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Blutungen und Blutbildveränderungen durch Medikamente

Blutungen sind laut IQWiG die wichtigste Nebenwirkung von Gerinnungshemmern wie ASS, Clopidogrel, Phenprocoumon, Apixaban, Rivaroxaban und Heparinen. Auch entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) und Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI können laut Fachinformationen Blutungen fördern, besonders in Kombination. Einige Mittel wie Metamizol, Thiamazol und Clozapin können die weißen Blutkörperchen stark vermindern (Agranulozytose). Bei Teerstuhl, Bluterbrechen, einer nicht stillbaren Blutung oder Fieber mit Halsschmerzen unter solchen Mitteln brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Mann Anfang siebzig mit kurzem weißem Haar sitzt am hellen Küchentisch und betrachtet einen blauen Fleck an seinem Unterarm
Bild: KI-generiert

Manche Medikamente fördern Blutungen oder verändern das Blutbild. Dazu gehören Gerinnungshemmer: Unter ihnen dauert es länger, bis der Körper Wunden verschließt und Blutungen stoppt; Blutungen gehören laut IQWiG deshalb zu ihren wichtigsten Nebenwirkungen [1]. Auch entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) können Blutungen und Geschwüre im Magen-Darm-Trakt verursachen [13]. Andere Mittel können die Zahl der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen senken [3, 4]. Gefährlich ist vor allem die Agranulozytose: Dabei sind bestimmte weiße Blutkörperchen, die Granulozyten, stark vermindert oder nicht mehr nachweisbar, was zu schweren und lebensbedrohlichen Infektionen führen kann [5, 16].

Welche Medikamente Blutungen und Blutbildveränderungen auslösen können

Gerinnungshemmer

Gerinnungshemmer, umgangssprachlich "Blutverdünner", hemmen die Bildung von Blutgerinnseln [1]. Das IQWiG unterscheidet Plättchenhemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS), Clopidogrel, Prasugrel und Ticagrelor; orale Antikoagulanzien, also die Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon und die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban; und Heparine, die gespritzt werden [1]. Die bedeutendste Nebenwirkung von Gerinnungshemmern sind Blutungen; starke Blutungen sind laut IQWiG selten, aber eine ernsthafte Komplikation, die rasch im Krankenhaus behandelt werden muss [1]. Das Risiko für eine schwere Blutung steigt mit der Dosis; weitere Risikofaktoren sind ein höheres Alter, andere Medikamente wie weitere Gerinnungshemmer, NSAR oder Schmerzmittel, chronische Nieren- oder Lebererkrankungen, eine Blutgerinnungsstörung, Krebs und ein anhaltend hoher Alkoholkonsum [1]. Mehr zur Gruppe unter Blutverdünner.

  • Apixaban: Laut Packungsbeilage sind Blutungen die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen; sie können lebensbedrohlich sein und müssen sofort medizinisch abgeklärt werden [7]. Bei Einnahme zur Vorbeugung von Blutgerinnseln im Herzen bei bestimmten Herzrhythmusstörungen sind zum Beispiel Blutungen im Auge, im Magen oder Darm, Blut im Urin, Nasenbluten, Zahnfleischbluten sowie Blutergüsse als häufig eingestuft, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten [7].
  • Rivaroxaban: Wie andere Mittel dieser Gruppe kann es laut Packungsbeilage eine Blutung verursachen, die möglicherweise lebensbedrohlich ist [8]. Magen- oder Darmblutungen, Blut im Urin, Nasen- und Zahnfleischbluten sowie Blutergüsse stehen dort unter den häufigen Nebenwirkungen [8].
  • ASS als Plättchenhemmer: Die Packungsbeilage eines niedrig dosierten ASS-Präparats zur Gerinnungshemmung nennt geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich als häufig, Magen- oder Darmblutungen als gelegentlich (bis zu 1 von 100) sowie Blutungen wie Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit, die 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten kann [10]. Schwerwiegende Blutungen wie Hirnblutungen sind selten bis sehr selten berichtet worden, besonders bei nicht eingestelltem Bluthochdruck oder gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln [10].
  • Clopidogrel: Wenn Sie sich schneiden oder verletzen, kann die Blutung laut Packungsbeilage länger als sonst andauern, weil das Mittel die Gerinnung des Blutes hemmt [12].
  • Weitere Gerinnungshemmer wie Phenprocoumon, Dabigatran, Edoxaban, Enoxaparin, Heparin, Prasugrel und Ticagrelor stehen mit den Angaben ihrer Produktinformation in der Tabelle unten.

Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR)

Unter allen NSAR wurden laut Fachinformation von Ibuprofen Blutungen, Geschwüre und Durchbrüche im Magen-Darm-Trakt berichtet, auch mit tödlichem Ausgang; sie traten mit oder ohne vorherige Warnzeichen zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auf [13]. Das Risiko ist höher mit steigender Dosis, bei Geschwüren in der Vorgeschichte und bei älteren Menschen [13]. Vorsicht ist laut Fachinformation geboten, wenn gleichzeitig Mittel eingenommen werden, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, etwa Kortison zum Einnehmen, Gerinnungshemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Plättchenhemmer wie ASS [13]. Mehr unter NSAR, Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen sowie auf der Seite Magenbeschwerden.

Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI

Im Zusammenhang mit SSRI wurde laut Fachinformation von Citalopram über eine verlängerte Blutungszeit und abnorme Blutungen berichtet, etwa Hautblutungen (Ekchymosen), gynäkologische Blutungen, Magen-Darm-Blutungen und andere Haut- oder Schleimhautblutungen [15]. Vorsicht ist besonders geboten, wenn gleichzeitig Mittel eingenommen werden, die die Funktion der Blutplättchen beeinflussen oder das Blutungsrisiko erhöhen, etwa NSAR oder ASS [15]. Zusammen mit Ibuprofen erhöhen SSRI laut dessen Fachinformation das Risiko für Magen-Darm-Blutungen [13]; zusammen mit Gerinnungshemmern kann laut Fachinformation von Rivaroxaban ein erhöhtes Blutungsrisiko bestehen [9]. Mehr unter Antidepressiva, Citalopram, Escitalopram und Sertralin.

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Blutungen, blaue Flecken oder Magen-Darm-Blutungen nennt:

