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Esomeprazol: Nebenwirkungen und Wirkung
Esomeprazol ist ein Protonenpumpenhemmer: Er verringert die Menge an Säure, die der Magen bildet. Auf Rezept wird er bei Refluxkrankheit, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und dem Zollinger-Ellison-Syndrom eingesetzt. Mit 20 mg gibt es ihn auch ohne Rezept zur Kurzzeitbehandlung von Sodbrennen bei Erwachsenen. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion, einer schweren Hautreaktion oder einer Lebererkrankung beenden Sie die Einnahme und holen umgehend ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Esomeprazol eingesetzt?
Esomeprazol gehört zu den Protonenpumpenhemmern, kurz PPI: Arzneimitteln, die die Menge an Magensäure verringern [1]. Verschreibungspflichtige Präparate wie Esomeprazol-ratiopharm sind bei Erwachsenen zugelassen für die Refluxkrankheit, bei der Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und Schmerzen, Entzündungen und Sodbrennen verursacht. Eingesetzt werden sie dabei zur Behandlung einer Entzündung der Speiseröhre, gegen einen Rückfall nach dem Abheilen und gegen die Beschwerden. Weitere Anwendungsgebiete sind Geschwüre durch das Bakterium Helicobacter pylori (zusammen mit Antibiotika), Magengeschwüre durch Schmerz- und Rheumamittel aus der Gruppe der NSAR und deren Vorbeugung, die Weiterbehandlung, nachdem erneuten Blutungen aus einem Magengeschwür mit Esomeprazol über die Vene vorgebeugt wurde, sowie das Zollinger-Ellison-Syndrom, bei dem eine Geschwulst in der Bauchspeicheldrüse zu viel Magensäure entstehen lässt [1, 2].
Jugendliche ab 12 Jahren können Esomeprazol bei der Refluxkrankheit und bei Geschwüren durch Helicobacter pylori erhalten; bei Kindern unter 12 Jahren sollte es nicht angewendet werden, weil keine Daten vorliegen [1, 2]. Ohne Rezept gibt es Esomeprazol nur gegen Sodbrennen und saures Aufstoßen: 20 mg je Einnahme, höchstens 20 mg am Tag, höchstens 14 Tage und Packungen mit höchstens 280 mg Wirkstoff [5]. Ein solches Präparat ist Nexium Control, bestimmt für die Kurzzeitbehandlung bei Erwachsenen [4].
Wie wirkt Esomeprazol?
Esomeprazol ist das S-Isomer von Omeprazol, also eine der beiden spiegelbildlichen Formen dieses Moleküls; beide wirken laut Fachinformation gleich an der Protonenpumpe. Der Wirkstoff reichert sich in den säurebildenden Zellen der Magenschleimhaut an, wird dort in seine aktive Form umgewandelt und blockiert die Protonenpumpe (das Enzym H+/K+-ATPase), die Säure in den Magen abgibt. So sinkt die Säurebildung sowohl in Ruhe als auch nach Anregung [2].
Die Wirkung setzt innerhalb einer Stunde ein, die höchsten Spiegel im Blut sind nach 1 bis 2 Stunden erreicht. Die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) liegt bei wiederholter Einnahme bei ungefähr 1,3 Stunden [2]. Zur sofortigen Linderung von Sodbrennen ist das rezeptfreie Nexium Control laut seiner Packungsbeilage nicht bestimmt: Es kann nötig sein, es an 2 bis 3 aufeinanderfolgenden Tagen einzunehmen, bis die Beschwerden nachlassen [4].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage von Esomeprazol-ratiopharm eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten berichtet wurden laut Fachinformation Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit; keine Nebenwirkung hing von der Dosis ab [2]. Wird Esomeprazol in hohen Dosierungen über längere Zeit eingenommen, treten gelegentlich Knochenbrüche von Hüfte, Handgelenk oder Wirbelsäule auf; nach mehr als 3 Monaten kann außerdem der Magnesiumwert im Blut sinken [1, 2]. Mehr dazu auf den Seiten Knochenschwund und Knochenbrüche und Nährstoffmangel.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Magen und DarmDurchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Blähungen (Flatulenz)[1, 2]Mehr dazu: DurchfallBauchschmerzenVerstopfungBlähungen
- Magen und DarmÜbelkeit oder Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitErbrechen
- Magen und DarmGutartige Polypen im Magen (Drüsenpolypen des Fundus)[1, 2]
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungSchwellung der Füße und Fußknöchel (periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- PsycheSchlafstörungen (Schlaflosigkeit)[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
