BehandlungenBehandlung

Thrombosespritze (Heparin): Nebenwirkungen

Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, sind laut Packungsbeilage abhängig von der Dosis Blutungen bei Heparin-Natrium-5000-ratiopharm, Blutungen bei Inhixa (Enoxaparin) sowie Blutergüsse an der Einstichstelle und Blutungen bei Fraxiparine 0,3 (Nadroparin); bei Fragmin P Forte (Dalteparin), innohep 4.500 (Tinzaparin) und Mono-Embolex PROPHYLAXE (Certoparin) sind Blutungen häufig, also bei bis zu 1 von 10. Selten ist bei allen sechs Präparaten ein durch Heparin ausgelöster, schwerer Abfall der Blutplättchen (HIT). Starke, nicht stillbare Blutungen und schwere Atemnot nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung als Fälle für den Notruf 112; was bei anderen Warnzeichen zu tun ist, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung können Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mitteilen oder selbst auf nebenwirkungen.bund.de melden.

Frau um die sechzig mit kurzem grauem Haar und blauer Strickjacke sitzt auf einem hellen Sofa, ein Bein liegt hochgelagert auf einem Kissen
Bild: KI-generiert

Thrombosespritzen enthalten Heparin oder ein niedermolekulares Heparin. Sie hemmen die Blutgerinnung und sollen verhindern, dass sich Blutgerinnsel bilden oder bestehende Gerinnsel größer werden, etwa bei einer Thrombose oder Lungenembolie [1, 3, 5, 8, 13]. Die häufigsten Nebenwirkungen sind laut den Packungsbeilagen Blutungen und Blutergüsse an der Einstichstelle: Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, sind abhängig von der Dosis Blutungen bei Heparin-Natrium-5000-ratiopharm, Blutungen bei Inhixa (Enoxaparin) sowie Blutergüsse an der Einstichstelle und Blutungen bei Fraxiparine 0,3 (Nadroparin); häufig, also bei bis zu 1 von 10, sind Blutungen bei Fragmin P Forte (Dalteparin), innohep 4.500 (Tinzaparin) und Mono-Embolex PROPHYLAXE (Certoparin) [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Starke, nicht stillbare Blutungen und schwere Atemnot nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als Fälle für den Notruf 112 [12]. Andere Behandlungen finden Sie unter Behandlungen.

Was bei der Behandlung mit der Thrombosespritze passiert

Heparin-Natrium-5000-ratiopharm ist laut Packungsbeilage ein Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulans) mit Heparin aus Schweinedarm-Mukosa [13]; Embryotox bezeichnet Heparin auch als unfraktioniertes Heparin [15]. Die übrigen fünf Präparate auf dieser Seite enthalten ein niedermolekulares Heparin [1, 3, 5, 6, 9]. Inhixa verhindert laut Packungsbeilage, dass bestehende Blutgerinnsel größer werden, und es verhindert die Bildung von Blutgerinnseln [5]. Enoxaparin wird laut Fachinformation von Inhixa aus Heparin hergestellt, das aus der Darmschleimhaut vom Schwein stammt [4]. Wer gegen Produkte aus Schweinefleisch allergisch ist, darf Fragmin P Forte laut Packungsbeilage nicht anwenden [3].

Die fünf niedermolekularen Heparine sind zur Vorbeugung von Blutgerinnseln bei Operationen und bei einer akuten Erkrankung zugelassen, die die Beweglichkeit einschränkt, die Fertigspritzen von Heparin-Natrium-5000-ratiopharm zur Vorbeugung von thromboembolischen Erkrankungen; die genauen Anwendungsgebiete unterscheiden sich und stehen in der Tabelle unten [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Fragmin P Forte ist laut Packungsbeilage außerdem bei Kindern und Jugendlichen ab einem Monat zur Behandlung von Blutgerinnseln in den Venen zugelassen [3].

Gespritzt wird unter die Haut (subkutan) [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Normalerweise spritzt laut Packungsbeilage von Inhixa die Ärztin, der Arzt oder das medizinische Fachpersonal; wer nach Hause entlassen wird, muss das Mittel möglicherweise weiter anwenden und sich selbst spritzen [5]. Geben Sie sich laut dieser Packungsbeilage nicht selbst eine Injektion, wenn Sie nicht darin geschult wurden [5]. Fragmin P Forte injizieren Sie laut Packungsbeilage erst, nachdem Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie geschult hat [3]; bei Heparin-Natrium-5000-ratiopharm versuchen Sie laut Packungsbeilage nicht, sich das Mittel ohne Einweisung selbst zu geben [13]. Wie viel Sie bekommen und wie lange, entscheidet laut den Packungsbeilagen von Inhixa und innohep 4.500 die Ärztin oder der Arzt [5, 8]. Die Angaben der Packungsbeilagen dazu stehen auf den Wirkstoffseiten, zum Beispiel Enoxaparin.

Inhixa darf laut Packungsbeilage nicht gegen andere niedermolekulare Heparine ausgetauscht werden, weil sie nicht exakt gleich sind und nicht dieselbe Aktivität und dieselben Anwendungsempfehlungen besitzen [5]; laut Fachinformation von innohep 4.500 sind niedermolekulare Heparine nicht austauschbar [9]. Blutverdünner zum Einnehmen behandeln die Seiten Blutverdünner und Apixaban oder Rivaroxaban.

Präparate in Deutschland

Berücksichtigt ist je Wirkstoff ein in Deutschland zugelassenes Präparat in Fertigspritzen, dessen Packungsbeilage bzw. Fachinformation abrufbar war.

Berücksichtigte Präparate (Auswahl ohne Wertung, Stand Oktober 2026)
PräparatWirkstoffForm und AnwendungZulassungsinhaberGrundlage
Mono-Embolex 3000 I.E. PROPHYLAXE SicherheitsspritzeCertoparinFertigspritze unter die Haut; Vorbeugung von Blutgerinnseln bei Operationen mit mittlerem oder hohem Thromboserisiko, bei akutem Schlaganfall durch Mangeldurchblutung und bei eingeschränkter Beweglichkeit durch eine akute Erkrankung; Gerinnungshemmung bei der HämodialyseViatris Healthcare GmbHPackungsbeilage 04/2022, Fachinformation 04/2024 [1, 2]
Fragmin P ForteDalteparinFertigspritze unter die Haut; Erwachsene: Vorbeugung tiefer Venenthrombosen bei Operationen mit hohem Risiko und bei akuter Erkrankung mit Bettlägerigkeit oder eingeschränkter Beweglichkeit; Kinder und Jugendliche ab einem Monat: Behandlung von Blutgerinnseln in den VenenPfizer Pharma GmbHPackungsbeilage 07/2026 [3]
InhixaEnoxaparinFertigspritze unter die Haut, nach bestimmten Herzinfarkten oder Operationen auch in die Vene; Erwachsene: Vorbeugung von Blutgerinnseln bei Operationen mit mäßigem oder hohem Risiko und bei akuter Erkrankung mit eingeschränkter Beweglichkeit; Behandlung von Blutgerinnseln in den tiefen Venen und in der Lunge (außer Lungenembolien, die voraussichtlich eine Auflösung des Gerinnsels oder eine Operation erfordern), auch langfristig bei aktiver Krebserkrankung; instabile Angina pectoris und Herzinfarkt; DialyseTechdow Pharma Netherlands B.V. (EU-Zulassung)Fachinformation und Packungsbeilage der EMA, aktualisiert 16.07.2026 [4, 5]
Heparin-Natrium-5000-ratiopharm (Fertigspritze)HeparinFertigspritze unter die Haut; Vorbeugung von thromboembolischen Erkrankungenratiopharm GmbHPackungsbeilage 05/2025, Fachinformation 03/2020 [13, 14]
Fraxiparine 0,3NadroparinFertigspritze unter die Haut; Vorbeugung tiefer Venenthrombosen bei Operationen und bei akuter Erkrankung mit eingeschränkter Beweglichkeit; Behandlung tiefer Venenthrombosen; Gerinnungshemmung bei Hämodialyse und Hämofiltration (je nach Wirkstärke)Viatris Healthcare GmbHPackungsbeilage 04/2022, Fachinformation 04/2022 [6, 7]
innohep 4.500 Anti-Xa I.E.TinzaparinFertigspritze unter die Haut; Vorbeugung von Blutgerinnseln bei Erwachsenen vor und nach Operationen und bei erhöhtem Risiko, etwa durch eingeschränkte Beweglichkeit bei akuter Erkrankung; Gerinnungshemmung bei Hämodialyse und HämofiltrationLEO Pharma A/SPackungsbeilage 09/2025, Fachinformation 09/2025 [8, 9]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Präparats, mit dem Sie behandelt werden.

