WerkzeugeWerkzeug
Entsorgungs-Wegweiser
Der Entsorgungs-Wegweiser zeigt nach der Art des Mittels, etwa Tabletten, Säfte, Pflaster, Spritzen oder Betäubungsmittel, welche Regeln für die Entsorgung gelten, jeweils mit Quelle. Medikamente gehören nie in Toilette oder Waschbecken; in den meisten Regionen können sie laut gesund.bund.de bis auf wenige Ausnahmen in den Hausmüll, und ein eigener Hinweis in Abschnitt 5 der Packungsbeilage geht vor. Ob ein Entsorgungsweg in Ihrem Fall gilt, klärt für den Hausmüll Ihre Gemeinde und für ein einzelnes Arzneimittel Ihre Apotheke.
Werkzeug
Entsorgungs-Wegweiser
Kreuzen Sie an, welche Medikamente Sie entsorgen möchten. Der Wegweiser zeigt die passenden Regeln mit Quelle und wo Sie die Regel Ihrer Gemeinde finden.
Ob ein Entsorgungsweg in Ihrem Fall gilt, klärt für den Hausmüll Ihre Gemeinde und für ein einzelnes Arzneimittel Ihre Apotheke.

So funktioniert der Wegweiser
Kreuzen Sie oben an, welche Arten von Medikamenten Sie entsorgen möchten, auch mehrere, und ob die Packungsbeilage einen eigenen Entsorgungshinweis nennt. Der Wegweiser zeigt dann die passenden Regeln mit Quelle, zum Ausdrucken.
Was in Ihrer Gemeinde gilt, sagt er nicht, und ob ein Mittel ein Betäubungsmittel ist, prüft er nicht. Betäubungsmittel dürfen für Patienten außer in Notfällen nur auf einem Betäubungsmittelrezept verschrieben werden (§ 8 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 6 BtMVV) [11]. Ausführlich erklärt das Thema der Ratgeber Medikamente richtig entsorgen; weitere Hilfen stehen unter Werkzeuge.
Was gilt: die Regeln im Überblick
Eine bundesweit einheitliche Regelung zur Entsorgung von Medikamenten gibt es laut arzneimittelentsorgung.de nicht [5].
Für alle Medikamente
- Nie in Toilette oder Waschbecken: Das gilt auch für flüssige Medikamente wie Hustensaft oder Augentropfen [1, 2]. Kläranlagen können nicht alle Substanzen aus dem Abwasser zurückhalten, Arzneistoffe können so in Gewässer gelangen [1].
- Hausmüll oder Sammelstelle, je nach Region: Laut gesund.bund.de können Medikamente bis auf wenige Ausnahmen in den meisten Regionen in Deutschland im Hausmüll entsorgt werden; anderswo sind Schadstoffmobile oder Recyclinghöfe vorgesehen [4]. Wird der Müll mechanisch-biologisch vorbehandelt statt verbrannt, werden laut arzneimittelentsorgung.de nicht alle Wirkstoffe vollständig zerstört; dann werden vor allem Schadstoffmobil, Recyclinghof oder Apotheke empfohlen [5].
- Packungsbeilage zuerst: Wie ein Arzneimittel zu entsorgen ist, steht in Abschnitt 5 der Packungsbeilage [2, 4]. Die allgemeinen Grundsätze des Bundesgesundheitsministeriums gelten, sofern die Packungsbeilage keine speziellen Hinweise für die Entsorgung enthält [3]. Manche Packungsbeilagen schließen nach der EU-Vorlage neben dem Abwasser auch den Haushaltsabfall aus [8, 15, 16].
- Kein Zugriff für andere: Beim Hausmüll muss laut Umweltbundesamt verhindert werden, dass jemand missbräuchlich auf die Reste zugreift, zum Beispiel Kinder, damit es nicht zu Vergiftungen kommt. Es kann sinnvoll sein, die Reste nach ganz unten in die Mülltonne zu legen oder in Papier einzuwickeln [1].
- Behälter nicht ausspülen: Behälter mit Arzneimittelresten sollten Sie nicht ausspülen [3, 4].
- Umverpackung ins Altpapier: Die Umverpackung des Medikaments kann wie gewohnt ins Altpapier [1].
- Rücknahme in der Apotheke: Apotheken bieten laut Bundesgesundheitsministerium oftmals freiwillig die Rücknahme von Altarzneimitteln an, aber nicht flächendeckend; rechtlich verpflichtet sind sie dazu nicht [3].
