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Risedronsäure: Nebenwirkungen und Wirkung

Risedronsäure ist ein verschreibungspflichtiges Bisphosphonat zur Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren und bei Männern; die Tablette wird einmal pro Woche eingenommen. Damit sie wirkt und kein Sodbrennen entsteht, gelten strenge Regeln: aufrecht, nur mit gewöhnlichem Trinkwasser und mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Trinken des Tages. Häufig sind Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Schmerzen in Knochen, Muskeln oder Gelenken. Bei Kieferbeschwerden oder Schluckschmerzen informieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; bei Schmerzen in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste wenden Sie sich ebenfalls an sie oder ihn.

Frau Mitte sechzig sitzt aufrecht an einem gedeckten Frühstückstisch am Fenster und trinkt ein Glas Wasser, das Frühstück steht noch unberührt vor ihr
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Verdauungsstörungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Magenkrämpfe oder Magenverstimmung, Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall[1, 2]
  • Häufig: Schmerzen in Knochen, Muskeln oder Gelenken[1, 2]
  • Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Risedronsäure eingesetzt?

Risedronsäure gehört zu den Bisphosphonaten, einer Gruppe nicht hormoneller Arzneimittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen, und ist verschreibungspflichtig [1, 2, 3]. Laut Packungsbeilage wird sie zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt: bei Frauen nach den Wechseljahren, auch bei schwergradiger Osteoporose, und bei Männern [1]. Die Fachinformation nennt bei Frauen nach den Wechseljahren als Ziel, das Risiko für Wirbelbrüche zu verringern, bei manifester Osteoporose auch für Hüftbrüche; bei Männern gilt die Zulassung bei hohem Risiko für Knochenbrüche [2].

Die Packungsbeilage beschreibt Osteoporose als Erkrankung, bei der die Knochen schwächer und zerbrechlicher werden und nach einem Sturz oder einer stärkeren Belastung leichter brechen. Die postmenopausale Osteoporose tritt bei Frauen nach den Wechseljahren auf; bei Männern kann Osteoporose durch eine Reihe von Ursachen ausgelöst werden, etwa das Älterwerden oder einen niedrigen Testosteronspiegel. Viele Betroffene haben keine Beschwerden [1]. Laut Fachinformation sind hohes Alter oder klinische Risikofaktoren für Knochenbrüche allein kein ausreichender Grund, eine Behandlung mit einem Bisphosphonat zu beginnen [2].

Wie wirkt Risedronsäure?

Knochen ist ein lebendes Gewebe: Alter Knochen wird ständig abgebaut und durch neuen ersetzt [1]. Risedronsäure bindet laut Fachinformation an das Knochenmineral und hemmt den Abbau durch knochenabbauende Zellen (Osteoklasten). Der Knochenumsatz sinkt, während der Knochenaufbau und die Mineralisierung erhalten bleiben [2]. So wirkt das Mittel direkt am Knochen, um ihn zu stärken und weniger bruchanfällig zu machen [1].

Messwerte des Knochenumsatzes gingen bei Frauen nach den Wechseljahren innerhalb eines Monats zurück und erreichten nach 3 bis 6 Monaten ihr Maximum [2]. Nur ein sehr kleiner Teil des Wirkstoffs wird aus dem Darm aufgenommen, zusammen mit Nahrung noch weniger; deshalb sind die Einnahmeregeln so wichtig [2]. Der Wirkstoff wird nicht verstoffwechselt; etwa die Hälfte der aufgenommenen Menge wird innerhalb von 24 Stunden mit dem Urin ausgeschieden, der nicht aufgenommene Teil unverändert mit dem Stuhl [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage oder Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Abgesehen von den Warnzeichen weiter unten waren die in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen laut Packungsbeilage gewöhnlich leicht und veranlassten die Behandelten nicht, die Einnahme abzubrechen [1]. Am häufigsten sind Magenbeschwerden, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Kopfschmerzen und Schmerzen in Knochen, Muskeln oder Gelenken [1, 2]. Zu Behandlungsbeginn können in seltenen Fällen die Calcium- und Phosphatspiegel im Blut fallen; das verursacht gewöhnlich keine Beschwerden [1].