Nebenwirkungen laut Fachinformation

Die Angaben gelten für die Fertigspritzen aus der Tabelle oben.

Mono-Embolex PROPHYLAXE (Certoparin, Fertigspritze)

Eine Klasse "sehr häufig" nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Mono-Embolex PROPHYLAXE nicht. Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten: abhängig von der Dosis offene oder äußerlich nicht sichtbare Blutungen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere an Haut, Schleimhäuten und Wunden sowie im Magen-Darm-Trakt und in den Harn- und Geschlechtsorganen; Blutergüsse unter der Haut an der Einstichstelle (subkutane Hämatome); ein leichter Anstieg der Leberwerte, der sich nach dem Absetzen normalisiert; Hautrötung (Erythem) und Reizerscheinungen an der Einstichstelle [1, 2]. Bei Menschen ohne Operation mit eingeschränkter Beweglichkeit traten laut Fachinformation außerdem häufig Verstopfung, Schlaflosigkeit, ein niedriger Kaliumspiegel und Übelkeit auf; diese Beschwerden traten unter unfraktioniertem Heparin gleichermaßen auf [2].

Schwere Nebenwirkungen und Warnzeichen laut Packungsbeilage: selten ein allergisch bedingter, schneller Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II), der mit Blutgerinnseln, Absterben von Hautgewebe an der Einstichstelle, stecknadelkopfgroßen Blutungen und Teerstuhl verbunden sein kann; sehr selten lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) mit entzündlichen Hautveränderungen, Atemnot, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Blutdruckabfall bis hin zum Schock [1]. Bei Menschen mit Schlaganfall können Blutungen im Hirngewebe auftreten, laut Fachinformation gelegentlich [1, 2]. Alle Anzeichen einer Blutung müssen laut Packungsbeilage der Ärztin oder dem Arzt umgehend mitgeteilt werden [1].

Diese Häufigkeiten gelten nur für Mono-Embolex PROPHYLAXE (Fertigspritze zur Vorbeugung). Alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit laut Packungsbeilage von Mono-Embolex PROPHYLAXE stehen auf der Seite Certoparin.

Fragmin P Forte (Dalteparin, Fertigspritze)

Fragmin P Forte: Nebenwirkungen laut Packungsbeilage (Stand 07/2026), Fertigspritze unter die Haut
HäufigkeitNebenwirkungen
HäufigAbhängig von der Dosis und häufiger bei zusätzlichen Risikofaktoren offene oder verborgene Blutungen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere an Haut, Schleimhäuten und Wunden sowie im Magen-Darm- und Urogenitaltrakt; zu Beginn der Behandlung ein leichter, vorübergehender Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ I); erhöhte Kaliumwerte im Blut (Hyperkaliämie) und Mangel an Aldosteron, einem körpereigenen Hormon, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Diabetes; Anstieg der Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT) und der Enzyme LDH und Lipase; kleinere Blutergüsse und Schmerzen an der Einstichstelle [3]
GelegentlichÜberempfindlichkeit, zum Beispiel mit Übelkeit, Kopfschmerz, Temperaturanstieg, Gliederschmerzen, Nesselsucht (Urtikaria), Erbrechen, Juckreiz, Atemnot oder Blutdruckabfall; Erbrechen von Blut (Hämatemesis); Verhärtungen, Rötung und Verfärbung an der Einstichstelle [3]
SeltenAllergisch bedingter, schwerer Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II); allergische (anaphylaktische) Reaktionen; Blut im Stuhl (Meläna); Absterben von Hautgewebe an der Einstichstelle (Hautnekrosen); Haarausfall (Alopezie) [3]
Sehr seltenAllergischer (anaphylaktischer) Schock; Blutungen im Gehirn; Verengung von Blutgefäßen (Vasospasmus); Blutungen hinter dem Bauchfell; schmerzhafte Dauererektion des Penis (Priapismus) [3]
Nicht bekanntVerlangsamter Herzschlag, erniedrigter Blutdruck; Ausschlag; Osteoporose nach längerer Anwendung ist nicht auszuschließen; Einblutungen im Bereich des Rückenmarks (Spinal- oder Epiduralhämatom) [3]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Fragmin P Forte (Fertigspritze zur Vorbeugung). Das Risiko einer Blutung ist laut Packungsbeilage abhängig von der Dosis, und die meisten Blutungen sind schwach; schwere Blutungen wurden berichtet, teilweise mit tödlichem Ausgang [3].

Inhixa (Enoxaparin, Fertigspritze)

Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten: Blutungen und erhöhte Leberenzymwerte. Häufig, also bei bis zu 1 von 10: schneller blaue Flecken als üblich, möglicherweise durch eine verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie); verminderte Zahl roter Blutkörperchen (Blutarmut durch Blutungen); erhöhte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytose); rosa Hautflecken, eher im Bereich der Einstichstelle; Nesselsucht (Urtikaria); juckende, rote Haut; Blutergüsse oder Schmerzen an der Einstichstelle, laut Fachinformation auch andere Reaktionen an der Einstichstelle wie Wassereinlagerung (Ödem), Blutung, Überempfindlichkeit, Entzündung oder Schwellung; Kopfschmerzen; laut Fachinformation allergische Reaktionen [4, 5]. Wie oft Blutungen auftreten, hängt laut Fachinformation vom Anwendungsgebiet ab: sehr häufig bei der Vorbeugung bei Operationen und bei der Behandlung tiefer Venenthrombosen, häufig unter anderem bei der Vorbeugung bei eingeschränkter Beweglichkeit [4].

Schwere Nebenwirkungen und Warnzeichen laut Packungsbeilage: Inhixa kann zu Blutungen führen, die möglicherweise lebensbedrohlich sein können; in einigen Fällen kann die Blutung nicht offensichtlich sein [5]. Gelegentlich können plötzliche starke Kopfschmerzen auf eine Hirnblutung und ein Gefühl von Spannung und Völle im Magen auf eine Magenblutung hinweisen; selten sind schwere allergische Reaktionen und nach einer Lumbalpunktion oder Spinalanästhesie Kribbeln, Gefühllosigkeit und Muskelschwäche, vor allem in den unteren Körperregionen, oder Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle [5]. Mit nicht bekannter Häufigkeit kann ein roter, schuppiger, großflächiger Ausschlag mit Pusteln und Bläschen und Fieber auftreten, gewöhnlich zu Beginn der Behandlung (akute generalisierte exanthematische Pustulose, AGEP) [4, 5].

Diese Häufigkeiten gelten nur für Inhixa (Fertigspritze). Alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit laut Packungsbeilage von Inhixa stehen auf der Seite Enoxaparin.

Heparin-Natrium-5000-ratiopharm (Heparin, Fertigspritze)

Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten: abhängig von der Heparin-Dosis vermehrt Blutungen, insbesondere aus Haut, Schleimhäuten, Wunden, Magen-Darm-Trakt sowie Harn- und Geschlechtsorganen; Anstieg der Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT) sowie von LDH und Lipase. Häufig, also bei bis zu 1 von 10: zu Beginn der Behandlung ein durch Heparin hervorgerufener Abfall der Blutplättchen ohne Beteiligung von Antikörpern (Thrombozytopenie Typ I, 100.000 bis 150.000 Blutplättchen pro Mikroliter), ohne Thrombose; Gewebsreaktionen an der Einstichstelle mit Verhärtungen, Rötungen, Verfärbungen und kleineren Blutergüssen [13, 14].

Schwere Nebenwirkungen und Warnzeichen laut Packungsbeilage: gelegentlich allergische Reaktionen, unter anderem mit Nesselsucht, Kurzatmigkeit, Verkrampfung der Bronchien und Blutdruckabfall, auch mit Schwellung des Gesichts (Angioödem); selten ein durch Antikörper vermittelter, starker Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II) mit Blutgerinnseln in Arterien und Venen, Absterben von Hautgewebe, flohstichartigen Blutungen und Teerstuhl, sehr selten auch erst mehrere Wochen nach Ende der Behandlung; sehr selten ein allergischer (anaphylaktischer) Schock, insbesondere bei Menschen, die früher schon Heparin erhalten haben. Bei diesen Nebenwirkungen ist laut Packungsbeilage unverzüglich ärztliche Hilfe erforderlich [13].