Wenn die Packungsbeilage einen eigenen Hinweis nennt
- Der Hinweis geht vor: Steht dort etwa "nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall", fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie Sie das Mittel entsorgen [8].
Tabletten oder Kapseln
- Die Wege Ihrer Region: Tabletten gehören laut arzneimittelentsorgung.de zu den Arzneimitteln, für die es in Deutschland die verschiedenen Entsorgungswege gibt [5].
- Reste von Antibiotika: Übrig gebliebene Tabletten eines Antibiotikums sollten Sie laut gesund.bund.de nicht für eine spätere Anwendung aufheben; gelangen Antibiotika über das Abwasser in die Umwelt, können dort neue Resistenzen entstehen [4].
Flüssige Mittel wie Saft oder Tropfen
- Mit dem Behältnis entsorgen: Flüssige Medikamente wie Hustensaft oder Augentropfen sollten Sie laut Umweltbundesamt mitsamt ihrem Behältnis entsorgen. Dass keine Arzneistoffe ins Wasser gelangen, ist dabei wichtiger als das Recycling der Flasche oder Ampulle [1].
Salben und Cremes
- Papiertücher in den Hausmüll: Papiertücher mit Arzneimittelresten sollten laut Umweltbundesamt immer in den Hausmüll und nicht in die Toilette. Nach dem Auftragen einer Arzneisalbe rät es, die Hände zuerst mit einem Papiertuch abzuwischen, bevor Sie sie mit Wasser und Seife waschen [1].
Sprays und Dosieraerosole
- Behälter unter Druck: Laut Packungsbeilage eines Salbutamol-Dosieraerosols steht der Behälter unter Druck und ist nicht gewaltsam zu öffnen oder zu verbrennen. Laut dieser Packungsbeilage ist das Arzneimittel gemäß den örtlichen Anforderungen zu entsorgen; wie, fragen Sie in Ihrer Apotheke [17]. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
- Taschentücher nach Nasentropfen oder Nasenspray: Papiertücher, die nach Nasentropfen oder Nasenspray zum Naseputzen verwendet werden, gehören laut Umweltbundesamt in den Hausmüll [1].
Spritzen, Pens und Kanülen
- Nach der Packungsbeilage: Spritzen zählt arzneimittelentsorgung.de zu den Arzneimitteln, für die es die verschiedenen Entsorgungswege gibt [5]. Hinweise der Packungsbeilage zu gebrauchten Spritzen, Pens und Nadeln gehen den allgemeinen Grundsätzen vor [3].
- Beispiel Fertigspritze: Laut Packungsbeilage eines Enoxaparin-Präparats kommt die verwendete Spritze in einen durchstichsicheren Abfallbehälter; dessen Deckel wird sorgfältig geschlossen und der Behälter für Kinder unzugänglich aufbewahrt. Ist er voll, wird er entsorgt wie mit Arzt oder Apotheker besprochen, nicht im Haushaltsabfall [15].
- Beispiel Insulin-Fertigpen: Laut Packungsbeilage eines Insulin-Fertigpens dürfen leere Pens nicht wieder gefüllt werden und müssen ordnungsgemäß entsorgt werden, entsprechend den örtlichen Bestimmungen. Die Nadel entsorgen Sie laut dieser Packungsbeilage sicher, wie es Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder medizinisches Fachpersonal gezeigt hat [16].
Schmerzpflaster mit Opioiden
- Falten und zurück in den Beutel: Laut Packungsbeilage eines Fentanyl-Pflasters falten Sie ein Pflaster sofort nach dem Entfernen fest in der Mitte zusammen, sodass die Klebeflächen aneinanderkleben, stecken es in den Originalbeutel und entsorgen den Beutel, wie von Ihrem Apotheker angegeben [13].
- Für Kinder unzugänglich: Auch benutzte Pflaster enthalten laut dieser Packungsbeilage noch etwas Wirkstoff. Sie sollen für andere Personen, insbesondere Kinder, unzugänglich aufbewahrt werden, bis sie entsorgt werden [13].
- Abgelaufene Pflaster: Sind die Pflaster abgelaufen, bringen Sie sie laut dieser Packungsbeilage zur Apotheke zurück [13].
- Pflaster auf fremder Haut: Klebt das Pflaster auf der Haut einer anderen Person, muss es laut dieser Packungsbeilage sofort entfernt und medizinische Hilfe eingeholt werden [13].
