Pantoprazol Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Pantoprazol

Pantozol 20 mg

Medikament Tabeletten Bild

Pantoprazol - Der Wirkstoff gegen lästiges Sodbrennen

Pantoprazol trägt auch die Bezeichnung 5-(Difluormethoxy)-2[3,4-dimethoxy-2-pyridyl)methylsulfinyl]benzimidazol; Pantoprazolum. Es wird bei Beschwerden wie Speiseröhrenentzündung und Sodbrenen oder auch bei Magen- und Zwölffingedarmgeschwüren angewendet. Bei der Therapie liegt die Empfehlung bei einmal täglich 40 Milligramm über einen Zeitraum einigen Wochen, vorbeugend wird eine Dosis von 20 Milligramm täglich als ausreichend erachtet.

Nebenwirkungen von Pantoprazol

Wie jedes Arzneimittel, hat natürlich auch Pantoprazol Nebenwirkungen, welche nicht auftreten müssen, aber zumindest können. Dies liegt vor allem daran, dass jeder Mensch unterschiedlich auf verschiedene Medikamente reagiert. Die häufigsten bekannten Nebenwirkungen sind Durchfall, Verstopfung, Kopfschmerzen, Blähungen sowie Oberbauchbeschwerden. Gelegentlich kann es zu Schwindel, Sehstörungen (verschwommenes Sehen), Übelkeit und Erbrechen oder auch allergischen Reaktionen, seltener zu Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Nierenentzündung und Mundtrockenheit kommen. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu einer Veränderung des Blutbildes, einer erhöhten Körpertemperatur, Wasseransammlungen in den Gliedmaßen, Leberschäden, Gesichtsschwellung oder auch Lichtempfindlichkeit kommen.

Generell hängen die Nebenwirkungen und deren Schweregrad oft auch von der Arzneiform des Medikaments ab. So können sich Tabletten, Spritzen oder auch Salben mit demselben Wirkstoff unterschiedlich auswirken.

Pantropazol kann bei einer hohen Dosierung, die länger als ein Jahr erfolgt, zu einer Risikoerhöhung von Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen führen. Als Risikogruppe gelten hier vor allem ältere Patienten oder Patienten mit anderen Risikofaktoren. Vor allem Patienten, die unter Osteoporose leiden, müssen bei Gabe von Pantoprazol unter besonderer Beobachtung durch den Arzt hinsichtlich der Knochendichte stehen.

Definition Pantoprazol

Bei Pantoprazol handelt es sich um einen so genannten Protonenpumpenhemmer.

In den so genannten Belegzellen der Magenwand wird im Normalfall der saure Magensaft aufgrund bestimmter Reize hergestellt. Die Zellen produzieren dabei erst positiv geladene Wasserstoff-Ionen (Protonen, H+), welche mit der Protonenpumpe gegen Kalium-Ionen, die sich in der Umgebung der Zellen befinden, ausgetauscht werden. Im Anschluss werden diese mit ebenfalls ausgeschiedenen Chlorid-Ionen (CI) zur Salzsäure (HCI) zusammengefügt. Dieser Vorgang dient dem Schutz der Magenschleimhaut außerhalb der Zellen der Schleimhaut.

Dabei ist Pantoprazol eine Medikamentenvorstufe (Prodrug), welche sich erst im Körper in seine wirksame Form umwandelt. Über die Blutbahn gelangt es in die Belegzellen des Magens, wo es in der sauren Zellumgebung seine aktive Wirkform entfalten kann. Pantoprazol bindet sich dabei unlösbar an die Protonenpumpe und blockiert so die Belegzellen. Die Folge ist eine geringere Freisetzung von Magensäure.

Die Arzneiform von Pantoprazol sind magensaftresistente Retardkapseln oder –tabletten, durch die eine vorzeitige Wirkstoffzersetzung im Magen verhindert wird. Der Wirkstoff wird somit erst im Dünndarm freigesetzt und gelangt von hier ins Blut. Unter Umständen ist auch eine Injektion direkt in die Blutbahn möglich.

Dosierung von Pantoprazol

TablettenDie Dosierung von Pantoprazol richtet sich nach dem Grund der Behandlung. Zur Therapie von Beschwerden wie Sodbrennen, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren oder auch Speiseröhrenentzündungen erfolgt über mehrere Wochen eine Gabe von 40 Milligramm pro Tag. Eine Gabe von 20 Milligramm täglich empfiehlt sich zur Vorbeugung. Auch bei der Refluxtherapie ist Pantoprazol seit 2005 mit einer Dosierungshöhe von 40 Milligramm zugelassen. In diesem Fall wird das Medikament nur bei Bedarf eingenommen, man spricht hier von einer so genannten Bedarfstherapie. Je nach Erkrankung und Beschwerden, kann auch eine höhere Tagesdosis notwendig werden, bei deren Anwendung jedoch immer eine ärztliche Beobachtung notwendig wird.

Pantoprazol wird in den Medikamenten Pantozol 20 mg bzw. Pantozol 40 mg sowie Rifun 20 mg bzw. Rifun 40 mg angeboten. Bei allen Medikamenten handelt es sich um magensaftresistente Tabletten.

Fazit zu Pantoprazol

Pantoprazol verfügt im Vergleich zu anderen Protonenpumpenhemmern über einen besonders schnellen Wirkeintritt und eine lange Wirkdauer und wird deshalb auch gern in der Bedarfstherapie eingesetzt, so dass auch bei Eintritt plötzlicher Beschwerden eine Behandlung möglich wird. Dennoch sollte Pantoprazol nicht über einen sehr langen Zeitraum verwendet werden, da es ansonsten zu einer Magenuntersäuerung und einem Vitamin-B12-Mangel kommen kann. Vor allem bei Langzeitbehandlungen müssen regelmäßig die Leberwerte kontrolliert werden, generell empfiehlt sich in diesem Fall eine sehr gute ärztliche Überwachung. 

Beipackzettel von Pantoprazol 

Beipackzettel bei Medikamente Nebenwirkungen  - weiter unten auch mit Pantoprazol Erfahrungen

Beipackzettel bei der Apotheken Umschau

Pantoprazol bewerten

Ihr könnt Pantoprazol auch bewerten, falls Ihr Medikamente auf der Basis dieses Wirkstoffes nehmt.

https://community.med-nebenwirkungen.de/erfahrungsberichte/5-pantoprazol