Dihydrocodein Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Dihydrocodein

Paracodin/N

Medikament Tabeletten Bild

Dihydrocodein ist ein halb-synthetischer Wirkstoff und ein Schmerzmittel, das gleichzeitig auch eine hustenblockierende Wirkung hat. Heute wird Dihydrocodein meist zur Kurzzeittherapie bei trockenem Husten (Reizhusten) eingesetzt oder bei mäßig starken bis starken Schmerzen. Präparate auf Dihydrocodein-Basis unterdrücken den Hustenreiz und lindern z.B. Schmerzen nach Operationen oder Nervenschmerzen. 
Bis vor einigen Jahren wurde Dihydrocodein als Substitutionsmittel in der Substitutionstherapie eingesetzt (also als Ersatz für Opiate bei einem Entzug) – aufgrund der starken Nebenwirkungen bei höheren Dosen (Betäubungsmittelgesetz!) wurde Dihydrocodein in der Therapie aber durch Methadon und Levamethadon ersetzt.

Medikamente auf der Basis von Dihydrocodein wie z.B. „Paracodin“ gehören zu den meist verschriebenen Medikamenten in Deutschland. Sie sind als 
als Tabletten oder in Form von Tropfen erhältlich.  

Die genauen Anwendungsbereich von Dihydrocodein sind wie folgt

  • Reizhusten dämpfen
  • Mäßig starke bis starke Schmerzen lindern
  • Krebsschmerzen
  • Schmerzen bei entzündlichen Gelenkerkrankungen
  • Nervenschmerzen (nach Operationen, Ischiasschmerz)

Nebenwirkungen

 

Medikament BildJeder Mensch spricht unterschiedlich auf Medikamente an. Während der Einnahme von Medikamenten auf der Basis von Dihydrocodein können, müssen aber keine Nebenwirkungen auftreten. Je höher die eingenommene Dosis, desto wahrscheinlicher oder stärker können auch Nebenwirkungen auftreten.


Sehr häufig, besonders zu Beginn der Behandlung kann es zu Erbrechen kommen.
Darüber hinaus zu Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Verstopfung. 

Häufig können auftreten

  • Kopfschmerzen
  • Leichte Schläfrigkeit
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Benommenheit

Gelegentlich kommt es zu

  • einem Druckanstieg in den Gallenwegen
  • Harnverhalt (Harnretention)
  • einer Freisetzung von Histamin (bei Patienten mit Atemfunktionsstörungen ist ein Asthmaanfall möglich)
  • Juckreiz
  • Hauterscheinungen
  • Beeinträchtigung der Atmung
  • Mundtrockenheit
  • Schlafstörungen

Des weiteren sind seltene und sehr seltene schwere Nebenwirkungen bekannt – diese und weitere Hinweise zu Nebenwirkungen bei der Einnahme von Dihydrocodein bitte dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnehmen!

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit Wirkstoff Dihydrocodein und anderen Arzneimitteln kann es in einigen Fällen zu Wechselwirkungen kommen. 

Relativ viele Medikamente können bei gleichzeitiger Einnahme beispielswesie zu verstärkter Müdigkeit, Benommenheit und Beeinträchtigung der Atmung führen. Dies ist z.B. bei bestimmten Psychopharmaka und Antihistaminika (Antiallergische Medikamente) der Fall. 

Bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern (Mittel gegen Depressionen) kann es zu unvorhersehbaren Nebenwirkungen kommen. Aus diesem Grund darf mit der Einnnahme von Dihydrocodein erst 2 Wochen nach Absetzen der MAO-Hemmer begonnen werden.

Dihydrocodein verstärkt die Wirkung von Schmerzmitteln, teilweise kann die Wirkung von Präparaten auf Dihydrocodein-Basis dadurch auch herabgesetzt werden. Andere Arzneitmittel wiederum können die Wirkung von Dihydrocodein verstärken.

Werden also neben einem Präparat, das den Wirkstoff Dihydrocodein enthält, noch weitere Medikamente eingenommen ist es wichtig, mit dem Arzt zusammen die Einnahme von Dihydrocodein zu überprüfen.

Mehr Informationen zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bitte dem Beipackzettel entnehmen!

Kontraindikationen

Dehydrocodein darf nicht eingenommen werden bei-

  • Bekannter Überempfindlichkeiten gegenüber Dihydrocodein
  • Störungen der Atemfunktion und des Atemzentrums
  • Koma und Asthma
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder unter 4 Jahren
  • Chronischem Husten

Nur unter besonderer Vorsicht und nach Rücksprache mit dem Arzt
darf Dihydrocodein eingenommen werden:

  • Abhängigkeit von Opioiden
  • Bewusstseinsstörungen
  • Störungen des Atemzentrums und der Atemfunktion
  • Zuständen mit erhöhtem Hirndruck
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Vergrößerter Prostata
  • Lebererkrankungen
  • Eingeschränkter Nierenfunktion
  • Gallenwegserkrankungen
  • älteren Personen
  • Chronischer Verstopfung

Bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern (Medikamenten zur Behandlung von Depressionen) kann es zu Nebenwirkungen von einem Ausmaß kommen, das nicht zu ermessen ist. Daher darf mit der Einnahme von Dihydrocodein-Präparaten erst 2 Wochen nach Absetzen von MAO-Hemmern begonnen werden.

Während der Behandlung mit Medikamenten auf Dihydrocodein-Basis darf kein Alkohol getrunken werden.

Mehr Informationen zu möglichen Kontraindikationen bitte dem Beipackzettel entnehmen!

Beipackzettel von Dihydrocodein 

Beipackzettel bei Medikamente Nebenwirkungen  - weiter unten auch mit Dihydrocodein Erfahrungen

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