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Erhöhte Leberwerte und Leberschäden durch Medikamente
Erhöhte Leberwerte sind Blutwerte, die auf eine Schädigung der Leber hinweisen können. Laut IQWiG können verschiedene Medikamente sie erhöhen, auch pflanzliche. Die Produktinformationen nennen Leberwerterhöhungen oder Leberschäden zum Beispiel bei Methotrexat, Leflunomid, Statinen wie Atorvastatin, Amoxicillin/Clavulansäure, Valproinsäure, Metamizol und Paracetamol, das in zu hohen Mengen schwere Leberschäden verursachen kann. Lassen Sie erhöhte Werte ärztlich abklären und holen Sie bei Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder hellem Stuhl sofort ärztliche Hilfe. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Erhöhte Leberwerte sind ein Befund aus der Blutuntersuchung: Bestimmte Enzyme, die vor allem in der Leber vorkommen, sind im Blut vermehrt nachweisbar. Werden Leberzellen geschädigt, gelangt zum Beispiel mehr Alanin-Aminotransferase (ALAT) ins Blut [1]. Verschiedene Medikamente können die Leber schädigen und die Werte erhöhen, darunter auch pflanzliche Arzneimittel; diese Schädigung kann nur leicht und vorübergehend sein, sodass sie keine Beschwerden verursacht [1]. Manche Produktinformationen nennen außerdem eine Leberentzündung (Hepatitis) und in sehr seltenen Fällen ein Leberversagen, etwa bei Methotrexat und Leflunomid [12, 14].
Welche Medikamente erhöhte Leberwerte und Leberschäden auslösen können
Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) können viele Medikamente den Leberwert Gamma-GT erhöhen. Genannt werden unter anderem entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, Cholesterinsenker, Antibiotika, bestimmte Medikamente zur Hemmung der Magensäure, Mittel gegen Pilzinfektionen, krampflösende Medikamente und Antidepressiva [3]. Für einzelne Wirkstoffe beschreiben die Produktinformationen Folgendes:
- Methotrexat: In der Packungsbeilage von Methotrexat-Tabletten ist ein Anstieg der Leberwerte bei Blutuntersuchungen als sehr häufig eingestuft (mehr als 1 von 10 Behandelten). Eine Leberschädigung mit Leberverfettung, Vernarbung (Leberfibrose) oder Leberzirrhose ist als gelegentlich eingestuft (bis zu 1 von 100), eine akute Leberentzündung als selten (bis zu 1 von 1.000) [12].
- Leflunomid: In der Packungsbeilage sind Leberwerterhöhungen als häufig eingestuft (bis zu 1 von 10), Leberwerterhöhungen, aus denen sich eine Hepatitis oder Gelbsucht entwickeln kann, als selten, und ernsthafte Leberstörungen wie Leberversagen, möglicherweise mit tödlichem Ausgang, als sehr selten (bis zu 1 von 10.000) [14]. Die meisten schweren Leberschäden traten laut Fachinformation in den ersten 6 Monaten auf [14].
- Statine: Unter Atorvastatin wurde laut Fachinformation wie bei anderen Statinen ein Anstieg der Transaminasen beobachtet, normalerweise geringfügig und vorübergehend; auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts stiegen die Werte bei 0,8 Prozent der Behandelten [16]. Bei Simvastatin traten mäßige Erhöhungen bald nach Behandlungsbeginn auf, häufig vorübergehend und ohne Beschwerden [18]; eine Leberentzündung oder Gelbsucht ist in der Packungsbeilage als selten, ein Leberversagen als sehr selten eingestuft [17]. Mehr unter Statine und weitere Lipidsenker.
- Amoxicillin/Clavulansäure: Als gelegentliche Nebenwirkung, die sich bei Blutuntersuchungen zeigen kann, nennt die Packungsbeilage eine Zunahme von der Leber gebildeter Enzyme als Hinweis auf eine Leberschädigung; Leberentzündung und Gelbsucht stehen dort mit nicht bekannter Häufigkeit [10]. Laut Fachinformation wurden Leberreaktionen vorwiegend bei Männern und älteren Menschen beschrieben; sie sind in der Regel umkehrbar, können aber schwerwiegend sein [11]. Leberentzündung und Gelbsucht durch Gallestau wurden laut Fachinformation auch bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet [11].
- Valproinsäure: Laut Packungsbeilage kann Valproat die Leber ernsthaft schädigen, manchmal mit tödlichen Folgen, unabhängig von der Dosis [19]. Die Leberschäden treten laut Fachinformation meist in den ersten 6 Monaten auf, vor allem zwischen der 2. und der 12. Behandlungswoche; besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder unter 3 Jahren mit schwerer Epilepsie, vor allem zusammen mit anderen Mitteln gegen Krampfanfälle [19, 20].
- Metamizol: Über Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens unter Metamizol informierte ein Rote-Hand-Brief vom 15. Dezember 2020. Die Schäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf, mit erhöhten Leberenzymwerten mit oder ohne Gelbsucht, häufig zusammen mit anderen Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag oder Fieber [7]. Die genaue Häufigkeit lässt sich laut Rote-Hand-Brief nicht berechnen; der Brief schätzt sie als sehr selten ein [7], die Packungsbeilage gibt sie als nicht bekannt an [5]. Mögliche Folge ist ein akutes Leberversagen, das eine Lebertransplantation nötig macht [7].
- Paracetamol: Als Nebenwirkung nennt die Packungsbeilage selten einen leichten Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen) [8]. Die Fachinformation warnt: Die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis kann zu schweren Leberschäden führen [9]. Ein Vergiftungsrisiko besteht laut Fachinformation insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehlernährung und gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die eine vermehrte Bildung bestimmter Enzyme bewirken (Enzyminduktion); in diesen Fällen kann eine Überdosierung tödlich sein [9].
Wie viel Paracetamol Sie höchstens einnehmen dürfen, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats; andere gleichzeitig angewendete Arzneimittel sollten kein Paracetamol enthalten, um eine Überdosierung zu vermeiden [8]. Die Angaben stehen unter Paracetamol: Dosierung; mehr im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.
In der Tabelle steht je Wirkstoff die höchste Einstufung; bei vielen betrifft sie erhöhte Leberwerte, nicht einen Leberschaden.