Diese Häufigkeiten gelten nur für Heparin-Natrium-5000-ratiopharm (Fertigspritze). Alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit laut Packungsbeilage von Heparin-Natrium-5000-ratiopharm stehen auf der Seite Heparin.

Fraxiparine 0,3 (Nadroparin, Fertigspritze)

Fraxiparine 0,3: Nebenwirkungen laut Packungsbeilage (Stand 04/2022), Fertigspritze unter die Haut
HäufigkeitNebenwirkungen
Sehr häufigBlutergüsse (Hämatome) an der Einstichstelle, in einigen Fällen mit Knötchen (Granulome); Blutungen an verschiedenen Stellen [6]
HäufigIrritationen an der Einstichstelle; offene oder versteckte Blutungskomplikationen, insbesondere an Haut, Schleimhäuten und Wunden sowie im Magen-Darm- und Urogenitaltrakt, die zu Blutarmut (hämorrhagische Anämie) führen können; Erhöhung der Leberwerte (Aminotransferasen, Gamma-GT), LDH und Lipase; Anstieg der Kalium-Konzentration im Blutserum [6]
GelegentlichLeichte, vorübergehende Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ I) [6]
SeltenCalciumablagerungen an der Einstichstelle (Kalzinose), insbesondere bei schwerer Nierenfunktionsstörung; allergische Reaktionen mit Übelkeit, Erbrechen, Temperaturanstieg, Kopfschmerzen, Nesselsucht, Hautjucken, Atemnot, Verkrampfung der oberen Luftwege (Bronchospasmus) oder Blutdruckabfall; vorübergehender Aldosteronmangel (Hypoaldosteronismus); schwerer, durch Heparin bedingter Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II); Vermehrung der Blutplättchen (Thrombozytose); Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie); anaphylaktoide Reaktionen, anaphylaktischer Schock, Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem); Hautausschlag, Hautrötung (Erythem); Haarausfall (Alopezie); Hautschäden an der Einstichstelle (Hautnekrosen) [6]
Sehr seltenAnstieg der Blutplättchen (Thrombozythämie) über 1.000.000/mm³, hauptsächlich nach Operationen beobachtet; Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Hautreaktionen; schmerzhafte Dauererektion des Penis (Priapismus); Gewebeschäden an der Einstichstelle (Nekrose) [6]
Nicht bekanntKopfschmerzen; Migräne [6]

Diese Häufigkeiten gelten nur für Fraxiparine 0,3 (Fertigspritze). Außerdem wurden laut Packungsbeilage schwere unerwünschte Wirkungen wie Hirn- und Augenblutungen berichtet und Blutungen in den Raum um das Rückenmark (peridurale Blutungen) im Lendenbereich nach einer Katheter-Spinalanästhesie beobachtet, die zu einer Lähmung (Paraplegie) führten [6].

innohep 4.500 Anti-Xa I.E. (Tinzaparin, Fertigspritze)

Eine Klasse "sehr häufig" nennt die Packungsbeilage von innohep 4.500 nicht. Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten: Blutungen, die Komplikationen wie Blutarmut (Anämie) oder Blutergüsse (Hämatome) zur Folge haben können; Reaktionen an der Einstichstelle mit Blutergüssen, Blutungen, Schmerzen, Juckreiz, Rötung, Schwellung und einem harten Knoten [8, 9].

Schwere Nebenwirkungen und Warnzeichen laut Packungsbeilage: Schwerwiegende Nebenwirkungen, die sofortige medizinische Hilfe erforderlich machen, werden selten beobachtet; genannt sind eine ernsthafte allergische Reaktion mit plötzlich einsetzendem schwerem Hautausschlag, Schwellungen von Rachen, Gesicht, Lippen oder Mund und Atemproblemen sowie eine starke Blutung mit rotem oder braunem Urin, schwarzem Teerstuhl, ungewöhnlichen, also sehr schmerzhaften, großen oder dunklen Blutergüssen oder einer Blutung, die sich nicht stoppen lässt [8]. Selten ist außerdem eine Abnahme der Blutplättchen durch die Heparinbehandlung (heparininduzierte Thrombozytopenie) [8].

Diese Häufigkeiten gelten nur für innohep 4.500 Anti-Xa I.E. (Fertigspritze). Alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit laut Packungsbeilage von innohep 4.500 stehen auf der Seite Tinzaparin.

Jede Häufigkeit gilt nur für das Präparat, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Präparat für Sie besser verträglich ist.

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Präparat sie verursacht hat.

Die Klassen beziehen sich in allen sechs Packungsbeilagen auf Behandelte: sehr häufig heißt mehr als 1 von 10 Behandelten, häufig bis zu 1 von 10, gelegentlich bis zu 1 von 100, selten bis zu 1 von 1.000, sehr selten bis zu 1 von 10.000; nicht bekannt heißt, dass sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Umrechnen können Sie mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

Mehr zu Blutungen und Veränderungen des Blutbilds, erhöhten Leberwerten, Kalium, Hautausschlag, Juckreiz und Haarausfall als Nebenwirkung von Medikamenten; die Tabellen dort zeigen nur Wirkstoffe mit eigener Seite.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Abfall der Blutplättchen durch Heparin (HIT): Ein schwerer, durch Antikörper vermittelter Abfall der Blutplättchen (heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II) ist bei allen sechs Präparaten selten [1, 3, 4, 6, 8, 13]. Beginn, Kontrollen und Vorgehen beschreiben die Produktinformationen unterschiedlich:

Heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II laut Packungsbeilage bzw. Fachinformation
PräparatBeginnKontrolle der BlutplättchenWas dann gilt
Mono-Embolex PROPHYLAXEin der Regel 6 bis 14 Tage nach Behandlungsbeginn, bei Überempfindlichkeit gegen Heparin unter Umständen innerhalb von Stunden; kann mit Blutgerinnseln in Arterien und Venen verbunden sein [1, 2]vor Beginn, am 1. Tag nach Beginn, während der ersten 3 Wochen regelmäßig alle 3 bis 4 Tage und am Ende der Behandlung [1]sofort absetzen; künftig darf kein heparinhaltiges Arzneimittel mehr angewendet werden [1]
Fragmin P Fortein der Regel 6 bis 14 Tage nach Behandlungsbeginn, bei bestehender Heparin-Allergie unter Umständen innerhalb von Stunden [3]in der Packungsbeilage nicht genannt [3]sofort absetzen; künftig dürfen keine heparinhaltigen Arzneimittel mehr angewendet werden [3]
Inhixaüblicherweise zwischen dem 5. und 21. Behandlungstag; laut Fachinformation selten mit Thrombose, manchmal mit Organinfarkt oder Durchblutungsstörung der Gliedmaßen [4]vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung empfohlen [4]bei einer signifikanten Abnahme (30 bis 50 Prozent des Ausgangswerts) muss die Behandlung laut Fachinformation sofort abgesetzt werden [4]
Heparin-Natrium-5000-ratiopharmmeist 6 bis 14 Tage nach Behandlungsbeginn, bei bestehender Überempfindlichkeit schon nach wenigen Stunden, sehr selten erst mehrere Wochen nach dem Ende der Behandlung; mit Blutgerinnseln in Arterien und Venen [13]vor Beginn, am 1. Tag nach Beginn, während der ersten 3 Wochen regelmäßig alle 3 bis 4 Tage und am Ende der Behandlung [13]unverzüglich absetzen; Sie dürfen danach keine weiteren Heparinspritzen mehr erhalten [13]
Fraxiparine 0,3bei nicht sensibilisierten Menschen hauptsächlich 6 bis 21 Tage nach Behandlungsbeginn, bei sensibilisierten unter Umständen innerhalb von Stunden; kann mit Blutgerinnseln in Arterien und Venen verbunden sein [6]vor Beginn, am ersten Tag, anschließend regelmäßig alle drei bis vier Tage und am Ende der Therapie [6]sofort absetzen; künftig dürfen keine heparinhaltigen Arzneimittel mehr angewendet werden [6]
innohep 4.500weitgehend innerhalb von 5 bis 14 Tagen nach der ersten Dosis, nach früherer Heparinbehandlung auch rasch einsetzend; kann mit Blutgerinnseln in Arterien oder Venen verbunden sein [9]vor Beginn und danach in regelmäßigen Abständen [9]muss abgesetzt werden; die Blutplättchen normalisieren sich gewöhnlich innerhalb von 2 bis 4 Wochen [9]

Treten Zeichen auf, die eine HIT vermuten lassen, etwa ein neues Blutgerinnsel, eine schmerzhafte Hautveränderung an der Einstichstelle oder eine allergische Reaktion während der Behandlung, müssen Sie laut Fachinformation von Inhixa umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [4].

