Windpocken | Varizellen | Virale Kinderkrankheit

Windpocken, medizinisch als Varizellen bezeichnet, gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten weltweit. Diese hochansteckende Viruserkrankung wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst und äußert sich durch charakteristische juckende Bläschen auf der Haut. Obwohl Windpocken in den meisten Fällen bei Kindern harmlos verlaufen, können sie bei Erwachsenen, Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu ernsthaften Komplikationen führen. Dank der Einführung der Windpocken-Impfung im Jahr 2004 ist die Erkrankungsrate in Deutschland deutlich gesunken, dennoch erkranken jährlich noch tausende Menschen an diesem Virus.

⚕️ Medizinischer Hinweis zu Windpocken | Varizellen | Virale Kinderkrankheit

Inhaltsverzeichnis

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Was sind Windpocken?

Windpocken sind eine hochansteckende Infektionserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV) aus der Familie der Herpesviren verursacht wird. Der Name „Windpocken“ leitet sich von der außergewöhnlich hohen Ansteckungsfähigkeit ab – das Virus kann buchstäblich durch den Wind über mehrere Meter hinweg übertragen werden. Die Erkrankung tritt weltweit auf und betrifft hauptsächlich Kinder im Alter zwischen zwei und zehn Jahren, kann jedoch Menschen jeden Alters befallen.

Wichtige Information: Windpocken gehören zu den meldepflichtigen Erkrankungen in Deutschland. Seit Einführung der Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) im Jahr 2004 ist die Zahl der Erkrankungen um etwa 85% zurückgegangen. Dennoch werden dem Robert Koch-Institut jährlich noch zwischen 20.000 und 40.000 Fälle gemeldet.
90%
Ansteckungsrate bei Kontakt
10-21
Tage Inkubationszeit
5-7
Tage akute Phase
250-500
Bläschen durchschnittlich

Übertragungswege und Ansteckungsgefahr

Das Varizella-Zoster-Virus wird auf zwei Hauptwegen übertragen, was die Erkrankung besonders ansteckend macht. Die Übertragung erfolgt entweder durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen oder durch direkten Kontakt mit dem Inhalt der charakteristischen Bläschen. Besonders bemerkenswert ist die sogenannte Luftübertragung – infektiöse Viruspartikel können über Luftströmungen mehrere Meter weit getragen werden und andere Personen infizieren, selbst ohne direkten Kontakt.

Ansteckungszeitraum

Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bereits 1-2 Tage vor Auftreten des Hautausschlags und dauert bis etwa 5-7 Tage nach Erscheinen der letzten neuen Bläschen. Dies bedeutet, dass Betroffene bereits ansteckend sind, bevor sie überhaupt wissen, dass sie erkrankt sind. Die höchste Ansteckungsgefahr besteht in den ersten Tagen nach Ausbruch des Ausschlags.

Achtung: Menschen, die bereits Windpocken hatten, können durch Kontakt mit erkrankten Personen nicht erneut an Windpocken erkranken. Allerdings verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann später als Gürtelrose (Herpes Zoster) wieder auftreten. Umgekehrt können Personen ohne Windpocken-Immunität durch Kontakt mit Gürtelrose-Patienten an Windpocken erkranken.

Symptome und Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf bei Windpocken folgt einem charakteristischen Muster, das in verschiedene Phasen unterteilt werden kann. Nach der Inkubationszeit von 10-21 Tagen (meist 14-16 Tage) beginnt die Erkrankung oft mit unspezifischen Symptomen.

Prodromalphase (Vorläuferphase)

Tag 1-2: Frühsymptome

Allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber (37,5-38,5°C), Appetitlosigkeit und manchmal Bauchschmerzen. Bei Kindern können diese Symptome sehr mild sein oder ganz fehlen.

Tag 2-3: Hautausschlag beginnt

Erste rote Flecken (Makulae) erscheinen, meist am Rumpf, im Gesicht oder auf der Kopfhaut. Das Fieber kann auf 38-40°C ansteigen. Die Flecken entwickeln sich schnell zu Papeln und dann zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen (Vesikeln).

Tag 3-5: Vollbild der Erkrankung

Der Ausschlag breitet sich über den ganzen Körper aus, einschließlich Schleimhäute, Kopfhaut, Genitalbereich und manchmal sogar Handflächen und Fußsohlen. Es zeigt sich das typische Bild des „Sternenhimmels“ – verschiedene Stadien der Bläschen nebeneinander.

