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Sehstörungen und Augenprobleme durch Medikamente
Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen oder ein verändertes Farbsehen stehen in den Produktinformationen vieler Medikamente, zum Beispiel bei Amitriptylin, Topiramat, Lacosamid, Hydroxychloroquin, Amiodaron, Sildenafil und Ivabradin. Für Glucocorticoide ("Kortison") nennt die Fachinformation Sehstörungen für die ganze Gruppe. Die Produktinformationen beschreiben auch ernste Augenprobleme, etwa einen Glaukomanfall unter Amitriptylin (sehr selten), ein Glaukom unter Topiramat (selten) oder einen plötzlichen Sehverlust durch eine Durchblutungsstörung des Sehnervs (NAION) unter PDE-5-Hemmern oder Semaglutid. Sprechen Sie Sehstörungen in der Praxis an und holen Sie bei plötzlichem Sehverlust oder Augenschmerzen mit verschwommenem Sehen sofort ärztliche Hilfe. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Medikamente können das Sehen auf verschiedene Weise beeinträchtigen. Packungsbeilagen und Fachinformationen nennen zum Beispiel verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Störungen der Scharfeinstellung des Auges (Akkommodationsstörungen), ein verändertes Farbsehen oder Lichterscheinungen im Gesichtsfeld [11, 13, 16, 21]. Daneben beschreiben sie ernste Augenerkrankungen, etwa einen raschen Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukomanfall), Schäden der Netzhaut oder eine Durchblutungsstörung des Sehnervs, die zu einem plötzlichen Verlust des Sehvermögens führen kann [2, 4, 10, 17].
Welche Medikamente Sehstörungen auslösen können
Sehstörungen stehen in den Produktinformationen von Wirkstoffen aus ganz unterschiedlichen Gruppen. Für Glucocorticoide ("Kortison") hält die Fachinformation von Prednisolon fest, dass bei Corticosteroiden Sehstörungen auftreten können, ob sie im ganzen Körper (systemisch) oder örtlich (topisch) angewendet werden [8]. Die Beispiele stammen aus den Produktinformationen der einzelnen Wirkstoffe. Jede Häufigkeitsangabe gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht.
- Glucocorticoide: Die Packungsbeilage von Prednisolon nennt unter anderem Linsentrübung (Grauer Star, Katarakt), eine Steigerung des Augeninnendrucks (Glaukom), eine Erkrankung der Ader- und Netzhaut des Auges (Chorioretinopathie) und verschwommenes Sehen; eine Häufigkeit gibt sie nicht an, weil diese Nebenwirkungen sehr stark von Dosis und Behandlungsdauer abhängen [7]. Die Chorioretinopathie kann zu Sehstörungen einschließlich Sehverlust führen [7]. Laut IQWiG kann auch die längere Anwendung von Kortison zu einem Grauen Star führen [25].
- Antidepressiva wie Amitriptylin: Die Packungsbeilage von Amitriptylin stuft Sehstörungen als sehr häufig ein (mehr als 1 von 10 Behandelten); die Fachinformation führt in derselben Klasse eine Störung der Nah-Fern-Einstellung des Auges (Akkommodationsstörung) [12, 13]. Sehr selten (bis zu 1 von 10.000 Behandelten) kommt es zu vorübergehenden Anfällen von verschwommenem Sehen, Regenbogensehen und Augenschmerzen, die ein Anzeichen für einen Grünen Star (akutes Glaukom) sein können [12].
- Antiepileptika: Bei Topiramat sind Sehstörungen wie Doppelbilder, verschwommenes Sehen, vermindertes Sehvermögen und Schwierigkeiten beim Scharfsehen laut Packungsbeilage häufig (bis zu 1 von 10), der Ausfall eines Teils des Gesichtsfeldes gelegentlich (bis zu 1 von 100) und ein Glaukom selten (bis zu 1 von 1.000) [1]. Über ein Syndrom aus plötzlicher Kurzsichtigkeit (akuter Myopie) und einem sekundären Engwinkelglaukom wurde laut Fachinformation bei Kindern wie bei Erwachsenen unter Topiramat berichtet [2]. Für Lacosamid nennt die Packungsbeilage Doppeltsehen als sehr häufig, die Fachinformation verschwommenes Sehen als häufig [21]. Bei Pregabalin sind verschwommenes Sehen und Doppeltsehen laut Fachinformation häufig [22].
- Hydroxychloroquin: Verschwommenes Sehen durch eine Störung der Akkommodation ist laut Fachinformation häufig, abhängig von der Dosis und rückbildungsfähig [4]. Netzhautschäden (Retinopathien) mit veränderter Pigmentierung und Ausfällen im Gesichtsfeld sind gelegentlich; die Frühform scheint nach dem Absetzen rückbildungsfähig zu sein, eine fortgeschrittene Retinopathie kann auch nach dem Ende der Behandlung fortschreiten [4].
- Amiodaron (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen): Sehr häufig sind laut Packungsbeilage Mikroablagerungen an der Vorderfläche der Hornhaut, die üblicherweise auf den Bereich unterhalb der Pupille begrenzt sind und zu Sehstörungen wie Schleiersehen oder Farbhöfen um Lichtquellen führen können [5]. Sehr selten ist eine Erkrankung des Sehnervs (Optikusneuropathie, Optikusneuritis), die zu bleibender Blindheit führen kann [5].
- PDE-5-Hemmer (Potenzmittel): Bei Sildenafil sind Veränderungen des Farbsehens, Sehstörungen und verschwommenes Sehen laut Fachinformation häufig; zu den Veränderungen des Farbsehens zählen Grün-, Blau-, Rot- und Gelbsehen [11]. Bei Tadalafil ist verschwommenes Sehen laut Packungsbeilage gelegentlich, ein plötzlicher Verlust der Sehfähigkeit selten [9]. Fälle einer Durchblutungsstörung des Sehnervs (nicht arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie, NAION) sind laut den Fachinformationen im Zusammenhang mit Sildenafil, Tadalafil und anderen PDE-5-Hemmern berichtet worden; die Packungsbeilage von Tadalafil beschreibt NAION als "Schlaganfall des Auges" [9, 10, 11].
- Semaglutid: Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) kam laut Mitteilung der EMA vom 6. Juni 2025 zu dem Ergebnis, dass NAION eine sehr seltene Nebenwirkung von Semaglutid ist, die bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen kann [18]. Mehrere große epidemiologische Studien bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes deuten laut Fachinformation auf ein etwa zweifach erhöhtes Risiko hin, was etwa einem zusätzlichen Fall pro 10.000 Behandlungsjahre entspricht [17]. Komplikationen bei einer diabetischen Netzhauterkrankung (Retinopathie) sind laut Fachinformation häufig [17]. Mehr unter GLP-1-Agonisten.
- Weitere Beispiele: Beim Herzmittel Ivabradin sind lichtbedingte Sehphänomene (Phosphene) sehr häufig: kurze Momente erhöhter Helligkeit in einem begrenzten Bereich des Gesichtsfelds, für gewöhnlich ausgelöst durch plötzliche Veränderungen der Lichtstärke [16]. Unter Digitoxin kann sich laut Packungsbeilage gelegentlich das Farbsehen im Grün-Gelb-Bereich verändern, schon im üblichen Behandlungsbereich [23]. Beim Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazid sind Sehstörungen wie verschwommenes Sehen oder Gelbsehen laut Packungsbeilage gelegentlich; eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlechtern [14]. Beim Inhalationsmittel Tiotropium gegen die Lungenerkrankung COPD ist verschwommenes Sehen gelegentlich; Lichthöfe mit Farbringen um Lichtquellen oder unwirkliches Farbsehen in Verbindung mit geröteten Augen (Glaukom) sind selten [19].
Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Sehstörungen oder andere Augenprobleme nennt:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Aflibercept | Sehr häufig | Verschlechterung der Sehkraft (verminderte Sehschärfe) · Ablösung oder Einriss einer der Schichten des hinteren Augenbereichs, bemerkbar durch Lichtblitze mit "fliegenden Mücken" und manchmal durch Sehverlust (Einriss… |
| Amiodaron | Sehr häufig | Mikroablagerungen an der Vorderfläche der Hornhaut, meist unterhalb der Pupille, die zu Sehstörungen wie Schleiersehen oder Farbhöfen um Lichtquellen führen können; sie bilden sich in der Regel 6 bis 12 Monate nach dem… |
| Amitriptylin | Sehr häufig | Sehstörungen (Störung der Nah-Fern-Einstellung des Auges, Akkommodationsstörung) · Akuter Anstieg des Drucks im Augapfel (akutes Glaukom, grüner Star) mit vorübergehenden Anfällen von verschwommenem Sehen,… |
| Citalopram | Sehr häufig | Störungen der Scharfeinstellung des Auges (gestörte Akkommodation) · Sehstörungen |
| Enalapril | Sehr häufig | Verschwommenes Sehen |
| Flecainid | Sehr häufig | Probleme mit dem Sehen wie Doppeltsehen, Schleiersehen und unscharfes Sehen |
| Ivabradin | Sehr häufig | Lichtbedingte Sehphänomene (Phosphene): kurze Momente erhöhter Helligkeit in einem begrenzten Bereich des Gesichtsfelds, meist ausgelöst durch einen plötzlichen Wechsel der Lichtstärke; auch als Lichtkranz um eine… |
| Lacosamid | Sehr häufig | Doppeltsehen (Diplopie) · Verschwommenes Sehen |
| Oxcarbazepin | Sehr häufig | Doppeltsehen · Verschwommenes Sehen und Sehstörungen |
| Adalimumab | Häufig | Sehstörungen, Augenentzündung, Entzündung des Augenlids und Anschwellen des Auges · Doppeltsehen · Multiple Sklerose; Nervenerkrankungen wie Entzündung des Sehnervs und Guillain-Barré-Syndrom mit Muskelschwäche,… |
| Alprazolam | Häufig | Verschwommenes Sehen · Doppeltsehen |
| Amisulprid | Häufig | Verschwommenes Sehen |
| Amlodipin | Häufig | Sehstörungen, auch Doppeltsehen |
| Aripiprazol | Häufig | Verschwommenes Sehen · Doppeltsehen, Lichtempfindlichkeit der Augen |
| Baclofen | Häufig | Augenzittern (Nystagmus), gestörte Scharfeinstellung des Auges (Akkommodationsstörungen), Sehstörungen |
| Bimatoprost | Häufig | Schwierigkeiten, klar zu sehen, Verschlechterung der Sehfähigkeit und verschwommenes Sehen · Schwellung der Netzhaut, die zu einer Verschlechterung der Sehfähigkeit führt (zystisches Makulaödem) |
| Botulinumtoxin Typ A | Häufig | Bei Lidkrampf oder halbseitigem Gesichtskrampf: Doppeltsehen, trockene Augen, tränende Augen · Bei Schiefhals: verschwommenes Sehen, verminderte Sehschärfe · Bei Schiefhals: Doppeltsehen, Herabhängen des Lids |
| Brinzolamid | Häufig | Verschwommensehen; laut Fachinformation vorübergehend nach dem Eintropfen für einige Sekunden bis einige Minuten · Ungewöhnliches, doppeltes oder verringertes Sehen (Doppeltsehen, verminderte Sehschärfe) und… |
| Bupropion | Häufig | Sehstörungen |
| Carbamazepin | Häufig | Kopfschmerzen und Doppelbilder · Störungen der Nahanpassung des Auges (Akkommodationsstörungen), z. B. verschwommenes Sehen |
| Carvedilol | Häufig | Sehstörungen (Sehverschlechterung) |
| Clozapin | Häufig | Verschwommenes Sehen |
| Dorzolamid | Häufig | Hornhauterkrankung mit Augenschmerzen und verschwommenem Sehen (Keratitis superficialis punctata) · Verschwommenes Sehen · Vorübergehende Kurzsichtigkeit, die nach dem Ende der Behandlung zurückgehen kann ·… |
| Duloxetin | Häufig | Verschwommenes Sehen · Vergrößerte Pupillen (Mydriasis), Sehstörungen |
| Fluoxetin | Häufig | Verschwommenes Sehen |
| Gabapentin | Häufig | Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen |
| Haloperidol | Häufig | Nicht kontrollierbare Aufwärtsbewegung der Augen oder schnelle Augenbewegungen (Blickkrampf); Sehstörungen, zum Beispiel verschwommenes Sehen |
| Hydroxychloroquin | Häufig | Verschwommenes Sehen durch eine Störung der Anpassung an verschiedene Entfernungen (Akkommodation), abhängig von der Dosis und rückbildungsfähig · Netzhautveränderungen (Retinopathien) mit veränderter Pigmentierung und… |
| Leuprorelin | Häufig | Bei Männern mit Prostatakrebs: Sehstörungen; Gerinnsel in der Schlagader der Netzhaut (laut Fachinformation ein Einzelfall) · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Sehstörungen · Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn):… |
| Levocabastin | Häufig | Augentropfen: Augenschmerzen und verschwommenes Sehen · Augentropfen: Beschwerden an der Anwendungsstelle wie Rötung, Schmerzen, Schwellung, Jucken, tränende Augen oder verschwommenes Sehen |
| Levomethadon | Häufig | Sehstörungen, gelegentlich bis häufig |
| Methylphenidat | Häufig | Verschwommenes Sehen · Sehstörungen oder Doppeltsehen · Erweiterte Pupillen, erhöhter Augeninnendruck, Glaukom mit verminderter Sehkraft durch Schädigung des Sehnervs |
| Naproxen | Häufig | Sehstörungen |
| Nivolumab | Häufig | Verschwommenes Sehen, trockene Augen · Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis) mit vollständigem oder teilweisem Verlust des Sehvermögens |
| Paroxetin | Häufig | Verschwommenes Sehen · Akutes Glaukom (grüner Star) mit Augenschmerzen und verschwommenem Sehen |
| Pramipexol | Häufig | Bei Parkinson-Krankheit: Sehstörungen, laut Fachinformation einschließlich Doppeltsehen, verschwommenem Sehen und verminderter Sehschärfe · Bei Restless-Legs-Syndrom: Sehstörungen |
| Pregabalin | Häufig | Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen · Veränderungen der Sehkraft und der Sicht einschließlich Tunnelblick und Gesichtsfeldeinengung, Lichtblitze, verringerte Sehschärfe, Schwachsichtigkeit · Verlust des Sehvermögens,… |
| Propiverin | Häufig | Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Scharfsehen (Akkommodationsstörungen) |
| Quetiapin | Häufig | Verschwommenes Sehen |
| Risperidon | Häufig | Verschwommenes Sehen, Augeninfektion oder Bindehautentzündung |
| Semaglutid | Häufig | Komplikationen bei diabetischer Augenerkrankung (Retinopathie) · Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION), eine Erkrankung des Sehnervs, die zu einem nicht schmerzhaften Verlust des… |
| Sertralin | Häufig | Sehstörungen · Flecken vor den Augen (Skotom), Doppelsehen, Lichtempfindlichkeit des Auges, ungleiche Pupillengröße, abnorme Sicht, Tränenstörungen · Partieller Verlust des Sehvermögens (Makulopathie) |
| Sildenafil | Häufig | Störungen des Farbsehens (Chloropsie, Chromatopsie, Zyanopsie, Erythropsie, Xanthopsie), verschwommenes Sehen, Sehstörungen · Augenreizung, blutunterlaufene oder gerötete Augen, Augenschmerzen, Sehen von Lichtblitzen,… |
| Solifenacin | Häufig | Verschwommenes Sehen |
| Tacrolimus | Häufig | Verschwommenes Sehen · Verstärkte Lichtempfindlichkeit der Augen, Augenerkrankungen · Linsentrübung (Katarakt) · Blindheit · Störungen des Sehnervs (Neuropathie des Nervus opticus) mit verschwommenem Sehen, verändertem… |
| Tamoxifen | Häufig | Sehstörungen, die sich nur zum Teil zurückbilden, durch Linsentrübung (Katarakt), Hornhauttrübung (selten) und/oder Netzhautveränderungen (Retinopathie); das Risiko für eine Linsentrübung steigt mit der Dauer der… |
| Terbinafin | Häufig | Störung des Sehvermögens · Verschwommenes Sehen, verminderte Sehschärfe |
| Tianeptin | Häufig | Beeinträchtigtes Sehvermögen |
| Timolol | Häufig | Sehstörungen (Verschwommensehen) · Verminderte Sehschärfe · Entzündung der mittleren Augenhaut, Doppeltsehen und Sehschwäche |
| Topiramat | Häufig | Sehstörungen wie Doppelbilder, verschwommenes Sehen, vermindertes Sehvermögen und Schwierigkeiten beim Scharfsehen · Ausfall eines Teils des Gesichtsfeldes · Kurzsichtigkeit (Myopie) und Fremdkörpergefühl im Auge ·… |
