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Levocabastin: Nebenwirkungen und Wirkung

Levocabastin ist ein Antihistaminikum, das als Augentropfen gegen allergisch ausgelöste Bindehautentzündungen und als Nasenspray gegen allergischen Schnupfen wie Heuschnupfen angewendet wird. Beide gibt es rezeptfrei in der Apotheke, bestimmt für Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche und Erwachsene. Bei den Augentropfen sind Augenschmerzen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen und Brennen oder Reizung der Augen häufig, beim Nasenspray sind Kopfschmerzen sehr häufig. Bessern sich die Beschwerden nach 2 Tagen nicht oder werden sie schlimmer, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Frau in den Dreißigern steht im Frühling auf einer Wiese vor blühenden Bäumen und tupft mit einem Taschentuch den Augenwinkel ab
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Augentropfen: Augenschmerzen und verschwommenes Sehen[1]
  • Häufig: Augentropfen: Kopfschmerzen[1]
  • Häufig: Augentropfen: Brennen, stechendes Gefühl oder Reizung der Augen an der Anwendungsstelle[1]
  • Sehr häufig: Nasenspray: Kopfschmerzen[2]
  • Häufig: Nasenspray: Übelkeit[2]
  • Häufig: Nasenspray: Müdigkeit, Schmerzen[2]
  • Häufig: Nasenspray: Benommenheit, Schläfrigkeit[2]
  • Häufig: Nasenspray: Schmerzen im Rachen-Kehlkopf-Bereich, Nasenbluten, Husten[2]
  • Häufig: Nasenspray: Nasennebenhöhlenentzündung[2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Levocabastin eingesetzt?

Levocabastin ist ein Mittel gegen Allergien aus der Gruppe der Antihistaminika [1, 2]. Als Augentropfen wird es zur Behandlung der Beschwerden einer allergisch ausgelösten Bindehautentzündung angewendet, zum Beispiel bei Heuschnupfen oder dem sogenannten Frühlingskatarrh [1]. Das Nasenspray ist zur Behandlung von allergischem Schnupfen bestimmt, zum Beispiel Heuschnupfen [2]. Beide Darreichungsformen sind für Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche und Erwachsene bestimmt [1, 2].

Levocabastin ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich; die Arzneimittelverschreibungsverordnung führt es nicht als verschreibungspflichtigen Stoff [4, 5]. Grundlage dieser Seite sind zwei Packungsbeilagen desselben Anbieters: die der Levocabastin axicur Augentropfensuspension und die des Levocabastin axicur Nasensprays, beide mit Stand September 2025 [1, 2]. Weil sich Nebenwirkungen und Anwendung von Augentropfen und Nasenspray unterscheiden, führt die Seite beide getrennt auf. Mehr zu Sprays für die Nase lesen Sie in der Übersicht Schnupfenmittel.

Wie wirkt Levocabastin?

Laut dem Beratungszentrum Embryotox hemmen Antihistaminika die Wirkung von Histamin am H1-Rezeptor. Embryotox beschreibt Levocabastin als nicht sedierendes Antihistaminikum der 2. Generation, das am Auge oder in der Nase angewendet wird [3]. Dabei wird laut Embryotox nur eine geringe Menge des Wirkstoffs in den Körper aufgenommen [3].

Die Packungsbeilagen sehen vor, die Augentropfen bei den ersten Zeichen einer allergischen Reizung der Bindehaut und das Nasenspray bei den ersten Zeichen eines allergischen Schnupfens anzuwenden. Der Abstand zwischen zwei Anwendungen richtet sich nach der Wirkung [1, 2]. Levocabastin wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden; deshalb gelten für das Nasenspray bei Nierenfunktionsstörungen besondere Regeln [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, die die beiden Packungsbeilagen mit Häufigkeit angeben, und kennzeichnet jeweils Augentropfen oder Nasenspray. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Bei den Augentropfen sind Augenschmerzen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen und Brennen, Stechen oder Reizung der Augen häufig [1]. Beim Nasenspray sind Kopfschmerzen sehr häufig; häufig sind Übelkeit, Müdigkeit, Schmerzen, Schmerzen im Rachen-Kehlkopf-Bereich, Nasenbluten, Husten, Benommenheit, Schläfrigkeit und eine Nasennebenhöhlenentzündung [2]. Laut Packungsbeilage des Nasensprays können Beschwerden wie Müdigkeit, Benommenheit, Schläfrigkeit oder Unwohlsein auch durch das Krankheitsgeschehen bedingt sein [2]. Allergische Reaktionen bis hin zum Kreislaufversagen sind für beide Formen mit der Häufigkeit "nicht bekannt" aufgeführt; mehr dazu auf der Seite Arzneimittelallergie [1, 2].

