ImpfungenImpfung
Tollwut-Impfung: Nebenwirkungen und Reaktionen
Laut Fachinformation des Tollwut-Impfstoffs Verorab sind Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle sehr häufig, bei Erwachsenen ebenso wie bei Kindern und Jugendlichen. Die Nebenwirkungen traten laut Fachinformation im Allgemeinen innerhalb von drei Tagen nach der Impfung auf, und die meisten Reaktionen klangen spontan ein bis drei Tage nach dem Auftreten ab. Bei einer anaphylaktischen Reaktion, etwa mit Atembeschwerden oder Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen oder Zunge, wenden Sie sich laut Packungsbeilage von Verorab sofort an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal oder suchen sofort die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses auf. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie über das Impfstoff-Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de melden.

Nach der Impfung gegen Tollwut mit Verorab sind Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle laut Fachinformation sehr häufig, bei Erwachsenen ebenso wie bei Kindern und Jugendlichen [1]. Sie waren laut Fachinformation im Allgemeinen mittelschwer und traten innerhalb von drei Tagen nach der Impfung auf; die meisten Reaktionen klangen spontan ein bis drei Tage nach dem Auftreten ab [1]. Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Atembeschwerden oder Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen oder Zunge wenden Sie sich laut Packungsbeilage von Verorab sofort an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal oder suchen sofort die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses auf [2]. Geimpft wird vor einem möglichen Kontakt mit dem Tollwutvirus, etwa vor einer Reise, oder nach dem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier [1, 3]. Alle Impfungen im Überblick finden Sie unter Impfungen.
Was die Impfung ist und wem die STIKO sie empfiehlt
Verorab ist laut Fachinformation ein inaktivierter Tollwut-Impfstoff mit Tollwutviren des Stammes WISTAR-Tollwut-PM/WI38 1503-3M, hergestellt in Vero-Zellen [1]. Die Ständige Impfkommission (STIKO) und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) bezeichnen Rabipur und Verorab in ihren Reiseimpfempfehlungen als Totimpfstoffe auf Basis inaktivierter Tollwut-Viren [4].
Zugelassen ist Verorab zur präexpositionellen und postexpositionellen Prophylaxe gegen Tollwut in allen Altersgruppen, also vor einem möglichen Kontakt mit dem Virus und danach; Verorab sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden [1]. Die beiden Formen der Prophylaxe kürzen STIKO und DTG mit PrEP (Präexpositionsprophylaxe) und PEP (Postexpositionsprophylaxe) ab [4].
In ihren Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026, Tabelle 2) nennt die STIKO die Tollwut-Impfung in zwei Kategorien [3]. Wegen eines beruflichen bzw. arbeitsbedingten Risikos (Kategorie B) nennt sie [3]:
- "Laborpersonal, das gezielt mit Tollwutviren arbeitet"
- "Personen mit arbeitsbedingtem oder sonstigem engen Kontakt zu Fledermäusen"
- "Personen mit direktem Umgang mit Tieren in Gebieten mit neu aufgetretener Wildtiertollwut (u. a. Tierärztinnen und Tierärzte, Jägerinnen und Jäger, Forstpersonal)"
Als Reiseimpfung (Kategorie R) nennt die STIKO "Reisende in Regionen mit Tollwutgefahr und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Tollwutexposition (z. B. durch Kontakt mit streunenden Hunden oder Fledermäusen)" [3]. Was nach einem Tierkontakt gilt, steht im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
Impfstoffe in Deutschland
Für die Immunisierung stehen laut STIKO in Deutschland zwei Impfstoffe zur Verfügung, Rabipur und Verorab [3]. Beide stehen in der Liste der zugelassenen Tollwut-Impfstoffe des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) ohne Vermerk, dass sie nicht vermarktet werden [5].
| Impfstoff | Art | zugelassen ab (Fachinformation 4.1) | Zulassungsinhaber | Grundlage |
|---|---|---|---|---|
| Rabipur | Tollwut-Impfstoff, inaktiviert (Stamm Flury LEP), hergestellt in gereinigten Hühnerfibroblasten-Zellen; laut STIKO und DTG Totimpfstoff | alle Altersgruppen, zur aktiven Immunisierung gegen Tollwut; zur präexpositionellen und postexpositionellen Prophylaxe verweist die Fachinformation auf ihre Abschnitte 4.2 und 5.1 | Bavarian Nordic A/S, Dänemark (Zulassung PEI.H.11793.01.1); Kontaktadresse in Deutschland Bavarian Nordic GmbH | Fachinformation, Stand 03/2026 [13] |
| Verorab | Tollwut-Impfstoff, inaktiviert, hergestellt in Vero-Zellen; laut STIKO und DTG Totimpfstoff | alle Altersgruppen, zur präexpositionellen und postexpositionellen Prophylaxe | Sanofi Winthrop Industrie, Frankreich (Zulassung PEI.H.12166.01.1); örtlicher Vertreter Sanofi-Aventis Deutschland GmbH | Fachinformation und Packungsbeilage, Stand 09/2025 [1, 2] |
Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Impfstoffs, mit dem Sie geimpft werden.
