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Nebenwirkungs-Finder
Der Nebenwirkungs-Finder zeigt zu einer Beschwerde, etwa Husten oder Schwindel, bei welchen Wirkstoffen dieser Website die Produktinformation sie als Nebenwirkung aufführt und in welcher Häufigkeitsklasse. Aufgeführt werden dort nach der Leitlinie der Europäischen Kommission Nebenwirkungen, bei denen ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Arzneimittel nach sorgfältiger Prüfung zumindest begründet möglich ist. Ob Ihre Beschwerde von einem Medikament kommt, kann der Finder nicht sagen; das klären Sie mit Ihrer Arztpraxis oder Apotheke.
Werkzeug
Nebenwirkungs-Finder
Geben Sie eine Beschwerde ein. Der Finder zeigt, bei welchen Wirkstoffen dieser Website die Produktinformation sie als Nebenwirkung nennt und wie häufig.
Der Finder ersetzt keine Diagnose. Ob eine Beschwerde von einem Medikament kommt, klären Ihre Arztpraxis oder Apotheke. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

So funktioniert der Finder
Sie geben eine Beschwerde ein oder wählen einen der Begriffe unter dem Suchfeld. Der Finder sucht den passenden Begriff in einer festen Liste von Beschwerden und zeigt, bei welchen Wirkstoffen dieser Website die Produktinformation diese Beschwerde als Nebenwirkung aufführt, jeweils mit Häufigkeitsklasse und Link zur Wirkstoffseite. Er kennt auch andere Bezeichnungen derselben Beschwerde, etwa "Schläfrigkeit" oder "Benommenheit" für Müdigkeit. Gibt es zu der Beschwerde eine eigene Seite, führt ein Link unter der Liste dorthin; die Seiten zu einzelnen Beschwerden stehen im Bereich Nebenwirkungen.
Der Finder stellt keine Diagnose und prüft keine Wechselwirkungen. Wie eine Packungsbeilage aufgebaut ist und wo die Nebenwirkungen darin stehen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen; alle Helfer stehen unter Werkzeuge.
Woher die Zuordnung stammt
Jeder Wirkstoff auf dieser Website hat einen Datensatz. Seine Leitquelle ist die Packungsbeilage eines Präparats mit diesem Wirkstoff, ergänzt um die zugehörige Fachinformation, wenn sie frei zugänglich ist; für zentral zugelassene Arzneimittel ist es die deutsche Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Aus dieser Leitquelle stehen alle Nebenwirkungen mit Häufigkeitsangabe im Datensatz, jede mit der Häufigkeitsklasse, wie die Quelle sie nennt, und einem Organsystem. Häufigkeiten aus verschiedenen Präparaten werden nicht gemischt.
Jede Nebenwirkungszeile bekommt einen oder mehrere Begriffe aus der festen Liste von Beschwerden, wenn die Beschwerde in der Zeile vorkommt; neue Begriffe werden dafür nicht erfunden. Über diese Begriffe findet der Finder zu einer Beschwerde die Wirkstoffe. Nennt eine Zeile die Beschwerde nur als Zeichen einer anderen Nebenwirkung, etwa Müdigkeit bei einer Blutarmut, zählt sie im Finder nicht. Jeder Datensatz wird in einer Gegenprüfung ein zweites Mal mit der Quelle abgeglichen. Kommt ein Wirkstoff mit Datensatz hinzu, kennt ihn auch der Finder.
Nennt die Produktinformation eine Beschwerde in mehreren Zeilen, zeigt der Finder die höchste dieser Häufigkeitsklassen. Zeilen, die nur für Kinder oder Jugendliche gelten, zählen dabei nur, wenn es keine andere Zeile gibt. Die Wirkstoffe stehen nach Häufigkeitsklasse geordnet, innerhalb einer Klasse nach dem Alphabet.
Wie Sie das Ergebnis lesen
Die Balken zeigen die Häufigkeitsklasse, von fünf Balken für "sehr häufig" bis zu einem Balken für "sehr selten"; bei "nicht bekannt" sind alle fünf Balken schraffiert. Für die Fachinformation legt die Leitlinie der Europäischen Kommission die Klassen als Bereiche fest: sehr häufig ab 1 von 10, häufig ab 1 von 100 bis unter 1 von 10, gelegentlich ab 1 von 1.000 bis unter 1 von 100, selten ab 1 von 10.000 bis unter 1 von 1.000, sehr selten unter 1 von 10.000. "Nicht bekannt" heißt, dass sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [1]. Was das für eine Gruppe von Menschen bedeutet, rechnet der Häufigkeits-Übersetzer um.
In die Fachinformation gehören nach dieser Leitlinie alle Nebenwirkungen, bei denen ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Arzneimittel nach sorgfältiger Prüfung zumindest begründet möglich ist [1]. Die Packungsbeilage soll sie so beschreiben, dass Patientinnen und Patienten sie erkennen können [2]. Ein Treffer heißt also: Bei diesem Wirkstoff ist die Beschwerde als mögliche Nebenwirkung aufgeführt.
Die Häufigkeit ist nach der Leitlinie die rohe Rate bei den Behandelten und nicht der Unterschied zu einem Scheinmedikament (Placebo). Tritt eine häufige, sehr häufige oder schwerwiegende Nebenwirkung auch unter Placebo in relevantem Umfang auf, können beide Raten genannt werden [1]. Wie schwer eine Nebenwirkung ist, sagt die Klasse nicht. Nach der Vorlage der Europäischen Arzneimittel-Agentur stehen in der Packungsbeilage die schwerwiegendsten Nebenwirkungen zuerst, mit Anweisungen, was zu tun ist [2].