Tag 5-7: Krustenbildung

Die Bläschen platzen und verkrusten. Neue Bläschen können noch bis zum 5. Tag auftreten. Der Juckreiz ist in dieser Phase am stärksten. Das Fieber beginnt zu sinken.

Tag 7-14: Abheilungsphase

Die Krusten fallen nach und nach ab, ohne Narben zu hinterlassen (sofern nicht gekratzt wurde). Die Ansteckungsgefahr endet etwa 5-7 Tage nach Auftreten der letzten neuen Bläschen.

Charakteristische Symptome im Detail

🔴

Hautausschlag

Roter, stark juckender Ausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen, die in Schüben auftreten. Das typische „Sternenhimmel-Muster“ zeigt alle Entwicklungsstadien gleichzeitig.

🌡️

Fieber

Erhöhte Temperatur bis hohes Fieber (38-40°C), meist in den ersten 3-5 Tagen. Bei Kindern oft milder ausgeprägt als bei Erwachsenen.

😫

Starker Juckreiz

Intensiver Juckreiz, der besonders nachts belastend sein kann. Kratzen kann zu bakteriellen Superinfektionen und Narbenbildung führen.

😴

Allgemeinbeschwerden

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl. Appetitlosigkeit ist häufig.

💧

Schleimhautbefall

Bläschen können auch im Mund, Rachen, an den Augen oder im Genitalbereich auftreten und beim Essen oder Trinken Schmerzen verursachen.

🤒

Lymphknotenschwellung

Geschwollene Lymphknoten, besonders im Nacken- und Halsbereich, als Reaktion des Immunsystems auf die Virusinfektion.

Unterschiede im Krankheitsverlauf nach Altersgruppen

Altersgruppe Typischer Verlauf Besonderheiten
Säuglinge (0-12 Monate) Meist mild durch mütterliche Antikörper Schutz durch Nestschutz in ersten 3-6 Monaten, danach erhöhtes Risiko
Kleinkinder (1-5 Jahre) Typischer, meist unkomplizierter Verlauf 200-300 Bläschen durchschnittlich, gute Heilungstendenz
Schulkinder (6-12 Jahre) Klassischer Verlauf mit allen Symptomen 300-500 Bläschen möglich, stärkerer Juckreiz
Jugendliche (13-17 Jahre) Ausgeprägtere Symptomatik Höheres Fieber, mehr Bläschen, längere Krankheitsdauer
Erwachsene (ab 18 Jahren) Deutlich schwererer Verlauf Bis zu 1500 Bläschen, hohes Fieber, 25-fach erhöhtes Komplikationsrisiko

Diagnose der Windpocken

Die Diagnose von Windpocken erfolgt in den meisten Fällen anhand des charakteristischen klinischen Bildes. Erfahrene Ärzte können die Erkrankung meist auf den ersten Blick erkennen. Dennoch gibt es verschiedene diagnostische Verfahren, die zur Absicherung oder in unklaren Fällen eingesetzt werden.

Klinische Diagnose

Die Blickdiagnose basiert auf mehreren typischen Merkmalen: dem charakteristischen Sternenhimmel-Muster mit Bläschen in verschiedenen Entwicklungsstadien, dem starken Juckreiz, der typischen Verteilung des Ausschlags und der Anamnese mit möglichem Kontakt zu Erkrankten. Die Kombination dieser Faktoren macht die Diagnose meist eindeutig.

Labordiagnostische Verfahren

PCR-Nachweis

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist die zuverlässigste Methode zum direkten Virusnachweis. Material wird aus dem Bläscheninhalt entnommen und auf Virus-DNA untersucht. Ergebnis innerhalb von 24-48 Stunden.

Antikörpernachweis

Blutuntersuchung auf spezifische IgM- und IgG-Antikörper. IgM-Antikörper zeigen eine frische Infektion an, IgG-Antikörper weisen auf eine durchgemachte Infektion oder Impfung hin.

Mikroskopische Untersuchung

Direkter Nachweis von Viruspartikeln oder typischen Zellveränderungen unter dem Mikroskop. Heute seltener angewendet, da weniger spezifisch als moderne Verfahren.

Wann ist eine Labordiagnostik notwendig? Eine labordiagnostische Bestätigung ist besonders wichtig bei Schwangeren, Neugeborenen, immungeschwächten Patienten, unklaren Krankheitsbildern oder vor Beginn einer antiviralen Therapie. Auch bei meldepflichtigen Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen kann eine Laborbestätigung erforderlich sein.

Behandlung und Therapiemöglichkeiten

Die Behandlung von Windpocken ist in den meisten Fällen symptomatisch, das heißt, sie zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu verhindern. Bei gesunden Kindern heilen Windpocken in der Regel ohne spezifische antivirale Therapie aus. Anders sieht es bei Risikopatienten aus.