Blutungen und blaue Flecken und Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AfliberceptSehr häufigBlutunterlaufene Augen durch Blutungen kleiner Blutgefäße in der Außenschicht des Auges (Bindehautblutung) · Blutung an der Injektionsstelle
DiclofenacSehr häufigHautblutungen, auch allergisch bedingt (Purpura) · Geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können · Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung und…
EnoxaparinSehr häufigBlutungen · Schneller blaue Flecken als üblich, möglicherweise durch eine verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Blutergüsse oder Schmerzen an der Einstichstelle; laut Fachinformation auch andere…
EtanerceptSehr häufigReaktionen an der Injektionsstelle wie Blutung, Bluterguss, Rötung, Juckreiz, Schmerzen und Schwellung; sie treten nach dem ersten Behandlungsmonat nicht mehr so häufig auf, manche Behandelte reagierten auch an einer…
FluticasonSehr häufigNasenbluten, im Allgemeinen leicht, besonders bei Anwendung länger als 6 Wochen ohne Unterbrechung
HeparinSehr häufigAbhängig von der Heparin-Dosis vermehrt Blutungen, insbesondere aus Haut, Schleimhäuten, Wunden, Magen-Darm-Trakt sowie Harn- und Geschlechtsorganen · Gewebsreaktionen an der Einstichstelle: Verhärtungen, Rötungen,…
IsotretinoinSehr häufigBlutergüsse, Blutungen oder schnellere Blutgerinnung, wenn die Blutplättchen betroffen sind (Thrombozytopenie, Thrombozytose) · Austrocknung und Verkrustung der Nasenschleimhäute mit leichtem Nasenbluten
MometasonSehr häufigNasenbluten (Epistaxis) · Bei Nasenpolypen und zweimal täglicher Anwendung: Nasenbluten (Epistaxis)
NaproxenSehr häufigÜberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Hautjucken und Hautblutungen · Geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) auslösen können · Geschwüre im…
PhenprocoumonSehr häufigBlutungen, an denen verschiedene Organe beteiligt sein können, insbesondere lebensbedrohliche Blutungen im Zentralnervensystem, im Magen-Darm-Trakt, in den Atemwegen, in Harnwegen und Geschlechtsorganen (sichtbares…
PiroxicamSehr häufigLänger andauernde oder stärkere Blutungen · Hautblutungen (Purpura Schoenlein-Henoch), Gefäßentzündungen (Vaskulitis), Blutungen in Mund und Schleimhäuten · Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen,…
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Gerinnungsstörungen, verringerte Bildung und verstärkter Abbau roter Blutkörperchen (aplastische hämolytische Anämie), geschwollene oder vergrößerte Lymphknoten · Bei GPA oder MPA:…
TicagrelorSehr häufigBlutung, hervorgerufen durch Blutungsstörungen; laut Fachinformation z. B. erhöhte Neigung zu Blutergüssen oder spontane Blutergüsse · Blutergüsse · Nasenbluten · Blutung nach einer Operation oder aus Schnitten (z. B.…
TrastuzumabSehr häufigUngewöhnliche oder gestörte Blutgerinnung (laut Fachinformation Hypoprothrombinämie) · Nasenbluten (Epistaxis) · Blaue Flecken (laut Fachinformation Ekchymose, die die Fachinformation als häufig einstuft)
AcetylsalicylsäureHäufigNiedrig dosiert (100 mg): geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen) · Niedrig dosiert (100 mg): Magen- oder Darmblutungen · Niedrig dosiert (100 mg): schwerwiegende Blutungen wie…
AdalimumabHäufigHoher Blutdruck, Hitzegefühl, Blutergüsse · Juckreiz, juckender Hautausschlag, blaue Flecken, Hautentzündung wie Ekzeme, brüchige Finger- und Fußnägel, vermehrtes Schwitzen, Haarausfall · Störungen der Blutgerinnung…
ApixabanHäufigBei Vorhofflimmern: Blutungen im Auge, auch Bindehautblutung · Blutungen im Magen oder Darm und aus dem Enddarm (Mastdarm) · Blut im Urin · Nasenbluten · Zahnfleischbluten · Blutergüsse und Schwellungen · Bei…
AtorvastatinHäufigHalsschmerzen, Nasenbluten · Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse; laut Fachinformation verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombopenie)
CertoparinHäufigAbhängig von der Dosis offene oder äußerlich nicht sichtbare Blutungen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere an Haut, Schleimhäuten und Wunden sowie im Magen-Darm-Trakt und in den Harn- und Geschlechtsorganen ·…
CiclosporinHäufigBlutungen unter der Haut oder violette Hautflecken, plötzliche Blutungen ohne erkennbare Ursache (laut Fachinformation thrombotische Mikroangiopathie, thrombotisch-thrombozytopenische Purpura) · Magengeschwür
ClopidogrelHäufigMagen- oder Darmblutungen · Blutergüsse und blaue Flecken (Hämatome) · Nasenbluten · Blutung an Einstichstellen · Blutungen der Haut (Purpura) · Blutungen im Inneren des Kopfes (intrakranielle Blutungen), einige mit…
DabigatranHäufigNasenbluten · Blutungen im Magen oder Darm · Blutungen aus Penis oder Scheide oder aus den Harnwegen, auch Blut im Urin mit rosa bis roter Färbung · Blutungen unter der Haut · Blutungen · Blutungen aus Hämorrhoiden;…
DupilumabHäufigReaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Rötung, Schwellung, Jucken, Schmerz und Blutergüsse
EdoxabanHäufigBlutung aus der Haut oder unter die Haut · Nasenbluten · Blutung aus der Scheide; laut Fachinformation bei Frauen unter 50 Jahren häufig, bei Frauen über 50 Jahren gelegentlich berichtet · Darmblutung · Blutung im Mund…
EtoricoxibHäufigBlutergüsse (Ekchymose) · Husten, Atemnot, Nasenbluten · Magengeschwür und Magenschleimhautentzündung, die schwerwiegend werden und zu Blutungen führen kann (laut Fachinformation Geschwüre in Magen und Zwölffingerdarm…
EvolocumabHäufigReaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Bluterguss, Rötung, Blutung, Schmerzen oder Schwellung
GabapentinHäufigAnschwellen des Gesichts, Blutergüsse (meist nach Verletzungen), Ausschlag, Juckreiz, Akne
IbuprofenHäufigGeringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen zu Blutarmut (Anämie) führen können · Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarzer Stuhl…
InfliximabHäufigBlutergüsse, Hitzewallungen, Nasenbluten, warme, rote Haut (rot anlaufen, Flush) · Ansammlung von Blut außerhalb der Blutgefäße (Hämatom) oder Blutergüsse · Kleine rote oder violette Flecken durch Blutungen unter der…
LacosamidHäufigSturzneigung, Blutergüsse und Hautwunden
LevocabastinHäufigNasenspray: Schmerzen im Rachen-Kehlkopf-Bereich, Nasenbluten, Husten
LiraglutidHäufigReaktionen an der Injektionsstelle wie Blutergüsse, Schmerzen, Hautreizung, Jucken und Hautausschlag
OlmesartanHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Nasenbluten (bei Erwachsenen nicht berichtet)
PrasugrelHäufigMagen- oder Darmblutung · Blutung an der Einstichstelle einer Nadel · Blutergüsse (Hämatome): Blutung unter die Haut an der Einstichstelle oder bei einer Spritze in den Muskel, die zu einer Schwellung führt ·…
PrednisonHäufigDehnungsstreifen, Blutergüsse oder Rötungen auf der Haut oder im Mund, Gewebeschwund (laut Fachinformation u. a. Hautatrophie, erweiterte Äderchen, erhöhte Brüchigkeit der kleinsten Blutgefäße, punktförmige und…
RisperidonHäufigHalsschmerzen, Husten, Nasenbluten, verstopfte Nase
RivaroxabanHäufigMagen- oder Darmblutungen · Blutungen im Urogenitalbereich, auch Blut im Urin und starke Monatsblutung · Nasenbluten · Zahnfleischbluten · Blutung in ein Auge, auch in die Bindehaut · Blutung in ein Gewebe oder eine…
Salmeterol/FluticasonHäufigBlutergüsse; berichtet in einer COPD-Studie
SulfasalazinHäufigJuckreiz (Pruritus), Hautausschlag (Exantheme), kleinfleckige Blutungen in Haut oder Schleimhaut (Purpura)
TacrolimusHäufigBlutungen, teilweise oder vollständige Verstopfung von Blutgefäßen, niedriger Blutdruck; laut Fachinformation auch Erkrankungen der peripheren Blutgefäße · Veränderungen der Blutgerinnung, Verringerung aller…
TinzaparinHäufigBlutungen, die Komplikationen wie Blutarmut (Anämie) oder Blutergüsse (Hämatome) zur Folge haben können · Reaktionen an der Einstichstelle: Blutergüsse, Blutungen, Schmerzen, Juckreiz, Rötung, Schwellung und ein harter…
TopiramatHäufigKurzatmigkeit, Husten und Nasenbluten · Zahnfleischbluten, vermehrter Speichel, Sabbern, Mundgeruch
ValproinsäureHäufigSpontane Blutergüsse oder Blutungen durch einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), häufiger bei Frauen und älteren Menschen · Blutungen · Verminderte Gerinnungsfaktoren (auch Faktor-VIII-Mangel), verringerter…
VedolizumabHäufigBlutungen aus dem Enddarm (Rektalblutungen; laut Fachinformation in der Studie zur Pouchitis berichtet)
AlendronsäureGelegentlichSchwarzer oder teerähnlicher Stuhl (Meläna) · Geschwüre im Magen oder Darm, manchmal schwerwiegend oder mit Blutungen; laut Fachinformation Durchbrüche, Geschwüre und Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt
AzelastinGelegentlichNasenspray: Reizung der bereits entzündlich veränderten Nasenschleimhaut (Brennen, Kribbeln), Niesen, Nasenbluten
AzithromycinGelegentlichPlötzliche keuchende Atmung, Atemwegserkrankung, Nasenbluten
BisacodylGelegentlichBlutbeimengung im Stuhl; sie wurde im Allgemeinen als schwach beschrieben und hörte von selbst wieder auf
BrinzolamidGelegentlichNasenbluten, laufende Nase, verstopfte Nase und Niesen
Budesonid/FormoterolGelegentlichBlutergüsse
CelecoxibGelegentlichVerfärbungen der Haut durch Blutergüsse (Ekchymosen) · Geschwüre in Magen, Speiseröhre oder Darm (mit Blutungen), Darmdurchbruch (kann Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder einen Darmverschluss verursachen),…
CitalopramGelegentlichHautblutungen (Purpura) · Blutungen (Hämorrhagien) · Nasenbluten · Haut- und Schleimhautblutungen (Ekchymosen) · Schwere Blutungen aus der Scheide kurz nach der Geburt (postpartale Hämorrhagie); berichtet für die…
DonepezilGelegentlichMagen- oder Darmgeschwüre mit Schmerzen und Unwohlsein zwischen Nabel und Brustbein · Magen- oder Darmblutung, erkennbar an schwarzem, teerähnlichem Stuhl oder sichtbarem Blut aus dem Enddarm
DoxazosinGelegentlichNasenbluten (Epistaxis) · Haarausfall (Alopezie), Hautblutungen (Purpura), Nesselsucht (Urtikaria)
DoxycyclinGelegentlichStörung der Blutgerinnung
DuloxetinGelegentlichNasenbluten · Erhöhte Neigung zu Blutergüssen · Starke Blutungen aus der Scheide kurz nach der Geburt (postpartale Hämorrhagie) · Blutiges Erbrechen oder schwarze, teerartige Stühle (Magen-Darm-Blutungen) · Hellrotes…
EnalaprilGelegentlichMagenreizungen, Mundtrockenheit, Magengeschwür
EscitalopramGelegentlichUngewöhnliche Blutungen, auch Blutungen im Magen-Darm-Trakt (laut Fachinformation einschließlich Blutungen aus dem Enddarm) · Nasenbluten · Schwere Blutungen aus der Scheide kurz nach der Geburt (postpartale…
FebuxostatGelegentlichBlutungen (nur bei Menschen beobachtet, die eine Chemotherapie gegen Blutkrebs erhielten)
FluoxetinGelegentlichAtemnot, Nasenbluten · Haarausfall, erhöhte Neigung zu Blutergüssen, kalter Schweiß · Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, Hautblutungen · Schleimhautblutungen · Schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt…
HydrochlorothiazidGelegentlichAllergische Haut- und Schleimhautreaktionen wie Juckreiz, Hautrötung, Hautausschläge, auch durch Lichteinwirkung (photoallergisches Exanthem), kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut (Purpura) und stark…
KetotifenGelegentlichSichtbare Einblutungen in der weißen Augenhaut (laut Fachinformation Einblutungen in die Bindehaut)
LisdexamfetaminGelegentlichNasenbluten
MethotrexatGelegentlichAkne, punktförmige oder kleinflächige Hautblutungen, rötliche zielscheibenartige oder kreisförmige Flecken oft mit Blase in der Mitte (Erythema multiforme), roter Hautausschlag, verstärkte Pigmentierung der Nägel,…
MontelukastGelegentlichNasenbluten · Blutergüsse, Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria) · Erhöhte Blutungsneigung
MoxifloxacinGelegentlichVerminderte Blutgerinnung (verlängerte Prothrombinzeit, INR-Anstieg)
MycophenolsäureGelegentlichHaarausfall und Blutergüsse auf der Haut
NifedipinGelegentlichNasenbluten, verstopfte Nase, Atemnot · Tastbare, kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut (palpable Purpura)
NitrendipinGelegentlichNasenbluten
OlanzapinGelegentlichNasenbluten
OxymetazolinGelegentlichNasenbluten
PaliperidonGelegentlichKurzatmigkeit, Halsschmerzen, Nasenbluten
ParoxetinGelegentlichUngewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen, einschließlich Erbrechen von Blut oder Blut im Stuhl; laut Fachinformation überwiegend an Haut und Schleimhäuten, einschließlich gynäkologischer Blutungen (Magen-Darm-Blutungen…
PembrolizumabGelegentlichEntzündung der Bauchspeicheldrüse; Entzündung des Magens; Geschwür an der Schleimhaut des Magens oder des oberen Dünndarms
PivmecillinamGelegentlichBlutungen von Haut und Schleimhäuten und Blutergüsse durch zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie)
PregabalinGelegentlichTrockene, verstopfte oder laufende Nase, Nasenbluten, Husten, Schnarchen
PropranololGelegentlichKleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut (Purpura)
RanolazinGelegentlichAtembeschwerden (Dyspnoe), Husten, Nasenbluten (Epistaxis)
RivastigminGelegentlichMagengeschwür · Bei Exelon Hartkapseln beobachtet und möglicherweise auch beim Pflaster: Krampfanfälle, Darmgeschwür, Brustschmerzen (können durch Herzmuskelkrämpfe verursacht werden) · Bei Exelon Hartkapseln…
SertralinGelegentlichBlutungsprobleme wie Magenbluten (veränderte Blutungsneigung) · Nasenbluten · Rötlich-violette Flecken auf der Haut (Purpura) · Schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt (postpartale Hämorrhagie) · Teerstuhl…
SildenafilGelegentlichNasenbluten (Epistaxis), blockierte oder verstopfte Nasennebenhöhlen · Penisblutung, Blut im Sperma (Hämatospermie)
SpironolactonGelegentlichBlutungen der Magenschleimhaut und Magen-Darm-Geschwüre, auch mit Blutungen
TadalafilGelegentlichSchwierigkeiten beim Atmen (Atemnot), Nasenbluten · Penisblutung, Blut im Sperma (Hämatospermie)
VenlafaxinGelegentlichHautblutungen, blaue Flecken (Ekchymose) · Unerklärliche Blutungen, etwa Zahnfleischbluten, Blut im Urin oder im Erbrochenen, unerklärliche blaue Flecken oder geplatzte Äderchen (Schleimhautblutungen) · Schwere…
XylometazolinGelegentlichNasenbluten
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinSeltenSchwere Blutungen, zum Beispiel Hirnblutung, im Einzelfall lebensbedrohlich, besonders bei unbehandeltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln (selten bis sehr selten) ·…
AtenololSeltenKleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhäuten (Purpura)
BudesonidSeltenBlutergüsse
DorzolamidSeltenNasenbluten (Epistaxis)
Levodopa/CarbidopaSeltenBlutung aus dem Darm, erkennbar als Blut im Stuhl oder dunkel gefärbter Stuhl (gastrointestinale Blutung); Zwölffingerdarmgeschwüre
LevofloxacinSeltenNeigung zu Blutergüssen und Blutungen durch weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie)
LevomethadonSeltenSickerblutungen (Hämorrhagie), Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), Einschränkung der Kreislauffunktion, Schock, selten bis sehr selten
NivolumabSeltenDünndarm- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür; Mangel an Verdauungsenzymen der Bauchspeicheldrüse (exokrine Pankreasinsuffizienz); Zöliakie mit Magenschmerzen, Durchfall und Blähungen nach glutenhaltigen Nahrungsmitteln
OxycodonSeltenZahnveränderungen und Zahnfleischbluten · Schwarzfärbung des Stuhls (Teerstuhl)
RamiprilSeltenHautausschlag oder Bluterguss
RosuvastatinSeltenErhöhte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen durch eine verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
TiotropiumSeltenNasenbluten (Epistaxis)
AcetylcysteinSehr seltenBlutungen, zum Teil im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen
AmlodipinSehr seltenSchwellung des Zahnfleischs (Gingivahyperplasie), Zahnfleischbluten
AmoxicillinSehr seltenDie Blutgerinnung dauert länger als normal (verlängerte Blutungs- und Prothrombinzeit); das kann bei Nasenbluten oder einer Schnittwunde auffallen
CiprofloxacinSehr seltenKleine, punktförmige Einblutungen in die Haut (Petechien); verschiedene Hautveränderungen und -ausschläge · Beeinträchtigung der Blutgerinnung bei Menschen, die Vitamin-K-Antagonisten einnehmen
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)Sehr seltenEntzündung kleinerer Arterien und Venen in der Unterhaut (Periarteriitis nodosa, Schoenlein-Henoch-Syndrom), systemischer Lupus erythematodes, punktförmige Hautblutungen (Petechien), Arzneimittelfieber und…
LamotriginSehr seltenSchwere Störung der Blutgerinnung, die unerwartete Blutungen und blaue Flecken hervorrufen kann (disseminierte intravaskuläre Gerinnung)
AllopurinolNicht bekanntBlutungen im Magen-Darm-Trakt
Amoxicillin/ClavulansäureNicht bekanntVerzögerung der Blutgerinnung (Verlängerung der Blutungszeit und der Prothrombinzeit)
ClarithromycinNicht bekanntBlutungen (Hämorrhagie) · Lange Blutgerinnungszeit (erhöhter INR-Wert, verlängerte Prothrombinzeit)
ClobetasolNicht bekanntSteroidakne, Entzündung der Haarbälge (Follikulitis), Hautblutungen (Ekchymosen) und Hautgrieß (Milien)
ClotrimazolNicht bekanntBlutungen aus der Scheide
ClozapinNicht bekanntGeschwüre im Magen und/oder Darm mit brennenden Schmerzen im Oberbauch, besonders zwischen den Mahlzeiten, früh am Morgen oder nach sauren Getränken, teerigem, schwarzem oder blutigem Stuhl, Blähungen, Sodbrennen,…
ColestyraminNicht bekanntGesteigerte Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) und verminderter Gehalt an Prothrombin, einem Gerinnungsfaktor, im Blut (Hypoprothrombinämie) · Blutungen im Magen-Darm-Trakt, aus dem Enddarm oder aus Hämorrhoiden
DexamethasonNicht bekanntErhöhte Brüchigkeit der Blutgefäße · Neigung zu Blutergüssen, punktförmige oder flächige Hautblutungen · Magen-Darm-Geschwüre und Magen-Darm-Blutungen
Ginkgo-biloba-ExtraktNicht bekanntBlutungen an einzelnen Organen (Auge, Nase, Gehirn und Magen-Darm-Trakt)
MetamizolNicht bekanntMagen-Darm-Blutungen
MethylphenidatNicht bekanntNasenbluten
OrlistatNicht bekanntRektale Blutungen (laut Fachinformation leichte Rektalblutungen)
PipamperonNicht bekanntNasenbluten
PrednisolonNicht bekanntErhöhte Brüchigkeit der kleinsten Blutgefäße (Kapillarfragilität) · Neigung zu Blutergüssen, punktförmige oder flächige Hautblutungen · Magen-Darm-Geschwüre und Magen-Darm-Blutungen
RoxithromycinNicht bekanntKleinfleckige Blutungen in der Haut (Purpura)
TamsulosinNicht bekanntNasenbluten (Epistaxis)
ValsartanNicht bekanntUngewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse durch zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie)
VerapamilNicht bekanntJuckreiz (Pruritus), punkt- oder fleckenförmige Haut- und Schleimhautblutungen (Purpura), Hautausschlag mit Flecken und Papeln (makulopapulöse Exantheme), Nesselsucht (Urtikaria)

