Omeprazol Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Omeprazol 

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Omeprazol Rationpharm

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Omeprazol ist ein bekannter Protonenpumpenhemmer, ein Arzneistoff, der die Bildung von Magensäure in den Belegzellen des Magens wirksam hemmt und der dadurch Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre verhindern hilft. Die Entwicklung von Omeprazol als Medikament, geht auf Forschungen aus den frühen 1990er Jahren im Zusammenhang mit der Zusammensetzung des menschlichen Magensaftes zurück. Chemisch basiert Omeprazol auf Schwefelatomen und Magnesiumsalzen. Seit etwa 1998 ist Omeprazol als Medikament auf dem Markt erhältlich. Neuere Forschungen führten 2004 und 2006 zur Entwicklung von oralen Suspensionen und von Kautabletten in den Vereinigten Staaten, die auf dem Wirkstoff Omeprazol basieren und als Arzneimittel zugelassen sind. Neuere Forschungen zielen auf die Entwicklung magensaftresistenter Pellets ab, die unter einem Überzug den Wirkstoff Omeprazol enthalten. Es sind in den USA jedoch auch bereits Darreichungsformen von Omeprazol in der Erprobung, die keinen magensaftresistenten Überzug mehr benötigen.

Handelsnamen von Omeprazol

Omeprazol ist unter diversen Handelsnamen in Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz und Polen) und in den Vereinigten Staaten erhältlich. Hierzu zählen Antra MUPS, Ecomep, Gastracid, Gastrobene, Gastroplex, Losec, Medoprazol, Novec, Omec, Omeprax, Omezol, Oprazol, Ulcozol, Ulnor, Progastim sowie zahlreiche Generika.

Indikation und Anwendungsgebiete

Traditionell wird der Wirkstoff Omeprazol eingesetzt bei Magengeschwüren (Ulcus ventriculi), bei Geschwüren des Zwölffingerdarms (Ulcus duodeni), zur Therapie von Refluxkrankheit, Sodbrennen und durch Rückfluss der Magensäure verursachte Entzündungen der Speiseröhre (Refluxösophagitis), zur Behandlung der Gastrinome (Zollinger-Ellison-Syndrom), zur Prophylaxe von Speiseröhrenentzündung und Geschwüren des Magens und des Zwölffingerdarmes, zur Behandlung von Infektionen mit Helicibacter pylori.

Darreichungsform von Omeprazol

Omeprazol wird in magensaftresistenten Kapseln oder in Tablettenform sowie als Infusionslösung verabreicht.

Wirkungsmechanismus von Omeprazol

Omeprazol wirkt im menschlichen Magen als sogenannte Prodrug. Erst im Rahmen des Magenstoffwechsels, wird der bei seiner Einnahme pharmakologisch inaktive Stoff in eine wirksame Arznei überführt. An den säureproduzierenden Belegzellen des Magens, wird die Produktion der Magensäure durch Omeprazol irreversibel gehemmt. In der Folge dieser deutlich reduzierten Säureproduktion im Magen, steigt der pH-Wert des Magensaftes merklich an. Die maximale Konzentration des Wirkstoffes im Magen wird, aufgrund der säureunempfindlichen Verkapselung, erst etwa 1 bis 3 Stunden nach der Einnahme des Medikamentes erreicht. Ungefähr 80 % des Wirkstoffes werden später wieder mit dem Urin aus dem Organismus ausgeschieden. Eine wiederholte Verabreichung und dauerhafte Einnahme von Omeprazol, ist für den Organismus insgesamt unschädlich. Sie steigert die Verfügbarkeit des Wirkstoffes im Körper jedoch auf bis zu 60 %.

Kontraindikationen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Gegenanzeigen bestehen in Allergien gegenüber dem Wirkstoff Omeprazol. Die gemeinsame Einnahme mit folgenden Medikamenten sollte vermieden werden:

  • Atazanavir
  • Clarithromycin
  • Terfenadin
  • Astemizol
  • Cisaprid
  • Carbamazepin
  • Clopidogrel

Die gleichzeitige Einnahme sogenannter Vitamin-K-Antagonisten und von Pantoprazol, kann zu unerwünschten Wechselwirkungen führen und ist daher zu vermeiden.

Nebenwirkungen

 

Medikament BildDie Einnahme von Omeprazol kann zu unterschiedlichen Nebenwirkungen führen. Dies sind:

  • mögliche gastrointestinale Störungen
  • ein Anstieg der Leberwerte
  • Hautirritationen und Hautreaktionen
  • erhöhte Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • das Auftreten von Schwindel
  • Gelenkbeschwerden
  • das Auftreten von Störungen des Sehens, des Geschmacks und des Hörens
  • Polyneuropathie
  • Verminderung des Intrinsic-Faktors (IF)
  • Verminderung der Aufnahme von Vitamin B12 durch den Körper
  • Pankreatitis
  • Hepatitis
  • Veränderungen des Blutbildes
  • Auftreten des Stevens-Johnson-Syndroms
  • Sehstörungen

Omeprazol während der Schwangerschaft und während der Stillzeit
Während einer Schwangerschaft und der nachfolgenden Stillzeit, wird bei Auftreten derjenigen Beschwerden, die eine Verordnung von Omeprazol rechtfertigen, den Medikamenten Antatida, Cimetidin oder Ranitidin, aufgrund ihrer Wirkcharakteristika, eindeutig der Vorzug gegeben. Erst, wenn sich diese als unzureichend erweisen sollten, kann auch während einer Schwangerschaft, beim Auftreten der typischen Beschwerden, auf Omeprazol zurück gegriffen werden. Jedoch sollte vorher unbedingt der behandelnde Arzt konsultiert und dessen Zustimmung eingeholt werden, obwohl generell keine teratogenen Wirkungen von Omeprazol bekannt sind. Auch während der Stillzeit sollte von der Applikation von Omeprazol abgesehen und auf die bereits angeführten Medikamente Antatida, Cimetidin und Ranitidin, zurück gegriffen werden. Bei unzureichender Wirkung und nach ärztlicher Entscheidung, kann während der Stillzeit Omeprazol appliziert werden.

Fazit zu Omeprazol

Omeprazol empfiehlt sich zur Behandlung akuter Beschwerden, wie auch zur Prophylaxe. Auch zur Langzeittherapie von Magenbeschwerden, beispielsweise von Sodbrennen und Refluxkrankheit, erweist sich Omeprazol als geeignet. Auch die Kombinationstherapie bei Helibacter pylori, beispielsweise in Verbindung mit Amoxicillin, mit Clarithromycin sowie mit Metronidazol, kann das Omeprazol durchaus leisten. Seine Wirksamkeit und insgesamt gute Verträglichkeit, führten dazu, dass gegenwärtig an neuen Darreichungsformen geforscht wird, die auf Omeprazol basieren. 

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