Betäubungsmittel
- In der Apotheke fragen: Fragen Sie in Ihrer Apotheke oder Arztpraxis, wie Sie nicht mehr benötigte Betäubungsmittel abgeben; auch die Packungsbeilagen eines Fentanyl-Pflasters und eines Oxycodon-Präparats verweisen an die Apotheke [13, 14]. Apotheken dürfen Betäubungsmittel ohne eigene Erlaubnis zur Vernichtung entgegennehmen (§ 4 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. e BtMG) [10].
- Reste nicht weiterverwenden: Restmengen, die ein Patient nicht mehr benötigt oder ein verstorbener Patient hinterlassen hat, dürfen laut den Fragen und Antworten der Bundesopiumstelle des BfArM für Fachkreise in keinem Fall für andere Patienten weiterverwendet werden, soweit nicht die Ausnahmeregelung des § 5c BtMVV greift. Sie sollen unverzüglich vernichtet oder ihre Vernichtung durch eine Apotheke veranlasst werden [12].
- Nicht weitergeben: Die Packungsbeilage eines Oxycodon-Präparats sagt: "Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter." Personen, denen es nicht verschrieben wurde, kann es laut dieser Packungsbeilage schweren Schaden zufügen oder zum Tode führen [14].
- Was § 16 BtMG dem Eigentümer vorschreibt: Will der Eigentümer nicht mehr benötigte Betäubungsmittel beseitigen, hat er sie nach § 16 Abs. 1 und 3 BtMG auf seine Kosten in Gegenwart von zwei Zeugen so zu vernichten, dass sie auch nicht teilweise wiedergewonnen werden können und Mensch und Umwelt vor schädlichen Einwirkungen geschützt sind; über die Vernichtung ist eine Niederschrift zu fertigen und drei Jahre aufzubewahren [9]. Daneben gibt es den Weg über die Apotheke [10].
Mittel zur Krebsbehandlung
- Nicht in den Hausmüll: Spezielle Arzneimittel, etwa zur Krebsbehandlung, dürfen laut gesund.bund.de nicht im Hausmüll entsorgt werden; beachten Sie die Anweisungen in der Packungsbeilage oder fragen Sie in einer Apotheke oder Arztpraxis nach [4]. Dasselbe sagt arzneimittelentsorgung.de für Zytostatika und rät zur Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt [5].
So finden Sie die Regel Ihrer Gemeinde
- Bei der Gemeinde fragen: Vielfach sehen Städte und Gemeinden neben dem Hausmüll weitere Wege für Altarzneimittel vor, etwa "Medi-Tonnen", Schadstoffsammelstellen oder Schadstoffmobile; Auskunft erteilt laut Bundesgesundheitsministerium Ihre Gemeinde [3]. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger sind zur Information und Beratung über die Beseitigung von Abfällen verpflichtet (§ 46 Abs. 1 Satz 1 KrWG) [7].
- Postleitzahl-Suche: Welche Entsorgungswege in Ihrer Nähe empfohlen werden, können Sie laut Umweltbundesamt, BfArM und gesund.bund.de auf arzneimittelentsorgung.de mit Ihrer Postleitzahl abfragen [1, 2, 4]. Die Seite ist ein Informationsangebot aus einem Forschungsprojekt (DECHEMA, Begleitvorhaben RiSKWa des BMBF) [5]. Der Wegweiser gibt keine Angaben an diese Seite weiter.
Wie Sie das Ergebnis lesen
Oben stehen immer die Regeln für alle Medikamente, darunter die zu Ihrer Auswahl und am Ende der Weg zur Regel Ihrer Gemeinde, jede mit Quelle. Angaben aus einer Packungsbeilage gelten für das dort genannte Präparat; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und Vergiftungen sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung Fälle für den Notruf 112 [18].
Was das Werkzeug nicht kann
Der Wegweiser sagt nicht, welcher Entsorgungsweg in Ihrer Gemeinde gilt, und enthält keine Daten einzelner Gemeinden oder Kreise. Er prüft nicht, ob ein Mittel ein Betäubungsmittel oder ein Mittel zur Krebsbehandlung ist, nennt keine Adressen von Apotheken oder Sammelstellen, vermittelt keine Abholung und enthält keine Regeln für Heime, Praxen oder Apotheken. Eine Empfehlung, ein Medikament nicht mehr zu nehmen, gibt er nicht.
Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente richtig entsorgen, Haltbarkeit und Verfallsdatum, Medikamente aufbewahren und Medikamente zurückgeben oder spenden.