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (121 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Blutungen und blaue Flecken und Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (53 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Blutungen und blaue Flecken und Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinBildung zwerchfellartiger Verengungen im Darm, die zu einem aufgeblähten Bauch, Bauchbeschwerden und/oder Blut im Stuhl führen könnenNicht bekannt
AciclovirWeniger rote Blutkörperchen (blasse Haut, Schwäche, Atemlosigkeit), weniger Blutplättchen (mehr Blutungen oder blaue Flecken) und weniger weiße Blutkörperchen (höheres Infektionsrisiko)Sehr selten
AdalimumabWeniger Blutplättchen mit erhöhtem Risiko für Blutungen oder blaue Flecken; mehr weiße Blutkörperchen (im Bluttest)Häufig
AdalimumabVerminderung der Blutplättchen durch das Immunsystem (idiopathische thrombozytopenische Purpura)Gelegentlich
AllopurinolEinfluss auf das Blut, erkennbar daran, dass Sie leichter blaue Flecken bekommen oder Halsschmerzen oder andere Anzeichen einer Infektion auftreten, in der Regel bei Menschen mit Leber- oder NierenproblemenSehr selten
AmlodipinVerminderung der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen, was zu ungewöhnlichen blauen Flecken oder leichtem Bluten führen kannSehr selten
AmoxicillinAllergische Entzündung der Blutgefäßwände (allergische Vaskulitis): Hautausschlag, stecknadelkopfgroße flache rote Punkte unter der Haut oder kleinflächige Hautblutungen, eventuell mit Gelenkschmerzen (Arthritis) und NierenproblemenSehr selten
AmoxicillinZu wenige weiße Blutkörperchen (Leukopenie, auch schwere Neutropenie oder Agranulozytose) und zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie), beide umkehrbar; mögliche Zeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, andere Infektzeichen oder leicht…Sehr selten
ApixabanEntzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), die zu Hautausschlag, punktförmigen, flachen, roten, runden Flecken unter der Hautoberfläche oder Blutergüssen führen kannNicht bekannt
AtorvastatinLeberschäden, die sich durch unerwartete oder ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse zeigen können; laut Fachinformation LeberversagenSehr selten
AzathioprinUnterdrückung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression); mögliche Zeichen sind erhöhte Infektanfälligkeit, Entzündungen in Mund und Hals, erhöhte Blutungsneigung, Erschöpfung (Fatigue) und eine allgemein schlechte körperliche VerfassungSehr häufig
AzathioprinWeniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), sodass leichter blaue Flecken oder Blutungen entstehen könnenHäufig
AzithromycinWeniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu Blutungen und Blutergüssen führen kannNicht bekannt
CelecoxibWeniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie) oder Blutplättchen (Thrombozytopenie) mit höherer Neigung zu Blutungen oder BlutergüssenSelten
CelecoxibVerringerte Anzahl roter und weißer Blutzellen und Blutplättchen (Panzytopenie), was zu Müdigkeit, häufigen Blutergüssen oder Nasenbluten und einer erhöhten Infektionsgefahr führen kannSehr selten
CertoparinAllergisch bedingter, schneller und schwerer Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II: deutlich unter 100.000 pro Mikroliter oder auf weniger als die Hälfte des Ausgangswerts), in der Regel 6 bis 14 Tage nach Behandlungsbeginn, bei…Selten
ChininVerminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und andere Blutbildveränderungen; eine Thrombozytopenie kann zu kleinen punktförmigen Blutungen in Haut und Schleimhäuten und zu erhöhter Blutungsneigung führen, etwa Nasenbluten oder BlutergüssenSehr selten
ChininAls Folge einer Thrombozytopenie schwere Gerinnungs- und Nierenfunktionsstörungen: Gerinnungsstörung im ganzen Körper (disseminierte intravasale Gerinnung, DIC), hämolytisch-urämisches Syndrom oder thrombotisch-thrombozytopenisches Syndrom (HUS/TTP),…Sehr selten
CiclosporinWeniger rote Blutkörperchen (Anämie), weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), was das Blutungsrisiko erhöhen kannGelegentlich
CitalopramVerminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), wodurch das Risiko für Blutungen oder blaue Flecken steigen kannNicht bekannt
ClarithromycinStarke Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), was Infektionen wahrscheinlicher macht; unnormal geringe Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie), was Blutergüsse oder eine verstärkte Blutungsneigung verursachen kannNicht bekannt
ClozapinVerminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), erkennbar an spontanen Blutungen oder blauen Flecken; Zunahme der Blutplättchen (Thrombozythämie) mit möglicher Gerinnselbildung in den BlutgefäßenSehr selten
ColchicinSchwere Einschränkung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression) mit Verschwinden bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) und schwerer Blutarmut durch mangelnde Bildung roter Blutkörperchen (aplastische Anämie), auch Mangel an Blutplättchen…Nicht bekannt
DoxazosinVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) und der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu vermehrten blauen Flecken und Blutungen führen kannSehr selten
EnzalutamidVerminderung der Blutplättchen, die das Risiko für Blutungen oder blaue Flecken erhöhtNicht bekannt
EsomeprazolWeniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann zu Schwäche und blauen Flecken führen oder Infekte begünstigenSelten
EzetimibVerminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu erhöhter Blutungsneigung führen kannNicht bekannt
FluconazolZu wenige weiße Blutkörperchen, die an der Infektionsabwehr beteiligt sind, und zu wenige Blutplättchen (Agranulozytose, Leukopenie, Neutropenie, Thrombopenie); rote oder violette Hautverfärbung, die durch eine niedrige Zahl an Blutplättchen verursacht sein…Selten
FluoxetinVerringerung der Zahl der Blutplättchen, was das Risiko von Blutungen oder Blutergüssen erhöht; Verringerung der Zahl weißer BlutkörperchenSelten
FluticasonGeschwüre in der Nase (nasale Ulcera), die eine Reizung oder Beschwerden im Inneren der Nase hervorrufen können; beim Naseputzen können Blutspuren auftretenHäufig
FluvastatinVerminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), erkennbar an einer stärkeren Neigung zu Blutungen oder BlutergüssenSehr selten
GlimepiridVerminderung der Blutzellen: weniger Blutplättchen (höheres Risiko für Blutungen oder Blutergüsse), weniger weiße Blutkörperchen (höheres Infektionsrisiko) und weniger rote Blutkörperchen (mögliche Folgen: blasse Hautfarbe, Schwächegefühl und Atemnot); laut…Selten
GlimepiridStarke Verminderung der Blutplättchen mit ungewöhnlichem Bluten oder Blutergüssen unter der Haut (laut Fachinformation schwerwiegende Thrombozytopenie und thrombozytopenische Purpura)Nicht bekannt
HeparinDurch Heparin hervorgerufener, durch Antikörper vermittelter starker Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II: weniger als 100.000 pro Mikroliter oder schneller Abfall auf weniger als die Hälfte des Ausgangswerts) mit Blutgerinnseln in Arterien und…Selten
IndapamidVeränderungen des Blutbilds: weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu leichten Blutergüssen und Nasenbluten führt; weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie, Agranulozytose), was zu Fieber unklarer Ursache, Halsschmerzen oder anderen grippeähnlichen…Sehr selten
IsotretinoinEntzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), manchmal mit Blutergüssen und roten FleckenSehr selten
IsotretinoinStarke Bauchschmerzen im Oberbauch, mit oder ohne schweren blutigen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen als mögliche Anzeichen ernsthafter Darmerkrankungen; laut Fachinformation entzündliche Darmerkrankung, Kolitis, Ileitis, Entzündung der Bauchspeicheldrüse…Sehr selten
Levodopa/CarbidopaProbleme mit dem Blut (laut Fachinformation Verminderung der weißen Blutkörperchen, Blutarmut, Verminderung der Blutplättchen) mit Zeichen wie Blässe, Müdigkeit, Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Geschwüren in Mund oder Rachen, leichten Blutergüssen und…Selten
LevofloxacinVersagen des Knochenmarks (laut Fachinformation einschließlich aplastischer Anämie), das Müdigkeit, eine geringere Abwehr gegen Infektionen und unkontrollierte Blutungen verursachen kannNicht bekannt
MelatoninVerminderte Zahl weißer Blutzellen (Leukopenie) und verminderte Zahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) mit erhöhtem Risiko für Blutungen oder BlutergüsseSelten
MesalazinVeränderungen des Blutbilds (aplastische Anämie, Agranulozytose, Panzytopenie, Neutropenie, Leukopenie, Thrombozytopenie); mögliche Zeichen sind eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands, vor allem mit Fieber und/oder Halsschmerzen und wunden…Sehr selten
MetamizolVerminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) mit verstärkter Blutungsneigung und punktförmigen Blutungen in Haut und Schleimhäuten (Petechien)Sehr selten
MetamizolStarke Verminderung verschiedener Arten von Blutzellen (Panzytopenie), die zu Schwäche, Blutergüssen oder Infektionen führen kann, einschließlich Fällen mit tödlichem AusgangNicht bekannt
MethotrexatBlutarmut (Anämie), Schädigung des Knochenmarks, starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) oder aller Blutzellen (Panzytopenie); mögliche Zeichen sind Fieber, Halsschmerzen, Geschwüre im Mund, allgemeines Krankheitsgefühl, starke…Häufig
MethylphenidatVerminderung der Zahl der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen), wodurch Infektionen, Blutungen und Blutergüsse wahrscheinlicher werden können; rötlich-violette Hautflecken (thrombozytopenische Purpura)Sehr selten
MetronidazolStark verringerte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder aller Blutkörperchen (Panzytopenie); Anzeichen sind Schwäche, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und vermehrte BlutergüsseSehr selten
MinoxidilVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie); Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was das Risiko für Blutungen oder Blutergüsse erhöht; in Einzelfällen verkürzte Lebensdauer bestimmter Blutbestandteile (hämolytische Anämie)Selten
MycophenolsäureVerminderte Anzahl von Blutplättchen, die zu unerwarteten Blutungen und blauen Flecken führen kann (Thrombozytopenie)Häufig
NifedipinBlutbildveränderungen: weniger rote und weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Anämie, Leukopenie, Thrombopenie), Haut- und Schleimhautblutungen bei verminderter Blutplättchenzahl (thrombozytopenische Purpura)Selten
OmalizumabGeringe Anzahl an Blutplättchen mit leichten oder vermehrt auftretenden Blutungen oder blauen Flecken (laut Fachinformation idiopathische Thrombozytopenie, auch schwere Fälle)Nicht bekannt
OmeprazolWeniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann Schwäche und blaue Flecken verursachen oder Infektionen wahrscheinlicher machenSelten
OxcarbazepinWeniger Blutplättchen oder rote Blutkörperchen, erkennbar an Müdigkeit, Kurzatmigkeit bei Belastung, Blässe, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schwindel, häufigen Infektionen mit Fieber, Halsschmerzen, Geschwüren im Mund, leichter auftretenden Blutungen oder…Selten
PantoprazolWeniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), dadurch möglicherweise stärkere Neigung zu Blutungen und blauen FleckenSehr selten
PembrolizumabWeniger Blutplättchen (leicht auftretende Blutergüsse oder Blutungen), weniger weiße Blutkörperchen (Neutrophile, Lymphozyten)Häufig
PrasugrelThrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), eine schwerwiegende Erkrankung: Fieber und Blutergüsse als stecknadelkopfgroße rote Punkte auf der Haut, mit oder ohne unerklärliche extreme Müdigkeit, Verwirrung oder Gelbfärbung von Haut oder AugenNicht bekannt
PromethazinZu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu Blutungen und blauen Flecken führen kannNicht bekannt
RoxithromycinStarke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und Fieber (Agranulozytose, Neutropenie); starke Verminderung der Blutplättchen mit erhöhter Blutungsneigung und Neigung zu Blutergüssen (Thrombozytopenie)Nicht bekannt
TacrolimusSchädigung der kleinsten Blutgefäße (thrombotische Mikroangiopathie), auch als hämolytisch-urämisches Syndrom mit wenig oder keinem Urin (akutes Nierenversagen), extremer Müdigkeit, Gelbsucht, ungewöhnlichen Blutergüssen oder Einblutungen und Anzeichen einer…Gelegentlich
TacrolimusThrombotische thrombozytopenische Purpura: Schädigung der kleinsten Blutgefäße mit Fieber und winzigen roten Punkten unter der Haut, mit oder ohne extreme Müdigkeit, Verwirrtheit, Gelbsucht, Zeichen eines akuten Nierenversagens, Sehverlust und KrampfanfälleSelten
TerbinafinVerminderung einiger Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Panzytopenie): leichter Bluten oder blaue Flecken, höhere Anfälligkeit für Infektionen, die auch schwerer verlaufen könnenSehr selten
TerbinafinBlutgerinnungsstörung namens thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), auch mit tödlichem Verlauf gemeldet; Anzeichen sind Fieber mit Blutergüssen unter der Haut, die als rote punktförmige Punkte auftreten können, mit oder ohne ungeklärte extreme…Nicht bekannt
TicagrelorThrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), eine Blutgerinnungsstörung: Fieber und purpurrote, punktartige Flecken auf der Haut oder im Mund, mit oder ohne Gelbfärbung von Haut oder Augen, unerklärliche extreme Müdigkeit oder VerwirrungNicht bekannt
VenlafaxinVerringerte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) mit verlängerter Blutungszeit und erhöhtem Risiko für blaue Flecken und BlutungenSehr selten