- NervensystemSchwindel, Kribbeln (Parästhesie) oder Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: SchwindelKribbeln und TaubheitsgefühlMüdigkeit
- Ohr und GleichgewichtDrehschwindel (Vertigo)[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- Magen und DarmMundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- Leber und GalleVeränderte Ergebnisse von Bluttests der Leberfunktion (erhöhte Leberenzyme)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHautausschlag, Nesselsucht und Juckreiz; laut Fachinformation außerdem Hautentzündung (Dermatitis)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsuchtJuckreiz
- Muskeln, Knochen und GelenkeKnochenbrüche der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule, wenn Esomeprazol in hohen Dosierungen und über längere Zeit eingenommen wird[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemWeniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann zu Schwäche und blauen Flecken führen oder Infekte begünstigen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsBlutungen und blaue FleckenErhöhte Infektanfälligkeit
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktion mit plötzlich pfeifender Atmung, Schwellung von Lippen, Zunge, Hals oder Körper, Hautausschlag, Ohnmacht oder Schluckbeschwerden; laut Fachinformation auch mit Fieber oder anaphylaktischem Schock[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenHautausschlagFieberAtemnot
- Stoffwechsel und ErnährungZu niedriger Natriumwert im Blut (Hyponatriämie); das kann zu Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Muskelkrämpfen führen[1, 2]Mehr dazu: NatriummangelSchwäche (Asthenie)ÜbelkeitErbrechen
- PsycheErregung, Verwirrtheitszustände oder Depressionen[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätVerwirrtheitDepressive Verstimmung
- NervensystemGeschmacksveränderungen[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- AugenSehstörungen wie unscharfes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AtemwegePlötzlich pfeifende Atmung oder Kurzatmigkeit durch eine Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- Magen und DarmEntzündung im Mundinnenraum (Mundschleimhautentzündung)[1, 2]
- Magen und DarmPilzinfektion des Magen-Darm-Trakts (Soor, gastrointestinale Candidose)[1, 2]Mehr dazu: Pilzinfektionen
- Leber und GalleLeberfunktionsstörungen und Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel gefärbter Urin und Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte LeberwerteUrinverfärbungMüdigkeit
- HautHaarausfall (Alopezie)[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
- HautHautausschlag durch Sonneneinstrahlung (Lichtempfindlichkeit, Photosensibilität)[1, 2]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der HautHautausschlag
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenMuskelschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenAllgemeines Unwohlsein und verminderter Antrieb[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenVermehrtes Schwitzen[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemVeränderungen des Blutbilds, auch Fehlen weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) oder Mangel an allen Blutzellen (Panzytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsErhöhte Infektanfälligkeit
- PsycheAggressivität[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und Reizbarkeit
- PsycheSehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht vorhanden sind (Halluzinationen)[1, 2]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- Leber und GalleSchwere Leberfunktionsstörungen, die zu Leberversagen und einer Gehirnentzündung führen; laut Fachinformation Leberversagen und Gehirnerkrankung (Enzephalopathie) bei Menschen mit vorbestehender Lebererkrankung[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautSchwere Hautreaktionen: plötzlich auftretender schwerer Ausschlag, Hautrötung mit Blasenbildung oder Ablösen der Haut, Blasen und Blutungen an Lippen, Augen, Mund, Nase und Genitalien, möglicherweise mit hohem Fieber und Gelenkschmerzen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), auch noch nach mehreren Behandlungswochen[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieberGelenkschmerzen