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Adalimumab | Sehr häufig | Erhöhte Werte der Leberenzyme (nur durch Bluttests erkennbar) · Gallenblasenentzündung, Gallensteine, Fettleber; erhöhtes Bilirubin im Blut · Leberentzündung (Hepatitis), erneuter Ausbruch einer Hepatitis B, vom… |
| Amiodaron | Sehr häufig | Isolierte Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen) zu Beginn der Behandlung, in der Regel auf das 1,5- bis 3-Fache des Normalwerts; die Werte normalisieren sich meist bei Dosisverringerung oder von selbst · Akute… |
| Carbamazepin | Sehr häufig | Gelbsucht oder Leberentzündung (Hepatitis in unterschiedlicher Form) und Lebererkrankungen mit Zerstörung und Schwund der Gallengänge in der Leber; insbesondere in den ersten Behandlungsmonaten lebensbedrohliche akute… |
| Certoparin | Sehr häufig | Leichter Anstieg der Leberwerte; die Werte normalisieren sich nach dem Absetzen · Bei der Behandlung tiefer Venenthrombosen (THERAPIE, 8000 I.E.): Anstieg der Leberenzyme, der nach dem Absetzen zumeist wieder zurückgeht |
| Enoxaparin | Sehr häufig | Erhöhte Leberenzymwerte · Gelbfärbung von Haut oder Augen und dunklerer Urin, mögliche Anzeichen von Leberproblemen (Leberzellschädigung) · Leberschaden durch Gallestau (cholestatischer Leberschaden) |
| Heparin | Sehr häufig | Anstieg der Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT) sowie von LDH und Lipase |
| Isotretinoin | Sehr häufig | Erhöhte Leberenzymwerte (im Bluttest festgestellt) · Gelbfärbung der Haut oder Augen und Müdigkeitsgefühl als mögliche Anzeichen einer Leberentzündung (Hepatitis) |
| Methotrexat | Sehr häufig | Anstieg der Leberwerte bei Blutuntersuchungen · Leberschädigung (Hepatotoxizität), Leberverfettung, Vernarbung der Leber (Leberfibrose) bis zur Leberzirrhose, Abnahme des Serumalbumins; mögliche Zeichen sind… |
| Nivolumab | Sehr häufig | Im Bluttest (laut Fachinformation sehr häufig): Anstieg der Leberwerte (AST, ALT, alkalische Phosphatase), des Kreatinins und der Enzyme Lipase und Amylase; zu niedrige oder zu hohe Werte von Kalium und Kalzium; zu… |
| Tacrolimus | Sehr häufig | Auffällige Leberfunktionstests · Veränderte Leberenzyme und Leberfunktion, Gelbfärbung der Haut durch Lebererkrankungen, Schädigung des Lebergewebes, Leberentzündung · Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) ·… |
| Agomelatin | Häufig | Erhöhte Leberenzymwerte im Blut (AST und/oder ALT); laut Fachinformation in klinischen Studien Erhöhungen auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts bei 1,2 Prozent unter 25 mg, 2,6 Prozent unter 50 mg und 0,5… |
| Anastrozol | Häufig | Veränderungen in Bluttests, die die Leberfunktion zeigen (laut Fachinformation erhöhte alkalische Phosphatase, ALT und AST) · Veränderungen spezieller Leberwerte im Bluttest (Gamma-GT und Bilirubin) · Entzündung der… |
| Apixaban | Häufig | Erhöhte Gamma-Glutamyltransferase (GGT) in Blutuntersuchungen · Auffällige Blutwerte: gestörte Leberfunktion, Anstieg bestimmter Leberenzyme und erhöhte Bilirubinwerte; Bilirubin ist ein Abbauprodukt der roten… |
| Atorvastatin | Häufig | Blutwerte, die auf eine gestörte Leberfunktion hinweisen können · Leberentzündung (Hepatitis) · Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes durch Gallestau (Cholestase) · Leberschäden, die sich durch unerwartete oder… |
| Bempedoinsäure | Häufig | Ergebnisse von Bluttests, die auf Veränderungen der Leber hinweisen; laut Fachinformation ist das Leberenzym AST häufig erhöht, das Leberenzym ALT und Werte im Leberfunktionstest gelegentlich |
| Bimatoprost | Häufig | Erhöhte Bluttestwerte, die die Funktion der Leber zeigen (Leberfunktionstest anomal) |
| Cefuroxim | Häufig | Vorübergehend erhöhte Leberenzyme · Gelbfärbung von Augenweiß oder Haut (Gelbsucht, überwiegend durch Gallestau) und Leberentzündung (Hepatitis) |
| Ciclosporin | Häufig | Leberprobleme (laut Fachinformation anormale Leberfunktion) · Schwere Leberprobleme mit oder ohne Gelbfärbung von Augen oder Haut, Übelkeit, Appetitmangel, dunkler Urin, Schwellung von Gesicht, Füßen, Händen oder des… |
| Clarithromycin | Häufig | Veränderte Werte in Leberfunktionstests · Gallenstauung (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis) und erhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST, Gamma-GT) · Leberversagen, besonders bei Patientinnen und Patienten, die an einer… |
| Clindamycin | Häufig | Auffälliger Leberfunktionstest · Vorübergehende Leberentzündung mit Gelbsucht durch Gallestau · Gelbsucht |
| Clozapin | Häufig | Geringfügige Abweichungen der Leberwerte (erhöhte Leberenzymwerte) · Leberentzündung (Hepatitis) und Lebererkrankung mit Gelbfärbung der Haut, dunklem Urin und Juckreiz (Ikterus) · Fulminante Lebernekrose: plötzliches… |
| Dabigatran | Häufig | Von der Norm abweichende Leberfunktionswerte · Bei Vorhofflimmern: erhöhte Leberenzymwerte · Bei Vorhofflimmern: Gelbfärbung von Haut oder Augen durch eine Leberschädigung oder eine Bluterkrankung · Nach Knie- oder… |
| Diclofenac | Häufig | Erhöhte Leberenzymwerte im Blut · Leberschäden, insbesondere bei Langzeitbehandlung; akute Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht, die sehr selten sehr schwer (fulminant) und auch ohne Vorzeichen verläuft… |
| Dimethylfumarat | Häufig | Erhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST) im Blut · Leberentzündung und Anstieg der Leberenzymwerte (ALT oder AST zusammen mit Bilirubin); laut Fachinformation arzneimittelbedingter Leberschaden |
| Edoxaban | Häufig | Auffällige Leberwerte bei Blutuntersuchungen |
| Etoricoxib | Häufig | Veränderte Blutwerte zur Leberfunktion (Anstieg von ALT und AST) · Leberentzündung (Hepatitis) · Leberversagen, Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (Gelbsucht) |
| Ezetimib | Häufig | Zusammen mit einem Statin: erhöhte Leberwerte (Transaminasen) in einigen Labortests · Erhöhte Werte in einigen Labortests der Leberfunktion (Transaminasen) oder der Muskulatur (Kreatinphosphokinase) · Leberentzündung… |
| Febuxostat | Häufig | Auffällige Leberwerte (Leberfunktionsstörungen) · Arzneimittelreaktion mit hohem Fieber, masernähnlichem Ausschlag, vergrößerten Lymphknoten, Lebervergrößerung, Leberentzündung bis hin zum Leberversagen und erhöhter… |
| Fluconazol | Häufig | Anstieg von Blut- oder Leberwerten (laut Fachinformation ALT, AST, alkalische Phosphatase) · Leberschädigung und Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht); laut Fachinformation Gallestau (Cholestase) und Anstieg des… |
| Fluvastatin | Häufig | Auffällige Blutwerte für Muskeln und Leber (erhöhte Kreatinkinase, erhöhte Transaminasen) · Leberentzündung (Hepatitis) mit ungewohnter Müdigkeit oder Fieber, Gelbfärbung von Haut und Augenweiß oder dunklem Urin |
| Guselkumab | Häufig | Erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut (laut Fachinformation erhöhte Transaminasen) |
| Haloperidol | Häufig | Veränderte Leberwerte im Blutbefund · Leberentzündung oder Funktionsstörung der Leber mit Gelbfärbung der Haut oder der Augen (Gelbsucht) · Plötzliches Leberversagen; verminderter Gallenfluss (Cholestase) |
| Infliximab | Häufig | Veränderungen der Leberfunktion, Anstieg der Leberenzyme (im Bluttest) · Schwellung der Leber (Hepatitis) oder der Gallenblase (laut Fachinformation Gallenblasenentzündung), Leberschaden · Erneuter Ausbruch einer… |
| Leflunomid | Häufig | Erhöhte Leberwerte (Transaminasen, vor allem ALT, seltener Gamma-GT, alkalische Phosphatase und Bilirubin) · Leberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht, laut Fachinformation auch Gallestau (Cholestase) · Schwere… |
| Leuprorelin | Häufig | Bei Männern mit Prostatakrebs: gewöhnlich vorübergehende Störungen der Leberfunktion (einschließlich Gelbsucht) oder auffällige Leberwerte · Bei Männern mit Prostatakrebs: Gewichtsabnahme; veränderte Blutwerte, etwa… |
