Aspirin Nebenwirkungen

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Wirkstoff: Acetylsalicylsäure

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Aspirin gehört zu den beliebtesten Medikamenten. Es wird zur Behandlung von Migräne, Grippe und anderen Schmerzzuständen eingesetzt. Die Geschichte des Medikaments, dessen Wirkstoff Acetylsalicylsäure ist, geht bis in die Antike zurück.

Volksmedikament Aspirin: Geschichte

Substanzen, die noch heute in der synthetischen Acetylsalicylsäure zu finden sind, wurden schon in der Antike verwendet, um Fieber und Schmerzen aller Art zu behandeln. So wurde die Weidenrinde, welche unterschiedliche Substanzen enthält, als Arznei angesehen und zu verschiedenen Extrakten verarbeitet. Im 19. Jahrhundert wurden die Aufzeichnungen über diese frühen Medikamente genutzt, um die Zusammensetzung der Weidenrinde zu erforschen und schließlich Salicin, einen chemischen Verwandten der Acetylsalicylsäure, zu isolieren.
Die Salicylsäure wurde bereits ab 1874 als Schmerzmittel vertrieben, konnte sich aufgrund ihres bitteren Geschmack und starker Nebenwirkungen jedoch nicht durchsetzen. Erst 1897 gelang Felix Hoffmann die Synthese von nebenproduktfreier o-Acetylsalicylsäure. Kurze Zeit darauf wurde das Produkt schließlich Aspirin genannt und vermarktet. Der Name leitet sich vom Echten Mädesüß ab, welches auch Spire genannt wird. Das „A“ steht für die Acetylgruppe und das „in“ für Inhaltsstoff.
Als Erfinder des Wirkstoffs gilt neben Felix Hoffmann auch Arthur Eichengrün.
Heute gehört Aspirin mit einem Umsatz in Milliardenhöhe zu den meistverkauften Medikamenten in Deutschland. Aspirin gehört zur Gruppe der Analgetika und damit zu den Medikamenten, die die Schmerzempfindung hemmen sollen.

Anwendung und Wirkungsweise von Aspirin

Aspirin dient dazu, verschiedene Schmerzzustände zu behandeln. Dazu gehören in erster Linie Zahn- und Kopfschmerzen sowie Migräne und Fieber. Zudem wird Aspirin in der Tumorbehandlung eingesetzt, um die Schmerzen zu stillen. Auf Opiate wird erst im späteren Krankheitsverlauf oder bei starken Beschwerden gesetzt. Darüber hinaus wird Aspirin aufgrund der schmerzstillenden Wirkung für die Prophylaxe von Embolie und Thrombose verwendet. Früher wurde das Medikament zudem gegen rheumatoide Arthritis eingesetzt, wovon heute jedoch abgesehen wird, da die antientzündliche Wirkung nur bei hohen Dosen eintritt. Stattdessen wird heutzutage Voltaren oder Aktren eingesetzt. Die typischen Anwendungsgebiete sind also Folgende:

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Fiebe
  • Grippe
  • Behandlung von Tumorschmerzen

Die schmerzlindernde Wirkung von Aspirin tritt dadurch auf, dass das Medikamente die Produktion der Botenstoffe hemmt, die für die Übermittlung des Schmerzreizes verantwortlich sind. Genauer das Enzym Cyclooxygenase (COX), weshalb Aspirin auch als „unselektiver COX-Hemmer“ bezeichnet wird.

Nebenwirkungen und Kontraindikation

Speziell bei der Überdosierung von Aspirin, welche relativ schnell eintritt, können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen allen voran Magen-Darm-Beschwerden, welche sich durch Übelkeit, Sodbrennen oder Reflux äußern und bis hin Erosionen (oberflächlichen Verletzungen der Magenschleimhaut) und Ulzera (tiefen Epitheldefekten) reichen können.
Eine weitere Nebenwirkung ist die Verlängerung der Blutungszeit, welche durch die Hemmung der Thromboxansynthese bedingt ist.
Auch asthmatische Beschwerden können nach der Einname von Aspirin auftreten. Man spricht hier vom so genannten „Analgetika-Asthma“, welches bei rund 10% aller Erkrankten auftritt.


Medikament BildEine seltenere Nebenwirkung ist das Reye-Syndrom. Dieses Phänomen ist primär bei Kindern bis zum 15. Lebensjahr zu beobachten und äußert sich durch starkes Erbrechen, Fieber und Benommenheit und kann bis zum Koma führen. Das Reye-Syndrom endet in rund einem Drittel der Fälle tödlich.


Darüber hinaus können auch bei einer Indikation während der Schwangerschaft verschiedene Nebenwirkungen auftreten. So darf Aspirin im letzten Drittel überhaupt nicht eingenommen werden, da das Medikament die Prostaglandisynthese hemmt, welche dafür verantwortlich ist, den so genannten Ductus Arteriosus Botalli offen zu halten. Ein vorzeitiger Vorschluss führt in den meisten Fällen zum Tod des Kindes.
Generell darf Aspirin bei Kindern nicht eingesetzt werden, da die Gefahr des Reye-Syndroms oder einer Intoxikation besteht. Letztere führt zur Hyperventilation, Atemlähmung und schließlich zur Bewusstlosigkeit.
Auch bei einer Funktionsstörung der Niere oder der Leber muss die Dosis stark reduziert werden. Ebenso bei erhöhter Blutungsgefahr. Nebenwirkungen können also Folgende sein:

  • Sodbrennen
  • Übelkeit
  • Reflux
  • Beschädigung der Magenschleimhaut
  • Rye-Syndrom
  • Vergiftung

Fazit

Aspirin ist ein geeignetes Medikament, wenn es um die Behandlung leichter Schmerzen geht. Aufgrund der Nebenwirkungen, welche schon bei einer geringen Überdosierung auftreten und der Belastung für Niere und Leber ist eine regelmäßigen Einname jedoch nur in Rücksprache mit einem Arzt zu empfehlen.

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