Findet der Finder nichts, steht der Begriff nicht in seiner Liste oder zu ihm ist noch kein Wirkstoff erfasst. Welche Wirkstoffe einen Datensatz haben, steht unter Medikamente. Alle Nebenwirkungen Ihres Präparats stehen in Abschnitt 4 seiner Packungsbeilage, "Welche Nebenwirkungen sind möglich?" [3].
Was das Werkzeug nicht kann
- Es stellt keine Diagnose. Zur Diagnose und Behandlung von Beschwerden sollten Sie laut BfArM und Paul-Ehrlich-Institut unverzüglich eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren [4].
- Es kennt nur Wirkstoffe mit Datensatz auf dieser Website und nur die Beschwerden der festen Begriffsliste. Fehlt ein Treffer, heißt das nicht, dass ein Mittel die Beschwerde nicht auslösen kann.
- Es zeigt die Angaben aus der Leitquelle eines Präparats. Andere Präparate mit demselben Wirkstoff können in Stärke, Darreichungsform oder Anwendungsgebiet abweichen, und Unterschiede bei den Nebenwirkungen zwischen Darreichungsformen soll die Fachinformation nach der Leitlinie der Europäischen Kommission nennen [1]. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
- Es zeigt je Suche die eine Beschwerde, die am besten zu Ihrer Eingabe passt. Welcher Begriff gefunden wurde, steht fett über der Liste.
- Es prüft keine Wechselwirkungen und berücksichtigt weder Dosis noch Dauer der Einnahme, Alter oder Vorerkrankungen. Die Fachinformation kann Unterschiede etwa bei Kindern, älteren Menschen oder eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion beschreiben [1].
Ob eine Beschwerde in Ihrem Fall mit einem Medikament zusammenhängt, klärt Ihre Arztpraxis oder Apotheke. Fragen für den Termin sammeln Sie mit den Fragen fürs Arztgespräch, den Verlauf halten Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch fest. Was Sie bei einer vermuteten Nebenwirkung tun können, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät
Angaben zu Beschwerden sind Gesundheitsdaten. Das Werkzeug arbeitet nur in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden weder an uns noch an Dritte übertragen. Die Seite speichert sie nicht. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.
Quellen
- Behörde A Guideline on Summary of Product Characteristics (SmPC), Revision 2, Abschnitt 4.8 Undesirable effects (mit den Hinweisen zur Schätzung der Häufigkeit). Europäische Kommission, Notice to Applicants Volume 2C. Stand 09/2009. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde QRD product-information annotated template (English), Version 10.4, Packungsbeilage Abschnitt 4 "Possible side effects". Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2024. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde QRD-Vorlage für Produktinformationen, Version 10.4, deutsche Fassung mit markierten Änderungen (Packungsbeilage, Abschnitt 4). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2024. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite mit häufigen Fragen. Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
Häufige Fragen
Welches Medikament kann diese Beschwerde auslösen?
Geben Sie die Beschwerde oben in den Finder ein. Er zeigt, bei welchen Wirkstoffen dieser Website die Produktinformation sie als Nebenwirkung aufführt, jeweils mit Häufigkeitsklasse. In die Fachinformation gehören nach der Leitlinie der Europäischen Kommission alle Nebenwirkungen, bei denen ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Arzneimittel nach sorgfältiger Prüfung zumindest begründet möglich ist. Ob Ihre Beschwerde von einem Medikament kommt, klärt Ihre Arztpraxis oder Apotheke.
Was bedeuten die Balken neben den Wirkstoffen?
Sie zeigen die Häufigkeitsklasse aus der Produktinformation: fünf Balken für sehr häufig, vier für häufig, drei für gelegentlich, zwei für selten, einer für sehr selten; bei nicht bekannt sind alle fünf Balken schraffiert. Nach der Leitlinie der Europäischen Kommission heißt sehr häufig mindestens 1 von 10 Behandelten und sehr selten weniger als 1 von 10.000. Was die Klassen für eine Gruppe von Menschen bedeuten, rechnet der Häufigkeits-Übersetzer um.
Heißt ein Treffer, dass mein Medikament die Beschwerde verursacht?
Nein. Ein Treffer heißt, dass die Produktinformation die Beschwerde bei diesem Wirkstoff als mögliche Nebenwirkung aufführt. Die Häufigkeit ist nach der Leitlinie der Europäischen Kommission die rohe Rate bei den Behandelten und nicht der Unterschied zu einem Scheinmedikament (Placebo). Zur Diagnose und Behandlung von Beschwerden sollten Sie laut BfArM und Paul-Ehrlich-Institut unverzüglich eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren.
Warum fehlt mein Medikament in der Liste?
Der Finder kennt nur Wirkstoffe, die auf dieser Website einen eigenen Datensatz haben, und nur Beschwerden aus einer festen Begriffsliste. Welche Wirkstoffe das sind, steht unter Medikamente. Fehlt ein Mittel, heißt das nicht, dass es die Beschwerde nicht auslösen kann. Maßgeblich ist Abschnitt 4 der Packungsbeilage Ihres Präparats, "Welche Nebenwirkungen sind möglich?".
Soll ich das Medikament absetzen, wenn die Beschwerde im Finder steht?
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, sieht die Vorlage der Europäischen Arzneimittel-Agentur für Packungsbeilagen vor, dass Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker wenden; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen.
Wird meine Eingabe gespeichert?
Nein. Der Finder arbeitet nur in Ihrem Browser. Ihre Eingabe wird weder an uns noch an Dritte übertragen, und die Seite speichert sie nicht.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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