Paracodin/N Nebenwirkungen

Paracodin/N Nebenwirkungen auf med-nebenwirkungen.de

Wirkstoff: Dihydrocodein
Präparat: Monopräparat
Verabreichung: Tropfen
Dosierung: 8,36 mg/Gramm (ohne Gewähr)

Medikament Tabeletten Bild

Definition und Wirkungsmechanismus

Das Medikament Paracodin des Arzneimittelherstellers TEOFARMA S.R.L. ist eines der am häufigsten verwendeten Arzneimittel in Deutschland. Es ist ein Schmerzmittel und enthält den Wirkstoff Dihydrocodein. Paracodin/N wird meist zur Kurzzeittherapie bei trockenem Husten (Reizhusten) eingesetzt oder bei mäßig starken bis starken Schmerzen. Es unterdrückt den Hustenreiz und lindert Schmerzen in Fällen, in denen nicht-opioide Schmerzmittel nicht ausreichend helfen können. Dies können z.B. Ischiasschmerzen, Krebsschmerzen oder entzündliche Schmerzen in den Gelenken sein.

„Paracodin/N“ wird in Form von Tropfen eingenommen und ist verschreibungspflichtig. 

Die genauen Anwendungsbereich von Paracodin/N sind wie folgt 

Reizhusten dämpfen
Mäßig starke bis starke Schmerzen lindern:
Krebsschmerzen
Schmerzen bei entzündlichen Gelenkerkrankungen
Nervenschmerzen (nach Operationen, Ischiasschmerz)

Nebenwirkungen 

Medikament Bild

Jeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Paracodin/N können, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten. Je höher die eingenommene Dosis, desto wahrscheinlicher oder stärker können auch Nebenwirkungen auftreten.

Sehr häufig, besonders zu Beginn der Behandlung kann es zu Erbrechen kommen.
Darüber hinaus zu Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Verstopfung.

Häufig können auftreten

  • Kopfschmerzen
  • Leichte Schläfrigkeit
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Benommenheit

Gelegentlich kommt es zu

  • einem Druckanstieg in den Gallenwegen
  • Harnverhalt (Harnretention)
  • einer Freisetzung von Histamin (bei Patienten mit Atemfunktionsstörungen ist ein Asthmaanfall möglich)
  • Juckreiz
  • Hauterscheinungen
  • Beeinträchtigung der Atmung
  • Mundtrockenheit
  • Schlafstörungen

Des weiteren sind seltene und sehr seltene schwere Nebenwirkungen bekannt – diese und weitere Hinweise zu Nebenwirkungen bei der Einnahme von Paracodin/N bitte dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Paracodin/N und anderen Arzneimitteln kann es in einigen Fällen zu Wechselwirkungen kommen.

Relativ viele Medikamente können bei gleichzeitiger Einnahme beispielswesie zu verstärkter Müdigkeit, Benommenheit und Beeinträchtigung der Atmung führen. Dies ist z.B. bei bestimmten Psychopharmaka und Antihistaminika (Antiallergische Medikamente) der Fall.

Bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern (Mittel gegen Depressionen) kann es zu unvorhersehbaren Nebenwirkungen kommen. Aus diesem Grund darf mit der Einnnahme von Paracodin/N erst 2 Wochen nach Absetzen der MAO-Hemmer begonnen werden.

Dihydrocodein verstärkt die Wirkung von Schmerzmitteln, teilweise kann die Wirkung von Paracodin/N dadurch auch herabgesetzt werden. Andere Arzneitmittel wiederum können die Wirkung von Paracodin/N verstärken.

Werden also neben Paracodin/N noch weitere Medikamente eingenommen ist es wichtig, mit dem Arzt zusammen die Einnahme zu überprüfen.
Mehr Informationen zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bitte dem Beipackzettel entnehmen!

Kontraindikationen

Paracodin/N darf nicht eingenommen werden bei

  • Bekannter Überempfindlichkeiten gegenüber Dihydrocodein
  • Störungen der Atemfunktion und des Atemzentrums
  • Koma und Asthma
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kindern unter 4 Jahren
  • Chronischem Husten

Nur unter besonderer Vorsicht und nach Rücksprache mit dem Arzt
darf Paracodin/N eingenommen werden bei

  • Abhängigkeit von Opioiden
  • Bewusstseinsstörungen
  • Störungen des Atemzentrums und der Atemfunktion
  • Zuständen mit erhöhtem Hirndruck
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Vergrößerter Prostata
  • Lebererkrankungen
  • Eingeschränkter Nierenfunktion
  • Gallenwegserkrankungen
  • älteren Personen
  • Chronischer Verstopfung
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern (Medikamente zur Behandlung von Depressionen) und Paracodin/N kann es zu Nebenwirkungen den von einem Ausmaß kommen, das nicht zu ermessen ist. Daher darf mit der Einnahme von Paracodin erst 2 Wochen nach Absetzen der MAO-Hemmer eingenommen werden.

Während der Behandlung mit Paracodin/N darf kein Alkohol getrunken werden.

Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel entnehmen!

Dosierung und Anwendung

Die Dosierung von Paracodin/N hängt mit der Art der Erkrankung zusammen. Zur Behandlung von Reizhusten werden weitaus geringere Dosen verordnet, als zur Behandlung von Schmerzen. Der behandelnde Arzt empfiehlt die genau Dosierung im Einzelfall. 

Zur Behandlung von Reizhusten gilt in der Regel folgende Dosierung:

Kinder zw 4 und 6 Jahren
3x täglich 4-8 Tropfen

Kinder zw. 6 und 12 Jahren
3x täglich 8-16 Tropfen

Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene
3x täglich 16-48 Tropfen

Die Dauer der Anwendung bestimmt ebenfalls der Arzt. Paracodin ist für eine Kurzzeittherapie gedacht und sollte nicht länger als einige Tage angewendet werden. Hält der Husten länger als 2-3 Wochen an, sollte ein Arzt zur Rate gezogen werden. 

Fazit

Paracodin/N ist ein Schmerzmittel und ein Mittel gegen Reizhusten in Form von Tropfen, das kurzfristig bei mittelstarken bis starken Schmerzen und bei sehr trockenem Husten vom Arzt verordnet wird. Der enthaltene Wirkstoff Dihydrocodein wirkt in höheren Dosen stark sedativ und wurde früher als während eines Entzuges als Ersatzstoff für Opiate verwendet, inzwischen jedoch durch andere Mittel ersetzt. Paracodin/N gehört zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten in Deutschland. 

Beipackzettel von Paracodin

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