Dismenol N ist ein bewährtes Schmerzmittel, das speziell zur Behandlung von Regelschmerzen und anderen Menstruationsbeschwerden entwickelt wurde. Der Wirkstoff Ibuprofen gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und lindert effektiv Schmerzen, Krämpfe und Entzündungen. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die richtige Anwendung, Dosierung und mögliche Nebenwirkungen von Dismenol N, damit Sie das Medikament sicher und effektiv einsetzen können.
⚕️ Medizinischer Hinweis zu Dismenol N Beipackzettel – Dosierung | Nebenwirkungen
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Was ist Dismenol N?
Dismenol N ist ein rezeptfreies Schmerzmittel, das speziell für die Behandlung von Menstruationsbeschwerden konzipiert wurde. Der Wirkstoff Ibuprofen-Lysinat wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und krampflösend. Das Medikament ist in Form von Weichkapseln erhältlich und zeichnet sich durch eine besonders schnelle Wirkung aus, da der Wirkstoff in bereits gelöster Form vorliegt.
Wichtige Produktinformationen
Wirkstoff: Ibuprofen-DL-Lysin (entspricht 400 mg Ibuprofen pro Weichkapsel)
Darreichungsform: Weichkapseln zum Einnehmen
Hersteller: Teofarma S.R.L., Italien
Zulassung: Rezeptfrei in deutschen Apotheken erhältlich
Packungsgrößen: 10, 20 oder 30 Weichkapseln
Zusammensetzung und Wirkstoffe
Die genaue Kenntnis der Zusammensetzung ist wichtig für die sichere Anwendung von Dismenol N. Neben dem Hauptwirkstoff enthält das Präparat verschiedene Hilfsstoffe, die für die Stabilität und Bioverfügbarkeit sorgen.
| Bestandteil | Menge pro Weichkapsel | Funktion |
|---|---|---|
| Ibuprofen-DL-Lysin | 684 mg (entspricht 400 mg Ibuprofen) | Wirkstoff – Schmerzlinderung |
| Macrogol 600 | Variabel | Lösungsmittel |
| Kaliumhydroxid | Variabel | pH-Wert-Einstellung |
| Gereinigtes Wasser | Variabel | Lösungsmittel |
| Gelatine | Kapselhülle | Umhüllung |
| Sorbitol-Lösung | Kapselhülle | Weichmacher |
Besonderheit der Formulierung
Die Verwendung von Ibuprofen-Lysinat statt herkömmlichem Ibuprofen hat einen entscheidenden Vorteil: Der Wirkstoff liegt bereits in gelöster Form vor und muss nicht erst im Magen aufgelöst werden. Dies führt zu einem schnelleren Wirkungseintritt von etwa 15-30 Minuten nach der Einnahme, während herkömmliche Ibuprofen-Tabletten etwa 30-60 Minuten benötigen.
Anwendungsgebiete und Indikationen
Dismenol N wurde speziell für die Behandlung von Menstruationsbeschwerden entwickelt, kann aber auch bei anderen Schmerzzuständen eingesetzt werden.
Primäre Dysmenorrhoe
Regelschmerzen und Krämpfe im Unterleib während der Menstruation. Dies ist die Hauptindikation für Dismenol N und betrifft etwa 50-90% aller Frauen im gebärfähigen Alter.
Begleitbeschwerden
Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Gliederschmerzen, die häufig mit der Menstruation einhergehen. Diese Beschwerden werden durch die gleichen entzündlichen Prozesse verursacht.
Leichte bis mäßige Schmerzen
Auch außerhalb der Menstruation kann Dismenol N bei leichten bis mäßig starken Schmerzen verschiedener Ursache eingesetzt werden, etwa bei Zahnschmerzen oder Kopfschmerzen.
Wirkungsmechanismus
Ibuprofen hemmt die Bildung von Prostaglandinen, körpereigenen Botenstoffen, die für Schmerz, Entzündung und Fieber verantwortlich sind. Bei Menstruationsbeschwerden sind erhöhte Prostaglandin-Spiegel die Hauptursache für die Gebärmutterkontraktionen und die damit verbundenen Schmerzen.
