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Erhöhte Leberwerte und Leberschäden durch Medikamente

Erhöhte Leberwerte sind Blutwerte, die auf eine Schädigung der Leber hinweisen können. Laut IQWiG können verschiedene Medikamente sie erhöhen, auch pflanzliche. Die Produktinformationen nennen Leberwerterhöhungen oder Leberschäden zum Beispiel bei Methotrexat, Leflunomid, Statinen wie Atorvastatin, Amoxicillin/Clavulansäure, Valproinsäure, Metamizol und Paracetamol, das in zu hohen Mengen schwere Leberschäden verursachen kann. Lassen Sie erhöhte Werte ärztlich abklären und holen Sie bei Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder hellem Stuhl sofort ärztliche Hilfe. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau in den Fünfzigern mit kurzem aschblondem Haar steht in einer hellen Küche und legt die Hände auf den Bauch
Bild: KI-generiert

Erhöhte Leberwerte sind ein Befund aus der Blutuntersuchung: Bestimmte Enzyme, die vor allem in der Leber vorkommen, sind im Blut vermehrt nachweisbar. Werden Leberzellen geschädigt, gelangt zum Beispiel mehr Alanin-Aminotransferase (ALAT) ins Blut [1]. Verschiedene Medikamente können die Leber schädigen und die Werte erhöhen, darunter auch pflanzliche Arzneimittel; diese Schädigung kann nur leicht und vorübergehend sein, sodass sie keine Beschwerden verursacht [1]. Manche Produktinformationen nennen außerdem eine Leberentzündung (Hepatitis) und in sehr seltenen Fällen ein Leberversagen, etwa bei Methotrexat und Leflunomid [12, 14].

Welche Medikamente erhöhte Leberwerte und Leberschäden auslösen können

Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) können viele Medikamente den Leberwert Gamma-GT erhöhen. Genannt werden unter anderem entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, Cholesterinsenker, Antibiotika, bestimmte Medikamente zur Hemmung der Magensäure, Mittel gegen Pilzinfektionen, krampflösende Medikamente und Antidepressiva [3]. Für einzelne Wirkstoffe beschreiben die Produktinformationen Folgendes:

  • Methotrexat: In der Packungsbeilage von Methotrexat-Tabletten ist ein Anstieg der Leberwerte bei Blutuntersuchungen als sehr häufig eingestuft (mehr als 1 von 10 Behandelten). Eine Leberschädigung mit Leberverfettung, Vernarbung (Leberfibrose) oder Leberzirrhose ist als gelegentlich eingestuft (bis zu 1 von 100), eine akute Leberentzündung als selten (bis zu 1 von 1.000) [12].
  • Leflunomid: In der Packungsbeilage sind Leberwerterhöhungen als häufig eingestuft (bis zu 1 von 10), Leberwerterhöhungen, aus denen sich eine Hepatitis oder Gelbsucht entwickeln kann, als selten, und ernsthafte Leberstörungen wie Leberversagen, möglicherweise mit tödlichem Ausgang, als sehr selten (bis zu 1 von 10.000) [14]. Die meisten schweren Leberschäden traten laut Fachinformation in den ersten 6 Monaten auf [14].
  • Statine: Unter Atorvastatin wurde laut Fachinformation wie bei anderen Statinen ein Anstieg der Transaminasen beobachtet, normalerweise geringfügig und vorübergehend; auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts stiegen die Werte bei 0,8 Prozent der Behandelten [16]. Bei Simvastatin traten mäßige Erhöhungen bald nach Behandlungsbeginn auf, häufig vorübergehend und ohne Beschwerden [18]; eine Leberentzündung oder Gelbsucht ist in der Packungsbeilage als selten, ein Leberversagen als sehr selten eingestuft [17]. Mehr unter Statine und weitere Lipidsenker.
  • Amoxicillin/Clavulansäure: Als gelegentliche Nebenwirkung, die sich bei Blutuntersuchungen zeigen kann, nennt die Packungsbeilage eine Zunahme von der Leber gebildeter Enzyme als Hinweis auf eine Leberschädigung; Leberentzündung und Gelbsucht stehen dort mit nicht bekannter Häufigkeit [10]. Laut Fachinformation wurden Leberreaktionen vorwiegend bei Männern und älteren Menschen beschrieben; sie sind in der Regel umkehrbar, können aber schwerwiegend sein [11]. Leberentzündung und Gelbsucht durch Gallestau wurden laut Fachinformation auch bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet [11].
  • Valproinsäure: Laut Packungsbeilage kann Valproat die Leber ernsthaft schädigen, manchmal mit tödlichen Folgen, unabhängig von der Dosis [19]. Die Leberschäden treten laut Fachinformation meist in den ersten 6 Monaten auf, vor allem zwischen der 2. und der 12. Behandlungswoche; besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder unter 3 Jahren mit schwerer Epilepsie, vor allem zusammen mit anderen Mitteln gegen Krampfanfälle [19, 20].
  • Metamizol: Über Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens unter Metamizol informierte ein Rote-Hand-Brief vom 15. Dezember 2020. Die Schäden traten wenige Tage bis Monate nach Behandlungsbeginn auf, mit erhöhten Leberenzymwerten mit oder ohne Gelbsucht, häufig zusammen mit anderen Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag oder Fieber [7]. Die genaue Häufigkeit lässt sich laut Rote-Hand-Brief nicht berechnen; der Brief schätzt sie als sehr selten ein [7], die Packungsbeilage gibt sie als nicht bekannt an [5]. Mögliche Folge ist ein akutes Leberversagen, das eine Lebertransplantation nötig macht [7].
  • Paracetamol: Als Nebenwirkung nennt die Packungsbeilage selten einen leichten Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen) [8]. Die Fachinformation warnt: Die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis kann zu schweren Leberschäden führen [9]. Ein Vergiftungsrisiko besteht laut Fachinformation insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehlernährung und gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die eine vermehrte Bildung bestimmter Enzyme bewirken (Enzyminduktion); in diesen Fällen kann eine Überdosierung tödlich sein [9].

Wie viel Paracetamol Sie höchstens einnehmen dürfen, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats; andere gleichzeitig angewendete Arzneimittel sollten kein Paracetamol enthalten, um eine Überdosierung zu vermeiden [8]. Die Angaben stehen unter Paracetamol: Dosierung; mehr im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

In der Tabelle steht je Wirkstoff die höchste Einstufung; bei vielen betrifft sie erhöhte Leberwerte, nicht einen Leberschaden.

