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Ibuprofen: Nebenwirkungen und Wirkung
Ibuprofen ist ein Schmerz- und Fiebermittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), das auch Entzündungen hemmt. Tabletten mit bis zu 400 mg gibt es zur kurzzeitigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und von Fieber rezeptfrei in der Apotheke. Am häufigsten sind Magen-Darm-Beschwerden. Bei Zeichen einer Magen-Darm-Blutung oder einer schweren allergischen Reaktion nehmen Sie Ibuprofen nicht weiter ein und holen sofort ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Ibuprofen eingesetzt?
Ibuprofen gehört zu den nichtsteroidalen Antirheumatika, kurz NSAR: Es wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend [1, 2]. Rezeptfreie Tabletten mit 400 mg sind für die kurzzeitige Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen (etwa Kopf-, Zahn- oder Regelschmerzen) und von Fieber zugelassen [1]. Fühlen Sie sich bei Fieber nach 3 Tagen oder bei Schmerzen nach 4 Tagen nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; für Kinder und Jugendliche gilt die Grenze von 3 Tagen [1].
Ohne Rezept gibt es Ibuprofen zum Einnehmen nur mit höchstens 400 mg je Tablette und bis 1.200 mg am Tag gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber; rezeptfrei sind außerdem Präparate für die akute Kopfschmerzphase bei Migräne [5]. Tabletten mit mehr als 400 mg, etwa mit 600 oder 800 mg, sind verschreibungspflichtig [4, 5]. Verschreibungspflichtige Präparate wie Ibu-ratiopharm Filmtabletten mit 400, 600 oder 800 mg sind auch für Schmerzen und Entzündungen bei rheumatischen Erkrankungen zugelassen, etwa bei Gelenkentzündungen einschließlich Gichtanfall und rheumatoider Arthritis, bei Morbus Bechterew, bei Reizzuständen einer Arthrose, bei Weichteilrheuma und bei schmerzhaften Schwellungen nach Verletzungen [4].
Wie wirkt Ibuprofen?
Ibuprofen hemmt die Bildung von Prostaglandinen, körpereigenen Botenstoffen; darauf beruht seine entzündungshemmende Wirkung. Dazu blockiert es die Enzyme COX-1 und COX-2 (Cyclooxygenasen) etwa gleich stark [3]. Beim Menschen gehen so entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber zurück [2]. Außerdem hemmt Ibuprofen vorübergehend die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten); Menschen mit Gerinnungsstörungen sollen deshalb sorgfältig überwacht werden [1, 2].
Nach einer üblichen Tablette ist die höchste Konzentration im Blut nach 1 bis 2 Stunden erreicht. Die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) liegt bei 1,8 bis 3,5 Stunden. Die Leber baut den Wirkstoff ab, die unwirksamen Abbauprodukte verlassen den Körper überwiegend über die Nieren [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Die Häufigkeiten beziehen sich, soweit sie über sehr seltene Meldungen hinausgehen, auf die kurzzeitige Einnahme von höchstens 1.200 mg am Tag; aufgeführt sind aber auch Nebenwirkungen bei hoch dosierter Langzeitbehandlung von Rheumapatienten. Die meisten hängen von der Dosis ab und betreffen am häufigsten den Verdauungstrakt [1]. Packungsbeilage und Fachinformation der verschreibungspflichtigen Ibu-ratiopharm Filmtabletten ordnen einige Nebenwirkungen höheren Häufigkeitsklassen zu: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt sind dort sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten. Häufig sind dort zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit, Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, Teerstuhl, Bluterbrechen oder Erbrochenes, das wie Kaffeesatz aussieht, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, eine Entzündung der Mundschleimhaut mit Geschwüren und eine Verschlimmerung einer Colitis oder eines Morbus Crohn, gelegentlich vermehrte Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), ein nephrotisches Syndrom und eine entzündliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis) [4, 7]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Arzneimittel wie Ibuprofen sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden, vor allem in hohen Dosen; auch Wassereinlagerungen, Bluthochdruck und Herzschwäche wurden im Zusammenhang mit NSAR berichtet [1]. Laut Fachinformation deuten klinische Studien ein solches Risiko vor allem bei hoher Dosis an; für niedrige Dosen bis 1.200 mg am Tag weisen epidemiologische Studien insgesamt nicht darauf hin [2].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Magen und DarmMagen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und VerdauungsbeschwerdenBauchschmerzenÜbelkeitErbrechenBlähungenDurchfallVerstopfung