Impfreaktion oder Nebenwirkung?
Übliche Impfreaktionen sind laut STIKO vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen, "die als Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff anzusehen sind" [3]. Als Kriterien nennt sie "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen (gelegentlich länger) anhaltende Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle" sowie "für die Dauer von 1 bis 3 Tagen Fieber < 39,5° C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe, Schwellung der regionären Lymphknoten" [3].
Bei Verorab traten laut Fachinformation Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle nach einer Gabe in die Haut (intradermal) häufiger auf als nach einer Gabe in den Muskel (intramuskulär); bei beiden Arten war der Schmerz die häufigste Reaktion an der Einstichstelle [1].
"Alle anderen Impfreaktionen sollen gemeldet werden", schreibt die STIKO [3]. Nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz ist der Verdacht "einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung" namentlich zu melden [9]; die Meldung an das Gesundheitsamt gehört laut STIKO zu den ärztlichen Aufgaben [3]. Was bei einem Impfschaden gilt, regelt § 24 des Vierzehnten Buches Sozialgesetzbuch (SGB XIV) [10].
Nebenwirkungen laut Fachinformation
Die Nebenwirkungen von Verorab stammen laut Fachinformation aus klinischen Studien und aus der weltweiten Überwachung nach der Markteinführung [1].
Verorab (inaktivierter Tollwut-Impfstoff, Erwachsene ab 18 Jahren)
| Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|
| Sehr häufig | Kopfschmerzen; Muskelschmerzen (Myalgie); Schmerzen an der Einstichstelle nach Gabe in den Muskel und nach Gabe in die Haut; Rötung (Erythem) an der Einstichstelle nach Gabe in die Haut; Unwohlsein [1] |
| Häufig | Vergrößerung der Lymphknoten (Lymphadenopathie); Rötung an der Einstichstelle nach Gabe in den Muskel; Jucken an der Einstichstelle nach Gabe in den Muskel und nach Gabe in die Haut; Schwellung an der Einstichstelle nach Gabe in den Muskel und nach Gabe in die Haut; Verhärtung an der Einstichstelle nach Gabe in den Muskel; grippeähnliche Beschwerden (influenzaartiges Syndrom); Fieber [1] |
| Gelegentlich | Allergische Reaktionen, zum Beispiel Ausschlag, Nesselsucht (Urtikaria) oder Juckreiz (Pruritus); verminderter Appetit; Schwindelgefühl (Vertigo); Übelkeit; Bauchschmerzen; Durchfall; Gelenkschmerzen (Arthralgie); Bluterguss (Hämatom) an der Einstichstelle nach Gabe in die Haut; Schwäche (Asthenie); Schüttelfrost [1] |
| Selten | Atemnot (Dyspnoe) [1] |
| Nicht bekannt | Anaphylaktische Reaktionen und Angioödem, also eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, die zu Schluck- oder Atembeschwerden führen kann; Hörsturz, der andauern kann [1, 2] |
Diese Häufigkeiten gelten nur für Verorab (Erwachsene ab 18 Jahren).
Verorab (inaktivierter Tollwut-Impfstoff, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren)
| Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|
| Sehr häufig | Kopfschmerzen; Muskelschmerzen (Myalgie); Schmerzen an der Einstichstelle nach Gabe in den Muskel und nach Gabe in die Haut; Rötung (Erythem) und Schwellung an der Einstichstelle nach Gabe in die Haut; Unwohlsein; bei Säuglingen und Kleinkindern Reizbarkeit, Schläfrigkeit (Somnolenz) und untröstliches Weinen [1] |
| Häufig | Vergrößerung der Lymphknoten (Lymphadenopathie); Schlaflosigkeit bei Säuglingen und Kleinkindern; Rötung und Schwellung an der Einstichstelle nach Gabe in den Muskel; Fieber [1] |
| Gelegentlich | Allergische Reaktionen, zum Beispiel Ausschlag, Nesselsucht (Urtikaria) oder Juckreiz (Pruritus); verminderter Appetit; Bauchschmerzen; Erbrechen; Jucken an der Einstichstelle nach Gabe in die Haut; Schüttelfrost [1] |
| Nicht bekannt | Anaphylaktische Reaktionen und Angioödem; Hörsturz, der andauern kann [1] |
Diese Häufigkeiten gelten nur für Verorab (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren).
Die Packungsbeilage von Verorab mit demselben Stand ordnet einige Beschwerden anders ein: Allergische Reaktionen wie Ausschlag und Juckreiz nennt sie als häufig, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle ohne Unterscheidung nach der Art der Gabe als sehr häufig [2]. In den Tabellen stehen die Angaben der Fachinformation [1].