Medikamente, die das Blutbild verändern

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten), rote Blutkörperchen und Blutplättchen (Thrombozyten) werden im Knochenmark gebildet [4]. Als mögliche Ursachen einer verminderten Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie) nennt das IQWiG neben Erkrankungen auch Nebenwirkungen von Medikamenten [4]. Zu wenige Blutplättchen können unter anderem durch Chemotherapien gegen Krebs entstehen, weil diese das Knochenmark beeinflussen, und bei oder nach einer Behandlung mit dem Gerinnungshemmer Heparin [3]. Einige Produktinformationen enthalten besondere Warnhinweise:

  • Metamizol: Das Schmerzmittel kann laut Packungsbeilage eine Agranulozytose verursachen, also eine starke Verminderung der Granulozyten, die für die Bekämpfung von Infektionen wichtig sind [16]. In den Produktinformationen der in Deutschland zugelassenen Präparate ist sie laut Rote-Hand-Brief vom 9. Dezember 2024 als sehr seltene Nebenwirkung aufgeführt, also bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten [17]. Sie ist nicht dosisabhängig, kann zu jedem Zeitpunkt der Behandlung und auch kurz nach ihrem Ende auftreten, auch bei Menschen, die Metamizol früher ohne Probleme eingenommen haben [16, 17]. Behandelte müssen laut Rote-Hand-Brief über die Frühzeichen informiert werden [17].
  • Thiamazol (Mittel gegen eine Schilddrüsenüberfunktion): Die Packungsbeilage nennt eine Agranulozytose als gelegentliche Nebenwirkung (bis zu 1 von 100); sie kann vor allem in den ersten Behandlungswochen auftreten und schwerwiegende Folgen haben [18]. Mehr unter Schilddrüsenmittel.
  • Clozapin (ein Antipsychotikum): Es erhöht laut Rote-Hand-Brief vom 8. September 2025 das Risiko für eine Verminderung der neutrophilen Granulozyten (Neutropenie) und eine Agranulozytose; um dieses Risiko zu verringern, ist eine regelmäßige Überwachung des Blutbildes vorgesehen: Die Zahl der neutrophilen Granulozyten wird in den ersten 18 Behandlungswochen wöchentlich kontrolliert [19]. Mehr unter Antipsychotika.

Die zweite Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Veränderungen des Blutbilds nennt:

Veränderungen des Blutbilds als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AdalimumabSehr häufigVerringerte Zahl weißer Blutkörperchen und verringerte Zahl roter Blutkörperchen (nur durch Bluttests erkennbar) · Weniger Blutplättchen mit erhöhtem Risiko für Blutungen oder blaue Flecken; mehr weiße Blutkörperchen…
AzathioprinSehr häufigUnterdrückung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression); mögliche Zeichen sind erhöhte Infektanfälligkeit, Entzündungen in Mund und Hals, erhöhte Blutungsneigung, Erschöpfung (Fatigue) und eine allgemein…
CarbamazepinSehr häufigVerminderte Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie); laut Fachinformation am häufigsten eine gutartige Leukopenie, vor allem in den ersten vier Behandlungsmonaten · Vermehrte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen…
IsotretinoinSehr häufigBlutergüsse, Blutungen oder schnellere Blutgerinnung, wenn die Blutplättchen betroffen sind (Thrombozytopenie, Thrombozytose) · Blutarmut (Anämie) mit Schwäche, Schwindel und blasser Haut, wenn die roten Blutkörperchen…
MethotrexatSehr häufigVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie) und/oder der Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Blutarmut (Anämie), Schädigung des Knochenmarks, starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen…
MycophenolsäureSehr häufigVerminderte Anzahl weißer Blutkörperchen · Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen, die zu Müdigkeit, Atemnot oder Blässe führen kann (Anämie) · Verminderte Anzahl von Blutplättchen, die zu unerwarteten Blutungen und…
NivolumabSehr häufigWeniger rote Blutkörperchen (transportieren Sauerstoff), weiße Blutkörperchen (wichtig für die Infektabwehr) oder Blutplättchen (für die Blutgerinnung) · Erhöhte Werte bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)
PembrolizumabSehr häufigWeniger rote Blutkörperchen (Anämie) · Weniger Blutplättchen (leicht auftretende Blutergüsse oder Blutungen), weniger weiße Blutkörperchen (Neutrophile, Lymphozyten) · Weniger weiße Blutkörperchen (Leukozyten), gegen…
QuetiapinSehr häufigVerringerter Hämoglobinwert · Veränderte Zahl bestimmter Blutzellen (weniger weiße, mehr eosinophile) · Plötzliches Fieber mit Halsschmerzen als mögliches Zeichen zu weniger weißer Blutkörperchen (Neutropenie) · Zu…
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: geringe Zahl weißer Blutkörperchen, mit oder ohne Fieber; geringe Zahl an Blutplättchen · Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: geringe Zahl roter Blutkörperchen (Anämie), geringe Zahl…
TrastuzumabSehr häufigBlutvergiftung bei einem Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (neutropenische Sepsis) · Verminderte Anzahl roter und weißer Blutkörperchen, manchmal mit Fieber (laut Fachinformation Blutarmut, Leukopenie,…
ApixabanHäufigBlutarmut (Anämie), die Müdigkeit und Blässe verursachen kann · Bei Vorhofflimmern: verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was die Blutgerinnung beeinflussen kann · Bei Behandlung von…
AzithromycinHäufigVeränderte Werte im Blutbild: weniger Lymphozyten, mehr Eosinophile, Basophile, Monozyten und Neutrophile · Veränderte Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Eosinophilie), mehr Blutplättchen,…
BempedoinsäureHäufigVerminderte Zahl roter Blutkörperchen (Anämie) · Vermindertes Hämoglobin (der rote Blutfarbstoff, der Sauerstoff transportiert)
CarvedilolHäufigVerringerte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie) · Verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Geringe Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie)
CefuroximHäufigMehr Eosinophile, eine Art weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), im Blutbild · Weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie) und weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie, laut Fachinformation bisweilen sehr ausgeprägt) im…
CiclosporinHäufigWeniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie) · Weniger rote Blutkörperchen (Anämie), weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), was das Blutungsrisiko erhöhen kann · Zerstörung roter Blutkörperchen mit Nierenproblemen,…
ClindamycinHäufigStarke Verminderung (Agranulozytose) oder Verminderung (Neutropenie) bestimmter weißer Blutkörperchen, weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie) und weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie) · Mehr Eosinophile, eine Art…
ClozapinHäufigVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie), mögliche Zeichen sind Erkältungsanzeichen, Fieber, grippeartige Beschwerden, Halsschmerzen oder andere Infektionen; erhöhte Zahl der weißen…
DabigatranHäufigBei Vorhofflimmern: weniger rote Blutkörperchen im Blut · Bei Vorhofflimmern: weniger Blutplättchen im Blut · Bei Vorhofflimmern: weniger roter Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Blut · Bei Vorhofflimmern: geringerer Anteil…
DimethylfumaratHäufigVerminderte Zahl weißer Blutkörperchen im Blut (Lymphopenie, Leukopenie); der Körper kann Infektionen dann möglicherweise weniger wirksam bekämpfen · Verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
DupilumabHäufigZunahme bestimmter weißer Blutkörperchen, der Eosinophilen (Eosinophilie)
EdoxabanHäufigBlutarmut (Anämie), ein Mangel an roten Blutkörperchen · Verringerte Anzahl von Blutplättchen im Blut (Thrombozytopenie), was die Blutgerinnung beeinträchtigen kann
EnoxaparinHäufigSchneller blaue Flecken als üblich, möglicherweise durch eine verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Verminderte Zahl roter Blutkörperchen (Blutarmut durch Blutungen) · Erhöhte Zahl der Blutplättchen…
GabapentinHäufigVerminderte Zahl weißer Blutzellen (Leukopenie) · Verminderte Zahl weißer Blutzellen im Blutbild, Gewichtszunahme · Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
HeparinHäufigZu Beginn der Behandlung ein durch Heparin hervorgerufener Abfall der Blutplättchen ohne Beteiligung von Antikörpern (Thrombozytopenie Typ I, 100.000 bis 150.000 Blutplättchen pro Mikroliter), ohne Thrombose · Durch…
HydrochlorothiazidHäufigVerringerung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) · Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) oder durch Störungen…
InfliximabHäufigBlutprobleme wie Blutarmut (Anämie) oder verminderte Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie) · Geringe Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie), zu viele weiße Blutkörperchen; laut Fachinformation auch zu…
IrbesartanHäufigBei Bluthochdruck mit Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung: erniedrigter Spiegel des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin); laut Fachinformation klinisch nicht relevant · Verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie;…
LeflunomidHäufigGeringe Senkung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) · Weniger rote Blutkörperchen (Blutarmut) und weniger Blutplättchen (leichte Thrombozytopenie) · Mehr Eosinophile, eine Art der weißen Blutkörperchen…
LosartanHäufigVerminderung der Anzahl der roten Blutzellen (Anämie) · Verminderung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
OlanzapinHäufigVeränderte Werte einiger Blutzellen (laut Fachinformation mehr Eosinophile, weniger weiße Blutkörperchen: Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie) · Verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
PrasugrelHäufigNiedriger Hämoglobinwert oder zu wenige rote Blutkörperchen (Blutarmut, Anämie) · Zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), eine schwerwiegende Erkrankung: Fieber und…
PrednisonHäufigErhöhung oder Verminderung der Anzahl der Blutkörperchen
RivaroxabanHäufigVerminderung der roten Blutkörperchen (Anämie), die blasse Haut, Schwächegefühl oder Atemlosigkeit verursachen kann · Zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie); Blutplättchen sind an der Blutgerinnung beteiligt · Bei…
Sacubitril/ValsartanHäufigZu wenige rote Blutkörperchen (Anämie), nachgewiesen durch eine Blutuntersuchung
SulfasalazinHäufigBlutarmut durch Folsäuremangel (Folsäuremangelanämie), häufig mit vergrößerten roten Blutkörperchen (Megaloblastose, Makrozytose); zu wenige weiße Blutkörperchen (Leukopenie) · Verminderung aller Blutzellen…
TacrolimusHäufigWeniger Blutzellen (Blutplättchen, rote oder weiße Blutkörperchen), mehr weiße Blutkörperchen, veränderte rote Blutkörperchen in Blutuntersuchungen · Veränderungen der Blutgerinnung, Verringerung aller Blutzellen; laut…
TamoxifenHäufigVorübergehende Blutarmut (Anämie) · Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), vorübergehende Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Vollständiger Verlust bestimmter weißer Blutkörperchen…
TestosteronHäufigVeränderungen von Laborwerten (Polyzythämie, Blutfette); Anstieg des Hämatokritwerts (Anteil der roten Blutkörperchen am Blut), des Hämoglobinwerts und der Zahl der roten Blutkörperchen
TopiramatHäufigBlutarmut (Anämie) · Weniger Blutplättchen und weniger weiße Blutkörperchen; mehr eosinophile Zellen (eine Art weißer Blutkörperchen); geschwollene Lymphknoten am Hals, in den Achseln oder der Leistengegend ·…
UpadacitinibHäufigNiedrige Anzahl weißer Blutkörperchen (laut Fachinformation Neutropenie und Lymphopenie), nachgewiesen durch Blutuntersuchungen · Blutarmut (Anämie)
ValproinsäureHäufigSpontane Blutergüsse oder Blutungen durch einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), häufiger bei Frauen und älteren Menschen · Mangel an weißen Blutkörperchen mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen…
AmisulpridGelegentlichVerminderte Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie) · Starke Verminderung der Zahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
Beclometason/FormoterolGelegentlichVerringerung der weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie) · Anstieg der Blutplättchenzahl, erhöhte Werte von Insulin, freien Fettsäuren und Ketonkörpern im Blut; laut Fachinformation auch erhöhtes C-reaktives Protein ·…
BrinzolamidGelegentlichVerminderte Anzahl roter Blutkörperchen und erhöhte Chloridwerte im Blut
BrivaracetamGelegentlichVerringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie), die sich in Bluttests zeigt
CarbimazolGelegentlichFehlen der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose), in etwa 0,3 bis 0,6 Prozent der Fälle; es äußert sich durch Entzündungen der Mundschleimhaut oder des Rachens, Fieber oder Furunkel, kann auch noch Wochen bis Monate…
CefaclorGelegentlichStarke Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) und andere Blutbildveränderungen (Neutropenie sowie aplastische oder hämolytische Anämie); diese Erscheinungen normalisieren sich nach Beendigung der…
CefpodoximGelegentlichErhöhte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytose); die Veränderung bildet sich nach Beendigung der Therapie meist von selbst zurück · Veränderungen des roten Blutbildes (erniedrigte Hämoglobinwerte [Anämie] und…
CelecoxibGelegentlichBlutarmut (Anämie): zu wenige rote Blutkörperchen, was zu Ermüdung oder Kurzatmigkeit führen kann · Weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie) oder Blutplättchen (Thrombozytopenie) mit höherer Neigung zu Blutungen oder…
CertoparinGelegentlichZu Beginn der Behandlung leichte, vorübergehende Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ I, 100.000 bis 150.000 pro Mikroliter); Komplikationen kommen im Allgemeinen nicht vor, die Behandlung kann…
CiprofloxacinGelegentlichMehr eosinophile Granulozyten, eine Art weißer Blutkörperchen · Veränderungen des Blutbilds (weniger oder mehr weiße Blutkörperchen, Neutropenie, Blutarmut), weniger oder mehr Blutplättchen · Blutarmut durch Zerfall…
ClarithromycinGelegentlichVerringerung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie); unnormale Zunahme der Eosinophilen, eines bestimmten Typs weißer Blutzellen (Eosinophilie) · Starke Verminderung der Anzahl weißer…
ClopidogrelGelegentlichVerminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), vermehrte eosinophile Granulozyten (Eosinophilie) · Verlängerte Blutungszeit, verminderte Zahl der Neutrophilen und der…
DienogestGelegentlichMangel an roten Blutkörperchen (Anämie)
DrospirenonGelegentlichMangel an roten Blutkörperchen (Anämie)
EnalaprilGelegentlichBlutarmut (Anämie, einschließlich aplastischer und hämolytischer Anämie) · Veränderte Blutwerte: weniger weiße Blutkörperchen (laut Fachinformation Neutropenie, Agranulozytose) und rote Blutkörperchen, erniedrigter…
EnzalutamidGelegentlichNiedrige Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie) · Verminderung der Blutplättchen, die das Risiko für Blutungen oder blaue Flecken erhöht
EplerenonGelegentlichErhöhung bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie)
EtanerceptGelegentlichVerminderte Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen, der Neutrophilen (einer Art weißer Blutkörperchen) und der Blutplättchen · Gleichzeitige Verminderung der Blutplättchen sowie der roten und weißen…
EtoricoxibGelegentlichVerminderte Zahl roter Blutkörperchen (Anämie, überwiegend im Zusammenhang mit Magen-Darm-Blutungen), weißer Blutkörperchen (Leukopenie) oder Blutplättchen (Thrombozytopenie)
FebuxostatGelegentlichVeränderte Blutwerte: weniger Blutplättchen, weiße Blutkörperchen oder Lymphozyten, weniger Hämoglobin, niedrigerer Hämatokrit; erhöhter Gerinnungswert INR; laut Fachinformation außerdem erhöhte Werte von Amylase,…
FlecainidGelegentlichVerminderung der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen
FluconazolGelegentlichVerringerung der Zahl der roten Blutkörperchen (Anämie), die zu Hautblässe und Schwäche oder Atemnot führen kann · Zu wenige weiße Blutkörperchen, die an der Infektionsabwehr beteiligt sind, und zu wenige Blutplättchen…
FurosemidGelegentlichWeniger Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Mehr Eosinophile, eine Art der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie); weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie) · Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen…
GuselkumabGelegentlichVerminderte Zahl einer Art weißer Blutkörperchen, der Neutrophilen
HaloperidolGelegentlichWirkung auf die Blutzellen: Abnahme aller Blutzellen, einschließlich starker Abnahme der weißen Blutkörperchen, und zu wenige Blutplättchen
IvabradinGelegentlichAnstieg der eosinophilen Blutzellen, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie)
LetrozolGelegentlichHohes Fieber, Schüttelfrost oder Geschwüre im Mund durch Infektionen bei einem Mangel an weißen Blutkörperchen
LevetiracetamGelegentlichVerminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder weißen Blutkörperchen (Leukopenie) · Verminderte Anzahl aller Arten von Blutkörperchen (Panzytopenie); laut Fachinformation auch Mangel an bestimmten weißen…
LevofloxacinGelegentlichVeränderte Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Eosinophilie), erkennbar in Blutuntersuchungen · Neigung zu Blutergüssen und Blutungen durch weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Niedrige Zahl bestimmter…
MesalazinGelegentlichErhöhte Zahl der Eosinophilen, einer Art der weißen Blutkörperchen · Veränderungen des Blutbilds (aplastische Anämie, Agranulozytose, Panzytopenie, Neutropenie, Leukopenie, Thrombozytopenie); mögliche Zeichen sind eine…
MetronidazolGelegentlichVerminderung weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Granulozytopenie) · Stark verringerte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder aller Blutkörperchen…
MoxifloxacinGelegentlichVerminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Leukozyten, Neutrophile), Verminderung oder Vermehrung von Blutplättchen, Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophile), erniedrigte Anzahl roter…
OlmesartanGelegentlichVerringerte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
OxcarbazepinGelegentlichVerminderte Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie) · Weniger Blutplättchen oder rote Blutkörperchen, erkennbar an Müdigkeit, Kurzatmigkeit bei Belastung, Blässe, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schwindel, häufigen…
PaliperidonGelegentlichVerminderte Anzahl weißer Blutkörperchen, auch einer Art weißer Blutkörperchen, die vor Infektionen schützt; Blutarmut · Erhöhte Anzahl der Eosinophilen (bestimmte weiße Blutkörperchen), verminderte Anzahl der…
ParoxetinGelegentlichVerringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) · Verringerung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
PivmecillinamGelegentlichBlutungen von Haut und Schleimhäuten und Blutergüsse durch zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie)
PregabalinGelegentlichVerminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) · Hoher Blutzucker; erhöhte Kreatinphosphokinase und erhöhtes Kreatinin im Blut, verringertes Kalium im Blut, verringerte Zahl der Blutplättchen · Verringerte…
PropranololGelegentlichVerringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie)
RamiprilGelegentlichMehr Eosinophile, eine Art der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie) · Weniger weiße Blutkörperchen (auch Neutropenie oder Agranulozytose), weniger rote Blutkörperchen oder Blutplättchen, zu niedriger Hämoglobinwert ·…
RisperidonGelegentlichWeniger weiße Blutkörperchen (auch der Infektionsabwehr dienende Neutrophile), weniger Blutplättchen, Blutarmut, weniger rote Blutkörperchen, mehr Eosinophile (eine Art weißer Blutkörperchen) · Gefährlich niedrige Zahl…
RoxithromycinGelegentlichAnstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) · Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und Fieber (Agranulozytose, Neutropenie); starke Verminderung der…
SecukinumabGelegentlichNiedrige Zahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie), erkennbar an Zeichen wie Fieber, Halsschmerzen oder Mundgeschwüren infolge einer Infektion
SpironolactonGelegentlichVerringerung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie durch Antikörper, die Spironolacton auslöst) · Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) bei Leberzirrhose; starke Verminderung bestimmter…
TelmisartanGelegentlichMangel an roten Blutkörperchen (Anämie) · Mehr Eosinophile, eine Art der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie); Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
TerbinafinGelegentlichVerminderung der roten Blutkörperchen (Anämie) · Verminderung einiger Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Panzytopenie): leichter Bluten oder blaue Flecken, höhere Anfälligkeit für Infektionen,…
ThiamazolGelegentlichStarker Rückgang bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), mögliche Zeichen sind Fieber, Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung oder Furunkelbildung; laut Fachinformation in etwa 0,3 bis 0,6 Prozent der…
TinzaparinGelegentlichAbfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Durch die Heparinbehandlung ausgelöster Abfall der Blutplättchen (heparininduzierte Thrombozytopenie); laut Fachinformation weitgehend innerhalb von 5 bis 14 Tagen nach der…
AmitriptylinSeltenStörungen von Blut und Knochenmark: zu wenige rote oder weiße Blutzellen oder Blutplättchen; die Fachinformation nennt Knochenmarkdepression, Agranulozytose, Leukopenie, Eosinophilie und Thrombozytopenie
Amoxicillin/ClavulansäureSeltenNiedrige Anzahl der an der Blutgerinnung beteiligten Zellen (Thrombozytopenie) · Niedrige Anzahl der weißen Blutkörperchen (umkehrbare Leukopenie, einschließlich Neutropenie) · Starke Verringerung der Anzahl der weißen…
AtenololSeltenVerringerte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
AtorvastatinSeltenUngewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse; laut Fachinformation verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombopenie)
ChlortalidonSeltenVeränderungen des Blutbilds: weniger Blutplättchen und weiße Blutkörperchen (Thrombozytopenie, Leukopenie); weitgehendes Fehlen bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinbeschwerden…
Dienogest/EthinylestradiolSeltenBlutarmut (Anämie)
DigitoxinSeltenVerminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
DihydralazinSeltenLymphknotenschwellungen und Veränderungen des Blutbilds: Blutarmut (Anämie), Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie) und an Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Starker Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen…
DoxycyclinSeltenVeränderungen des Blutbilds (mehr weiße Blutkörperchen, zu wenige Blutplättchen, Blutarmut durch Zerfall roter Blutkörperchen, Neutropenie, Eosinophilie, Lymphozytopenie, veränderte weiße Blutkörperchen) und…
DydrogesteronSeltenBlutarmut durch Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie)
EsomeprazolSeltenWeniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann zu Schwäche und blauen Flecken führen oder Infekte begünstigen · Veränderungen des Blutbilds, auch Fehlen weißer Blutkörperchen…
FluoxetinSeltenVerringerung der Zahl der Blutplättchen, was das Risiko von Blutungen oder Blutergüssen erhöht; Verringerung der Zahl weißer Blutkörperchen
GlimepiridSeltenVerminderung der Blutzellen: weniger Blutplättchen (höheres Risiko für Blutungen oder Blutergüsse), weniger weiße Blutkörperchen (höheres Infektionsrisiko) und weniger rote Blutkörperchen (mögliche Folgen: blasse…
ItraconazolSeltenVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
Levodopa/CarbidopaSeltenProbleme mit dem Blut (laut Fachinformation Verminderung der weißen Blutkörperchen, Blutarmut, Verminderung der Blutplättchen) mit Zeichen wie Blässe, Müdigkeit, Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Geschwüren in Mund…
LisinoprilSeltenVerminderung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und des Hämatokrits; laut Packungsbeilage Blutarmut (Anämie), unter anderem mit Müdigkeit und Hautblässe · Verminderte Blutbildung im Knochenmark, Blutarmut durch…
MebendazolSeltenVerminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) · Bei Behandlung von Hunde- oder Fuchsbandwurm-Erkrankungen (Echinokokkose) mit erheblich höheren Dosen über längere Zeit: Verminderung bestimmter weißer…
MelatoninSeltenVerminderte Zahl weißer Blutzellen (Leukopenie) und verminderte Zahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) mit erhöhtem Risiko für Blutungen oder Blutergüsse
MetamizolSeltenVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) · Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang; Anzeichen sind unter anderem Fieber,…
MinoxidilSeltenVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie); Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was das Risiko für Blutungen oder Blutergüsse erhöht; in Einzelfällen verkürzte Lebensdauer bestimmter…
NifedipinSeltenBlutbildveränderungen: weniger rote und weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Anämie, Leukopenie, Thrombopenie), Haut- und Schleimhautblutungen bei verminderter Blutplättchenzahl (thrombozytopenische Purpura) ·…
OmeprazolSeltenWeniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann Schwäche und blaue Flecken verursachen oder Infektionen wahrscheinlicher machen · Veränderungen des Blutbilds einschließlich…
OpipramolSeltenBlutbildveränderungen, vor allem eine Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) · Verlust bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
PantoprazolSeltenPlötzlicher starker Abfall bestimmter weißer Blutkörperchen (Granulozyten) mit hohem Fieber (Agranulozytose) · Weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), dadurch möglicherweise stärkere Neigung zu Blutungen und blauen…
PhenprocoumonSeltenBlutarmut (Anämie) durch Blutungen
RosuvastatinSeltenErhöhte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen durch eine verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
SertralinSeltenAbnahme der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
SimvastatinSeltenBlutarmut durch eine erniedrigte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie)
SitagliptinSeltenVerminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
VenlafaxinSeltenErkrankungen des Blutes mit erhöhtem Infektionsrisiko (Agranulozytose, aplastische Anämie, Panzytopenie, Neutropenie); mögliche Anzeichen sind erhöhte Temperatur, Schüttelfrost oder grippeähnliche Beschwerden ·…
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinSehr seltenVeränderungen des Blutbildes, zum Beispiel weniger rote oder weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen · Verminderte Bildung von Blutkörperchen im Knochenmark · Blutarmut durch Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische…
AciclovirSehr seltenWeniger rote Blutkörperchen (blasse Haut, Schwäche, Atemlosigkeit), weniger Blutplättchen (mehr Blutungen oder blaue Flecken) und weniger weiße Blutkörperchen (höheres Infektionsrisiko)
AllopurinolSehr seltenEinfluss auf das Blut, erkennbar daran, dass Sie leichter blaue Flecken bekommen oder Halsschmerzen oder andere Anzeichen einer Infektion auftreten, in der Regel bei Menschen mit Leber- oder Nierenproblemen · Schwere…
AmiodaronSehr seltenVerminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie); Blutarmut durch gesteigerten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) oder durch eine Störung der Blutbildung (aplastische Anämie) · Verminderung bestimmter…
AmlodipinSehr seltenVerminderung der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen, was zu ungewöhnlichen blauen Flecken oder leichtem Bluten führen kann
AmoxicillinSehr seltenZu wenige weiße Blutkörperchen (Leukopenie, auch schwere Neutropenie oder Agranulozytose) und zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie), beide umkehrbar; mögliche Zeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen,…
CandesartanSehr seltenAbnahme der roten oder weißen Blutkörperchen; möglich sind Müdigkeit, eine Infektion oder Fieber (die Fachinformation nennt hier nur die Abnahme weißer Blutkörperchen: Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose)
CetirizinSehr seltenVerminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
ChininSehr seltenVerminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und andere Blutbildveränderungen; eine Thrombozytopenie kann zu kleinen punktförmigen Blutungen in Haut und Schleimhäuten und zu erhöhter Blutungsneigung führen, etwa…
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)Sehr seltenBlutbildveränderungen mit Verminderung der Blutplättchen und der weißen Blutkörperchen (Thrombozytopenie, Leukozytopenie) · Blutarmut durch gestörte Blutbildung (aplastische Anämie), Blutarmut z. B. durch Mangel an…
DiclofenacSehr seltenStörungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) · Blutarmut durch beschleunigten Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie)
DoxazosinSehr seltenVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) und der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu vermehrten blauen Flecken und Blutungen führen kann
DoxepinSehr seltenBlutbildveränderungen: Abnahme der weißen oder roten Blutkörperchen oder der Blutplättchen (laut Fachinformation hämolytische Anämie, Leukozytopenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie)
DoxylaminSehr seltenBlutzellschäden (Leukopenie, Thrombopenie, hämolytische Anämie, aplastische Anämie, Agranulozytose)
FamotidinSehr seltenVerminderung aller oder nur bestimmter Blutzellen: Thrombozytopenie, Leukopenie, Agranulozytose, Neutropenie und Panzytopenie
FluvastatinSehr seltenVerminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), erkennbar an einer stärkeren Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen
IbuprofenSehr seltenStörungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose)
IndapamidSehr seltenVeränderungen des Blutbilds: weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu leichten Blutergüssen und Nasenbluten führt; weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie, Agranulozytose), was zu Fieber unklarer Ursache,…
LamotriginSehr seltenVeränderungen des Blutbilds: zu wenige rote Blutkörperchen (Anämie), zu wenige weiße Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie), zu wenige von allen Blutzellen…
MethylphenidatSehr seltenVerminderung der Zahl der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen), wodurch Infektionen, Blutungen und Blutergüsse wahrscheinlicher werden können; rötlich-violette Hautflecken (thrombozytopenische…
MetoprololSehr seltenVerminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
MontelukastSehr seltenVerringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie)
NaproxenSehr seltenStörungen der Blutbildung (aplastische Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) · Blutarmut durch beschleunigten Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie)
NitrofurantoinSehr seltenVerschiedene Formen einer Blutarmut (Anämie), die sich durch blasse Haut, Schwäche und Atemlosigkeit äußern können, und Blutbildveränderungen (laut Fachinformation z. B. Eosinophilie, Thrombozytopenie, Agranulozytose…
ParacetamolSehr seltenVeränderungen des Blutbilds, etwa eine verringerte Zahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
PiroxicamSehr seltenStörungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose); erste Anzeichen können Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke…
TorasemidSehr seltenVerminderung der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen
TrazodonSehr seltenStörungen des Blutbilds (Dyskrasie), zum Beispiel Blutarmut (Anämie), Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose) oder Mangel an allen…
UrapidilSehr seltenVerminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten); ein ursächlicher Zusammenhang mit Urapidil konnte in diesen Einzelfällen nicht nachgewiesen werden
XipamidSehr seltenVerringerung der Blutplättchen und der weißen Blutkörperchen, Blutarmut durch eine Blutbildungsstörung im Knochenmark (aplastische Anämie) und starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und…
AlfuzosinNicht bekanntVerminderung bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie) · Niedrige Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
AripiprazolNicht bekanntBei Jugendlichen mit Schizophrenie laut Fachinformation in einer Langzeitstudie: Gewichtsabnahme, erhöhter Insulinspiegel im Blut, Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und niedriger Gehalt an weißen Blutkörperchen…
BupropionNicht bekanntZu wenige rote Blutkörperchen (Anämie), weiße Blutkörperchen (Leukopenie) und Blutplättchen (Thrombozytopenie)
CitalopramNicht bekanntVerminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), wodurch das Risiko für Blutungen oder blaue Flecken steigen kann
ColchicinNicht bekanntSchwere Einschränkung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression) mit Verschwinden bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) und schwerer Blutarmut durch mangelnde Bildung roter Blutkörperchen (aplastische…
DexamethasonNicht bekanntBlutbildveränderungen: Vermehrung der weißen Blutkörperchen oder aller Blutzellen, Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen
EscitalopramNicht bekanntZu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie)
EzetimibNicht bekanntVerminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu erhöhter Blutungsneigung führen kann
HydroxychloroquinNicht bekanntGestörte Blutbildung (Knochenmarkdepression) und Veränderungen des Blutbilds: zu wenige rote Blutkörperchen (Anämie), Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder weiße Blutkörperchen (Leukopenie, Agranulozytose) oder…
LacosamidNicht bekanntHalsschmerzen, Fieber und erhöhte Infektanfälligkeit; im Blut möglicherweise eine erhebliche Verringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
LeuprorelinNicht bekanntBei Männern mit Prostatakrebs: Blutarmut, Verminderung der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Blutarmut, Verminderung der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen
Levodopa/BenserazidNicht bekanntVerminderung der Zahl der Blutplättchen, der weißen und der roten Blutkörperchen (laut Fachinformation Thrombozytopenie, Leukopenie, hämolytische Anämie)
LithiumNicht bekanntZunahme der weißen Blutkörperchen (Leukozytose)
LorazepamNicht bekanntVeränderungen des Blutbilds: Mangel an Blutplättchen (Thrombopenie), starker Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose), Mangel an allen Blutzellen (Panzytopenie)
MirtazapinNicht bekanntStörungen der Blutbildung im Knochenmark (Knochenmarkdepression): vorübergehender Mangel an weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie), Agranulozytose mit Anzeichen einer Infektion wie plötzlichem, unerklärlichem hohem…
OmalizumabNicht bekanntChurg-Strauss-Syndrom oder hypereosinophiles Syndrom; mögliche Zeichen sind Schwellung, Schmerz oder Ausschlag um Blut- oder Lymphgefäße, eine hohe Zahl bestimmter weißer Blutzellen (ausgeprägte Eosinophilie),…
OxazepamNicht bekanntVerminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
PipamperonNicht bekanntVerminderung der weißen Blutzellen
PrednisolonNicht bekanntBlutbildveränderungen: Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) oder aller Blutzellen (Polyzythämie), Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Lymphopenie, Eosinopenie)
PromethazinNicht bekanntZu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie), was zu Blutungen und blauen Flecken führen kann
TicagrelorNicht bekanntThrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), eine Blutgerinnungsstörung: Fieber und purpurrote, punktartige Flecken auf der Haut oder im Mund, mit oder ohne Gelbfärbung von Haut oder Augen, unerklärliche extreme…
TrimipraminNicht bekanntVeränderungen des Blutbilds wie Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) bis hin zur Agranulozytose, Verminderung der Blutplättchen (Thrombopenie) und Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)
ValsartanNicht bekanntUngewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse durch zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie) · Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund durch Infektionen bei zu wenigen weißen Blutzellen (Neutropenie) · Erniedrigter…