Leberschäden und erhöhte Leberwerte als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AdalimumabSehr häufigErhöhte Werte der Leberenzyme (nur durch Bluttests erkennbar) · Gallenblasenentzündung, Gallensteine, Fettleber; erhöhtes Bilirubin im Blut · Leberentzündung (Hepatitis), erneuter Ausbruch einer Hepatitis B, vom…
AmiodaronSehr häufigIsolierte Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen) zu Beginn der Behandlung, in der Regel auf das 1,5- bis 3-Fache des Normalwerts; die Werte normalisieren sich meist bei Dosisverringerung oder von selbst · Akute…
CarbamazepinSehr häufigGelbsucht oder Leberentzündung (Hepatitis in unterschiedlicher Form) und Lebererkrankungen mit Zerstörung und Schwund der Gallengänge in der Leber; insbesondere in den ersten Behandlungsmonaten lebensbedrohliche akute…
CertoparinSehr häufigLeichter Anstieg der Leberwerte; die Werte normalisieren sich nach dem Absetzen · Bei der Behandlung tiefer Venenthrombosen (THERAPIE, 8000 I.E.): Anstieg der Leberenzyme, der nach dem Absetzen zumeist wieder zurückgeht
EnoxaparinSehr häufigErhöhte Leberenzymwerte · Gelbfärbung von Haut oder Augen und dunklerer Urin, mögliche Anzeichen von Leberproblemen (Leberzellschädigung) · Leberschaden durch Gallestau (cholestatischer Leberschaden)
HeparinSehr häufigAnstieg der Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT) sowie von LDH und Lipase
IsotretinoinSehr häufigErhöhte Leberenzymwerte (im Bluttest festgestellt) · Gelbfärbung der Haut oder Augen und Müdigkeitsgefühl als mögliche Anzeichen einer Leberentzündung (Hepatitis)
MethotrexatSehr häufigAnstieg der Leberwerte bei Blutuntersuchungen · Leberschädigung (Hepatotoxizität), Leberverfettung, Vernarbung der Leber (Leberfibrose) bis zur Leberzirrhose, Abnahme des Serumalbumins; mögliche Zeichen sind…
NivolumabSehr häufigIm Bluttest (laut Fachinformation sehr häufig): Anstieg der Leberwerte (AST, ALT, alkalische Phosphatase), des Kreatinins und der Enzyme Lipase und Amylase; zu niedrige oder zu hohe Werte von Kalium und Kalzium; zu…
TacrolimusSehr häufigAuffällige Leberfunktionstests · Veränderte Leberenzyme und Leberfunktion, Gelbfärbung der Haut durch Lebererkrankungen, Schädigung des Lebergewebes, Leberentzündung · Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) ·…
AgomelatinHäufigErhöhte Leberenzymwerte im Blut (AST und/oder ALT); laut Fachinformation in klinischen Studien Erhöhungen auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts bei 1,2 Prozent unter 25 mg, 2,6 Prozent unter 50 mg und 0,5…
AnastrozolHäufigVeränderungen in Bluttests, die die Leberfunktion zeigen (laut Fachinformation erhöhte alkalische Phosphatase, ALT und AST) · Veränderungen spezieller Leberwerte im Bluttest (Gamma-GT und Bilirubin) · Entzündung der…
ApixabanHäufigErhöhte Gamma-Glutamyltransferase (GGT) in Blutuntersuchungen · Auffällige Blutwerte: gestörte Leberfunktion, Anstieg bestimmter Leberenzyme und erhöhte Bilirubinwerte; Bilirubin ist ein Abbauprodukt der roten…
AtorvastatinHäufigBlutwerte, die auf eine gestörte Leberfunktion hinweisen können · Leberentzündung (Hepatitis) · Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes durch Gallestau (Cholestase) · Leberschäden, die sich durch unerwartete oder…
BempedoinsäureHäufigErgebnisse von Bluttests, die auf Veränderungen der Leber hinweisen; laut Fachinformation ist das Leberenzym AST häufig erhöht, das Leberenzym ALT und Werte im Leberfunktionstest gelegentlich
BimatoprostHäufigErhöhte Bluttestwerte, die die Funktion der Leber zeigen (Leberfunktionstest anomal)
CefuroximHäufigVorübergehend erhöhte Leberenzyme · Gelbfärbung von Augenweiß oder Haut (Gelbsucht, überwiegend durch Gallestau) und Leberentzündung (Hepatitis)
CiclosporinHäufigLeberprobleme (laut Fachinformation anormale Leberfunktion) · Schwere Leberprobleme mit oder ohne Gelbfärbung von Augen oder Haut, Übelkeit, Appetitmangel, dunkler Urin, Schwellung von Gesicht, Füßen, Händen oder des…
ClarithromycinHäufigVeränderte Werte in Leberfunktionstests · Gallenstauung (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis) und erhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST, Gamma-GT) · Leberversagen, besonders bei Patientinnen und Patienten, die an einer…
ClindamycinHäufigAuffälliger Leberfunktionstest · Vorübergehende Leberentzündung mit Gelbsucht durch Gallestau · Gelbsucht
ClozapinHäufigGeringfügige Abweichungen der Leberwerte (erhöhte Leberenzymwerte) · Leberentzündung (Hepatitis) und Lebererkrankung mit Gelbfärbung der Haut, dunklem Urin und Juckreiz (Ikterus) · Fulminante Lebernekrose: plötzliches…
DabigatranHäufigVon der Norm abweichende Leberfunktionswerte · Bei Vorhofflimmern: erhöhte Leberenzymwerte · Bei Vorhofflimmern: Gelbfärbung von Haut oder Augen durch eine Leberschädigung oder eine Bluterkrankung · Nach Knie- oder…
DiclofenacHäufigErhöhte Leberenzymwerte im Blut · Leberschäden, insbesondere bei Langzeitbehandlung; akute Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht, die sehr selten sehr schwer (fulminant) und auch ohne Vorzeichen verläuft…
DimethylfumaratHäufigErhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST) im Blut · Leberentzündung und Anstieg der Leberenzymwerte (ALT oder AST zusammen mit Bilirubin); laut Fachinformation arzneimittelbedingter Leberschaden
EdoxabanHäufigAuffällige Leberwerte bei Blutuntersuchungen
EtoricoxibHäufigVeränderte Blutwerte zur Leberfunktion (Anstieg von ALT und AST) · Leberentzündung (Hepatitis) · Leberversagen, Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (Gelbsucht)
EzetimibHäufigZusammen mit einem Statin: erhöhte Leberwerte (Transaminasen) in einigen Labortests · Erhöhte Werte in einigen Labortests der Leberfunktion (Transaminasen) oder der Muskulatur (Kreatinphosphokinase) · Leberentzündung…
FebuxostatHäufigAuffällige Leberwerte (Leberfunktionsstörungen) · Arzneimittelreaktion mit hohem Fieber, masernähnlichem Ausschlag, vergrößerten Lymphknoten, Lebervergrößerung, Leberentzündung bis hin zum Leberversagen und erhöhter…
FluconazolHäufigAnstieg von Blut- oder Leberwerten (laut Fachinformation ALT, AST, alkalische Phosphatase) · Leberschädigung und Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht); laut Fachinformation Gallestau (Cholestase) und Anstieg des…
FluvastatinHäufigAuffällige Blutwerte für Muskeln und Leber (erhöhte Kreatinkinase, erhöhte Transaminasen) · Leberentzündung (Hepatitis) mit ungewohnter Müdigkeit oder Fieber, Gelbfärbung von Haut und Augenweiß oder dunklem Urin
GuselkumabHäufigErhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut (laut Fachinformation erhöhte Transaminasen)
HaloperidolHäufigVeränderte Leberwerte im Blutbefund · Leberentzündung oder Funktionsstörung der Leber mit Gelbfärbung der Haut oder der Augen (Gelbsucht) · Plötzliches Leberversagen; verminderter Gallenfluss (Cholestase)
InfliximabHäufigVeränderungen der Leberfunktion, Anstieg der Leberenzyme (im Bluttest) · Schwellung der Leber (Hepatitis) oder der Gallenblase (laut Fachinformation Gallenblasenentzündung), Leberschaden · Erneuter Ausbruch einer…
LeflunomidHäufigErhöhte Leberwerte (Transaminasen, vor allem ALT, seltener Gamma-GT, alkalische Phosphatase und Bilirubin) · Leberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht, laut Fachinformation auch Gallestau (Cholestase) · Schwere…
LeuprorelinHäufigBei Männern mit Prostatakrebs: gewöhnlich vorübergehende Störungen der Leberfunktion (einschließlich Gelbsucht) oder auffällige Leberwerte · Bei Männern mit Prostatakrebs: Gewichtsabnahme; veränderte Blutwerte, etwa…
LevofloxacinHäufigAnstieg mancher Leberwerte im Blut (Leberenzyme ALT/AST, alkalische Phosphatase, GGT) · Erhöhte Bilirubinwerte im Blut · Lebererkrankung mit Appetitverlust, Gelbfärbung von Haut und Augen, dunklem Urin, Juckreiz oder…
MemantinHäufigErhöhte Leberfunktionswerte · Entzündung der Leber (Hepatitis)
MethylphenidatHäufigErhöhter Wert des Leberenzyms Alaninaminotransferase im Blut · Erhöhte Leberwerte · Anomale Leberfunktion mit plötzlichem Leberversagen und Koma · Veränderungen bei Testergebnissen, einschließlich Leberwerten und…
MontelukastHäufigErhöhte Leberenzyme (Serumtransaminasen ALT, AST) · Erhöhte Leberwerte oder Leberentzündung (Hepatitis), laut Fachinformation einschließlich cholestatischer, hepatozellulärer und gemischter Leberschädigung ·…
MoxifloxacinHäufigAnstieg bestimmter Leberenzyme im Blut (Transaminasen) · Leberfunktionsstörung (einschließlich Anstieg des Leberenzyms LDH), Anstieg von Gamma-GT, alkalischer Phosphatase und Bilirubin im Blut · Gelbsucht (Gelbfärbung…
MycophenolsäureHäufigAbweichende Ergebnisse bei Leber- oder Nierenfunktionstests
OfatumumabHäufigErhöhte Leberenzyme (in Blutuntersuchungen nachgewiesen)
OlanzapinHäufigErhöhte Leberwerte zu Beginn der Behandlung · Erhöhtes Gesamtbilirubin im Blut · Lebererkrankung mit Gelbfärbung der Haut und des Weißen im Auge (laut Fachinformation Hepatitis)