- HautWeit ausgebreiteter Ausschlag, hohe Körpertemperatur und vergrößerte Lymphknoten (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen, DRESS)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche[1, 2]Mehr dazu: Muskelschwäche
- Nieren und HarnwegeSchwere Nierenfunktionsstörungen; laut Fachinformation Entzündung des Nierengewebes (interstitielle Nephritis), bei einigen Betroffenen mit Nierenversagen[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Geschlechtsorgane und BrustVergrößerung der Brust bei Männern (Gynäkomastie)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Stoffwechsel und ErnährungZu niedriger Magnesiumwert im Blut (Hypomagnesiämie), möglich bei Anwendung über mehr als 3 Monate; Zeichen können Erschöpfung, unwillkürliche Muskelanspannungen (Muskelkontraktionen), Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindelgefühl und ein schnellerer Herzschlag sein. Ein niedriger Magnesiumwert kann auch die Kalium- und Kalziumwerte im Blut senken[1, 2]Mehr dazu: NährstoffmangelVeränderter KaliumspiegelMüdigkeitVerwirrtheitSchwindelHerzrasen
- Magen und DarmDarmentzündung, die zu Durchfall führt (mikroskopische Kolitis)[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- HautAusschlag, eventuell mit Gelenkschmerzen (subakuter kutaner Lupus erythematodes)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagGelenkschmerzen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder DRESS sind sehr selten, können aber lebensbedrohlich sein und auch nach mehreren Behandlungswochen auftreten; laut Fachinformation sollte Esomeprazol danach nicht erneut angewendet werden [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Schwere Hautreaktionen. Notrufnummern stehen unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Konkrete Maßnahmen gegen Kopfschmerzen, Verstopfung, Blähungen oder andere Magen-Darm-Beschwerden nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Halten Beschwerden an oder belasten sie Sie, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Bei schwerem oder anhaltendem Durchfall informieren Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, denn Esomeprazol ist mit einem leicht erhöhten Risiko für ansteckenden Durchfall verbunden [4].
Gegen das Sodbrennen selbst rät die Packungsbeilage des rezeptfreien Präparats: langsam essen und kleinere Portionen, auf stark gewürzte und fettige Speisen und große Mahlzeiten vor dem Zubettgehen verzichten, kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee, Schokolade und Alkohol meiden, abnehmen und mit dem Rauchen aufhören [4]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, auch rezeptfreie [1]. Weil Esomeprazol das Enzym CYP2C19 hemmt, kann der Spiegel von Mitteln wie Diazepam, Citalopram oder Phenytoin steigen [1, 2]. Bei Clopidogrel verringert Esomeprazol die Menge des aktiven Wirkstoffs im Blut; die klinische Bedeutung ist ungewiss, die Fachinformation rät sicherheitshalber von der gleichzeitigen Anwendung ab [1, 2]. Laut Packungsbeilage von Nexium Control wird das rezeptfreie Präparat nicht zusammen mit anderen Säurehemmern eingenommen [4]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Nelfinavir (Mittel gegen HIV) | Bei gleichzeitiger Gabe von Omeprazol sanken die Blutspiegel von Nelfinavir laut Fachinformation um 36 bis 39 Prozent, die seines wirksamen Abbauprodukts um 75 bis 92 Prozent[1, 2] | Kombination nicht erlaubt |
| Atazanavir (Mittel gegen HIV) | Blutspiegel von Atazanavir kann deutlich sinken[1, 2] | Nicht empfohlen; wenn unvermeidbar, nur unter engmaschiger Überwachung |
| Clopidogrel (gegen Blutgerinnsel) | Weniger aktiver Wirkstoff im Blut, geringere Hemmung der Blutplättchen; klinische Bedeutung ungewiss[1, 2] | Laut Fachinformation sicherheitshalber nicht kombinieren, ärztlich besprechen |
| Ketoconazol, Itraconazol (Pilzmittel) und Erlotinib (Krebsmittel) | Diese Mittel können schlechter aufgenommen werden[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Digoxin (Herzmittel) | Wird besser aufgenommen; selten Vergiftungserscheinungen berichtet[1, 2] | Hohe Esomeprazol-Dosen bei älteren Menschen nur mit Vorsicht; dann Digoxin-Spiegel verstärkt kontrollieren |
| Diazepam, Citalopram, Imipramin, Clomipramin | Blutspiegel kann steigen, eventuell ist eine niedrigere Dosis nötig[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren; laut Fachinformation sollten mögliche Wechselwirkungen zu Beginn oder am Ende der Esomeprazol-Behandlung berücksichtigt werden |