- Magen und DarmGeringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen zu Blutarmut (Anämie) führen können[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und GeschwüreVeränderungen des Blutbilds
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag und Juckreiz sowie Asthmaanfällen, eventuell mit Blutdruckabfall[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreizAtemnotNiedriger Blutdruck
- NervensystemKopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit (zentralnervöse Störungen)[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenSchwindelSchlafstörungenUnruhe und NervositätMüdigkeit
- AugenSehstörungen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Magen und DarmAnzeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarzer Stuhl (Teerstuhl), Erbrechen von Blut oder Erbrochenes, das wie Kaffeesatz aussieht[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und GeschwüreBauchschmerzenErbrechen
- Magen und DarmMagen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre (peptische Ulzera), unter Umständen mit Blutung und Durchbruch[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- Magen und DarmEntzündung der Mundschleimhaut mit Geschwüren (ulcerative Stomatitis)[1, 2]
- Magen und DarmVerschlimmerung einer Dickdarmentzündung (Colitis) oder eines Morbus Crohn[1, 2]
- Magen und DarmMagenschleimhautentzündung (Gastritis)[1, 2]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Ohr und GleichgewichtOhrgeräusche (Tinnitus), Hörverlust[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- InfektionenVerschlechterung infektionsbedingter Entzündungen, zum Beispiel Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis[1, 2]
- InfektionenHirnhautentzündung ohne Infektion (aseptische Meningitis) mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung; ein höheres Risiko scheint bei systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenose zu bestehen[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenÜbelkeitErbrechenFieber
- Blut und LymphsystemStörungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemSchwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf, Luftnot, Herzrasen und Blutdruckabfall bis zum lebensbedrohlichen Schock, auch schon bei der ersten Anwendung[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnotHerzrasenNiedriger Blutdruck
- PsychePsychotische Reaktionen[1, 2]
- PsycheDepression[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- HerzHerzklopfen (Palpitationen)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- HerzHerzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)[1, 2]Mehr dazu: Herzschwäche
- HerzHerzinfarkt[1, 2]
- Gefäße und KreislaufBluthochdruck (arterielle Hypertonie)[1, 2]Mehr dazu: Blutdruckanstieg
- Magen und DarmEntzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)[1, 2]
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: Bauchspeicheldrüsenentzündung
- Magen und DarmMembranartige Verengungen in Dünn- und Dickdarm (intestinale, diaphragmaartige Strikturen)[1, 2]
- Leber und GalleLeberfunktionsstörungen, Leberschäden (vor allem bei Langzeitbehandlung), Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautSchwere Hautreaktionen mit Flecken, Blasen, Abschälen der Haut und Geschwüren an Mund, Rachen, Nase, Genitalien und Augen (exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- HautHaarausfall (Alopezie)[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