OlmesartanHäufigAnstieg des Harnstoffs im Blut und erhöhte Werte in Untersuchungen der Leber- und Muskelfunktion (Leberenzyme, Kreatinphosphokinase) · Gelbfärbung des weißen Teils der Augen, dunkler Urin oder Juckreiz der Haut, auch…
OndansetronHäufigVeränderte Ergebnisse von Leberfunktionstests, wenn Ondansetron zusammen mit dem Krebsmittel Cisplatin eingenommen wird · Veränderte Ergebnisse von Leberfunktionstests ohne gleichzeitige Behandlung mit Cisplatin; laut…
PaliperidonHäufigErhöhte Leberwerte (Transaminasen) im Blut · Erhöhte Gamma-GT und erhöhte Leberenzyme im Blut · Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)
PembrolizumabHäufigEntzündung der Leber (Hepatitis) · Erhöhte Leberwerte, erhöhter Kalziumspiegel und veränderte Nierenwerte im Blut · Entzündung der Gallengänge (laut Fachinformation sklerosierende Cholangitis)
PiroxicamHäufigErhöhte Leberwerte (Anstieg der Transaminasen und der alkalischen Phosphatase) · Gelbsucht durch Gallestau (cholestatisches Syndrom), akute Leberentzündung (Hepatitis) · Toxisches Leberversagen
PyrantelHäufigAnstieg von Leberenzymen (Transaminasen) im Blut
QuetiapinHäufigErhöhte Leberenzymwerte im Blut · Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht
RivaroxabanHäufigErhöhte Werte einiger Leberenzyme in Bluttests · Eingeschränkte Leberfunktion, die in Laboruntersuchungen sichtbar werden kann · Erhöhte Werte für Bilirubin, einige Enzyme der Bauchspeicheldrüse oder der Leber sowie…
SulfasalazinHäufigErhöhte Leberenzymwerte · Gelbsucht (Ikterus) · Leberentzündung (Hepatitis) · Schwere, möglicherweise tödliche Leberentzündung (fulminante Hepatitis) · Leberversagen, Leberentzündung mit Gallestau (cholestatische…
TamoxifenHäufigVeränderte Leberenzymwerte, Entwicklung einer Fettleber · Schwere chronische Lebererkrankung (Leberzirrhose); einige Fälle schwerwiegender Lebererkrankungen verliefen tödlich · Störungen des Gallenabflusses,…
TizanidinHäufigVeränderungen der Leberfunktion, vorübergehender Anstieg der Leberwerte (Transaminasen); möglicherweise muss die Leberfunktion mit Bluttests überwacht werden · Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen, die zu…
TorasemidHäufigErhöhung bestimmter Leberenzyme (Gamma-Glutamyltransferase) im Blut
TrastuzumabHäufigEntzündung der Leber (Hepatitis) · Gelbsucht (Ikterus) · Leberschaden (laut Fachinformation Schädigung der Leberzellen, die die Fachinformation als häufig einstuft)
UpadacitinibHäufigErhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST), nachgewiesen durch Blutuntersuchungen; laut Fachinformation in Studien zur atopischen Dermatitis gelegentlich
ValproinsäureHäufigSchwere, manchmal tödliche Leberschäden, unabhängig von der Dosis, in der Regel in den ersten sechs Behandlungsmonaten; bei Kindern ist das Risiko deutlich erhöht, besonders zusammen mit anderen Mitteln gegen…
VedolizumabHäufigVeränderungen der Leberfunktion, erhöhte Leberenzyme (im Bluttest) · Leberentzündung (Hepatitis); Anzeichen können auffällige Leberwerte, Gelbfärbung von Augen oder Haut (Gelbsucht), Schmerzen im rechten Bauchbereich…
AlprazolamGelegentlichLeberfunktionsstörungen, Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut) · Leberentzündung (Hepatitis)
AmisulpridGelegentlichSchäden am Lebergewebe (hepatozelluläre Leberschädigung) · Anstieg der Leberenzyme, vor allem der Transaminasen
AmitriptylinGelegentlichStörungen der Leberfunktion, zum Beispiel eine Lebererkrankung mit Gallestau (cholestatische Lebererkrankung) · Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln (Gelbsucht, Ikterus) als mögliches Zeichen einer Leberschädigung ·…
Amoxicillin/ClavulansäureGelegentlichZunahme bestimmter von der Leber gebildeter Enzyme im Blut (Anstieg von AST und/oder ALT), als Hinweis auf eine Leberschädigung · Entzündung der Leber (Hepatitis) · Gelbsucht (laut Fachinformation cholestatischer…
AtenololGelegentlichErhöhte Leberwerte (Transaminasen) im Blut · Leberschäden einschließlich eines Gallestaus (laut Fachinformation intrahepatische Cholestase)
AzathioprinGelegentlichDosisabhängige Leberschädigung mit Gallenstau (Cholestase), die nach dem Ende der Behandlung üblicherweise zurückgeht und mit einer Überempfindlichkeitsreaktion zusammenhängen kann; Verschlechterung der Leberwerte ·…
AzithromycinGelegentlichLeberentzündung (Hepatitis) · Auffällige Laborwerte, z. B. bei Blut- oder Lebertests · Leberprobleme, Gelbfärbung von Haut oder Augen · Leberversagen, fulminant verlaufende Leberentzündung (Hepatitis) oder Absterben…
CefaclorGelegentlichAnstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) im Blut, der sich nach Beendigung der Behandlung wieder zurückbildet · Leberfunktionsstörungen · Vorübergehende Leberzellschädigung (Hepatitis) und…
CefpodoximGelegentlichAnstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) und/oder Bilirubin als Zeichen einer (z. B. cholestatischen) Leberzellschädigung · Akute Leberentzündung (Hepatitis)
CelecoxibGelegentlichVeränderung der Leberwerte (erhöhte Leberenzyme) · Schwere Leberentzündung (Hepatitis) mit möglichen Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut oder Augen), dunklem Urin, hellem Stuhl,…
CiprofloxacinGelegentlichAnstieg bestimmter Blutwerte (Transaminasen und/oder Bilirubin) · Leberfunktionsstörung, Gelbsucht durch Gallestau oder Leberentzündung · Absterben von Leberzellen (Lebernekrose), sehr selten bis zum lebensbedrohlichen…
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)GelegentlichLebererkrankung mit Gallestau (cholestatische Hepatose) · Zerfall von Lebergewebe (fokale oder diffuse Lebernekrose), Syndrom mit Schwund der Gallengänge, Anstieg bestimmter Blutwerte (Transaminasen, Bilirubin) und…
DiazepamGelegentlichGelbsucht · Erhöhte Werte bestimmter Leberenzyme (Transaminasen und alkalische Phosphatase)
DoxazosinGelegentlichVeränderte Leberwerte · Gallestauung (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht
DrospirenonGelegentlichErhöhte Blutwerte von Leberenzymen (ALT, AST, GGT), Bilirubin, Kreatin-Phosphokinase und Triglyceriden
DuloxetinGelegentlichLeberentzündung (Hepatitis), die zu Bauchschmerzen und zur Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes führen kann · Erhöhte Leberwerte (Leberenzyme) · Akute Leberschädigung · Leberversagen (Leberinsuffizienz);…
DydrogesteronGelegentlichVeränderungen der Leberfunktion, mit Schwäche (Asthenie) oder Unwohlsein, Gelbsucht (Ikterus) und Bauchschmerzen
EnzalutamidGelegentlichErhöhte Leberenzymwerte im Bluttest
ErythromycinGelegentlichAnstieg bestimmter Leberenzyme (GPT, GOT, LDH, AP, Gamma-GT) · Gallestau (Cholestase) und Gelbsucht durch Gallestau, insbesondere bei längerer Behandlung (2 bis 3 Wochen) und besonders bei schon bestehender…
EsomeprazolGelegentlichVeränderte Ergebnisse von Bluttests der Leberfunktion (erhöhte Leberenzyme) · Leberfunktionsstörungen und Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel gefärbter Urin und…
EstradiolGelegentlichErhöhung bestimmter Leberenzyme (Gamma-GT) und des Cholesterins im Blut
EtanerceptGelegentlichErhöhte Leberwerte; bei gleichzeitiger Behandlung mit Methotrexat eine häufige Nebenwirkung · Leberentzündung, die durch das körpereigene Immunsystem verursacht wird (Autoimmunhepatitis); bei gleichzeitiger Behandlung…
FluoxetinGelegentlichAbnormale Leberwerte (laut Fachinformation erhöhte Transaminasen und Gamma-GT) · Leberentzündung
GabapentinGelegentlichAuffällige Leberwerte im Blut (AST, ALT, Bilirubin) · Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Leberentzündung
GuanfacinGelegentlichVeränderung der Leberwerte im Blut (Alaninaminotransferase erhöht)
HydromorphonGelegentlichErhöhte Leberwerte in Laboruntersuchungen
HydroxychloroquinGelegentlichAuslösung oder Verstärkung eines Leberschadens (veränderte Leberenzym- und Bilirubinwerte) · Leberschäden durch das Arzneimittel, unter anderem Schädigung der Leberzellen, Gallestau (cholestatischer Leberschaden) und…
IrbesartanGelegentlichGelbsucht (Gelbfärbung der Haut und/oder der weißen Augenhaut) · Gestörte Leberfunktion und Leberentzündung (Hepatitis)
ItraconazolGelegentlichAnomale Leberfunktion · Schwere Lebervergiftung (Hepatotoxizität) einschließlich plötzlichem Leberversagen, laut Fachinformation in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang; erhöhtes Bilirubin im Blut
LacosamidGelegentlichAuffällige Ergebnisse in Bluttests zur Leberfunktion, Leberschaden
LetrozolGelegentlichErhöhte Leberenzymwerte · Gelbfärbung von Haut und Augen · Hohe Blutspiegel von Bilirubin, einem Abbauprodukt der roten Blutkörperchen · Leberentzündung (Hepatitis); Anzeichen laut Packungsbeilage: gelbe Haut und…
LevetiracetamGelegentlichErhöhte oder auffällige Werte in Leberfunktionstests · Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis)
LisinoprilGelegentlichErhöhte Werte von Harnstoff, Kreatinin oder Leberenzymen im Blut · Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht, Leberversagen