Rabipur (inaktivierter Tollwut-Impfstoff, alle Altersgruppen)
| Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|
| Sehr häufig | Kopfschmerzen, Schwindel; Hautausschlag; Reaktionen an der Einstichstelle, Unwohlsein, Müdigkeit, Schwäche (Asthenie), Fieber [13] |
| Häufig | Vergrößerung der Lymphknoten (Lymphadenopathie); Appetitlosigkeit; Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Bauchbeschwerden; Nesselsucht (Urtikaria); Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie) [13] |
| Selten | Überempfindlichkeit; Missempfindungen (Parästhesie); Schwitzen (Hyperhidrose); Schüttelfrost [13] |
| Sehr selten | Anaphylaxie einschließlich anaphylaktischem Schock; Gehirnentzündung (Enzephalitis), Guillain-Barré-Syndrom, Beinahe-Ohnmacht (Präsynkope), Ohnmacht (Synkope), Drehschwindel (Vertigo); Angioödem (alle laut Fachinformation zusätzlich aus Spontanmeldungen) [13] |
Diese Häufigkeiten gelten nur für Rabipur (alle Altersgruppen). Bei Kindern und Jugendlichen erwartet die Fachinformation Nebenwirkungen in Häufigkeit, Art und Schweregrad wie bei Erwachsenen [13].
Jede Häufigkeit gilt nur für den Impfstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welcher Impfstoff für Sie besser verträglich ist.
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde nach der Impfung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass die Impfung sie verursacht hat.
Die Klassen bedeuten laut Fachinformation: sehr häufig mindestens 1 von 10, häufig mindestens 1 von 100 und weniger als 1 von 10, gelegentlich mindestens 1 von 1.000 und weniger als 1 von 100, selten mindestens 1 von 10.000 und weniger als 1 von 1.000 [1, 13], sehr selten bei Rabipur weniger als 1 von 10.000 [13]; nicht bekannt heißt, dass sich die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [1]. Die Packungsbeilage von Verorab bezieht die Klassen auf Personen, etwa "kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen" [2]. Umrechnen können Sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.
Mehr zu Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Hautausschlag und Atemnot als Nebenwirkung von Medikamenten; die Tabellen dort zeigen keine Impfstoffe.
Seltene und schwere Nebenwirkungen
Allergische Reaktionen: Anaphylaktische Reaktionen und Angioödem führt die Fachinformation von Verorab mit der Häufigkeit "nicht bekannt", allergische Reaktionen wie Ausschlag, Nesselsucht oder Juckreiz als gelegentlich [1]. In der Packungsbeilage heißt es: "Schwerwiegende allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) können immer auftreten, auch wenn sie sehr selten sind." [2] Bei Rabipur führt die Fachinformation Anaphylaxie einschließlich anaphylaktischem Schock als sehr selten; wer schon einmal eine Anaphylaxie auf Polygelin, Hühnereiweiß, humanes Serumalbumin oder Antibiotika hatte, sollte laut Fachinformation bei einer Impfung nach einem Tierkontakt nur von medizinischem Fachpersonal geimpft werden, das eine Anaphylaxie behandeln kann [13]. Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss laut Fachinformation für den Fall einer seltenen anaphylaktischen Reaktion "eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung unmittelbar verfügbar sein", insbesondere bei einer Impfung nach einem Tierkontakt bei Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Polymyxin B, Streptomycin, Neomycin oder ein Antibiotikum derselben Klasse [1]. Mehr zu allergischen Reaktionen auf Arzneimittel: Arzneimittelallergie.
Nervensystem: Gehirnentzündung (Enzephalitis) und Guillain-Barré-Syndrom führt die Fachinformation von Rabipur als sehr selten; eine Entscheidung gegen die Fortsetzung der Impfserie muss sorgfältig gegen das Risiko einer Tollwuterkrankung abgewogen werden [13].
Hörsturz: Einen Hörsturz, der andauern kann, führt die Fachinformation von Verorab bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen unter "nicht bekannt"; die Packungsbeilage beschreibt ihn als plötzlichen Gehörverlust oder plötzliche Gehörminderung [1, 2].
Ohnmacht: Angstbedingte Reaktionen, darunter vasovagale Reaktionen wie eine Ohnmacht (Synkope), eine beschleunigte Atmung (Hyperventilation) oder stressbedingte Reaktionen, können laut Fachinformation nach oder auch vor einer Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel auftreten; das kann mit vorübergehenden Sehstörungen und Missempfindungen (Parästhesie) einhergehen [1]. Laut Fachinformation ist es "wichtig, Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern" [1].
Was Sie nach der Impfung tun können

Nach der Impfung mit Verorab wurde laut Fachinformation öfter über Schwindelgefühl berichtet; dadurch kann die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend beeinflusst werden [1]. Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal, auch bei Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen [2]. Beschwerden, Beginn und Dauer können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten, Fragen für die Impfaufklärung mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch sammeln.
