Metformin Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Meformin

Metformin Ratiopharm Diabetes

Medikament Tabeletten Bild

Metformin ist ein Antidiabetikum aus der Gruppe der sogenannten Bioguanide. Es senkt den Blutzuckerspiegel bei einer Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) vom Typ 2 und kann auch ergänzend zu einer Insulintherapie angewendet werden, um den Insulinbedarf zu senken. Häufig wird Patienten mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel und Übergewicht ein Metformoin-Präparat verordnet, wenn sich der Blutzuckerspiegel durch einen Ausgleich an Bewegung bzw. eine Ernährungsumstellung nicht regulieren lässt. Der Wirkstoff Metformin hat zusätzlich den Vorteil, dass er nicht zu einer Gewichtszunahme führt.

Die genauen Anwendungsbereiche von Metformin sind

  • Behandlung einer Diabetes Mellitus vom Typ 2 zur Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Hemmung der Zuckerproduktion in der Leber
  • allgemeinen Verbesserung der Zuckerverwertung
  • Verminderung der Zuckeraufnahme aus dem Darm

Medikamente auf der Basis von Metformin wie z.B. das Präparat Metformin Ratiopharm Diabetes gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten in Deutschland. Sie sind verschreibungspflichtig. Metformin-Präparate werden in der Regel in Form von Filmtabletten oder wasserlöslichem Granulat eingenommen.

Nebenwirkungen

Jeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Medikamenten auf der Basis von Metforminkönnen, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten.

Sehr häufig sind folgende Nebenwirkungen

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Appetitverlust

Häufig können Geschmacksveränderungen auftreten

Sehr selten kommt es zu

  • Hautrötung
  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • Vitamin B12-Mangel (bei langfristiger Anwendung)
  • Stoffwechselentgleisung (Laktatazidose)
  • Leber-Enzym-Wertveränderung
  • Leberentzündung

Zu Beginn der Therapie können häufig Magen-Darm-Beschwerden auftauchen, die bei richtiger Dosierung sich jedoch meist wieder legen. Auch kann es bei längerfristiger Einnahme von Metformin zu einem Mangel an Vitamin B12 kommen, der dann ggf. entsprechend ausgeglichen werden.

Zu weiteren Nebenwirkungen bitte auch den Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

Wechselwirkungen

Medikament BildBei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit Wirkstoff Metformin und anderen Arzneimitteln kann es in einigen Fällen zu Wechselwirkungen kommen. 

Vermindert werden kann der blutzuckersenkende Effekt von Metformin durch folgende andere Wirkstoffe

  • Glukokortikoide (Kortison)
  • Entwässerungsmittel
  • Beta2- Sympathomimetika (Asthma-Medikamente)
  • Die Gefahr einer Unterzuckerung (durch Senkung des Blutzuckerspiegels) besteht in Kombination mit ACE-Hemmern (Herz-Kreislauf-Medikamente)

Die Gefahr einer Laktatazidose besteht bei gleichzeitiger Einnahme von

  • Alkohol, insbesondere in Kombination mit Fasten oder einer Alkoholvergiftung
  • bei Einspritzung von jodhaltigen Röntgen-Konstrastmitteln
    Hier kann auch ein Nierenversagen auftreten.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

In folgenden Fällen darf Metformin nicht angewendet werden

  • bei einer Überempfindlichkeit gegen Metformin
  • bei Stoffwechselentgleisungen (z.B. diabetisches Präkoma, diabetische Ketoazidose)
  • bei einer Störung der Nierenfunktion oder Nierenversagen
  • bei Zuständen, in denen die Gefahr einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion besteht, z.B. Schwere Infektion, Austrockung oder Schock
  • nach der Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln in die Vene
  • bei Alkoholismus oder einer Alkoholvergiftung
  • bei Funktiontsstörungen der Leber
  • bei Herz- oder Lungenfunktionsstörungen, die eine mangelnde Sauerstoffversorgung im Gewebe verursachen, z.b. frischer Herzinfarkt oder Schock

Nur nach eingehender Rücksprache mit dem Arzt sollte Metformin eingenommen werden

  • wenn das Risiko einer Lactatazidose besteht, z.B. einer schlecht eingestellten Diabetes, während einer Fastenkur, sowie bei einer erhöhten Blut-Keton-Konzentration
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die die Nierenfunktion verändern wie Blutdrucksenker, Entwässerungsmittel und nicht-steroidalen Antirheumatika
  • von älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • von Patienten, die zu Nierenfunktionsstörungen neigen

Während einer Therapie mit Metformin müssen regelmäßige ärztliche Laboruntersuchungen durchgeführt und darüber hinaus die Kreatinin-Konzentration im Blut überprüft werden.

Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

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