- Nieren und HarnwegeVermehrte Wassereinlagerung im Gewebe (Ödeme), vor allem bei Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Nieren und HarnwegeNephrotisches Syndrom (Wasseransammlung im Körper und starke Eiweißausscheidung im Urin)[1, 2]Mehr dazu: NierenfunktionsstörungenWassereinlagerungen
- Nieren und HarnwegeEntzündliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), die mit einer akuten Nierenfunktionsstörung einhergehen kann, bis hin zum Nierenversagen[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Nieren und HarnwegeSchädigung des Nierengewebes (Papillennekrosen)[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Nieren und HarnwegeErhöhte Harnsäurewerte im Blut[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Harnsäure und Gicht
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- HerzSchmerzen im Brustkorb als mögliches Zeichen einer schweren allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HautArzneimittelreaktion mit großflächigem Ausschlag, hoher Körpertemperatur, vergrößerten Lymphknoten und einer Zunahme bestimmter weißer Blutkörperchen, der Eosinophilen (DRESS-Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- HautAkute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP): roter, schuppiger, großflächiger Ausschlag mit Knoten unter der Haut und Blasen, vor allem in Hautfalten, am Rumpf und an den Armen, begleitet von Fieber; meist zu Beginn der Behandlung[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- HautLichtempfindlichkeit der Haut[1, 2]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der Haut
- HautFixes Arzneimittelexanthem (eine Form von Hautausschlag)[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwere allergische Reaktionen können schon bei der ersten Einnahme auftreten. Blutungen, Geschwüre und Durchbrüche im Magen-Darm-Trakt, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet, und zwar zu jedem Zeitpunkt der Behandlung und auch ohne vorherige Warnzeichen; ältere Menschen sind häufiger betroffen [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Die häufigsten Nebenwirkungen betreffen Magen und Darm. Die Packungsbeilage sieht vor, die Tabletten mit reichlich Flüssigkeit während oder nach einer Mahlzeit einzunehmen; bei empfindlichem Magen empfiehlt sie die Einnahme während der Mahlzeit. Nebenwirkungen lassen sich verringern, wenn Sie die niedrigste wirksame Dosis über die kürzeste nötige Zeit nehmen; auf Alkohol verzichten Sie möglichst [1]. Hatten Sie schon einmal Magen-Darm-Beschwerden durch Medikamente, melden Sie ungewöhnliche Beschwerden im Bauch vor allem zu Beginn der Einnahme Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei erhöhtem Risiko (etwa nach früheren Geschwüren, im höheren Alter oder bei gleichzeitiger Einnahme von niedrig dosierter ASS) kann die Ärztin oder der Arzt zusätzlich ein Mittel zum Schutz der Magenschleimhaut erwägen [1].
Halten Beschwerden an oder belasten sie Sie, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, bevor Sie Ibuprofen zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen [1]. Blutverdünner, Kortison und andere Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR erhöhen zusammen mit Ibuprofen das Risiko für Blutungen und Geschwüre im Magen-Darm-Trakt [1, 2]. Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer (zum Beispiel Captopril oder Ramipril) können schwächer wirken, und das Risiko für Nierenfunktionsstörungen steigt [1, 6]. Nehmen Sie dauerhaft niedrig dosierte ASS zum Schutz von Herz und Gefäßen, kann regelmäßig eingenommenes Ibuprofen diese Schutzwirkung möglicherweise abschwächen; bei gelegentlicher Einnahme gilt eine bedeutsame Wechselwirkung als unwahrscheinlich [2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere NSAR, auch COX-2-Hemmer und Salicylate | Höheres Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung vermeiden |
| Acetylsalicylsäure (ASS) in niedriger Dosis zum Schutz von Herz und Gefäßen | Ibuprofen kann die Wirkung von ASS auf die Blutplättchen hemmen; dass eine regelmäßige Langzeitanwendung die herzschützende Wirkung von ASS verringert, ist nicht ausgeschlossen. Bei gelegentlicher Einnahme gilt eine bedeutsame Wechselwirkung als unwahrscheinlich[2] | Gleichzeitige Gabe wegen möglicher zusätzlicher Nebenwirkungen allgemein nicht empfohlen; vorher ärztlich besprechen |
