Nurofen Nebenwirkungen

Nurofen Nebenwirkungen auf med-nebenwirkungen.de

Wirkstoff: Ibuprofen

Medikament Tabeletten Bild

Nurofen ist ein Wirkstoff, der zu den sogenannten Arylpropionsäuren gehört und der in der Bundesrepublik Deutschland als nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) eingesetzt wird. Aus chemischer und pharmakologischer Sicht, ist es das entscheidende Charakteristikum des Nurofens, dass es nicht auf Cortisol basiert. Nurofen geht bereits auf umfangreiche pharmakologische und klinische Forschungen der 1950er Jahre zurück.

Applikationen und Anwendungsgebiete

Seine entzündungshemmende Wirkung, klassifiziert das Nurofen heute als symptombezogenes Rheumatherapeutikum. Jedoch wird es auch allgemein zur Behandlung von Fieber, Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Auch bei der Behandlung der Symptome der Mukoviszidose, hat sich Nurofen inzwischen bewährt. Die klassischen Einsatzgebiete bestehen jedoch in der Linderung von Arthritis und Gicht, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopf- und Zahnschmerzen sowie der Applikation bei Menstruationsbeschwerden und zur Fiebersenkung.

Darreichungsformen von Nurofen

Nurofen wird heute bei Patienten aller Altersgruppen erfolgreich angewendet, wobei die Tagesdosis jedoch 2.400 mg (beim Erwachsenen) nicht überschreiten sollte. Dennoch wird die Anwendung erst ab dem 15. Lebensjahr empfohlen. Als maximale Tagesdosis bei Kindern und Jugendlichen, werden 800 mg betrachtet. Die Darreichungsformen von Nurofen sind heute vielfältig, sie reichen von oraler, dermaler, rektaler, über topische bis hin zu intravenösen Applikationen. Entscheidend für die jeweilige Dosierung, sind Alter und Körpergewicht der Patienten. Bei Kindern und Patienten mit starken Störungen der Leberfunktion, ist es ratsam, die Dosierung jeweils individuell festzulegen und bei Bedarf im Verlaufe der Therapie immer wieder neu anzupassen.

Handelsnamen von Nurofen

Weltweit wird Nurofen heute unter diversen Handelsnamen in der Human- sowie in der Tiermedizin eingesetzt. Im Zusammenhang mit Rückständen von Arzneimitteln in lebensmittelliefernden Tieren, ist jedoch die Applizierung von Nurofen zur Schmerztherapie bei Tieren, in der Schweiz und in Deutschland, nicht mehr erlaubt. In der Bundesrepublik Deutschland, ist Nurofen für den Einsatz in der Humanmedizin verschreibungs- und apothekenpflichtig. In diversen Ländern, so beispielsweise in den USA, Polen, Großbritannien, in den Niederlanden und in Norwegen, ist Nurofen im freien Verkauf in Supermärkten erhältlich. Nurofen wird heute in Gestalt von Tabletten, Gelees, Salben und Zäpfchen verabreicht. Auf dem mitteleuropäischen Arzneimittelmarkt erhält man Nurofen unter den Handelsbezeichnungen Aktren, Alges-X, Algifor-L Forte 400, Anco, Brufen, Dismenol, Dolgit, Dolocyl, Dolormin compact, Esprenit, Eudorlin Extra, Grefen, Gyno-Neuralgin, Ibuflam, Ibumetin, Ibutop, Ibubeta, Irfen, Kontagripp, Migränin Ibuprofen, Movone, Neuralgin extra, Nurofen, Opturem, Pedea, Saridon, Spedifen, Spalt Flüssigkapseln, Spidifen, Tispol, Urem sowie in der Form diverser Generika.

Wechselwirkungen von Nurofen

Nurofen soll mit den folgenden Medikamenten nicht gemeinsam eingenommen werden, da diese seine Wirkungen beeinträchtigen oder verstärken, was unter Umständen sogar bis zu seltenen Vergiftungserscheinungen führen kann: Antikoagulantien sowie Thrombolytika, Lithium, Acetylsalicylsäure und Zink.

Nebenwirkungen

Medikament Bild

Zu den häufigsten bekannten Nebenwirkungen von Nurofen, gehören Beeinträchtigungen und Beschwerden des Verdauungsapparates. In diesem Zusammenhang sind besonders Sodbrennen, Übelkeit und Durchfälle bekannt. In selteneren Fällen, wurden Gastritis und das Auftreten von Magengeschwüren, Magen-Darm-Blutungen und in extrem seltenen Einzelfällen auch Magendurchbrüche mit tödlichem Ausgang beobachtet. Allgemein konnte jedoch ermittelt werden, dass die genannten Beschwerden umso häufiger auftreten, je älter die Patienten werden. Weiterhin wurden schubauslösende Wirkungen von bestimmten Symptomen chronischer Darmerkrankungen, so bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, nach der Einnahme von Nurofen bekannt. Mitunter ist das Auftreten von Hautirritationen nachgewiesen worden, so von Hautausschlägen und das vermehrte Auftreten von Juckreiz auf der Haut. Ödeme, hier jedoch besonders Knochenmarködeme und in seltenen Fällen auch die Agranulozytose, stehen möglicherweise in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Einnahme von Nurofen. Obwohl die Auswirkungen von Nurofen auf den Prozess der Blutgerinnung allgemein als gering angesehen werden, ist von einer Gabe von Nurofen an Frischoperierte abzuraten. Vereinzelt wurden durch die Gabe von Nurofen indizierte entzündliche Veränderungen an den Magenwänden oder Sickerblutungen der Magenwände festgestellt. Die Nebenwirkungen und ihre Intensität, hängen jedoch nicht nur vom Alter der Patienten, sondern auch von der Dauer der jeweiligen Anwendung und von der Höhe der Dosis bei der Gabe von Nurofen ab.

Kontraindizierungen

Bei Patienten mit bekannten schweren Störungen der Leber- oder Nierenfunktion, ist von der Verabreichung von Nurofen generell abzuraten.

Fazit

Nurofen hat sich im Alltag und in der klinischen Praxis als probates Schmerz- und Fiebermittel sowie als Entzündungshemmer bewährt. Weitere Einsatzgebiete, jedoch stets unter Beachtung hierbei potentiell möglicher Nebenwirkungen, deuten sich bei der Therapie der Mukoviszidose und des Ductus arteriosus Botalli beim Frühchen an. Die Wirkstoffe des Medikamentes werden inaktiv über die Nieren und die Leber abgebaut und dann wieder ausgeschieden. Auch durch seine gute Dosierbarkeit und Verträglichkeit, empfiehlt sich Nurofen. 

Beipackzettel von Nurofen

Beipackzettel bei Medikamente Nebenwirkungen  - weiter unten auch mit Nurofen Erfahrungen

Beipackzettel bei der Apotheken Umschau

Nurofen bewerten

Ihr könnt auch das Medikament Nurofen bewerten, falls ihr diese Tabletten nehmt.

http://community.med-nebenwirkungen.de/erfahrungsberichte/37-nurofen