Nach einem Tierkontakt sollte die Impfung laut Fachinformation unabhängig vom verwendeten Schema nicht abgebrochen werden, "es sei denn, das Tier wird für frei von Tollwut erklärt" [1]. Die STIKO schreibt: "Wird der Tollwutverdacht beim Tier durch tierärztliche Untersuchung entkräftet, kann die Impfserie abgebrochen oder als präexpositionelle Impfung weitergeführt werden." [3]
Verdacht melden: Für Nebenwirkungen eines Impfstoffs gibt es auf nebenwirkungen.bund.de ein eigenes Impfstoff-Meldeformular; die Meldung geht direkt an die Bundesoberbehörden, das Paul-Ehrlich-Institut oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [7]. Wenn möglich, sollte sie unter anderem die Bezeichnung des Impfstoffs und seine Chargenbezeichnung enthalten [7]. Ärztinnen und Ärzte melden den Verdacht einer Impfkomplikation zusätzlich dem Gesundheitsamt [3, 9]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wer nicht oder erst später geimpft werden sollte
Vor einem möglichen Kontakt darf Verorab laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihr Kind allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sind oder bei einer früheren Injektion dieses Impfstoffs oder eines Impfstoffs mit der gleichen Zusammensetzung eine allergische Reaktion entwickelt haben [2]. Als Gegenanzeige nennt die Fachinformation außerdem eine Überempfindlichkeit gegen Polymyxin B, Streptomycin, Neomycin oder ein Antibiotikum derselben Klasse bei einer früheren Verabreichung [1]. Diese Antibiotika können in Spuren im Impfstoff enthalten sein; bei einer bekannten Allergie dagegen ist Verorab laut Packungsbeilage mit Vorsicht anzuwenden [2]. Auch bei Fieber oder einer akuten Erkrankung darf Verorab laut Packungsbeilage vor einem möglichen Kontakt nicht angewendet werden; in diesem Fall ist es vorzuziehen, die Impfung zu verschieben [2]. Vor einem möglichen Kontakt nennt die Fachinformation von Rabipur als Gegenanzeige eine nachgewiesene schwere Überempfindlichkeitsreaktion gegen Wirkstoff, sonstige Bestandteile oder Herstellungsrückstände wie Hühnereiweiß; bei einer schweren, mit Fieber einhergehenden Erkrankung sollte die Impfung laut Fachinformation verschoben werden [13].
Nach einem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier gilt das nicht: "Angesichts des tödlichen Ausgangs einer nachgewiesenen Tollwutinfektion gibt es keine Kontraindikationen für die postexpositionelle Impfung", heißt es in Fachinformation und Packungsbeilage [1, 2]. Auch die STIKO nimmt die postexpositionelle Impfung von der Regel aus, dass Menschen mit akuten schweren Erkrankungen erst nach Genesung geimpft werden sollten [3].
Bei verminderter Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder Gerinnungsstörungen sollte Verorab laut Packungsbeilage mit Vorsicht verabreicht werden, da die Injektion in den Muskel Blutungen hervorrufen kann [2]. Haben Sie oder Ihr Kind jemals allergisch auf Latex reagiert, informieren Sie laut Packungsbeilage vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal, weil die Verschlusskappe der Spritze ohne feststehende Nadel ein Naturkautschuk-Latexderivat enthält, das eine schwere allergische Reaktion verursachen kann [2]. Verorab enthält Phenylalanin, das laut Packungsbeilage für Menschen mit Phenylketonurie (PKU) schädlich sein kann [2]. Bei der Grundimmunisierung sehr unreifer Frühgeborener (Geburt in der 28. Schwangerschaftswoche oder früher) sollten laut Fachinformation das mögliche Risiko von Atemaussetzern (Apnoe) berücksichtigt und eine Überwachung der Atmung über 48 bis 72 Stunden erwogen werden [1].
Andere Medikamente und Impfungen
Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva), einschließlich einer längeren systemischen Behandlung mit Kortikosteroiden, können laut Fachinformation die Antikörperbildung beeinflussen und den Impferfolg einschränken [1]. Wird Verorab bei einer bekannten Immunschwäche durch eine Erkrankung oder eine solche Behandlung gegeben, müssen laut Packungsbeilage nach der Impfung serologische Untersuchungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass eine schützende Immunantwort erzielt wurde; bei einer Impfung nach einem Tierkontakt muss dann ein vollständiges Impfschema verabreicht werden [2]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was die Packungsbeilagen einzelner Mittel zu Impfungen sagen, steht etwa auf den Seiten zu Prednisolon, Methotrexat und Azathioprin.
Beim selben Impftermin kann Verorab laut Fachinformation zusammen mit einem Vi-Polysaccharid-Impfstoff gegen Typhus an zwei verschiedenen Injektionsstellen gegeben werden [1].