| Gerinnungshemmer (Blutverdünner) wie Warfarin | Gerinnungshemmende Wirkung kann verstärkt werden, Blutungsrisiko steigt[1, 2] | Kontrolle der Blutgerinnung empfohlen; vorher ärztlich besprechen |
| Kortison zum Einnehmen (Glukokortikoide) | Höheres Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Thrombozytenaggregationshemmer und Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI | Höheres Risiko für Magen-Darm-Blutungen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer (z. B. Captopril oder Ramipril), Betablocker (z. B. Atenolol) und Sartane (z. B. Losartan) | Blutdrucksenkende Wirkung kann nachlassen; bei eingeschränkter Nierenfunktion, etwa bei Flüssigkeitsmangel oder im Alter, kann sich die Nierenfunktion weiter verschlechtern, bis hin zu einem meist umkehrbaren akuten Nierenversagen[1, 2, 6] | Ausreichend trinken; Kontrolle der Nierenwerte nach Beginn der Kombination erwägen lassen |
| Entwässerungsmittel (Diuretika) | Entwässernde und blutdrucksenkende Wirkung kann nachlassen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Kaliumsparende Entwässerungsmittel | Kaliumwert im Blut kann steigen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Digoxin, Phenytoin oder Lithium | Blutspiegel dieser Mittel kann steigen[1, 2] | Bei bestimmungsgemäßer Kurzanwendung (Erwachsene höchstens 4 Tage, Kinder und Jugendliche 3 Tage) ist eine Spiegelkontrolle in der Regel nicht nötig |
| Methotrexat | Einnahme innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Methotrexat: höhere Methotrexat-Konzentration und mehr Nebenwirkungen[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Ciclosporin oder Tacrolimus | Höheres Risiko für Nierenschäden[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Sulfonylharnstoffe (blutzuckersenkende Mittel) | Wechselwirkungen in klinischen Untersuchungen gezeigt[1, 2] | Blutzucker vorsichtshalber kontrollieren |
| Probenecid oder Sulfinpyrazon (Gichtmittel) | Ibuprofen wird langsamer ausgeschieden, seine Nebenwirkungen können sich verstärken[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Antibiotika aus der Gruppe der Chinolone | Höheres Risiko für Krampfanfälle[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Starke CYP2C9-Hemmer wie Voriconazol oder Fluconazol | Mehr Ibuprofen im Körper (in einer Studie mit Voriconazol und Fluconazol etwa 80 bis 100 Prozent mehr S(+)-Ibuprofen)[1, 2] | Eine niedrigere Ibuprofen-Dosis sollte erwogen werden, ärztlich besprechen |
| Zidovudin | Bei HIV-positiven Menschen mit Bluterkrankheit (Hämophilie) Hinweise auf mehr Gelenkblutungen und Blutergüsse[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Ginkgo biloba (pflanzliches Arzneimittel) | Kann das Blutungsrisiko erhöhen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Ibuprofen nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Haben Sie eine Herzerkrankung, Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte, gibt es Herzerkrankungen oder Schlaganfälle in Ihrer Familie oder rauchen Sie, besprechen Sie die Einnahme vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Frühere Reaktionen auf Acetylsalicylsäure oder andere NSAR mit Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus), Asthmaanfällen, Schwellungen der Nasenschleimhaut, Hautreaktionen oder plötzlichen Schwellungen[1, 2]
- Ungeklärte Störungen der Blutbildung[1, 2]
- Bestehende oder wiederholt aufgetretene Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre oder -blutungen (mindestens 2 nachgewiesene Episoden)[1, 2]
- Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer früheren Behandlung mit NSAR[1, 2]
- Hirnblutungen oder andere aktive Blutungen[1, 2]
- Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen[1, 2]
- Schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz)[1, 2]
- Starker Flüssigkeitsmangel (schwere Dehydratation), etwa durch Erbrechen, Durchfall oder zu wenig Trinken[1, 2]
