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ACE-Hemmer

ACE-Hemmer sind Blutdrucksenker, deren Wirkstoffnamen auf "-pril" enden, zum Beispiel Ramipril, Enalapril oder Lisinopril. Sie hemmen das Angiotensin-Konversionsenzym und sind je nach Wirkstoff bei Bluthochdruck, Herzschwäche, nach einem Herzinfarkt oder bei bestimmten Nierenerkrankungen zugelassen. Typische Nebenwirkungen sind trockener Reizhusten, Schwindel durch niedrigen Blutdruck und ein erhöhter Kaliumspiegel. Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel dürfen ACE-Hemmer nicht angewendet werden.

Frau in den Sechzigern pflegt Kräutertöpfe auf einem sonnigen Balkon
Bild: KI-generiert

ACE-Hemmer sind Blutdrucksenker, deren Wirkstoffnamen auf "-pril" enden, zum Beispiel Ramipril oder Lisinopril [12]. Sie hemmen ein Enzym, das das gefäßverengende Hormon Angiotensin II bildet [2]. Je nach Wirkstoff sind sie bei Bluthochdruck, Herzschwäche, nach einem Herzinfarkt oder bei bestimmten Nierenerkrankungen zugelassen [2, 4, 6]. Die häufigste Nebenwirkung ist nach Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ein trockener Reizhusten [12].

Was sind ACE-Hemmer?

Der Name steht für Hemmer des Angiotensin-Konversionsenzyms; im Englischen heißt das Enzym Angiotensin Converting Enzyme, kurz ACE [2]. In der Fachinformation von Ramipril ist die pharmakotherapeutische Gruppe als "ACE-Hemmer, rein" mit dem ATC-Code C09AA05 angegeben; Enalapril und Lisinopril tragen die Codes C09AA02 und C09AA03 [2, 4, 6].

Wie ACE-Hemmer wirken

Das Enzym ACE wandelt im Blut und im Gewebe das Hormon Angiotensin I in Angiotensin II um [2]. Angiotensin II ist das wichtigste gefäßwirksame Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems: Es verengt die Gefäße, regt die Ausschüttung des Hormons Aldosteron an und wirkt am Salz- und Wasserhaushalt mit [7]. ACE-Hemmer blockieren das Enzym, sodass weniger Angiotensin II entsteht und weniger Aldosteron freigesetzt wird [2, 4, 6].

Dasselbe Enzym, auch Kininase II genannt, baut außerdem den gefäßerweiternden Botenstoff Bradykinin ab [2, 4, 6]. Laut Fachinformation von Ramipril führen die verminderte Bildung von Angiotensin II und der gehemmte Abbau von Bradykinin dazu, dass sich die Gefäße weiten [2]. Welche Rolle die Hemmung des Bradykinin-Abbaus für die Wirkung spielt, ist nach den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril noch nicht geklärt [4, 6].

Ramipril und Enalapril sind Vorstufen (Prodrugs): Erst im Körper entstehen daraus die wirksamen Stoffe Ramiprilat und Enalaprilat [2, 4]. Lisinopril wird nicht verstoffwechselt und unverändert mit dem Urin ausgeschieden [6]. Bei Ramipril setzt die Wirkung einer Einzeldosis bei den meisten Behandelten nach etwa 1 bis 2 Stunden ein; die stärkste Wirkung einer Dauerbehandlung zeigt sich in der Regel nach 3 bis 4 Wochen [2].

Wofür ACE-Hemmer eingesetzt werden

Die zugelassenen Anwendungsgebiete unterscheiden sich je nach Wirkstoff. Ramipril ist zugelassen bei Bluthochdruck und zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit oder einem Schlaganfall in der Vorgeschichte, mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder mit Diabetes und mindestens einem weiteren Risikofaktor. Hinzu kommen bestimmte Nierenerkrankungen mit vermehrter Eiweißausscheidung im Urin, eine Herzschwäche mit Beschwerden und die Zeit nach einem akuten Herzinfarkt, wenn Zeichen einer Herzschwäche bestehen [2].