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (174 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Veränderungen des Blutbilds als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (15 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Veränderungen des Blutbilds als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AcetylsalicylsäureAls Schmerzmittel (500 mg): Magen-Darm-Blutungen (Blutungen aus dem Mund, Blut im Stuhl oder schwarz gefärbter Stuhl), häufiger bei älteren Menschen und bei hohen Dosen; laut Fachinformation mit möglicher Blutarmut durch EisenmangelNicht bekannt
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinMagen-Darm-Blutungen, die bei langfristiger Anwendung eine Blutarmut durch Eisenmangel hervorrufen könnenSelten
AmoxicillinArzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS): grippeähnliche Beschwerden mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen und auffälligen Blutwerten (mehr Eosinophile, erhöhte Leberenzyme)Sehr selten
Amoxicillin/ClavulansäureGrippeähnliche Symptome mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen und auffälligen Blutwerten, darunter erhöhte Spiegel bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie) und der Leberenzyme (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen,…Nicht bekannt
AtorvastatinLupus-ähnliches Krankheitsbild mit Ausschlag, Gelenkerkrankungen und Veränderungen der weißen BlutkörperchenSehr selten
CiprofloxacinArzneimittelreaktion mit Hautausschlag, Fieber, Entzündung innerer Organe und Blutbildveränderungen (DRESS) sowie akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)Nicht bekannt
DiclofenacGeringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen könnenSehr häufig
DigitoxinAllergische Reaktionen, die sich nach dem Absetzen in der Regel zurückbilden: nesselsuchtartige oder scharlachartige Hautausschläge mit Veränderungen im Blutbild (ausgeprägte Eosinophilie), Hautrötung (Erythem)Selten
IbuprofenGeringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen zu Blutarmut (Anämie) führen könnenHäufig
NaproxenGeringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) auslösen könnenSehr häufig
NitrofurantoinGroßflächiger Hautausschlag gekoppelt mit Änderungen des Blutbilds und unter Beteiligung innerer Organe wie Leber, Niere, Schilddrüse oder Nerven (DRESS-Syndrom)Nicht bekannt
PiroxicamMagen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen könnenSehr häufig
RosuvastatinLupusähnliches Syndrom mit Hautausschlag, Gelenkerkrankungen und Auswirkungen auf die BlutzellenSelten
SimvastatinÜberempfindlichkeitsreaktion mit einem oder mehreren dieser Zeichen: schwere Muskelschmerzen, gewöhnlich in Schultern und Beckenbereich (Polymyalgia rheumatica), Ausschlag mit Schwäche der Arme, Beine und Nackenmuskulatur, ungewöhnliche blaue Flecken,…Selten
TinzaparinBlutungen, die Komplikationen wie Blutarmut (Anämie) oder Blutergüsse (Hämatome) zur Folge haben könnenHäufig

