Novalgin akut Nebenwirkungen

Novalgin akut Nebenwirkungen auf med-nebenwirkungen.de

Wirkstoff: Metamizol-Natrium

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Novalgin ist ein schmerzstillendes Mittel, welches zur Gruppe der sogenannten nichtopioiden Analgetika (Pyrazolone) gehört. Diese unterdrücken durch ihren hauptsächlichen Wirkstoff, das 4-Methylaminophenazon, welches erst im Organismus abgespaltet wird, wirksam biochemische Prozesse, die in ihrem Resultat die Auslösung von Schmerzen bewirken würden. Zu den unmittelbar aktiven Wirkstoffen in Novalgin, zählen Metamizol Na und H2O.

Die Wirkungsmechanismen im Organismus

Dabei wirken die nichtopioiden Analgetika, im Unterschied zu den opioiden Stoffen, jedoch nicht im menschlichen Zentralnervensystem, sondern lediglich in den peripheren Nervenbahnen des Organismus. Ihre chemische und pharmakologische Wirkung, basiert dabei stets auf der Hemmung der Bildung bestimmter Enzyme (meist Cyclooxygenase, Prostaglandin oder neuerdings auch Lipoxygenase). Nichtopioide Analgetika gehen bereits auf die pharmakologischen Forschungen der Firma Hoechst in den 1920er Jahren zurück. Die Tatsache ihrer nicht zentralen Wirkung im menschlichen Organismus, hat dazu geführt, dass Novalgin in der Bundesrepublik Deutschland bis 1987 frei im Handel erhältlich war und nicht der Apothekenpflicht unterlag. Heute ist Nolvagin in Deutschland apotheken- und verschreibungspflichtig. Neben der Schmerzunterdrückung, entfaltet das Novalgin im Organismus auch fiebersenkende und (sofern höher dosiert) entzündungshemmende Wirkung.

Eigenschaften, Wirkstärken sowie Darreichungsformen von Novalgin

In der Bundesrepublik Deutschland wird das Novalgin als Filmtablette abgegeben. Diese enthalten unter anderem den Wirkstoff Metamizol. Daher ist Novalgin grundsätzlich sowohl apotheken-, wie auch verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Verordnung hin angewendet werden. Novalgin ist in der Regel in der Darreichungsform der Filmtablette, jedoch seltener auch als Brausetablette und als einfache Tablette erhältlich. Sonderformen sind Lösungen zum Einnahmen und Zäpfchen für Kinder. Das Präparat enthält Metamizol-Natrium-Monohydrat und ist in den Losgrößen 300 mg, 500 mg und 1.000 mg in den Apotheken erhältlich. Darreichungsform und Losgröße des Medikamentes, dürfen ausschließlich vom behandelnden Arzt festgelegt werden.

Indikationen und Anwendungsgebiete von Novalgin

Novalgin wird zur Behandlung von Schmerzen und zur Fiebersenkung verordnet.

Die Schmerztherapie mit Nolvagin erfolgt:

  • zur Behandlung akuter und starker Schmerzen, wie sie nach Verletzungen oder Operationen auftreten
  • zur Behandlung sogenannter Koliken (krampfartiger Leibschmerzen)
  • zur Therapie von Tumorschmerzen bei Krebsleiden
  • zur Behandlung starker akuter oder starker chronischer Schmerzen, sofern andere Behandlungsformen ausscheiden.
Hohes Fieber wird durch die Gabe von Novalgin behandelt, wenn es auf andere Behandlungsoptionen nicht anspricht.

Kontraindikationen und Gegenanzeigen

Novalgin darf nicht angewendet werden bei Allergien gegen folgende Wirkstoffe: Metamizol, Phenazon, Propyphenazon und andere Pyrazolone, Phenylbutazon, Oxyphenbutazon sowie weitere Pyrazolidinen. Nicht verabreicht werden, darf Novalgin ferner an alle Patienten, die unter einer Agranulozytose leiden; die eine Schmerzmittelunverträglichkeit aufweisen (Analgetika-Asthma-Syndrom, Analgetikaintoleranz, Urtikaria-Angioödemtyp) oder die an Bronchospasmus und ähnlichen krampfartigen Verengungen der unteren Atemwege leiden. Nicht anzuwenden ist Novalgin ferner bei sämtlichen Allergien gegen Salizylate, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen; bei Störungen der Knochenmarksfunktion oder Erkrankungen der Blutbildung; bei Stoffwechselkrankheiten (Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel), bei akuter hepatischer Porphyrie, im letzten Drittel der Schwangerschaft sowie bei Neugeborenen oder Säugling unter 3 Monaten oder 5 kg Lebendgewicht.
 

Nebenwirkungen

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Die bekanntesten Nebenwirkungen sind der plötzliche Kreislaufkollaps, bis hin zum Schock und das Auftreten der Verminderung spezieller weißer Blutkörperchen (Agranulozytose). Beide Nebenwirkungen treten selten auf, können jedoch lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Weitere bekannte Nebenwirkungen sind Reaktionen der Überempfindlichkeit, plötzlicher Blutdruckabfall, Leukopenie, Exantheme und Hautausschläge (Lyell-Syndrom oder Stevens-Johnson-Syndrom) bis hin zu lebensbedrohlichen Ausmaßen, die das sofortige Absetzen des Medikamentes erforderlich machen. Ferner wurden beobachtet: Thrombocytopenie, Einschränkungen der Nierenfunktion, Ausscheidung von Blutproteinen mit dem Urin, Nierenentzündung, Reaktionen der Schleimhäute (Jucken, Brennen, Rötung, Schwellung, Blasenbildung), Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Probleme, Krämpfe der Bronchialmuskulatur, Herzrhythmusstörung, Blutdruckanstieg, Nesselsucht, Auslösung von Asthmaanfällen, Kurzatmigkeit, Entzündungen im Nasen-, Rachen- und Analbereich, Schluckbeschwerden, Heuschnupfen, Schüttelfrost, Lymphknotenschwellung, Schwitzen, Engegefühl in der Brust sowie Kältegefühl in den Armen und Beinen. Dennoch gelten die beschriebenen Nebenwirkungen insgesamt als gering, so dass Novalgin heute besonders in der Schmerztherapie sehr gebräuchlich ist. Eine Beeinträchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens durch die Einnahme von Novalgin sowie eine Reduzierung der Verkehrstüchtigkeit, sind nicht bekannt. 

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bei einer gleichzeitigen Einnahme von Novalgin mit folgenden Medikamenten, sollte ein Arzt konsultiert werden: Chlorpromazin, Antikoagulatien, Captopril, Arzneimittel, die Lithium enthalten, Methotrexat, Triamteren, antihypertensive Arzneimittel, Diuretika, Ciclosporin. Während der Dauer der Behandlung mit Novalgin, sollte wegen möglicher negativer Wechselwirkungen auf den Genuss alkoholischer Getränke generell verzichtet werden.

Handelsnamen und Medikamente

Novalgin ist als Medikament für den Einsatz in der Humanmedizin unter folgenden Handelsnamen erhältlich: Analgin, Metalgin, Novalgin, Novaminsulfon. Die Wirkungsdauer beträgt in der Regel bis zu 4 Stunden. 

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