MedroxyprogesteronGelegentlichGelbsucht; von der Norm abweichende Leberwerte · Leberfunktionsstörungen
MelatoninGelegentlichErhöhter Bilirubinwert im Blut (Hyperbilirubinämie), der zu einer Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß führen kann · Abnorme Leberfunktionswerte · Erhöhte Leberenzymwerte
MesalazinGelegentlichVeränderte Leberwerte (erhöhte Transaminasen und Cholestaseparameter) und veränderte Werte der Bauchspeicheldrüsenenzyme (erhöhte Lipase und Amylase) · Gelbsucht oder Bauchschmerzen durch Störungen der Leber- oder…
MetronidazolGelegentlichStörungen der Leberfunktion (laut Fachinformation z. B. erhöhte Werte von Transaminasen, alkalischer Phosphatase und Bilirubin im Blut), Anstieg verschiedener Leberenzymwerte · Gelbsucht, Leberentzündung mit Stauung…
NaproxenGelegentlichLeberfunktionsstörungen · Leberschäden, insbesondere bei Langzeitbehandlung, und Leberentzündung (Hepatitis), einschließlich Todesfällen · Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS):…
NifedipinGelegentlichVorübergehender Anstieg der Leberenzymwerte · Gelbsucht (Ikterus)
NitrendipinGelegentlichErhöhte Leberenzyme (alkalische Phosphatase und/oder AST, ALT)
NitrofurantoinGelegentlichErhöhte Werte bestimmter Leberenzyme (Transaminasen), rückbildbare Gallestauung (reversible Cholestase) bis zur chronisch aktiven oder granulomatösen Leberentzündung (Hepatitis); Anzeichen können Gelbsucht, Hautjucken,…
OmeprazolGelegentlichVeränderte Ergebnisse von Bluttests der Leberfunktion (erhöhte Leberenzymwerte) · Leberprobleme, laut Fachinformation Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel…
OpipramolGelegentlichVorübergehende Anstiege der Leberenzymwerte · Schwere Leberfunktionsstörungen, nach langfristiger Behandlung Gelbsucht und chronische Leberschäden
OxcarbazepinGelegentlichErhöhte Leberenzymwerte im Blut; laut Fachinformation auch Anstieg der alkalischen Phosphatase · Leberentzündung (Hepatitis) mit grippeähnlichen Beschwerden und Gelbsucht
OxycodonGelegentlichAnstieg der Leberenzyme
PantoprazolGelegentlichAnstieg der Leberenzym-Werte im Blut (Transaminasen, γ-GT) · Erhöhter Bilirubin-Wert im Blut · Schwere Leberzellschädigung, Gelbsucht, Leberversagen
PivmecillinamGelegentlichGelbfärbung der Haut oder der Augen, ungewöhnlich dunkler Urin (laut Fachinformation Beeinträchtigung der Leberfunktion)
PregabalinGelegentlichErhöhte Leberwerte (ALT, AST) · Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des weißen Teils der Augen) · Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis)
ProgesteronGelegentlichGelbfärbung der Haut oder des Weißen der Augen (cholestatische Gelbsucht)
RamiprilGelegentlichErhöhte Leberwerte (Leberenzyme) und/oder erhöhtes Bilirubin im Blut · Gelbsucht durch Gallestau (cholestatischer Ikterus) und Schäden an Leberzellen · Akutes Leberversagen, Leberentzündung (cholestatische oder…
RisperidonGelegentlichErhöhte Leberwerte im Blut (Transaminasen, Gamma-Glutamyltransferase, Leberenzyme) · Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)
SertralinGelegentlichErhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST) · Probleme mit der Leberfunktion, schwere Leberfunktionsstörungen (einschließlich Leberentzündung und Leberversagen), Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)
SilodosinGelegentlichAbnormale Testergebnisse für Leberfunktionswerte
TinzaparinGelegentlichErhöhte Leberenzymwerte
TopiramatGelegentlichAnstieg der Leberenzyme · Leberentzündung (Hepatitis), Leberversagen
VenlafaxinGelegentlichLeichte Veränderungen der Leberenzymwerte im Blut · Leberentzündung (Hepatitis) mit Juckreiz, Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder grippeähnlichen Beschwerden
VerapamilGelegentlichWahrscheinlich allergisch bedingte Leberentzündung (Hepatitis) mit Erhöhung der leberspezifischen Enzyme
ZolpidemGelegentlichErhöhte Leberenzymwerte · Leberschädigung (hepatozellulär, cholestatisch oder gemischt)
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinSeltenErhöhung bestimmter Leberwerte · Leberfunktionsstörungen · Leberentzündung, die zu akutem Leberversagen bzw. einer Leberschädigung führen kann; lang andauernde Leberentzündung mit Gelbfärbung von Haut und Augen…
AciclovirSeltenVorübergehender Anstieg von Blutwerten (Leberwerte, Nierenwerte, Gallenfarbstoff, Harnstoff) · Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht
AllopurinolSeltenSchwere Überempfindlichkeitsreaktion mit Fieber, Hautrötungen, allgemeinen Schmerzen und auffälligen Blut- und Leberwerten, die mehrere Organe betreffen kann (Multiorgan-Überempfindlichkeitsreaktion) · Gefäßentzündung…
AtomoxetinSeltenLeberschädigung, erkennbar an dunklem Urin, gelblicher Haut oder gelblichen Augen, Bauchschmerzen, die bei Druck unterhalb des rechten Rippenbogens stärker werden, Übelkeit ohne erkennbaren Grund, Müdigkeit, Juckreiz…
BaclofenSeltenLeberfunktionsstörungen · Erhöhte Leberenzymwerte (SGOT, SGPT), die sich nach dem Absetzen wieder normalisieren
BisoprololSeltenErhöhung bestimmter Leberenzymwerte (ALAT, ASAT) · Leberentzündung (Hepatitis)
CalcitriolSeltenVeränderung der Leberfunktion, die sich in Blutuntersuchungen zeigt
CetirizinSeltenAbnorme Leberfunktion; laut Fachinformation erhöhte Werte für Transaminasen, alkalische Phosphatase, Gamma-GT und Bilirubin · Leberentzündung (Hepatitis)
ChlortalidonSeltenGallenstauung in der Leber (intrahepatische Cholestase) oder Gelbsucht
CitalopramSeltenLeberentzündung (Hepatitis) · Auffällige Ergebnisse von Leberfunktionstests
ClonidinSeltenVorübergehender Anstieg der Blutzuckerwerte, vorübergehende Veränderung der Leberfunktionstests, Nachweis bestimmter Antikörper im Blut (positiver Coombs-Test)
DihydralazinSeltenLeberentzündung (Hepatitis), Leberfunktionsstörungen und Gelbsucht (Ikterus)
DonepezilSeltenLeberfunktionsstörung, zum Beispiel eine Leberentzündung (Hepatitis) mit Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Fieber, Juckreiz, Gelbfärbung von Haut und Augen sowie dunkel gefärbtem Urin
DoxycyclinSeltenLeberschädigung, Leberentzündung (Hepatitis), abnormale Leberfunktion
EbastinSeltenProbleme mit der Leber, erhöhte Leberwerte (Transaminasen, Gamma-GT, alkalische Phosphatase und Bilirubin)
EnalaprilSeltenLebererkrankungen wie Einschränkung oder Verlust der Leberfunktion, Leberentzündung, Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut oder Augen); erhöhte Werte von Leberenzymen oder Bilirubin im Blut
FamotidinSeltenErhöhte Laborwerte (Transaminasen, Gamma-GT, alkalische Phosphatase, Bilirubin) · Gelbsucht (laut Fachinformation cholestatischer Ikterus) · Leberentzündung (Hepatitis)
FlecainidSeltenErhöhte Leberenzymwerte mit und ohne Gelbsucht (Ikterus) · Leberfunktionsstörung
HydrochlorothiazidSeltenGelbsucht (Ikterus)
LosartanSeltenLeberentzündung (Hepatitis) · Erhöhter Leberwert ALT (Alaninaminotransferase) im Blut, nach Ende der Behandlung üblicherweise rückläufig · Leberfunktionsstörungen
MebendazolSeltenLeberentzündung (Hepatitis), veränderte Leberwerte
MetoprololSeltenAbweichende Werte bei Leberfunktionstests · Leberentzündung (Hepatitis)
MinoxidilSeltenErhöhte Leberenzyme
MirtazapinSeltenGelbfärbung von Augen oder Haut als Hinweis auf eine Störung der Leberfunktion (Gelbsucht); erhöhte Leberwerte (Serum-Transaminasen)
ParacetamolSeltenLeichter Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen)
ParoxetinSeltenAuswirkungen auf die Leber, die sich in Bluttests der Leberfunktion zeigen · Lebererkrankungen mit Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß (Gelbsucht); laut Fachinformation zum Beispiel Leberentzündung (Hepatitis),…
RanolazinSeltenAnormale Laborwerte für die Leber (erhöhte Leberenzymwerte)
RisedronsäureSeltenAuffällige Leberwerte (nur durch eine Blutuntersuchung festzustellen) · Schwerwiegende Lebererkrankungen, insbesondere bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die Leberfunktionsstörungen verursachen…
RosuvastatinSeltenAnstieg der Leberenzyme (Transaminasen) im Blut · Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen), Leberentzündung (Hepatitis)
SimvastatinSeltenLeberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht (Ikterus) mit Gelbfärbung von Haut und Augen, Juckreiz, dunklem Urin oder hellem Stuhl, Müdigkeits- oder Schwächegefühl und Appetitlosigkeit · Erhöhte Leberwerte…
TelmisartanSeltenLeberfunktionsstörung; bei japanischen Patienten tritt sie mit höherer Wahrscheinlichkeit auf · Verminderter Hämoglobinwert, erhöhte Harnsäure, erhöhte Leberenzyme oder erhöhte Kreatinphosphokinase (CK) im Blut
TerbinafinSeltenEinschränkung der Leberfunktion oder Leberversagen mit Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes (Gelbsucht), Leberentzündung (Hepatitis) und Stauung des Galleabflusses (Cholestase) mit Beschwerden wie Juckreiz,…
TrospiumchloridSeltenAnstieg der Leberwerte; laut Fachinformation milder bis mäßiger Anstieg der Transaminasen
