MedikamenteWirkstoff
Acetylcystein: Nebenwirkungen und Wirkung
Acetylcystein, kurz NAC, verflüssigt zähen Schleim in den Atemwegen und erleichtert das Abhusten. Zum Einnehmen bei akuten Erkältungskrankheiten ist es rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, für andere Anwendungen wie chronische Atemwegserkrankungen auf Rezept. Gelegentlich treten allergische Reaktionen, Kopfschmerzen, Ohrgeräusche oder Magen-Darm-Beschwerden auf. Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeit nehmen Sie es nicht nochmals ein und informieren Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wofür wird Acetylcystein eingesetzt?
Acetylcystein, abgekürzt NAC, ist ein Schleimlöser aus der Gruppe der Husten- und Bronchitismittel. Es verflüssigt zähen Schleim in den Atemwegen und erleichtert das Abhusten [1, 2]. Rezeptfrei in der Apotheke gibt es Acetylcystein zum Einnehmen bei akuten Erkältungskrankheiten [4, 6]; die rezeptfreien Brausetabletten mit 600 mg sind laut Fachinformation für die akute erkältungsbedingte Bronchitis bestimmt [3, 4].
Verschreibungspflichtige Brausetabletten, auf denen diese Seite beruht, sind laut Fachinformation für akute und chronische Erkrankungen der Bronchien und der Lunge zugelassen, die mit einer Störung von Schleimbildung und Schleimtransport einhergehen [1, 2]. Bei chronischer Bronchitis und Mukoviszidose sollte die Behandlung über einen längeren Zeitraum erfolgen, um Infekten vorzubeugen [1, 2]. In höherer Dosierung wird Acetylcystein außerdem über die Vene als Gegenmittel bei Paracetamol-Vergiftungen eingesetzt [2, 5]. Mehr über Husten lesen Sie auf den Seiten Husten und Erkältung.
Wie wirkt Acetylcystein?
Acetylcystein ist ein Abkömmling (Derivat) der Aminosäure Cystein. Es wirkt in den Bronchien schleimlösend und fördert den Abtransport des Schleims [2]. Diskutiert wird, dass es Verbindungen zwischen den Fasern des Schleims, sogenannte Disulfidbrücken, sprengt; dadurch soll der Schleim weniger zäh werden [2]. Außerdem trägt Acetylcystein zur Bildung von Glutathion bei, einem Stoff, der für die Entgiftung wichtig ist; darauf beruht seine Wirkung bei Paracetamol-Vergiftungen [2].
Nach dem Einnehmen wird Acetylcystein rasch und nahezu vollständig aufgenommen, aber in der Leber großenteils schon beim ersten Durchgang abgebaut; nur etwa 10 Prozent stehen unverändert zur Verfügung. Die höchste Konzentration im Blut ist nach 1 bis 3 Stunden erreicht, die Halbwertszeit beträgt etwa 1 Stunde [2]. Zusätzliches Trinken verbessert die schleimlösende Wirkung [1, 2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Gelegentlich" heißt: bis zu 1 von 100 Behandelten, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass Acetylcystein die Verklumpung der Blutplättchen vermindern kann; welche Bedeutung das für die Behandlung hat, ist noch nicht geklärt [2]. Sehr selten wurde über Blutungen berichtet, zum Teil im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen [1, 2]. Mehr zu Ohrgeräuschen lesen Sie auf der Seite Tinnitus.