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • AugenAugentropfen: Augenschmerzen und verschwommenes Sehen[1]Mehr dazu: Sehstörungen
  • NervensystemAugentropfen: Kopfschmerzen[1]Mehr dazu: Kopfschmerzen
  • Allgemeine BeschwerdenAugentropfen: Brennen, stechendes Gefühl oder Reizung der Augen an der Anwendungsstelle[1]
  • Magen und DarmNasenspray: Übelkeit[2]Mehr dazu: Übelkeit
  • Allgemeine BeschwerdenNasenspray: Müdigkeit, Schmerzen[2]Mehr dazu: Müdigkeit
  • NervensystemNasenspray: Benommenheit, Schläfrigkeit[2]Mehr dazu: Müdigkeit
  • AtemwegeNasenspray: Schmerzen im Rachen-Kehlkopf-Bereich, Nasenbluten, Husten[2]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenReizhusten
  • InfektionenNasenspray: Nasennebenhöhlenentzündung[2]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • AugenAugentropfen: Schwellung der Augenlider[1]
  • AugenNasenspray: Schwellung der Augenlider[2]
  • Allgemeine BeschwerdenNasenspray: Unwohlsein; Reizung, Schmerzen und Trockenheit an der Anwendungsstelle[2]
  • ImmunsystemNasenspray: Überempfindlichkeit[2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • AtemwegeNasenspray: Atemnot, Nasenbeschwerden, verstopfte Nase, Verkrampfen der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus)[2]Mehr dazu: AtemnotVerstopfte Nase
  • HerzNasenspray: Herzklopfen[2]Mehr dazu: Herzrasen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • HerzNasenspray: Herzrasen[2]Mehr dazu: Herzrasen
  • Allgemeine BeschwerdenNasenspray: Brennen; Unbehagen an der Anwendungsstelle[2]
  • AtemwegeNasenspray: Schwellung der Nase[2]

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • AugenAugentropfen: Bindehautentzündung, Schwellung der Augen, Augenlidentzündung, Schwellung der Äderchen der Bindehaut (rotes Auge)[1]
  • Allgemeine BeschwerdenAugentropfen: Beschwerden an der Anwendungsstelle wie Rötung, Schmerzen, Schwellung, Jucken, tränende Augen oder verschwommenes Sehen[1]Mehr dazu: Sehstörungen
  • ImmunsystemAugentropfen: eine bestimmte Form der allergischen Reaktion (Angioödem) mit Schwellung der Lippen, Zunge und Augenlider[1]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAllergische Reaktionen
  • ImmunsystemAugentropfen: Nesselsucht und Atemnot; Überempfindlichkeit[1]Mehr dazu: NesselsuchtAtemnotAllergische Reaktionen
  • HautAugentropfen: Hautentzündung, Nesselsucht[1]Mehr dazu: Nesselsucht

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • ImmunsystemAugentropfen: allergische Reaktion bis hin zum Kreislaufversagen (Anaphylaxie)[1]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • HerzAugentropfen: Herzklopfen[1]Mehr dazu: Herzrasen
  • ImmunsystemNasenspray: allergische Reaktion bis hin zum Kreislaufversagen (Anaphylaxie)[2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Sind Sie nicht sicher, ob Ihre Augenbeschwerden durch eine Allergie ausgelöst wurden, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, auch solche, die nicht in der Packungsbeilage stehen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1, 2].