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Magen und DarmEntzündungen oder Geschwüre der Speiseröhre, die Probleme und Schmerzen beim Schlucken verursachen können; Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Entzündung des Zwölffingerdarms (Duodenitis)[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden
  • AugenEntzündung der Regenbogenhaut (Iritis) mit roten, schmerzenden Augen und möglicher Änderung des Sehvermögens[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • Magen und DarmEntzündliche Veränderungen der Zunge (rot, geschwollen, möglicherweise schmerzhaft; Glossitis), Verengung der Speiseröhre (Ösophagusstriktur)[1, 2]
  • Laborwerte und UntersuchungenAuffällige Leberwerte (nur durch eine Blutuntersuchung festzustellen)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • Muskeln, Knochen und GelenkeUngewöhnliche (atypische) Brüche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Langzeitbehandlung gegen Osteoporose; Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste können ein frühes Anzeichen sein[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Ohr und GleichgewichtSchädigung der Knochen im äußeren Gehörgang (Knochennekrose) mit möglichen Anzeichen wie Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr und/oder einer Ohreninfektion[1, 2]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • Muskeln, Knochen und GelenkeAbsterben von Knochengewebe des Kiefers (Osteonekrose des Kiefers), einhergehend mit verzögerter Heilung und Infektion, oft nach dem Ziehen eines Zahnes[1, 2]Mehr dazu: Zahnschäden
  • HautAllergische Hautreaktionen wie Nesselsucht (Urtikaria) und Hautausschlag, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Hals, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtHautausschlagSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
  • HautSchwerwiegende Hautreaktionen mit Blasen unter der Haut; Entzündung kleiner Blutgefäße mit erhabenen roten Flecken (leukozytoklastische Vaskulitis); Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse mit Blasen an Haut und Schleimhäuten oder Ablösung der äußersten Hautschicht[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
  • HautHaarausfall[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
  • ImmunsystemAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeit); laut Fachinformation schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • Leber und GalleSchwerwiegende Lebererkrankungen, insbesondere bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die Leberfunktionsstörungen verursachen können[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • AugenAugenentzündung mit Schmerzen und Rötung (laut Fachinformation Iritis, Uveitis)[1, 2]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder einer schweren Hautreaktion mit Blasen brechen Sie die Einnahme ab und informieren sofort eine Ärztin oder einen Arzt [1]. Laut Fachinformation sollten Betroffene rechtzeitig ärztlichen Rat suchen, wenn Zeichen einer Reizung der Speiseröhre auftreten, etwa Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken oder hinter dem Brustbein oder neues oder schlimmer werdendes Sodbrennen [2].

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau um die siebzig sitzt in einem hellen Behandlungsraum und spricht mit ihrer Zahnärztin
Bild: KI-generiert

Speiseröhre und Magen: Bisphosphonate wurden mit Entzündungen und Geschwüren von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm in Verbindung gebracht [2]. Halten Sie die Einnahmeregeln genau ein: in aufrechter Haltung mit mindestens einem Glas Trinkwasser (120 ml) schlucken und sich danach 30 Minuten nicht hinlegen [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Tabletten schlucken.

Kiefer und Zähne: Sagen Sie Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt, dass Sie Risedronsäure einnehmen, besonders vor einem Eingriff [1]. Laut Fachinformation sollte bei Menschen mit Risikofaktoren wie Krebs, Chemo- oder Strahlentherapie, Kortison oder schlechter Mundhygiene vor der Behandlung eine Zahnuntersuchung erwogen werden; während der Behandlung sollten sie invasive Eingriffe an den Zähnen möglichst vermeiden [2]. Mehr unter Zahnschäden durch Medikamente.

Weitere Beschwerden: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, auch solche, die hier nicht genannt sind, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen [1]. Arzneimittel mit Calcium, Magnesium, Aluminium oder Eisen verringern die Wirkung; nehmen Sie sie frühestens 30 Minuten nach der Risedronsäure-Tablette ein [1, 2]. Eigene Studien zu Wechselwirkungen gibt es laut Fachinformation nicht; in den klinischen Studien zeigten sich keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln [2]. Allgemeines dazu erklärt der Ratgeber Medikamente mit Milch.