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- ImmunsystemAllergische Reaktionen mit Juckreiz, Quaddelbildung, Hautausschlag, Atemnot, beschleunigtem Herzschlag, Blutdrucksenkung, Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmen) und Gesichtsschwellungen; laut Fachinformation auch Angioödem[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenJuckreizNesselsuchtHautausschlagSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnotHerzrasenNiedriger Blutdruck
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Ohr und GleichgewichtOhrgeräusche (Tinnitus)[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
- Magen und DarmEntzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis), Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall; laut Fachinformation auch Sodbrennen[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenÜbelkeitErbrechenDurchfallSodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- Allgemeine BeschwerdenFieber[1, 2]Mehr dazu: Fieber
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemSchwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen bis hin zum Schock[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- Blut und LymphsystemBlutungen, zum Teil im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- HautSchwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom, berichtet im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Sehr selten wurde im zeitlichen Zusammenhang mit Acetylcystein über schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und das Lyell-Syndrom berichtet. Treten neue Veränderungen an Haut oder Schleimhäuten auf, holen Sie unverzüglich ärztlichen Rat ein und beenden Sie die Einnahme [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Schwere Hautreaktionen.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Magen-Darm-Beschwerden: Nehmen Sie Acetylcystein nach den Mahlzeiten ein: Lösen Sie die Brausetablette in einem Glas Trinkwasser auf und trinken Sie den Inhalt vollständig aus [1, 3]. Hatten Sie schon einmal ein Magen- oder Darmgeschwür, ist Vorsicht geboten; sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Allgemeines zum Zeitpunkt der Einnahme lesen Sie im Ratgeber Einnahme vor oder nach dem Essen.
Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Fieber: Diese Beschwerden kommen gelegentlich vor [1, 2]. Halten sie an oder belasten sie Sie, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Bei den ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion nehmen Sie Acetylcystein nicht nochmals ein und informieren Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Atemnot bei Asthma: Atemnot und Verkrampfungen der Bronchien sind selten und betreffen überwiegend Menschen mit überempfindlichem Bronchialsystem bei Asthma [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben [1]. Zusammen mit hustenstillenden Mitteln kann der verflüssigte Schleim womöglich nicht mehr ausreichend abgehustet werden; fragen Sie vor einer solchen Kombination unbedingt Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 2]. Antibiotika zum Einnehmen nehmen Sie getrennt und mit mindestens 2 Stunden Abstand ein, außer Cefixim und Loracarbef [1, 2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Hustenstillende Arzneimittel (Antitussiva) | Der verflüssigte Schleim kann eventuell nicht mehr ausreichend abgehustet werden; laut Fachinformation kann ein gefährlicher Sekretstau entstehen[1, 2] | Vor einer kombinierten Anwendung unbedingt ärztlich fragen |
| Antibiotika zum Einnehmen (Tetracyclin, Aminoglycoside, Penicilline) | Hinweise aus Laborversuchen auf eine Wirkungsabschwächung[1, 2] | Antibiotika getrennt und mit mindestens 2 Stunden Abstand einnehmen; das gilt nicht für Cefixim und Loracarbef |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Acetylcystein nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Bei Kindern unter 2 Jahren darf Acetylcystein nicht angewendet werden; Brausetabletten mit 600 mg sind wegen des hohen Wirkstoffgehalts erst ab 14 Jahren bestimmt [1, 2]. Bei Leber- oder Nierenversagen sollte Acetylcystein nicht angewendet werden, um eine weitere Zufuhr stickstoffhaltiger Substanzen zu vermeiden [1, 2]. Die Brausetabletten enthalten Natrium, Aspartam und Saccharose; das ist bei natriumarmer Ernährung, Phenylketonurie und Zuckerunverträglichkeit wichtig [1, 2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Leber- oder Nierenversagen: Acetylcystein sollte dann nicht angewendet werden, um eine weitere Zufuhr stickstoffhaltiger Substanzen zu vermeiden[1, 2]
- Asthma bronchiale[1, 2]
- Magen- oder Darmgeschwür, früher oder derzeit[1, 2]
- Phenylketonurie: Die Brausetabletten enthalten Aspartam, eine Quelle für Phenylalanin[1, 2]
- Natriumarme Ernährung: Eine Brausetablette mit 600 mg enthält 150 mg Natrium, 7,5 Prozent der für Erwachsene empfohlenen maximalen Tagesaufnahme[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Brausetabletten enthalten Saccharose[1, 2]
Autofahren, Schwangerschaft, Stillzeit