Enalapril ist zugelassen bei Bluthochdruck, bei einer Herzschwäche mit Beschwerden und zu deren Vorbeugung, wenn die Pumpleistung der linken Herzkammer eingeschränkt ist (Auswurffraktion von höchstens 35 Prozent), aber noch keine Beschwerden bestehen [4]. Lisinopril ist zugelassen bei Bluthochdruck, bei einer Herzschwäche mit Beschwerden, zur kurzzeitigen Behandlung über 6 Wochen nach einem akuten Herzinfarkt bei stabilem Kreislauf sowie bei beginnender Nierenschädigung von Menschen mit Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes [6].

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Hypertonie (Version 1.0, 2023) führt ACE-Hemmer und Sartane gemeinsam mit Kalziumkanalblockern sowie Thiaziden und thiazidartigen Diuretika als Wirkstoffklassen der ersten Wahl bei Bluthochdruck. Ist eine medikamentöse Behandlung angezeigt, "soll" nach Empfehlung 7-1 (starke Empfehlung) der Therapie-Algorithmus der Leitlinie angewendet werden [11]. Darin stehen ACE-Hemmer oder Sartane bei Begleiterkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Herzschwäche oder Diabetes und ACE-Hemmer nach einem Schlaganfall unter den bevorzugten Wirkstoffen, jeweils neben weiteren Wirkstoffklassen; bei einer Nierenkrankheit sind ACE-Hemmer oder Sartane bevorzugt, danach bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate unter 30) ein Schleifendiuretikum, also ein bestimmtes Entwässerungsmittel [11].

Wirkstoffe der Gruppe

Diese ACE-Hemmer sind auf dieser Website mit einem geprüften Steckbrief beschrieben, einschließlich der Nebenwirkungen mit ihrer Häufigkeit und der Dosierung laut Packungsbeilage:

  • Enalaprilz. B. Enalapril-ratiopharm, Enalapril AbZ, Enalapril STADABluthochdruck, Herzschwäche
  • Lisinoprilz. B. Lisinopril-TEVA, Lisinopril-ratiopharm, Lisinopril AbZBluthochdruck, Herzschwäche, nach Herzinfarkt, Nierenerkrankung bei Diabetes
  • Ramiprilz. B. Delix, Ramipril-ratiopharm, Ramipril HEXALBluthochdruck, Herzschwäche, Schutz von Herz, Gefäßen und Nieren

Ramipril, Enalapril und Lisinopril liegen als Tabletten vor [2, 4, 6]. Erfolgt eine Kombinationsbehandlung, "sollte" sie nach Empfehlung 7-5 der NVL Hypertonie (abgeschwächte Empfehlung) bevorzugt als Fixkombination angeboten werden, also mit mehreren Wirkstoffen in einer Tablette [11].

Typische Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen mit ihrer Häufigkeit stehen auf der jeweiligen Wirkstoffseite, die vollständige Liste in der Packungsbeilage Ihres Präparats. Viele Warnhinweise formulieren die Fachinformationen ausdrücklich für die ganze Gruppe [2, 4, 6]. Die NVL Hypertonie nennt für ACE-Hemmer und Sartane gemeinsam als "häufige unerwünschte Wirkungen" einen erhöhten Kaliumspiegel und Angioödeme sowie Reizhusten, diesen insbesondere bei ACE-Hemmern [11]. Die Tabelle zeigt, wie die Produktinformationen der einzelnen Wirkstoffe ausgewählte Nebenwirkungen einstufen; was die Angaben bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Häufigkeit ausgewählter Nebenwirkungen je Wirkstoff: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffReizhustenSchwindelNiedriger BlutdruckVeränderter KaliumspiegelSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
EnalaprilSehr häufigSehr häufigHäufigHäufigHäufig
LisinoprilHäufigHäufigHäufigGelegentlichSelten
RamiprilHäufigHäufigHäufigHäufigGelegentlich