| Venlafaxin | Häufig | Sehstörungen, auch verschwommenes Sehen, erweiterte Pupillen (Mydriasis) und Schwierigkeiten des Auges, zwischen Ferne und Nähe scharfzustellen (Akkommodationsstörungen) · Starke Augenschmerzen und verschlechtertes… |
| Agomelatin | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen |
| Alendronsäure | Gelegentlich | Augenentzündung (Uveitis, Skleritis, Episkleritis) mit verschwommenem Sehen, Augenschmerzen oder geröteten Augen |
| Alfuzosin | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Atomoxetin | Gelegentlich | Bei Kindern und Jugendlichen: Verschwommenes Sehen · Bei Erwachsenen: Verschwommenes Sehen |
| Atorvastatin | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen · Sehstörungen |
| Azithromycin | Gelegentlich | Beeinträchtigtes Sehen |
| Budesonid | Gelegentlich | Grauer Star (Katarakt), verschwommenes Sehen · Grüner Star (Glaukom) |
| Budesonid/Formoterol | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen · Trübung der Augenlinse (Katarakt) und erhöhter Augeninnendruck (Glaukom) |
| Celecoxib | Gelegentlich | Beeinträchtigtes oder verschwommenes Sehen, Augenentzündung (Bindehautentzündung) · Verschluss einer Arterie oder Vene im Auge, was zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des Sehvermögens führt · In… |
| Digitoxin | Gelegentlich | Veränderung des Farbsehens im Grün-Gelb-Bereich, bereits bei Digitoxinspiegeln im therapeutischen Bereich |
| Dimenhydrinat | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Dupilumab | Gelegentlich | Entzündung der Augenoberfläche (Hornhaut), manchmal mit verschwommenem Sehen (Keratitis) · Geschwüre an der Hornhaut des Auges, manchmal mit verschwommenem Sehen (ulzerative Keratitis) |
| Escitalopram | Gelegentlich | Erweiterte Pupillen (Mydriasis) und Sehstörungen |
| Estradiol | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring) | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Etoricoxib | Gelegentlich | Verschwommensehen, gereizte und gerötete Augen (Konjunktivitis) |
| Febuxostat | Gelegentlich | Verschwommenes oder verändertes Sehen · Plötzlicher Sehverlust durch den Verschluss einer Arterie im Auge (Netzhautarterie) |
| Fentanyl | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen |
| Humaninsulin | Gelegentlich | Sehstörungen zu Beginn der Insulinbehandlung, normalerweise vorübergehend (laut Fachinformation Refraktionsanomalien) · Verschlimmerung einer diabetischen Augenerkrankung (diabetische Retinopathie), wenn sich die… |
| Hydrochlorothiazid | Gelegentlich | Sehstörungen wie verschwommenes Sehen oder Gelbsehen, verminderte Bildung von Tränenflüssigkeit (Vorsicht beim Tragen von Kontaktlinsen); eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlechtern · Verminderung des… |
| Hydromorphon | Gelegentlich | Sehstörungen wie verschwommenes Sehen |
| Ibuprofen | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Infliximab | Gelegentlich | Augenprobleme wie verschwommenes oder vermindertes Sehen, verschwollene Augen oder Gerstenkörner · Entzündung im Auge, die das Sehvermögen verändern kann, einschließlich Blindheit (laut Fachinformation Endophthalmitis)… |
| Ipratropium | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen, erweiterte Pupillen (Mydriasis), erhöhter Augeninnendruck (Glaukom; laut Fachinformation auch Engwinkelglaukom), Augenschmerzen, schmerzhafte, gerötete oder geschwollene Augen… |
| Ketotifen | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen nach dem Eintropfen |
| Lamotrigin | Gelegentlich | Doppeltsehen oder verschwommenes Sehen |
| Latanoprost | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen |
| Letrozol | Gelegentlich | Dauerhaft stark verschwommenes Sehen · Augenbeschwerden wie verschwommenes Sehen oder gereizte Augen · Grauer Star (Katarakt) |
| Levetiracetam | Gelegentlich | Doppeltsehen (Diplopie), verschwommenes Sehen |
| Lisdexamfetamin | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen |
| Metoclopramid | Gelegentlich | Sehstörungen und unwillkürliche Bewegung des Augapfels; laut Fachinformation Dystonie, also ungewöhnliche Muskelspannung mit abnormer Körperhaltung (einschließlich Sehstörungen und okulogyrer Krise), dazu… |
| Metronidazol | Gelegentlich | Meist vorübergehende Sehstörungen wie Doppeltsehen und Kurzsichtigkeit · Erkrankung oder Entzündung des Sehnervs (Optikusneuropathie, Optikusneuritis) |
| Moxifloxacin | Gelegentlich | Sehstörungen einschließlich Doppeltsehen und verschwommenem Sehen, insbesondere im Verlauf von Reaktionen des zentralen Nervensystems · Vorübergehender Verlust des Sehvermögens, insbesondere im Verlauf von Reaktionen… |
| Mycophenolsäure | Gelegentlich | Rötung und Schwellung der Augen (Konjunktivitis) und verschwommenes Sehen |
| Naratriptan | Gelegentlich | Sehstörungen, sie können auch durch die Migräneattacke selbst ausgelöst sein |
| Nebivolol | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Nifedipin | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Nitrendipin | Gelegentlich | Änderung der optischen Wahrnehmung |
| Ondansetron | Gelegentlich | Sehstörungen oder vorübergehende Blindheit, die sich normalerweise innerhalb von 20 Minuten zurückbilden · Verschwommenes Sehen; laut Fachinformation vor allem während der Gabe in die Vene · Sehstörungen oder… |
| Opipramol | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen (Akkommodationsstörungen) · Anfälle von grünem Star (Glaukomanfälle) |
| Oxycodon | Gelegentlich | Veränderter Tränenfluss und Sehstörungen |
| Paliperidon | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen, Augeninfektion oder Bindehautentzündung, trockenes Auge · Grüner Star (Glaukom), Probleme mit den Augenbewegungen, Augenrollen, Lichtempfindlichkeit der Augen, verstärkter Tränenfluss, Augenrötung |
| Pembrolizumab | Gelegentlich | Augenentzündung (Uveitis); Augenschmerzen, -reizung, -juckreiz oder -rötung; unangenehme Lichtempfindlichkeit; Sehen von "fliegenden Mücken" · Schwellung des Sehnervs (Optikusneuritis) mit Sehverlust in einem oder… |
| Piroxicam | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Pravastatin | Gelegentlich | Verschwommen- oder Doppeltsehen · Okuläre Myasthenie: Muskelschwäche der Augen |
| Ramipril | Gelegentlich | Sehstörungen, zum Beispiel verschwommenes Sehen |
| Ranolazin | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen, Sehstörung, Doppeltsehen |
| Risedronsäure | Gelegentlich | Entzündung der Regenbogenhaut (Iritis) mit roten, schmerzenden Augen und möglicher Änderung des Sehvermögens |
| Rizatriptan | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen |
| Salmeterol/Fluticason | Gelegentlich | Trübung der Augenlinse (Katarakt) · Grüner Star (Glaukom) · Verschwommenes Sehen |
| Tadalafil | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen, Augenschmerzen · Plötzlicher Verlust der Sehfähigkeit, Ausfälle im Gesichtsfeld, teilweise, vorübergehende oder bleibende Verschlechterung oder Verlust des Sehvermögens eines oder beider Augen,… |
| Tapentadol | Gelegentlich | Sehstörungen |
| Ticagrelor | Gelegentlich | Sehstörungen durch Blut im Auge |
| Tiotropium | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen · Lichthöfe mit Farbringen um Lichtquellen oder unwirkliches Farbsehen in Verbindung mit geröteten Augen (Glaukom); erhöhter Augeninnendruck |
| Trazodon | Gelegentlich | Sehstörungen, zum Beispiel verschwommenes Sehen · Sehstörungen, Gedächtnisstörungen · Sehstörung mit Nachbildern (Palinopsie) |
| Trospiumchlorid | Gelegentlich | Störungen der Fähigkeit des Auges zum Scharfsehen in der Nähe (Akkommodation); laut Fachinformation besonders bei weitsichtigen Menschen, deren Sehschwäche nicht ausreichend korrigiert ist |