Wechselwirkungen von Risedronsäure
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Arzneimittel mit Calcium, Magnesium, Aluminium (z. B. einige Mittel gegen Verdauungsstörungen) oder EisenVerringern bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung (Aufnahme) von Risedronsäure[1, 2]Frühestens 30 Minuten nach der Risedronat-Tablette einnehmen
Nahrungsmittel und Getränke außer gewöhnlichem Trinkwasser, besonders Milch und andere Milchprodukte (enthalten Calcium)Risedronsäure wirkt dann nicht richtig, weil sie schlechter aufgenommen wird[1, 2]Essen und Trinken (außer Trinkwasser) frühestens 30 Minuten nach der Tablette
Acetylsalicylsäure (ASS) oder Schmerzmittel aus der Gruppe der NSARBei regelmäßiger Einnahme waren Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt in Studien laut Fachinformation unter Risedronsäure ähnlich häufig wie in den Kontrollgruppen[2]Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Risedronsäure nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Ein zu niedriger Calcium-Spiegel im Blut muss laut Fachinformation vor Beginn der Behandlung behandelt werden; andere Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels wie ein Vitamin-D-Mangel sind bei Beginn der Behandlung ebenfalls zu behandeln [2]. Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu, bespricht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen die nötigen Vorsichtsmaßnahmen [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Mononatriumrisedronat oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Zu niedriger Calcium-Spiegel im Blut (Hypokalzämie)[1, 2]
  • Schwangerschaft, auch vermutete oder geplante[1, 2]
  • Stillzeit[1, 2]
  • Schwere Störung der Nierenfunktion (laut Fachinformation Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min)[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Unfähigkeit, mindestens 30 Minuten lang aufrecht zu sitzen oder zu stehen[1, 2]
  • Probleme mit der Speiseröhre, auch früher, etwa Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken oder ein Barrett-Ösophagus (Zellveränderungen im unteren Teil der Speiseröhre); laut Fachinformation auch Verengungen (Striktur) oder Achalasie sowie aktive oder kürzlich aufgetretene Beschwerden von Speiseröhre oder Oberbauch[1, 2]
  • Störungen des Knochen- oder Mineralstoffwechsels wie Vitamin-D-Mangel oder Funktionsstörungen der Nebenschilddrüsen (können zu einem niedrigen Calcium-Spiegel führen); laut Fachinformation sind sie bei Beginn der Behandlung ebenfalls zu behandeln, eine Hypokalzämie bereits vorher[1, 2]
  • Kiefer und Zähne: Schmerzen, Schwellung oder Taubheitsgefühl im Kiefer oder ein lockerer Zahn, auch früher; laufende zahnärztliche Behandlung oder geplanter Eingriff, die Zahnärztin oder den Zahnarzt über die Behandlung informieren. Bei Risikofaktoren wie Krebs, Chemo- oder Strahlentherapie, Kortison oder schlechter Mundhygiene sollte laut Fachinformation vor der Behandlung eine Zahnuntersuchung erwogen werden; diese Menschen sollten invasive Eingriffe an den Zähnen während der Behandlung möglichst vermeiden[1, 2]
  • Ohrbeschwerden: Laut Fachinformation wurde unter Bisphosphonaten vor allem bei Langzeitbehandlung über Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs berichtet; mögliche Risikofaktoren sind Kortison, Chemotherapie sowie Infektionen oder Verletzungen[2]
  • Atypische Oberschenkelbrüche: Laut Fachinformation treten sie häufig beidseitig auf; nach einem solchen Bruch sollte auch der andere Oberschenkel untersucht werden. Schmerzen in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste sollten während der Behandlung immer gemeldet werden[2]
  • Blutwerte zu Behandlungsbeginn: In seltenen Fällen können die Calcium- und Phosphatspiegel im Blut fallen; die Veränderungen sind gewöhnlich gering und verursachen keine Beschwerden[1, 2]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Einnahme wegen unzureichender Daten nicht empfohlen[1, 2]
  • Menschen über 80 Jahre: Laut Fachinformation sind Daten zur Wirksamkeit begrenzt[2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Autofahren, Schwangerschaft, Stillzeit und Einnahme sagen [1, 2]. Zu Alkohol machen beide keine Angaben [1, 2]. Eine Seite des Beratungszentrums Embryotox zu Risedronsäure gibt es nicht.