Angaben aus der Packungsbeilage bzw. Fachinformation des jeweiligen Wirkstoffs; die Quellen stehen auf der Wirkstoffseite. "nicht genannt" heißt: Die Wirkstoffseite führt diese Beschwerde nicht als eigene Nebenwirkung auf. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Zeilen, die in der Produktinformation gesondert für Kinder oder Jugendliche aufgeführt sind, sind nicht berücksichtigt; sie stehen auf der Wirkstoffseite. Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website mit geprüftem Datensatz beschrieben sind.

Trockener Reizhusten

Über Husten unter ACE-Hemmern berichten alle drei Fachinformationen: Typischerweise bringt er keinen Auswurf, hält an und klingt nach dem Ende der Behandlung ab [2, 4, 6]. Das IQWiG nennt den trockenen Reizhusten die häufigste Nebenwirkung von ACE-Hemmern; betroffen sind nach seinen Angaben etwa 5 von 100 Personen [12]. Die Packungsbeilage von Lisinopril rät, die Ärztin oder den Arzt zu informieren, wenn ein trockener Husten über längere Zeit bestehen bleibt [5]. Setzen Sie das Mittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab; auch die Packungsbeilagen von Enalapril und Lisinopril raten davon ab, die Behandlung ohne Rücksprache zu beenden [3, 5]. Ausführlich: Reizhusten durch Medikamente.

Angioödem

Ein Angioödem ist eine schnelle Schwellung unter der Haut, zum Beispiel an Gesicht, Lippen, Zunge oder im Rachen [1, 3, 5]. Laut den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril kann es zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten [4, 6]. Laut einer Risikoinformation des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 28.05.2026 gilt für alle Arzneimittel, die ACE-Hemmer enthalten, auch für Kombinationspräparate: Während der Behandlung kann jederzeit ein Angioödem auftreten, auch erst zu einem späteren Zeitpunkt [14]. Sind Zunge, Stimmritze oder Kehlkopf betroffen, droht eine Verlegung der Atemwege, die sehr selten beziehungsweise in Ausnahmefällen tödlich verlief [2, 4, 6]. Menschen mit schwarzer Hautfarbe bekommen unter ACE-Hemmern häufiger Angioödeme [2, 4, 6]. Auch im Darm kann ein Angioödem auftreten; es äußert sich durch Bauchschmerzen, mit oder ohne Übelkeit oder Erbrechen [2]. Die Packungsbeilagen nennen Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, die das Schlucken oder Atmen erschweren, als Grund, die Einnahme sofort zu beenden und sich umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden [1, 3, 5]. Mehr: Arzneimittelallergie.

Erhöhter Kaliumspiegel

ACE-Hemmer können den Kaliumspiegel im Blut erhöhen (Hyperkaliämie), weil sie die Freisetzung von Aldosteron verhindern [2, 4, 6]. Ein erhöhtes Risiko haben laut den Fachinformationen Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Diabetes (bei Ramipril: nicht oder unzureichend behandeltem Diabetes) und Menschen, die Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Entwässerungsmittel oder andere Kalium erhöhende Mittel einnehmen; die Fachinformationen von Ramipril und Enalapril nennen außerdem ein Alter über 70 Jahre [2, 4, 6]. Ein zu hoher Kaliumspiegel kann laut Fachinformation von Enalapril schwerwiegende, manchmal tödliche Herzrhythmusstörungen verursachen [4]. Mehr: Veränderter Kaliumspiegel.