| Levofloxacin | Häufig | Anstieg mancher Leberwerte im Blut (Leberenzyme ALT/AST, alkalische Phosphatase, GGT) · Erhöhte Bilirubinwerte im Blut · Lebererkrankung mit Appetitverlust, Gelbfärbung von Haut und Augen, dunklem Urin, Juckreiz oder… |
| Memantin | Häufig | Erhöhte Leberfunktionswerte · Entzündung der Leber (Hepatitis) |
| Methylphenidat | Häufig | Erhöhter Wert des Leberenzyms Alaninaminotransferase im Blut · Erhöhte Leberwerte · Anomale Leberfunktion mit plötzlichem Leberversagen und Koma · Veränderungen bei Testergebnissen, einschließlich Leberwerten und… |
| Montelukast | Häufig | Erhöhte Leberenzyme (Serumtransaminasen ALT, AST) · Erhöhte Leberwerte oder Leberentzündung (Hepatitis), laut Fachinformation einschließlich cholestatischer, hepatozellulärer und gemischter Leberschädigung ·… |
| Moxifloxacin | Häufig | Anstieg bestimmter Leberenzyme im Blut (Transaminasen) · Leberfunktionsstörung (einschließlich Anstieg des Leberenzyms LDH), Anstieg von Gamma-GT, alkalischer Phosphatase und Bilirubin im Blut · Gelbsucht (Gelbfärbung… |
| Mycophenolsäure | Häufig | Abweichende Ergebnisse bei Leber- oder Nierenfunktionstests |
| Ofatumumab | Häufig | Erhöhte Leberenzyme (in Blutuntersuchungen nachgewiesen) |
| Olanzapin | Häufig | Erhöhte Leberwerte zu Beginn der Behandlung · Erhöhtes Gesamtbilirubin im Blut · Lebererkrankung mit Gelbfärbung der Haut und des Weißen im Auge (laut Fachinformation Hepatitis) |
| Olmesartan | Häufig | Anstieg des Harnstoffs im Blut und erhöhte Werte in Untersuchungen der Leber- und Muskelfunktion (Leberenzyme, Kreatinphosphokinase) · Gelbfärbung des weißen Teils der Augen, dunkler Urin oder Juckreiz der Haut, auch… |
| Ondansetron | Häufig | Veränderte Ergebnisse von Leberfunktionstests, wenn Ondansetron zusammen mit dem Krebsmittel Cisplatin eingenommen wird · Veränderte Ergebnisse von Leberfunktionstests ohne gleichzeitige Behandlung mit Cisplatin; laut… |
| Paliperidon | Häufig | Erhöhte Leberwerte (Transaminasen) im Blut · Erhöhte Gamma-GT und erhöhte Leberenzyme im Blut · Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht) |
| Pembrolizumab | Häufig | Entzündung der Leber (Hepatitis) · Erhöhte Leberwerte, erhöhter Kalziumspiegel und veränderte Nierenwerte im Blut · Entzündung der Gallengänge (laut Fachinformation sklerosierende Cholangitis) |
| Piroxicam | Häufig | Erhöhte Leberwerte (Anstieg der Transaminasen und der alkalischen Phosphatase) · Gelbsucht durch Gallestau (cholestatisches Syndrom), akute Leberentzündung (Hepatitis) · Toxisches Leberversagen |
| Pyrantel | Häufig | Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen) im Blut |
| Quetiapin | Häufig | Erhöhte Leberenzymwerte im Blut · Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht |
| Rivaroxaban | Häufig | Erhöhte Werte einiger Leberenzyme in Bluttests · Eingeschränkte Leberfunktion, die in Laboruntersuchungen sichtbar werden kann · Erhöhte Werte für Bilirubin, einige Enzyme der Bauchspeicheldrüse oder der Leber sowie… |
| Sulfasalazin | Häufig | Erhöhte Leberenzymwerte · Gelbsucht (Ikterus) · Leberentzündung (Hepatitis) · Schwere, möglicherweise tödliche Leberentzündung (fulminante Hepatitis) · Leberversagen, Leberentzündung mit Gallestau (cholestatische… |
| Tamoxifen | Häufig | Veränderte Leberenzymwerte, Entwicklung einer Fettleber · Schwere chronische Lebererkrankung (Leberzirrhose); einige Fälle schwerwiegender Lebererkrankungen verliefen tödlich · Störungen des Gallenabflusses,… |
| Tizanidin | Häufig | Veränderungen der Leberfunktion, vorübergehender Anstieg der Leberwerte (Transaminasen); möglicherweise muss die Leberfunktion mit Bluttests überwacht werden · Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen, die zu… |
| Torasemid | Häufig | Erhöhung bestimmter Leberenzyme (Gamma-Glutamyltransferase) im Blut |
| Trastuzumab | Häufig | Entzündung der Leber (Hepatitis) · Gelbsucht (Ikterus) · Leberschaden (laut Fachinformation Schädigung der Leberzellen, die die Fachinformation als häufig einstuft) |
| Upadacitinib | Häufig | Erhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST), nachgewiesen durch Blutuntersuchungen; laut Fachinformation in Studien zur atopischen Dermatitis gelegentlich |
| Valproinsäure | Häufig | Schwere, manchmal tödliche Leberschäden, unabhängig von der Dosis, in der Regel in den ersten sechs Behandlungsmonaten; bei Kindern ist das Risiko deutlich erhöht, besonders zusammen mit anderen Mitteln gegen… |
| Vedolizumab | Häufig | Veränderungen der Leberfunktion, erhöhte Leberenzyme (im Bluttest) · Leberentzündung (Hepatitis); Anzeichen können auffällige Leberwerte, Gelbfärbung von Augen oder Haut (Gelbsucht), Schmerzen im rechten Bauchbereich… |
| Alprazolam | Gelegentlich | Leberfunktionsstörungen, Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut) · Leberentzündung (Hepatitis) |
| Amisulprid | Gelegentlich | Schäden am Lebergewebe (hepatozelluläre Leberschädigung) · Anstieg der Leberenzyme, vor allem der Transaminasen |
| Amitriptylin | Gelegentlich | Störungen der Leberfunktion, zum Beispiel eine Lebererkrankung mit Gallestau (cholestatische Lebererkrankung) · Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln (Gelbsucht, Ikterus) als mögliches Zeichen einer Leberschädigung ·… |
| Amoxicillin/Clavulansäure | Gelegentlich | Zunahme bestimmter von der Leber gebildeter Enzyme im Blut (Anstieg von AST und/oder ALT), als Hinweis auf eine Leberschädigung · Entzündung der Leber (Hepatitis) · Gelbsucht (laut Fachinformation cholestatischer… |
| Atenolol | Gelegentlich | Erhöhte Leberwerte (Transaminasen) im Blut · Leberschäden einschließlich eines Gallestaus (laut Fachinformation intrahepatische Cholestase) |
| Azathioprin | Gelegentlich | Dosisabhängige Leberschädigung mit Gallenstau (Cholestase), die nach dem Ende der Behandlung üblicherweise zurückgeht und mit einer Überempfindlichkeitsreaktion zusammenhängen kann; Verschlechterung der Leberwerte ·… |
| Azithromycin | Gelegentlich | Leberentzündung (Hepatitis) · Auffällige Laborwerte, z. B. bei Blut- oder Lebertests · Leberprobleme, Gelbfärbung von Haut oder Augen · Leberversagen, fulminant verlaufende Leberentzündung (Hepatitis) oder Absterben… |
| Cefaclor | Gelegentlich | Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) im Blut, der sich nach Beendigung der Behandlung wieder zurückbildet · Leberfunktionsstörungen · Vorübergehende Leberzellschädigung (Hepatitis) und… |
| Cefpodoxim | Gelegentlich | Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) und/oder Bilirubin als Zeichen einer (z. B. cholestatischen) Leberzellschädigung · Akute Leberentzündung (Hepatitis) |
| Celecoxib | Gelegentlich | Veränderung der Leberwerte (erhöhte Leberenzyme) · Schwere Leberentzündung (Hepatitis) mit möglichen Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut oder Augen), dunklem Urin, hellem Stuhl,… |
| Ciprofloxacin | Gelegentlich | Anstieg bestimmter Blutwerte (Transaminasen und/oder Bilirubin) · Leberfunktionsstörung, Gelbsucht durch Gallestau oder Leberentzündung · Absterben von Leberzellen (Lebernekrose), sehr selten bis zum lebensbedrohlichen… |
| Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim) | Gelegentlich | Lebererkrankung mit Gallestau (cholestatische Hepatose) · Zerfall von Lebergewebe (fokale oder diffuse Lebernekrose), Syndrom mit Schwund der Gallengänge, Anstieg bestimmter Blutwerte (Transaminasen, Bilirubin) und… |
| Diazepam | Gelegentlich | Gelbsucht · Erhöhte Werte bestimmter Leberenzyme (Transaminasen und alkalische Phosphatase) |
| Doxazosin | Gelegentlich | Veränderte Leberwerte · Gallestauung (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht |
| Drospirenon | Gelegentlich | Erhöhte Blutwerte von Leberenzymen (ALT, AST, GGT), Bilirubin, Kreatin-Phosphokinase und Triglyceriden |
| Duloxetin | Gelegentlich | Leberentzündung (Hepatitis), die zu Bauchschmerzen und zur Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes führen kann · Erhöhte Leberwerte (Leberenzyme) · Akute Leberschädigung · Leberversagen (Leberinsuffizienz);… |