15-30 Minuten nach Einnahme
Beginn der Schmerzlinderung durch schnelle Aufnahme des gelösten Wirkstoffs über die Magenschleimhaut.
1-2 Stunden nach Einnahme
Maximale Wirkstoffkonzentration im Blut erreicht. Optimale Schmerzlinderung und entzündungshemmende Wirkung.
4-6 Stunden Wirkdauer
Anhaltende Schmerzlinderung über mehrere Stunden. Bei Bedarf kann nach frühestens 6 Stunden eine weitere Dosis eingenommen werden.
Dosierung und Einnahmeempfehlungen
Die korrekte Dosierung ist entscheidend für die Wirksamkeit und Sicherheit von Dismenol N. Beachten Sie dabei immer die Angaben im Beipackzettel und die Empfehlungen Ihres Arztes oder Apothekers.
Standarddosierung für Erwachsene und Jugendliche ab 40 kg
Einzeldosis: 1 Weichkapsel (entspricht 400 mg Ibuprofen)
Maximale Tagesdosis: 3 Weichkapseln (entspricht 1200 mg Ibuprofen)
Mindestabstand zwischen Einnahmen: 6 Stunden
Maximale Anwendungsdauer ohne ärztlichen Rat: 4 Tage
Einnahmehinweise für optimale Wirkung
Zeitpunkt der Einnahme
Nehmen Sie Dismenol N bei den ersten Anzeichen von Menstruationsbeschwerden ein. Eine frühzeitige Einnahme kann stärkere Schmerzen verhindern. Die Kapseln können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Art der Einnahme
Schlucken Sie die Weichkapsel unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (mindestens 200 ml Wasser). Nehmen Sie die Kapsel möglichst im Stehen oder Sitzen ein und legen Sie sich nicht unmittelbar danach hin.
Mit oder ohne Nahrung
Die Einnahme kann unabhängig von Mahlzeiten erfolgen. Bei empfindlichem Magen kann die Einnahme mit etwas Nahrung die Verträglichkeit verbessern, verzögert aber möglicherweise den Wirkungseintritt leicht.
Besondere Dosierungshinweise
Jugendliche (12-17 Jahre, ab 40 kg Körpergewicht)
Die Dosierung entspricht der von Erwachsenen. Bei Jugendlichen unter 40 kg Körpergewicht ist Dismenol N nicht geeignet. Hier sollten niedrigere Dosierungen von Ibuprofen verwendet werden.
Ältere Patientinnen (über 65 Jahre)
Eine Dosisanpassung ist grundsätzlich nicht erforderlich. Allerdings sollten ältere Patientinnen besonders vorsichtig sein, da das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere im Magen-Darm-Bereich, erhöht sein kann. Eine ärztliche Beratung vor der ersten Anwendung wird empfohlen.
Patientinnen mit Nieren- oder Lebererkrankungen
Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist vor der Anwendung von Dismenol N unbedingt ein Arzt zu konsultieren. Möglicherweise ist eine Dosisreduktion erforderlich oder das Medikament sollte nicht angewendet werden.
Wichtige Warnhinweise zur Dosierung
Überschreiten Sie niemals die empfohlene Tagesdosis von 1200 mg Ibuprofen (3 Kapseln).
Eine Überdosierung kann schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen, insbesondere Magen-Darm-Blutungen, Nierenschäden und bei sehr hohen Dosen auch zentralnervöse Störungen.
Wenn Sie versehentlich zu viele Kapseln eingenommen haben, kontaktieren Sie umgehend einen Arzt oder das nächste Krankenhaus.
Nebenwirkungen von Dismenol N
Wie alle Arzneimittel kann auch Dismenol N Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen hängen von der Dosierung und der Anwendungsdauer ab.