Bluterguss im Wirbelkanal: Für rückenmarksnahe Betäubungen (Spinal- oder Periduralanästhesie) und Lumbalpunktionen beschreiben die Produktinformationen aller sechs Präparate das Risiko einer Blutung bzw. eines Blutergusses im Wirbelkanal, der zu Lähmungen führen kann; laut Fachinformation von Inhixa und den Packungsbeilagen von Fragmin P Forte und Heparin-Natrium-5000-ratiopharm auch zu lang dauernder bzw. langdauernder oder dauerhafter bzw. permanenter Lähmung [2, 3, 4, 7, 9, 13]. Die Produktinformationen nennen zeitliche Abstände zwischen der Spritze und dem Setzen oder Entfernen der Nadel bzw. des Katheters [2, 4, 7, 9, 13]. Ist bei Ihnen eine Lumbalpunktion oder eine Operation mit Peridural- oder Spinalanästhesie geplant, informieren Sie laut Packungsbeilage von Inhixa Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, dass Sie das Mittel anwenden [5]. Rückenschmerzen, Gefühllosigkeit oder Schwäche in den Beinen und Störungen von Darm- oder Blasenfunktion nach einem solchen Eingriff sollen Sie laut Fachinformation von Inhixa unverzüglich dem medizinischen Fachpersonal oder der Ärztin bzw. dem Arzt mitteilen [4]. Wie eine Betäubung abläuft, erklärt die Seite Narkose; was vor Operationen mit Blutverdünnern gilt, der Ratgeber Medikamente vor der OP.

Allergische Reaktionen: Schwere allergische Reaktionen nennen alle sechs Produktinformationen; die Häufigkeit steht oben beim jeweiligen Präparat [1, 3, 4, 6, 8, 13]. Der Nadelschutz der Fertigspritzen von Fragmin P Forte und Fraxiparine 0,3 kann laut Packungsbeilage Naturkautschuk (Latex) enthalten, der bei Latexallergie schwere allergische Reaktionen auslösen kann [3, 6].

Absterben von Hautgewebe: Hautnekrosen und eine Entzündung kleiner Blutgefäße der Haut (kutane Vaskulitis) wurden laut Fachinformation von Inhixa im Zusammenhang mit niedermolekularen Heparinen berichtet und sollten zum unverzüglichen Absetzen der Behandlung führen [4]. Laut Packungsbeilage von Fraxiparine 0,3 wurden in sehr seltenen Fällen Hautschäden, gewöhnlich an der Einstichstelle, beobachtet, denen gerötete (Purpura) oder schmerzhafte, entzündete Hautstellen vorangehen; dann sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden [6].

Bei längerer Anwendung: Knochenschwund (Osteoporose) nennt die Fachinformation von Inhixa als selten nach Langzeittherapie, also länger als 3 Monate, die Packungsbeilage von innohep 4.500 als selten in Verbindung mit Langzeitanwendung [4, 8]. Bei Fragmin P Forte wurde ein solches Risiko laut Packungsbeilage nicht beobachtet, kann aber nicht ausgeschlossen werden [3]. Wird Heparin vor allem in höheren Dosierungen über Monate angewendet, kann sich laut Packungsbeilage von Heparin-Natrium-5000-ratiopharm eine vermehrte Knochenbrüchigkeit entwickeln (Häufigkeit nicht bekannt) [13].

Was Sie tun können

Mann Anfang sechzig mit grauem Haar und dunkelgrüner Jacke geht mit einem Gehstock langsam einen herbstlichen Parkweg entlang
Bild: KI-generiert

Um blaue Flecken zu vermeiden, reiben Sie laut Packungsbeilage von Inhixa nach der Injektion nicht an der Einstichstelle; laut Packungsbeilage von Fragmin P Forte kann Reiben Blutergüsse fördern [3, 5]. Wechseln Sie die Einstichstelle, wie es Ihre Packungsbeilage beschreibt [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Prüfen Sie laut Packungsbeilage von Inhixa vor jeder Spritze, ob die letzte Injektion eine Rötung, eine Veränderung der Hautfarbe, eine Schwellung oder eine nässende oder weiter schmerzende Einstichstelle verursacht hat; ist das der Fall, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal [5].

Laut Packungsbeilage von Inhixa wird möglicherweise vor Therapiebeginn und von Zeit zu Zeit Blut abgenommen, um die Blutplättchen und den Kaliumspiegel zu bestimmen [5]. Notieren Sie laut dieser Packungsbeilage bei jeder neuen Packung Verfalldatum und Chargenbezeichnung [5]. Informieren Sie laut Packungsbeilage von Fragmin P Forte alle weiteren Ärztinnen und Ärzte, bei denen Sie in Behandlung sind, dass Sie das Mittel anwenden, weil zum Beispiel Injektionen in die Muskulatur, Zahnoperationen und örtliche Betäubungen in der Nähe des Rückenmarks dann mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden sein können [3].

Zum Abbrechen sagen die Packungsbeilagen: Bei Inhixa ist es wichtig, die Anwendung fortzusetzen, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet, sie zu beenden, denn bei einem Abbruch könnte ein Blutgerinnsel entstehen, was sehr gefährlich sein kann; bei Mono-Embolex PROPHYLAXE ist das Risiko von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel erhöht, wenn Sie die Anwendung unterbrechen oder vorzeitig beenden; Fragmin P Forte sollen Sie nicht eigenmächtig absetzen, da sich sonst Ihr Thromboserisiko erhöht [1, 3, 5]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Beschwerden, Einstichstellen und Blutergüsse können Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch festhalten, Fragen für die Praxis mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch sammeln.

Verdacht melden: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut den Packungsbeilagen an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Selbst melden können Sie einen Verdacht über das allgemeine Meldeformular auf nebenwirkungen.bund.de; die Meldung geht direkt an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte oder das Paul-Ehrlich-Institut [10]. Wenn möglich, sollte sie unter anderem die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung enthalten [10]. Wie die Meldung abläuft, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Anwendung laut Packungsbeilage