| Vedolizumab | Gelegentlich | Verschwommenes Sehen (Verlust der Sehschärfe) |
| Zolpidem | Gelegentlich | Doppeltsehen, verschwommenes Sehen · Vermindertes Sehvermögen (Sehschwäche) |
| Atenolol | Selten | Sehstörungen |
| Buprenorphin | Selten | Sehstörungen, verschwommenes Sehen, Schwellung der Augenlider |
| Chlortalidon | Selten | Sehstörungen; eingeschränkte Bildung von Tränenflüssigkeit · Verminderung des Sehvermögens oder Augenschmerzen durch hohen Druck, mögliche Anzeichen einer Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges… |
| Ciprofloxacin | Selten | Sehstörungen, auch Doppeltsehen · Störungen beim Farbensehen |
| Clonidin | Selten | Verminderung des Tränenflusses, Störungen der Naheinstellung des Auges (Akkommodationsstörungen) |
| Dienogest/Ethinylestradiol | Selten | Trockene, gereizte Augen, Augenbeschwerden, Sehstörungen |
| Esomeprazol | Selten | Sehstörungen wie unscharfes Sehen |
| Etanercept | Selten | Erkrankungen des Nervensystems mit schwerer Muskelschwäche und Beschwerden wie bei Multipler Sklerose, Sehnervenentzündung oder Entzündung des Rückenmarks; laut Fachinformation auch Erkrankungen der Nerven außerhalb… |
| Insulin glargin | Selten | Vorübergehende Sehstörungen bei ausgeprägten Veränderungen (Verbesserung oder Verschlechterung) der Blutzuckereinstellung · Diabetische Augenerkrankung (Retinopathie): Eine Intensivierung der Insulinbehandlung mit… |
| Itraconazol | Selten | Sehstörungen einschließlich Verschwommensehen und Doppeltsehen |
| Levodopa/Carbidopa | Selten | Verschwommenes Sehen, unkontrolliertes anhaltendes Blinzeln (Blepharospasmus), Doppeltsehen, geweitete Pupillen, unwillkürliche Augenbewegungen (okulogyre Krise) |
| Levofloxacin | Selten | Sehstörungen wie verschwommenes Sehen · Vorübergehender Verlust der Sehfähigkeit, Augenentzündung (Uveitis) |
| Melatonin | Selten | Sehstörung mit verminderter Sehschärfe, Verschwommensehen |
| Methotrexat | Selten | Sehstörungen (auch schwerwiegend), Verschluss von Venen der Netzhaut (Retina-Venenthrombose) · Schwellung um die Augenhöhle, Lidentzündung, Tränenfluss, gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Augen, vorübergehende… |
| Metoprolol | Selten | Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen (verminderter Tränenfluss, beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Bindehautentzündung |
| Omeprazol | Selten | Sehstörungen wie verschwommenes Sehen |
| Pantoprazol | Selten | Sehstörungen wie verschwommenes Sehen |
| Pridinol | Selten | Störung der Scharfeinstellung des Auges (Akkommodationsstörung), Sehstörung · Glaukomanfall bei Engwinkelglaukom (einer Form des Grünen Stars) |
| Simvastatin | Selten | Verschwommenes Sehen, eingeschränktes Sehvermögen |
| Telmisartan | Selten | Sehstörungen |
| Tramadol | Selten | Verschwommene Sicht, Verengung der Pupillen (Miosis), starke Erweiterung der Pupillen (Mydriasis) |
| Valproinsäure | Selten | Doppeltsehen (Diplopie) |
| Xipamid | Selten | Geringfügige Sehstörungen und Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit · Verminderung des Sehvermögens oder Augenschmerzen durch hohen Druck, mögliche Anzeichen einer Flüssigkeitsansammlung in der Aderhaut des… |
| Beclometason | Sehr selten | Trübung der Augenlinse (Grauer Star, Katarakt), erhöhter Augeninnendruck (Grüner Star, Glaukom) · Verschwommenes Sehen |
| Beclometason/Formoterol | Sehr selten | Bei hohen Dosen über lange Zeit: erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Grauer Star (Katarakt) · Verschwommenes Sehen |
| Biperiden | Sehr selten | Sehstörungen, Pupillenerweiterung mit Lichtempfindlichkeit; das Auftreten eines grünen Stars (Engwinkelglaukom) ist möglich |
| Butylscopolamin | Sehr selten | Störungen des Nah-Sehens (Akkommodationsstörungen) |
| Cetirizin | Sehr selten | Verschwommenes Sehen, Störungen der Nah- und Fernanpassung des Auges (Akkommodationsstörungen), unkontrollierbare kreisende Bewegungen der Augen (Okulogyration) |
| Ciclosporin | Sehr selten | Schwellung an der Rückseite des Auges (Papillenödem), die mit einem Anstieg des Drucks im Kopf und Sehstörungen verbunden sein kann |
| Clobetasol | Sehr selten | Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom) und Trübung der Augenlinse (Katarakt) · Verschwommenes Sehen; Sehstörungen durch eine Ablösung der Netzhaut (zentrale seröse Chorioretinopathie) |
| Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim) | Sehr selten | Vorübergehende Kurzsichtigkeit (transitorische Myopie) und Entzündung der Aderhaut (Uveitis) |
| Diclofenac | Sehr selten | Sehstörung, verschwommenes Sehen, Doppeltsehen |
| Dihydrocodein | Sehr selten | Funktionsstörungen der Augen, zum Beispiel enge Pupillen (Miosis) und Gesichtsfeldausfall (Skotom) |
| Doxazosin | Sehr selten | Verschwommenes Sehen |
| Doxycyclin | Sehr selten | Vorübergehende Kurzsichtigkeit (passagere Myopie) |
| Isotretinoin | Sehr selten | Verschwommenes Sehen; schlechteres Sehen in der Nacht; Verschlechterung von Farbenblindheit und Farbensehen · Andere Augenprobleme wie verzerrtes Sehen, Trübung der Hornhaut oder Linse (Hornhauttrübung, Katarakt),… |
| Methocarbamol | Sehr selten | Sehverschlechterung, Doppeltsehen |
| Morphin | Sehr selten | Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen und Augenzittern (Nystagmus) |
| Nitrofurantoin | Sehr selten | Nervenstörungen (periphere Polyneuropathien) mit Symptomen wie Schmerz, Brennen, Kribbeln, Benommenheit und/oder Schwäche der Gliedmaßen; Entzündung des Sehnervs, die sich durch verminderte Sehschärfe äußert |
| Propranolol | Sehr selten | Entzündung von Horn- und Bindehaut (Keratokonjunktivitis) und Sehstörungen |
| Rituximab | Sehr selten | Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: schwerer Sehverlust |
| Torasemid | Sehr selten | Sehstörungen |
| Acetylsalicylsäure/Paracetamol/Coffein | Nicht bekannt | Sehstörungen |
| Betamethason | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen |
| Bromazepam | Nicht bekannt | In hoher Dosierung und bei längerer Anwendung: Sehstörungen (Doppelbilder, verschwommenes Sehen, Augenzittern); laut Fachinformation umkehrbar |
| Chinin | Nicht bekannt | Sehstörungen |
| Dexamethason | Nicht bekannt | Störungen oder Verlust des Sehvermögens, verschwommenes Sehen; Erkrankung der Netz- und Aderhaut (Chorioretinopathie) |
| Diazepam | Nicht bekannt | In hoher Dosierung und bei längerer Anwendung vorübergehende Sehstörungen (Doppelbilder, verschwommenes Sehen, Augenzittern) |
| Doxepin | Nicht bekannt | Sehstörungen, Störungen der Nahanpassung des Auges (Akkommodationsstörungen); laut Fachinformation auch Glaukomanfall |
| Erythromycin | Nicht bekannt | Sehstörungen einschließlich Doppeltsehen (Diplopie) und verschwommenem Sehen |
| Fexofenadin | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen |
| Fluticason | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen oder vorübergehende Veränderungen des Sehvermögens unter Langzeitbehandlung |
| Fluvastatin | Nicht bekannt | Okuläre Myasthenie: Muskelschwäche der Augen |
| Glimepirid | Nicht bekannt | Sehstörungen, besonders zu Beginn der Behandlung; sie werden durch Veränderungen des Blutzuckerspiegels verursacht und sollten bald zurückgehen |
| Indapamid | Nicht bekannt | Kurzsichtigkeit (Myopie), verschwommenes Sehen, Sehstörungen · Verschlechterung des Sehvermögens oder Augenschmerzen durch hohen Augendruck, mögliche Anzeichen einer Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges… |
| Insulin glulisin | Nicht bekannt | Vorübergehende Beeinträchtigung des Sehvermögens bei ausgeprägten Schwankungen der Blutzuckereinstellung; bei einer proliferativen Retinopathie können schwere Unterzuckerungen zu einem vorübergehenden Verlust der… |
