Metohexal 50 Nebenwirkungen

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Wirkstoff: Metoprolol

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Metohexal wird in der Bundesrepublik Deutschland überwiegend in der Darreichungsform der Retardtablette angeboten. Der Wirkstoff besteht hierbei in 95 mg Metoprolol succinat (Metohexal succ 95mg). Das Medikament ist grundsätzlich apotheken- und verschreibungspflichtig.

Handelsnamen von Metohexal

Metohexal ist überwiegend unter dem Handelsnamen Metohexal succ 95mg (Retardtabletten) bekannt.

Indikationen und Anwendungen

Metohexal wird heute verordnet bei:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Krankheiten der Herzkranzgefäße (sogenannte koronare Herzkrankheit)
  • hyperkinetischem Herz-Syndrom und anderen funktionellen Herzbeschwerden
  • tachykarden Herzrhythmusstörungen (Schlagzahlerhöhung des Herzens)
  • Herzinfarkt (Akut- und Langzeitbehandlung)
  • Herzschwäche
  • Migräne

Die Wirkung von Metohexal im Organismus

Metohexal wirkt im Organismus zunächst als Betablocker. Es blockiert gezielt die Beta-Rezeptoren, senkt dadurch den Blutdruck, normalisiert die Herzfrequenz und effektiviert insgesamt die Arbeit des menschlichen Herzens.

Wirkungsstärken und Darreichungsformen
Metohexal ist als Retardtablette, seltener als normale Tablette, erhältlich. Retardtabletten mit dem Wirkstoff Metoprololsuccinat, sind in den Wirkungstärken zu 23,75 mg, 47,5 mg, 95 mg, 142,5 mg und 190 mg im Handel. Retardtabletten mit den Wirkstoffen Metoprololtartrat beziehungsweise Metoprololhemitartrat, gibt es in den Wirkungsstärken 25 mg, 50 mg, 100 mg und 200 mg. Tabletten, basierend auf den Wirkstoffen Metoprololtartrat oder Metoprololhemitartrat, können in den Wirkungsstärken 50 mg, 100 mg oder 200 mg appliziert werden. Wirkungsstärke und jeweilige Darreichungsform, darf allein der behandelnde Arzt festlegen.

Nebenwirkungen

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Nach der Einnahme von Metohexal, können unterschiedliche Arten von bekannten Nebenwirkungen auftreten.

Nebenwirkungen auf Blut und Lymphsystem

Bekannt ist das mögliche Auftreten von Spontanblutungen, blauen Flecken, Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) sowie Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie).

Nebenwirkungen auf das endokrine System

In Bezug auf das endokrine System, können nach der Einnahme von Metohexal folgende Arten von Nebenwirkungen auftreten: Auftreten oder Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit, erniedrigter Blutzucker, der sich in Zittern der Finger oder Tachykardie äußert.

Psychische Nebenwirkungen

Bekannt sind folgende Arten psychischer Nebenwirkungen, die aus einer Einnahme von Metohexal resultieren können: Depression, Verwirrtheit, Angstzustände, erhöhte Traumaktivität, bis hin zum Auftreten von Alpträumen, Halluzinationen, Persönlichkeitsveränderungen, Gefühlsschwankungen, kurz andauernder Verlust des Gedächtnisses.

Nebenwirkungen auf das Nervensystem

Hierbei können auftreten: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Zustände der Erschöpfung, Kopfschmerz, Missempfindungen, Benommenheit, Bewußtseinseintrübung.

Nebenwirkungen in Bezug auf Augen und Sehvermögen

Beobachtet wurden vereinzelt Bindehautentzündung (Konjunktivitis), verminderter Tränenfluss, verschwommenes Sehen, trockenes oder entzündetes Auge sowie allgemeine Augenreizungen.

Beeinträchtigungen des Hörvermögens

Mögliche Nebenwirkungen der Einnahme von Metohexal, können in vorübergehenden Beeinträchtigungen des Hörvermögens bestehen. Beobachtet wurden im Zusammenhang mit der Einnahme von Metohexal, gelegentlich Tinnitus und Hörstörungen, Schwerhörigkeit, bis hin zur Taubheit.

Herzerkrankungen als mögliche Nebenwirkungen

Aus der Einnahme von Metohexal, können sich folgende Veränderungen oder Erscheinungen am Herzen ergeben: Senkung der Herzfrequenz (Bradykardie), Herzklopfen (Palpation), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie), Erregungsleitungsstörungen, 

Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und daraus resultierende Ödeme in den Armen und Beinen, Atemnot unter körperlicher Belastung, Herzschmerzen, Verstärkung der Anfälle ei bestehender Angina pectoris, kardiogener Schock.

Mögliche Auswirkungen des Metohexals auf die Gefäße
Hier wurden vereinzelt beschrieben: Blutdruckabfall, kurze und vorrübergehende Bewusstlosigkeit (Synkope), Ödeme, kalte Extremitäten, Raynaud-Syndrom, periphere Durchblutungsstörungen, bis hin zur Gangrän.

Mögliche Nebenwirkungen, die sich in Magen- und Darmbeschwerden äußern
Bekannt wurden Durchfälle und Verstopfungen, Bauschmerz, Übelkeit und Erbrechen, trockener Mund und krankhafte Bindegewebsveränderungen am Bauchfell der Patienten.

Leber und Galle

Als Nebenwirkung von Metohexal wurde selten das Auftreten der Leberentzündung (Hepatitis) beschrieben.

Nebenwirkungen in Gestalt von Hautveränderungen

Bekannt sind Schwitzen, Allergien, Irritationen, Ausschläge bei Einwirkung von Licht sowie die Nesselsucht (Urtikaria).

Nebenwirkungen auf Skelettmuskulatur, Bindegewebe und Knochen
Hierzu zählen das mögliche Auftreten von Muskelschwäche und Muskelkrämpfen sowie Gelenkerkrankungen (Arthritis).

Mögliche Nebenwirkungen auf Geschlechts- und Brustdrüsen sowie Libido
Nach der Applikation von Metohexal sind bekannt geworden: Potenz- und Libidostörungen, ferner die Peyronie'sche Erkrankung.

Nebenwirkungen allgemeiner Art

Häufiger beobachtet wurden Ermüdung, Gewichtszunahme und Änderungen der Leberfunktionswerte.

Gegenanzeigen und Kontraindikationen

Metohexal darf nicht angewendet werden, bei Überempfindlichkeit gegen Betablocker, Erregungsleitungsstörungen, kardiogenem Schock und Herzmuskelschwäche, bei Asthma bronchiale, Durchblutungsstörungen sowie Tumoren in den Nebennieren.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Vorsicht ist geboten, bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Betablockern, Monoaminoxidase-Hemmern (MOA-Hemmer), Medikamenten, die den Sympathikus hemmen sowie Präparaten, die den Katecholamin-Spiegel im Organismus senken.

Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder und alte Menschen

Metohexal soll in der Schwangerschaft (insbesondere während der ersten 3 Monate) nach Möglichkeit nicht angewendet werden. Bei Einnahme von Metohexal während der Stillzeit, soll frühestens 3 bis 4 Stunden nach Einnahme des Medikamentes gestillt werden. Bei allen Patienten unter 18 und über 80 Jahren, soll auf die Anwendung von Metohexal generell verzichtet werden. 

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