Hier stehen die Angaben der Packungsbeilage, keine Empfehlung. Wie Sie das Mittel anwenden, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Selbstinjektion: Angaben der Packungsbeilagen (wörtlich, gekürzt)
PräparatAngabe der PackungsbeilageFundstelle
Mono-Embolex PROPHYLAXE"Waschen Sie Ihre Hände sorgfältig mit Seife und Wasser." "Wählen Sie eine Hautstelle in der unteren Bauchregion, jedoch mindestens 5cm vom Nabel entfernt (…). Spritzen Sie abwechselnd in die linke oder rechte Seite der unteren Bauchregion." "Die gewählte Einstichstelle vorher mit einem Alkoholtupfer säubern." "Versuchen Sie nicht, die Luftblase vor der Injektion aus der Sicherheitsspritze zu entfernen." "Ein an der Injektionsnadel haftender Tropfen sollte vor der Injektion durch Abschütteln entfernt werden (…)." "Führen Sie die Injektionsnadel in ihrer ganzen Länge senkrecht (in einem Winkel von 90°) in die Hautfalte ein (…)." "Entsorgen Sie die benutzte Spritze."Packungsbeilage, Abschnitt 7 "Hinweise für die Handhabung" [1]
Fragmin P Forte"Injizieren Sie Fragmin P Forte erst, nachdem Sie von Ihrem Arzt geschult wurden." "Eventuell vorhandene Tropfen an der Nadelspitze vorsichtig abschütteln (nicht abstreifen)." "Die vorhandene Luftblase in den Fertigspritzen sollte vor der Injektion nicht herausgedrückt werden (…)." Injektionsstellen: "Ein U-förmiger Bereich um den Nabel." "Bereich der mittleren Oberschenkel." "Verwenden Sie bei jeder Dosis eine andere Injektionsstelle. Spritzen Sie nicht in Bereiche, in denen die Haut empfindlich, blutunterlaufen, rot oder hart ist. Vermeiden Sie Bereiche mit Narben." "Waschen und trocknen Sie Ihre Hände. Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer (…)." "Reiben Sie die Injektionsstelle nicht, da dies Blutergüsse fördern kann." "Entsorgen Sie die Spritze und die Nadel in einem Behälter für scharfe Gegenstände."Packungsbeilage, Abschnitt 3 "So injizieren Sie Fragmin P Forte" [3]
Inhixa"Geben Sie sich nicht selbst eine Injektion, wenn Sie nicht darin geschult wurden." "Wechseln Sie die Injektionsstelle bei jeder Injektion zwischen der linken und rechten Bauchseite (Abdomen). Dieses Arzneimittel sollte direkt unter die Bauchhaut, aber nicht zu nahe am Bauchnabel oder in die Nähe von Narbengewebe (mindestens 5 cm entfernt) injiziert werden." "Waschen Sie Ihre Hände und den Bereich, in dem die Injektion erfolgen soll, mit Wasser und Seife." "Die Luftblase darf nicht entfernt werden, da dies zum Verlust von Arzneimittel führen kann." "Halten Sie die Spritze mit der Nadel nach unten (senkrecht in einem Winkel von 90º). Führen Sie die Nadel in ihrer ganzen Länge in die Hautfalte ein." "Sie müssen die Hautfalte während der gesamten Injektion festhalten." "Um blaue Flecken zu vermeiden, reiben Sie nach der Injektion nicht an der Injektionsstelle." "Werfen Sie die verwendete Spritze in einen durchstichsicheren Abfallbehälter." "Entsorgen Sie den Behälter nicht im Haushaltsabfall."Packungsbeilage (Anhang III B), Abschnitt 3 "So injizieren Sie sich Inhixa selbst" [5]
Heparin-Natrium-5000-ratiopharm"Versuchen Sie nicht, sich dieses Arzneimittel selbst zu geben, ohne dass Sie diese Einweisung erhalten haben." "Jede Fertigspritze ist nur zum Einmalgebrauch vorgesehen." "Die besten Injektionsstellen sind: oberer Bereich des Oberschenkels, Bauch mit Ausnahme des Nabelbereichs." "Wechseln Sie die Einstichstelle bei jeder Injektion." "Waschen Sie sich gründlich die Hände." "Wählen Sie eine Injektionsstelle aus und reinigen Sie sie mit einem Alkoholtupfer." "Die Luftblase soll nicht entfernt werden, sie sorgt für eine vollständige Entleerung der Fertigspritze." "Ein an der Injektionsnadel haftender Tropfen ist jedoch vor der Injektion durch Abschütteln (nicht abstreifen) zu entfernen (…)." "Mit Daumen und Zeigefinger eine Hautwulst bilden. Der Einstich soll senkrecht zur Haut in eine abgehobene Bauchfalte oder an der Vorderseite des Oberschenkels erfolgen." "Erst nach Herausziehen der Nadel soll die Hautwulst losgelassen werden." "Werfen Sie die Spritze mit der gesicherten Nadel in einen Entsorgungscontainer."Packungsbeilage, Abschnitt 3 und "Hinweise zur Selbstinjektion" [13]
Fraxiparine 0,3"Waschen Sie Ihre Hände sorgfältig mit Seife und Wasser (…)." "Wählen Sie eine Hautstelle in der unteren Bauchregion, mindestens 5 cm unter dem Nabel (…). Wechseln Sie die Einstichstelle links und rechts an der unteren Bauchregion bei jeder Injektion." "Reinigen Sie die Einstichstelle mit einem Alkohol-Pad." "Versuchen Sie nicht diese Luftblase zu entfernen, bevor Sie die Injektion durchführen (…)." "Stechen Sie die komplette Länge der Nadel im rechten Winkel in die Hautfalte (…)." "Die Einstichstelle sollte nicht massiert werden."Packungsbeilage, Abschnitt 3 "Art der Anwendung" und "Schritt für Schritt Anleitung" [6]
innohep 4.500"Waschen Sie sich vor der Injektion gründlich die Hände. Reinigen Sie den Hautbereich um die Injektionsstelle herum mit Alkohol und lassen Sie diesen trocknen. Nicht trocken reiben." "Wenden Sie das Arzneimittel nicht an, wenn die Lösung trüb ist oder Bodensatz erkennbar ist (…)." "(…) drücken Sie die Luftblase nicht heraus." "Halten Sie eine Hautfalte locker zwischen Daumen und Zeigefinger einer Hand. Nehmen Sie die Spritze in die andere Hand und stechen Sie mit der Nadel langsam senkrecht, d.h. im rechten Winkel zur Haut, in die Hautfalte." "Injizieren Sie den Spritzeninhalt langsam in das Fettgewebe von z.B. Bauchhaut, Außenseite des Oberschenkels, unterem Rückenbereich oder Oberarm." "Wählen Sie für die nächste Injektion eine andere Injektionsstelle (…)." "Stecken Sie die gebrauchte Spritze entweder mit der Nadel nach unten in das Kunststoffbehältnis oder in einen durchstichsicheren Behälter."Packungsbeilage, Abschnitt 3 "Gebrauchsanleitung" [8]

Wer die Behandlung nicht oder nur mit Vorsicht bekommen sollte

Die Gegenanzeigen unterscheiden sich je Präparat. Gemeinsam ist allen sechs Packungsbeilagen, dass das Mittel bei einer Allergie gegen den Wirkstoff und bei einem früheren oder bestehenden durch Heparin ausgelösten Abfall der Blutplättchen nicht angewendet werden darf; bei Inhixa gilt das für eine HIT innerhalb der letzten 100 Tage oder bei Antikörpern gegen Enoxaparin im Blut [1, 3, 5, 6, 8, 13].

Darf laut Packungsbeilage nicht angewendet werden
PräparatGegenanzeigen
Mono-Embolex PROPHYLAXEAllergie gegen Certoparin-Natrium und/oder Heparin oder einen sonstigen Bestandteil; bestehende oder frühere heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II; angeborene Gerinnungsstörung, Mangel an Gerinnungsfaktoren oder stark erniedrigte Blutplättchen; derzeitige oder kürzliche Blutungen außer der Regelblutung; vor einer Operation ein Schlaganfall mit Hirnblutung oder andere Blutungen im Schädel innerhalb der letzten 6 Monate, bei Behandlung wegen eines Schlaganfalls gegenwärtig oder innerhalb der letzten 12 Monate; Schlaganfall mit geplanter Auflösung des Gerinnsels (Thrombolyse); Erkrankungen im Schädelinneren, zum Beispiel ein zerebrales Aneurysma; Magen- oder Darmgeschwüre; Verletzungen oder Operationen an Gehirn, Rückenmark, Auge oder Ohr; nicht beherrschbarer schwerer Bluthochdruck; schwere Beeinträchtigung der Leberfunktion; Endokarditis; bestimmte Netzhauterkrankungen oder Blutungen im Auge; Epiduralanästhesie während der Wehen; drohende Fehlgeburt [1]
Fragmin P ForteAllergie gegen Dalteparin-Natrium, andere niedermolekulare Heparine oder Heparin, Produkte aus Schweinefleisch oder einen sonstigen Bestandteil; bekannte oder vermutete HIT Typ II; Verletzungen oder Operationen an Zentralnervensystem, Auge oder Ohr innerhalb der letzten 6 Wochen; behandlungsbedürftige Blutungen innerhalb der letzten 3 Monate, zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt, im Schädel oder im Auge; schwere Störung der Blutgerinnung; Verdacht auf eine Funktionsstörung oder Verletzung des Gefäßsystems, zum Beispiel Magen- oder Darmgeschwüre, unkontrollierbar starker Bluthochdruck, Schlaganfall durch eine Einblutung ins Gehirn innerhalb von 3 Monaten, Aneurysma der Hirnarterien, Erkrankungen der Netzhaut, Glaskörperblutungen, Entzündung der Herzinnenhaut, drohende Frühgeburt; bei Spinal- und Epiduralanästhesie keine hohen Dosen [3]
InhixaAllergie gegen Enoxaparin-Natrium, einen sonstigen Bestandteil, Heparin oder andere niedermolekulare Heparine wie Nadroparin, Tinzaparin und Dalteparin; heparininduzierte Thrombozytopenie innerhalb der letzten 100 Tage oder Antikörper gegen Enoxaparin im Blut; starke Blutung oder hohes Blutungsrisiko, etwa durch ein Magengeschwür, kürzliche Operationen an Gehirn oder Augen oder einen kürzlichen Schlaganfall durch eine Hirnblutung; Behandlung von Blutgerinnseln, wenn innerhalb von 24 Stunden eine Spinal- oder Periduralanästhesie oder eine Lumbalpunktion erfolgt [5]
Heparin-Natrium-5000-ratiopharmAllergie gegen Heparin oder einen sonstigen Bestandteil; akuter oder früherer allergischer Abfall der Blutplättchen durch Heparin (Thrombozytopenie Typ II); Erkrankungen mit erhöhter Blutungsneigung, zum Beispiel Mangel an Blutplättchen oder Gerinnungsfaktoren, schwere Leber-, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen; Verdacht auf eine Schädigung des Gefäßsystems, zum Beispiel Geschwüre im Magen- oder Darmbereich, Bluthochdruck mit einem unteren Wert über 105 mmHg, Hirnblutung, Verletzungen oder Eingriffe am Zentralnervensystem, Augenoperationen, schwere Netzhauterkrankungen, Glaskörperblutungen, Hirnarterienaneurysma, infektiöse Entzündung der Herzinnenhaut; drohende Fehlgeburt; rückenmarksnahe Narkosen (Spinal-, Periduralanästhesie); Lumbalpunktion; Organschädigungen mit Blutungsneigung [13]
Fraxiparine 0,3Allergie gegen Nadroparin-Calcium, Heparin oder einen ähnlichen Wirkstoff wie Enoxaparin, Bemiparin oder Dalteparin oder einen sonstigen Bestandteil; bestehende oder frühere HIT Typ II oder ein Abfall der Blutplättchen unter Nadroparin; Organschädigungen mit Blutungsneigung wie akute Magen-Darm-Geschwüre, Hirnblutungen oder ein Aneurysma im Gehirn; Gerinnungsstörungen; Schlaganfall durch eine Blutung im Gehirn; schwerer, unkontrollierbarer Bluthochdruck; schwere Beeinträchtigung der Leberfunktion; schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min), außer während einer Hämodialyse; infektiöse Herzinnenhautentzündung; Verletzungen und Operationen an Zentralnervensystem, Auge oder Ohr; Blutungen im Auge oder andere aktive Blutungen; Netzhauterkrankungen, Glaskörperblutungen; drohende Fehlgeburt; bei der Behandlung tiefer Venenthrombosen Regionalanästhesie oder Lumbalpunktion [6]
innohep 4.500Allergie gegen Tinzaparin-Natrium oder einen sonstigen Bestandteil; bestehende oder frühere heparininduzierte Thrombozytopenie; starke Blutung, zum Beispiel im Gehirn, Rückenmark, Auge oder Magen; Infektion der Herzinnenhaut (septische Endokarditis) [8]