| Levocetirizin | Nicht bekannt | Sehstörungen, verschwommenes Sehen, unkontrollierbare kreisende Bewegungen der Augen (Okulogyration) |
| Lithium | Nicht bekannt | Gesichtsfeldausfälle (Skotome), verschwommenes Sehen |
| Lorazepam | Nicht bekannt | Sehstörungen mit Doppeltsehen oder verschwommenem Sehen |
| Methylprednisolonaceponat | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen |
| Mometason | Nicht bekannt | Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukom) und/oder Grauer Star (Katarakt) mit Beeinträchtigung des Sehvermögens · Verschwommenes Sehen |
| Nepafenac | Nicht bekannt | Reduzierte Sehschärfe und verschwommenes Sehen |
| Ofloxacin | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen |
| Pipamperon | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen |
| Prednisolon | Nicht bekannt | Erkrankung der Ader- und Netzhaut des Auges (Chorioretinopathie), die zu Sehstörungen einschließlich Sehverlust führen kann · Verschwommenes Sehen |
| Prednison | Nicht bekannt | Sehstörungen durch Austritt von Flüssigkeit unter die Netzhaut (zentrale seröse Chorioretinopathie) · Verschwommenes Sehen |
| Pseudoephedrin | Nicht bekannt | Verringerte Blutversorgung des Sehnervs (ischämische Optikusneuropathie) |
| Pyridostigmin | Nicht bekannt | Sehstörungen, zum Beispiel verschwommenes Sehen (laut Fachinformation Akkommodationsstörungen) |
| Roxithromycin | Nicht bekannt | Sehstörungen, verschwommenes Sehen |
| Sumatriptan | Nicht bekannt | Gesichtsfeldausfälle (Skotom), Augenzittern (Nystagmus) · Sehstörungen wie Augenflimmern, verminderte Sehschärfe, Doppeltsehen, Sehverlust und in einigen Fällen bleibender Sehverlust; Sehstörungen können auch durch die… |
| Tamsulosin | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen, Sehstörungen |
| Tizanidin | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen, Schwierigkeiten, die Augen scharf zu stellen (Akkommodationsstörungen) |
| Triamcinolon | Nicht bekannt | Verschwommenes Sehen |
| Trimipramin | Nicht bekannt | Besonders zu Beginn der Behandlung: Störungen der Anpassung des Auges beim Erkennen naher Objekte (Akkommodationsstörungen) |
| Zopiclon | Nicht bekannt | Sehstörungen (Doppeltsehen) |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (184 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Sehstörungen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (18 Wirkstoffe)
Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.
| Wirkstoff | Angabe in der Produktinformation | Häufigkeit dieser Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Azathioprin | Gedächtnisverlust, Schwierigkeiten beim Denken oder Gehen oder Verlust der Sehkraft; dabei kann es sich um eine progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) handeln, eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung des Gehirns; laut Fachinformation durch das… | Sehr selten |
| Azathioprin | Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES), eine Störung im Gehirn; laut Fachinformation mit Anzeichen wie Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Bluthochdruck und Sehstörungen | Nicht bekannt |
| Ciclosporin | Zeichen einer Erkrankung des Gehirns (laut Fachinformation Enzephalopathie einschließlich PRES) wie plötzliche Krampfanfälle, geistige Verwirrung, Schlaflosigkeit, Orientierungslosigkeit, Sehstörungen, Bewusstlosigkeit, Schwächegefühl in den Gliedmaßen,… | Gelegentlich |
| Colestyramin | Nachtblindheit bei Vitamin-A-Mangel | Nicht bekannt |
| Dapagliflozin | Zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Menschen mit Diabetes, die Dapagliflozin zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin anwenden; Anzeichen sind Zittern, Schwitzen, starkes Angstgefühl, schneller Herzschlag, Hungergefühl, Kopfschmerzen,… | Sehr häufig |
| Doxycyclin | Gutartige Drucksteigerung im Schädel bei Erwachsenen (Pseudotumor cerebri) mit möglichen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und möglicherweise Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle, Doppeltsehen) oder Sehverlust durch eine Schwellung der Sehnervenpapille… | Selten |
| Enzalutamid | Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES): eine seltene, sich zurückbildende Erkrankung des Gehirns, etwa mit Krampfanfall, sich verschlimmernden Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Blindheit oder anderen Sehstörungen | Selten |
| Furosemid | Bei übermäßiger Harnausscheidung, insbesondere bei älteren Menschen und Kindern: Kreislaufbeschwerden bis zum Kreislaufkollaps, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, niedriger Blutdruck und Kreislaufstörungen… | Nicht bekannt |
| Isotretinoin | Anhaltende Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen wie verschwommenem Sehen als mögliche Anzeichen einer Erhöhung des Schädelinnendrucks (benigne intrakranielle Hypertension), insbesondere zusammen mit Tetrazyklinen | Sehr selten |
| Leuprorelin | Bei Männern mit Prostatakrebs: erhöhter Druck im Schädelinneren ohne erkennbare Ursache (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Klingeln oder Summen in den Ohren | Nicht bekannt |
| Leuprorelin | Bei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Ohrgeräuschen | Nicht bekannt |
| Leuprorelin | Bei Frauen (Enantone-Gyn): Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Ohrgeräuschen | Nicht bekannt |
| Levofloxacin | Anhaltende Kopfschmerzen mit oder ohne verschwommenes Sehen (benigne intrakranielle Hypertonie) | Nicht bekannt |
| Mesalazin | Erhöhter Druck im Schädel ohne erkennbare Ursache (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit starken oder wiederkehrenden Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Klingeln oder Summen in den Ohren | Nicht bekannt |
| Metronidazol | Nicht entzündliche Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) mit z. B. Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Lähmungen, Lichtempfindlichkeit, Störungen der Seh- und Bewegungsfähigkeit, Nackensteife sowie Erkrankung des Kleinhirns mit z. B.… | Sehr selten |
| Nitrofurantoin | Drucksteigerung in der Schädelhöhle mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und möglicherweise einer Sehstörung durch Schwellung der Sehnervenpapille (Papillenödem) | Nicht bekannt |
| Prednison | Erhöhter Hirndruck mit Kopfschmerzen, Erbrechen und Doppeltsehen (Pseudotumor cerebri) | Selten |
| Pseudoephedrin | Schwerwiegende Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn: posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) und reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS); mögliche Anzeichen sind starke Kopfschmerzen mit plötzlichem Beginn, Übelkeit, Erbrechen,… | Nicht bekannt |
| Semaglutid | Unterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin; Warnzeichen können plötzlich auftreten: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit oder starkes Hungergefühl, Sehstörungen,… | Sehr häufig |
| Tacrolimus | Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML), eine schwerwiegende, möglicherweise lebensbedrohliche Hirninfektion mit Gedächtnisverlust, Schwierigkeiten beim Denken oder Gehen oder Sehverlust | Sehr selten |
| Tacrolimus | Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) mit Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen, Krampfanfällen und Sehstörungen | Nicht bekannt |
| Ticagrelor | Schwindel, Benommenheit oder verschwommenes Sehen als Anzeichen eines niedrigen Blutdrucks | Häufig |
Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen; trockene Augen behandelt die Seite Trockene Augen.