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen; weitere auffällige Blutwerte behandelt die Seite Veränderte Laborwerte.

Woran Sie Blutungen und Blutbildveränderungen durch ein Medikament erkennen

Zeichen einer Blutung

Laut Patientenausweis von Apixaban können Blutergüsse oder Einblutungen unter der Haut, Teerstuhl, Blut im Urin, Nasenbluten, Schwindel, Müdigkeit, Blässe, Schwäche, plötzliche starke Kopfschmerzen, Abhusten von Blut oder blutiges Erbrechen Anzeichen und Symptome einer Blutung sein [7]. Nicht jede Blutung ist sichtbar [8]. Als Anzeichen einer Blutung nennt die Packungsbeilage von Rivaroxaban neben lang anhaltenden oder sehr starken Blutungen auch außergewöhnliche Schwäche, Müdigkeit, Blässe, Schwindel, Kopfschmerzen, unerklärliche Schwellungen, Atemlosigkeit und Brustschmerzen [8]. Auch eine Blutarmut (Anämie) kann sich laut IQWiG durch Müdigkeit, Schwindel und Leistungsschwäche bemerkbar machen [6].

Blutungen im Magen oder Darm zeigen sich laut Packungsbeilage von Ibuprofen zum Beispiel durch stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarz gefärbten Stuhl (Teerstuhl), Bluterbrechen oder Erbrochenes, das wie Kaffeesatz aussieht [14]. Mehr dazu: Magenbeschwerden und Urinverfärbung.

Veränderungen des Blutbilds

Veränderungen des Blutbilds zeigen sich in der Blutuntersuchung: Leukozyten, Thrombozyten und der Hämatokrit werden als Teil des kleinen Blutbilds bestimmt; fallen dabei zu viele oder zu wenige weiße Blutkörperchen auf, wird oft ein Differential-Blutbild gemacht, das ihre Untergruppen unterscheidet [3, 4, 6]. Von einem Laborwert allein lässt sich laut IQWiG meist nicht auf eine Krankheit schließen, und auch gesunde Menschen haben manchmal Werte außerhalb des Referenzbereichs [3, 4]. Bemerkbar machen können sich zum Beispiel deutlich verminderte Blutplättchen: Schon ein leichter Stoß oder Druck kann dann Blutergüsse, Nasen- und Zahnfleischbluten auslösen; bei besonders niedrigen Werten sind auch spontane Blutungen möglich, etwa im Gehirn oder Darm [3]. Sind zu wenige weiße Blutkörperchen vorhanden, ist das Immunsystem geschwächt und der Körper anfälliger für Infektionen; eine Neutropenie und vor allem eine Agranulozytose können zu Fieber und Komplikationen wie einer Blutvergiftung (Sepsis) führen [4, 5].

Die Frühzeichen einer Agranulozytose unter Metamizol und Thiamazol stehen im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen. Wird Metamizol gegen Fieber eingenommen oder gleichzeitig ein Antibiotikum, können einige dieser Zeichen laut Packungsbeilage unbemerkt bleiben oder verschleiert werden [16].

Zeitlicher Zusammenhang

Bei der Behandlung einer Lungenembolie mit Gerinnungshemmern ist das Blutungsrisiko laut IQWiG in den ersten Wochen am höchsten [2]. Bei Thiamazol kann eine Agranulozytose vor allem in den ersten Behandlungswochen auftreten, bei Metamizol dagegen zu jedem Zeitpunkt der Behandlung und auch kurz nach ihrem Ende [16, 18]. Ob Ihr Medikament Blutungen oder Blutbildveränderungen auslösen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach: in Abschnitt 2 bei den Warnhinweisen und in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [8, 16]. Notieren Sie Beschwerden und Einnahmezeiten im Nebenwirkungs-Tagebuch.

Warum Medikamente Blutungen und Blutbildveränderungen auslösen können

Blutplättchen sorgen zusammen mit anderen Bestandteilen des Blutes dafür, dass sich ein Blutpfropf bilden kann, der eine frische Wunde verschließt [3]. Plättchenhemmer bewirken laut IQWiG, dass sich die Blutplättchen nicht so leicht an verletzten Blutgefäßen anlagern und aneinanderhaften [1]. ASS wirkt dabei laut Fachinformation dauerhaft: Sie hemmt in den Blutplättchen ein Enzym (die Cyclooxygenase) und damit die Bildung von Thromboxan A2, das das Verklumpen der Blutplättchen fördert; dieser Effekt hält gewöhnlich für die gesamte achttägige Lebensdauer eines Blutplättchens an [11]. Orale Antikoagulanzien wirken auf Gerinnungsfaktoren, also auf Eiweiße im Blut, die Blutplättchen zu Gerinnseln verkleben: Vitamin-K-Antagonisten verdrängen einen Teil des Vitamin K, das die Leber für die Bildung einiger dieser Faktoren benötigt, und hemmen so deren Bildung; DOAK hemmen bestimmte Gerinnungsfaktoren direkt [1]. Rivaroxaban hemmt zum Beispiel den Gerinnungsfaktor Xa [8].

Für SSRI und SNRI wurde laut Fachinformation von Rivaroxaban eine Wirkung auf die Blutplättchen beschrieben [9]. Entzündungshemmende Schmerzmittel hemmen laut gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG) die Bildung von Prostaglandin, das unter anderem die Neutralisation der Magensäure reguliert; fehlt es, ist die Magenschleimhaut anfälliger für Schädigungen durch Magensäure und Krankheitserreger [20]. Wird neben diesen Schmerzmitteln Kortison eingenommen, kann das die magenschädigende Wirkung verstärken [20].

Alle Blutzellen werden im Knochenmark gebildet [4]. Chemotherapien und Strahlentherapien beeinflussen das Knochenmark und können so die Herstellung der Blutplättchen einschränken [3]. Bei Metamizol zählt die Packungsbeilage die Agranulozytose zu den über das Abwehrsystem vermittelten Reaktionen [16].

Was Sie tun können

Frau in den Sechzigern mit kastanienbraunem Bob im ruhigen Gespräch mit einer Ärztin in einem hellen Sprechzimmer
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Gerade bei Gerinnungshemmern kann ein Abbruch gefährlich sein: Laut Patientenausweis von Apixaban besteht dann das Risiko eines Schlaganfalls, eines Blutgerinnsels oder anderer Komplikationen; auch die Packungsbeilage von Rivaroxaban rät, die Einnahme nicht ohne Rücksprache zu beenden, weil damit schwerwiegende Erkrankungen behandelt oder verhindert werden [7, 8]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.

Auf Blutungen achten. Wer Gerinnungshemmer einnimmt, kann laut IQWiG Blutungen vorbeugen oder früh erkennen, zum Beispiel indem er auf Blut im Stuhl, Blutergüsse oder starkes Nasenbluten achtet [2]. Kleinere Schnitte, etwa beim Rasieren, sind laut Packungsbeilage von Clopidogrel in der Regel ohne Bedeutung [12]. Hört eine Blutung nicht von selbst auf, suchen Sie laut Patientenausweis von Apixaban umgehend ärztliche Hilfe [7]. Kleinere Blutungen wie Nasen- oder Zahnfleischbluten sind laut einer Entscheidungshilfe des IQWiG normalerweise kein Problem; größere Blutungen, zum Beispiel im Magen oder Darm, können eine Krankenhausbehandlung oder Bluttransfusion nötig machen [23].

Vor Eingriffen Bescheid geben. Informieren Sie vor Operationen, auch vor kleineren Eingriffen wie dem Ziehen eines Zahnes, die behandelnde Praxis darüber, dass Sie ASS oder einen anderen Gerinnungshemmer einnehmen [7, 10]. Mehr im Ratgeber Medikamente vor der OP.