Symptomatische Behandlung

Juckreizlinderung
  • Antihistaminika (z.B. Cetirizin) zur Reduktion des Juckreizes
  • Kühlende Lotionen mit Polidocanol oder Menthol
  • Zinkhaltige Puder oder Schüttelmixturen
  • Kurze, lauwarme Bäder mit Zusätzen (z.B. Tannolact)
  • Fingernägel kurz schneiden, bei Kindern Baumwollhandschuhe nachts
Fiebersenkung
  • Paracetamol als Mittel der Wahl (10-15 mg/kg Körpergewicht)
  • Ibuprofen alternativ möglich
  • Wichtig: Kein Aspirin (ASS) wegen Reye-Syndrom-Risiko!
  • Wadenwickel bei Temperaturen unter 39°C
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Hautpflege
  • Saubere, lockere Baumwollkleidung tragen
  • Tägliches Duschen oder Baden (kurz und lauwarm)
  • Sanftes Abtupfen statt Reiben
  • Antiseptische Lösungen bei Infektionsgefahr
  • Keine fetthaltigen Salben auf akute Bläschen

Antivirale Therapie

Eine spezifische antivirale Behandlung mit Aciclovir ist nicht bei allen Patienten erforderlich, wird aber in bestimmten Situationen dringend empfohlen:

Indikationen für antivirale Therapie:
  • Erwachsene Patienten: Aufgrund des deutlich schwereren Verlaufs sollte eine Therapie innerhalb der ersten 24 Stunden nach Ausschlagbeginn eingeleitet werden
  • Immungeschwächte Personen: Patienten mit Immundefekten, unter Chemotherapie oder immunsuppressiver Behandlung
  • Schwangere: Besonders im zweiten und dritten Trimenon zur Vermeidung schwerer Komplikationen
  • Neugeborene: Bei Windpocken in den ersten Lebenswochen
  • Schwerer Verlauf: Bei mehr als 500 Bläschen, hohem Fieber über 40°C oder Organbefall
  • Jugendliche ab 13 Jahren: Aufgrund des bereits erhöhten Komplikationsrisikos

Dosierung und Anwendung von Aciclovir

Die Standarddosierung beträgt bei Erwachsenen 4 x 800 mg täglich über 5-7 Tage, bei Kindern 4 x 20 mg/kg Körpergewicht täglich. Die Therapie sollte idealerweise innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten des Ausschlags beginnen, da die Wirksamkeit danach deutlich abnimmt. Bei schweren Verläufen oder immungeschwächten Patienten kann eine intravenöse Gabe notwendig sein.

Allgemeine Verhaltensmaßnahmen

Isolation

Strikte häusliche Quarantäne bis 5-7 Tage nach Auftreten der letzten neuen Bläschen. Kein Besuch von Kindergarten, Schule oder Arbeitsplatz.

Ruhe

Körperliche Schonung und ausreichend Schlaf unterstützen das Immunsystem. Bettruhe bei Fieber über 38,5°C empfohlen.

Flüssigkeit

Mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit täglich (Wasser, ungesüßte Tees). Bei Mundschleimhautbefall kühle Getränke bevorzugen.

Ernährung

Leichte, vitaminreiche Kost. Bei Bläschen im Mund weiche, nicht saure Speisen wählen. Eis kann schmerzlindernd wirken.

Komplikationen und Risiken

Obwohl Windpocken bei gesunden Kindern meist harmlos verlaufen, können in bestimmten Fällen ernsthafte Komplikationen auftreten. Das Komplikationsrisiko steigt mit dem Alter und bei bestehenden Grunderkrankungen deutlich an.

Häufige Komplikationen

Bakterielle Superinfektionen der Haut (häufigste Komplikation)

Durch Kratzen können Bakterien (meist Staphylokokken oder Streptokokken) in die Bläschen eindringen und zu eitrigen Entzündungen, Abszessen oder Phlegmonen führen. Erkennbar an zunehmender Rötung, Schwellung, Schmerzen und eitrigem Sekret. Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Bei etwa 2-5% der Erkrankten auftretend.

Narbenbildung

Entsteht besonders durch Kratzen oder bei bakteriellen Superinfektionen. Die Narben können dauerhaft bleiben und kosmetisch störend sein. Risiko durch konsequente Juckreizbehandlung und Vermeidung von Kratzen minimierbar.