Eine eingeschränkte Nierenfunktion nennen alle sechs Packungsbeilagen bei den Gegenanzeigen oder Warnhinweisen; innohep 4.500 wird laut Fachinformation bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min nicht empfohlen [1, 3, 5, 6, 8, 9, 13]. Haben Sie eine künstliche Herzklappe, sprechen Sie laut den Packungsbeilagen von Inhixa und innohep 4.500 vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [5, 8]. Für Kinder und Jugendliche ist innohep 4.500 laut Packungsbeilage nicht vorgesehen, für Fraxiparine 0,3 wird die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen [6, 8].

Andere Medikamente

Acetylsalicylsäure (ASS) und entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) stehen in allen sechs Packungsbeilagen bei den Wechselwirkungen, ebenso andere Gerinnungshemmer [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Laut den Packungsbeilagen von Fragmin P Forte, Fraxiparine 0,3, Heparin-Natrium-5000-ratiopharm, innohep 4.500 und Mono-Embolex PROPHYLAXE können solche Mittel die Blutungsneigung bzw. das Risiko für Blutungen erhöhen [1, 3, 6, 8, 13]. Arzneimittel, die den Kaliumspiegel erhöhen, nennen ebenfalls mehrere Packungsbeilagen [1, 3, 5, 6, 13]. Informieren Sie laut den Packungsbeilagen Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden [1, 3, 5, 6, 8, 13].

Schwangerschaft und Stillzeit

Was die Produktinformationen zu Schwangerschaft und Stillzeit sagen, unterscheidet sich je Präparat. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, fragen Sie laut fünf der sechs Packungsbeilagen vor der Anwendung Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; laut Packungsbeilage von Fragmin P Forte informieren Sie in der Schwangerschaft Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 3, 5, 6, 8, 13]. Embryotox, das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, stuft alle sechs Wirkstoffe in der Schwangerschaft als Medikament der Wahl ein, dennoch sei eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig; während der Behandlung darf laut Embryotox weiter gestillt werden [15, 16, 17, 18, 19, 20].

Schwangerschaft und Stillzeit laut Fachinformation bzw. Packungsbeilage und laut Embryotox
PräparatSchwangerschaftStillzeitEmbryotox zum Wirkstoff
Mono-Embolex PROPHYLAXEFür Certoparin liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor; Untersuchungen im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel geben keinen Anhalt dafür, dass niedermolekulares Heparin über den Mutterkuchen gelangt. Certoparin sollte nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für das Kind aufwiegt. Bei drohender Fehlgeburt und für eine epidurale Betäubung unter der Geburt kontraindiziert [2]Zum Übergang in die Muttermilch gibt es keine ausreichenden Untersuchungen; ein gerinnungshemmender Effekt auf den Säugling erscheint unwahrscheinlich. Das mögliche Risiko für den Säugling muss individuell gegen den Nutzen für die Mutter abgewogen werden [2]Certoparin: Erfahrungsumfang mittel; die publizierten Erfahrungen betreffen vorwiegend die verwandten Wirkstoffe Dalteparin und Enoxaparin, zu Certoparin selbst gibt es nur wenige Fallberichte. Besser geeignete Alternativen sind laut Embryotox Dalteparin und Enoxaparin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. [16]
Fragmin P ForteDie Ärztin oder der Arzt führt vor der Anwendung eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung durch. Erfahrungen mit der Anwendung in der Schwangerschaft lassen keine negativen Auswirkungen auf die Schwangere oder das ungeborene Kind erkennen. Unter Fragmin P Forte darf während der Geburt keine Periduralanästhesie durchgeführt werden [3]Der Wirkstoff geht in geringen Mengen in die Muttermilch über; ein gerinnungshemmender Effekt auf den Säugling ist unwahrscheinlich, kann aber nicht ausgeschlossen werden [3]Dalteparin: Erfahrungsumfang sehr hoch; die publizierten Erfahrungen mit über 2.600 Schwangeren im ersten Schwangerschaftsdrittel ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen beim Embryo [17]
InhixaKein Anhalt dafür, dass Enoxaparin im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel über den Mutterkuchen gelangt; zum ersten Drittel keine Daten. Inhixa sollte nur verwendet werden, wenn die Ärztin oder der Arzt eine klare Notwendigkeit festgestellt hat. Ist eine Periduralanästhesie geplant, wird empfohlen, die Behandlung vorher abzusetzen. Bei einer mechanischen Herzklappe kann das Risiko für Blutgerinnsel erhöht sein [4, 5]Nicht bekannt, ob Enoxaparin unverändert in die Muttermilch übergeht; eine Aufnahme über den Darm des Kindes ist unwahrscheinlich. Inhixa kann während der Stillzeit angewendet werden [4]Enoxaparin: Erfahrungsumfang hoch; Erfahrungen mit über 1.500 Schwangeren im ersten Schwangerschaftsdrittel ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen beim Embryo; niedermolekulare Heparine können in der Schwangerschaft angewendet werden [18]
Heparin-Natrium-5000-ratiopharmHeparin geht nicht über den Mutterkuchen; Erfahrungen deuten bisher nicht auf schädliche Wirkungen beim Ungeborenen oder Neugeborenen hin, es liegen jedoch Berichte über ein erhöhtes Risiko von Fehl- und Frühgeburten vor. Tägliche hoch dosierte Gaben über mehr als 3 Monate können das Osteoporoserisiko erhöhen. Epidurale Betäubung unter der Geburt kontraindiziert. Falls notwendig, kann eine Anwendung in Betracht gezogen werden [14]Heparin geht nicht in die Muttermilch über und kann während der Stillzeit angewendet werden [14]Heparin: Erfahrungsumfang mittel; zur Vorbeugung und Behandlung von Blutgerinnseln sollten laut Embryotox bevorzugt niedermolekulare Heparine angewendet werden, besser geeignete Alternativen sind Dalteparin und Enoxaparin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. [15]
Fraxiparine 0,3Nur begrenzte klinische Informationen zum Übergang über den Mutterkuchen und zur Anwendung in der Schwangerschaft; sie haben keine unerwünschten Wirkungen auf die Schwangerschaft oder das Kind gezeigt. Eine Anwendung in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, es sei denn, der therapeutische Nutzen übersteigt das potenzielle Risiko [7]Nur begrenzte Informationen zum Übergang in die Muttermilch; deshalb wird von einer Anwendung in der Stillzeit abgeraten [7]Nadroparin: Erfahrungsumfang mittel; zu Nadroparin selbst gibt es nur wenige Fallberichte. Besser geeignete Alternativen sind laut Embryotox Dalteparin und Enoxaparin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. [19]
innohep 4.500Erfahrungen mit mehr als 2.200 Schwangerschaftsverläufen deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine schädliche Wirkung auf das Kind hin; Tinzaparin geht nicht über den Mutterkuchen. innohep kann während aller Schwangerschaftsdrittel angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist; behandeln sollte eine erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt. Bei einer Herzklappenprothese wird es in der Schwangerschaft nicht empfohlen [9]Nicht bekannt, ob Tinzaparin beim Menschen in die Muttermilch übergeht; ein Risiko für das Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss entschieden werden, ob das Stillen oder die Behandlung unterbrochen wird [9]Tinzaparin: Erfahrungsumfang hoch; Erfahrungen mit über 1.000 Schwangeren im ersten Schwangerschaftsdrittel ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen beim Embryo [20]

