Bisoprolol ratiopharm Nebenwirkungen

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Wirkstoff: Bisoprolol

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Bisoprolol zählt pharmakologisch zu den sogenannten Betablockern, die eingesetzt werden, um die hormonelle Stresswirkung von Adrenalin und Noradrenalin im Organismus zu hemmen. Chemisch setzt sich Bisoprolol aus Stoffen zusammen, die den Aromaten (ringförmig angeordneten Molekülsystemen mit Doppelbindungen und signifikantem Geruch), den Phenolethern (einer Verbindung aus Ether, Sauerstoff und einem Akrylrest) und den Alkoholen zuzuordnen sind.

Indikationen und Anwendungsgebiete in der Humanmedizin von Bisoprolol

Klassische Indikationen für die Anwendung von Bisoprolol, bestehen in den Herz-Kreislauferkrankungen, die als Volkskrankheiten gelten. Hierzu zählen der Bluthochdruck, die Angina Pectoris (anfallsartige Schmerzen im Brustkorb), die chronische Herzinsuffizienz (Unfähigkeit des menschlichen Herzens, die vom Körper jeweils benötigte Blutmenge ohne signifikante Erhöhung des Druckes in seinen Vorhöfen zu fördern) und die Tachykardie (ein anhaltendes Herzrasen, welches durch einen Ruhepuls oberhalb von etwa 100 Schlägen pro Minute gekennzeichnet ist). 

Handelsnamen und Marktbedeutung von Bisoprolol

Medikamente, die Bisoprolol enthalten, zählen zu den am häufigsten eingesetzten Betablockern in der Bundesrepublik Deutschland. Die Anzahl der verordneten Medikamente, die Bisoprolol als Wirkstoff enthalten, hat sich seit dem Ende der 1990er Jahre in Deutschland kontinuierlich vervielfacht. Medikamente, die Bisoprolol enthalten, sind in Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz) als Mono-, aber auch als Kombinationspräparate zugelassen. Monopräparate werden unter den Handelsnamen Bilol, Bisacardiol, Bisocor, Concor, Concor COR, Jutabis und Rivacor vertrieben, während Kombinationspräparate als Concor plus, Bilol comp, Bisoprolol comp, Bisoprolol HCT Generika, Lodoz sowie Rivacor plus erhältlich sind. Sowohl als Mono-, aber auch als Kombinationspräparate, sind zahlreiche Generika im Umlauf.

Pharmakologische und chemische Eigenschaften von Bisoprolol

Bisoprolol wirkt als Medikament und Wirkstoff langsam. Seine pharmakologische Wirkung setzt hierbei unmittelbar am menschlichen Herzen an. Hier wirkt Bisoprolol deutlich frequenzreduzierend und negativ inotrop, wie alle sympatholytischen Substanzen, zu denen Betablocker zählen. Da Bisoprolol jedoch gut Fette und Öle löst, sich allerdings auch optimal in denselben lösen lässt, wirkt es immer auch auf das Zentralnervensystem. Es entfaltet im Organismus keinerlei intrinsische Aktivität, besitzt demzufolge also kein Potential, um die menschliche Zellfunktion zu ändern. Bisoprolol wird überwiegend durch orale Gabe beim Patienten appliziert. Es ist üblich, dass der Organismus den Wirkstoff zu annähernd 90 % unmittelbar resorbiert. Die maximale Konzentration von Bisoprolol im Organismus, wird annähernd 3 Stunden nach der orale Gabe erreicht. Etwa 24 Stunden nach der Einnahme, ist Bisoprolol durch die Leber fast vollständig abgebaut und kann aus dem Organismus wieder ausgeschieden werden.

Kontraindikationen und Gegenanzeigen

Bisoprolol sollte nicht angewendet werden, bei Vorliegen von Asthma bronchiale oder Diabetes mellitus. Bestimmte Herzerkrankungen schließen eine Behandlung mit Bisoprolol ebenfalls zwingend aus. So beispielsweise die Bradykardie (die langsame Herzrhythmusstörung), die schwere Herzinsuffizienz, der beginnende kardiogene Schock und die Hypertonie (Bluthochdruck). Ebenfalls bei allen Erregungsleitungsstörungen am Herzen, darf Bisoprolol grundsätzlich nicht angewendet werden. 


Mögliche Wechselwirkungen von Bisoprolol mit anderen Medikamenten
Es kann zu unerwünschten und negativen Wechselwirkungen nach der Einnahme von Bisoprolol kommen, sofern die Patienten zeitgleich Monoaminooxidase-Hemmer (sogenannte MAO-Hemmer) einnehmen, beispielsweise Tranylcypromin, Iproniazid, Isocarboxazid, Phenelzin, Nialamid, Moclobemid, Toloxaton, Selegilin, Rasagilin, Lazabemid sowie Harmalin. 

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Medikamenten
In der klinischen Therapie, hat sich die Kombination von Bisoprolol mit anderen Medikamenten bewährt. Bei der Behandlung von arterieller Hypertonie, von Angina Pectoris und chronischer Herzinsuffizienz, lässt sich die Therapie wesentlich vereinfachen, indem das Bisoprolol mit Diuretika, beispielsweise mit Hydrochlorothiazid, kombiniert verabreicht wird. 

Nebenwirkungen

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Nach der Einnahme von Bisoprolol kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen beim Patienten kommen. Folgende Arten von Nebenwirkungen wurden bisher bekannt:
  • allgemeine Durchblutungsstörungen
  • Blutdruckabfall
  • Kopfschmerzen
  • Auftreten der Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Reduzierung der Herzfrequenz (Bradykardie)
  • Schwindelanfälle
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Verwirrung
  • Auftreten von Halluzinationen
  • Bronchospasmen
  • trockene Augen
  • Schweißausbrüche
  • erektile Dysfunktion und anderes mehr

Darreichungsform und Wirkstoffe

Die Darreichungsform des Bisoprolols in der Bundesrepublik, besteht in Filmtabletten zu jeweils 2,5 mg (Bisoprolol-CT). Jedoch ist das Medikament auch als einfache Tablette erhältlich. In der Abgabe an Patienten, ist Bisoprolol in Deutschland generell verschreibungspflichtig. Der Wirkstoff des Medikamentes ist Bisoprolol hemifumarat. Das Medikament darf nur auf ärztliche Anordnung angewendet werden, wobei der Arzt die Darreichungsform und Wirkstärke festlegt. Die in Apotheken erhältlichen Wirkstärken (Bisoprolol hemifumarat) sind 1,25 mg, 2,5 mg, 3,75 mg, 5 mg, 7,5 mg und 10 mg. 

Einnahme während der Schwangerschaft, durch Kinder und ältere Patienten
Die Einnahme von Bisoprolol während der Schwangerschaft sollte ärztlich überwacht werden. Kinder und Senioren können das Medikament einnehmen.

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