Lungenentzündung (Varizellen-Pneumonie)

Tritt bei 1 von 400 Erwachsenen auf, bei Kindern deutlich seltener. Besonders gefährlich bei Schwangeren (10-20% der Fälle) und Rauchern. Symptome: Atemnot, Husten, Brustschmerzen. Erfordert sofortige stationäre Behandlung mit intravenösem Aciclovir. Sterblichkeit ohne Behandlung bis zu 10-30%.

Kleinhirnentzündung (Zerebellitis)

Tritt bei etwa 1 von 4.000 Kindern auf, meist 2-6 Tage nach Ausschlagbeginn. Symptome: Gangstörungen, Schwindel, Koordinationsprobleme, Erbrechen. Meist gute Prognose mit vollständiger Heilung innerhalb von Wochen bis Monaten.

Gehirnentzündung (Enzephalitis)

Seltene, aber schwerwiegende Komplikation bei etwa 1-2 von 10.000 Erkrankten. Symptome: Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle, Lähmungen, Verhaltensänderungen. Erfordert intensivmedizinische Behandlung. Bleibende Schäden möglich bei 10-20% der Fälle, Sterblichkeit 5-10%.

Hepatitis (Leberentzündung)

Meist milde verlaufend und oft nur durch erhöhte Leberwerte nachweisbar. Selten schwere Verläufe mit Gelbsucht. Häufiger bei Erwachsenen und immungeschwächten Patienten.

Seltene, aber schwerwiegende Komplikationen

Lebensbedrohliche Komplikationen:
  • Nekrotisierende Fasziitis: Schwere bakterielle Infektion der tiefen Hautschichten, erfordert sofortige chirurgische Intervention
  • Septikämie: Blutvergiftung durch bakterielle Superinfektion, Sterblichkeit ohne Behandlung sehr hoch
  • Reye-Syndrom: Schwere Leber- und Hirnschädigung bei Einnahme von Aspirin während der Windpocken-Erkrankung (deshalb absolut kontraindiziert!)
  • Thrombozytopenische Purpura: Verminderung der Blutplättchen mit Blutungsneigung, tritt bei 1 von 20.000-40.000 Fällen auf
  • Myokarditis: Herzmuskelentzündung, sehr selten aber potenziell lebensbedrohlich

Risikogruppen für schwere Verläufe

Risikogruppe Komplikationsrate Besondere Gefahren
Erwachsene ab 18 Jahren 25-fach erhöht gegenüber Kindern Pneumonie (15-20%), schwerer Hautbefall, längere Krankheitsdauer
Schwangere Pneumonie-Risiko 10-20% Gefahr für Mutter und Kind, kongenitales Varizellen-Syndrom bei Infektion vor 20. SSW
Neugeborene Bis zu 30% schwere Verläufe Besonders gefährlich wenn Mutter 5 Tage vor bis 2 Tage nach Geburt erkrankt
Immungeschwächte Sterblichkeit bis 15% unbehandelt Disseminierte Infektion, Organbefall, hämorrhagische Windpocken
Patienten unter Kortison Deutlich erhöht ab 2 mg/kg/Tag Schwerer, protrahierter Verlauf, viszerale Beteiligung

Windpocken in der Schwangerschaft

Eine Windpocken-Infektion während der Schwangerschaft stellt eine besondere Herausforderung dar, da sowohl die Mutter als auch das ungeborene Kind gefährdet sind. Etwa 90-95% der Frauen im gebärfähigen Alter sind jedoch bereits immun, entweder durch durchgemachte Erkrankung oder Impfung.

Gefahren für die Mutter

Schwangere haben ein 5-10-fach erhöhtes Risiko für eine Varizellen-Pneumonie, die besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel auftreten kann. Die Sterblichkeit liegt ohne Behandlung bei bis zu 40%. Symptome wie Atemnot, Husten oder Brustschmerzen erfordern sofortige ärztliche Behandlung.

Gefahren für das ungeborene Kind

1.-20. Schwangerschaftswoche

Kongenitales Varizellen-Syndrom: Risiko 0,4-2%. Mögliche Folgen: Hautnarben, Fehlbildungen der Gliedmaßen, Augenschäden, neurologische Schäden, Wachstumsverzögerung. Je früher die Infektion, desto schwerwiegender die möglichen Schäden.

21.-36. Schwangerschaftswoche

Geringes Risiko: In dieser Phase ist das Risiko für das Kind am niedrigsten. Das Virus kann auf das Kind übertragen werden, aber schwere Schäden sind selten. Mütterliche Antikörper beginnen sich zu bilden.