Ausweis mitführen. Den Patientenausweis aus der Packung von Apixaban sollen Sie ständig bei sich tragen und vor jeder Behandlung in Apotheke, Zahnarztpraxis und Arztpraxis vorzeigen [7]. Auch das IQWiG hält einen Medikamentenpass für sinnvoll, damit in Notfällen schnell ersichtlich ist, welche Gerinnungshemmer eingenommen werden [2]. Einen Überblick über alle Mittel gibt der Medikationsplan.

Weitere Mittel nur nach Rücksprache. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Mittel, auch rezeptfreie: Die Packungsbeilage von Rivaroxaban nennt zum Beispiel entzündungs- und schmerzhemmende Mittel wie Naproxen oder ASS, andere Gerinnungshemmer sowie SSRI und SNRI, die seine Wirkung verstärken können [8]. Laut IQWiG erhöhen Plättchenhemmer das Risiko für Blutungen im Magen besonders stark, wenn sie zusammen mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie hochdosierter ASS, Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen eingenommen werden [1]. Sieht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ein erhöhtes Risiko für Magen- oder Darmgeschwüre, kann sie oder er laut Packungsbeilage von Rivaroxaban auch eine vorbeugende Behandlung gegen Geschwüre beginnen [8]. Mehr dazu: Wechselwirkungen und Schmerzmittel richtig anwenden.

Blutbildkontrollen wahrnehmen. Bei Thiamazol sind laut Packungsbeilage vor und während der Behandlung regelmäßige Blutbildkontrollen durch die Ärztin oder den Arzt erforderlich, bei Clozapin ist eine regelmäßige Überwachung des Blutbildes vorgesehen [18, 19]. Bei Metamizol wird eine routinemäßige Kontrolle laut Rote-Hand-Brief dagegen nicht mehr empfohlen, weil sich kein Beleg für ihren Nutzen zur Früherkennung fand; besteht der Verdacht auf eine Agranulozytose, sollte aber sofort ein Blutbild erstellt werden [17]. Auffällige Blutwerte sollten Sie laut IQWiG mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen [3, 4].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [8]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden; mehr zu Sicherheitsinformationen wie den Rote-Hand-Briefen zu Metamizol und Clozapin im Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Blutungen unter Apixaban können laut Packungsbeilage lebensbedrohlich sein und müssen sofort medizinisch abgeklärt werden [7]. Eine Blutung in das Gehirn oder innerhalb des Schädels kann sich laut Packungsbeilage von Rivaroxaban durch Kopfschmerzen, einseitige Schwäche, Erbrechen, Krampfanfälle, vermindertes Bewusstsein und Nackensteifigkeit zeigen; sie ist ein schwerer medizinischer Notfall [8]. Starke, nicht stillbare Blutungen sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ein Fall für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [22]. Mehr unter Kopfschmerzen durch Medikamente.

Bei Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkeren Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, Teerstuhl, Bluterbrechen oder Erbrochenem, das wie Kaffeesatz aussieht, sollen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und sich sofort in ärztliche Behandlung begeben; bei ASS sollen Sie bei schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt benachrichtigen [10, 14]. Laut gesund.bund.de sind schwarz gefärbter Stuhl, erbrochenes Blut und Anzeichen einer Blutarmut zeitnah ärztlich abklären zu lassen; bei Verdacht auf einen Magendurchbruch mit plötzlich auftretenden, sehr starken Bauchschmerzen ist sofort der Notruf 112 zu wählen [20]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen oder schmerzhafte wunde Stellen in Mund, Nase, Rachen oder im Genital- oder Analbereich unter Metamizol können auf eine Agranulozytose hinweisen; die Packungsbeilage verlangt dann, das Mittel nicht mehr einzunehmen und sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, laut Rote-Hand-Brief auch kurz nach dem Ende der Behandlung [16, 17]. Ebenso verlangt die Packungsbeilage von Thiamazol bei Fieber, Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung oder Furunkeln, das Mittel sofort abzusetzen und den Arzt aufzusuchen [18]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Abgesehen von solchen in der Packungsbeilage genannten Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Andere Ursachen

Nicht jede Blutung und nicht jeder auffällige Blutwert kommt vom Medikament. Ein Magengeschwür entsteht laut gesund.bund.de meist durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori oder durch die längerfristige Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel; die häufigsten Komplikationen sind Blutungen [20]. Bei einer Hämophilie ("Bluterkrankheit"), die meistens vererbt wird, ist die Blutgerinnung gestört: Wunden schließen sich nur verzögert, und auch innere Blutungen können auftreten [21].

Zu wenige Blutplättchen können laut IQWiG unter anderem durch eine Immunthrombozytopenie entstehen, bei der Thrombozyten zu schnell abgebaut werden, außerdem durch chronische Lebererkrankungen wie eine Hepatitis C, eine vergrößerte Milz, Erkrankungen des Knochenmarks einschließlich Leukämie, eine HIV-Infektion oder einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure [3]. Zu wenige neutrophile Granulozyten gehen oft auf einen starken "Verbrauch" der Abwehrzellen bei einer bakteriellen Infektion zurück [5]. Eine Blutarmut entsteht laut IQWiG oft durch Eisenmangel, auf den etwa die Hälfte aller Anämien zurückgeht, außerdem durch einen Mangel an Folsäure oder Vitamin B12, durch chronische Erkrankungen etwa der Nieren, des Knochenmarks oder des Darms, durch bestimmte Infektionskrankheiten oder durch akute oder chronische Blutungen [6]. Mehr unter Eisenmangel und Vitamin-B12-Mangel. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Quellen

  1. Was sind Gerinnungshemmer?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.09.2022. abgerufen am 12.10.2026
  2. Lungenembolie: Behandlung mit Gerinnungshemmern. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.09.2022. abgerufen am 12.10.2026
  3. Thrombozyten. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  4. Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  5. Neutrophile Granulozyten. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  6. Hämatokrit. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  7. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (Apixaban), Anhang III A: Patientenausweis und Anhang III B: Packungsbeilagen. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm® 15 mg; 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  9. Fachinformation Fachinformation Rivaroxaban-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm® 100 mg TAH Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation ASS-ratiopharm® 100 mg TAH Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Clopidogrel ratiopharm 75 mg Filmtabletten. Teva B.V. (Zulassungsinhaber)/ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm® 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm® 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Citalopram-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  17. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu metamizolhaltigen Arzneimitteln: Wichtige Maßnahmen zur Minimierung der schwerwiegenden Folgen des bekannten Risikos für Agranulozytose. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 09.12.2024. abgerufen am 12.10.2026
  18. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Thiamazol 5 mg Henning Filmtabletten. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 10/2024. abgerufen am 12.10.2026
  19. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Clozapin: Überarbeitete Empfehlungen zur routinemäßigen Blutbildkontrolle im Hinblick auf das Risiko einer Agranulozytose. Zulassungsinhaber clozapinhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 08.09.2025. abgerufen am 12.10.2026
  20. Behörde Magengeschwür. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 07.01.2022. abgerufen am 12.10.2026
  21. Behörde Hämophilie. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 08.03.2024. abgerufen am 12.10.2026
  22. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  23. Entscheidungshilfe: Schlaganfällen vorbeugen bei Vorhofflimmern. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 12/2023. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können Blutungen auslösen?

Dazu gehören Gerinnungshemmer: Plättchenhemmer wie ASS oder Clopidogrel, orale Antikoagulanzien wie Phenprocoumon, Apixaban oder Rivaroxaban und Heparine. Blutungen sind laut IQWiG ihre bedeutendste Nebenwirkung. Auch entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) können Blutungen im Magen-Darm-Trakt verursachen, und bei Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI wurde laut Fachinformation über abnorme Blutungen berichtet. Besonders in Kombination steigt das Risiko. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Blutungen nennt.

Woran erkenne ich eine Blutung, die man nicht sieht?

Laut Patientenausweis von Apixaban können neben sichtbaren Blutungen auch Schwindel, Müdigkeit, Blässe, Schwäche und plötzliche starke Kopfschmerzen Anzeichen einer Blutung sein. Die Packungsbeilage von Rivaroxaban nennt außerdem unerklärliche Schwellungen, Atemlosigkeit und Brustschmerzen. Teerstuhl, Bluterbrechen oder Erbrochenes wie Kaffeesatz können auf eine Blutung im Magen oder Darm hinweisen. Bei solchen Zeichen holen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Ist Nasenbluten unter Blutverdünnern gefährlich?

Kleinere Blutungen wie Nasen- oder Zahnfleischbluten sind laut einer Entscheidungshilfe des IQWiG normalerweise kein Problem. Auf starkes Nasenbluten sollten Sie laut IQWiG aber achten. Hört eine Blutung nicht von selbst auf, suchen Sie laut Patientenausweis von Apixaban umgehend ärztliche Hilfe; starke, nicht stillbare Blutungen sind ein Fall für den Notruf 112.

Darf ich Ibuprofen nehmen, wenn ich einen Blutverdünner einnehme?

Fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Laut IQWiG erhöhen Plättchenhemmer das Risiko für Blutungen im Magen besonders stark, wenn sie zusammen mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen eingenommen werden, und laut Fachinformation von Ibuprofen ist bei gleichzeitiger Einnahme von Gerinnungshemmern Vorsicht geboten. Die Packungsbeilage von Rivaroxaban nennt entzündungs- und schmerzhemmende Mittel wie Naproxen oder ASS unter den Arzneimitteln, über die Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren sollen, weil sie seine Wirkung verstärken können.

Was ist eine Agranulozytose und welche Medikamente können sie auslösen?

Bei einer Agranulozytose sind bestimmte weiße Blutkörperchen, die Granulozyten, stark vermindert oder nicht mehr nachweisbar; das macht anfälliger für Infektionen, weil der Schutz vor Bakterien fehlt, und kann zu schweren Infektionen führen. Warnhinweise dazu stehen unter anderem in den Produktinformationen von Metamizol, Thiamazol und Clozapin. Als Frühzeichen nennt die Packungsbeilage von Metamizol Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte wunde Stellen an den Schleimhäuten, die Packungsbeilage von Thiamazol Fieber, Halsschmerzen, eine Mundschleimhautentzündung oder Furunkel. Beide Packungsbeilagen verlangen dann, sofort ärztliche Hilfe zu holen.

Muss unter Metamizol regelmäßig das Blutbild kontrolliert werden?

Nein, eine routinemäßige Kontrolle des Blutbildes wird laut Rote-Hand-Brief vom 9. Dezember 2024 nicht mehr empfohlen, weil sich kein Beleg für ihren Nutzen zur Früherkennung einer Agranulozytose fand. Wichtig ist, die Frühzeichen zu kennen: Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte Schleimhautveränderungen, auch kurz nach dem Ende der Behandlung. Besteht ein Verdacht, sollte sofort ein Blutbild erstellt werden.

Soll ich meinen Blutverdünner vor einer Zahnbehandlung absetzen?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Informieren Sie die Zahnarztpraxis vor dem Eingriff, dass Sie einen Gerinnungshemmer einnehmen; laut Packungsbeilage von ASS kann es zum Beispiel beim Ziehen eines Zahnes zu einer verstärkten Blutungsneigung kommen. Ob und wann das Mittel pausiert wird, legen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt und das Behandlungsteam fest. Mehr im Ratgeber Medikamente vor der OP.

Was bedeutet ein niedriger Wert für Thrombozyten oder Leukozyten?

Thrombozyten (Blutplättchen) sind für die Blutgerinnung wichtig; sind sie deutlich vermindert, kann der Körper Blutungen schlechter stillen, und schon ein leichter Stoß kann Blutergüsse auslösen. Zu wenige Leukozyten (weiße Blutkörperchen) schwächen das Immunsystem und machen anfälliger für Infektionen. Mögliche Ursachen sind laut IQWiG unter anderem Erkrankungen des Knochenmarks, Infektionen, Krebs und Nebenwirkungen von Medikamenten. Von einem Laborwert allein lässt sich meist nicht auf eine Krankheit schließen; besprechen Sie auffällige Werte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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