| Dydrogesteron | Gelegentlich | Veränderungen der Leberfunktion, mit Schwäche (Asthenie) oder Unwohlsein, Gelbsucht (Ikterus) und Bauchschmerzen |
| Enzalutamid | Gelegentlich | Erhöhte Leberenzymwerte im Bluttest |
| Erythromycin | Gelegentlich | Anstieg bestimmter Leberenzyme (GPT, GOT, LDH, AP, Gamma-GT) · Gallestau (Cholestase) und Gelbsucht durch Gallestau, insbesondere bei längerer Behandlung (2 bis 3 Wochen) und besonders bei schon bestehender… |
| Esomeprazol | Gelegentlich | Veränderte Ergebnisse von Bluttests der Leberfunktion (erhöhte Leberenzyme) · Leberfunktionsstörungen und Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel gefärbter Urin und… |
| Estradiol | Gelegentlich | Erhöhung bestimmter Leberenzyme (Gamma-GT) und des Cholesterins im Blut |
| Etanercept | Gelegentlich | Erhöhte Leberwerte; bei gleichzeitiger Behandlung mit Methotrexat eine häufige Nebenwirkung · Leberentzündung, die durch das körpereigene Immunsystem verursacht wird (Autoimmunhepatitis); bei gleichzeitiger Behandlung… |
| Fluoxetin | Gelegentlich | Abnormale Leberwerte (laut Fachinformation erhöhte Transaminasen und Gamma-GT) · Leberentzündung |
| Gabapentin | Gelegentlich | Auffällige Leberwerte im Blut (AST, ALT, Bilirubin) · Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Leberentzündung |
| Guanfacin | Gelegentlich | Veränderung der Leberwerte im Blut (Alaninaminotransferase erhöht) |
| Hydromorphon | Gelegentlich | Erhöhte Leberwerte in Laboruntersuchungen |
| Hydroxychloroquin | Gelegentlich | Auslösung oder Verstärkung eines Leberschadens (veränderte Leberenzym- und Bilirubinwerte) · Leberschäden durch das Arzneimittel, unter anderem Schädigung der Leberzellen, Gallestau (cholestatischer Leberschaden) und… |
| Irbesartan | Gelegentlich | Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und/oder der weißen Augenhaut) · Gestörte Leberfunktion und Leberentzündung (Hepatitis) |
| Itraconazol | Gelegentlich | Anomale Leberfunktion · Schwere Lebervergiftung (Hepatotoxizität) einschließlich plötzlichem Leberversagen, laut Fachinformation in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang; erhöhtes Bilirubin im Blut |
| Lacosamid | Gelegentlich | Auffällige Ergebnisse in Bluttests zur Leberfunktion, Leberschaden |
| Letrozol | Gelegentlich | Erhöhte Leberenzymwerte · Gelbfärbung von Haut und Augen · Hohe Blutspiegel von Bilirubin, einem Abbauprodukt der roten Blutkörperchen · Leberentzündung (Hepatitis); Anzeichen laut Packungsbeilage: gelbe Haut und… |
| Levetiracetam | Gelegentlich | Erhöhte oder auffällige Werte in Leberfunktionstests · Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis) |
| Lisinopril | Gelegentlich | Erhöhte Werte von Harnstoff, Kreatinin oder Leberenzymen im Blut · Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht, Leberversagen |
| Medroxyprogesteron | Gelegentlich | Gelbsucht; von der Norm abweichende Leberwerte · Leberfunktionsstörungen |
| Melatonin | Gelegentlich | Erhöhter Bilirubinwert im Blut (Hyperbilirubinämie), der zu einer Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß führen kann · Abnorme Leberfunktionswerte · Erhöhte Leberenzymwerte |
| Mesalazin | Gelegentlich | Veränderte Leberwerte (erhöhte Transaminasen und Cholestaseparameter) und veränderte Werte der Bauchspeicheldrüsenenzyme (erhöhte Lipase und Amylase) · Gelbsucht oder Bauchschmerzen durch Störungen der Leber- oder… |
| Metronidazol | Gelegentlich | Störungen der Leberfunktion (laut Fachinformation z. B. erhöhte Werte von Transaminasen, alkalischer Phosphatase und Bilirubin im Blut), Anstieg verschiedener Leberenzymwerte · Gelbsucht, Leberentzündung mit Stauung… |
| Naproxen | Gelegentlich | Leberfunktionsstörungen · Leberschäden, insbesondere bei Langzeitbehandlung, und Leberentzündung (Hepatitis), einschließlich Todesfällen · Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS):… |
| Nifedipin | Gelegentlich | Vorübergehender Anstieg der Leberenzymwerte · Gelbsucht (Ikterus) |
| Nitrendipin | Gelegentlich | Erhöhte Leberenzyme (alkalische Phosphatase und/oder AST, ALT) |
| Nitrofurantoin | Gelegentlich | Erhöhte Werte bestimmter Leberenzyme (Transaminasen), rückbildbare Gallestauung (reversible Cholestase) bis zur chronisch aktiven oder granulomatösen Leberentzündung (Hepatitis); Anzeichen können Gelbsucht, Hautjucken,… |
| Omeprazol | Gelegentlich | Veränderte Ergebnisse von Bluttests der Leberfunktion (erhöhte Leberenzymwerte) · Leberprobleme, laut Fachinformation Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel… |
| Opipramol | Gelegentlich | Vorübergehende Anstiege der Leberenzymwerte · Schwere Leberfunktionsstörungen, nach langfristiger Behandlung Gelbsucht und chronische Leberschäden |
| Oxcarbazepin | Gelegentlich | Erhöhte Leberenzymwerte im Blut; laut Fachinformation auch Anstieg der alkalischen Phosphatase · Leberentzündung (Hepatitis) mit grippeähnlichen Beschwerden und Gelbsucht |
| Oxycodon | Gelegentlich | Anstieg der Leberenzyme |
| Pantoprazol | Gelegentlich | Anstieg der Leberenzym-Werte im Blut (Transaminasen, γ-GT) · Erhöhter Bilirubin-Wert im Blut · Schwere Leberzellschädigung, Gelbsucht, Leberversagen |
| Pivmecillinam | Gelegentlich | Gelbfärbung der Haut oder der Augen, ungewöhnlich dunkler Urin (laut Fachinformation Beeinträchtigung der Leberfunktion) |
| Pregabalin | Gelegentlich | Erhöhte Leberwerte (ALT, AST) · Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des weißen Teils der Augen) · Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis) |
| Progesteron | Gelegentlich | Gelbfärbung der Haut oder des Weißen der Augen (cholestatische Gelbsucht) |
| Ramipril | Gelegentlich | Erhöhte Leberwerte (Leberenzyme) und/oder erhöhtes Bilirubin im Blut · Gelbsucht durch Gallestau (cholestatischer Ikterus) und Schäden an Leberzellen · Akutes Leberversagen, Leberentzündung (cholestatische oder… |
| Risperidon | Gelegentlich | Erhöhte Leberwerte im Blut (Transaminasen, Gamma-Glutamyltransferase, Leberenzyme) · Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht) |
| Sertralin | Gelegentlich | Erhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST) · Probleme mit der Leberfunktion, schwere Leberfunktionsstörungen (einschließlich Leberentzündung und Leberversagen), Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht) |
| Silodosin | Gelegentlich | Abnormale Testergebnisse für Leberfunktionswerte |
| Tinzaparin | Gelegentlich | Erhöhte Leberenzymwerte |
| Topiramat | Gelegentlich | Anstieg der Leberenzyme · Leberentzündung (Hepatitis), Leberversagen |
| Venlafaxin | Gelegentlich | Leichte Veränderungen der Leberenzymwerte im Blut · Leberentzündung (Hepatitis) mit Juckreiz, Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder grippeähnlichen Beschwerden |
| Verapamil | Gelegentlich | Wahrscheinlich allergisch bedingte Leberentzündung (Hepatitis) mit Erhöhung der leberspezifischen Enzyme |
| Zolpidem | Gelegentlich | Erhöhte Leberenzymwerte · Leberschädigung (hepatozellulär, cholestatisch oder gemischt) |
| Acetylsalicylsäure/Paracetamol/Coffein | Selten | Erhöhung bestimmter Leberwerte · Leberfunktionsstörungen · Leberentzündung, die zu akutem Leberversagen bzw. einer Leberschädigung führen kann; lang andauernde Leberentzündung mit Gelbfärbung von Haut und Augen… |
| Aciclovir | Selten | Vorübergehender Anstieg von Blutwerten (Leberwerte, Nierenwerte, Gallenfarbstoff, Harnstoff) · Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht |
| Allopurinol | Selten | Schwere Überempfindlichkeitsreaktion mit Fieber, Hautrötungen, allgemeinen Schmerzen und auffälligen Blut- und Leberwerten, die mehrere Organe betreffen kann (Multiorgan-Überempfindlichkeitsreaktion) · Gefäßentzündung… |
| Atomoxetin | Selten | Leberschädigung, erkennbar an dunklem Urin, gelblicher Haut oder gelblichen Augen, Bauchschmerzen, die bei Druck unterhalb des rechten Rippenbogens stärker werden, Übelkeit ohne erkennbaren Grund, Müdigkeit, Juckreiz… |
| Baclofen | Selten | Leberfunktionsstörungen · Erhöhte Leberenzymwerte (SGOT, SGPT), die sich nach dem Absetzen wieder normalisieren |