Schwangerschaft und Stillzeit
Mit Verorab liegen laut Fachinformation bisher nur begrenzte Erfahrungen bei Schwangeren vor; tierexperimentelle Studien zur Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität wurden mit diesem Impfstoff nicht durchgeführt [1]. Für die Impfung vor einem möglichen Kontakt schreibt die Fachinformation: "Angesichts der Schwere der Erkrankung sollte die Impfung schwangerer Frauen nur nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung gemäß dem üblichen Impfschema verabreicht werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist." [1] Nach einem Kontakt kann der Impfstoff angesichts der Schwere der Erkrankung während der Schwangerschaft verabreicht werden [1]. Ob Verorab in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; ein Risiko für gestillte Säuglinge wurde laut Fachinformation nicht identifiziert und wird auch nicht erwartet, und stillenden Frauen kann Verorab nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden [1].
In den Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG heißt es zur Tollwut-Impfung: "Der Impfstoff kann in der Schwangerschaft und Stillzeit als PrEP erfolgen, wenn der potenzielle Nutzen größer erscheint als ein mögliches Risiko für den Fötus/Säugling. Für eine indizierte PEP gibt es keine Kontraindikationen." [4]
Embryotox, das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, bewertet alle Impfstoffe auf einer gemeinsamen Seite und nennt die Tollwut-Impfung dort nicht eigens [8]. In der Schwangerschaft ordnet Embryotox Impfstoffe grau ein, als "Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt" [8]. "Bei gegebener Indikation dürfen während der Schwangerschaft die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe angewendet werden", schreibt Embryotox [8]. Zur Stillzeit: "Die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Impfstoffe können auch stillenden Müttern verabreicht werden und erfordern keine Einschränkung des Stillens. Ausnahmen bestehen bei der Gelbfieber- und Dengue-Impfung." [8] Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Impfschema laut STIKO und Fachinformation
Hier stehen die Angaben der STIKO und der Fachinformation, keine Impfempfehlung. Wann und wie oft Sie geimpft werden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
| Personengruppe | Angabe der STIKO (wörtlich) | Angabe der Fachinformation von Verorab (wörtlich) |
|---|---|---|
| Grundimmunisierung vor einem möglichen Kontakt (präexpositionell) | "Die aus 3 Impfstoffdosen bestehende Grundimmunisierung an den Tagen 0, 7, 21 oder 28 kann mit Rabipur oder Verorab durchgeführt werden (…)." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Kapitel 3.2, S. 34) [3] | "Für die präexpositionelle Grundimmunisierung können Personen gemäß einem der in Tabelle 1 dargestellten Impfschemata und, sofern verfügbar, gemäß den lokalen offiziellen Empfehlungen geimpft werden". Tabelle 1, Zeile "3-Dosen-Impfschema" (Anwendung in den Muskel): "1 Dosis" jeweils an "Tag 0", "Tag 7" und "Tag 21 oder 28" (Abschnitt 4.2) [1] |
| Auffrischimpfung (Reisende, präexpositionell) | "In den Fachinformationen der beiden verfügbaren Impfstoffe Rabipur und Verorab gibt es unterschiedliche Angaben zu Auffrischimpfungen bei Anwendung des konventionellen Impfschemas. (…) Die STIKO geht davon aus, dass eine aus 3 Impfstoffdosen bestehende Grundimmunisierung eine ausreichende Boosterfähigkeit bei immunkompetenten Reisenden bewirkt (…). Routinemäßige serologische Kontrollen sind bei Reisenden nicht empfohlen." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2, S. 19) "Bei fortgesetzter Exposition sollen Auffrischimpfungen entsprechend der Fachinformationen verabreicht werden." (Kapitel 3.2, S. 34) [3] | "Auffrischimpfungen werden auf Grundlage des Expositionsrisikos sowie serologischer Tests zum Nachweis Tollwutvirus-neutralisierender Antikörper (…) festgelegt." (Abschnitt 4.2) [1] |
| Beruflich erhöhte Exposition, z. B. Laborpersonal (Kategorie B) | "Bei erhöhter Exposition gegenüber Tollwutviren, z. B. bei Laborpersonal, sollten standardisierte serologische Tests zum Ausschluss eines primären Impfversagens nach Anwendung des konventionellen 3-Dosen-Impfschemas 2 bis 4 Wochen nach der letzten Impfstoffdosis erfolgen. (…) Eine Auffrischimpfung ist bei einem Antikörpernachweis < 0,5 I.E./ml und fortbestehender Exposition empfohlen." (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Tabelle 2, S. 19) [3] | Wie oben: "Auffrischimpfungen werden auf Grundlage des Expositionsrisikos sowie serologischer Tests (…) festgelegt." (Abschnitt 4.2) [1] |