Blutdruckabfall und Schwindel

Ein Blutdruckabfall mit Beschwerden ist laut den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril wahrscheinlicher, wenn dem Körper Flüssigkeit oder Salz fehlt, etwa durch Entwässerungsmittel, salzarme Ernährung, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen [4, 6]. Bei schwerem Bluthochdruck oder einer nicht ausgeglichenen (dekompensierten) Herzschwäche besteht laut Fachinformation von Ramipril das Risiko eines plötzlichen, ausgeprägten Blutdruckabfalls, vor allem bei der ersten Einnahme, beim gleichzeitigen Beginn mit einem Entwässerungsmittel und wenn die Dosis zum ersten Mal erhöht wird [2]. Bei Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall laut den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen [4, 6].

Schwindel kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit einschränken, besonders zu Beginn der Behandlung oder bei einem Wechsel des Präparats; laut Fachinformation von Ramipril ist Autofahren mehrere Stunden nach der ersten Dosis und nach Dosiserhöhungen nicht ratsam [2]. Laut Packungsbeilage von Lisinopril dürfen Sie sich bei Schwindel oder Benommenheit nicht ans Steuer setzen [5]. Mehr: Niedriger Blutdruck und Schwindel.

Nierenfunktion

Laut Fachinformation von Ramipril sollte die Nierenfunktion vor und während der Behandlung überwacht werden; Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion brauchen eine besonders engmaschige Kontrolle [2]. Bei einer Verengung beider Nierenarterien oder der Arterie einer einzigen funktionsfähigen Niere besteht unter ACE-Hemmern ein besonderes Risiko für Blutdruckabfall und Nierenschwäche [4, 6]. Bei einer erheblichen Verengung darf Ramipril nicht angewendet werden [2]. Laut Fachinformation von Enalapril wurde vor allem bei schwerer Herzschwäche oder bestehenden Nierenerkrankungen über Nierenversagen berichtet, das bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung normalerweise rückbildungsfähig ist [4]. Mehr: Nierenfunktionsstörungen.

Seltene, aber ernste Reaktionen

Unter ACE-Hemmern wurde über einen Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Agranulozytose), an Blutplättchen und über Blutarmut berichtet; die Fachinformationen empfehlen Kontrollen der weißen Blutkörperchen, besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Kollagenosen wie Lupus erythematodes [2, 4, 6]. Die Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril beschreiben zudem ein Syndrom, das mit Gelbsucht oder einer Leberentzündung beginnt und bis zum Absterben von Lebergewebe fortschreiten kann, manchmal tödlich [4, 6]. Die Packungsbeilagen nennen unter anderem Fieber mit Hals- oder Rachenentzündung als Grund, sich umgehend ärztlich zu melden, die von Ramipril und Enalapril auch eine Gelbfärbung von Haut oder Augen, die von Ramipril außerdem häufigere Infekte und ungewöhnliche Blutergüsse [1, 3, 5].

Wichtige Wechselwirkungen

Älteres Paar steht Hand in Hand am Ufer eines ruhigen Sees im Abendlicht, von hinten gesehen
Bild: KI-generiert

Die folgenden Wechselwirkungen beschreiben die Fachinformationen von Ramipril, Enalapril und Lisinopril übereinstimmend, meist ausdrücklich für ACE-Hemmer; Angaben aus nur einzelnen Fachinformationen sind zugeordnet [2, 4, 6]:

Wichtige Wechselwirkungen von ACE-Hemmern (Auswahl)
Zusammen mitWas passieren kann
Sacubitril/Valsartan (Mittel gegen Herzschwäche)Erhöhtes Risiko für Angioödeme; die Kombination ist kontraindiziert. Zwischen der letzten Dosis des einen und der ersten Dosis des anderen Mittels müssen mindestens 36 Stunden liegen [2, 4, 6]
Aliskiren, Sartane (zum Beispiel Valsartan)Höheres Risiko für niedrigen Blutdruck, erhöhtes Kalium und eine verschlechterte Nierenfunktion einschließlich akuten Nierenversagens; nicht empfohlen, mit Aliskiren bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion kontraindiziert [1, 2, 3, 4, 5, 6]
Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Entwässerungsmittel (zum Beispiel Spironolacton), Trimethoprim, Cotrimoxazol, Heparin, CiclosporinDer Kaliumwert kann deutlich ansteigen; einige dieser Kombinationen werden nicht empfohlen, sonst wird das Kalium regelmäßig kontrolliert [2, 4, 6]
Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure in entzündungshemmender DosierungDie blutdrucksenkende Wirkung kann nachlassen; höheres Risiko für Nierenfunktionsstörungen, laut den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril einschließlich akuten Nierenversagens, und für einen Anstieg des Kaliums [2, 4, 6]. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen können laut IQWiG den Blutdruck auch selbst etwas erhöhen [13]
LithiumLithiumspiegel und giftige Wirkung von Lithium können steigen; der Lithiumspiegel wird regelmäßig kontrolliert. Laut den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril wird die Kombination nicht empfohlen [2, 4, 6]
Mittel gegen Diabetes einschließlich InsulinUnterzuckerung möglich, laut den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril vor allem in den ersten Wochen der gemeinsamen Behandlung und bei eingeschränkter Nierenfunktion [2, 4, 6]
Racecadotril (gegen Durchfall), mTOR-Hemmer wie Sirolimus, Everolimus oder Temsirolimus, Vildagliptin (gegen Diabetes)Erhöhtes Risiko für Angioödeme; Vorsicht, wenn eine solche Behandlung beginnt, während bereits ein ACE-Hemmer eingenommen wird [2, 4, 6]
Andere Blutdrucksenker einschließlich Entwässerungsmitteln, Nitrate, trizyklische Antidepressiva, NarkosemittelDer Blutdruck kann stärker sinken [2, 4, 6]. Alkohol kann laut den Fachinformationen von Ramipril und Enalapril die Blutdrucksenkung verstärken [2, 4]
Sympathomimetika (Mittel mit adrenalinähnlicher Wirkung)Die blutdrucksenkende Wirkung kann abgeschwächt werden [2, 4, 6]
Allopurinol, Immunsuppressiva, ProcainamidVeränderungen des Blutbilds, etwa ein Mangel an weißen Blutkörperchen, werden wahrscheinlicher [2, 4, 6]

Die Liste ist nicht vollständig. Bei Polymedikation, also vielen gleichzeitig eingenommenen Medikamenten, "sollte" nach Empfehlung 7-15 der NVL Hypertonie (abgeschwächte Empfehlung) eine Medikationsanalyse durchgeführt werden, gegebenenfalls interprofessionell, etwa mit der Apotheke [11]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie ein neues Mittel dazunehmen, auch ein rezeptfreies. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen; einen Überblick über Ihre Medikamente gibt der Medikationsplan.

Wann ACE-Hemmer nicht oder nur mit Vorsicht angewendet werden

Nach den Fachinformationen von Ramipril, Enalapril und Lisinopril dürfen diese ACE-Hemmer nicht angewendet werden [2, 4, 6]:

  • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen anderen ACE-Hemmer,
  • nach einem Angioödem durch einen früheren ACE-Hemmer und bei einem erblichen oder ohne erkennbare Ursache auftretenden Angioödem; laut Fachinformation von Ramipril auch nach einem Angioödem durch ein Sartan,
  • zusammen mit Sacubitril/Valsartan; der ACE-Hemmer darf frühestens 36 Stunden nach dessen letzter Dosis begonnen werden,
  • im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel,
  • zusammen mit Aliskiren-haltigen Mitteln bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Für Ramipril nennt die Fachinformation zusätzlich eine erhebliche Verengung beider Nierenarterien oder der Arterie bei nur einer funktionsfähigen Niere, einen zu niedrigen oder instabilen Blutdruck sowie Behandlungen außerhalb des Körpers, bei denen Blut mit negativ geladenen Oberflächen in Kontakt kommt, etwa eine Blutwäsche mit bestimmten High-Flux-Membranen oder eine LDL-Apherese mit Dextransulfat [2]. Für Enalapril und Lisinopril beschreiben die Fachinformationen bei solchen Verfahren allergieähnliche (anaphylaktoide) bzw. anaphylaktische, teils lebensbedrohliche Reaktionen [4, 6].