| Bisoprolol | Selten | Erhöhung bestimmter Leberenzymwerte (ALAT, ASAT) · Leberentzündung (Hepatitis) |
| Calcitriol | Selten | Veränderung der Leberfunktion, die sich in Blutuntersuchungen zeigt |
| Cetirizin | Selten | Abnorme Leberfunktion; laut Fachinformation erhöhte Werte für Transaminasen, alkalische Phosphatase, Gamma-GT und Bilirubin · Leberentzündung (Hepatitis) |
| Chlortalidon | Selten | Gallenstauung in der Leber (intrahepatische Cholestase) oder Gelbsucht |
| Citalopram | Selten | Leberentzündung (Hepatitis) · Auffällige Ergebnisse von Leberfunktionstests |
| Clonidin | Selten | Vorübergehender Anstieg der Blutzuckerwerte, vorübergehende Veränderung der Leberfunktionstests, Nachweis bestimmter Antikörper im Blut (positiver Coombs-Test) |
| Dihydralazin | Selten | Leberentzündung (Hepatitis), Leberfunktionsstörungen und Gelbsucht (Ikterus) |
| Donepezil | Selten | Leberfunktionsstörung, zum Beispiel eine Leberentzündung (Hepatitis) mit Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Fieber, Juckreiz, Gelbfärbung von Haut und Augen sowie dunkel gefärbtem Urin |
| Doxycyclin | Selten | Leberschädigung, Leberentzündung (Hepatitis), abnormale Leberfunktion |
| Ebastin | Selten | Probleme mit der Leber, erhöhte Leberwerte (Transaminasen, Gamma-GT, alkalische Phosphatase und Bilirubin) |
| Enalapril | Selten | Lebererkrankungen wie Einschränkung oder Verlust der Leberfunktion, Leberentzündung, Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut oder Augen); erhöhte Werte von Leberenzymen oder Bilirubin im Blut |
| Famotidin | Selten | Erhöhte Laborwerte (Transaminasen, Gamma-GT, alkalische Phosphatase, Bilirubin) · Gelbsucht (laut Fachinformation cholestatischer Ikterus) · Leberentzündung (Hepatitis) |
| Flecainid | Selten | Erhöhte Leberenzymwerte mit und ohne Gelbsucht (Ikterus) · Leberfunktionsstörung |
| Hydrochlorothiazid | Selten | Gelbsucht (Ikterus) |
| Losartan | Selten | Leberentzündung (Hepatitis) · Erhöhter Leberwert ALT (Alaninaminotransferase) im Blut, nach Ende der Behandlung üblicherweise rückläufig · Leberfunktionsstörungen |
| Mebendazol | Selten | Leberentzündung (Hepatitis), veränderte Leberwerte |
| Metoprolol | Selten | Abweichende Werte bei Leberfunktionstests · Leberentzündung (Hepatitis) |
| Minoxidil | Selten | Erhöhte Leberenzyme |
| Mirtazapin | Selten | Gelbfärbung von Augen oder Haut als Hinweis auf eine Störung der Leberfunktion (Gelbsucht); erhöhte Leberwerte (Serum-Transaminasen) |
| Paracetamol | Selten | Leichter Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen) |
| Paroxetin | Selten | Auswirkungen auf die Leber, die sich in Bluttests der Leberfunktion zeigen · Lebererkrankungen mit Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß (Gelbsucht); laut Fachinformation zum Beispiel Leberentzündung (Hepatitis),… |
| Ranolazin | Selten | Anormale Laborwerte für die Leber (erhöhte Leberenzymwerte) |
| Risedronsäure | Selten | Auffällige Leberwerte (nur durch eine Blutuntersuchung festzustellen) · Schwerwiegende Lebererkrankungen, insbesondere bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die Leberfunktionsstörungen verursachen… |
| Rosuvastatin | Selten | Anstieg der Leberenzyme (Transaminasen) im Blut · Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen), Leberentzündung (Hepatitis) |
| Simvastatin | Selten | Leberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht (Ikterus) mit Gelbfärbung von Haut und Augen, Juckreiz, dunklem Urin oder hellem Stuhl, Müdigkeits- oder Schwächegefühl und Appetitlosigkeit · Erhöhte Leberwerte… |
| Telmisartan | Selten | Leberfunktionsstörung; bei japanischen Patienten tritt sie mit höherer Wahrscheinlichkeit auf · Verminderter Hämoglobinwert, erhöhte Harnsäure, erhöhte Leberenzyme oder erhöhte Kreatinphosphokinase (CK) im Blut |
| Terbinafin | Selten | Einschränkung der Leberfunktion oder Leberversagen mit Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes (Gelbsucht), Leberentzündung (Hepatitis) und Stauung des Galleabflusses (Cholestase) mit Beschwerden wie Juckreiz,… |
| Trospiumchlorid | Selten | Anstieg der Leberwerte; laut Fachinformation milder bis mäßiger Anstieg der Transaminasen |
| Acetylsalicylsäure | Sehr selten | Niedrig dosiert (100 mg): erhöhte Leberwerte · Als Schmerzmittel (500 mg): Anstieg der Leberenzyme, der sich nach dem Absetzen weitgehend normalisiert; Leberfunktionsstörung, vor allem der Leberzellen |
| Amlodipin | Sehr selten | Gestörte Leberfunktion, Leberentzündung (Hepatitis), Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht), Anstieg der Leberenzyme |
| Amoxicillin | Sehr selten | Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS): grippeähnliche Beschwerden mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen und auffälligen Blutwerten (mehr Eosinophile, erhöhte Leberenzyme) ·… |
| Bupropion | Sehr selten | Gelbfärbung der Haut oder des Weißen im Auge (Gelbsucht), die durch erhöhte Leberwerte verursacht sein kann, Leberentzündung (Hepatitis) |
| Candesartan | Sehr selten | Veränderungen der Leberfunktion einschließlich Leberentzündung (Hepatitis), möglicherweise mit Müdigkeit, Gelbfärbung von Haut und Augenweiß und grippeähnlichen Beschwerden |
| Carbimazol | Sehr selten | Gelbsucht durch gestörten Galleabfluss oder toxische Leberentzündung; die Beschwerden bilden sich im Allgemeinen nach dem Absetzen zurück |
| Carvedilol | Sehr selten | Veränderte Leberwerte (Anstieg von ALAT, ASAT und Gamma-GT) |
| Chinin | Sehr selten | Leberfunktionsstörungen |
| Clopidogrel | Sehr selten | Gelbsucht; laut Fachinformation akutes Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis) und Leberwerte außerhalb der Norm |
| Desloratadin | Sehr selten | Leberentzündung (Hepatitis) und ungewöhnliche Leberfunktionswerte (erhöhte Leberenzyme, erhöhtes Bilirubin) · Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (Ikterus) |
| Doxepin | Sehr selten | Medikamentenabhängige Leberentzündung (cholestatische Hepatitis) · Meist vorübergehender Anstieg der Leberwerte im Blut |
| Felodipin | Sehr selten | Erhöhte Leberenzymwerte |
| Furosemid | Sehr selten | Gallestau in der Leber (intrahepatische Cholestase), erhöhte Leberwerte (Transaminasen) |
| Glimepirid | Sehr selten | Leberfunktionsstörungen mit gelber Färbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Behinderung des Galleabflusses (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen · Erhöhung der Leberenzymwerte |
| Ibuprofen | Sehr selten | Leberfunktionsstörungen, Leberschäden (vor allem bei Langzeitbehandlung), Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis) |
| Indapamid | Sehr selten | Veränderte Leberfunktion · Leberentzündung (Hepatitis) · Erhöhte Leberenzymwerte |
| Lamotrigin | Sehr selten | Veränderte Leberfunktion, die bei Blutuntersuchungen auffällt, oder Leberversagen |
| Loratadin | Sehr selten | Leberfunktionsstörung |
| Metformin | Sehr selten | Auffällige Leberfunktionswerte oder Leberentzündung (Hepatitis), die Müdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme mit oder ohne Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß verursachen kann |
| Miconazol | Sehr selten | Leberentzündung (Hepatitis) |
| Morphin | Sehr selten | Erhöhung der Leberwerte |
| Phenprocoumon | Sehr selten | Leberentzündungen (Hepatitiden) mit oder ohne Gelbsucht, Schädigungen des Lebergewebes, Leberversagen, in Einzelfällen mit erforderlicher Lebertransplantation oder mit Todesfolge |
| Pravastatin | Sehr selten | Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) und sehr schnelles Absterben von Leberzellen (fulminante Lebernekrose) · Erhöhung der Transaminasen (Leberenzyme), die ein Anzeichen für eine… |
| Propranolol | Sehr selten | Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen GOT, GPT) |
| Rituximab | Sehr selten | Bei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: erneutes Auftreten einer Hepatitis-B-Infektion (Reaktivierung) · Bei GPA oder MPA: erneutes Auftreten einer Hepatitis-B-Infektion |