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen; dazu kommen die Grenzen der rezeptfreien Anwendung [1, 2, 3, 4, 5, 6]. Allgemeine Hinweise finden Sie in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Über die Anwendung in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor; Sie dürfen Acetylcystein nur einnehmen, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entschieden hat, dass es absolut notwendig ist. Laut Fachinformation lassen Tierstudien nicht auf schädliche Wirkungen schließen; Acetylcystein passiert die Plazenta.[1, 2]
Laut Embryotox hat Acetylcystein nach bisherigen Erfahrungen kein erkennbares Fehlbildungspotenzial, systematische Studien zum ersten Schwangerschaftsdrittel fehlen jedoch. Wirken Inhalationen und ausreichendes Trinken unzureichend, kann Acetylcystein laut Embryotox auch in der Schwangerschaft verwendet werden.[5]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Über die Anwendung in der Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor; Sie dürfen Acetylcystein nur einnehmen, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entschieden hat, dass es absolut notwendig ist. Zur Ausscheidung in die Muttermilch gibt es laut Fachinformation keine Informationen.[1, 2]
Laut Embryotox erfordert eine einmalige Einnahme keine Stillpause; für eine mehrtägige Behandlung nennt Embryotox Ambroxol als vorzuziehen, weil es bereits für Kinder ab 2 Monaten zugelassen ist. Unverträglichkeiten bei gestillten Säuglingen sind bisher nicht bekannt geworden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[5]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Laut Packungsbeilage sind keine Besonderheiten zu beachten.[1, 2]
Einnahme
Nach den Mahlzeiten einnehmen: Die Brausetablette in einem Glas Trinkwasser auflösen und den Inhalt vollständig austrinken. Zusätzliches Trinken verbessert die schleimlösende Wirkung. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.[1, 3]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen, sondern beim nächsten Mal wie beschrieben fortfahren.[1, 3]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Rezeptfreie Brausetabletten mit 600 mg (NAC-ratiopharm akut), Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene: 2-mal täglich je eine halbe Brausetablette oder 1-mal täglich 1 Brausetablette (entsprechend 600 mg Acetylcystein am Tag).[3, 4]
Verschlimmern sich die Beschwerden oder bessern sie sich nach 4 bis 5 Tagen Behandlung nicht, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; laut Fachinformation ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 bis 5 Tage anwenden.[3, 4]
Rezeptfrei ist Acetylcystein laut Arzneimittelverschreibungsverordnung nur zum Einnehmen bei akuten Erkältungskrankheiten.[6]
Absetzen
Wie lange verordnetes Acetylcystein eingenommen wird, richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt entschieden. Bei chronischer Bronchitis und Mukoviszidose sollte die Behandlung über einen längeren Zeitraum erfolgen, um Infekten vorzubeugen.[1, 2]
Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Acetylcystein nicht nochmals eingenommen werden.[1]
Überdosierung
Bei Überdosierung können Reizungen im Magen-Darm-Bereich auftreten, die sich als Sodbrennen, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall äußern können. Schwerwiegende Nebenwirkungen oder Vergiftungserscheinungen wurden laut Packungsbeilage auch bei extremer Überdosierung bisher nicht beobachtet; benachrichtigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung trotzdem Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation besteht bei Säuglingen die Gefahr einer übermäßigen Schleimbildung.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilagen der Brausetabletten mit 600 mg nennen die Dosis für Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene; die Fachinformation ergänzt die Dosierung der verschreibungspflichtigen Brausetabletten mit 200 mg, auch für Kinder ab 2 Jahren und bei Mukoviszidose [1, 2, 3]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Bei verordnetem Acetylcystein gilt die Dosis, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt festgelegt hat [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Acetylcystein nach den Mahlzeiten ein: Lösen Sie die Brausetablette in einem Glas Trinkwasser auf und trinken Sie den Inhalt vollständig aus. Die Tablette lässt sich in gleiche Dosen teilen. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge, sondern machen beim nächsten Mal wie beschrieben weiter [1, 3]. Verschließen Sie die Tablettenröhre nach Gebrauch fest, um die Brausetabletten vor Feuchtigkeit zu schützen [1].
Wie lange Sie verordnetes Acetylcystein einnehmen, richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt entschieden [1, 2]. In der Selbstbehandlung gilt: Verschlimmern sich die Beschwerden oder bessern sie sich nach 4 bis 5 Tagen nicht, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [3]. Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, auch wenn schwerwiegende Vergiftungserscheinungen laut Packungsbeilage bisher nicht beobachtet wurden [1].