5 Tage vor bis 2 Tage nach Geburt

Neonatale Varizellen: Höchstes Risiko! Sterblichkeit bis 30% ohne Behandlung. Das Neugeborene erhält keine schützenden mütterlichen Antikörper. Sofortige Gabe von Varizellen-Immunglobulin und Aciclovir erforderlich.

Maßnahmen bei Kontakt oder Erkrankung

Vorgehen bei Windpocken-Kontakt in der Schwangerschaft:
  1. Immunitätsstatus klären: Sofortige Blutuntersuchung auf Varizellen-Antikörper (IgG)
  2. Bei fehlender Immunität: Passive Immunisierung mit Varizellen-Zoster-Immunglobulin (VZIG) innerhalb von 96 Stunden nach Kontakt
  3. Bei Erkrankung: Sofortige antivirale Therapie mit Aciclovir (5 x 800 mg täglich oral oder intravenös)
  4. Engmaschige Überwachung: Regelmäßige Ultraschallkontrollen zur Früherkennung fetaler Schädigungen
  5. Bei perinataler Infektion: Kaiserschnitt erwägen, Neugeborenes sofort mit VZIG und Aciclovir behandeln

Impfung gegen Windpocken

Die Windpocken-Impfung ist seit 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder empfohlen und hat sich als hochwirksame Präventionsmaßnahme etabliert. Es handelt sich um einen Lebendimpfstoff mit abgeschwächten Varizella-Zoster-Viren.

Impfempfehlungen der STIKO

Standardimpfung für Kinder

  • Erste Impfung: Im Alter von 11-14 Monaten, oft als Kombinationsimpfung mit Masern, Mumps und Röteln (MMRV)
  • Zweite Impfung: Im Alter von 15-23 Monaten, mindestens 4-6 Wochen nach der ersten Impfung
  • Nachholimpfung: Für alle Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahre, die noch keine Windpocken hatten und nicht geimpft sind
  • Impfschutz: Nach zwei Impfungen bei etwa 95% der Geimpften, lebenslanger Schutz in den meisten Fällen

Indikationsimpfung für Erwachsene

  • Frauen mit Kinderwunsch: Mindestens 3 Monate vor geplanter Schwangerschaft, wenn keine Immunität besteht
  • Seronegative Personen vor geplanter immunsuppressiver Therapie
  • Medizinisches Personal: Besonders in Pädiatrie, Onkologie und Geburtshilfe
  • Betreuer in Gemeinschaftseinrichtungen: Kindergärten, Schulen, Kinderheime
  • Patienten mit schwerer Neurodermitis
  • Empfängliche Personen mit Kontakt zu Risikopatienten

Wirksamkeit und Impfdurchbrüche

Die Windpocken-Impfung bietet einen sehr guten Schutz: Nach einer Impfdosis sind etwa 72-85% der Geimpften geschützt, nach zwei Dosen steigt die Schutzrate auf 92-95%. In seltenen Fällen kann es trotz Impfung zu einer Erkrankung kommen (Impfdurchbruch), diese verläuft jedoch meist deutlich milder mit weniger als 50 Bläschen und ohne Fieber.

Postexpositionsprophylaxe

Riegelungsimpfung nach Kontakt: Ungeimpfte Personen ohne Windpocken-Anamnese können noch bis zu 5 Tage nach Kontakt mit einem Erkrankten geimpft werden. Die Impfung kann den Ausbruch der Erkrankung verhindern oder zumindest abschwächen. Diese Maßnahme ist besonders wichtig bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und zum Schutz von Risikopersonen.

Nebenwirkungen der Impfung

Die Windpocken-Impfung ist gut verträglich. Häufige, harmlose Reaktionen sind:

  • Lokale Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Schwellung, Schmerzen) bei 10-20%
  • Leichtes Fieber bei 10-15% der Geimpften
  • Abgeschwächter windpockenähnlicher Ausschlag bei 3-5% (meist 5-26 Tage nach Impfung, weniger als 10 Bläschen)
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Unwohlsein bei etwa 10%

Schwere Nebenwirkungen sind extrem selten (weniger als 1 von 100.000 Impfungen).

Kontraindikationen

Die Windpocken-Impfung darf nicht durchgeführt werden bei:
  • Schwangerschaft (theoretisches Risiko für das ungeborene Kind)
  • Schwerer Immunschwäche (HIV mit CD4 <15%, angeborene Immundefekte)
  • Laufender Chemotherapie oder Strahlentherapie
  • Hochdosierter Kortison-Therapie (über 20 mg/Tag Prednisolon-Äquivalent)
  • Akuten fieberhaften Erkrankungen über 38,5°C
  • Bekannter schwerer Allergie gegen Impfstoffbestandteile (z.B. Gelatine, Neomycin)

Prävention und Schutzmaßnahmen

Neben der Impfung als wichtigster Präventionsmaßnahme gibt es weitere Strategien, um die Übertragung von Windpocken zu verhindern oder das Erkrankungsrisiko zu minimieren.

