mg pro 24 Std., später anschließend wird mit EINEM Pflaster 12 mg /Stunde begonnen

mit Vorerfahrung mit morphiumähnlichen Schmerzmitteln
Bei Kindern, die pro Tag zw. 45 und 90 mg eines morphiumähnlichen Schmerztmittel eingenommen haben können ZWEI Pflaster Durogesic zu 12 Mikrogramm/Stunde ehmen 45 mg über den Mund entspricht einem 12 mg-pro-Stunde Pflaster

Fazit zu Durogesic

Durogesic ist ein synthetisches Opioid und ein äußerst starkes Schmerzmittel, sowie ein Sedativum. Haupt-Einsatzbereiche sind Dauer- und Akutschmerzen bei Tumorpatienten mit einer Krebserkrankung sowie zur Einleitung einer Narkose.
Verabreicht wird Durogesic in Form eines Pflasters, intravenös, als Nasenspray oder als Tablette. Es unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz.
Durogesic ist verschreibungspflichtig und darf nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Beipackzettel von Durogesic 

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