| Ropinirol | Sehr selten | Bei Parkinson-Krankheit: Veränderungen der Leberfunktion, nachgewiesen durch Bluttests (vor allem Anstieg der Leberenzyme) · Beim Restless-Legs-Syndrom: Veränderungen der Leberfunktion, nachgewiesen durch Bluttests |
| Spironolacton | Sehr selten | Leberschädigung (Hepatotoxizität) mit Anstieg der Leberenzyme und durch Gewebeuntersuchung nachgewiesener Leberentzündung (Hepatitis) · Schwere Hautreaktionen mit ausgedehntem Ausschlag, Blasen und sich abschälender… |
| Sumatriptan | Sehr selten | Veränderte Leberwerte im Blut |
| Testosteron | Sehr selten | Gelbsucht; laut Fachinformation auch auffällige Leberfunktionstests |
| Thiamazol | Sehr selten | Gelbsucht durch gestörten Galleabfluss, Leberfunktionsstörung, Leberentzündung (cholestatischer Ikterus, toxische Hepatitis); die Beschwerden bilden sich im Allgemeinen nach dem Absetzen zurück |
| Tramadol | Sehr selten | Erhöhte Leberenzymwerte |
| Trazodon | Sehr selten | Leberfunktionsstörungen mit erhöhten Leberwerten (Transaminasen) und erhöhtem Bilirubin, Gelbsucht (Ikterus), Leberentzündung (Hepatitis); einzelne Berichte über einen schweren Verlauf liegen vor · Abweichende… |
| Urapidil | Sehr selten | Umkehrbare Erhöhung leberspezifischer Enzyme |
| Ursodeoxycholsäure | Sehr selten | Bei der Behandlung der PBC: starke Verschlechterung (Dekompensation) der Leberzirrhose, die sich nach dem Absetzen teilweise wieder bessert; laut Fachinformation beobachtet im fortgeschrittenen Krankheitsstadium |
| Xipamid | Sehr selten | Gelbsucht (Ikterus) |
| Zopiclon | Sehr selten | Leicht bis mäßig erhöhte Werte einiger Leberenzyme im Blut (Transaminasen und/oder alkalische Phosphatase) |
| Alfuzosin | Nicht bekannt | Leberschäden (Leberzellschädigung) · Stauung oder Unterdrückung der Gallenflüssigkeit (cholestatische Lebererkrankung) |
| Aripiprazol | Nicht bekannt | Leberversagen, Leberentzündung, Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln · Abnormale Leberwerte (laut Fachinformation erhöhte Werte von Alaninaminotransferase, Aspartataminotransferase, Gamma-Glutamyltransferase und… |
| Brinzolamid | Nicht bekannt | Auffälliger Leberfunktionstest |
| Colchicin | Nicht bekannt | Leberschaden (Lebertoxizität) |
| Colestyramin | Nicht bekannt | Abnormaler Leberfunktionstest |
| Domperidon | Nicht bekannt | Veränderte Ergebnisse bestimmter Labortests wie abnormale Leberwerte und ein erhöhter Prolaktinwert im Blut |
| Doxylamin | Nicht bekannt | Leberfunktionsstörungen (Gelbsucht durch Gallestau, cholestatischer Ikterus) |
| Escitalopram | Nicht bekannt | Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberfunktionsstörung, erkennbar an gelblicher Verfärbung von Haut und Augenweiß · Auffällige Leberwerte (vermehrt Leberenzyme im Blut) |
| Finasterid | Nicht bekannt | Erhöhte Leberwerte |
| Lercanidipin | Nicht bekannt | Veränderungen der Leberfunktion, nachgewiesen durch Bluttests (erhöhte Transaminasen) |
| Levocetirizin | Nicht bekannt | Leberentzündung (Hepatitis), abnorme Leberfunktionswerte |
| Levodopa/Benserazid | Nicht bekannt | Erhöhung bestimmter Leberenzymwerte (Transaminasen, alkalische Phosphatase, Gamma-Glutamyltransferase) |
| Lisdexamfetamin | Nicht bekannt | Allergische Leberschädigung (eosinophile Hepatitis), möglicherweise mit Gelbfärbung des Augenweißes und/oder der Haut |
| Lithium | Nicht bekannt | Großflächiger Hautausschlag, hohe Körpertemperatur, erhöhte Leberenzyme, veränderte Blutwerte (Eosinophilie), vergrößerte Lymphknoten und Beteiligung anderer Körperorgane (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und… |
| Lorazepam | Nicht bekannt | Anstieg von Bilirubin und von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) im Blut · Gelbsucht: Gelbfärbung von Haut und Augen, heller Stuhl und dunkler Urin |
| Metamizol | Nicht bekannt | Arzneimittelbedingter Leberschaden mit Leberentzündung (akute Hepatitis), Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß und erhöhten Leberenzymen im Blut |
| Orlistat | Nicht bekannt | Leberentzündung (Hepatitis), auch schwerwiegend; laut Fachinformation wurden einige Fälle berichtet, in denen eine Lebertransplantation erforderlich war · Erhöhung bestimmter Leberenzymwerte (laut Fachinformation… |
| Oxazepam | Nicht bekannt | Leberfunktionsstörung, Gelbsucht (Ikterus) |
| Pipamperon | Nicht bekannt | Erhöhung der Leberenzyme, Leberfunktionsstörungen, Leberentzündung mit Gallestau (cholestatische Hepatitis) |
| Rivastigmin | Nicht bekannt | Lebererkrankungen (gelbe Haut, Gelbfärbung des Augenweiß, ungewöhnlich dunkler Urin oder ungeklärte Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Appetitverlust; laut Fachinformation Hepatitis) und veränderte Leberfunktionswerte |
| Roxithromycin | Nicht bekannt | Leberzellschädigung (Hepatitis) mit oder ohne Gallestau, akute Gelbsucht (Ikterus), vorübergehender Anstieg von Leberwerten (ASAT, ALAT, GGT, alkalische Phosphatase, Bilirubin) |
| Solifenacin | Nicht bekannt | Störungen der Leberfunktion; laut Fachinformation Lebererkrankungen und auffällige Leberfunktionstests |
| Tianeptin | Nicht bekannt | Anstieg der Leberenzyme; Leberentzündungen (Hepatitis), die außergewöhnlich schwer verlaufen können |
| Trimipramin | Nicht bekannt | Als Ausdruck einer Überempfindlichkeit Reaktionen von Leber und Gallenwegen, meist als vorübergehende Erhöhung von Leberenzymen und Bilirubin im Sinne einer Leberentzündung (zytolytische oder cholestatische Hepatitis) |
| Valsartan | Nicht bekannt | Erhöhte Leberwerte einschließlich Bilirubin, die auf eine Leberschädigung hinweisen und in schweren Fällen eine Gelbfärbung von Haut und Augen hervorrufen können |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (211 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen; andere auffällige Blutwerte behandelt die Seite Veränderte Laborwerte.
Woran Sie erhöhte Leberwerte und Leberschäden durch ein Medikament erkennen
Leberwerte sind Laborwerte
Erhöhte Leberwerte zeigen sich in einer Blutuntersuchung; ein leichter, vorübergehender Leberschaden durch Medikamente verursacht laut IQWiG möglicherweise keine Beschwerden [1]. Als Leberwerte bezeichnet das IQWiG mehrere Blutwerte, die in der Regel zusammen betrachtet werden, unter anderem Alanin-Aminotransferase (ALAT oder ALT, auch GPT genannt), Aspartat-Aminotransferase (AST oder ASAT, auch GOT), Alkalische Phosphatase (AP) und Gamma-GT (GGT) [1, 2].
Bilirubin ist ein orange-gelber Farbstoff, der beim Abbau des roten Blutfarbstoffs entsteht und normalerweise über Leber, Galle und Darm ausgeschieden wird [4]. Steigt seine Menge im Blut, kann es zu einer Gelbsucht kommen, also zu einer gelblich verfärbten Haut oder gelblichen Augen. Erhöht sein kann Bilirubin aber auch, ohne dass eine Gelbsucht erkennbar ist [4].
Von einem Laborwert allein lässt sich laut IQWiG meist nicht auf eine Krankheit schließen; auch gesunde Menschen haben manchmal Werte außerhalb des Referenzbereichs [1, 2]. ALAT kommt in kleineren Mengen auch in Nieren und Muskeln vor, AST auch im Herzmuskel und in anderen Muskeln [1, 2]. Laut Fachinformation von Simvastatin kann ein Anstieg von ALT zusammen mit dem Muskelenzym CK ein Hinweis auf eine Muskelerkrankung sein [18]. Mehr unter Muskelschmerzen.
Erhöhte Werte, Leberentzündung und Leberschaden
Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber [23]. Erhöhte ALAT-Werte sind laut IQWiG ein Hinweis auf eine Schädigung der Leber; sehr hohe Werte deuten auf eine akute Leberentzündung oder eine Vergiftung hin [1]. Genauer ordnet die Fachinformation von Methotrexat die Werte ein: Bei 13 bis 20 Prozent der Patientinnen und Patienten wurde über einen vorübergehenden Anstieg der Transaminasen auf das Zwei- oder Dreifache der oberen Normgrenze berichtet; eine anhaltende Erhöhung der Leberenzyme und/oder eine Abnahme des Bluteiweißes Albumin kann dagegen auf eine schwere Leberschädigung hinweisen [13].