Nebenwirkungen nach Häufigkeit geordnet
Häufig (1-10 von 100 Behandelten)
- Magen-Darm-Beschwerden (Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit)
- Verdauungsstörungen und Blähungen
- Durchfall oder Verstopfung
- Leichte Magen-Darm-Blutungen (meist unbemerkt)
- Kopfschmerzen und Schwindel
Gelegentlich (1-10 von 1.000 Behandelten)
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen
- Nesselsucht (Urtikaria) und Juckreiz
- Asthmaanfälle bei prädisponierten Personen
- Sehstörungen
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Müdigkeit und Schlaflosigkeit
Selten (1-10 von 10.000 Behandelten)
- Magengeschwüre oder Zwölffingerdarmgeschwüre
- Magen-Darm-Blutungen oder -Durchbrüche
- Bluterbrechen oder schwarzer Stuhl
- Verschlechterung chronischer Darmentzündungen
- Nierenfunktionsstörungen
- Leberwerterhöhungen
Schwerwiegende Nebenwirkungen (sehr selten, aber wichtig)
Sofort zum Arzt bei folgenden Symptomen:
- Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung: Bluterbrechen, schwarzer Stuhl, starke Bauchschmerzen
- Schwere allergische Reaktionen: Atemnot, Schwellungen im Gesicht, schneller Herzschlag, Blutdruckabfall
- Hautreaktionen: Schwere Hautausschläge mit Blasenbildung, Hautablösung (Stevens-Johnson-Syndrom)
- Anzeichen einer Leberschädigung: Gelbfärbung der Haut oder Augen, dunkler Urin, heller Stuhl
- Anzeichen einer Nierenschädigung: Deutlich verminderte Urinmenge, Schwellungen, Blut im Urin
- Herzprobleme: Brustschmerzen, Atemnot, Schwellungen der Beine
Faktoren, die das Nebenwirkungsrisiko erhöhen
Erhöhtes Risiko besteht bei:
- Höherer Dosierung und längerer Anwendungsdauer
- Gleichzeitiger Einnahme von Kortison oder anderen NSAR
- Vorbestehenden Magen-Darm-Erkrankungen
- Höherem Lebensalter (über 65 Jahre)
- Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum
- Gleichzeitiger Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten
- Vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Gegenanzeigen und Warnhinweise
In bestimmten Situationen darf Dismenol N nicht angewendet werden. Beachten Sie diese Kontraindikationen unbedingt, um schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu vermeiden.
Absolute Gegenanzeigen (Dismenol N darf nicht eingenommen werden bei):
Überempfindlichkeit
Bekannte Allergie gegen Ibuprofen, andere NSAR oder einen der sonstigen Bestandteile. Auch bei Asthma, Nasenpolypen oder allergischen Reaktionen nach Einnahme von Schmerzmitteln in der Vergangenheit.
Magen-Darm-Erkrankungen
Aktive oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre. Auch bei Magen-Darm-Blutungen oder -Durchbrüchen in der Vorgeschichte nach NSAR-Einnahme.
Schwere Organschäden
Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, schwere Herzinsuffizienz. In diesen Fällen kann Ibuprofen die Organfunktion weiter verschlechtern.
Blutungsneigung
Bestehende Blutgerinnungsstörungen oder erhöhte Blutungsneigung. Ibuprofen kann die Blutgerinnung beeinflussen und Blutungen verstärken.
Schwangerschaft
Im letzten Schwangerschaftsdrittel (ab der 28. Woche) ist Dismenol N absolut kontraindiziert, da es zu Komplikationen beim ungeborenen Kind führen kann.
Kinder unter 40 kg
Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg sollten Dismenol N nicht einnehmen. Für diese Altersgruppe stehen niedrigere Dosierungen zur Verfügung.
Relative Gegenanzeigen (Vorsicht und ärztliche Beratung erforderlich):
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Bei Bluthochdruck, Herzschwäche oder anderen Herzerkrankungen sollte Dismenol N nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden. NSAR können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen, besonders bei längerer Anwendung und höheren Dosen.
Autoimmunerkrankungen
Bei systemischem Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen besteht ein erhöhtes Risiko für eine aseptische Meningitis (Hirnhautentzündung ohne Erreger). Konsultieren Sie vor der Anwendung einen Arzt.
