Pantozol 20 mg Nebenwirkungen

Pantozol 20 mg Nebenwirkungen auf med-nebenwirkungen.de

Wirkstoff: Pantoprazol

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Pantozol ist ein Präparat, das den Salzsäuregehalt im Magensaft vermindert, indem es die sogenannte Protonen-Kalium-Pumpe hemmt. Unter dieser ‚Pumpe’ versteht man den Vorgang, bei dem Salzsäure im Magen produziert wird. Durch die Hemmung wird die Säure reduziert. Das Medikament hilft daher bei allen Beschwerden, die auf einer zu hohen Säurekonzentration im Magen beruhen. Es gehört zu der Gruppe der häufig verschriebenen Protonenpumpenhemmer.

Der Wirkstoff von Pantozol ist Pantoprazol. Es wird in Form von magensaftresistenten Kapseln mit 20 und 40 mg Dosierung sowie als Pulver für die Herstellung von Infusionen angeboten. Man nimmt es bei Sodbrennen, bei Entzündungen der Speiseröhre und bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren ein. Außerdem hilft Pantozol bei der Kombinationsbehandlung des Magenbakteriums Helicobacter pylori und beim Zollinger-Ellison-Syndrom. Pantozol ist mit Ausnahme der 20 mg Kapseln verschreibungspflichtig. Ohne ärztlichen Rat sollte das rezeptfreie Pantozol nur maximal 4 Wochen lang eingenommen werden.

Die Anwendung bei Refluxkrankheiten

Sodbrennen kommt bei etwa 10 % der Bevölkerung vor. Es handelt sich um eine Refluxkrankheit, die Refluxösophagitis. Bei ihr fließt der Magensaft in die Speiseröhre. Meistens ist ein nicht richtig funktionierender Verschluss zum Magen die Ursache. Zur Vorbeugung sollte man täglich eine Kapsel Pantozol mit 20 mg zu sich nehmen und zur Behandlung 20 oder 40 mg je nach der Schwere der Symptome. Die gleiche Dosierung gilt bei Entzündungen der Speiseröhre, die durch Magensaft verursacht werden. Eine Selbsttherapie sollte nur bei kurzfristigen, vorübergehenden Beschwerden erfolgen, aber nicht längerfristig, denn bei der Refluxösophagitis entsteht ein erhöhtes Krebsrisiko.

Die Anwendungen bei Geschwüren und bei dem Bakterium Helicobacter pylori

Das Auftreten von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren kann an einer zu aggressiv wirkenden Magensäure liegen. Hier hilft Pantozol durch die Hemmung der Säureproduktion als ‚Magenschutz’. Die niedrige Säure unterstützt auch die Heilung von Verletzungen der Magenwand. Die tägliche Dosierung beträgt in diesen Fällen 20 mg zur Vorbeugung und 40 mg zur Behandlung.

Häufig ist jedoch ein Befall mit dem Bakterium Helicobacter pylori die Ursache der Geschwüre. Der Befall führt zu einer chronischen Magenschleimhautentzündung und lässt sich bei etwa drei Viertel aller Patienten mit Magengeschwür und bei nahezu allen Patienten mit Zwölffingerdarmgeschwür leicht durch einen Atemtest oder eine Stuhlprobe nachweisen.

Falls diese chronische Infektion festgestellt wurde, wird Pantozol im Rahmen einer sogenannten Tripel-Therapie angewendet. Die Therapie besteht aus der Kombination eines Protonenpumpenhemmers mit zwei Antibiotika und soll alle vorhandenen Bakterien im Magen völlig abtöten. Die Auswahl der Präparate orientiert sich dabei an den Verträglichkeiten des Patienten. Da die Therapie nicht immer erfolgreich verläuft, muss sie in einigen Fällen mit anderen Antibiotika wiederholt werden. Ein Geschwür ohne Helicobacter wird dagegen nur mit Pantozol behandelt. Während der Behandlung sollte man möglichst auch eine Magenspiegelung durchführen, um ein Magenkarzinom ausschließen zu können.

Die Anwendung bei der Behandlung des Zollinger-Ellison-Syndroms

Die Ursache des Zollinger-Ellison-Syndroms liegt bei seltenen Tumoren der Bauchspeicheldrüse oder des Dünndarms. Diese Tumore produzieren das Hormon Gastrin, das eine Überproduktion der Magensäure verursacht, die dann zu Magengeschwüren führt. Die Krankheit kommt allerdings pro einer Million Menschen jährlich nur bei fünf bis zehn Personen vor. Die Dosierung sollte in diesen Fällen dem einzelnen Patienten angepasst werden und kann 80 bis 160 mg Pantozol täglich betragen. Bei mehr als 80 mg täglich sollte das Präparat in zwei Einzelgaben aufgeteilt werden.

Nebenwirkungen

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Gefährliche Nebenwirkungen von Pantozol sind sehr selten. Man sollte das Präparat aber nicht nehmen, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Pantoprazol besteht, oder bei einer gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten mit Atazanavir, einem Mittel gegen HIV. Das liegt daran, dass Pantozol in der Leber durch Enzyme abgebaut wird und den Abbau anderer Arzneimittel verringern kann. Daher ist es außerdem wichtig, die Leberwerte während der Behandlung zu kontrollieren, falls eine Erkrankung der Leber vorliegt. Bei einer Verschlechterung der Werte sollte die Behandlung beendet werden.

Nebenwirkungen können sich vor allem zu Beginn der Therapie durch Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Schlafstörungen zeigen, außerdem durch Veränderungen der Haut. Da der verringerte Säuregehalt des Magens, den Pantozol bewirkt, die Zahl der Bakterien erhöht, steigt das Risiko, an einer Infektion des Magen-Darm-Traktes zu erkranken, leicht an. Bei einer längeren Einnahme von Pantozol, die drei Monate überschreitet, kann der Magnesiumgehalt im Blut sinken und die Aufnahme von Vitamin B 12 vermindert sein. Hier können jedoch Nahrungsergänzungsmittel einen Ersatz bieten. Die Einnahme von Pantozol kann das Risiko von Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenbrüchen leicht erhöhen, wenn es länger als einem Jahr eingenommen wird.

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