Simvastatin Wirkstoff Nebenwirkungen

Medikamente mit Wirkstoff Simvastatin

Simva Hexal

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Simva, die offizielle Bezeichnung lautet Simvastatin, ist ein Arzneistoff, der den sogenannten Statinen zuzuordnen ist. Hierbei handelt es sich um 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase-Inhibitoren, die Zwischenprodukte der menschlichen Cholesterinsynthese sind. Beschrieben wurden die Wirkstoffe erstmalig im Jahre 1976. Simva entspricht in seiner Zusammensetzung, dem auch in der Natur vorkommenden Monacolin K oder dem Lovastatin. Simva wird teilsynthetisch aus dem Lovastatin hergestellt.

Wirkmechanismus

In der Medizin wird Simvastatin als Cholesterinsenker eingesetzt. Simva wirkt im menschlichen Organismus als HMG-CoA-Reduktasehemmer. Simva reduziert wirksam die Cholesterinsynthese in der menschlichen Leber, so dass die Cholesterinaufnahme je Leberzelle erhöht und der Cholesterinspiegel im Blut dadurch effektiv abgesenkt wird.

Empfehlungen zur Einnahme von Simvastatin

Für die Umsetzung von Simva innerhalb des Körperstoffwechsels (Biotransformation), ist vorrangig das Isoenzym Cytochrom P450 3A4 verantwortlich. Daher sollte Simvastatin nicht mit Stoffen eingenommen werden, die die Wirksamkeit dieses Isoenzyms hemmen oder herabsetzen. Solche Stoffe sind Grapefruitsaft, Ketoconal (ein Arzneistoff, welcher zu Prophylaxe und Therapie von Pilzerkrankungen der Haut appliziert wird), Itraconazol (ein Arzneimittel und Antimyotikum zur Behandlung von Pilzinfektionen) sowie Clarithromyzin (ein bekanntes Antibiotikum, das die Proteinsynthese von Bakterien hemmt).

Nebenwirkungen

 

Medikament BildSimva kann die für die Wirkstoffgruppe der Statine typischen Nebenwirkungen im menschlichen Organismus zeitigen. Dies sind:

  • das Auftreten der Rhabdomyolyse
  • das Nachlassen der kardiovaskulären Fitness nach körperlicher Belastung
  • das Nachlassen der Gedächtnisleistung
  • erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität
  • das Auftreten nächtlicher Alpträume
  • teratogene Wirkungen am Embryo während einer Schwangerschaf
  • Nierenschäden
  • Begünstigung des Auftretens von Diabetes mellitus
  • Gynäkomastie bei männlichen Patienten

Die schwerwiegendste Nebenwirkung von Simvastatin, bilden die toxischen Myopathien, strukturelle sowie funktionale Veränderungen der Skelettmuskulatur, die in ihrer schwersten Form als Rhabdomyolyse, der Zerstörung der quergestreiften Muskulatur des Skelettes, auftreten können. Bislang sind knapp 3.400 solcher Fälle bekannt und dokumentiert.

Weitere mögliche Nebenwirkungen, die auf die Einnahme von Simva zurückzuführen sind, stellen messbare Rückgänge der kardiovaskulären Fitness der Patienten bei körperlicher Anstrengung dar. Die Wirkung des Medikamentes beeinträchtigt hierbei die Energiegewinnung aus den zelleigenen Mitochondrien.

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Simvastatin, wurden einzelne Fälle psychischer Veränderungen dokumentiert. Hierzu zählen beispielsweise Gedächtnisverlust sowie das Nachlassen von Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeit. Vereinzelt beschrieben, wurden ebenso erhöhte Reizbarkeit, Aggressivität und das Auftreten nächtlicher Alpträume nach der Applikation des Medikamentes.

Bei Schwangeren hat sich erwiesen, dass die Einnahme von Simvastatin teratogene Wirkungen zeitigen kann, die zu Missbildungen des Embryos führen können. Von einer Einnahme von Simva während einer Schwangerschaft, wird daher in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich abgeraten.

Prognostizierte Nebenwirkungen von Simva, im Zusammenhang mit dem Auftreten von Demenz und Katarakt, konnten bislang widerlegt werden.

Simva birgt jedoch die Möglichkeit einer Nierenschädigung. Dies ist durch einige Fälle im Zusammenhang mit der Einnahme von Simvastatin bisher belegt.

Die Einnahme von Simva erhöht das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken, um etwa 9 %. Betroffen ist einer von 255 Patienten innerhalb von 4 Jahren.

Eine bei männlichen Patienten auftretende Nebenwirkung, die auf die Einnahme von Simvastatin zurückgehen kann, ist das vermehrte Auftreten einer Gynäkomastie, wobei sich das Unterhautfettgewebe im Brustbereich stark vermehrt.

Positive Nebenwirkungen von Simvastatin
Zu den positiven Nebenwirkungen von Simvastatin zählen:

  • die Reduzierung des Auftretens von tödlichen und nichttödlichen Herzinfarkten
  • die Verminderung des Auftretens von Schlaganfällen
  • die tumorsuppressiven Eigenschaften des Medikaments

Durch die wirksame Reduzierung des Cholesterinspiegels bei den Patienten, die Simva einnehmen, konnte im Rahmen von Studien, eine signifikante Abnahme des Auftretens von tödlichen und nicht tödlichen Herzinfarkten innerhalb der Patientengruppe nachgewiesen werden.

Dies gilt ebenso für das Auftreten von Schlaganfällen, deren Verminderung durch die Einnahme von Simva gleichfalls belegt werden konnte.

Nachgewiesen sind die tumorsuppressiven Eigenschaften, die Simva, wie alle Statine, aufweist. Diese sind so vielversprechend, dass ein künftiger Einsatz des Medikamentes auch im Rahmen einer Krebstherapie gegenwärtig diskutiert wird.

Insgesamt kann das Risiko-Nutzen-Verhältnis bei der Applikation von Simva als günstig bezeichnet werden.

Fazit

Simvastatin ist sowohl in den Vereinigten Staaten, wie auch in der Europäischen Union, seit etwa Mai 2003 im Handel. Handelsnamen des Medikamentes sind Gerosim, Zocor und Zocor + Generika. Inegy bildet ein bekanntes Kombinationspräparat. Als bekannteste Hersteller des Medikamentes agieren gegenwärtig MSD Sharp & Dohme sowie die Hexal AG. Das Medikament wurde im Rahmen der klinischen Studien 4S und Heart Protection erprobt. Das Medikament ist derzeit in Tablettenform, in Dosierungen von 5, 10, 20, 40, 60 und 80 mg verfügbar. 

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