Frühe Schwangerschaft und Stillzeit
Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sollte Dismenol N nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch einen Arzt eingenommen werden. In der Stillzeit geht Ibuprofen in geringen Mengen in die Muttermilch über, bei kurzzeitiger Anwendung wird das Stillen jedoch nicht unterbrochen.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Dismenol N kann mit verschiedenen anderen Medikamenten interagieren und deren Wirkung verstärken, abschwächen oder das Nebenwirkungsrisiko erhöhen. Informieren Sie daher immer Ihren Arzt oder Apotheker über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Wichtige Arzneimittelwechselwirkungen
Gerinnungshemmende Medikamente
Die gleichzeitige Einnahme von Dismenol N mit Blutverdünnern wie Warfarin, Phenprocoumon, Heparin oder neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) erhöht das Blutungsrisiko erheblich. Auch die Kombination mit Thrombozytenaggregationshemmern wie ASS oder Clopidogrel ist problematisch.
Maßnahme: Engmaschige ärztliche Überwachung erforderlich, eventuell Anpassung der Gerinnungswerte.
Andere Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente
Die Kombination von Dismenol N mit anderen NSAR (z.B. Diclofenac, Naproxen) oder hochdosiertem ASS erhöht das Risiko für Magen-Darm-Nebenwirkungen und Nierenschäden deutlich. Auch mit Kortison-Präparaten steigt das Risiko für Magengeschwüre.
Maßnahme: Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme mehrerer NSAR. Niedrig dosiertes ASS zur Herzinfarktprophylaxe kann meist fortgeführt werden.
Blutdruckmedikamente
Ibuprofen kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten abschwächen, insbesondere ACE-Hemmer, AT1-Antagonisten, Beta-Blocker und Diuretika. Zudem erhöht sich das Risiko für Nierenschäden, besonders in Kombination mit ACE-Hemmern und Diuretika (Triple-Whammy-Effekt).
Maßnahme: Regelmäßige Blutdruckkontrolle, eventuell Anpassung der blutdrucksenkenden Medikation.
Medikamente bei psychischen Erkrankungen
Die Kombination mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI) erhöht das Risiko für Magen-Darm-Blutungen. Auch mit Lithium kann es zu problematischen Wechselwirkungen kommen (erhöhte Lithium-Spiegel).
Maßnahme: Ärztliche Überwachung, eventuell Lithium-Spiegelkontrollen.
Weitere relevante Wechselwirkungen
| Medikamentengruppe | Mögliche Wechselwirkung | Klinische Bedeutung |
|---|---|---|
| Methotrexat | Erhöhte Methotrexat-Konzentration | Verstärkte Toxizität möglich |
| Digoxin | Erhöhte Digoxin-Konzentration | Herzrhythmusstörungen möglich |
| Phenytoin | Erhöhte Phenytoin-Konzentration | Verstärkte Nebenwirkungen |
| Sulfonylharnstoffe | Verstärkte Blutzuckersenkung | Unterzuckerungsgefahr |
| Ciclosporin/Tacrolimus | Erhöhtes Nierenschädigungsrisiko | Nierenfunktionskontrolle erforderlich |
| Probenecid/Sulfinpyrazon | Verzögerte Ibuprofen-Ausscheidung | Erhöhte Ibuprofen-Spiegel |
Besondere Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Anwendung bei besonderen Patientengruppen
Schwangerschaft und Stillzeit
Die Anwendung von Dismenol N in der Schwangerschaft erfordert besondere Vorsicht:
Schwangerschaft – Wichtige Informationen
1. und 2. Trimester (bis zur 28. Woche): Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch einen Arzt und nur in der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzest mögliche Zeit. Mögliche Risiken umfassen Fehlbildungen und Herz-Kreislauf-Probleme beim Ungeborenen.
3. Trimester (ab der 28. Woche): Absolut kontraindiziert! Die Einnahme kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen: vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus beim Fötus, Nierenschäden beim Ungeborenen, Hemmung der Wehentätigkeit und verlängerte Blutungszeit bei Mutter und Kind.