AcetylsalicylsäureSehr seltenNiedrig dosiert (100 mg): erhöhte Leberwerte · Als Schmerzmittel (500 mg): Anstieg der Leberenzyme, der sich nach dem Absetzen weitgehend normalisiert; Leberfunktionsstörung, vor allem der Leberzellen
AmlodipinSehr seltenGestörte Leberfunktion, Leberentzündung (Hepatitis), Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht), Anstieg der Leberenzyme
AmoxicillinSehr seltenArzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS): grippeähnliche Beschwerden mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen und auffälligen Blutwerten (mehr Eosinophile, erhöhte Leberenzyme) ·…
BupropionSehr seltenGelbfärbung der Haut oder des Weißen im Auge (Gelbsucht), die durch erhöhte Leberwerte verursacht sein kann, Leberentzündung (Hepatitis)
CandesartanSehr seltenVeränderungen der Leberfunktion einschließlich Leberentzündung (Hepatitis), möglicherweise mit Müdigkeit, Gelbfärbung von Haut und Augenweiß und grippeähnlichen Beschwerden
CarbimazolSehr seltenGelbsucht durch gestörten Galleabfluss oder toxische Leberentzündung; die Beschwerden bilden sich im Allgemeinen nach dem Absetzen zurück
CarvedilolSehr seltenVeränderte Leberwerte (Anstieg von ALAT, ASAT und Gamma-GT)
ChininSehr seltenLeberfunktionsstörungen
ClopidogrelSehr seltenGelbsucht; laut Fachinformation akutes Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis) und Leberwerte außerhalb der Norm
DesloratadinSehr seltenLeberentzündung (Hepatitis) und ungewöhnliche Leberfunktionswerte (erhöhte Leberenzyme, erhöhtes Bilirubin) · Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (Ikterus)
DoxepinSehr seltenMedikamentenabhängige Leberentzündung (cholestatische Hepatitis) · Meist vorübergehender Anstieg der Leberwerte im Blut
FelodipinSehr seltenErhöhte Leberenzymwerte
FurosemidSehr seltenGallestau in der Leber (intrahepatische Cholestase), erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
GlimepiridSehr seltenLeberfunktionsstörungen mit gelber Färbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Behinderung des Galleabflusses (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen · Erhöhung der Leberenzymwerte
IbuprofenSehr seltenLeberfunktionsstörungen, Leberschäden (vor allem bei Langzeitbehandlung), Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis)
IndapamidSehr seltenVeränderte Leberfunktion · Leberentzündung (Hepatitis) · Erhöhte Leberenzymwerte
LamotriginSehr seltenVeränderte Leberfunktion, die bei Blutuntersuchungen auffällt, oder Leberversagen
LoratadinSehr seltenLeberfunktionsstörung
MetforminSehr seltenAuffällige Leberfunktionswerte oder Leberentzündung (Hepatitis), die Müdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme mit oder ohne Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß verursachen kann
MiconazolSehr seltenLeberentzündung (Hepatitis)
MorphinSehr seltenErhöhung der Leberwerte
PhenprocoumonSehr seltenLeberentzündungen (Hepatitiden) mit oder ohne Gelbsucht, Schädigungen des Lebergewebes, Leberversagen, in Einzelfällen mit erforderlicher Lebertransplantation oder mit Todesfolge
PravastatinSehr seltenLeberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) und sehr schnelles Absterben von Leberzellen (fulminante Lebernekrose) · Erhöhung der Transaminasen (Leberenzyme), die ein Anzeichen für eine…
PropranololSehr seltenErhöhung der Leberwerte (Transaminasen GOT, GPT)
RituximabSehr seltenBei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: erneutes Auftreten einer Hepatitis-B-Infektion (Reaktivierung) · Bei GPA oder MPA: erneutes Auftreten einer Hepatitis-B-Infektion
RopinirolSehr seltenBei Parkinson-Krankheit: Veränderungen der Leberfunktion, nachgewiesen durch Bluttests (vor allem Anstieg der Leberenzyme) · Beim Restless-Legs-Syndrom: Veränderungen der Leberfunktion, nachgewiesen durch Bluttests
SpironolactonSehr seltenLeberschädigung (Hepatotoxizität) mit Anstieg der Leberenzyme und durch Gewebeuntersuchung nachgewiesener Leberentzündung (Hepatitis) · Schwere Hautreaktionen mit ausgedehntem Ausschlag, Blasen und sich abschälender…
SumatriptanSehr seltenVeränderte Leberwerte im Blut
TestosteronSehr seltenGelbsucht; laut Fachinformation auch auffällige Leberfunktionstests
ThiamazolSehr seltenGelbsucht durch gestörten Galleabfluss, Leberfunktionsstörung, Leberentzündung (cholestatischer Ikterus, toxische Hepatitis); die Beschwerden bilden sich im Allgemeinen nach dem Absetzen zurück
TramadolSehr seltenErhöhte Leberenzymwerte
TrazodonSehr seltenLeberfunktionsstörungen mit erhöhten Leberwerten (Transaminasen) und erhöhtem Bilirubin, Gelbsucht (Ikterus), Leberentzündung (Hepatitis); einzelne Berichte über einen schweren Verlauf liegen vor · Abweichende…
UrapidilSehr seltenUmkehrbare Erhöhung leberspezifischer Enzyme
UrsodeoxycholsäureSehr seltenBei der Behandlung der PBC: starke Verschlechterung (Dekompensation) der Leberzirrhose, die sich nach dem Absetzen teilweise wieder bessert; laut Fachinformation beobachtet im fortgeschrittenen Krankheitsstadium
XipamidSehr seltenGelbsucht (Ikterus)
ZopiclonSehr seltenLeicht bis mäßig erhöhte Werte einiger Leberenzyme im Blut (Transaminasen und/oder alkalische Phosphatase)
AlfuzosinNicht bekanntLeberschäden (Leberzellschädigung) · Stauung oder Unterdrückung der Gallenflüssigkeit (cholestatische Lebererkrankung)
AripiprazolNicht bekanntLeberversagen, Leberentzündung, Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln · Abnormale Leberwerte (laut Fachinformation erhöhte Werte von Alaninaminotransferase, Aspartataminotransferase, Gamma-Glutamyltransferase und…
BrinzolamidNicht bekanntAuffälliger Leberfunktionstest
ColchicinNicht bekanntLeberschaden (Lebertoxizität)
ColestyraminNicht bekanntAbnormaler Leberfunktionstest
DomperidonNicht bekanntVeränderte Ergebnisse bestimmter Labortests wie abnormale Leberwerte und ein erhöhter Prolaktinwert im Blut
DoxylaminNicht bekanntLeberfunktionsstörungen (Gelbsucht durch Gallestau, cholestatischer Ikterus)
EscitalopramNicht bekanntLeberentzündung (Hepatitis) oder Leberfunktionsstörung, erkennbar an gelblicher Verfärbung von Haut und Augenweiß · Auffällige Leberwerte (vermehrt Leberenzyme im Blut)
FinasteridNicht bekanntErhöhte Leberwerte
LercanidipinNicht bekanntVeränderungen der Leberfunktion, nachgewiesen durch Bluttests (erhöhte Transaminasen)
LevocetirizinNicht bekanntLeberentzündung (Hepatitis), abnorme Leberfunktionswerte
Levodopa/BenserazidNicht bekanntErhöhung bestimmter Leberenzymwerte (Transaminasen, alkalische Phosphatase, Gamma-Glutamyltransferase)
LisdexamfetaminNicht bekanntAllergische Leberschädigung (eosinophile Hepatitis), möglicherweise mit Gelbfärbung des Augenweißes und/oder der Haut
LithiumNicht bekanntGroßflächiger Hautausschlag, hohe Körpertemperatur, erhöhte Leberenzyme, veränderte Blutwerte (Eosinophilie), vergrößerte Lymphknoten und Beteiligung anderer Körperorgane (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und…
LorazepamNicht bekanntAnstieg von Bilirubin und von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) im Blut · Gelbsucht: Gelbfärbung von Haut und Augen, heller Stuhl und dunkler Urin
MetamizolNicht bekanntArzneimittelbedingter Leberschaden mit Leberentzündung (akute Hepatitis), Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß und erhöhten Leberenzymen im Blut
OrlistatNicht bekanntLeberentzündung (Hepatitis), auch schwerwiegend; laut Fachinformation wurden einige Fälle berichtet, in denen eine Lebertransplantation erforderlich war · Erhöhung bestimmter Leberenzymwerte (laut Fachinformation…
OxazepamNicht bekanntLeberfunktionsstörung, Gelbsucht (Ikterus)
PipamperonNicht bekanntErhöhung der Leberenzyme, Leberfunktionsstörungen, Leberentzündung mit Gallestau (cholestatische Hepatitis)
RivastigminNicht bekanntLebererkrankungen (gelbe Haut, Gelbfärbung des Augenweiß, ungewöhnlich dunkler Urin oder ungeklärte Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Appetitverlust; laut Fachinformation Hepatitis) und veränderte Leberfunktionswerte
RoxithromycinNicht bekanntLeberzellschädigung (Hepatitis) mit oder ohne Gallestau, akute Gelbsucht (Ikterus), vorübergehender Anstieg von Leberwerten (ASAT, ALAT, GGT, alkalische Phosphatase, Bilirubin)
SolifenacinNicht bekanntStörungen der Leberfunktion; laut Fachinformation Lebererkrankungen und auffällige Leberfunktionstests
TianeptinNicht bekanntAnstieg der Leberenzyme; Leberentzündungen (Hepatitis), die außergewöhnlich schwer verlaufen können
TrimipraminNicht bekanntAls Ausdruck einer Überempfindlichkeit Reaktionen von Leber und Gallenwegen, meist als vorübergehende Erhöhung von Leberenzymen und Bilirubin im Sinne einer Leberentzündung (zytolytische oder cholestatische Hepatitis)
ValsartanNicht bekanntErhöhte Leberwerte einschließlich Bilirubin, die auf eine Leberschädigung hinweisen und in schweren Fällen eine Gelbfärbung von Haut und Augen hervorrufen können