Schwangerschaft

Nehmen Sie Risedronsäure nicht ein, wenn Sie schwanger sein könnten, schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Das mögliche Risiko für Schwangere ist nicht bekannt; laut Fachinformation gibt es keine hinreichenden Daten, Tierstudien haben eine schädigende Wirkung auf die Fortpflanzung gezeigt.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Nehmen Sie Risedronsäure nicht ein, wenn Sie stillen. Untersuchungen an Tieren deuten laut Fachinformation darauf hin, dass eine geringe Menge in die Muttermilch übergeht.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Nach bisherigen Erkenntnissen hat Risedronsäure keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.[1, 2]

Einnahme

Einmal pro Woche, immer am selben Wochentag (zur Erinnerung können Sie den Wochentag und die Daten in den Kästchen auf der Packung eintragen). Die Tablette mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Trinken (außer gewöhnlichem Trinkwasser) und vor anderen Arzneimitteln des Tages einnehmen; laut Fachinformation vor dem Frühstück.[1, 2]

Die Tablette in aufrechter Haltung (im Sitzen oder Stehen) einnehmen, um Sodbrennen zu vermeiden, und mit mindestens 1 Glas (120 ml) gewöhnlichem Trinkwasser im Ganzen schlucken, nicht lutschen oder kauen; in den ersten 30 Minuten nach der Einnahme nicht hinlegen.[1, 2]

Die Ärztin oder der Arzt sagt Ihnen, ob Sie zusätzlich Calcium oder Vitamine benötigen, wenn Sie über die Nahrung nicht genug aufnehmen.[1, 2]

Einnahme vergessen: Nehmen Sie die Tablette an dem Tag ein, an dem Sie es bemerken, und kehren Sie dann zu Ihrem gewohnten Wochentag zurück. Nehmen Sie nicht zwei Tabletten an einem Tag.[1, 2]

Absetzen

Wenn Sie die Behandlung abbrechen, nimmt Ihre Knochenmasse wieder ab. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie einen Abbruch erwägen.[1]

Laut Fachinformation ist die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose nicht festgelegt; ob sie weitergeführt wird, sollte regelmäßig individuell nach Nutzen und Risiken beurteilt werden, insbesondere nach 5 oder mehr Jahren. Bei Verdacht auf einen atypischen Oberschenkelbruch sollte ein Absetzen nach individueller Nutzen-Risiko-Bewertung in Betracht gezogen werden.[2]

Überdosierung

Haben Sie oder jemand anderes versehentlich mehr Tabletten eingenommen als verordnet, trinken Sie ein volles Glas Milch und holen Sie ärztlichen Rat ein. Laut Fachinformation ist nach einer erheblichen Überdosierung mit einem Absinken des Calcium-Spiegels zu rechnen, teils mit Beschwerden.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilage nennt eine empfohlene Dosis, sofern die Ärztin oder der Arzt nichts anderes verordnet; die Fachinformation ergänzt Angaben für ältere Menschen und bei eingeschränkter Nierenfunktion [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Wählen Sie einen Wochentag, der gut in Ihren Alltag passt, und nehmen Sie die Tablette jede Woche an diesem Tag ein: mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Trinken (außer gewöhnlichem Trinkwasser) und vor anderen Arzneimitteln [1]. Schlucken Sie die Tablette im Sitzen oder Stehen mit mindestens einem Glas Trinkwasser (120 ml) im Ganzen, ohne sie zu lutschen oder zu kauen, und legen Sie sich in den ersten 30 Minuten danach nicht hin [1, 2]. Milch und andere Milchprodukte dürfen Sie nicht gleichzeitig zu sich nehmen [1].

Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache ab: Danach nimmt die Knochenmasse wieder ab [1]. Laut Fachinformation ist die optimale Behandlungsdauer nicht festgelegt; ob weiterbehandelt wird, sollte regelmäßig individuell beurteilt werden, besonders nach 5 oder mehr Jahren [2]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Risedronsäure

In Risedronat STADA 35 mg Filmtabletten ist der Wirkstoff als Mononatriumrisedronat enthalten; Grundlage dieser Seite sind deren Packungsbeilage und Fachinformation [1, 2]. Mehr zu verwandten Wirkstoffen auf der Seite Osteoporosemittel und bei Alendronsäure.

Präparate mit Risedronsäure
PräparatAnbieterHinweis
Risedronat STADA 35 mg FilmtablettenSTADAPHARM GmbHzur Einnahme einmal pro Woche; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Risedronat STADA 35 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 06/2020. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Risedronat STADA 35 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 06/2020. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Risedronsäure. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Warum muss ich Risedronsäure nüchtern und aufrecht einnehmen?

Nahrungsmittel, Getränke außer Trinkwasser und Arzneimittel mit Calcium, Magnesium, Eisen oder Aluminium verringern die Aufnahme des Wirkstoffs; laut Fachinformation werden im Mittel nur 0,63 Prozent aufgenommen. Deshalb nehmen Sie die Tablette mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Trinken des Tages ein. Die aufrechte Haltung soll Sodbrennen vermeiden, und in den ersten 30 Minuten danach sollen Sie sich nicht hinlegen.

Darf ich Risedronsäure mit Kaffee oder Milch nehmen?

Nein. Risedronsäure darf nicht zusammen mit Nahrungsmitteln oder Getränken außer gewöhnlichem Trinkwasser eingenommen werden, damit sie richtig wirken kann. Insbesondere Milch und andere Milchprodukte dürfen Sie nicht gleichzeitig einnehmen, weil sie Calcium enthalten. Frühestens 30 Minuten nach der Tablette dürfen Sie essen und trinken.

Was hat Risedronsäure mit dem Kiefer zu tun?

Unter Risedronsäure kann Knochengewebe des Kiefers absterben (Osteonekrose), verbunden mit verzögerter Heilung und Infektion, oft nach dem Ziehen eines Zahnes; die Häufigkeit ist laut Fachinformation nicht bekannt. Informieren Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt über die Behandlung und melden Sie Kieferschmerzen, Schwellungen, Taubheit oder einen lockeren Zahn umgehend. Laut Fachinformation sollte bei Risikofaktoren wie Krebs, Chemo- oder Strahlentherapie, Kortison oder schlechter Mundhygiene vor der Behandlung eine Zahnuntersuchung erwogen werden.

Kann Risedronsäure Knochenbrüche verursachen?

Selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten, kommt es zu ungewöhnlichen (atypischen) Brüchen des Oberschenkelknochens, vor allem bei Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste können ein frühes Anzeichen sein. Wenden Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Was mache ich, wenn ich die Wochentablette vergessen habe?

Nehmen Sie die Tablette an dem Tag ein, an dem Sie es bemerken, und kehren Sie danach zu Ihrem gewohnten Wochentag zurück. Nehmen Sie nicht zwei Tabletten an einem Tag ein.

Wie lange nimmt man Risedronsäure?

Laut Fachinformation ist die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose nicht festgelegt. Ob die Behandlung weitergeführt wird, sollte regelmäßig individuell nach Nutzen und Risiken beurteilt werden, besonders nach 5 oder mehr Jahren. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache ab, denn danach nimmt die Knochenmasse wieder ab.

Darf ich Calcium- oder Eisentabletten zusammen mit Risedronsäure nehmen?

Nicht zur selben Zeit: Calcium, Magnesium, Aluminium (etwa in manchen Mitteln gegen Verdauungsstörungen) und Eisen verringern die Wirkung. Nehmen Sie diese Mittel frühestens 30 Minuten nach der Risedronsäure-Tablette ein. Ob Sie zusätzlich Calcium oder Vitamine brauchen, sagt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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