- Letztes Drittel der Schwangerschaft[1, 2]
- Kinder unter 20 kg Körpergewicht (unter 6 Jahren): Tabletten mit 400 mg sind für sie nicht geeignet[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Ältere Menschen: Sie bekommen häufiger Nebenwirkungen, vor allem Blutungen und Durchbrüche im Magen-Darm-Trakt[1, 2]
- Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte, auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)[1, 2]
- Herzerkrankungen wie Herzschwäche oder Angina pectoris; nach Herzinfarkt, Bypass-Operation, Schlaganfall oder Mini-Schlaganfall (TIA); Durchblutungsstörungen der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit)[1, 2]
- Risikofaktoren für Herz und Gefäße: Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Herzerkrankungen oder Schlaganfälle in der Familie, Rauchen[1, 2]
- Asthma, Heuschnupfen, Nasenpolypen, chronische Schwellung der Nasenschleimhaut, chronische Atemwegserkrankungen mit verengten Atemwegen oder Allergien: höheres Risiko für allergische Reaktionen[1, 2]
- Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion, Flüssigkeitsmangel sowie die Zeit direkt nach größeren Operationen[1, 2]
- Blutgerinnungsstörungen: Ibuprofen kann die Funktion der Blutplättchen vorübergehend hemmen[1, 2]
- Windpocken: Einnahme vermeiden; in Ausnahmefällen kann es zu schweren Hautinfektionen und Komplikationen an den Weichteilen kommen[1, 2]
- Infektionen: Ibuprofen kann Anzeichen wie Fieber und Schmerzen verdecken und so eine nötige Behandlung verzögern[1, 2]
- Systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenose oder angeborene Störungen des Porphyrinstoffwechsels wie akute intermittierende Porphyrie: nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko[1, 2]
- Längere Einnahme: Leberwerte, Nierenfunktion und Blutbild sollten regelmäßig kontrolliert werden[1, 2]
- Ausgetrocknete Kinder und Jugendliche: Risiko für Nierenfunktionsstörungen[1, 2]
- Vor Operationen: Ärztin, Arzt oder Zahnarzt nach der Einnahme fragen bzw. darüber informieren[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3]. Für Frauen mit Kinderwunsch wichtig: Ibuprofen gehört zu den Arzneimitteln, die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können; diese Wirkung bildet sich nach dem Absetzen zurück [1, 2].
Schwangerschaft
In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Ibuprofen nicht einnehmen: Es kann beim ungeborenen Kind Nieren- und Herzprobleme verursachen, die Blutungsneigung von Mutter und Kind beeinflussen und dazu führen, dass die Geburt später einsetzt oder länger dauert.[1, 2]
In den ersten 6 Monaten sollten Sie Ibuprofen nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlen wird; müssen Sie in dieser Zeit behandelt werden oder versuchen Sie, schwanger zu werden, sollte die Dosis so niedrig und die Dauer so kurz wie möglich sein. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann eine Einnahme über mehr als ein paar Tage die Nieren des Kindes beeinträchtigen (zu wenig Fruchtwasser) oder ein Blutgefäß am Herzen des Kindes (Ductus arteriosus) verengen. Stellen Sie während der Einnahme eine Schwangerschaft fest, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1, 2]
Embryotox beschreibt einen sehr hohen Erfahrungsumfang und zählt Ibuprofen in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft neben Paracetamol zu den Schmerzmitteln der Wahl; wie jedes andere Schmerzmittel sollte es nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden. Ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Ibuprofen und andere NSAR laut Embryotox nicht angewendet werden. Besser geeignete Alternativen nennt Embryotox bei Beachtung dieser Einschränkungen nicht; als Alternative nennt Embryotox Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ibuprofen geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; nachteilige Folgen für gestillte Kinder sind bisher nicht bekannt. Bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis ist eine Stillpause in der Regel nicht nötig. Laut Fachinformation der verschreibungspflichtigen Filmtabletten sollte jedoch ein frühzeitiges Abstillen erwogen werden, wenn eine längere Anwendung oder die Einnahme höherer Dosen verordnet wird.[1, 2, 4]
