Fenoterol Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Fenoterol

Berodual N

Medikament Tabeletten Bild

Fenoterol ist ein synthetisch erzeugter Wirkstoff, der erweiternd und schleim-mindernd auf die Bronchien, aber auch wehen-hemmend wirkt. Der Einsatzbereich für Medikamente mit Wirkstoff Fenoterol sind daher chronische Erkrankungen der Atemwege, bei denen es zur Verengung der Bronchien kommt, wie z.B. Asthma Bronchiale und zur Hemmung von Wehen während der Schwangerschaft oder der Geburt.

Wird Fenoterol über einen längeren Zeitraum eingenommen, wie z.B. zur Behandlung von chronischem Asthma, sollte gleichzeitig ein entzündungshemmender Wirkstoff eingenommen werden. Kombinationspräparate wie z.B. Berodual, das Fenoterol mit dem entzündungshemmenden Wirkstoff Ipratropium kombiniert, sind im Handel erhältlich. 

Medikamente auf der Basis von Fenoterol wie z.B. das Kombinationspräparat „Berodual“ gehören zu den meist verschriebenen Medikamenten in Deutschland. Sie sind verschreibungspflichtig.  Fenoterol gibt es in Form von Tabletten, als Inhalationslösung oder als Aerosol-Spray.

Die genauen Anwendungsbereich von Fenoterol sind wie folgt

  • Erweiterung der Bronchien bei Asthma bronchiale und COPD
  • Verminderung der Schleimsekretion bei Asthma und COPD
  • Hemmung von Wehen bei einer drohenden Frühgeburt zwischen der 20. und 37. Schwangerschaftswoche
  • Hemmung der Wehen während einer Geburt, bei der das Kind gefährdet ist
  • Hemmung der Wehen wenn sich das Kind in der Gebärmutter dreht

Nebenwirkungen

Medikament BildJeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Medikamenten auf der Basis von Fenoterol können, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten.

Häufig treten folgende Nebenwirkungen auf

  • Tremor (Zittern von Muskelgruppen z.B. der Finger oder der Hände)
  • Palpiationen (Herzklopfen)
  • Tachykardie (Herzfrequenzansteig)
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Unruhe
  • Nervosität
  • Erregung
  • Angstgefühl
  • Harnstauung
  • Azidose

Gelegentliche Nebenwirkungen sind

  • Hemmung der Darmtätigkeit
  • Veränderungen der Psyche wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder Übererregbarkeit
  • Tacyarrhythmie (Herzrhytmusstörungen)
  • Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Schwitzen
  • Hautausschlag
  • Probleme beim Wasserlassen

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Nebenwirkungen, die in  seltenen und sehr seltenen Fällen auftreten können wie Atemnot, Krämpfe oder Wasseransammlungen im Gesicht - den gesamten „Katalog“ der seltenen und weiterer Nebenwirkungen bitte dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

Beim Einsatz von Fenoterol als wehenhemmendes Medikament kann es den Blutzuckerspiegel des ungeborenen Kindes senken, oder die Herzfrequenz steigern.

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit Wirkstoff Fenoterol und anderen Arzneimitteln kann es in vielen Fällen zu Wechselwirkungen kommen: 

Bestimmte andere Medikamente verstärken die bronchienerweiternde Wirkung von Fenoterol. Damit verstärken sich gleichzeitig auch unerwünschte Nebenwirkungen, wie z.B. Herzrhythmusstörungen. Dies gilt z.B. für andere Beta-2-Sympathomimetika, Medikamente mit Wirkstoff Theophyllin, gegen niedrigen Blutdruck oder Glukokoritkoide.

Gefährliche Herzrhythmusstörungen können in Kombination mit folgenden Substanzen auftreten: ausschließlich am Herz wirksame Betablocker, Kalzium, Präparate, die Vitamin D oder deren Derivate enthalten.

Eine gefährliche Erhöhung der Herzschlagfrequenz kann auftreten, wenn Fenoterol zusammen mit antidepressiv wirkenden MAO-Hemmern oder tri- und tetrazyklischen Antidepressiva eingenommen wird.

Gleichzeitig eingenommene Betablocker können außerdem die Wirkung von Fenoterol mindern und dadurch schwere Verengungen der Bronchien hervor rufen.

Fenoterol kann die blutzuckersenkende Wirkung von oralen Antidiabetika vermindern.

Ein schwerer Schock kann ausgelöst werden durch die gleichzeitige Einnahme von Fenoterol und bestimmten Narkosemitteln wie z.B. Halothan und Fentanyl.

Da Fenoterol den Kaliumspiegel im Blut beeinflusst ist außerdem besondere Vorsicht geboten bei anderen Medikamente, die den Kaliumspiegel ebenfalls beeinflussen.

Da durch die Einnahme von Fenoterol weniger Urin ausgeschieden wird – in Kombination mit bestimmten anderen Medikamenten besteht daher die Gefahr einer Wasseransammlung in der Lunge.

Werden also neben einem Präparat, das den Wirkstoff Fenoterol enthält noch weitere Medikamente eingenommen ist es wichtig, mit dem Arzt zusammen die Einnahme von Fenoterol zu überprüfen. Mehr Informationen zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bitte dem Beipackzettel entnehmen!

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Medikamente auf Fenoterol-Basis dürfen nicht eingenommen werden bei

  • Überempfindlichkeit gegen den Arzneistoff Fenoterol
  • einer schweren Schilddrüsenüberfunktion
  • einem WPW-Syndrom (Reizleitungsstörung am Herz) oder einer Tachyarrythmie (Herzrythmusstörung mit schnellem Herzschlag)
  • bestimmten Herzkrankheiten wie z.B. einem Herzinfarkt
  • Muskelschwund
  • Phäochromozytom
  • Einer schlecht behandelten Zuckererkrankung Typ I oder II
  • schwerem Bluthochdruck
  • Eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
  • Schweren Blutungen der Geschlechtsorgane
  • Verminderter Blutgerinnung
  • einem Amnioninfektionssyndrom
  • Aneurysma
  • Psychosen
  • einer verminderten Kaliumkonzentration im Blut

Bei folgenden Erkrankungen darf Fenoterol nur unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen werden

  • bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden

Zur Wehenhemmung sollte Fenoterol nicht eingenommen werden bei

  • Funktionsstörungen des Mutterkuchens
  • Fehlender Darmbewegung
  • zu niedrigem Blutdruck
  • einer EPH-Gestose
  • einer verminderten Konzentration von Eiweißen im Blut

Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel entnehmen!

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