Was die Fachinformation von Inhixa für die Schwangerschaft sagt, steht ausführlicher auf der Seite Enoxaparin in der Schwangerschaft. Allgemeines erklären die Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Welche Zeichen ärztliche Hilfe brauchen und wie schnell, beschreibt jede Packungsbeilage anders.

Warnzeichen und Anweisungen laut Packungsbeilage
PräparatWarnzeichenAnweisung der Packungsbeilage
Mono-Embolex PROPHYLAXEBlutungen, zum Beispiel blaue Flecken, punktförmige Blutungen, Nasenbluten, Blutungen aus Wunden, Teerstuhl oder Blut im Urin; ein Abfall des Blutdrucks kann ein Zeichen für eine äußerlich nicht feststellbare Blutung sein (so beschreibt die Packungsbeilage Blutungen nach einer zu großen Menge)"Wenn Blutungen auftreten, informieren Sie sofort Ihren Arzt." Außerdem: "Alle Anzeichen einer Blutung während der Behandlung mit Mono-Embolex PROPHYLAXE müssen dem Arzt umgehend mitgeteilt und engmaschig kontrolliert werden." [1]
Fragmin P ForteOffene oder verborgene Blutungen, schwerer Abfall der Blutplättchen, schwere Blutungen, Einblutungen im Bereich des Rückenmarks"(…) wenden Sie Fragmin P Forte nicht weiter an und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf (…)." [3]
InhixaEine Blutung, die nicht von selbst aufhört, oder Anzeichen übermäßiger Blutung wie außergewöhnliche Schwäche, Müdigkeit, Blässe, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen oder unerklärliche Schwellung"(…) wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt." [5]
InhixaZeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Atembeschwerden, Schwellungen der Lippen, des Mundes, des Rachens oder der Augen; roter, schuppiger, großflächiger Ausschlag mit Pusteln und Bläschen und Fieber"Beenden Sie die Anwendung von Inhixa und wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal (…)." Beim Ausschlag: "Beenden Sie die Anwendung von Enoxaparin und suchen Sie sofort einen Arzt auf (…)." [5]
InhixaKrampfartige Schmerzen, Rötung, Wärme oder Schwellung in einem Bein; Atemnot, Brustschmerzen, Ohnmacht und Bluthusten; schmerzhafter Ausschlag mit dunkelroten Flecken unter der Haut, die auf Druck nicht verschwinden"Sie sollten Ihren Arzt umgehend informieren (…)." [5]
Heparin-Natrium-5000-ratiopharmAllergische Reaktionen, starker Abfall der Blutplättchen mit Blutgerinnseln, Hautschäden, flohstichartigen Blutungen oder Teerstuhl, allergischer Schock"Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, ist unverzüglich ärztliche Hilfe erforderlich (…)" [13]
Heparin-Natrium-5000-ratiopharmBlutungen aus Haut, Schleimhäuten, Wunden, Magen-Darm- oder Harntrakt, zum Beispiel Nasenbluten, Blut im Urin, Teerstuhl, Blutergüsse; Blutdruckabfall als mögliches Zeichen einer verborgenen Blutung (so beschreibt die Packungsbeilage eine Überdosierung)"In diesem Fall ist sofort ein Arzt/Notarzt zu benachrichtigen (…)" [13]
Fraxiparine 0,3Allergische Reaktion mit erhöhten, juckenden Hautrötungen (Nesselausschlag), Schwellungen im Gesicht oder Mund mit Schwierigkeiten beim Atmen oder Hautschäden an der Einstichstelle"Gehen Sie sofort zum Arzt, wenn Sie eines dieser Symptome haben und wenden Sie Fraxiparine 0,3 nicht weiter an." [6]
innohep 4.500Ernsthafte allergische Reaktion mit plötzlich einsetzendem schwerem Hautausschlag, Schwellungen von Rachen, Gesicht, Lippen oder Mund und Atemproblemen; starke Blutung mit rotem oder braunem Urin, schwarzem Teerstuhl, ungewöhnlichen Blutergüssen oder einer Blutung, die sich nicht stoppen lässt"(…) sollten Sie sofort Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus zur Notfallhilfe kontaktieren." [8]

Hat sich ein Kind Inhixa versehentlich gespritzt oder es verschluckt, bringen Sie das Kind laut Packungsbeilage unverzüglich zur Notaufnahme eines Krankenhauses [5]. Bei einem anaphylaktischen Schock sollte laut gesund.bund.de sofort die Notrufnummer 112 gerufen werden; dabei kann es zu Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder sogar einem Kreislaufstillstand kommen [11]. Als Fälle für den Notruf 112 nennt die KBV unter anderem starke, nicht stillbare Blutungen, schwere Atemnot und Bewusstlosigkeit; sind die Praxen geschlossen und kann eine Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [12].

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Mono-Embolex 3000 I.E. PROPHYLAXE Sicherheitsspritze (Certoparin-Natrium), Abschnitte 1 bis 4 und 7 (Hinweise für die Handhabung); Herstellerdokument, einzeln über den PatientenInfo-Service abgerufen, weil der Zulassungsinhaber selbst nur auf das Portal verweist. Viatris Healthcare GmbH (pharmazeutischer Unternehmer). Stand 04/2022. abgerufen am 21.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Mono-Embolex 3000 I.E. Prophylaxe Sicherheitsspritze, Abschnitte 4.1 bis 4.8; Herstellerdokument, einzeln über den Fachinfo-Service abgerufen, weil der Zulassungsinhaber selbst nur auf das Portal verweist. Viatris Healthcare GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 21.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fragmin P Forte 5 000 I.E. Injektionslösung (Dalteparin-Natrium), Abschnitte 1 bis 4 (Teil für Anwender); Herstellerdokument, einzeln über den PatientenInfo-Service abgerufen, weil der Zulassungsinhaber es nur in einem Fachkreisportal bereitstellt. Pfizer Pharma GmbH (pharmazeutischer Unternehmer). Stand 07/2026. abgerufen am 21.10.2026
  4. EMA-Produktinformation Inhixa (Enoxaparin-Natrium), Produktinformation Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) für Inhixa 2.000 IE Fertigspritze, Abschnitte 2 und 4.1 bis 4.8. Techdow Pharma Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 07/2026 (EMA, aktualisiert am 16.07.2026). abgerufen am 21.10.2026
  5. EMA-Produktinformation Inhixa, Produktinformation Anhang III B: Packungsbeilage Inhixa 2.000 IE bis 10.000 IE Injektionslösung (Fertigspritzen), Abschnitte 1 bis 4. Techdow Pharma Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 07/2026 (EMA, aktualisiert am 16.07.2026). abgerufen am 21.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fraxiparine 0,3 Injektionslösung (Nadroparin-Calcium), Abschnitte 1 bis 4 und Schritt für Schritt Anleitung; Herstellerdokument, einzeln über den PatientenInfo-Service abgerufen, weil der Zulassungsinhaber selbst nur auf das Portal verweist. Viatris Healthcare GmbH (pharmazeutischer Unternehmer). Stand 04/2022. abgerufen am 21.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Fraxiparine 0,3 bis 1,0 Injektionslösung (Nadroparin-Calcium), Abschnitte 4.1 bis 4.8; Herstellerdokument, einzeln über den Fachinfo-Service abgerufen, weil der Zulassungsinhaber selbst nur auf das Portal verweist. Viatris Healthcare GmbH. Stand 04/2022. abgerufen am 21.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation innohep 4.500 Anti-Xa I.E. Injektionslösung (Tinzaparin-Natrium), Abschnitte 1 bis 4 mit Gebrauchsanleitung; Herstellerdokument, einzeln über den PatientenInfo-Service abgerufen, weil der Zulassungsinhaber keine eigene Fassung bereitstellt. LEO Pharma A/S (pharmazeutischer Unternehmer), LEO Pharma GmbH (örtlicher Vertreter). Stand 09/2025. abgerufen am 21.10.2026
  9. Fachinformation Fachinformation innohep 4.500 Anti-Xa I.E. Injektionslösung, Abschnitte 4.1 bis 4.8; Herstellerdokument, einzeln über den Fachinfo-Service abgerufen, weil der Zulassungsinhaber keine eigene Fassung bereitstellt. LEO Pharma A/S (Zulassungsinhaber). Stand 09/2025. abgerufen am 21.10.2026
  10. Behörde Nebenwirkungen melden: Startseite (Allgemeines Meldeformular; Welche Angaben sollte ich machen?; Wie funktioniert das Melden?). Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, nebenwirkungen.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  11. Behörde Medikamentenallergie (Abschnitte Symptome und Behandlung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 14.03.2024. abgerufen am 21.10.2026
  12. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 21.10.2026
  13. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Heparin-Natrium-5000-ratiopharm Fertigspritzen mit Schutz (Injektionslösung, Heparin-Natrium), Abschnitte 1 bis 4 und Hinweise zur Selbstinjektion, Versionscode Z02. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025 (Archivfassung vom 13.02.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026
  14. Fachinformation Fachinformation Heparin-Natrium-5000-ratiopharm (Ampullen/Fertigspritzen), Version 1, Abschnitte 4.6 und 4.8. ratiopharm GmbH. Stand 03/2020 (Archivfassung vom 13.02.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026
  15. Embryotox Embryotox: Heparin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe (Archivfassung vom 12.02.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026
  16. Embryotox Embryotox: Certoparin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe (Archivfassung vom 21.05.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026
  17. Embryotox Embryotox: Dalteparin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe (Archivfassung vom 11.09.2025, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026
  18. Embryotox Embryotox: Enoxaparin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe (Archivfassung vom 15.06.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026
  19. Embryotox Embryotox: Nadroparin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe (Archivfassung vom 16.07.2024, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026
  20. Embryotox Embryotox: Tinzaparin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe (Archivfassung vom 15.06.2026, abgerufen über web.archive.org). abgerufen am 21.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat die Thrombosespritze?