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann in den Vierzigern steht am hellen Badezimmerfenster, neigt den Kopf leicht nach vorne und wendet ein weißes Nasenspray an
Bild: KI-generiert

Brennen oder Reizung der Augen: Diese Beschwerden sind bei den Augentropfen häufig [1]. Das enthaltene Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen, besonders bei trockenen Augen oder Erkrankungen der Hornhaut; auch Propylenglycol kann die Augen reizen. Spüren Sie nach der Anwendung ein ungewöhnliches Gefühl, Brennen oder Schmerz im Auge, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Weil das Sehen unmittelbar nach dem Eintropfen für wenige Minuten beeinträchtigt sein kann, warten Sie mit dem Autofahren, bis das Schleiersehen vorüber ist [1]. Mehr dazu auf der Seite Sehstörungen.

Gereizte oder verstopfte Nase: Benzalkoniumchlorid im Nasenspray kann die Nasenschleimhaut reizen oder anschwellen lassen, besonders bei längerer Anwendung. Bei Verdacht auf eine solche Reaktion (anhaltend verstopfte Nase) sieht die Packungsbeilage nach Möglichkeit ein Mittel ohne Konservierungsstoff vor; sprechen Sie darüber mit Ihrer Apotheke [2]. Mehr dazu auf der Seite Verstopfte Nase.

Müdigkeit und Kopfschmerzen: Beim Nasenspray sind Kopfschmerzen sehr häufig und Müdigkeit häufig [2]. Halten solche Beschwerden an oder belasten sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [2]. Mehr dazu auf der Seite Kopfschmerzen. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Für die Augentropfen sind bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt [1]. Beim Nasenspray können abschwellende Mittel mit Oxymetazolin die Aufnahme von Levocabastin vorübergehend verringern [2]. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden [1, 2]. Wenden Sie neben den Levocabastin-Augentropfen andere Augenarzneimittel an, sollten dazwischen mindestens 15 Minuten liegen; Augensalben werden zuletzt angewendet [1].

Wechselwirkungen von Levocabastin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Abschwellende Arzneimittel mit OxymetazolinKönnen die Aufnahme von Levocabastin aus dem Nasenspray vorübergehend verringern[2]Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle angewendeten Mittel informieren
Andere Arzneimittel (Augentropfen)Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bisher nicht bekannt[1]Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle angewendeten Mittel informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Levocabastin nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Bei einer Allergie gegen Levocabastin oder einen der sonstigen Bestandteile dürfen Sie es nicht anwenden [1, 2]. Leiden Sie unter einer Funktionsstörung der Niere, dürfen Sie das Nasenspray nur nach ärztlicher Verordnung und unter ärztlicher Kontrolle anwenden [2]. Bei Kindern unter 1 Jahr sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen [1, 2].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Levocabastin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Kinder unter 1 Jahr: Sicherheit und Wirksamkeit von Augentropfen und Nasenspray sind nicht erwiesen[1, 2]
  • Nasenspray bei Nierenfunktionsstörungen: nur nach ärztlicher Verordnung und unter Kontrolle einer Ärztin oder eines Arztes anwenden[2]
  • Augentropfen und weiche Kontaktlinsen: Das enthaltene Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und sie verfärben. Kontaktlinsen vor der Anwendung herausnehmen und frühestens nach 15 Minuten wieder einsetzen[1]
  • Augentropfen bei trockenen Augen oder Erkrankungen der Hornhaut: Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen; auch Propylenglycol kann Augenreizungen hervorrufen[1]
  • Augentropfen bei schwerer Schädigung der Hornhaut: Die enthaltenen Phosphate können in sehr seltenen Fällen Trübungen der Hornhaut durch Kalkablagerungen verursachen[1]
  • Nasenspray: Benzalkoniumchlorid kann eine Reizung oder Schwellung der Nasenschleimhaut hervorrufen, besonders bei längerer Anwendung; Propylenglycol kann die Nasenschleimhaut reizen. Bei Verdacht auf eine solche Reaktion (anhaltend verstopfte Nase) sieht die Packungsbeilage möglichst ein Mittel zur Anwendung in der Nase ohne Konservierungsstoff vor[2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Augentropfen können das Sehen unmittelbar nach dem Eintropfen für wenige Minuten beeinflussen. Das Nasenspray hat laut Packungsbeilage im Allgemeinen keinen Einfluss auf Konzentration und Aufmerksamkeit; treten aber Abgeschlagenheit oder Schwindelgefühl auf, ist beim Autofahren Vorsicht geboten, und Alkohol kann die Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtern [1, 2]. Zu Schwangerschaft und Stillzeit sind die Packungsbeilagen zurückhaltender als das Beratungszentrum Embryotox; die Karten nennen beide Angaben [1, 2, 3]. Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Schwangerschaft