Stillzeit: Ibuprofen geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Bei kurzzeitiger Anwendung der empfohlenen Dosis ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Bei längerer Anwendung sollte abgestillt werden.
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch hat Dismenol N in der Regel keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit. Allerdings können bei manchen Personen Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit oder Sehstörungen auftreten. In diesen Fällen sollten Sie nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen, bis diese Symptome abgeklungen sind.
Langzeitanwendung und Risiken
Risiken bei längerer Anwendung
Die längerfristige Einnahme von NSAR wie Ibuprofen ist mit erhöhten Risiken verbunden:
- Herz-Kreislauf-Risiko: Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, besonders bei Vorerkrankungen und höheren Dosen
- Nierenschäden: Chronische Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen möglich
- Magen-Darm-Komplikationen: Erhöhtes Risiko für Geschwüre, Blutungen und Perforationen
- Analgetika-Kopfschmerz: Paradoxerweise können Schmerzmittel bei dauerhafter Einnahme selbst Kopfschmerzen verursachen
Empfehlung: Verwenden Sie Dismenol N nur bei akuten Beschwerden und nicht länger als 4 Tage ohne ärztlichen Rat. Bei chronischen Schmerzen ist eine ärztliche Betreuung erforderlich.
Maßnahmen zur Risikominimierung
So minimieren Sie Nebenwirkungsrisiken
- Verwenden Sie die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Zeit
- Nehmen Sie Dismenol N nicht länger als 4 Tage ohne ärztlichen Rat ein
- Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme anderer NSAR
- Schränken Sie Alkoholkonsum während der Behandlung ein
- Bei Magenproblemen: Nehmen Sie das Medikament mit etwas Nahrung ein
- Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit (mindestens 2 Liter pro Tag)
- Bei Vorerkrankungen: Lassen Sie sich ärztlich beraten, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen (z.B. Magenschutz) erforderlich sind
Überdosierung und Notfallmaßnahmen
Symptome einer Überdosierung
Eine Überdosierung von Ibuprofen kann verschiedene Symptome verursachen, deren Schwere von der eingenommenen Menge abhängt:
Leichte bis mittelschwere Überdosierung
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen und Schwindel
- Ohrensausen (Tinnitus)
- Benommenheit und Verwirrtheit
- Verschwommenes Sehen
Schwere Überdosierung
- Magen-Darm-Blutungen
- Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit
- Krampfanfälle
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Atemstörungen
- Blaufärbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose)
Maßnahmen bei Überdosierung
Sofortmaßnahmen bei vermuteter Überdosierung
- Kontaktieren Sie umgehend einen Arzt oder die Giftnotrufzentrale (Telefonnummern finden Sie im Beipackzettel)
- Rufen Sie bei schweren Symptomen den Notarzt (112)
- Bringen Sie die Medikamentenpackung mit zum Arzt oder ins Krankenhaus
- Führen Sie kein Erbrechen herbei ohne ärztliche Anweisung
- Geben Sie Aktivkohle nur auf ärztliche Anweisung
Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot) für Ibuprofen. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und unterstützend im Krankenhaus.
Lagerung und Haltbarkeit
Lagerungsbedingungen
Bewahren Sie Dismenol N bei Raumtemperatur (nicht über 25°C) auf. Schützen Sie die Weichkapseln vor Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung. Lagern Sie das Medikament in der Originalverpackung.
Haltbarkeit
Die Haltbarkeit beträgt 3 Jahre ab Herstellungsdatum. Das Verfallsdatum ist auf der Packung aufgedruckt. Verwenden Sie Dismenol N nicht mehr nach Ablauf des Verfallsdatums.
Aufbewahrungsort
Bewahren Sie das Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Eine versehentliche Einnahme durch Kinder kann zu schweren Vergiftungen führen.
Entsorgung
Entsorgen Sie abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente nicht im Abwasser oder Hausmüll. Bringen Sie sie zur Entsorgung in Ihre Apotheke, um die Umwelt zu schützen.