Ob ein Entsorgungsweg in Ihrem Fall gilt, klärt für den Hausmüll Ihre Gemeinde und für ein einzelnes Arzneimittel Ihre Apotheke.
Wer verbindlich entscheidet
Abfälle aus privaten Haushalten sind den nach Landesrecht zur Entsorgung verpflichteten öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern zu überlassen, soweit sie nicht auf dem selbst genutzten Grundstück verwertet werden (§ 17 Abs. 1 Satz 1 KrWG; Ausnahmen in Absatz 2) [6]. Welche Sammelwege es für Altarzneimittel bei Ihnen gibt, erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde [3]. Wie ein bestimmtes Arzneimittel zu entsorgen ist, sollen Sie laut Packungsbeilage in Ihrer Apotheke erfragen [2, 8].
Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät
Angaben zu Medikamenten sind Gesundheitsdaten. Das Werkzeug arbeitet nur in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden weder an uns noch an Dritte übertragen. Die Seite speichert sie nicht. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.
Stand und Änderungen
Geprüft am 22.10.2026 an den unten genannten Quellen. Welche Entsorgungswege eine Region empfiehlt, kann sich ändern; die Empfehlungen für Ihre Postleitzahl zeigt arzneimittelentsorgung.de [1, 4]. Maßgeblich sind die aktuelle Packungsbeilage [2] und die geltende Fassung der Gesetze.
Quellen
- Behörde Umweltbewusste Entsorgung von Medikamentenresten. Umweltbundesamt (UBA). Stand zuletzt aktualisiert am 11.07.2025. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde Arzneimittelentsorgung: Hinweise zur richtigen Entsorgung von nicht verbrauchten Arzneimitteln (mit Entsorgungshinweis in der Gebrauchsinformation). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde Arzneimittel richtig aufbewahren und entsorgen (Abschnitt Arzneimittelentsorgung). Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Stand 26.02.2026. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde Umgang mit Arzneimitteln: Richtig lagern, einnehmen und entsorgen (Abschnitte "Auf einen Blick", Entsorgung und Antibiotika). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 17.02.2026. abgerufen am 22.10.2026
- Arzneimittel-Entsorgung richtig gemacht! (Startseite und Impressum). Wissenschaftliches Begleitvorhaben der BMBF-Fördermaßnahme RiSKWa, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.. Stand ohne Datumsangabe (Archivfassungen vom 12.10.2026 und, Impressum, vom 17.04.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 22.10.2026
- Behörde § 17 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG): Überlassungspflichten (Absatz 1 Satz 1). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de. Stand KrWG zuletzt geändert durch Art. 5 G v. 02.03.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 56); Änderungen durch Art. 2 G v. 13.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 207), Art. 17 G v. 22.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 224) und Art. 3 G v. 13.10.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 304) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde § 46 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG): Abfallberatungspflicht (Absatz 1 Satz 1). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de. Stand KrWG zuletzt geändert durch Art. 5 G v. 02.03.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 56); Änderungen durch Art. 2 G v. 13.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 207), Art. 17 G v. 22.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 224) und Art. 3 G v. 13.10.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 304) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde QRD-Vorlage für Produktinformationen, Version 10.4, deutsche Fassung mit markierten Änderungen (Packungsbeilage, Abschnitt 5). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2024. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde § 16 Betäubungsmittelgesetz (BtMG): Vernichtung (Absätze 1 und 3). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de. Stand BtMG zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 150); Änderung durch Art. 8 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde § 4 Betäubungsmittelgesetz (BtMG): Ausnahmen von der Erlaubnispflicht (Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe e). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de. Stand BtMG zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 150); Änderung durch Art. 8 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde § 8 Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV): Betäubungsmittelrezept (Absatz 1 Satz 1 und Absatz 6). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de. Stand BtMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 14.02.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 37). abgerufen am 22.10.2026
- Behörde Häufig gestellte Fragen zur Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) und zum Betäubungsmittelgesetz (BtMG) für Ärzte, Apotheker und Fachkräfte (Fragen 42 und 45). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesopiumstelle. Stand 05.06.2025. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fentanyl-ratiopharm 12 / 25 / 50 / 75 / 100 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster (Abschnitte 2, 3 und 5). ratiopharm GmbH. Stand 05/2025 (Archivfassung vom 13.06.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten (Kopf und Abschnitt 5). ratiopharm GmbH. Stand 02/2025 (Archivfassung vom 16.06.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 22.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Inhixa (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Inhixa 2.000 IE bis 10.000 IE Injektionslösung (Fertigspritzen). Techdow Pharma Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 07/2026. abgerufen am 22.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Lantus (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Lantus SoloStar 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen mit Hinweisen zur Handhabung. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Salbutamol-ratiopharm N Dosieraerosol 0,1 mg/Sprühstoß (Abschnitt 5). ratiopharm GmbH. Stand 09/2024 (Archivfassung vom 16.06.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 22.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
Häufige Fragen
Wohin mit abgelaufenen Tabletten?