Woran Sie Sehstörungen durch ein Medikament erkennen
Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Beginn der Behandlung. Die plötzliche Kurzsichtigkeit mit Engwinkelglaukom unter Topiramat tritt laut Fachinformation üblicherweise im ersten Monat nach Behandlungsbeginn auf [2]. Ein Aderhauterguss mit Engwinkelglaukom unter Hydrochlorothiazid setzt typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung ein [15]. Die Lichterscheinungen unter Ivabradin beginnen üblicherweise in den ersten zwei Behandlungsmonaten und können danach wiederholt auftreten [16]. Für NAION unter Semaglutid gibt es dagegen laut Fachinformation kein bestimmtes Zeitintervall nach Behandlungsbeginn [17].
Auch die Art der Beschwerden kann Hinweise geben. Zu dem Syndrom unter Topiramat gehören eine plötzlich verminderte Sehschärfe und/oder Augenschmerzen [2]. Ein akuter Glaukomanfall kann sich laut Packungsbeilage von Tiotropium durch Augenschmerzen oder Missempfinden, verschwommenes Sehen, Lichthöfe mit Farbringen um Lichtquellen oder unwirkliches Farbempfinden mit geröteten Augen zeigen, möglicherweise begleitet von Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen [19]. Netzhautschäden unter Hydroxychloroquin können anfangs ohne Beschwerden verlaufen; besonders bei einer Langzeitbehandlung ist ein beeinträchtigtes Farbensehen laut Packungsbeilage das früheste Zeichen nicht rückbildungsfähiger Netzhautveränderungen [3, 4].
Manche Sehstörungen klingen wieder ab. Verschwommenes Sehen unter Pregabalin verschwand in kontrollierten Studien in der Mehrzahl der Fälle bei fortgesetzter Behandlung [22]. Die Lichterscheinungen unter Ivabradin waren in der Regel leicht bis mäßig ausgeprägt und verschwanden alle während oder nach der Behandlung, der überwiegende Teil noch während der Behandlung [16]. Die Hornhautablagerungen unter Amiodaron bilden sich in der Regel 6 bis 12 Monate nach dem Absetzen zurück [5].
Ob Ihr Medikament das Sehen beeinträchtigen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach: in Abschnitt 2 bei den Warnhinweisen und in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [1, 14]. Ob die Beschwerden vom Medikament, von einer Augenerkrankung oder von etwas anderem kommen, kann nur eine ärztliche oder augenärztliche Untersuchung klären; für Glucocorticoide nennt die Fachinformation zum Beispiel Grauen Star, Glaukom und seltene Netzhauterkrankungen als mögliche Ursachen von Sehstörungen [8].
Warum Medikamente Sehstörungen auslösen können
Je nach Wirkstoff beschreiben die Produktinformationen unterschiedliche Vorgänge. Amitriptylin hat laut Fachinformation ausgeprägte anticholinerge Eigenschaften; bei Menschen mit der seltenen Kombination aus flacher vorderer Augenkammer und engem Kammerwinkel können durch die Erweiterung der Pupille akute Glaukomanfälle ausgelöst werden [13]. Was dabei im Auge geschieht, beschreibt das IQWiG: Beim Engwinkelglaukom kann der Abfluss des Kammerwassers völlig blockiert sein, dann steigt der Augeninnendruck plötzlich stark an [24]. Das Syndrom unter Topiramat kann laut Fachinformation mit einem Flüssigkeitserguss im Auge (supraziliärer Erguss) verbunden sein, der Linse und Regenbogenhaut (Iris) nach vorn verlagert und so zu einem sekundären Engwinkelglaukom führt [2]. Für Hydrochlorothiazid hält die Fachinformation fest, dass Sulfonamide und Sulfonamid-Abkömmlinge eine individuelle, nicht vorhersehbare Reaktion (idiosynkratische Reaktion) auslösen können, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfeldausfall, vorübergehender Kurzsichtigkeit und einem akuten Winkelblockglaukom führen kann [15].
Andere Mittel wirken auf die Netzhaut. Das veränderte Farbsehen unter Sildenafil führt die Fachinformation vermutlich auf die Hemmung des Enzyms PDE6 zurück, das an der Umwandlung von Licht in Nervensignale in der Netzhaut (Phototransduktion) beteiligt ist [11]. Ivabradin kann laut Fachinformation auch einen Ionenstrom in der Netzhaut (Ih-Strom) beeinflussen, der die Antwort der Netzhaut auf helle Lichtreize verkürzt; bei schnellen Wechseln der Lichtstärke ist die teilweise Hemmung dieses Stroms die Ursache der Lichterscheinungen [16].
Bei Amiodaron bestehen die Mikroablagerungen an der Hornhaut laut Fachinformation aus komplexen Fettablagerungen (Lipidablagerungen) [6]. Hydroxychloroquin reichert sich laut Fachinformation stark in Geweben an, unter anderem in den Augen; das Risiko von Netzhautschäden ist weitgehend von der Dosis abhängig [4]. Bei Semaglutid ist eine rasche Verbesserung der Blutzuckereinstellung laut Fachinformation mit einer vorübergehenden Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie in Verbindung gebracht worden; andere Mechanismen lassen sich nicht ausschließen [17].
Was Sie tun können

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Sprechen Sie neue oder veränderte Sehstörungen in der Praxis an. Unter Prednisolon sollen Sie sich laut Packungsbeilage bei verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden; laut Fachinformation sollte dann eine Überweisung zur Augenärztin oder zum Augenarzt erwogen werden [7, 8]. Ob ein anderes Medikament oder eine niedrigere Dosis infrage kommt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt; das IQWiG nennt beide Möglichkeiten für kortisonhaltige Medikamente, die auf Dauer das Risiko für einen Grauen Star erhöhen können [25]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.