Hygienemaßnahmen und Verhaltensregeln

Isolation erkrankter Personen

Strikte häusliche Quarantäne bis 5-7 Tage nach Auftreten der letzten neuen Bläschen. Kein Kontakt zu ungeimpften Personen oder Risikopatienten.

Abstand halten

Mindestens 2 Meter Abstand zu Erkrankten, da Übertragung über die Luft möglich ist. Kein gemeinsames Zimmer mit empfänglichen Personen.

Händehygiene

Regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife (mindestens 20 Sekunden). Händedesinfektion nach Kontakt mit Erkrankten oder kontaminierten Oberflächen.

Atemhygiene

Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Hände. Verwendung von Einmaltaschentüchern und sofortige Entsorgung.

Getrennte Handtücher

Keine gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Bettwäsche oder Kleidung. Täglicher Wechsel und Waschen bei mindestens 60°C.

Oberflächendesinfektion

Regelmäßige Reinigung und Desinfektion häufig berührter Oberflächen (Türklinken, Lichtschalter, Spielzeug) mit viruziden Mitteln.

Maßnahmen in Gemeinschaftseinrichtungen

Bei Auftreten von Windpocken in Kindergärten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen sind besondere Maßnahmen erforderlich:

Empfohlenes Vorgehen bei Windpocken-Ausbruch:
  • Sofortige Meldung: Information des Gesundheitsamtes und aller Eltern/Sorgeberechtigten
  • Impfstatus-Überprüfung: Erfassung aller ungeimpften und nicht immunen Personen
  • Riegelungsimpfung: Angebot der Impfung für alle empfänglichen Personen innerhalb von 5 Tagen
  • Ausschluss erkrankter Kinder: Bis 5-7 Tage nach Auftreten der letzten neuen Bläschen
  • Beobachtung: Tägliche Kontrolle auf neue Verdachtsfälle während der Inkubationszeit (21 Tage)
  • Information von Risikopersonen: Besondere Warnung für Schwangere, Immungeschwächte und deren Kontaktpersonen

Schutz von Risikopersonen

Für Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe sind besondere Schutzmaßnahmen wichtig:

Passive Immunisierung

Bei Kontakt von nicht immunen Risikopersonen mit Windpocken-Erkrankten kann eine passive Immunisierung mit Varizella-Zoster-Immunglobulin (VZIG) durchgeführt werden. Diese muss innerhalb von 96 Stunden (idealerweise innerhalb von 48 Stunden) nach Kontakt erfolgen und bietet einen Schutz für etwa 3 Wochen.

Indikationen für VZIG:

  • Schwangere ohne Varizellen-Immunität nach Kontakt
  • Neugeborene, deren Mutter 5 Tage vor bis 2 Tage nach Geburt an Windpocken erkrankt
  • Immungeschwächte Patienten ohne Immunität nach Kontakt
  • Frühgeborene nach Kontakt (unabhängig vom mütterlichen Immunstatus)

Windpocken und Gürtelrose: Der Zusammenhang

Nach einer durchgemachten Windpocken-Erkrankung verschwindet das Varizella-Zoster-Virus nicht vollständig aus dem Körper. Es zieht sich in die Nervenwurzeln zurück und verbleibt dort lebenslang in einem inaktiven Zustand. Bei etwa 10-30% der Menschen reaktiviert sich das Virus später im Leben und verursacht eine Gürtelrose (Herpes Zoster).

Risikofaktoren für Gürtelrose

Alter

Das Risiko steigt deutlich ab dem 50. Lebensjahr. Bei über 85-Jährigen erkrankt etwa jeder Zweite im Laufe seines Lebens an Gürtelrose. Dies liegt an der nachlassenden Immunabwehr im Alter.

Immunschwäche

Immungeschwächte Personen (HIV, Krebs, Organtransplantation) haben ein bis zu 20-fach erhöhtes Risiko. Auch Stress und psychische Belastungen können das Immunsystem schwächen.

Medikamente

Immunsuppressive Medikamente (Kortison, Chemotherapie, Biologika) erhöhen das Reaktivierungsrisiko erheblich. Auch bestimmte Rheuma-Medikamente steigern das Risiko.