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (211 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen; andere auffällige Blutwerte behandelt die Seite Veränderte Laborwerte.

Woran Sie erhöhte Leberwerte und Leberschäden durch ein Medikament erkennen

Leberwerte sind Laborwerte

Erhöhte Leberwerte zeigen sich in einer Blutuntersuchung; ein leichter, vorübergehender Leberschaden durch Medikamente verursacht laut IQWiG möglicherweise keine Beschwerden [1]. Als Leberwerte bezeichnet das IQWiG mehrere Blutwerte, die in der Regel zusammen betrachtet werden, unter anderem Alanin-Aminotransferase (ALAT oder ALT, auch GPT genannt), Aspartat-Aminotransferase (AST oder ASAT, auch GOT), Alkalische Phosphatase (AP) und Gamma-GT (GGT) [1, 2].

Bilirubin ist ein orange-gelber Farbstoff, der beim Abbau des roten Blutfarbstoffs entsteht und normalerweise über Leber, Galle und Darm ausgeschieden wird [4]. Steigt seine Menge im Blut, kann es zu einer Gelbsucht kommen, also zu einer gelblich verfärbten Haut oder gelblichen Augen. Erhöht sein kann Bilirubin aber auch, ohne dass eine Gelbsucht erkennbar ist [4].

Von einem Laborwert allein lässt sich laut IQWiG meist nicht auf eine Krankheit schließen; auch gesunde Menschen haben manchmal Werte außerhalb des Referenzbereichs [1, 2]. ALAT kommt in kleineren Mengen auch in Nieren und Muskeln vor, AST auch im Herzmuskel und in anderen Muskeln [1, 2]. Laut Fachinformation von Simvastatin kann ein Anstieg von ALT zusammen mit dem Muskelenzym CK ein Hinweis auf eine Muskelerkrankung sein [18]. Mehr unter Muskelschmerzen.

Erhöhte Werte, Leberentzündung und Leberschaden

Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber [23]. Erhöhte ALAT-Werte sind laut IQWiG ein Hinweis auf eine Schädigung der Leber; sehr hohe Werte deuten auf eine akute Leberentzündung oder eine Vergiftung hin [1]. Genauer ordnet die Fachinformation von Methotrexat die Werte ein: Bei 13 bis 20 Prozent der Patientinnen und Patienten wurde über einen vorübergehenden Anstieg der Transaminasen auf das Zwei- oder Dreifache der oberen Normgrenze berichtet; eine anhaltende Erhöhung der Leberenzyme und/oder eine Abnahme des Bluteiweißes Albumin kann dagegen auf eine schwere Leberschädigung hinweisen [13].

Umgekehrt schließen normale Leberwerte einen Leberschaden nicht immer aus. Laut Fachinformation von Methotrexat gehen einer Vernarbung (Fibrose) und seltener einer Leberzirrhose möglicherweise keine auffälligen Leberwerte voraus; es gibt Fälle, in denen die Transaminasen bei einer Zirrhose normal sind [13]. Laut Fachinformation von Valproinsäure darf sich die Ärztin oder der Arzt nicht nur auf die Laborergebnisse stützen, weil diese im Normbereich liegen können; besonders nach Behandlungsbeginn können die Leberenzyme auch unabhängig von einer Beeinträchtigung der Leberfunktion erhöht sein [20]. Für die Einordnung der Laborwerte sind dort immer der Verlauf und das klinische Bild entscheidend [20].