Augenkontrollen wahrnehmen. Für einige Wirkstoffe sehen die Produktinformationen augenärztliche Untersuchungen vor: bei Hydroxychloroquin beider Augen, zum Beispiel von Sehschärfe, Farbensehen, Gesichtsfeld und Augenhintergrund, vor Beginn einer längerfristigen Behandlung und regelmäßig währenddessen [3]; bei Amiodaron regelmäßig während der Behandlung, einschließlich Untersuchung des Augenhintergrunds und der vorderen Augenabschnitte mit der Spaltlampe [5]; bei einer Langzeitbehandlung mit Prednisolon als Teil regelmäßiger ärztlicher Kontrollen [7]. Wie oft kontrolliert wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Die gleichzeitige Anwendung von Hydroxychloroquin mit Mitteln, die der Netzhaut schaden können, etwa dem Brustkrebsmittel Tamoxifen, wird laut Packungsbeilage nicht empfohlen [3].
Vor einer Augenoperation Bescheid geben. Steht eine Operation wegen Grauen Stars oder eines erhöhten Augeninnendrucks an, sollen Sie Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt laut Packungsbeilage sagen, wenn Sie das Prostatamittel Tamsulosin einnehmen, früher eingenommen haben oder einnehmen wollen; die Pupille lässt sich dann möglicherweise schwerer erweitern, und die Regenbogenhaut kann während des Eingriffs schlaff werden [20]. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob Sie die Einnahme verschieben oder vorübergehend unterbrechen sollen [20].
Inhalationspulver nicht in die Augen bringen. Bei Tiotropium soll das Pulver laut Packungsbeilage nicht in die Augen gelangen, weil das zu tränenden Augen oder zur Verschlimmerung eines Engwinkelglaukoms führen kann. Ist es doch passiert, spülen Sie die Augen sofort mit lauwarmem Wasser und holen Sie sofort ärztlichen Rat ein [19].
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [9]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Autofahren und Maschinen
Sehstörungen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Bei Lacosamid kam es laut Fachinformation zu Schwindelgefühl und verschwommenem Sehen; Patientinnen und Patienten sollen deshalb auf das aktive Fahren und die Arbeit mit gefährlichen Maschinen verzichten, bis sie mit den Auswirkungen vertraut sind [21]. Bei Ivabradin sollen Sie laut Packungsbeilage im Verkehr und beim Bedienen von Maschinen besonders vorsichtig sein, wenn plötzliche Veränderungen der Lichtstärke auftreten können, vor allem bei Nachtfahrten [16]. Bei Sildenafil sollen Sie darauf achten, wie Sie auf das Mittel reagieren, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen [11]. Mehr dazu: Medikamente und Autofahren.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Plötzlicher Sehverlust. Bemerken Sie unter Tadalafil eine plötzliche Abnahme oder einen Verlust der Sehkraft oder ist die Sicht verzerrt oder trüb, verlangt die Packungsbeilage, die Behandlung abzubrechen und sofort einen Arzt zu benachrichtigen [9]; für Sildenafil sieht die Fachinformation dasselbe bei jeder Art plötzlicher Sehstörung vor [11]. Unter Semaglutid wenden Sie sich bei plötzlichem Sehverlust oder rascher Verschlechterung des Sehvermögens sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; Sie werden dann zur Augenuntersuchung überwiesen und müssen die Behandlung möglicherweise abbrechen [17, 18].
Zeichen eines Glaukomanfalls. Typisch sind laut IQWiG akute Sehstörungen, gerötete Augen, heftige Kopf- und Augenschmerzen oder Übelkeit; ein Glaukomanfall ist ein Notfall, weil er innerhalb weniger Stunden bis Tage zu bleibenden Sehschäden führen kann [24]. Bei typischen Beschwerden wie akuten Sehstörungen und Augenschmerzen müssen Betroffene laut gesund.bund.de sofort eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus aufsuchen [26]. Bei Amitriptylin ist laut Packungsbeilage vor einer weiteren Einnahme eine sofortige augenärztliche Untersuchung erforderlich [12]; unter Tiotropium sollen Sie die Behandlung abbrechen und sofort ärztlichen Rat einholen, wenn möglich bei einer Augenärztin oder einem Augenarzt [19]. Bei Topiramat sollen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren oder sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, wenn ein Glaukom oder ein Ausfall im Gesichtsfeld auftritt [1]. Eine Abnahme des Sehvermögens oder Augenschmerzen unter Hydrochlorothiazid können laut Packungsbeilage Zeichen eines Aderhautergusses oder eines Druckanstiegs im Auge sein, die ohne Behandlung zu dauerhaftem Sehverlust führen können; die Gefahr ist bei einer früheren Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie erhöht [14]. Mehr dazu: Grüner Star.
Netzhaut und Sehnerv. Bei ersten Anzeichen einer Netzhauterkrankung unter Hydroxychloroquin, etwa verminderter Sehschärfe oder einem Ausfall des Rotsehens, ist laut Packungsbeilage sofort die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt zu informieren und die Behandlung abzubrechen [3]. Bei verschwommenem oder vermindertem Sehen unter Amiodaron sollte umgehend eine vollständige augenärztliche Untersuchung erfolgen; bei einer Erkrankung des Sehnervs ist das Absetzen notwendig, und Sie sollen umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren, damit eine andere Behandlung eingeleitet werden kann [5]. Wo die Packungsbeilage bei solchen Warnzeichen verlangt, die Einnahme zu beenden, gilt: Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Abgesehen davon gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Andere Notfälle am Auge. Lichtblitze, dunkle Flecken, Schlieren oder ein schwarzer Schatten im Sichtfeld sind laut gesund.bund.de typische Anzeichen einer Netzhautablösung; sie ist ein Notfall, bei dem man sofort zur Augenarztpraxis gehen sollte [27]. Ein Gesichtsfeldausfall zählt laut gesund.bund.de wie plötzlich auftretende Schwäche, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen oder ein herabhängender Mundwinkel zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls; bei jedem Verdacht ist schnell der Notruf 112 zu wählen, ohne abzuwarten, ob die Beschwerden wieder verschwinden [28].
Andere Ursachen
Nicht jede Sehstörung kommt vom Medikament. Mit dem Alter lässt laut IQWiG bei vielen Menschen das Sehvermögen nach; daneben können Augenerkrankungen das Sehen erschweren und sogar zur Erblindung führen [24]. Mögliche andere Ursachen sind zum Beispiel:
- Grüner Star (Glaukom): Bei einem Glaukom wird der Sehnerv geschädigt; im Gesichtsfeld entstehen zunächst meist unbemerkt immer größere Lücken [24]. Das Risiko erhöhen laut IQWiG unter anderem ein höheres Lebensalter, eine familiäre Vorbelastung, starke Kurzsichtigkeit und Diabetes [24].
- Grauer Star (Katarakt): Eine oder beide Augenlinsen werden trüb; das Sehvermögen lässt schrittweise nach, manche Menschen werden empfindlich gegen Blendung und sehen Lichtkränze um Lichtquellen [25]. Neben dem Alter können Entzündungen oder Verletzungen des Auges, Augenoperationen und die längere Anwendung von Kortison zu einem Grauen Star führen; Menschen mit Diabetes sind häufiger betroffen [25].
- Altersabhängige Makuladegeneration (AMD): Bei einer AMD geht das Sehen im Bereich des schärfsten Sehens allmählich verloren; Gegenstände, auf die man den Blick richtet, erscheinen verschwommen oder verzerrt [31]. Sie ist in den Industrieländern die häufigste Ursache für starke Sehbehinderungen bei älteren Menschen [31].
- Migräne: Vor dem Kopfschmerz sehen manche Menschen Lichtblitze und eigenartige Formen oder nehmen alles verschwommen, verwackelt oder wie durch Wellenlinien wahr; eine solche Aura klingt laut IQWiG normalerweise innerhalb einer Stunde folgenlos ab [29].
- Trockene Augen: Neben trockener Luft und Wind können bestimmte Erkrankungen und Medikamente trockene Augen fördern; als Medikamente, die die Beschwerden verstärken können, nennt gesund.bund.de unter anderem harntreibende Mittel (Diuretika), Mittel gegen Allergien (Antihistaminika) und Mittel gegen Depressionen [30].