| Phenytoin (Mittel gegen Epilepsie) | Blutspiegel von Phenytoin kann steigen[1, 2] | Kontrollen zu Beginn und am Ende der Esomeprazol-Einnahme |
| Blutverdünner wie Warfarin und andere Cumarin-Abkömmlinge | In Einzelfällen deutlich erhöhte Gerinnungswerte (INR)[1, 2] | Kontrollen zu Beginn und am Ende der Esomeprazol-Einnahme |
| Cilostazol (bei Schaufensterkrankheit) | Blutspiegel von Cilostazol kann steigen[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Cisaprid (bei Verdauungsstörungen) | Mehr Cisaprid im Blut[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Methotrexat in hoher Dosis | Methotrexat-Spiegel kann steigen[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt setzt Esomeprazol möglicherweise vorübergehend ab |
| Tacrolimus (nach Organtransplantation) | Tacrolimus-Spiegel kann steigen[1, 2] | Spiegel und Nierenfunktion verstärkt überwachen |
| Rifampicin (Tuberkulosemittel) und Johanniskraut | Esomeprazol-Spiegel kann sinken[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Clarithromycin und Voriconazol | Menge an Esomeprazol im Blut kann sich verdoppeln oder mehr[1, 2, 4] | Meist keine Dosisanpassung; bei schwerer Leberfunktionsstörung oder Langzeitbehandlung eventuell |
| Andere Säurehemmer wie Pantoprazol, Omeprazol oder Famotidin | Bei der Selbstbehandlung nicht zur gleichzeitigen Einnahme vorgesehen[4] | Laut Packungsbeilage von Nexium Control nicht zusammen einnehmen; Antazida sind bei Bedarf möglich |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Esomeprazol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu oder sind Sie unsicher, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Esomeprazol kann außerdem die Beschwerden anderer Erkrankungen überdecken: Verlieren Sie ohne ersichtlichen Grund viel Gewicht und haben Probleme beim Schlucken, erbrechen Sie Nahrung oder Blut oder ist Ihr Stuhl schwarz, sprechen Sie umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Planen Sie eine Blutuntersuchung auf Chromogranin A, sagen Sie vorher Bescheid [1]; mehr dazu im Ratgeber Medikamente vor Untersuchungen.
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Esomeprazol, gegen verwandte Stoffe (substituierte Benzimidazole) oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Allergie gegen andere Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol, Lansoprazol, Rabeprazol oder Omeprazol[1]
- Schwerer Hautausschlag, Abschälen der Haut, Blasenbildung oder wunde Stellen im Mund nach einer früheren Einnahme von Esomeprazol oder ähnlichen Arzneimitteln[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von Nelfinavir (Mittel gegen HIV)[1, 2]
- Laut Produktinformation von Nexium Control (rezeptfrei) außerdem nicht zusammen mit Rilpivirin (Mittel gegen HIV)[4]
Besondere Vorsicht bei
- Schwere Leberfunktionsstörung[1, 2]
- Schwere Nierenfunktionsstörung[1, 2]
- Hautreaktionen nach einer früheren Behandlung mit einem vergleichbaren säurehemmenden Arzneimittel[1, 2]
- Geplanter Bluttest auf Chromogranin A: Esomeprazol laut Fachinformation mindestens 5 Tage vorher vorübergehend absetzen[1, 2]
- Alarmzeichen oder Verdacht auf ein Magengeschwür: Laut Fachinformation sollte eine bösartige Erkrankung ausgeschlossen werden, weil Esomeprazol Beschwerden lindern und die Diagnose verzögern kann[1, 2]
- Osteoporose oder Einnahme von Kortikosteroiden: Das Risiko für Brüche von Hüfte, Handgelenk und Wirbelsäule kann leicht steigen, besonders bei Einnahme über mehr als ein Jahr[1, 2]
- Langzeitbehandlung, besonders über mehr als ein Jahr: regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen[1, 2]
- Einnahme über mehr als 3 Monate oder zusammen mit Digoxin oder Entwässerungsmitteln: Der Magnesiumwert kann sinken; die Ärztin oder der Arzt kann ihn kontrollieren[1, 2]
- Langzeitbehandlung bei geringen Vitamin-B12-Speichern: Esomeprazol kann die Aufnahme von Vitamin B12 verringern[2]
- Protonenpumpenhemmer können das Risiko für Magen-Darm-Infektionen, etwa mit Salmonellen oder Campylobacter, leicht erhöhen[2, 4]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Kapseln enthalten Saccharose; erst nach ärztlicher Rücksprache einnehmen[1, 2]