Präparate mit Acetylcystein
Acetylcystein gibt es von vielen Herstellern, etwa als Brausetabletten oder Trinktabletten in verschiedenen Stärken, verschreibungspflichtig und rezeptfrei. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von NAC-ratiopharm 600 mg Brausetabletten und NAC-ratiopharm 200 mg/600 mg Brausetabletten; für die rezeptfreie Anwendung zusätzlich die Unterlagen von NAC-ratiopharm akut 600 mg Hustenlöser [1, 2, 3, 4]. Ein weiterer Schleimlöser ist Ambroxol.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| NAC-ratiopharm 200 mg Brausetabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Brausetabletten mit geringerer Stärke |
| NAC-ratiopharm 600 mg Brausetabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| NAC-ratiopharm akut 600 mg Hustenlöser | ratiopharm GmbH | Brausetabletten, apothekenpflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation NAC-ratiopharm 600 mg Brausetabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation NAC-ratiopharm 200 mg/600 mg Brausetabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation NAC-ratiopharm akut 600 mg Hustenlöser Brausetabletten (rezeptfrei). ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation NAC-ratiopharm akut 600 mg Hustenlöser Brausetabletten (rezeptfrei). ratiopharm GmbH. Stand 07/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Acetylcystein. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Acetylcystein. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wie lange darf ich Acetylcystein ohne Rezept nehmen?
Laut Packungsbeilage der rezeptfreien Brausetabletten fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder nach 4 bis 5 Tagen Behandlung nicht bessern. Laut Fachinformation sollten Sie das Mittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 bis 5 Tage anwenden. Bei chronischen Atemwegserkrankungen entscheidet die Ärztin oder der Arzt über die Dauer.
Warum muss ich bei Antibiotika einen Abstand einhalten?
Aus Laborversuchen, bei denen die Stoffe direkt gemischt wurden, gibt es Hinweise, dass Acetylcystein bestimmte Antibiotika abschwächen kann, nämlich Tetracyclin, Aminoglycoside und Penicilline. Aus Sicherheitsgründen sollen Antibiotika zum Einnehmen deshalb getrennt und mit mindestens 2 Stunden Abstand eingenommen werden. Das gilt nicht für Cefixim und Loracarbef. Mehr dazu im Ratgeber Antibiotika richtig einnehmen.
Darf ich Acetylcystein mit einem Hustenstiller kombinieren?
Laut Packungsbeilage kann der verflüssigte Schleim dann eventuell nicht mehr ausreichend abgehustet werden; die Fachinformation warnt vor einem gefährlichen Sekretstau. Fragen Sie vor einer kombinierten Anwendung deshalb unbedingt Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Wann nehme ich Acetylcystein am besten ein?
Laut Packungsbeilage nach den Mahlzeiten: Lösen Sie die Brausetablette in einem Glas Trinkwasser auf und trinken Sie es vollständig aus. Zusätzliches Trinken verbessert die schleimlösende Wirkung. Wie viele Brausetabletten am Tag, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage".
Darf ich Acetylcystein in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Laut Packungsbeilage liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor; Sie dürfen Acetylcystein nur einnehmen, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entschieden hat, dass es absolut notwendig ist. Das Beratungszentrum Embryotox sieht nach bisherigen Erfahrungen kein erkennbares Fehlbildungspotenzial; reichen Inhalationen und ausreichendes Trinken nicht aus, kann Acetylcystein laut Embryotox auch in der Schwangerschaft verwendet werden. Für eine mehrtägige Behandlung in der Stillzeit nennt Embryotox Ambroxol als vorzuziehen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Ab welchem Alter darf man Acetylcystein nehmen?
Bei Kindern unter 2 Jahren darf Acetylcystein nicht angewendet werden. Brausetabletten mit 600 mg sollten wegen des hohen Wirkstoffgehalts erst ab 14 Jahren eingenommen werden; für Jüngere gibt es Präparate mit geringerem Wirkstoffgehalt, deren Dosierung die Fachinformation nach Alter angibt.
Ist Acetylcystein bei Asthma geeignet?
Bei Asthma bronchiale ist Vorsicht geboten. Selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten, kann es zu Atemnot und einer Verkrampfung der Bronchien kommen, überwiegend bei Menschen mit überempfindlichem Bronchialsystem bei Asthma. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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