Besondere Vorsicht ist laut den Fachinformationen unter anderem geboten bei Flüssigkeits- oder Salzmangel, bei Verengungen der Herzklappen oder des Ausflusstrakts der linken Herzkammer, bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Kollagenosen und bei einer Behandlung mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid [2, 4, 6]. Bei einer Hyposensibilisierung, also einer Allergiebehandlung etwa gegen Insektengift, erhöhen sich unter ACE-Hemmung laut Fachinformation von Ramipril Wahrscheinlichkeit und Schwere allergischer Reaktionen; die Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril beschreiben dabei lebensbedrohliche bzw. anaphylaktische Reaktionen [2, 4, 6]. Ob der ACE-Hemmer vorübergehend pausiert wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Vor einer Operation oder Betäubung, auch beim Zahnarzt, sagen Sie bitte, dass Sie einen ACE-Hemmer einnehmen; laut Packungsbeilage von Enalapril kann der Blutdruck unter der Narkose plötzlich abfallen, und laut Packungsbeilage von Ramipril kann es nötig sein, die Einnahme einen Tag vorher zu unterbrechen [1, 3, 5]. Alle Gegenanzeigen stehen auf den Seiten zu Ramipril, Enalapril und Lisinopril.

Schwangerschaft und Stillzeit

Laut den Fachinformationen werden ACE-Hemmer im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht empfohlen; im zweiten und dritten Drittel dürfen sie nicht angewendet werden [2, 4, 6]. In dieser späteren Phase können sie beim ungeborenen Kind die Nierenfunktion vermindern, zu wenig Fruchtwasser verursachen und die Verknöcherung des Schädels verzögern; beim Neugeborenen sind Nierenversagen, niedriger Blutdruck und ein erhöhter Kaliumwert beschrieben [2, 4, 6]. Für das erste Drittel gibt es keine endgültigen Daten zu einem Fehlbildungsrisiko; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden [2, 4, 6].

Bei geplanter Schwangerschaft sollte laut den Fachinformationen auf eine andere blutdrucksenkende Behandlung umgestellt werden, sofern die Fortsetzung nicht als notwendig erachtet wird; wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist der ACE-Hemmer unverzüglich zu beenden [2, 4, 6]. Die Packungsbeilagen bitten Sie, Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder schwanger werden könnten [1, 3, 5]. Nach Empfehlung 7-10 der NVL Hypertonie (starke Empfehlung) "soll" die vereinbarte Medikation trotz Kinderwunsch nicht ohne ärztliche Absprache abgesetzt oder herunterdosiert werden; nach Empfehlung 7-9 (starke Empfehlung) "sollen" Frauen im gebärfähigen Alter bei Kinderwunsch Nifedipin, Metoprolol oder Alpha-Methyldopa angeboten werden [11]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité (Embryotox) ordnet Ramipril, Enalapril und Lisinopril der Kategorie "gesicherte Teratogenität und/oder gravierende Fetotoxizität" zu, also einer gesicherten fehlbildenden Wirkung und/oder einer schweren Schädigung des Ungeborenen [8, 9, 10]. Bei mehr als 6.000 Schwangerschaften mit einem ACE-Hemmer im ersten Drittel ließ sich keine fehlbildende Wirkung erkennen; die hochkritische Zeit für eine Schädigung des Ungeborenen (Fetopathie) beginnt laut Embryotox ab der 20. Schwangerschaftswoche [8, 9, 10]. Nach einer versehentlichen Behandlung bis in die Frühschwangerschaft sollte laut Embryotox auf einen risikoärmeren Blutdrucksenker umgestellt werden; eine weiterführende Ultraschalluntersuchung kann angeboten werden. Als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox bei Bluthochdruck ohne weitere Begleiterkrankungen zum Beispiel Metoprolol oder Alpha-Methyldopa, insbesondere im zweiten und dritten Drittel auch Nifedipin [8, 9, 10]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