- Kinder unter 12 Jahren: Esomeprazol sollte nicht angewendet werden, weil keine Daten vorliegen[1, 2]
- Einnahme nach Bedarf: bei veränderten Beschwerden die Ärztin oder den Arzt informieren[1, 2]
- Rezeptfreie Selbstbehandlung: vorher beraten lassen bei früherem Magengeschwür oder Magenoperation, Reflux-Behandlung seit 4 oder mehr Wochen, häufigem Keuchen mit Sodbrennen, Gelbsucht oder schweren Leber- oder Nierenproblemen, älter als 55 Jahre mit neuen oder kürzlich veränderten Beschwerden oder täglicher Selbstbehandlung, geplanter Magenspiegelung oder Harnstoff-Atemtest; nicht unter 18 Jahren[4]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation, die Produktinformation des rezeptfreien Präparats und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3, 4]. In der Stillzeit sollten Sie Esomeprazol laut Packungsbeilage nicht einnehmen [1]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen. Allgemeines dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Sind Sie schwanger oder möchten Sie es werden, fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; die Ärztin oder der Arzt entscheidet über die Einnahme.[1]
Daten von 300 bis 1.000 Schwangerschaften ergaben keine Hinweise auf Fehlbildungen oder Schäden beim Kind; laut Fachinformation sollte Esomeprazol Schwangeren nur mit Vorsicht verordnet werden.[2]
Die Produktinformation des rezeptfreien Nexium Control sieht vor, die Einnahme in der Schwangerschaft als Vorsichtsmaßnahme möglichst zu vermeiden.[4]
Laut Embryotox zeigte eine dänische Registerstudie mit mehr als 600 Schwangerschaften kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko; für die Gruppe der Protonenpumpenhemmer liegen keine Hinweise auf schädliche Wirkungen auf das Ungeborene im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel vor. Mittel der ersten Wahl ist laut Embryotox Omeprazol, Esomeprazol bei nachweisbarem therapeutischem Vorteil ebenfalls akzeptabel. Bei Einnahme mehrerer Medikamente sollte laut Embryotox gegebenenfalls Pantoprazol bevorzugt werden, weil es weniger Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bedingt. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Laut Packungsbeilage und Fachinformation von Esomeprazol-ratiopharm ist nicht bekannt, ob Esomeprazol in die Muttermilch übergeht; Sie sollten es in der Stillzeit nicht einnehmen. Die Produktinformation von Nexium Control nennt begrenzte Hinweise darauf, dass Esomeprazol in die Muttermilch ausgeschieden wird, und sieht ebenfalls keine Anwendung in der Stillzeit vor.[1, 2, 4]
Laut Embryotox fanden sich in Milchproben einer Mutter nur sehr geringe Mengen Esomeprazol. Bevorzugt werden Omeprazol oder Pantoprazol; bei therapeutischem Vorteil kann auch unter Esomeprazol gestillt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Packungsbeilage und Fachinformation von Esomeprazol-ratiopharm machen keine Angaben zu Alkohol. Die Packungsbeilage des rezeptfreien Nexium Control nennt das Trinken großer Alkoholmengen als möglichen Auslöser von Sodbrennen und rät, zur Linderung der Beschwerden Alkohol zu meiden; eine Wechselwirkung mit Esomeprazol beschreibt sie nicht.[1, 2, 4]
Autofahren und Maschinen
Eine Beeinträchtigung ist unwahrscheinlich. Wer aber Schwindel (gelegentlich) oder verschwommenes Sehen (selten) bemerkt, sollte nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und keine Maschinen bedienen.[1, 2]
Einnahme
Zu jeder Tageszeit, mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen. Kapsel im Ganzen mit einem Glas Wasser schlucken, nicht zerkauen oder zerdrücken.[1, 2]
Bei Schluckbeschwerden die Kapsel öffnen, den Inhalt in ein halbes Glas stilles Wasser geben, innerhalb von 30 Minuten trinken und mit Wasser nachspülen; die Pellets nicht zerkauen.[1, 2]
Vergessen: nachholen, sobald Sie daran denken, außer es ist bald Zeit für die nächste Dosis. Keine doppelte Dosis.[1]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Rezeptfreie Selbstbehandlung (Erwachsene ab 18 Jahren): höchstens 1 Tablette mit 20 mg am Tag, auch wenn die Beschwerden nicht sofort besser werden; es kann 2 bis 3 Tage dauern, bis sie nachlassen.[4, 5]
Höchstens 14 Tage; beenden, sobald Sie beschwerdefrei sind. Keine Besserung nach 14 Tagen, Verschlechterung oder anhaltende oder regelmäßig wiederkehrende Beschwerden: ärztlich abklären lassen.[4, 5]