Untersuchungen an Tieren ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen für die Entwicklung des Embryos oder Fötus. Bei schwangeren Frauen gibt es nur begrenzte Erfahrungen mit levocabastinhaltigen Augentropfen und Nasensprays; das Risiko für den Menschen ist unbekannt. Wenden Sie Levocabastin bei einer bestehenden oder vermuteten Schwangerschaft deshalb nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.[1, 2]

Embryotox stuft Levocabastin als Mittel der Wahl ein, hält aber eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung für nötig. Systematische Studien zur Anwendung in der Schwangerschaft liegen nicht vor; fehlbildende Wirkungen sind bisher nicht beschrieben und bei lokaler Anwendung wegen der geringen Aufnahme in den Körper auch nicht zu erwarten. Eine lokale Anwendung ist laut Embryotox möglich.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Laut Packungsbeilage sollten Sie Levocabastin in der Stillzeit nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt anwenden.[1, 2]

Laut Embryotox liegen Daten zur Stillzeit nicht vor. Beschwerden bei gestillten Kindern nach lokaler Anwendung wurden bisher nicht berichtet und sind wegen der geringen Aufnahme auch nicht zu erwarten; die lokale Anwendung ist möglich, ohne das Stillen zu unterbrechen.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Beachten Sie, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtern kann, wenn nach Anwendung des Nasensprays Beschwerden wie Abgeschlagenheit oder Schwindelgefühl auftreten.[2]

Autofahren und Maschinen

Augentropfen: Unmittelbar nach dem Eintropfen kann das Sehen für wenige Minuten beeinträchtigt sein. Warten Sie mit dem Autofahren, mit Arbeiten ohne sicheren Halt und dem Bedienen von Maschinen, bis das Schleiersehen vorübergegangen ist.[1]

Nasenspray: Es hat im Allgemeinen keinen Einfluss auf Konzentration und Aufmerksamkeit. In Einzelfällen wurden Abgeschlagenheit, Mattigkeit, Erschöpfung, Schwindel- oder Schwächegefühl berichtet, die auch durch die allergischen Beschwerden selbst bedingt sein können; dann kann die Fähigkeit zum Autofahren und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein, und es ist Vorsicht geboten.[2]

Einnahme

Augentropfen: Vor der Anwendung die Hände waschen und die Suspension aufschütteln (Flasche 10-mal auf- und abbewegen). Kopf nach hinten neigen, das untere Augenlid vorsichtig herunterziehen und einen Tropfen in den Bindehautsack geben, ohne dass die Tropferspitze Auge, Lid oder andere Gegenstände berührt; danach das Auge langsam schließen. Bei anderen Augenarzneimitteln mindestens 15 Minuten Abstand halten, Augensalben zuletzt anwenden. Nach Anbruch ist die Flasche 1 Monat haltbar.[1]

Nasenspray: Vor jeder Anwendung die Nase putzen und die Suspension aufschütteln (mindestens 5-mal auf- und abbewegen, übermäßiges Schütteln vermeiden). Vor dem ersten Gebrauch mindestens 3-mal pumpen, nach 7 Tagen oder mehr ohne Anwendung mindestens 2-mal. Den Kopf leicht nach vorne neigen, die Flasche senkrecht halten, in jedes Nasenloch zweimal sprühen und dabei durch die Nase einatmen. Nach Anbruch ist die Flasche 3 Monate haltbar.[2]

Am besten bei den ersten Zeichen einer allergischen Reizung der Bindehaut (Augentropfen) bzw. eines allergischen Schnupfens (Nasenspray) anwenden. Anwendung vergessen: nicht die doppelte Menge anwenden, sondern zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt wie gewohnt fortfahren.[1, 2]

