Metamizol Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Metamizol

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Metamizol ist ein Schmerzmittel (Analgetikum). Es wird zur wirksamen Unterdrückung biochemischer Prozesse eingesetzt, die schmerzauslösend sein können. Metamizol wird sowohl in der Human-, wie auch in der Veterinärmedizin eingesetzt.

Handelsnamen Metamizol

In der Humanmedizin ist die Applikation von Metamizol lediglich als Monopräparat zulässig. Kombinationspräparate mit Metamizol, sind seit 1987 in Australien, in Japan, den USA und in den meisten Ländern Mitteleuropas, nicht mehr zur Anwendung in der Humanmedizin zugelassen. In weiten Teilen Südamerikas, werden diese Kombipräparate jedoch auch weiterhin, beispielsweise unter der Markenbezeichnung Buscopan composto, zur Schmerzlinderung beim Menschen eingesetzt. Verkehrsfähige Monopräparate werden gegenwärtig unter folgenden Handelsnamen vertrieben: Analgin, Berlosin, Minalgin, Nopain, Novalgi, Novaminsulfon, Nolotil. Die genannten Präparate sind in der Bundesrepublik, in Österreich, in der Schweiz, sowie in Estland erhältlich. In der Veterinärmedizin sind heute sowohl Mono-, wie auch Kombinationspräparate gebräuchlich, die auf Metamizol basieren. Diese werden unter den Handelsnamen Metapyrin, Novaminsulfon sowie Buscopan compositum vertrieben.

Darreichungsformen Metamizol

Bereits im Jahre 1922 wurden Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Metamizol durch die Firma Hoechst vertrieben. Die klassischen Darreichungsformen waren dabei Brausetabletten, Tabletten und Tropfen, aber auch Zäpfchen sowie Ampullen zur intravenösen oder intramuskulären Spritzung.

Wirkmechanismus von Metamizol

Der exakte Wirkmechanismus des Präparates Metamizol im menschlichen Körper, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es werden jedoch verschiedene Hypothesen diskutiert, wonach das Metamizol direkt in den Opioid-Stoffwechsel im Körper eingreifen soll. Tatsache bleibt allerdings, dass Metamizol neben einer starken und unmittelbar schmerzlindernden Wirkung, stark fiebersenkend, entzündungshemmend und krampflindernd wirkt. Metamizol eignet sich zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen.

Indikationen und Anwendungsgebiete

Aus der Charakteristik von Metamizol, ergeben sich folgende klinische Anwendungsgebiete:

  • Schmerzbehandlung
  • Krampflösung
  • Fiebersenkung
  • Therapie allgemeiner und akuter Schmerzen
  • postoperative Schmerzlinderung
  • Behandlung von Tumorschmerz


Kontraindikationen und Gegenanzeigen von Metamizol

Metamizol sollte besonders bei allgemeiner Unverträglichkeit des Wirkstoffes keinesfalls angewendet werden. Kontraindikationen bestehen ebenfalls in der angeborenen oder erworbenen Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffes im Körper (der sogenannten Porphyrie) sowie bei Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel und bei Störungen der Blutbildung.

Anwendung bei Schwangerschaft, Stillzeit und Säuglingen

Die Anwendung von Metamizol während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 3 Monaten, sollte keinesfalls erfolgen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Metamizol sollte nicht in Kombination mit Ciclosporin und den bekannten Diuretika verabreicht werden.

Bekannte Nebenwirkungen von Metamizol
Metamizol kann leichte und schwerwiegende Nebenwirkungen zeitigen, im körperlichen, wie im psychischen Bereich. Zu den bekanntesten Nebenwirkungen des Medikamentes, zählen jedoch Allergien und Überempfindlichkeitsreaktionen, Kreislaufstörungen und Beeinträchtigungen sowie Störungen der Zellbildung im Knochenmark der Patienten (die sogenannte Agranulozytose). Das Auftreten teilweise schwerer Arten von Nebenwirkungen, hat dazu geführt, dass Metamizol heute in Schweden und Japan als Arzneimittel nicht zugelassen ist. In der Bundesrepublik Deutschland ist seine Anwendung jedoch traditionell sehr weit verbreitet.

Agranulozytose

Die Agranulozynose ist eine mögliche Nebenwirkung der Einnahme von Metamizol. Hierbei wird die Bildung der Granulozyten im Knochenmark beeinträchtigt. Dies zeigt sich in unterschiedlichen Infekten bei den Patienten, in Halsschmerzen und Schüttelfrost, bis hin zur allgemeinen Sepsis. Die Häufigkeit des Auftretens der Agranulozytose nach Applikation von Metamizol, wird nach Studien mit etwa 1,1 Fällen pro 1 Million Anwendungen angegeben. Tritt die Agranulozytose auf und wird Metamizol dennoch weiter verabreicht, so führte dies bei 10 % der Betroffenen zum Tode.

Nebenwirkungen

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Zu den bekannten psychischen Nebenwirkungen, die infolge der Gabe von Metamizol auftreten können und die gegebenfalls der psychiatrischen Therapie bedürfen, zählen heute Angstzustände, depressive Verstimmtheit, Delirium, allgemeine Erregtheit, Halluzinationen und Konzentrationsschwäche, Verwirrtheit, Sprachstörungen, Sediertheit. Die Zustände können nach der Einnahme von Metamizol über viele Stunden anhalten.

Sonstige Nebenwirkungen

Die weiteren bekannten Nebenwirkungen von Metamizol, schließen bei Patienten, die unter Asthma bronchiale oder Heuschnupfen leiden, das Auslösen akuter Anfälle ein. Ebenso wurden Verschlimmerungen bestehender chronischer Atemwegserkrankungen und in extrem seltenen Fällen auch das Auftreten von Magengeschwüren beschrieben. Chronische Organschäden, so beispielsweise der Nieren sowie plötzliche Hautveränderungen (Lyell-Syndrom und Stevens-Johnson-Syndrom) wurden ebenfalls nach der Einnahme von Metamizol beschrieben. Bei intravenöser Gabe von Metamizol, wurden krisenhafte Blutdruckabfälle, bis hin zum Schock, beobachtet. Übelkeit, Erbrechen und Rotfärbung des Urins, gehören zu den harmloseren und selten beobachteten Nebenwirkungen. Ein Suchtpotential besteht hingegen nicht.

Fazit

In Deutschland zählt Metamizol zu den Wirkstoffen, welche bereits seit Anfang der 1920er Jahre in der Human- und Veterinärmedizin erfolgreich angewendet werden. Neben der analgetischen Wirkung (Schmerzlinderung), erschließen sich jedoch weitere positive Auswirkungen des Metamizols im Organismus (Fiebersenkung, Krampflinderung), die den Einsatz des Medikamentes jederzeit grundsätzlich rechtfertigen. 

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