| Personen mit Immunschwäche (präexpositionell) | "Bei Personen mit Immundefizienz sollte die PrEP mit 3 Impfstoffdosen im konventionellen Impfschema an den Tagen 0, 7 und 21 (oder 28) durchgeführt werden. Es wird empfohlen den Impferfolg der PrEP mittels Antikörperbestimmung ca. 2 bis 4 Wochen nach Abschluss der Impfserie zu überprüfen." (Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG, Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Kapitel 5.12.8, S. 81) [4] | "Es sollte ein 3-Dosen-Impfschema verwendet werden (…) und 2 bis 4 Wochen nach der letzten Dosis eine serologische Untersuchung auf neutralisierende Antikörper durchgeführt werden, um die Notwendigkeit einer zusätzlichen Impfdosis festzustellen." Unter Immunsuppressiva: "Daher wird empfohlen, eine serologische Untersuchung 2 bis 4 Wochen nach der Impfung durchzuführen". (Abschnitte 4.2 und 4.5) [1] |
Impfung vor Reisen
In ihren Reiseimpfempfehlungen (Epidemiologisches Bulletin 27/2026 vom 02.07.2026) schreiben STIKO und DTG: "Die präexpositionelle Impfung wird bei Reisen in Länder mit hohem oder moderatem Risiko für Hundetollwut empfohlen, bei:" [4]
- "unzureichender ärztlicher Versorgung vor Ort"
- "bekanntem oder zu vermutendem Mangel an Impfstoffen und Immunglobulin für PEP vor Ort"
- "einfachen Reise- oder Aufenthaltsbedingungen oder Aktivitäten mit erhöhter Expositionsgefahr (z. B. Fahrradfahren, Laufen)"
"Bei Reisen in Länder/n mit hohem Risiko für Hundetollwut gelten die o. g. Kriterien unabhängig von der Reisedauer, bei Reisen in Länder mit moderatem Risiko für Hundetollwut nur bei Langzeitaufenthalten (> 4 Wochen) oder wiederholten Kurzzeitreisen." [4] Ein vorhersehbarer Umgang mit Wildtieren außerhalb Europas, Australiens und Ozeaniens und ein vorhersehbarer Umgang mit Fledertieren weltweit, etwa bei Höhlenforschenden, sind laut STIKO und DTG ebenfalls Indikationen für eine PrEP [4]. Für Kinder kann die Impfempfehlung gegen Tollwut laut STIKO und DTG wegen ihres erhöhten Expositionsrisikos großzügig gestellt werden [4].
Gegen Tierbisse raten STIKO und DTG unter anderem, direkten Kontakt zu Wildtieren und Fledertieren zu vermeiden, Fledertiere nur mit dicken Handschuhen zu berühren und Kinder besonders zu beaufsichtigen; der direkte Kontakt mit Fledertieren sollte dafür ausgebildeten Fachleuten vorbehalten sein. Verlieren sonst scheue Wildtiere ihre Scheu vor Menschen, ist laut STIKO und DTG besonders auf Distanz zu achten [4]. Für die Planung gilt laut STIKO: "Die Empfehlung über Art und zeitliche Reihenfolge der Impfungen gehört zu den ärztlichen Aufgaben und ist im Einzelfall unter Abwägung der Indikation und gegebenenfalls bestehender Kontraindikationen zu treffen." [3]
Reisemedizinische Hinweise zu einzelnen Ländern gibt das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen [11]. Was beim Mitnehmen von Medikamenten zu beachten ist, erklären die Ratgeber Medikamente ins Ausland und Reiseapotheke; Ihre persönliche Liste stellen Sie mit der Reise-Checkliste Medikamente zusammen. Weitere Reiseimpfungen: Hepatitis A, Gelbfieber und Dengue.
Aktuelle Sicherheitsinformationen
Am 19.08.2024 hat das PEI einen Informationsbrief von Bavarian Nordic zu Rabipur (Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze) veröffentlicht, datiert auf den 09.08.2024 und in Abstimmung mit dem PEI verschickt [6]. Anlass waren Berichte über sichtbare Partikel in der Impfstofflösung nach der Rekonstitution, also nach dem Auflösen des Pulvers; laut Brief war es Gummi aus dem Stopfen der Durchstechflasche (sogenanntes Coring) [6]. Rekonstituierter Rabipur-Impfstoff sollte sorgfältig visuell überprüft werden und darf nicht verabreicht werden, wenn Partikel sichtbar sind; für das Auflösen nennt der Brief dem impfenden Personal Schritte, die bis auf Weiteres gelten sollen [6]. Die Liste der Tollwut-Impfstoffe des PEI verweist bei Rabipur (Stand 13.08.2026) auf diesen Brief [5]. Mehr zu solchen Mitteilungen: Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Nach der Impfung: Anzeichen einer anaphylaktischen Reaktion können laut Packungsbeilage von Verorab Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit sowie Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen oder Zunge sein [2]. "Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal oder suchen Sie sofort die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses auf, wenn bei Ihnen bzw. Ihrem Kind eine anaphylaktische Reaktion auftritt", heißt es in der Packungsbeilage [2]. Schwere Atemnot und Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als Fälle für den Notruf 112 [12].