Absetzen
Vor einem Bluttest auf Chromogranin A sollte Esomeprazol laut Fachinformation mindestens 5 Tage vorher vorübergehend abgesetzt werden; bei hoch dosiertem Methotrexat setzt die Ärztin oder der Arzt Esomeprazol eventuell vorübergehend ab.[1, 2]
Ein zu niedriger Magnesiumwert besserte sich laut Fachinformation bei den meisten Betroffenen nach Magnesiumgabe und Absetzen des Protonenpumpenhemmers.[2]
Zum Beenden einer ärztlich verordneten Langzeitbehandlung machen Packungsbeilage und Fachinformation keine Angaben, vorher ärztlich besprechen. Die Selbstbehandlung endet, sobald Sie beschwerdefrei sind.[1, 2, 4]
Überdosierung
Haben Sie zu viel eingenommen, wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Möglich sind Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Schwäche. Ein spezielles Gegenmittel ist nicht bekannt.[1, 2, 4]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage von Esomeprazol-ratiopharm nennt für jedes Anwendungsgebiet eine empfohlene Dosis und Dauer [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Sie können die Kapseln zu jeder Tageszeit einnehmen, mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen. Schlucken Sie sie im Ganzen mit einem Glas Wasser und zerkauen Sie sie nicht: Die überzogenen Kügelchen (Pellets) im Inneren schützen den Wirkstoff vor der Magensäure [1]. Nahrung verzögert und verringert laut Fachinformation zwar die Aufnahme, verändert aber die Wirkung auf die Magensäure nicht wesentlich [2]. Mehr dazu im Ratgeber Einnahme vor oder nach dem Essen.
Die rezeptfreie Selbstbehandlung beenden Sie, sobald Sie beschwerdefrei sind, spätestens nach 14 Tagen; bessern sich die Beschwerden nicht oder werden sie schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [4]. Zum Beenden einer ärztlich verordneten Langzeitbehandlung machen Packungsbeilage und Fachinformation keine Angaben. Setzen Sie Esomeprazol nicht eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1, 2]. Vor einem Bluttest auf Chromogranin A sollte Esomeprazol laut Fachinformation mindestens 5 Tage vorher vorübergehend abgesetzt werden [2]. Nehmen Sie Phenytoin, führt die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage zu Beginn und am Ende der Esomeprazol-Einnahme Kontrolluntersuchungen durch, bei Blutverdünnern wie Warfarin möglicherweise [1, 2]. Was eine Leitlinie zur vermehrten Säurebildung nach dem Absetzen und zum Ausschleichen sagt, lesen Sie auf der Seite Esomeprazol absetzen.
Präparate mit Esomeprazol
Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Esomeprazol-ratiopharm; die Angaben zur Selbstbehandlung stammen aus der europäischen Produktinformation von Nexium Control [1, 2, 4]. Ein weiterer Protonenpumpenhemmer ist Pantoprazol [1].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| ESOMEP | HEXAL AG | magensaftresistente Hartkapseln mit 20 oder 40 mg |
| Esomeprazol Aristo | Aristo Pharma GmbH | magensaftresistente Hartkapseln mit 20 oder 40 mg |
| Esomeprazol-ratiopharm | ratiopharm GmbH | magensaftresistente Hartkapseln mit 20 oder 40 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Esomeprazol TAD | TAD Pharma GmbH | magensaftresistente Hartkapseln mit 20 oder 40 mg, außerdem 20 mg bei Sodbrennen |
| Nexium Control | Haleon Germany GmbH | magensaftresistente Tabletten mit 20 mg, nicht verschreibungspflichtig; Grundlage der Angaben zur Selbstbehandlung |
| Nexium mups | Grünenthal GmbH | magensaftresistente Tabletten mit 20 oder 40 mg |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Esomeprazol-ratiopharm 20 mg, 40 mg magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Esomeprazol-ratiopharm 20 mg/40 mg magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 16.10.2026
- Embryotox Embryotox: Esomeprazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- EMA-Produktinformation Nexium Control 20 mg magensaftresistente Tabletten/Hartkapseln: EPAR-Produktinformation (Fachinformation Anhang I, Packungsbeilage Anhang III B). Haleon Ireland Dungarvan Limited (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2026. abgerufen am 16.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Esomeprazol. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wann sollte man Esomeprazol einnehmen, morgens oder abends?
