Humaninsulin Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Humaninsulin

Actraphane Diabetes
Actrapid Human

Medikament Tabeletten Bild

Das Humaninsulin gehört der Wirkstoffgruppe der Insuline an. Es ist identisch mit dem im menschlichen Körper gebildeten Insulin und wird auf genteschnischem Wege hergestellt. Anwendungsbereich ist Diabetes Mellitus, also die Zuckerkrankheit, sowohl vom Typ I (bei absolutem Insulinmangel) als auch vom Typ II (bei relativem Insulinmangel). Wenn die Bauchspeicheldrüse krankheitsbedingt oder aufgrund der Lebensumstände selbst nicht mehr genügend Insulin produzieren kann, muss dem Körper von außen Insulin zugeführt werden, damit ein normaler Blutzuckerspiegel aufrecht erhalten werden kann. Dies wird erreicht, indem das Humansinsulin den Verbrauch von Blutzucker in Muskel-und Fettzellen und die Freisetzung weiterer Glucose aus der Leber. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann zu Stoffwechselstörungen, Organschäden bis hin zum Koma führen.
Humaninsulin wird immer direkt in den Blutkreislauf gespritzt und zwar entweder direkt in ein Blutgefäß - dann ist die Wirkung unmittelbar und schnell, hält aber nicht lange an, oder unter die Haut- damit übt es eine längerfristige Wirkung aus.

Humaninsulin gibt es in zwei Formen: als Normalinsulin und als Verzögerungsinsulin. Während Normalinsulin nur etwa 3-6 Stunden wirkt, wirkt Verzögerungsinsulin etwa 12 Stunden lang. Insulin mit Zink-Zusatz hat eine ähnlich verzögerte Wirkung.

Die genauen Anwendungsbereiche von Clarithromycin sind

Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)

  • Typ I
  • Typ II

Humansinulin dient dem Zweck

  • einen erhöhten Blutzuckerspiegel zu normalisieren
  • körpereigenes, fehlendes Insulin zu ersetzen

Medikamente auf der Basis von Humaninsulin wie z.B. die Präparate Actraphane Diabetes und Actrapid Human gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten in Deutschland. Sie sind verschreibungspflichtig. 

Nebenwirkungen

Medikament BildJeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Medikamenten auf der Basis von Cotrimoxazol können, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten.

Humaninsulin ist im Allgemeinen gut verträglich.

Gelegentlich können durch die Gabe von Medikamenten auf der Basis von Humaninsulin folgende Nebenwirkungen auftreten

  • Allergische Hautreaktionen
  • Störungen der Nervenempfindungen (periphere Neuropathien)
  • Sehstörungen (Refraktionsanomalie)
  • Fettgewebszerstörung an der Einstichstelle
  • Überempfindlichkeitsreaktion der Haut an der Einstichstelle
    (Rötung, Schwellung, Juckreiz, Schmerzen, Bluterguss).

Sehr selten treten folgende Nebenwirkungen auf

  • Hautausschlag am ganzen Körper
  • Schwitzen
  • Störungen des Magen-Darm-Traktes
  • Atembeschwerden
  • Herzklopfen
  • niedriger Blutdruck und Ohnmacht/Bewusstlosigkeit
  • bleibende Veränderungen am Auge (diabetische Retinopathien)
  • Wasseransammlung im Gewebe

In Bezug auf Nebenwirkungen bitte auch den Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes beachten!

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit Wirkstoff Humaninsulin und anderen Arzneimitteln kann es relativ häufig zu Wechselwirkungen kommen.

Eine verstärkende Wirkung auf Humaninsulin haben folgende Wirkstoffe und deren Abkömmlinge:

  • MAO-Hemmer
  • Betablocker
  • ACE-Hemmer
  • das Antiarrhythmikum Disopyramid
  • Fibrate (Cholesterinsenker)
  • das Psychopharmakon Fluoxetin
  • das opioide Schmerzmittel Propoxyphen
  • Pentoxifyllin (gegen Asthma)
  • Antibiotika aus der Gruppe der Sulfonamide
  • Salicylsäure

Eine verringernde Wirkung auf Humaninsulin haben folgende Wirkstoffe (hierbei steigt der Insulinbedarf!)

  • Glukokortikoide
  • Schilddrüsenhormonen
  • Diuretika
  • Beta-2-Sympathomimetika
  • Danazol (zur Hemmung der Produktion des Hypothalamushormons Gonadotropin)
  • Wachstumshormone
  • Glukagon und Diazoxid (gegen Unterzuckerung)
  • Östrogenen und Gestagenen (in der "Pille" und in Östrogen-Gestagen-Kombinationen gegen Wechseljahresbeschwerden)
  • dem Tuberkulosemittel Isoniazid
  • Psychopharmaka aus der Gruppe der Phenothiazine sowie Olanzapin und Clozapin
  • die Asthma-Mittel Salbutamol und Terbutalin
  • HIV-1-Proteasehemmer (gegen AIDS)

Weitere mögliche Wechselwirkungen

  • Sowohl zu einer Abschwächung als auch zu einer Wirkungsverringerung von Humaninsulin kann es bei gleichzeitiger Einnahme von Betablockern, Lithium, dem Blutdrucksenker Clonidin oder Alkohol kommen.
  • Der Wirkstoff Pentamidin (Amöben) kann zu einer Unterzuckerung mit möglichem anschließenden Zuckerüberschuss führen
  • Die Gegenregulationbei Unterzuckerung kann fehlen, wenn Betablocker, Clonidin, Guanethidin oder Reserpin angewendet werden.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Humaninsulin darf nicht angewendet werden bei

  • einer Überempfindlichkeit gegen Humaninsulin
  • einer Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Humaninsulin angewendet werden - während der Schwangerschaft ist jedoch eine gute Stoffwechseleinstellung unerlässlich und sowohl eine Über- als auch eine Unterzuckerung müssen vermieden werden.

Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

Beipackzettel von Humaninsulin

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