Nach einem Biss, einem Kratzer oder einem anderen Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier schreibt die STIKO: "Möglicherweise kontaminierte Körperstellen und alle Wunden sind unverzüglich und großzügig über mindestens 15 Minuten mit Seife oder Detergenzien zu reinigen, mit Wasser gründlich zu spülen und mit 70 %igem Alkohol oder einem Jodpräparat zu behandeln. Wunden sollten möglichst nicht primär genäht werden." [3] "Bei gegebener Indikation ist die Immunprophylaxe unverzüglich durchzuführen; kein Abwarten bis zur Klärung des Infektionsverdachts beim Tier." [3] Das betrifft auch Geimpfte: "Auch präexpositionell Geimpfte sollen nach möglicher Tollwut-Exposition möglichst schnell eine PEP erhalten." [3] Weil die Inkubationszeit sehr unterschiedlich lang sein kann, ist laut STIKO "bei begründetem Verdacht eine PEP auch Wochen bis Monate nach Exposition noch sinnvoll" [3].
Welche Immunprophylaxe nötig ist, richtet sich laut STIKO nach dem Grad der Exposition [3]:
| Grad | Art der Exposition durch ein tollwutverdächtiges oder tollwütiges Wild- oder Haustier oder eine Fledermaus | Postexpositionelle Immunprophylaxe |
|---|---|---|
| I | Berühren/Füttern von Tieren, Belecken der intakten Haut | Keine Impfung [3] |
| II | Nicht blutende, oberflächliche Kratzer oder Hautabschürfungen, Lecken oder Knabbern an der nicht intakten Haut (bei Exposition durch Fledermäuse gilt Grad III, s. u.) | Tollwut-Impfserie [3] |
| III | Bissverletzungen oder Kratzwunden, Kontakt von Schleimhäuten oder Wunden mit Speichel (z. B. durch Lecken), Verdacht auf Biss oder Kratzer durch eine Fledermaus oder Kontakt der Schleimhäute mit einer Fledermaus | Tollwut-Impfserie, simultan Verabreichung von Tollwut-Immunglobulin (…) [3] |
Für vollständig grundimmunisierte Personen nennt die STIKO in derselben Tabelle ein eigenes Vorgehen ohne Tollwut-Immunglobulin [3]. Für Menschen mit Immunschwäche gilt laut STIKO: "Personen mit Immundefizienz sollten ab Expositionsgrad II immer mit einer Tollwut-Impfserie (…) geimpft werden, auch bei vollständig abgeschlossener präexpositioneller Grundimmunisierung. Die simultane Gabe des Tollwut-Immunglobulins an Tag 0 ist bei dieser Personengruppe bereits ab Grad-II-Exposition indiziert." [3] Zu beachten ist laut STIKO auch die Überprüfung der Tetanus-Impfdokumentation und gegebenenfalls die gleichzeitige Tetanus-Immunprophylaxe [3]; mehr auf der Seite Tetanus-Impfung.
Quellen
- Fachinformation Fachinformation Verorab Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, Tollwut-Impfstoff, inaktiviert (Abschnitte 2 und 4.1 bis 4.8). Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 21.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation: Information für Anwender, Verorab Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, Tollwut-Impfstoff, inaktiviert (Abschnitte 1 bis 4). Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber), Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026: Kapitel 3.1 (S. 9), Tabelle 2 Tollwut (S. 19), Kapitel 3.2 Tollwut (S. 34), Kapitel 4.7 (S. 42), 4.10 (S. 46 f.), Kapitel 5.5 mit Tabelle 10 (S. 58 bis 60); Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO), Robert Koch-Institut. Stand 22.01.2026, Online-Fassung mit Änderungen bis 10.09.2026. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Empfehlungen der STIKO und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) zu Reiseimpfungen, Epidemiologisches Bulletin 27/2026: Kapitel 3.2 (S. 11), 5.12 Tollwut (S. 77 bis 81); Lizenz CC BY 4.0. Ständige Impfkommission (STIKO) und DTG, Robert Koch-Institut. Stand 02.07.2026. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Tollwut-Impfstoffe (Liste der zugelassenen Impfstoffe, Stand: PEI-Bekanntmachung Nr. 544 im BAnz AT 12.08.2026 B6). Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Stand 13.08.2026 (aktualisiert). abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Informationsbrief von Bavarian Nordic: Rabipur (Tollwut-Impfstoff). Berichte über Gummipartikel im Impfstoff nach der Rekonstitution, Empfehlungen zur Minimierung des Risikos von Partikeln. Bavarian Nordic A/S in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut, veröffentlicht vom PEI. Stand Brief vom 09.08.2024, veröffentlicht am 19.08.2024. abgerufen am 21.10.2026
- Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite mit häufigen Fragen (Impfstoff-Meldeformular, Welche Angaben sollte ich machen?, Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
- Embryotox Embryotox: Impfstoffe (Schwangerschaft und Stillzeit). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
- Behörde § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG): Meldepflichtige Krankheiten (Absatz 1 Satz 1 Nummer 3). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand IfSG zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60); Änderung durch Art. 7 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 19.10.2026
- Behörde § 24 Vierzehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XIV): Geschädigte durch Schutzimpfungen oder andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand SGB XIV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 17.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 179). abgerufen am 19.10.2026
- Behörde Reisen und Gesundheit (Aktuelle reisemedizinische Hinweise in den Reise- und Sicherheitshinweisen). Auswärtiges Amt. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 19.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Rabipur Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze, Tollwut-Impfstoff (inaktiviert), Abschnitte 2 und 4.1 bis 4.8; Herstellerdokument, einzeln über den Fachinfo-Service abgerufen, weil beim Zulassungsinhaber keine frei abrufbare Fassung vorliegt. Bavarian Nordic A/S (Zulassungsinhaber), Kontaktadresse in Deutschland Bavarian Nordic GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 21.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat die Tollwut-Impfung?
