Thyronajod Nebenwirkungen

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Wirkstoff: Levothyroxin-Natrium (L-Thyroxin)

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Thyronajod ist ein rezeptpflichtiges Medikament des Arzneimittelherstellers Henning Berlin Arzneimittel GmbH. Das Medikament richtet sich gegen bestimmte Schilddrüsenerkrankungen und besitzt die aktiven Wirkstoffe Kaliumjodid und Levothyroxin-Natrium. Darüber hinaus beinhaltet Thyronajod die folgenden Hilfsstoffe:

  • Cellulose, mikrokristallin
  • Dinatrium thiosulfat 5 Wasser
  • Magnesium carbonat, leicht basisch
  • Maisstärke
  • Rizinusöl, hydriert
  • Silicium dioxid, hochdispers

Es wird in Form von Tabletten verabreicht und wirkt bei normaler Schilddrüsenfunktion und ohne tastbaren Knoten in der Therapie eines einfachen Kropfes als Jod-Ergänzung zum Schilddrüsenhormon. Thyronajod wird auch verabreicht, um nach operierter oder mit Radiojod behandelter Schilddrüse einer erneuten Kropfbildung vorzubeugen.

 

Definition und Wirkungsmechanismus von Thyronajod 

Der enthaltene Wirkstoff Levothyroxin gehört zu der Gruppe der Schilddrüsenhormone. Es handelt sich um einen synthetischen Wirkstoff mit ähnlicher Wirkung, wie der des natürlichen Schilddrüsenhormons Thyroxin. Der ebenfalls enthaltene Wirkstoff Kaliumjodid ist ein Jodsalz. Jod ist ein Baustein für Schilddrüsenhormone und er dient dem Aufbau von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse. Beide Wirkstoffe sind verschreibungspflichtig.

Levothyroxin wirkt sich mindern auf blutzuckersenkende Mittel aus. Diabetiker sollten bei Behandlungsbeginn mit Thyronajod deshalb regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren und gegebenenfalls gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die Dosis des blutzuckersenkenden Wirkstoffs anpassen.

Levothyroxin wirkt sich verstärkend auf gerinnungshemmende Stoffe (Cumarinderivaten) aus. Patienten, die beider Medikamente bedürfen, sollten regelmäßig die Blutgerinnung kontrollieren lassen und gegebenenfalls gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die Dosis des gerinnungshemmenden Arzneimittels anpassen (verringern).

Nebenwirkungen

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Nebenwirkungen beschreiben unerwünschte Wirkungen, die zusätzlich zur beabsichtigten Wirkung auftreten. Kontraindikationen beschreiben Fälle, in denen das Medikament nicht eingenommen werden darf.

Das Medikament Thyronajod darf NICHT eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen einen der im Arzneimittel enthaltenen Inhaltsstoffe besteht. 

Allergische Hautreaktionen und allergische Reaktionen in den Atemwegen können bei einer Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels (beispielsweise Levothyroxin) auftreten. Konsultieren Sie in diesem Fall umgehend Ihren Arzt.

Im Falle einer Jodüberempfindlichkeit kann es zu Kopfschmerzen, zu Hautausschlag und Rötung, Fieber, Jucken und Brennen der Augen, zu Reizhusten oder Durchfall kommen. Bei einer Jodüberempfindlichkeit muss die Einnahme des Medikaments beendet werden.

Weitere Fälle, in denen Thyronajod NICHT eingenommen werden darf, sind:

  • bei jeder Form der Schilddrüsenüberfunktion oder Verselbstständigung der Schilddrüse
  • bei akutem Herzinfarkt oder akuter Entzündung des Herzmuskels oder allen Wandschichten des Herzens
  • bei Bluthochdruck
  • bei chronischen Hauterkrankungen
  • bei bislang nicht behandelter Funktionsschwäche der Nebennieren oder der Hirnanhangsdrüse
  • bei Gefäßentzündungen aufgrund von Allergien
  • bei Angina Pectoris
In Einzelfällen können die folgenden Erscheinungen auftreten, wenn eine Überdosierung vorliegt oder die verabreichte Dosisstärke nicht vertragen wird. Dies ist in Einzelfällen zu Beginn einer Therapie der Fall. Konsultieren Sie Ihren Arzt in den folgenden Fällen. Meist wird die Tagesdosis bei diesen Nebenwirkungen herabgesetzt oder kurzzeitig völlig ausgesetzt, bis sämtliche Nebenwirkungen abgeklungen sind:
 
  • Herzklopfen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen
  • Engegefühl in der Brust, innere Unruhe und Schlaflosigkeit
  • Muskelschwäche, Muskelkrämpfe
  • verstärktes Schwitzen und Hitzewallungen
  • Zittern
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall, Gewichtsabnahme
  • veränderte Regelblutung
In seltenen Fällen kann es auch zu Fieber, Erbrechen und, besonders bei Kindern, zu erhöhtem Hirndruck kommen. Insgesamt gilt die Regel, sich bei sämtlichen Nebenwirkungen, auch den nicht in der Packungsbeilage angegebenen, umgehend an den behandelnden Arzt oder Apotheker zu wenden.

Dosierung und Anwendung von Thyronajod

Bei einem einfachen Kropf und zur Vorbeugung der erneuten Bildung eines Kropfes bei medikamentösen Behandlungen, nach einer Schilddrüsenoperation oder nach einer Radiojodtherapie nehmen Patienten täglich 1 Tablette. Die entsprechende Behandlungsdauer wird vom behandelnden Arzt festgelegt. 

Das Medikament sollte wenigstens 30 Minuten vor dem Frühstück auf nüchternen Magen in Form einer unzerkauten Tablette eingenommen werden, da der Körper die Wirkstoffe auf nüchternen Magen besser aufnehmen kann als während oder nach einer Mahlzeit. Die Tablette sollte mit wenigstens einem Glas Wasser eingenommen werden. 

Die weiße, runde Tablette besitzt auf einer Seite eine Bruchrille und auf beiden Seiten eine Kennzeichnung 1T, 2T, 3T, 4T oder 5T. Nutzen Sie die Bruchrille ausschließlich zum Teilen der Tablette für die vereinfachte Einnahme. Nutzen Sie die Bruchrille nicht zum Teilen der Tablette in gleiche Dosen. 

Fazit zu Thyronajod 

Thyronajod ist ein Arzneimittel, das in der Behandlung von bestimmten Schilddrüsenerkrankungen notwendig ist und dem Körper den wichtigen Wirkstoff Levothyroxin liefert. Aufgrund der gegebenenfalls starken Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und möglicherweise starken Nebenwirkungen, die immer vom behandelnden Arzt kontrolliert werden müssen, darf Thyronajod unter keinen Umständen ohne ärztliches Rezept eingenommen werden. 

Beipackzettel von Thyronajod

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