MCP Ratiopharm Nebenwirkungen

MCP Ratiopharm Nebenwirkungen auf med-nebenwirkungen.de

Wirkstoff: Metoclopramid
Präparat: Monopräparat
Verabreichung: Tabletten, Retardkapseln, Zäpfchen
Dosierung von MCP Ratiopharm: 10/30 mg (ohne Gewähr)

Medikament Tabeletten Bild

Das Medikament MCP Ratiopharm des Arzneimittelherstellers Ratiopharm GmbH gehört zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln in Deutschland. In Form von Tropfen wurde es Anfang 2014 vom Markt genommen: aufgrund der starken Nebenwirkungen, die der Wirkstoff Metoclopramid auslösen kann, legte die Europäische Kommission im April 2014 eine neue Wirkstoffobergrenze fest: Medikamente dürfen nur noch maximal 1mg/ml Wirkstoff enthalten. Die Tropfen mit 0,4 mg/ml waren damit zu hoch dosiert. Entsprechend niedriger dosierte Präparate bietet Ratiopharm in Form von Tabletten, Retardkapseln und Zäpfchen.
Als sogenannter "Dopamin-Antagonist" wirkt Metaclopramin auf das Brechzentrum im Gehirn und regt die Magenbewegungen an. Dadurch hält er den Brechreiz, der zu vielen Krankheitsbildern dazu gehört, zurück. Dies verschafft unter anderem eine Erleichterung zum Beispiel bei Schädel- und Hirnverletzungen, Reiseübelkeit oder bei Übelkeit nach einer Strahlentherapie. Präparate auf der Basis von Metaclopramid sind grundsätzlich verschreibungspflichtig. 
Hier findet Ihr alle Informationen aus dem Beipackzettel von MCP Ratiopharm 10 mg in verständlicher Form auf Apothekenumschau

Die Anwendungsbereiche von MCP Ratiopharm sind wie folgt:

  • Reizmagen
  • Sodbrennen
  • Refluxösophagitis

Linderung von Übelkeit und Erbrechen bei

  • Reiseübelkeit
  • Migräne
  • Arzneimittelunverträglichkeit
  • Leber -und Nierenerkrankungen
  • Schädel- und Hirnverletzungen
  • in der Schwangerschaft

sowie nach

  • Chemotherapie
  • Strahlentherapien
  • Operationen

MCP Ratiopharm wurde auch zur Beschleunigung der Dünndarmpassage und der Magenentleerung bei Röntgenuntersuchungen und zur Erleichterung von Untersuchungen des Zwölffingerdarms eingesetzt .

Definition und Wirkungsmechanismus

MCP Ratiopharm ist ein Monopräparat und enthält den Wirkstoff Metoclopramid. Als sogenannter "Dopamin-Antagonist" dockt Metoclopramid im Gehirn an den Rezeptoren des Brechzentrums an. Die Bewegungsvorgänge im Magen und im Darm werden gefördert und so der Brechreiz verhindert, den sonst das Dopamin auslösen würde. 

Nebenwirkungen

Medikament Bild

Jeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Wer unerwünschte Reaktionen nach der Einnahme beobachtet, sollte seinen Arzt darüber informieren, bei allergischen Reaktionen, die lebensbedrohlich sind, muss ein Arztbesuch umgehend erfolgen. Aufgrund der häufigen und mitunter starken Nebenwirkungen sollte Metoclopramid höchstens für sehr kurze Zeit eingenommen werden. Maximale Verordnungsdauer von MCP ratiopharm sind 5 Tage.

Folgende Nebenwirkungen treten häufig auf:

Ruhelosigkeit
Müdigkeit
Schwindelgefühl

Folgende Nebenwirkungen treten selten auf:

Depressionen
Kopfschmerzen
Bewegungsstörungen (Muskelkrämpfe, Zittern)

Bei längerer Anwendung oder einer hohen Dosis kann Metoclopramid möglicherweise zu Spätdyskinesien führen, nachlassender Libido, Menstruationsstörungen und Impotenz. 

Wechselwirkungen und Kontraindikationen

Die Einnahme von Metoclopramin kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, ebenso können andere Medikamente die Wirkung von Metoclopramin beeinflussen. So kann der Wirkstoff Metoclopramin beispielsweise die Wirkung (und Nebenwirkungen!) des Wirkstoffes Paracetamol oder bestimmter Antibiotika erhöhen. Umgekehrt können aber z.B. Anticholinergika die Wirkung von Metoclopramin verringern.
Detaillierte Informationen zu den Wechselwirkungen enthält der Beipackzettel!

Nicht eingenommen werden dürfen Metoclopramin-basierte Medikamente bei:

  • Stillzeit
  • Morbus Parkinson
  • Malariatherapie

Mehr Informationen dazu im Beipackzettel!

Dosierung und Anwendung

Die maximale Dosierung beträgt 30 mg pro Tag.
Erwachsene nehmen - wenn vom Arzt nicht anders verordnet - 3 bis 4 Mal täglich eine Tablette unzerkaut zu je 10 mg mit etwas Flüssigkeit ein, dies jeweils vor den Mahlzeiten.
Die Retardkapsel zu 30 mg wird morgens bzw. abends vor der Mahlzeit ebenfalls mit detwas Flüssigkeit unzerkaut eingenommen.
Aufgrund des erhöhten Risikos für Spätdyskinsien (dauerhafte Bewegungsstörungen) darf MCP Ratiopharm höchstens über 5 Tage angewendet werden.  

Fazit

Übelkeit und Erbrechen sind Begleiterscheinungen verschiedener Krankheiten. Dies kann extrem unangenehm sein. MCP Ratiopharm ist ein hoch wirksames Präparat, um Übelkeit und Erbrechen in diesen Fällen zu unterbinden Besonders helfen kann dies z.B. bei Migräneanfällen, nach Strahlenbehandlungen oder bei Hirnverletzungen. Da der Wirkstoff Metaclopramid starke Nebenwirkungen haben kann, kann MCP ratiopharm jedoch immer nur kurze Zeit eingenommen werden. Im April 2014 legte die Europäische Kommission eine neue, herabsgesetzte Wirkstoff-Obergrenze fest. 

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