Laut Packungsbeilage können Sie die Kapseln zu jeder Tageszeit einnehmen, mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen. Laut Fachinformation verzögert und verringert Nahrung zwar die Aufnahme des Wirkstoffs, verändert aber die Wirkung auf die Magensäure nicht wesentlich. Schlucken Sie die Kapsel im Ganzen mit einem Glas Wasser und zerkauen Sie sie nicht.
Welche Nebenwirkungen hat Esomeprazol?
Häufig (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) treten Kopfschmerzen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit oder Erbrechen und gutartige Magenpolypen auf. Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100) kommen unter anderem Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Hautausschlag, Juckreiz und geschwollene Füße vor. Selten bis sehr selten sind Leberentzündungen, schwere allergische Reaktionen und schwere Hautreaktionen. Dann beenden Sie die Einnahme und holen umgehend ärztliche Hilfe.
Ist es schädlich, Esomeprazol über lange Zeit zu nehmen?
Bei einer Einnahme über längere Zeit, besonders über mehr als ein Jahr, macht die Ärztin oder der Arzt regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Protonenpumpenhemmer können das Risiko für Brüche von Hüfte, Handgelenk und Wirbelsäule leicht erhöhen, vor allem bei hoher Dosierung über mehr als ein Jahr. Nach mehr als 3 Monaten kann der Magnesiumwert im Blut sinken, und bei einer Langzeitbehandlung kann weniger Vitamin B12 aufgenommen werden. Ob die Behandlung weiterläuft, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Kann ich Esomeprazol einfach absetzen?
Die rezeptfreie Selbstbehandlung beenden Sie, sobald Sie beschwerdefrei sind, spätestens nach 14 Tagen. Zum Beenden einer ärztlich verordneten Langzeitbehandlung machen Packungsbeilage und Fachinformation keine Angaben. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite zum Absetzen von Esomeprazol.
Gibt es Esomeprazol ohne Rezept?
Ja, aber nur eingeschränkt: Ohne Rezept ist Esomeprazol zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen mit 20 mg je Einnahme und höchstens 20 mg am Tag erhältlich, für höchstens 14 Tage und in Packungen mit höchstens 280 mg Wirkstoff. Diese Präparate sind für Erwachsene bestimmt. Alle anderen Präparate und Anwendungen sind verschreibungspflichtig.
Darf ich Esomeprazol in der Schwangerschaft nehmen?
Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; die Ärztin oder der Arzt entscheidet. Daten von 300 bis 1.000 Schwangerschaften ergaben keine Hinweise auf Fehlbildungen. Das Beratungszentrum Embryotox nennt Omeprazol als am besten untersuchten Protonenpumpenhemmer das Mittel der ersten Wahl und hält Esomeprazol bei nachweisbarem therapeutischem Vorteil ebenfalls für akzeptabel. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was ist der Unterschied zwischen Esomeprazol und Omeprazol?
Esomeprazol ist das S-Isomer von Omeprazol, also eine der beiden spiegelbildlichen Formen dieses Moleküls. Laut Fachinformation wirken beide Formen gleich an der Protonenpumpe. Embryotox geht davon aus, dass die Erfahrungen mit Omeprazol in der Schwangerschaft vermutlich auf Esomeprazol übertragbar sind.
Wie hoch ist die Dosis von Esomeprazol?
Das hängt vom Anwendungsgebiet ab. Die Angaben der Packungsbeilage stehen im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite; Ihre persönliche Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Für die rezeptfreie Selbstbehandlung gilt die Höchstmenge aus der Packungsbeilage des rezeptfreien Präparats.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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