Die häufigsten sind laut den Packungsbeilagen Blutungen und Blutergüsse an der Einstichstelle. Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, sind abhängig von der Dosis Blutungen bei Heparin-Natrium-5000-ratiopharm, Blutungen bei Inhixa (Enoxaparin) sowie Blutergüsse an der Einstichstelle und Blutungen bei Fraxiparine 0,3 (Nadroparin); häufig sind Blutungen bei Fragmin P Forte (Dalteparin), innohep 4.500 (Tinzaparin) und Mono-Embolex PROPHYLAXE (Certoparin). Alle Angaben je Präparat stehen im Abschnitt Nebenwirkungen laut Fachinformation.

Sind blaue Flecken nach der Thrombosespritze normal?

Blutergüsse an der Einstichstelle nennen alle sechs Packungsbeilagen: häufig bei Fragmin P Forte, Heparin-Natrium-5000-ratiopharm (kleinere Blutergüsse), Inhixa, innohep 4.500 und Mono-Embolex PROPHYLAXE, sehr häufig bei Fraxiparine 0,3. Laut den Packungsbeilagen von Inhixa und Fragmin P Forte reiben Sie nach der Injektion nicht an der Einstichstelle. Ungewöhnliche, sehr schmerzhafte, große oder dunkle Blutergüsse sind laut Packungsbeilage von innohep 4.500 ein Zeichen einer starken Blutung; dann sollten Sie sofort Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus zur Notfallhilfe kontaktieren.

Wie setze ich mir die Thrombosespritze selbst?

Spritzen Sie sich laut Packungsbeilage von Inhixa nicht selbst, wenn Sie nicht darin geschult wurden; laut Packungsbeilage von Fragmin P Forte injizieren Sie erst, nachdem Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie geschult hat. Die Schritte der einzelnen Packungsbeilagen stehen im Abschnitt Anwendung laut Packungsbeilage. Wie viel Sie spritzen und wie lange, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Wo wird die Thrombosespritze gesetzt?

Die Packungsbeilagen nennen unterschiedliche Stellen: bei Inhixa die rechte oder linke Bauchseite, nicht zu nahe am Bauchnabel, bei Mono-Embolex PROPHYLAXE die untere Bauchregion, ausnahmsweise andere Stellen, bei Fraxiparine 0,3 die untere Bauchregion, alternativ den Oberschenkel, bei Fragmin P Forte einen U-förmigen Bereich um den Nabel oder die mittleren Oberschenkel, bei innohep 4.500 zum Beispiel Bauchhaut, Außenseite des Oberschenkels, unteren Rückenbereich oder Oberarm, bei Heparin-Natrium-5000-ratiopharm den oberen Bereich des Oberschenkels und den Bauch mit Ausnahme des Nabelbereichs. Gespritzt wird laut allen sechs Packungsbeilagen unter die Haut (subkutan). Die Angaben der Packungsbeilagen zur Einstichstelle stehen im Abschnitt Anwendung laut Packungsbeilage.

Was ist eine HIT?

HIT steht für heparininduzierte Thrombozytopenie, einen durch Heparin ausgelösten Abfall der Blutplättchen. Die schwere, durch Antikörper vermittelte Form (Typ II) ist laut Packungsbeilage bzw. Fachinformation bei allen sechs Präparaten selten; laut den Produktinformationen von Heparin-Natrium-5000-ratiopharm, Fraxiparine 0,3, innohep 4.500 und Mono-Embolex PROPHYLAXE kann sie mit Blutgerinnseln in Arterien und Venen verbunden sein. Laut den Packungsbeilagen von Fragmin P Forte und Mono-Embolex PROPHYLAXE beginnt der Abfall in der Regel 6 bis 14 Tage nach Behandlungsbeginn, laut Packungsbeilage von Heparin-Natrium-5000-ratiopharm meist 6 bis 14 Tage danach, bei einer Heparin-Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Heparin unter Umständen innerhalb von Stunden. Mehr im Abschnitt Seltene und schwere Nebenwirkungen.

Darf ich die Thrombosespritze in der Schwangerschaft bekommen?

Das beantworten die Fachinformationen je Präparat unterschiedlich. Laut Fachinformation von innohep 4.500 kann es während aller Schwangerschaftsdrittel angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist; bei Heparin kann eine Anwendung laut Fachinformation, falls notwendig, in Betracht gezogen werden; Inhixa sollte laut Fachinformation nur verwendet werden, wenn die Ärztin oder der Arzt eine klare Notwendigkeit festgestellt hat; für Fraxiparine wird eine Anwendung laut Fachinformation nicht empfohlen, es sei denn, der therapeutische Nutzen übersteigt das potenzielle Risiko. Alle Angaben stehen im Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit.

Was mache ich, wenn ich eine Spritze vergessen habe?

Laut Packungsbeilage von Inhixa spritzen Sie sich nicht am gleichen Tag die doppelte Menge, laut den Packungsbeilagen von innohep 4.500 und Mono-Embolex PROPHYLAXE nicht die doppelte Dosis; laut Packungsbeilage von Fragmin P Forte sollte auf keinen Fall die doppelte Menge gespritzt werden, laut Packungsbeilage von Fraxiparine 0,3 dürfen auf keinen Fall zwei Injektionen hintereinander gegeben werden, und laut Packungsbeilage von Heparin-Natrium-5000-ratiopharm verdoppeln Sie die Menge nicht. Was sonst gilt, steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats; fragen Sie im Zweifel Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Darf ich während der Thrombosespritze Schmerzmittel wie Ibuprofen oder ASS nehmen?

Acetylsalicylsäure (ASS) und entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) stehen in allen sechs Packungsbeilagen bei den Wechselwirkungen. Laut den Packungsbeilagen von Fragmin P Forte, Fraxiparine 0,3, Heparin-Natrium-5000-ratiopharm, innohep 4.500 und Mono-Embolex PROPHYLAXE können sie die Blutungsneigung bzw. das Risiko für Blutungen erhöhen. Informieren Sie laut den Packungsbeilagen Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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