Furosemid Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Furosemid

Furosemid Ratiopharm

Medikament Tabeletten Bild

Furosemid ist ein synthetisch erzeugter Wirkstoff aus der Gruppe der sog. Schleifendiuretika, der harntreibend wirkt. Furosemid wirkt schnell, stark und ist kurz wirksam. Da es die Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten an der Niere fördert, wird Furosemid hauptsächlich eingesetzt bei Vergiftungen, Niereninsuffizienz, bei Ödemen und bei hohen Blutdruck. Je nach Anwendungsbereich gibt es Furosemid-Präparate in Form von Tabletten, Retardkapseln oder als Injektion. Medikamente auf der Basis von Furosemid wie z.B. das Monopräparat Furosemid Ratiopharm gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten in Deutschland. Sie sind verschreibungspflichtig.

Die genauen Anwendungsbereiche von Furosemid sind wie folgt

  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödemen) bei
    Herzmuskelschwäche
    Leberzirrhose
    Verbrennungen
    Funktionsstörungen der Niere
  • Lungenödem
  • Behandlung einer Nierenfunktionssschwäche
  • Vorbeugung eines akuten Nierenversagens
  • Behandlung von Bluthochdruck oder einer Bluthochdruckkrise

Furosemid

  • fördert die Ausscheidung von Elektrolyten (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium)
  • fördert die Ausscheidung von Wasser
  • entlastet das Herz
  • senkt den Blutdruck
  • steigert die Durchblutung der Niere

Nebenwirkungen

Medikament BildJeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Medikamenten auf der Basis von Furosemid können, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten.

Sehr häufig treten folgende Nebenwirkungen auf

  • Schläfrigkeit
  • Teilnahmslosigkeit
  • Verwirrtheit
  • Durst
  • Appetitlosigkeit
  • Schwankungen des Blutdrucks
  • Muskelschwäche
  • Missempfindungen in den Nerven
  • Teil-Lähmungen
  • Verstärkung der Harnausscheidung
  • Blähungen
  • Herzrhythmusstörungen

Häufig treten auf

  • Hautausschlag oder andere Hautreaktionen
  • Großflächige Hautentzündung
  • Rötungen
  • Lichtempfindlichkeit

Gelegentlich können auftreten

  • Krämpfe, ausgelöst durch eine Verminderung des Blutmagnesiumwertes
  • Herzrhythmusstörungen

Zahlreich sind die Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Furosemid-Präparaten sehr selten  auftreten können, insbesondere bei einer Langzeittherapie. Darunter zum Beispiel

  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Gefäßentzündung
  • Sehstörungen

Den gesamten „Katalog“ sehr seltenen und weiterer Nebenwirkungen bitte dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit Wirkstoff Furosemid und anderen Arzneimitteln kann es in vielen Fällen zu Wechselwirkungen kommen.

Beeinflussung anderer Medikamente durch Furosemid

Die schädigenden Nebenwirkungen bestimmter Medikamente können bei gleichzeitiger Einnahme von Furosemid noch verstärkt werden. Dies ist z.B. der Fall Bei Aminoglykosid-Antibiotika, bei hochdosierten Salicylaten und bei Lithium der Fall.

Furosemid kann die Wirkung anderer Medikamente verstärken, wie z.B. die Wirkung von Herzglykosiden. Gefährlich kann die verstärkende Wirkung z. B. bei blutdrucksenkenden Wirkstoffen werden – zusammen mit ACE-Hemmern kann es z.B. zu einem übermäßigen Blutdruck-Abfall kommen.

Ebenso kann Furosemid die Wirksamkeit bestimmter Medikamente aber auch verringern, wie z.B. die blutzuckersenkende Wirkung von Anti-Diabetika oder die blutdrucksteigernde Funktion von Epinephrin.

Beeinflussung von Furosemid durch andere Medikamente

Die Wirkung von Furosemid kann generell verstärkt werden durch z.B. Lithium oder das Antiasthmatikum Theophyllin. Die Kaliumverluste, die mit der Einnahme von Furosemid verbunden sind, können durch Lakritze oder das Magenmittel Carbenoxolon verstärkt werden und dadurch Herzrhytmusstörungen auslösen.

Die Wirkung von Furosemid kann durch verschiedene andere Medikamente auch vermindert werden. So vermindern zum Beispiel nicht steoridale Antirheumatika oder das Gichtmittel Probenecid die entwässernde und blutdrucksenkende Wirkung.
Die Harnausscheidung durch Furosemid kann durch verschiedene andere Medikamente verringert werden, so z.B. Methotextrat und Penytoin.

Weitere mögliche Wechselwirkungen mit Furosemid

Unmittelbar zusammen mit dem Schlafmittel Chlroalhydrat
können Nebenwirkungen wie ein erhöhter Puls, Anstieg des Blutdrucks, Übelkeit, Hitzegefühl, Unruhe und Schweißausbrüche auftreten.

Ein Risiko für schmerzhafte Harnsäureablagerungen in den Gelenken besteht bei gleichzeitiger Anwendung von Cyclosporin A und Furosemid. 

Eine Röntgenkontrastuntersuchung kann die Nierenfunktion bei vorbelasteten Patienten schädigen.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Medikamente auf Furosemid-Basis dürfen nicht eingenommen werden bei

  • Überempfindlichkeit gegen den Arzneistoff Furosemid oder chemisch ähnliche Substanzen
  • einer zu gering strömenden Blutmenge im Körper
  • einer Nierenfunktionsschwäche mit fehlender Harnproduktion
  • schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseins-Eintrübung
  • einer Verringerung des Natrium-Gehalts im Blut
  • einer normalen und eingeschränkten Nierenfunktion in höherer Dosierung

Nur mit größter Vorsicht und unter ärztlicher Aufsicht darf Furosemid eingenommen werden bei

  • Gicht
  • Einer sich entwickelnden oder einer bestehenden Diabetes
  • Schrumpfung der Leber und gleichzeitiger Nierenfunktionsschwäche
  • Eiweißmangel im Blut
  • einer Abflussstörung des Harns (z.B. durch Prostatavergrößerung oder Verlegung der Harnwege)

Stillende Frauen dürfen keine Präparate auf Furosemid-Basis einnehmen, schwangere Frauen nur in seltenen Ausnahmefällen und in Rücksprache mit dem Arzt.

Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel entnehmen!

Beipackzettel von Furosemid 

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