Alternativen und ergänzende Maßnahmen
Medikamentöse Alternativen
Bei Unverträglichkeit oder Kontraindikationen gegen Dismenol N stehen verschiedene Alternativen zur Verfügung:
Andere NSAR
- Naproxen: Längere Wirkdauer als Ibuprofen, oft nur zweimal täglich erforderlich
- Diclofenac: Ähnliche Wirkstärke wie Ibuprofen, verschiedene Darreichungsformen
- Acetylsalicylsäure (ASS): Wirksam bei Regelschmerzen, aber stärkere Auswirkungen auf die Blutgerinnung
Andere Wirkstoffklassen
- Paracetamol: Schmerzlindernd, aber keine entzündungshemmende Wirkung; bei Regelschmerzen oft weniger effektiv
- Metamizol: Starkes Schmerzmittel, verschreibungspflichtig, bei sehr starken Regelschmerzen
- Hormonelle Verhütungsmittel: Können Regelschmerzen vorbeugen durch Unterdrückung des Eisprungs
Nicht-medikamentöse Maßnahmen
Natürliche Methoden zur Linderung von Regelschmerzen
- Wärmeanwendungen: Wärmflasche, Kirschkernkissen oder warme Bäder entspannen die Muskulatur
- Bewegung: Leichte körperliche Aktivität fördert die Durchblutung und reduziert Krämpfe
- Entspannungstechniken: Yoga, progressive Muskelentspannung oder Meditation
- Ernährung: Magnesiumreiche Kost, Vermeidung von Koffein und Alkohol
- Akupunktur und TENS: Können bei regelmäßiger Anwendung Beschwerden reduzieren
- Pflanzliche Präparate: Mönchspfeffer, Gänsefingerkraut oder Frauenmantel (Wirksamkeit wissenschaftlich nicht eindeutig belegt)
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Ärztliche Konsultation erforderlich bei:
- Sehr starken Regelschmerzen, die trotz Medikation nicht ausreichend gelindert werden
- Plötzlicher Verschlechterung der Regelschmerzen im Vergleich zu früheren Zyklen
- Schmerzen außerhalb der Menstruation, die auf gynäkologische Erkrankungen hinweisen könnten
- Begleitsymptomen wie Fieber, ungewöhnlich starker Blutung oder Ausfluss
- Notwendigkeit der Einnahme über mehr als 4 Tage pro Zyklus
- Erstmaliger Regelschmerzen nach dem 25. Lebensjahr (kann auf Endometriose hinweisen)
- Unerfülltem Kinderwunsch in Verbindung mit starken Regelschmerzen
- Verdacht auf Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen
Mögliche Ursachen verstärkter Regelschmerzen
Wenn Regelschmerzen ungewöhnlich stark sind oder sich verschlimmern, können folgende Erkrankungen dahinterstecken:
- Endometriose: Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter
- Adenomyose: Eindringen von Gebärmutterschleimhaut in die Muskelschicht
- Myome: Gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter
- Entzündungen: Infektionen der Geschlechtsorgane
- Spirale (IUP): Kann bei manchen Frauen Regelschmerzen verstärken
Eine gynäkologische Untersuchung kann diese Ursachen abklären und zu einer gezielteren Behandlung führen.