Höchstmenge in der Selbstmedikation

Augentropfen laut Packungsbeilage: 2-mal täglich 1 Tropfen pro Auge, bei stärkeren Beschwerden bis zu 4-mal täglich 1 Tropfen pro Auge. Nasenspray laut Packungsbeilage: 2-mal täglich 2 Sprühstöße pro Nasenloch, bei stärkeren Beschwerden bis zu 4-mal täglich 2 Sprühstöße pro Nasenloch; bei einer Funktionsstörung der Niere die Dosis halbieren und das Nasenspray nur nach ärztlicher Verordnung und unter ärztlicher Kontrolle anwenden. Eine zeitliche Beschränkung müssen Sie laut Packungsbeilage nicht berücksichtigen; bessern sich die Beschwerden nach 2 Tagen nicht oder verschlechtern sie sich, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1, 2]

Absetzen

Die Behandlung sollte möglichst regelmäßig bis zum Erreichen der Beschwerdefreiheit erfolgen. Unterbrechen Sie die Anwendung, müssen Sie damit rechnen, dass sich bald wieder die typischen Beschwerden zeigen.[1, 2]

Überdosierung

Berichte über Überdosierungen liegen nicht vor. Wird versehentlich der Inhalt einer Flasche verschluckt, können Sie sich schläfrig fühlen; setzen Sie sich dann mit einer Ärztin oder einem Arzt in Verbindung und trinken Sie viel Wasser.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Übersicht gibt die Angaben der beiden Packungsbeilagen für Augentropfen und Nasenspray wieder [1, 2]. Hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt etwas anderes verordnet, gilt das; Präparate anderer Anbieter können eigene Angaben haben.

Anwendung und Absetzen

Augentropfen: Waschen Sie sich vor der Anwendung die Hände und schütteln Sie die Suspension auf, indem Sie die Flasche 10-mal auf- und abbewegen. Neigen Sie den Kopf nach hinten, ziehen Sie das untere Augenlid vorsichtig nach unten und tropfen Sie einen Tropfen in die entstehende Tasche, ohne dass die Spitze des Tropfers das Auge, das Lid oder andere Gegenstände berührt. Schließen Sie danach langsam das Auge. Nach Anbruch ist die Flasche 1 Monat haltbar [1].

Nasenspray: Putzen Sie vor jeder Anwendung die Nase und schütteln Sie die Flasche mindestens 5-mal, aber nicht übermäßig. Vor dem ersten Gebrauch pumpen Sie mindestens 3-mal, bis ein feiner Sprühnebel entsteht; nach 7 Tagen oder mehr ohne Anwendung mindestens 2-mal. Neigen Sie den Kopf leicht nach vorne, halten Sie die Flasche senkrecht und sprühen Sie zweimal in jedes Nasenloch, während Sie durch die Nase einatmen. Nach Anbruch ist das Nasenspray 3 Monate haltbar [2].

Die Behandlung sollte nach Möglichkeit regelmäßig bis zur Beschwerdefreiheit erfolgen. Unterbrechen Sie die Anwendung, müssen Sie damit rechnen, dass die typischen Beschwerden bald wiederkehren [1, 2]. Haben Sie eine Anwendung vergessen, wenden Sie nicht die doppelte Menge an, sondern machen zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt weiter [1, 2].

Präparate mit Levocabastin

Levocabastin gibt es als Augentropfensuspension, als Nasenspray und als Kombipackung aus beidem. Augentropfensuspension und Nasenspray von Levocabastin axicur enthalten jeweils 0,5 mg Levocabastin pro ml [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind die Packungsbeilagen von Levocabastin axicur Augentropfensuspension und Nasenspray. Präparate können sich in Konservierungsmitteln und Packungsgrößen unterscheiden; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Präparate mit Levocabastin
PräparatAnbieterHinweis
Levocabastin axicur 0,5 mg/ml Augentropfensuspensionaxicorp Pharma GmbH (Zulassungsinhaber Dermapharm AG)Für Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche und Erwachsene; Grundlage dieser Seite (Augentropfen)
Levocabastin axicur 0,5 mg/ml Nasenspray, Suspensionaxicorp Pharma GmbH (Zulassungsinhaber Dermapharm AG)Für Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche und Erwachsene; Grundlage dieser Seite (Nasenspray)
Levocabastin axicur Kombi-Packungaxicorp Pharma GmbH (Zulassungsinhaber Dermapharm AG)Augentropfen und Nasenspray in einer Packung; eigene Packungsbeilage
LevocamedDermapharm AGAugentropfen, Nasenspray und Kombipackung; eigene Packungsbeilagen
Livocab direktKenvue Germany GmbHAugentropfen, Nasenspray und Kombi; eigene Packungsbeilagen