Gürtelrose-Impfung

Seit 2018 empfiehlt die STIKO die Gürtelrose-Impfung mit dem Totimpfstoff Shingrix für alle Personen ab 60 Jahren sowie für Personen ab 50 Jahren mit erhöhtem Risiko. Die Impfung besteht aus zwei Dosen im Abstand von 2-6 Monaten und bietet einen Schutz von über 90% vor Gürtelrose und Post-Zoster-Neuralgie.

Wichtig: Die Gürtelrose-Impfung ist auch für Personen sinnvoll, die bereits eine Gürtelrose hatten, da erneute Erkrankungen möglich sind. Die Impfung sollte frühestens 6-12 Monate nach Abklingen der Gürtelrose erfolgen.

Rechtliche Aspekte und Meldepflicht

Windpocken unterliegen in Deutschland besonderen rechtlichen Regelungen, die im Infektionsschutzgesetz (IfSG) verankert sind.

Meldepflicht

Gemäß § 6 IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht für Windpocken-Erkrankungen an das zuständige Gesundheitsamt. Meldepflichtig sind:

  • Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod an Windpocken
  • Die Meldung muss durch den feststellenden Arzt erfolgen
  • Meldung unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden
  • Auch Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen müssen dem Gesundheitsamt Erkrankungsfälle mitteilen

Besuchsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen

Nach § 34 IfSG dürfen Personen mit Windpocken Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kindergärten etc.) nicht besuchen. Das Verbot gilt bis 5-7 Tage nach Auftreten der letzten neuen Bläschen. Eine ärztliche Bescheinigung über die Wiederaufnahme ist nicht zwingend erforderlich, wird aber oft verlangt.

Arbeitsrechtliche Aspekte

Wichtig für Berufstätige:
  • Arbeitsunfähigkeit: Windpocken sind eine meldepflichtige Krankheit, die zur Arbeitsunfähigkeit führt
  • Lohnfortzahlung: Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach den üblichen Regelungen
  • Medizinisches Personal: Besondere Schutzpflichten, bei fehlender Immunität Tätigkeitsverbot in Risikobereichen
  • Kontaktpersonen: Bei fehlendem Immunschutz kann ein vorübergehendes Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden

Häufige Mythen und Missverständnisse

Rund um Windpocken gibt es zahlreiche Mythen und Fehlinformationen, die zu falschen Entscheidungen führen können. Hier werden die häufigsten Irrtümer aufgeklärt:

Mythos 1: „Windpocken sind harmlos und gehören zur Kindheit“

Fakt: Während Windpocken bei gesunden Kindern meist mild verlaufen, können sie ernsthafte Komplikationen verursachen. Jährlich müssen in Deutschland etwa 2.500-3.000 Kinder wegen Windpocken-Komplikationen stationär behandelt werden. Bei Erwachsenen ist das Komplikationsrisiko 25-fach erhöht.

Mythos 2: „Die Impfung ist gefährlicher als die Krankheit“

Fakt: Die Windpocken-Impfung ist sehr sicher. Schwere Nebenwirkungen sind extrem selten (weniger als 1 von 100.000 Impfungen), während die natürliche Erkrankung bei etwa 5-10% zu Komplikationen führt, die eine ärztliche Behandlung erfordern.

Mythos 3: „Einmal Windpocken, nie wieder krank“

Fakt: Zwar erkrankt man nach durchgemachten Windpocken nicht erneut an Windpocken, aber das Virus verbleibt im Körper und kann später als Gürtelrose reaktivieren. Etwa 10-30% der Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Gürtelrose.

Mythos 4: „Windpocken-Partys sind eine gute Idee“

Fakt: Windpocken-Partys, bei denen Kinder absichtlich mit dem Virus infiziert werden sollen, sind medizinisch nicht zu empfehlen. Man kann nicht vorhersagen, welches Kind einen schweren Verlauf entwickelt. Die Impfung ist der sicherere Weg zur Immunität.

Mythos 5: „Geimpfte Kinder können trotzdem erkranken, also bringt die Impfung nichts“

Fakt: Nach zwei Impfungen besteht ein Schutz von 92-95%. In seltenen Fällen kann es zu Impfdurchbrüchen kommen, diese verlaufen aber fast immer sehr mild mit weniger als 50 Bläschen und ohne Fieber – ein enormer Unterschied zur ungeschützten Erkrankung mit 250-500 Bläschen.