Wann Leberschäden auftraten

Die Produktinformationen nennen unterschiedliche Zeiträume: Bei Metamizol entwickelten sich die Beschwerden innerhalb weniger Tage bis weniger Monate nach Behandlungsbeginn [5, 7]. Bei Valproinsäure treten Leberschäden meist in den ersten 6 Monaten auf, bei Leflunomid traten die meisten schweren Fälle ebenfalls in den ersten 6 Monaten auf [14, 20]. Unter Amoxicillin/Clavulansäure zeigen sich die Zeichen in der Regel während oder kurz nach der Behandlung, in einigen Fällen aber erst mehrere Wochen nach ihrem Ende [11]. Weil der wirksame Abbaustoff von Leflunomid lange im Körper bleibt, können schwere Nebenwirkungen wie Leberschäden laut Fachinformation auch nach Beendigung der Behandlung auftreten [14].

Ob Ihr Medikament die Leber betreffen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach: in Abschnitt 2 bei den Warnhinweisen und in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [8, 14]. Notieren Sie, seit wann Sie das Mittel einnehmen und welche Beschwerden wann auftreten, zum Beispiel im Nebenwirkungs-Tagebuch.

Warum Medikamente die Leberwerte erhöhen können

ALAT befindet sich vor allem in der Leber; werden Leberzellen geschädigt, gelangt vermehrt ALAT ins Blut [1]. Auch AST wird bei Lebererkrankungen oder -schäden vermehrt ins Blut abgegeben [2]. Gamma-GT stammt im Blut hauptsächlich aus der Leber; der Wert steigt bei verschiedenen Leber- und Gallenwegserkrankungen [3]. Wie ein Medikament die Leber schädigen kann, beschreiben zum Beispiel die Fachinformationen von Paracetamol und Metamizol.

Paracetamol: Der Wirkstoff wird laut Fachinformation vorwiegend in der Leber abgebaut. Ein geringer Teil wird dabei über Cytochrom P450 (hauptsächlich CYP2E1) zu einem giftigen Abbauprodukt umgewandelt, das normalerweise rasch durch Glutathion entgiftet wird; bei einer massiven Vergiftung entsteht mehr davon [9]. Einen Mangel an Glutathion, etwa bei Mangelernährung oder Alkoholmissbrauch, nennt die Packungsbeilage unter den Gründen für eine Rücksprache vor der Einnahme [8].

Metamizol: Wie der Leberschaden durch Metamizol entsteht, ist laut Fachinformation und Rote-Hand-Brief nicht eindeutig geklärt; die Daten geben Hinweise auf einen immunallergischen Mechanismus, also eine Reaktion des Immunsystems [6, 7]. Laut Rote-Hand-Brief traten die Leberschäden häufig zusammen mit anderen Überempfindlichkeitsreaktionen auf oder waren von Merkmalen einer Autoimmunhepatitis begleitet; bei einigen Betroffenen kam es nach erneuter Anwendung wieder zu einem Leberschaden [7].

Mehrere leberbelastende Stoffe zusammen: Die Leberschädigung durch Methotrexat kann laut Fachinformation bei regelmäßigem Alkoholkonsum oder zusammen mit anderen leberschädigenden Arzneimitteln wie Azathioprin, Leflunomid, Retinoiden oder Sulfasalazin erhöht sein [13]. Bei Valproinsäure können möglicherweise leberschädigende Stoffe und Alkohol die Leberschädigung verstärken [20]. Wegen möglicher sich addierender leberschädigender Effekte wird bei Leflunomid empfohlen, Alkohol zu meiden [14]. Bei Paracetamol kann es zusammen mit Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin oder anderen möglicherweise leberschädigenden Arzneimitteln unter Umständen zu Leberschäden kommen [8]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.

Risikofaktoren: Für eine Leberschädigung unter Methotrexat nennt die Fachinformation unter anderem übermäßigen Alkoholkonsum in der Vergangenheit, Lebererkrankungen in der Vorgeschichte, Diabetes mellitus, starkes Übergewicht und eine längere Behandlung [13].

Was Sie tun können

Mann um die sechzig mit grauem Haar im ruhigen Gespräch mit einer Ärztin und einer weiteren Frau in einem hellen Sprechzimmer
Bild: KI-generiert

Erhöhte Werte abklären lassen. Erhöhte Leberwerte sollten laut IQWiG ärztlich abgeklärt werden [1, 3]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt dabei, welche Medikamente Sie einnehmen, auch pflanzliche Mittel [1, 4]. Den Überblick behalten Sie mit dem Medikationsplan.

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Was bei erhöhten Werten geschieht, entscheidet die Ärztin oder der Arzt je nach Wirkstoff und Befund. Die Fachinformation von Atorvastatin sieht bei einem Anstieg der Transaminasen vor, die Werte bis zum Abklingen zu beobachten; dauert eine Erhöhung auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts an, empfiehlt sie, die Dosis zu verringern oder die Behandlung abzubrechen [16]. Bei den mäßigen Erhöhungen unter Simvastatin war ein Abbruch dagegen nicht erforderlich [18]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.

Kontrolltermine wahrnehmen. Für einige Wirkstoffe sehen die Produktinformationen Blutuntersuchungen der Leber vor: bei Methotrexat vor und während der Behandlung, wobei die Packungsbeilage es sehr wichtig nennt, zu den geplanten Untersuchungen zu erscheinen [12]; bei Leflunomid vor und während der Behandlung [14]; bei Valproinsäure vor Beginn und während der ersten 6 Monate [19]; bei Atorvastatin vor Behandlungsbeginn und danach regelmäßig [16]. Wie oft kontrolliert wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Alkohol. Paracetamol darf laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden [8]. Unter Methotrexat, Leflunomid und Valproinsäure sollten Sie laut den Packungsbeilagen keinen Alkohol trinken; er kann laut den Produktinformationen Nebenwirkungen an der Leber wahrscheinlicher machen bzw. die Leberschädigung verstärken [12, 14, 19, 20]. Mehr im Ratgeber Medikamente und Alkohol.

Vor einer Blutuntersuchung. Gamma-GT steigt auch nach Alkoholkonsum; vor der Bestimmung wird laut IQWiG empfohlen, mindestens 12 Stunden lang keinen Alkohol zu trinken [3]. Anstrengender Sport kann ALAT und AST vorübergehend steigen lassen [1, 2]. Amoxicillin/Clavulansäure kann laut Packungsbeilage die Bestimmung der Leberwerte beeinflussen; informieren Sie dann Ärztin, Arzt oder Pflegepersonal [10].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [8]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Über den Leberschaden durch Metamizol informierten die Zulassungsinhaber in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem BfArM mit einem Rote-Hand-Brief [7]; mehr dazu im Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Ein Leberschaden kann sich durch Beschwerden zeigen. Als mögliche Zeichen nennen die Packungsbeilagen unter anderem eine Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes, dunklen Urin, hellen Stuhl, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Schmerzen im Oberbauch oder auf der rechten Bauchseite [5, 12, 17]. Bei Metamizol kommen Fieber und Ausschlag hinzu [5]. Laut Packungsbeilage von Atorvastatin können unerwartete oder ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse auf Leberschäden hinweisen [15]. Bei Valproinsäure nennt die Packungsbeilage unter anderem Schwäche, Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, wiederholtes Erbrechen, auffallend häufige blaue Flecken oder Nasenbluten und erneute oder verstärkte Krampfanfälle [19].

Bilirubin gibt dem Stuhl seine braune Farbe [4]. Scheidet eine entzündete Leber Bilirubin nicht mehr richtig in den Darm aus, wird der Stuhl heller und der Urin dunkler, weil Bilirubin dann über die Nieren ausgeschieden wird [23]. Mehr unter Urinverfärbung und Juckreiz.

Bei solchen Zeichen sollen Sie sich laut den Packungsbeilagen sofort bzw. umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden [5, 12, 14, 17, 19]. Ob das Mittel bis dahin weiter eingenommen wird, regeln sie unterschiedlich: Bei Metamizol und Simvastatin soll die Einnahme laut Packungsbeilage beendet werden [5, 17]; bei Valproinsäure sollten Sie die Einnahme dagegen nicht ohne Rücksprache selbst abbrechen [19]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe und klären Sie dabei, ob Sie das Medikament weiter einnehmen sollen.

Zu viel Paracetamol eingenommen? Wurde mehr Paracetamol eingenommen als empfohlen, rufen Sie laut Packungsbeilage die nächst erreichbare Ärztin oder den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe [8]; nach der einmaligen Einnahme der Tagesgesamtdosis sollte laut Fachinformation unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden [9]. Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden auf [8]. Danach kann sich das Befinden laut Fachinformation bessern; leichte Bauchschmerzen bleiben jedoch als Hinweis auf eine Leberschädigung, deren Beschwerden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar werden [9]. Eine Behandlung ist laut Fachinformation bereits bei Verdacht auf eine Paracetamol-Vergiftung sinnvoll [9].