Laut Fachinformation von Verorab sind Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle bei Erwachsenen wie bei Kindern und Jugendlichen sehr häufig. Bei Säuglingen und Kleinkindern nennt sie außerdem Reizbarkeit, Schläfrigkeit und untröstliches Weinen als sehr häufig. Fieber und geschwollene Lymphknoten führt sie als häufig, Atemnot bei Erwachsenen als selten. Alle Angaben je Altersgruppe stehen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.
Wie lange dauern die Nebenwirkungen nach der Tollwut-Impfung?
Laut Fachinformation von Verorab traten die Nebenwirkungen im Allgemeinen innerhalb von drei Tagen nach der Impfung auf, und die meisten Reaktionen klangen spontan ein bis drei Tage nach dem Auftreten ab. Als übliche Impfreaktion beschreibt die STIKO unter anderem Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle für 1 bis 3 Tage (gelegentlich länger) und für 1 bis 3 Tage Fieber unter 39,5 °C bei rektaler Messung, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder Unwohlsein (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Stand 10.09.2026). Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal.
Was muss ich nach einem Biss oder Kratzer durch ein Tier tun?
Laut STIKO sind möglicherweise kontaminierte Körperstellen und alle Wunden unverzüglich und großzügig über mindestens 15 Minuten mit Seife oder Detergenzien zu reinigen, mit Wasser gründlich zu spülen und mit 70 %igem Alkohol oder einem Jodpräparat zu behandeln (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Stand 10.09.2026). Bei gegebener Indikation ist die Immunprophylaxe laut STIKO unverzüglich durchzuführen; kein Abwarten bis zur Klärung des Infektionsverdachts beim Tier. Mehr im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
Was gilt nach einem Biss, wenn ich vor der Reise geimpft wurde?
Auch präexpositionell Geimpfte sollen laut STIKO nach möglicher Tollwut-Exposition möglichst schnell eine PEP erhalten, also eine Immunprophylaxe nach dem Kontakt (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Stand 10.09.2026). Für vollständig grundimmunisierte Immungesunde nennt die STIKO in Tabelle 10 ein eigenes Vorgehen ohne Tollwut-Immunglobulin (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Stand 10.09.2026); mehr im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
Darf ich in der Schwangerschaft gegen Tollwut geimpft werden?
Für die Impfung vor einem möglichen Kontakt sollte Verorab laut Fachinformation schwangeren Frauen angesichts der Schwere der Erkrankung nur nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung gemäß dem üblichen Impfschema verabreicht werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist. Nach einem Kontakt kann der Impfstoff laut Fachinformation während der Schwangerschaft verabreicht werden. Laut den Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG (Epidemiologisches Bulletin 27/2026 vom 02.07.2026) gibt es für eine indizierte PEP keine Kontraindikationen. Fragen Sie laut Packungsbeilage vor der Impfung Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat.
Darf ich nach der Tollwut-Impfung Auto fahren?
Nach der Impfung mit Verorab wurde laut Fachinformation öfter über Schwindelgefühl berichtet. Dadurch kann die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend beeinflusst werden.
Kann die Tollwut-Impfung zusammen mit anderen Impfungen gegeben werden?
Laut Fachinformation kann Verorab beim selben Impftermin zusammen mit einem Vi-Polysaccharid-Impfstoff gegen Typhus gegeben werden, an zwei verschiedenen Injektionsstellen. Andere Impfstoffe nennt die Fachinformation von Verorab dazu nicht. Für Rabipur unterstützen laut Fachinformation klinische Daten die gleichzeitige Gabe mit inaktiviertem Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis und mit Meningokokken-Konjugat-Impfstoff gegen die Gruppen A, C, W135 und Y bei Erwachsenen; für Kinder und Jugendliche liegen begrenzte Daten vor. Gleichzeitig gegebene Impfstoffe müssen laut Fachinformation von Rabipur an getrennten Injektionsstellen verabreicht werden. Die Empfehlung über Art und zeitliche Reihenfolge der Impfungen gehört laut STIKO zu den ärztlichen Aufgaben (Epidemiologisches Bulletin 4/2026, Stand 10.09.2026); mehr im Abschnitt Impfung vor Reisen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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