- Schlaganfall: Ein Schlaganfall kann Einschränkungen beim Sehen auslösen; bei einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns (transitorische ischämische Attacke, TIA) sind Seh- oder Sprachstörungen möglich, die nach einigen Stunden wieder verschwinden [28].
Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Bei Problemen an den Augen kann man sich laut IQWiG auch direkt an eine augenärztliche Praxis wenden [25].
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Topiramat-ratiopharm® 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Topiramat-ratiopharm® Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Quensyl 200 mg Filmtabletten (Hydroxychloroquin). Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Quensyl 200 mg Filmtabletten (Hydroxychloroquin). Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amiodaron-ratiopharm® 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Amiodaron-ratiopharm® 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Predni H Tablinen 5 mg (Prednisolon). Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 07/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Predni H Tablinen 5 mg/20 mg/50 mg, Tabletten (Prednisolon). Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 07/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tadalafil-ratiopharm® 5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Tadalafil-ratiopharm® 5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2024. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation VIAGRA (Sildenafil), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilage. Upjohn EESV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amitriptylin-CT 25 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation HCT-ratiopharm® 25 mg Tabletten (Hydrochlorothiazid). ratiopharm GmbH. Stand 11/2021. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation HCT-ratiopharm® 25 mg Tabletten (Hydrochlorothiazid). ratiopharm GmbH. Stand 11/2021. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Procoralan (Ivabradin), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilage. Les Laboratoires Servier (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Ozempic (Semaglutid), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilage. Novo Nordisk A/S (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde PRAC concludes eye condition NAION is a very rare side effect of semaglutide medicines Ozempic, Rybelsus and Wegovy (Mitteilung zum Abschluss der PRAC-Bewertung). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC). Stand 06.06.2025 (überarbeitet 13.06.2025). abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Braltus® 10 Mikrogramm Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation (Tiotropium, Versionscode Z10). TEVA GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tamsulosin-ratiopharm® 0,4 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Vimpat (Lacosamid), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilage. UCB Pharma S.A. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Pregabalin-ratiopharm® Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Digitoxin AWD® 0,07. TEVA GmbH. Stand 02/2018. abgerufen am 12.10.2026
- Grüner Star (Glaukom). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 14.06.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Grauer Star (Katarakt). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 07.01.2026. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Glaukom (Grüner Star). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 18.10.2024. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Netzhautablösung. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 23.02.2026. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Schlaganfall. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 16.12.2022. abgerufen am 12.10.2026
- Migräne. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.07.2022. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Trockene Augen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 06.05.2022. abgerufen am 12.10.2026
- Altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.03.2024. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente können Sehstörungen verursachen?
Sehr viele, aus ganz unterschiedlichen Gruppen. Beispiele aus den Produktinformationen sind das Antidepressivum Amitriptylin, die Antiepileptika Topiramat, Lacosamid und Pregabalin, Glucocorticoide wie Prednisolon, Hydroxychloroquin, Amiodaron, Potenzmittel wie Sildenafil und Tadalafil, Ivabradin, Digitoxin, Hydrochlorothiazid und das Inhalationsmittel Tiotropium. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Sehstörungen nennt. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Können Medikamente einen Glaukomanfall auslösen?
Ja, die Produktinformationen einiger Mittel beschreiben das. Bei Amitriptylin können laut Fachinformation durch die Erweiterung der Pupille akute Glaukomanfälle ausgelöst werden, wenn die vordere Augenkammer flach und der Kammerwinkel eng ist. Bei Topiramat beschreibt die Fachinformation ein sekundäres Engwinkelglaukom, bei Hydrochlorothiazid ein akutes Winkelblockglaukom. Typische Anzeichen sind laut IQWiG akute Sehstörungen, gerötete Augen, heftige Kopf- und Augenschmerzen oder Übelkeit. Ein Glaukomanfall ist ein Notfall: Suchen Sie sofort eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus auf.
Warum sehen Farben unter Potenzmitteln anders aus?
Bei Sildenafil sind Veränderungen des Farbsehens laut Fachinformation häufig, etwa Blau-, Grün- oder Gelbsehen. Als Mechanismus vermutet die Fachinformation die Hemmung des Enzyms PDE6, das in der Netzhaut an der Verarbeitung von Licht beteiligt ist. Bei Tadalafil wurden Änderungen des Farbsehens in klinischen Studien selten berichtet. Bei plötzlicher Sehstörung jeglicher Art sollen Sie Sildenafil laut Fachinformation absetzen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Muss ich unter Hydroxychloroquin zur Augenärztin oder zum Augenarzt?
Ja. Laut Packungsbeilage sollen beide Augen vor Beginn einer längerfristigen Behandlung und regelmäßig währenddessen augenärztlich untersucht werden, zum Beispiel Sehschärfe, Farbensehen, Gesichtsfeld und Augenhintergrund. Netzhautschäden können anfangs ohne Beschwerden verlaufen. Wie oft untersucht wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Bei ersten Anzeichen wie verminderter Sehschärfe oder einem Ausfall des Rotsehens ist laut Packungsbeilage sofort die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt zu informieren.
Kann Kortison den Augen schaden?
Das ist möglich. Die Packungsbeilage von Prednisolon nennt unter anderem Linsentrübung (Grauer Star), erhöhten Augeninnendruck (Glaukom), eine Erkrankung der Ader- und Netzhaut und verschwommenes Sehen. Laut IQWiG kann auch die längere Anwendung von Kortison zu einem Grauen Star führen. Bei verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Wann ist eine Sehstörung ein Notfall?
Ein Glaukomanfall mit akuten Sehstörungen und Augenschmerzen und eine Netzhautablösung mit Lichtblitzen, dunklen Flecken oder einem Schatten im Sichtfeld sind laut IQWiG und gesund.bund.de Notfälle. Bei plötzlichem Sehverlust unter Sildenafil, Tadalafil oder Semaglutid sollen Sie sich laut Produktinformation sofort an eine Ärztin oder einen Arzt wenden. Ein Gesichtsfeldausfall zählt laut gesund.bund.de wie plötzlich auftretende Schwäche, Lähmungen, Sprachstörungen oder ein herabhängender Mundwinkel zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls. Wählen Sie bei Verdacht schnell den Notruf 112.
Darf ich Auto fahren, wenn ich durch ein Medikament verschwommen sehe?
Das klären Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei Lacosamid sollen Patientinnen und Patienten laut Fachinformation auf das Autofahren verzichten, bis sie wissen, wie das Mittel bei ihnen wirkt. Bei Ivabradin ist besonders bei Nachtfahrten an mögliche Lichterscheinungen bei plötzlichen Helligkeitswechseln zu denken. Bei Sildenafil sollen Sie darauf achten, wie Sie reagieren, bevor Sie fahren.
Gehen Sehstörungen durch Medikamente wieder weg?
Das ist je nach Wirkstoff verschieden. Verschwommenes Sehen unter Pregabalin verschwand in Studien in der Mehrzahl der Fälle bei fortgesetzter Behandlung. Die Lichterscheinungen unter Ivabradin verschwanden während oder nach der Behandlung. Die Hornhautablagerungen unter Amiodaron bilden sich in der Regel 6 bis 12 Monate nach dem Absetzen zurück. Netzhautschäden durch Hydroxychloroquin können dagegen auch nach dem Ende der Behandlung fortschreiten.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Nebenwirkungen Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust durch MedikamenteManche Medikamente nehmen den Appetit oder senken das Gewicht.
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Nebenwirkungen Zittern (Tremor) durch MedikamenteZittern kann eine Nebenwirkung von Medikamenten sein, etwa von Lithium, Valproinsäure oder Salbutamol.
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Nebenwirkungen Schlafstörungen und Albträume durch MedikamenteManche Medikamente können Schlafstörungen oder Albträume auslösen, etwa bestimmte Antidepressiva und Betablocker.
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Ratgeber Medikamente und KaffeeKaffee kann die Aufnahme mancher Medikamente hemmen oder ihren Spiegel verändern.