Andere Ursachen erhöhter Leberwerte

Nicht jede Erhöhung der Leberwerte unter einem Medikament kommt vom Medikament. Zu den häufigsten Ursachen erhöhter ALAT- und AST-Werte gehört laut IQWiG eine Fettleber, die oft durch übermäßigen Alkoholkonsum oder Übergewicht verursacht wird [1, 2]. Sie bleibt in den meisten Fällen lange unbemerkt, kann aber fortschreiten und zu Problemen wie Leberversagen oder Leberkrebs führen [1].

Eine nicht alkoholische Fettleber begünstigen laut gesund.bund.de unter anderem starkes Übergewicht (Adipositas), Typ-2-Diabetes, eine Insulinresistenz, das metabolische Syndrom und Fettstoffwechselstörungen; auch die Einnahme bestimmter Medikamente oder genetische Faktoren können eine Fettleber verursachen [21]. Die meisten Betroffenen haben keine Beschwerden; bei etwa 30 Prozent entwickelt sich eine Leberentzündung (Steatohepatitis), die chronisch werden kann [21]. Eine alkoholische Fettleber entsteht durch starken und regelmäßigen Alkoholkonsum und ist meistens nicht spürbar; bei vollständigem Verzicht auf Alkohol bildet sich die Veränderung schnell zurück [22]. Besteht zusätzlich eine Alkoholabhängigkeit, sollte sie laut gesund.bund.de behandelt werden [22]; mehr unter Alkoholabhängigkeit.

Auch Viren können die Leber entzünden. Eine Hepatitis B verläuft laut gesund.bund.de häufig mild oder unbemerkt; wird die Infektion chronisch, können sich eine Leberzirrhose und Leberkrebs entwickeln [23]. Die akute Hepatitis C verläuft meist ohne nennenswerte Beschwerden, geht aber in mehr als der Hälfte der Fälle in eine chronische Infektion über [24]. Bei einem Teil der akut Infizierten tritt zusätzlich eine Gelbsucht auf [23, 24].

Weitere mögliche Ursachen sind entzündete oder verstopfte Gallengänge, etwa durch Gallensteine [1, 2]. Eine Lebervergiftung kann laut IQWiG zum Beispiel durch Giftpilze oder eine Paracetamol-Überdosis ausgelöst werden [2]. Ein erhöhtes Bilirubin kann auch von einem beschleunigten Abbau roter Blutkörperchen kommen oder von der erblichen Meulengracht-Krankheit, bei der der Wert nur leicht erhöht und nicht behandlungsbedürftig ist [4]. AST kann außerdem nach einer Spritze in einen Muskel vorübergehend steigen [2]. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Quellen

  1. Alanin-Aminotransferase (ALAT). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  2. Aspartat-Aminotransferase (AST). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gamma-GT (GGT). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  4. Bilirubin (gesamt). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.03.2025. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation Novaminsulfon-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  7. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Metamizol, Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 15.12.2020. abgerufen am 12.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paracetamol-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
  9. Fachinformation Fachinformation Paracetamol-ratiopharm® 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amoxicillin-ratiopharm® comp. 875/125 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Amoxicillin-ratiopharm® comp. 875/125 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2025. abgerufen am 12.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten. medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten. medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  14. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Arava (Leflunomid), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  15. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Atorvastatin-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 12.10.2026
  16. Fachinformation Fachinformation Atorvastatin-ratiopharm® 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 12.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Simvastatin-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  18. Fachinformation Fachinformation Simvastatin-ratiopharm® 10 mg/20 mg/40 mg/80 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  19. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Valproat-ratiopharm® chrono 300 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  20. Fachinformation Fachinformation Valproat-ratiopharm® chrono 300 mg/500 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  21. Behörde Nicht alkoholische Fettleber. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 29.06.2021. abgerufen am 12.10.2026
  22. Behörde Alkoholische Fettleber. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 02.06.2021. abgerufen am 12.10.2026
  23. Behörde Hepatitis B. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 22.05.2025. abgerufen am 12.10.2026
  24. Behörde Hepatitis C. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 22.08.2025. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Was bedeutet es, wenn meine Leberwerte erhöht sind?

Leberwerte wie ALAT (GPT), AST (GOT) und Gamma-GT sind Enzyme, die unter anderem in der Leber vorkommen und bei Leberschäden oder Lebererkrankungen vermehrt im Blut nachweisbar sind. Erhöhte Werte können laut IQWiG auf eine Schädigung der Leber hinweisen, etwa durch eine Fettleber, eine Leberentzündung oder Medikamente. Von einem Laborwert allein lässt sich aber meist nicht auf eine Krankheit schließen; auch anstrengender Sport kann ALAT und AST vorübergehend erhöhen. Lassen Sie erhöhte Werte ärztlich abklären.

Welche Medikamente können die Leberwerte erhöhen?

Laut IQWiG können viele Medikamente den Leberwert Gamma-GT erhöhen, unter anderem entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, Cholesterinsenker, Antibiotika, Mittel gegen Pilzinfektionen und Antidepressiva; auch pflanzliche Arzneimittel können die Werte erhöhen. Warnhinweise zur Leber stehen zum Beispiel in den Produktinformationen von Methotrexat, Leflunomid, Atorvastatin, Simvastatin, Amoxicillin/Clavulansäure, Valproinsäure und Metamizol. Welche Wirkstoffe auf dieser Website betroffen sind, zeigt die Tabelle oben; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was bedeuten erhöhte Leberwerte unter einem Cholesterinsenker?

Unter Atorvastatin war ein Anstieg der Transaminasen laut Fachinformation normalerweise geringfügig und vorübergehend; auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwerts stiegen die Werte bei 0,8 Prozent der Behandelten. Bei Simvastatin traten mäßige Erhöhungen bald nach Behandlungsbeginn auf, häufig vorübergehend und ohne Beschwerden. Eine Leberentzündung oder Gelbsucht ist in der Packungsbeilage von Simvastatin als selten eingestuft. Wie es weitergeht, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Woran erkenne ich einen Leberschaden durch Medikamente?

Die Packungsbeilagen nennen als mögliche Zeichen unter anderem eine Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß, dunklen Urin, hellen Stuhl, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Schmerzen im Oberbauch oder auf der rechten Bauchseite; bei Atorvastatin auch unerwartete Blutungen oder Blutergüsse. Bei solchen Zeichen wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Muss ich das Medikament absetzen, wenn meine Leberwerte erhöht sind?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Je nach Befund sehen Fachinformationen wie die von Atorvastatin vor, die Werte weiter zu beobachten, die Dosis zu verringern oder die Behandlung zu beenden. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Bei Zeichen eines Leberschadens wie Gelbsucht holen Sie sofort ärztliche Hilfe und klären dabei, ob Sie das Mittel weiter einnehmen sollen.

Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Medikamente nehme, die die Leber belasten können?

Das steht in der Packungsbeilage Ihres Mittels. Paracetamol darf laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden; unter Methotrexat, Leflunomid und Valproinsäure sollten Sie keinen Alkohol trinken, weil er Nebenwirkungen an der Leber verstärken bzw. wahrscheinlicher machen kann. Unter Atorvastatin sollen Sie übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden. Mehr im Ratgeber Medikamente und Alkohol.

Ab wann ist Paracetamol gefährlich für die Leber?

Laut Fachinformation kann die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis zu schweren Leberschäden führen; besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen, kleine Kinder, Menschen mit Lebererkrankungen oder chronischem Alkoholmissbrauch. Wie viel Sie höchstens einnehmen dürfen, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats, und andere gleichzeitig angewendete Mittel sollten kein Paracetamol enthalten. Wurde zu viel eingenommen, rufen Sie sofort die nächst erreichbare Ärztin oder den nächst erreichbaren Arzt. Die Angaben der Packungsbeilage stehen unter Paracetamol: Dosierung.

Können erhöhte Leberwerte auch andere Ursachen haben als Medikamente?

Ja. Zu den häufigsten Ursachen gehört laut IQWiG eine Fettleber, oft durch übermäßigen Alkoholkonsum oder Übergewicht. Weitere Ursachen sind zum Beispiel eine Leberentzündung durch Viren wie Hepatitis B oder C, entzündete oder verstopfte Gallengänge etwa durch Gallensteine, Vergiftungen und vorübergehend anstrengender Sport. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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