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Levocabastin axicur 0,5 mg/ml Augentropfensuspension (GI04388-01). Dermapharm AG, Mitvertrieb axicorp Pharma GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 11.10.2026
  2. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Levocabastin axicur 0,5 mg/ml Nasenspray, Suspension (GI04387-01). Dermapharm AG, Mitvertrieb axicorp Pharma GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 11.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Levocabastin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
  4. Produktseite Levocabastin axicur (rezeptfreie Medikamente). axicorp Pharma GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 11.10.2026
  5. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1 (Levocabastin nicht aufgeführt). Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wie oft darf ich Levocabastin anwenden?

Laut Packungsbeilage beträgt die empfohlene Dosis bei den Augentropfen 2-mal täglich 1 Tropfen pro Auge, bei stärkeren Beschwerden bis zu 4-mal täglich 1 Tropfen pro Auge. Beim Nasenspray sind es 2-mal täglich 2 Sprühstöße pro Nasenloch, bei stärkeren Beschwerden bis zu 4-mal täglich 2 Sprühstöße pro Nasenloch. Bei einer Funktionsstörung der Niere wird die Dosis halbiert, und das Nasenspray darf dann nur nach ärztlicher Verordnung und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Wie lange darf ich Levocabastin anwenden?

Die Dauer richtet sich laut Packungsbeilage nach Art und Verlauf der Beschwerden; eine zeitliche Beschränkung müssen Sie nicht berücksichtigen. Wenden Sie die Augentropfen am besten bei den ersten Zeichen einer allergischen Reizung der Bindehaut an, das Nasenspray bei den ersten Zeichen eines allergischen Schnupfens. Bessern sich die Beschwerden nach 2 Tagen nicht oder verschlechtern sie sich, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Macht Levocabastin müde?

Beim Nasenspray gehören Müdigkeit, Benommenheit und Schläfrigkeit zu den häufigen Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10 Behandelten). Laut Packungsbeilage können solche Beschwerden auch durch die Allergie selbst bedingt sein; dann kann die Fähigkeit zum Autofahren beeinträchtigt sein, und Alkohol kann die Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtern. Für die Augentropfen nennt die Packungsbeilage Müdigkeit nicht als Nebenwirkung.

Darf ich Levocabastin-Augentropfen mit Kontaktlinsen anwenden?

Die Augentropfen enthalten das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid. Es kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und sie verfärben. Nehmen Sie die Linsen vor dem Eintropfen heraus und setzen Sie sie frühestens nach 15 Minuten wieder ein.

Darf ich Levocabastin in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?

Laut Packungsbeilage gibt es nur begrenzte Erfahrungen bei schwangeren Frauen; wenden Sie Levocabastin in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an. Das Beratungszentrum Embryotox stuft Levocabastin als Mittel der Wahl ein, hält aber eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung für nötig. Die lokale Anwendung an Auge oder Nase in der Schwangerschaft ist laut Embryotox möglich, weil nur wenig Wirkstoff in den Körper gelangt. In der Stillzeit muss das Stillen laut Embryotox dafür nicht unterbrochen werden.

Ab welchem Alter ist Levocabastin geeignet?

Augentropfen und Nasenspray mit Levocabastin sind laut Packungsbeilage für Kinder ab 1 Jahr, Jugendliche und Erwachsene bestimmt. Bei Kindern unter 1 Jahr sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen.

Was tun, wenn ein Kind Augentropfen oder Nasenspray verschluckt hat?

Berichte über Überdosierungen liegen laut Packungsbeilage nicht vor. Wird versehentlich der Inhalt einer Flasche verschluckt, kann Schläfrigkeit auftreten. Setzen Sie sich dann mit einer Ärztin oder einem Arzt in Verbindung und lassen Sie viel Wasser trinken; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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    Pentoxyverin ist ein Hustenmittel gegen Reizhusten.

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