50-90%
aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden gelegentlich oder regelmäßig unter Regelschmerzen
Fazit und Zusammenfassung
Dismenol N ist ein wirksames und gut verträgliches Medikament zur Behandlung von Regelschmerzen und anderen leichten bis mäßig starken Schmerzen. Der Wirkstoff Ibuprofen-Lysinat zeichnet sich durch einen besonders schnellen Wirkungseintritt aus und bekämpft effektiv die Ursachen von Menstruationsbeschwerden.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Dosierung: 1 Kapsel bei Bedarf, maximal 3 Kapseln pro Tag im Abstand von mindestens 6 Stunden
- Anwendungsdauer: Nicht länger als 4 Tage ohne ärztlichen Rat
- Vorteile: Schneller Wirkungseintritt (15-30 Minuten), gut verträglich bei kurzzeitiger Anwendung
- Wichtigste Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden, in seltenen Fällen schwerwiegendere Reaktionen
- Kontraindikationen: Magen-Darm-Geschwüre, schwere Organerkrankungen, letztes Schwangerschaftsdrittel
- Wechselwirkungen: Besondere Vorsicht bei Blutverdünnern, anderen Schmerzmitteln und Blutdruckmedikamenten
Beachten Sie die Anwendungshinweise und Warnhinweise sorgfältig und konsultieren Sie bei Unsicherheiten oder anhaltenden Beschwerden einen Arzt oder Apotheker. Die Kombination aus medikamentöser Behandlung und nicht-medikamentösen Maßnahmen bietet oft die beste Linderung bei Regelschmerzen.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt nicht die Packungsbeilage und nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Bei Fragen zur Anwendung von Dismenol N wenden Sie sich bitte an medizinisches Fachpersonal. Die Informationen basieren auf dem aktuellen Stand der Fachinformation und können sich ändern.
Was ist Dismenol N und wofür wird es angewendet?
Dismenol N ist ein rezeptfreies Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen-Lysinat (entspricht 400 mg Ibuprofen pro Kapsel). Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Regelschmerzen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt, kann aber auch bei anderen leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopf- oder Rückenschmerzen angewendet werden. Der Wirkstoff hemmt die Bildung von schmerzauslösenden Prostaglandinen und wirkt dadurch schmerzlindernd, entzündungshemmend und krampflösend.
Wie wird Dismenol N richtig dosiert und eingenommen?
Erwachsene und Jugendliche ab 40 kg Körpergewicht nehmen bei Bedarf 1 Weichkapsel (400 mg Ibuprofen) ein. Die maximale Tagesdosis beträgt 3 Kapseln im Abstand von mindestens 6 Stunden. Die Kapseln sollten unzerkaut mit reichlich Wasser geschluckt werden. Die Einnahme kann unabhängig von Mahlzeiten erfolgen, bei empfindlichem Magen kann etwas Nahrung die Verträglichkeit verbessern. Ohne ärztlichen Rat sollte Dismenol N nicht länger als 4 Tage angewendet werden.
Welche Nebenwirkungen können bei Dismenol N auftreten?
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung sowie Kopfschmerzen und Schwindel. Seltener können Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschläge, Sehstörungen oder Ohrgeräusche auftreten. In sehr seltenen Fällen sind schwerwiegende Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Blutungen, allergische Schockreaktionen oder Organschäden möglich. Bei Anzeichen schwerer Nebenwirkungen wie blutigem Erbrechen, schwarzem Stuhl, Atemnot oder starken Hautreaktionen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Wann darf Dismenol N nicht eingenommen werden?
Dismenol N darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen oder andere NSAR, aktiven oder wiederkehrenden Magen-Darm-Geschwüren, schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, schwerer Herzinsuffizienz, Blutgerinnungsstörungen und im letzten Schwangerschaftsdrittel. Auch Kinder und Jugendliche unter 40 kg Körpergewicht sollten das Präparat nicht einnehmen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Asthma oder während der Stillzeit ist vor der Anwendung eine ärztliche Beratung erforderlich.
Wie schnell wirkt Dismenol N und wie lange hält die Wirkung an?
Dismenol N zeichnet sich durch einen besonders schnellen Wirkungseintritt aus. Dank der speziellen Formulierung mit Ibuprofen-Lysinat, bei der der Wirkstoff bereits gelöst vorliegt, beginnt die Schmerzlinderung bereits nach 15-30 Minuten. Die maximale Wirkstoffkonzentration im Blut wird nach 1-2 Stunden erreicht. Die schmerzlindernde Wirkung hält etwa 4-6 Stunden an. Dies ist deutlich schneller als bei herkömmlichen Ibuprofen-Tabletten, die erst im Magen aufgelöst werden müssen und daher 30-60 Minuten bis zum Wirkungseintritt benötigen.
Letzte Bearbeitung am Samstag, 29. November 2025 – 9:28 Uhr von Alex, Webmaster von med-nebenwirkungen.de.