Laut gesund.bund.de können abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente bis auf wenige Ausnahmen in den meisten Regionen in Deutschland im Hausmüll entsorgt werden; anderswo sind Schadstoffmobile oder Recyclinghöfe vorgesehen. Welcher Weg bei Ihnen empfohlen wird, zeigt arzneimittelentsorgung.de nach Postleitzahl, und ein eigener Hinweis in Abschnitt 5 der Packungsbeilage geht vor. In Toilette oder Waschbecken gehören Tabletten nie.
Wie entsorge ich alten Hustensaft oder Augentropfen?
Flüssige Medikamente sollten Sie laut Umweltbundesamt mitsamt ihrem Behältnis entsorgen, nie über Toilette oder Spüle; dass keine Arzneistoffe ins Wasser gelangen, ist wichtiger als das Recycling der Flasche. Behälter mit Arzneimittelresten sollten Sie laut Bundesgesundheitsministerium und gesund.bund.de nicht ausspülen. Die Umverpackung kann laut Umweltbundesamt ins Altpapier.
Nimmt die Apotheke alte Medikamente zurück?
Apotheken bieten laut Bundesgesundheitsministerium oftmals freiwillig die Rücknahme von Altarzneimitteln an, aber nicht flächendeckend; rechtlich verpflichtet sind sie dazu nicht. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.
Wohin mit übrig gebliebenen Betäubungsmitteln?
Fragen Sie in Ihrer Apotheke oder Arztpraxis, wie Sie sie abgeben. Apotheken dürfen Betäubungsmittel ohne eigene Erlaubnis zur Vernichtung entgegennehmen (§ 4 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. e BtMG). Laut den Fragen und Antworten der Bundesopiumstelle des BfArM für Fachkreise sollen nicht mehr benötigte Restmengen unverzüglich vernichtet oder ihre Vernichtung durch eine Apotheke veranlasst werden; soweit nicht die Ausnahmeregelung des § 5c BtMVV greift, dürfen sie in keinem Fall für andere Patienten weiterverwendet werden. Geben Sie Betäubungsmittel nicht an andere weiter.
Wie entsorge ich gebrauchte Spritzen und Pens?
So, wie es die Packungsbeilage Ihres Präparats beschreibt. Die Packungsbeilage eines Enoxaparin-Präparats zum Beispiel sieht einen durchstichsicheren Abfallbehälter vor, der für Kinder unzugänglich aufbewahrt und, wenn er voll ist, wie mit Arzt oder Apotheker besprochen und nicht im Haushaltsabfall entsorgt wird. Bei einem Insulin-Fertigpen dürfen leere Pens laut Packungsbeilage nicht wieder gefüllt werden und müssen ordnungsgemäß entsorgt werden.
Speichert der Wegweiser meine Auswahl?
Nein. Das Werkzeug arbeitet nur in Ihrem Browser, überträgt nichts und speichert nichts. Der Link auf arzneimittelentsorgung.de enthält keine Angaben aus dem Werkzeug; Ihre Postleitzahl geben Sie dort selbst ein.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Werkzeuge Krankheitskosten-Steuer-CheckZumutbare Belastung nach § 33 EStG gestaffelt berechnen und sehen, welcher Teil Ihrer Krankheitskosten sie übersteigt.
-
Werkzeuge Nebenwirkungs-FinderBeschwerde eingeben und sehen, bei welchen Wirkstoffen die Produktinformation sie als Nebenwirkung nennt, mit Häufigkeit.
-
Werkzeuge Was heißt "häufig"?"Häufig" heißt in der Packungsbeilage: bei bis zu 1 von 10 Behandelten.
-
Behandlungen Eiseninfusion: NebenwirkungenEine Eiseninfusion kann je nach Präparat Übelkeit, Kopfschmerzen und Reaktionen an der Einstichstelle auslösen.