Umgekehrt schließen normale Leberwerte einen Leberschaden nicht immer aus. Laut Fachinformation von Methotrexat gehen einer Vernarbung (Fibrose) und seltener einer Leberzirrhose möglicherweise keine auffälligen Leberwerte voraus; es gibt Fälle, in denen die Transaminasen bei einer Zirrhose normal sind [13]. Laut Fachinformation von Valproinsäure darf sich die Ärztin oder der Arzt nicht nur auf die Laborergebnisse stützen, weil diese im Normbereich liegen können; besonders nach Behandlungsbeginn können die Leberenzyme auch unabhängig von einer Beeinträchtigung der Leberfunktion erhöht sein [20]. Für die Einordnung der Laborwerte sind dort immer der Verlauf und das klinische Bild entscheidend [20].
Wann Leberschäden auftraten
Die Produktinformationen nennen unterschiedliche Zeiträume: Bei Metamizol entwickelten sich die Beschwerden innerhalb weniger Tage bis weniger Monate nach Behandlungsbeginn [5, 7]. Bei Valproinsäure treten Leberschäden meist in den ersten 6 Monaten auf, bei Leflunomid traten die meisten schweren Fälle ebenfalls in den ersten 6 Monaten auf [14, 20]. Unter Amoxicillin/Clavulansäure zeigen sich die Zeichen in der Regel während oder kurz nach der Behandlung, in einigen Fällen aber erst mehrere Wochen nach ihrem Ende [11]. Weil der wirksame Abbaustoff von Leflunomid lange im Körper bleibt, können schwere Nebenwirkungen wie Leberschäden laut Fachinformation auch nach Beendigung der Behandlung auftreten [14].
Ob Ihr Medikament die Leber betreffen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach: in Abschnitt 2 bei den Warnhinweisen und in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [8, 14]. Notieren Sie, seit wann Sie das Mittel einnehmen und welche Beschwerden wann auftreten, zum Beispiel im Nebenwirkungs-Tagebuch.
Warum Medikamente die Leberwerte erhöhen können
ALAT befindet sich vor allem in der Leber; werden Leberzellen geschädigt, gelangt vermehrt ALAT ins Blut [1]. Auch AST wird bei Lebererkrankungen oder -schäden vermehrt ins Blut abgegeben [2]. Gamma-GT stammt im Blut hauptsächlich aus der Leber; der Wert steigt bei verschiedenen Leber- und Gallenwegserkrankungen [3]. Wie ein Medikament die Leber schädigen kann, beschreiben zum Beispiel die Fachinformationen von Paracetamol und Metamizol.
Paracetamol: Der Wirkstoff wird laut Fachinformation vorwiegend in der Leber abgebaut. Ein geringer Teil wird dabei über Cytochrom P450 (hauptsächlich CYP2E1) zu einem giftigen Abbauprodukt umgewandelt, das normalerweise rasch durch Glutathion entgiftet wird; bei einer massiven Vergiftung entsteht mehr davon [9]. Einen Mangel an Glutathion, etwa bei Mangelernährung oder Alkoholmissbrauch, nennt die Packungsbeilage unter den Gründen für eine Rücksprache vor der Einnahme [8].
Metamizol: Wie der Leberschaden durch Metamizol entsteht, ist laut Fachinformation und Rote-Hand-Brief nicht eindeutig geklärt; die Daten geben Hinweise auf einen immunallergischen Mechanismus, also eine Reaktion des Immunsystems [6, 7]. Laut Rote-Hand-Brief traten die Leberschäden häufig zusammen mit anderen Überempfindlichkeitsreaktionen auf oder waren von Merkmalen einer Autoimmunhepatitis begleitet; bei einigen Betroffenen kam es nach erneuter Anwendung wieder zu einem Leberschaden [7].
Mehrere leberbelastende Stoffe zusammen: Die Leberschädigung durch Methotrexat kann laut Fachinformation bei regelmäßigem Alkoholkonsum oder zusammen mit anderen leberschädigenden Arzneimitteln wie Azathioprin, Leflunomid, Retinoiden oder Sulfasalazin erhöht sein [13]. Bei Valproinsäure können möglicherweise leberschädigende Stoffe und Alkohol die Leberschädigung verstärken [20]. Wegen möglicher sich addierender leberschädigender Effekte wird bei Leflunomid empfohlen, Alkohol zu meiden [14]. Bei Paracetamol kann es zusammen mit Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin oder anderen möglicherweise leberschädigenden Arzneimitteln unter Umständen zu Leberschäden kommen [8]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.
Risikofaktoren: Für eine Leberschädigung unter Methotrexat nennt die Fachinformation unter anderem übermäßigen Alkoholkonsum in der Vergangenheit, Lebererkrankungen in der Vorgeschichte, Diabetes mellitus, starkes Übergewicht und eine längere Behandlung [13].
Was Sie tun können

Erhöhte Werte abklären lassen. Erhöhte Leberwerte sollten laut IQWiG ärztlich abgeklärt werden [1, 3]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt dabei, welche Medikamente Sie einnehmen, auch pflanzliche Mittel [1, 4]. Den Überblick behalten Sie mit dem Medikationsplan.
Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was bei erhöhten Werten geschieht, entscheidet die Ärztin oder der Arzt je nach Wirkstoff und Befund. Die Fachinformation von Atorvastatin sieht bei einem Anstieg der Transaminasen vor, die Werte bis zum Abklingen zu beobachten; dauert eine Erhöhung auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts an, empfiehlt sie, die Dosis zu verringern oder die Behandlung abzubrechen [16]. Bei den mäßigen Erhöhungen unter Simvastatin war ein Abbruch dagegen nicht erforderlich [18]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.
Kontrolltermine wahrnehmen. Für einige Wirkstoffe sehen die Produktinformationen Blutuntersuchungen der Leber vor: bei Methotrexat vor und während der Behandlung, wobei die Packungsbeilage es sehr wichtig nennt, zu den geplanten Untersuchungen zu erscheinen [12]; bei Leflunomid vor und während der Behandlung [14]; bei Valproinsäure vor Beginn und während der ersten 6 Monate [19]; bei Atorvastatin vor Behandlungsbeginn und danach regelmäßig [16]. Wie oft kontrolliert wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Alkohol. Paracetamol darf laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden [8]. Unter Methotrexat, Leflunomid und Valproinsäure sollten Sie laut den Packungsbeilagen keinen Alkohol trinken; er kann laut den Produktinformationen Nebenwirkungen an der Leber wahrscheinlicher machen bzw. die Leberschädigung verstärken [12, 14, 19, 20]. Mehr im Ratgeber Medikamente und Alkohol.
Vor einer Blutuntersuchung. Gamma-GT steigt auch nach Alkoholkonsum; vor der Bestimmung wird laut IQWiG empfohlen, mindestens 12 Stunden lang keinen Alkohol zu trinken [3]. Anstrengender Sport kann ALAT und AST vorübergehend steigen lassen [1, 2]. Amoxicillin/Clavulansäure kann laut Packungsbeilage die Bestimmung der Leberwerte beeinflussen; informieren Sie dann Ärztin, Arzt oder Pflegepersonal [10].
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [8]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Über den Leberschaden durch Metamizol informierten die Zulassungsinhaber in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem BfArM mit einem Rote-Hand-Brief [7]; mehr dazu im Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Ein Leberschaden kann sich durch Beschwerden zeigen. Als mögliche Zeichen nennen die Packungsbeilagen unter anderem eine Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes, dunklen Urin, hellen Stuhl, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Schmerzen im Oberbauch oder auf der rechten Bauchseite [5, 12, 17]. Bei Metamizol kommen Fieber und Ausschlag hinzu [5]. Laut Packungsbeilage von Atorvastatin können unerwartete oder ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse auf Leberschäden hinweisen [15]. Bei Valproinsäure nennt die Packungsbeilage unter anderem Schwäche, Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, wiederholtes Erbrechen, auffallend häufige blaue Flecken oder Nasenbluten und erneute oder verstärkte Krampfanfälle [19].
Bilirubin gibt dem Stuhl seine braune Farbe [4]. Scheidet eine entzündete Leber Bilirubin nicht mehr richtig in den Darm aus, wird der Stuhl heller und der Urin dunkler, weil Bilirubin dann über die Nieren ausgeschieden wird [23]. Mehr unter Urinverfärbung und Juckreiz.