Fazit und Zusammenfassung

Windpocken sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die zwar häufig mild verläuft, aber auch zu ernsthaften Komplikationen führen kann. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Kernaussagen zu Windpocken:
  • Übertragung: Hochansteckend durch Tröpfcheninfektion und direkten Kontakt, bereits 1-2 Tage vor Ausschlagbeginn ansteckend
  • Symptome: Charakteristischer juckender Bläschenausschlag mit „Sternenhimmel-Muster“, Fieber und Allgemeinsymptome
  • Behandlung: Meist symptomatisch mit Juckreizlinderung und Fiebersenkung; antivirale Therapie bei Risikopatienten und Erwachsenen
  • Komplikationen: Bakterielle Superinfektionen, Lungenentzündung, Gehirnentzündung – besonders gefährlich bei Erwachsenen und Immungeschwächten
  • Schwangerschaft: Besonderes Risiko für Mutter und Kind, passive Immunisierung bei Kontakt erforderlich
  • Impfung: Hochwirksame Prävention mit zwei Impfdosen, STIKO-Empfehlung für alle Kinder ab 11 Monaten
  • Prognose: Bei gesunden Kindern meist gute Prognose, vollständige Heilung innerhalb von 2-3 Wochen

Die Windpocken-Impfung hat seit ihrer Einführung zu einem deutlichen Rückgang der Erkrankungsfälle und vor allem der schweren Komplikationen geführt. Sie ist die sicherste Methode, sich vor Windpocken zu schützen. Bei Erkrankung ist eine frühzeitige ärztliche Beratung wichtig, besonders bei Risikopatienten, Schwangeren und Erwachsenen. Durch konsequente Hygienemaßnahmen und Isolation kann die Weiterverbreitung eingedämmt werden.

Das Bewusstsein für die möglichen Komplikationen und die Bedeutung der Impfung ist entscheidend für eine effektive Prävention dieser weltweit verbreiteten Infektionskrankheit.

Was sind Windpocken und wie werden sie übertragen?

Windpocken sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen sowie durch direkten Kontakt mit dem Bläscheninhalt. Besonders ist die Luftübertragung – das Virus kann über mehrere Meter durch die Luft getragen werden. Die Ansteckungsrate liegt bei etwa 90% nach Kontakt mit einer erkrankten Person.

Wie lange ist man bei Windpocken ansteckend?

Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bereits 1-2 Tage vor Auftreten des ersten Hautausschlags und dauert bis etwa 5-7 Tage nach Erscheinen der letzten neuen Bläschen. Dies bedeutet, dass Betroffene bereits ansteckend sind, bevor sie wissen, dass sie erkrankt sind. Während dieser gesamten Zeit sollte der Kontakt zu ungeimpften Personen und Risikopatienten strikt vermieden werden.

Welche Komplikationen können bei Windpocken auftreten?

Die häufigste Komplikation sind bakterielle Superinfektionen der Haut durch Kratzen. Schwerwiegendere Komplikationen umfassen Lungenentzündung (besonders bei Erwachsenen und Schwangeren), Gehirnentzündung, Kleinhirnentzündung und Leberentzündung. Das Komplikationsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an – Erwachsene haben ein 25-fach erhöhtes Risiko im Vergleich zu Kindern. Bei Immungeschwächten kann die Sterblichkeit ohne Behandlung bis zu 15% betragen.

Wie wirksam ist die Windpocken-Impfung?

Die Windpocken-Impfung ist hochwirksam. Nach zwei Impfdosen besteht ein Schutz von etwa 92-95% vor der Erkrankung. Selbst bei den seltenen Impfdurchbrüchen verläuft die Erkrankung deutlich milder mit weniger als 50 Bläschen und meist ohne Fieber. Die STIKO empfiehlt zwei Impfungen für alle Kinder ab 11 Monaten. Die Impfung ist gut verträglich, schwere Nebenwirkungen sind extrem selten.

Was sollte man bei der Behandlung von Windpocken beachten?

Die Behandlung erfolgt hauptsächlich symptomatisch durch Linderung des Juckreizes mit Antihistaminika und kühlenden Lotionen sowie Fiebersenkung mit Paracetamol. Wichtig ist das Vermeiden von Kratzen zur Verhinderung bakterieller Infektionen und Narbenbildung. Bei Erwachsenen, Schwangeren und Risikopatienten sollte innerhalb der ersten 24 Stunden eine antivirale Therapie mit Aciclovir begonnen werden. Aspirin darf wegen der Gefahr des Reye-Syndroms nicht verwendet werden.


Letzte Bearbeitung am Sonntag, 30. November 2025 – 9:02 Uhr von Alex, Webmaster von med-nebenwirkungen.de.

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