In der Stillzeit werden Ramipril und Lisinopril laut Fachinformation nicht empfohlen, weil keine ausreichenden bzw. keine Erkenntnisse vorliegen; eine andere Behandlung mit besser geeignetem Sicherheitsprofil ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden [2, 6]. Enalapril wird beim Stillen von Frühgeborenen und in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen; bei älteren Säuglingen kann die Anwendung erwogen werden, wenn sie für die Mutter notwendig ist und das Kind sorgfältig überwacht wird [4]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Embryotox hält Enalapril in der Stillzeit für verordnungsfähig, wenn die blutdrucksenkenden Mittel der ersten Wahl nicht wirksam oder nicht angezeigt sind; bei Säuglingen unter zwei Monaten ist sicherheitshalber auf Wassereinlagerungen und den Gewichtsverlauf zu achten [9]. Soll in dieser Lage ein ACE-Hemmer verordnet werden, sollte laut den Embryotox-Seiten zu Ramipril und Lisinopril als Erstes Captopril erwogen werden, weil es am wenigsten in die Muttermilch übergeht [8, 10]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Unterschied zu Sartanen

Sartane (Angiotensin-II-Rezeptorblocker) setzen am selben Hormonsystem an, aber an anderer Stelle: Laut IQWiG heben sie die Wirkung des blutdrucksteigernden Hormons Angiotensin auf [12]. Candesartan zum Beispiel blockiert gezielt den Rezeptor Typ 1 (AT1), über den Angiotensin II unter anderem die Gefäße verengt; es hemmt das Enzym ACE nicht und verstärkt weder Bradykinin noch Substanz P [7].

In der Fachinformation von Candesartan sind Husten und Angioödem bei Erwachsenen jeweils als sehr selten eingestuft, also bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten [7]. Die Einstufungen bei Ramipril, Enalapril und Lisinopril zeigt die Tabelle im Abschnitt "Typische Nebenwirkungen". Wer schon einmal unter einem Sartan ein Angioödem hatte, darf laut Fachinformation Ramipril nicht einnehmen [2]. Beide Gruppen dürfen im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel nicht angewendet werden [2, 4, 6, 7].

Eine gleichzeitige Behandlung mit einem ACE-Hemmer und einem Sartan erhöht laut den Fachinformationen das Risiko für niedrigen Blutdruck, erhöhtes Kalium und eine Verschlechterung der Nierenfunktion und wird nicht empfohlen; bei Nierenschädigung durch Diabetes sollten beide nicht gleichzeitig angewendet werden [2, 4, 6]. Welches Mittel infrage kommt, hängt nach dem IQWiG unter anderem von möglichen Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und weiteren Erkrankungen ab [12]. Das entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr zur Gruppe: Sartane.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ramipril-ratiopharm® 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Ramipril-ratiopharm® Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Enalapril-ratiopharm® 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2020. abgerufen am 12.10.2026
  4. Fachinformation Fachinformation Enalapril-ratiopharm® 2,5 mg/5 mg/10 mg/20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2020. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lisinopril-TEVA® 10 mg Tabletten. TEVA GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 12.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation Lisinopril-TEVA® 5 mg/10 mg/20 mg Tabletten. TEVA GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Candesartan-ratiopharm® Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
  8. Embryotox Embryotox: Ramipril. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  9. Embryotox Embryotox: Enalapril. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  10. Embryotox Embryotox: Lisinopril. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  11. Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie, Langfassung, Version 1.0 (AWMF-Register-Nr. nvl-009). Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF. Stand Version 1.0, 2023 (gültig bis 29.06.2028). abgerufen am 12.10.2026
  12. Mit welchen Medikamenten wird Bluthochdruck behandelt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.05.2024. abgerufen am 12.10.2026
  13. Bluthochdruck (Hypertonie). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 22.05.2024. abgerufen am 12.10.2026
  14. Behörde Risikoinformation: ACE-Hemmer-haltige Arzneimittel, Epinephrin/Adrenalin möglicherweise unwirksam bei durch ACE-Hemmer ausgelöstem Angioödem. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 28.05.2026. abgerufen am 16.10.2026

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob mein Medikament ein ACE-Hemmer ist?