Bei solchen Zeichen sollen Sie sich laut den Packungsbeilagen sofort bzw. umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden [5, 12, 14, 17, 19]. Ob das Mittel bis dahin weiter eingenommen wird, regeln sie unterschiedlich: Bei Metamizol und Simvastatin soll die Einnahme laut Packungsbeilage beendet werden [5, 17]; bei Valproinsäure sollten Sie die Einnahme dagegen nicht ohne Rücksprache selbst abbrechen [19]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe und klären Sie dabei, ob Sie das Medikament weiter einnehmen sollen.
Zu viel Paracetamol eingenommen? Wurde mehr Paracetamol eingenommen als empfohlen, rufen Sie laut Packungsbeilage die nächst erreichbare Ärztin oder den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe [8]; nach der einmaligen Einnahme der Tagesgesamtdosis sollte laut Fachinformation unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden [9]. Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden auf [8]. Danach kann sich das Befinden laut Fachinformation bessern; leichte Bauchschmerzen bleiben jedoch als Hinweis auf eine Leberschädigung, deren Beschwerden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar werden [9]. Eine Behandlung ist laut Fachinformation bereits bei Verdacht auf eine Paracetamol-Vergiftung sinnvoll [9].
Andere Ursachen erhöhter Leberwerte
Nicht jede Erhöhung der Leberwerte unter einem Medikament kommt vom Medikament. Zu den häufigsten Ursachen erhöhter ALAT- und AST-Werte gehört laut IQWiG eine Fettleber, die oft durch übermäßigen Alkoholkonsum oder Übergewicht verursacht wird [1, 2]. Sie bleibt in den meisten Fällen lange unbemerkt, kann aber fortschreiten und zu Problemen wie Leberversagen oder Leberkrebs führen [1].
Eine nicht alkoholische Fettleber begünstigen laut gesund.bund.de unter anderem starkes Übergewicht (Adipositas), Typ-2-Diabetes, eine Insulinresistenz, das metabolische Syndrom und Fettstoffwechselstörungen; auch die Einnahme bestimmter Medikamente oder genetische Faktoren können eine Fettleber verursachen [21]. Die meisten Betroffenen haben keine Beschwerden; bei etwa 30 Prozent entwickelt sich eine Leberentzündung (Steatohepatitis), die chronisch werden kann [21]. Eine alkoholische Fettleber entsteht durch starken und regelmäßigen Alkoholkonsum und ist meistens nicht spürbar; bei vollständigem Verzicht auf Alkohol bildet sich die Veränderung schnell zurück [22]. Besteht zusätzlich eine Alkoholabhängigkeit, sollte sie laut gesund.bund.de behandelt werden [22]; mehr unter Alkoholabhängigkeit.
Auch Viren können die Leber entzünden. Eine Hepatitis B verläuft laut gesund.bund.de häufig mild oder unbemerkt; wird die Infektion chronisch, können sich eine Leberzirrhose und Leberkrebs entwickeln [23]. Die akute Hepatitis C verläuft meist ohne nennenswerte Beschwerden, geht aber in mehr als der Hälfte der Fälle in eine chronische Infektion über [24]. Bei einem Teil der akut Infizierten tritt zusätzlich eine Gelbsucht auf [23, 24].
Weitere mögliche Ursachen sind entzündete oder verstopfte Gallengänge, etwa durch Gallensteine [1, 2]. Eine Lebervergiftung kann laut IQWiG zum Beispiel durch Giftpilze oder eine Paracetamol-Überdosis ausgelöst werden [2]. Ein erhöhtes Bilirubin kann auch von einem beschleunigten Abbau roter Blutkörperchen kommen oder von der erblichen Meulengracht-Krankheit, bei der der Wert nur leicht erhöht und nicht behandlungsbedürftig ist [4]. AST kann außerdem nach einer Spritze in einen Muskel vorübergehend steigen [2]. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Quellen
- Alanin-Aminotransferase (ALAT). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
- Aspartat-Aminotransferase (AST). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gamma-GT (GGT). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
- Bilirubin (gesamt). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Metamizol, Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 15.12.2020. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paracetamol-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Paracetamol-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amoxicillin-ratiopharm® comp. 875/125 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Amoxicillin-ratiopharm® comp. 875/125 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten. medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten. medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Arava (Leflunomid), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Atorvastatin-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Atorvastatin-ratiopharm® 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Simvastatin-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Simvastatin-ratiopharm® 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Valproat-ratiopharm® chrono 300 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Valproat-ratiopharm® chrono 300 mg/500 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Nicht alkoholische Fettleber. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 29.06.2021. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Alkoholische Fettleber. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 02.06.2021. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Hepatitis B. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 22.05.2025. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Hepatitis C. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 22.08.2025. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Was bedeutet es, wenn meine Leberwerte erhöht sind?
Leberwerte wie ALAT (GPT), AST (GOT) und Gamma-GT sind Enzyme, die unter anderem in der Leber vorkommen und bei Leberschäden oder Lebererkrankungen vermehrt im Blut nachweisbar sind. Erhöhte Werte können laut IQWiG auf eine Schädigung der Leber hinweisen, etwa durch eine Fettleber, eine Leberentzündung oder Medikamente. Von einem Laborwert allein lässt sich aber meist nicht auf eine Krankheit schließen; auch anstrengender Sport kann ALAT und AST vorübergehend erhöhen. Lassen Sie erhöhte Werte ärztlich abklären.
Welche Medikamente können die Leberwerte erhöhen?
Laut IQWiG können viele Medikamente den Leberwert Gamma-GT erhöhen, unter anderem entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, Cholesterinsenker, Antibiotika, Mittel gegen Pilzinfektionen und Antidepressiva; auch pflanzliche Arzneimittel können die Werte erhöhen. Warnhinweise zur Leber stehen zum Beispiel in den Produktinformationen von Methotrexat, Leflunomid, Atorvastatin, Simvastatin, Amoxicillin/Clavulansäure, Valproinsäure und Metamizol. Welche Wirkstoffe auf dieser Website betroffen sind, zeigt die Tabelle oben; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Was bedeuten erhöhte Leberwerte unter einem Cholesterinsenker?
Unter Atorvastatin war ein Anstieg der Transaminasen laut Fachinformation normalerweise geringfügig und vorübergehend; auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts stiegen die Werte bei 0,8 Prozent der Behandelten. Bei Simvastatin traten mäßige Erhöhungen bald nach Behandlungsbeginn auf, häufig vorübergehend und ohne Beschwerden. Eine Leberentzündung oder Gelbsucht ist in der Packungsbeilage von Simvastatin als selten eingestuft. Wie es weitergeht, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Woran erkenne ich einen Leberschaden durch Medikamente?
Die Packungsbeilagen nennen als mögliche Zeichen unter anderem eine Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß, dunklen Urin, hellen Stuhl, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Schmerzen im Oberbauch oder auf der rechten Bauchseite; bei Atorvastatin auch unerwartete Blutungen oder Blutergüsse. Bei solchen Zeichen wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Muss ich das Medikament absetzen, wenn meine Leberwerte erhöht sind?
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Je nach Befund sehen Fachinformationen wie die von Atorvastatin vor, die Werte weiter zu beobachten, die Dosis zu verringern oder die Behandlung zu beenden. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Bei Zeichen eines Leberschadens wie Gelbsucht holen Sie sofort ärztliche Hilfe und klären dabei, ob Sie das Mittel weiter einnehmen sollen.
Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Medikamente nehme, die die Leber belasten können?
Das steht in der Packungsbeilage Ihres Mittels. Paracetamol darf laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden; unter Methotrexat, Leflunomid und Valproinsäure sollten Sie keinen Alkohol trinken, weil er Nebenwirkungen an der Leber verstärken bzw. wahrscheinlicher machen kann. Unter Atorvastatin sollen Sie übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden. Mehr im Ratgeber Medikamente und Alkohol.
Ab wann ist Paracetamol gefährlich für die Leber?
Laut Fachinformation kann die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis zu schweren Leberschäden führen; besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen, kleine Kinder, Menschen mit Lebererkrankungen oder chronischem Alkoholmissbrauch. Wie viel Sie höchstens einnehmen dürfen, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats, und andere gleichzeitig angewendete Mittel sollten kein Paracetamol enthalten. Wurde zu viel eingenommen, rufen Sie sofort die nächst erreichbare Ärztin oder den nächst erreichbaren Arzt. Die Angaben der Packungsbeilage stehen unter Paracetamol: Dosierung.
Können erhöhte Leberwerte auch andere Ursachen haben als Medikamente?
Ja. Zu den häufigsten Ursachen gehört laut IQWiG eine Fettleber, oft durch übermäßigen Alkoholkonsum oder Übergewicht. Weitere Ursachen sind zum Beispiel eine Leberentzündung durch Viren wie Hepatitis B oder C, entzündete oder verstopfte Gallengänge etwa durch Gallensteine, Vergiftungen und vorübergehend anstrengender Sport. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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