Am Wirkstoffnamen: Wirkstoffe dieser Gruppe enden auf "-pril", zum Beispiel Ramipril, Enalapril oder Lisinopril. Welchen Wirkstoff Ihr Präparat enthält, steht auf der Packung und in der Packungsbeilage.

Wie häufig ist Reizhusten bei ACE-Hemmern?

Das IQWiG nennt den trockenen Reizhusten die häufigste Nebenwirkung von ACE-Hemmern; nach seinen Angaben sind etwa 5 von 100 Personen betroffen. Wie die Produktinformationen einzelner Wirkstoffe den Husten einstufen, zeigt die Tabelle im Abschnitt "Typische Nebenwirkungen". Hält ein trockener Husten an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, statt das Mittel selbst abzusetzen.

Was ist der Unterschied zwischen ACE-Hemmern und Sartanen?

Beide wirken auf dasselbe Hormonsystem. ACE-Hemmer vermindern die Bildung von Angiotensin II, Sartane heben die Wirkung von Angiotensin auf; Candesartan zum Beispiel blockiert dessen Rezeptor und hemmt laut Fachinformation das Enzym ACE nicht. Beide Gruppen dürfen im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel nicht angewendet werden, und eine Kombination beider Gruppen wird laut den Fachinformationen nicht empfohlen.

Darf ich ACE-Hemmer in der Schwangerschaft einnehmen?

Laut den Fachinformationen werden ACE-Hemmer im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht empfohlen; im zweiten und dritten Drittel dürfen sie nicht angewendet werden, weil sie dem ungeborenen Kind schaden können. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, vermuten oder schwanger sind, informieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Bei Kinderwunsch sollen die Blutdruckmedikamente nach der NVL Hypertonie nicht ohne ärztliche Absprache abgesetzt werden.

Darf ich zu einem ACE-Hemmer Ibuprofen einnehmen?

Laut den Fachinformationen können entzündungshemmende Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR wie Ibuprofen die Blutdrucksenkung abschwächen und das Risiko für Nierenfunktionsstörungen und einen Anstieg des Kaliums erhöhen. Klären Sie die Kombination deshalb vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Was ist ein Angioödem?

Eine schnelle Schwellung unter der Haut, zum Beispiel an Gesicht, Lippen, Zunge oder im Rachen. Unter ACE-Hemmern kann sie laut den Fachinformationen von Enalapril und Lisinopril zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten. Erschwert die Schwellung das Schlucken oder Atmen, brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Kann ich mit einem ACE-Hemmer Auto fahren?

Schwindel durch niedrigen Blutdruck kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit einschränken, besonders zu Beginn der Behandlung oder bei einem Wechsel des Präparats. Laut Fachinformation von Ramipril ist das Autofahren mehrere Stunden nach der ersten Dosis und nach Dosiserhöhungen nicht ratsam. Fühlen Sie sich schwindlig oder benommen, setzen Sie sich nicht ans Steuer.

Warum wird unter ACE-Hemmern das Kalium kontrolliert?

ACE-Hemmer können den Kaliumspiegel im Blut erhöhen, weil sie die Freisetzung des Hormons Aldosteron verhindern. Ein höheres Risiko haben laut den Fachinformationen unter anderem Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Diabetes und Menschen, die Kaliumpräparate oder kaliumsparende Entwässerungsmittel einnehmen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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