Embryotox nennt Ibuprofen, ebenso wie Paracetamol, ein Schmerzmittel der Wahl in der Stillzeit; Nebenwirkungen bei gestillten Kindern wurden in mehreren Untersuchungen nicht beobachtet.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie während der Einnahme möglichst keinen Alkohol: Er kann Nebenwirkungen verstärken, vor allem im Magen-Darm-Trakt und im Nervensystem.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
In höherer Dosierung können Müdigkeit und Schwindel auftreten und im Einzelfall das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, verstärkt zusammen mit Alkohol. Fahren Sie dann nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen.[1, 2]
Einnahme
Tabletten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit, etwa einem Glas Wasser, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen; bei empfindlichem Magen empfiehlt sich die Einnahme während der Mahlzeiten. Zwischen zwei Einnahmen mindestens 6 Stunden Abstand halten.[1]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge nehmen.[1]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Ab 40 kg Körpergewicht (Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene): höchstens 400 mg je Einnahme und höchstens 1.200 mg am Tag. Kinder von 30 bis 39 kg (10 bis 11 Jahre): höchstens 200 mg je Einnahme und 800 mg am Tag. Kinder von 20 bis 29 kg (6 bis 9 Jahre): höchstens 200 mg je Einnahme und 600 mg am Tag. Zwischen zwei Einnahmen mindestens 6 Stunden.[1]
Ist bei Erwachsenen die Einnahme für mehr als 3 Tage bei Fieber oder für mehr als 4 Tage bei Schmerzen erforderlich oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden; bei Kindern und Jugendlichen gilt das, wenn die Einnahme für mehr als 3 Tage erforderlich ist oder sich die Beschwerden verschlimmern. Reicht die Linderung nicht aus, erhöhen Sie die Dosis nicht selbst, sondern fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]
Absetzen
Kommt es während der Behandlung zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren, ist die Behandlung abzubrechen.[1, 2]
Werden Kopfschmerzen durch die längere Einnahme von Schmerzmitteln schlimmer, sollten Sie laut Packungsbeilage der rezeptfreien Tabletten ärztlichen Rat einholen und die Behandlung abbrechen. Laut Packungsbeilage der verschreibungspflichtigen Filmtabletten mit 600 mg dürfen Kopfschmerzen, die bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln auftreten, nicht mit erhöhten Dosen behandelt werden; fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie trotz der Einnahme häufig Kopfschmerzen haben.[1, 2, 7]
Die mögliche Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit bei Frauen bildet sich nach dem Absetzen zurück. Laut Fachinformation der verschreibungspflichtigen Filmtabletten sollte bei Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, oder bei denen Untersuchungen zur Unfruchtbarkeit laufen, ein Absetzen erwogen werden.[1, 2, 4]
Laut Fachinformation sollte Ibuprofen abgesetzt werden, wenn in der Schwangerschaft eine verringerte Fruchtwassermenge (Oligohydramnion) oder eine Verengung des Blutgefäßes Ductus arteriosus beim ungeborenen Kind festgestellt wird. Die verringerte Fruchtwassermenge bildet sich nach dem Absetzen in der Regel zurück, die Verengung in den meisten berichteten Fällen.[2, 4]
Überdosierung
Bei Verdacht auf eine Überdosierung, auch wenn Kinder versehentlich Tabletten geschluckt haben, immer eine Ärztin, einen Arzt oder ein Krankenhaus kontaktieren. Mögliche Zeichen: Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (auch mit Blut), Kopfschmerzen, Ohrensausen, Verwirrtheit, Augenzittern und Magen-Darm-Blutungen; nach hohen Mengen unter anderem Schläfrigkeit, Herzklopfen, Ohnmacht, Krämpfe (vor allem bei Kindern), Blut im Urin, Blutdruckabfall, verminderte Atmung sowie Störungen von Leber und Nieren. Ein spezielles Gegenmittel gibt es nicht.[1, 2]
Eine Wartezeit nach dem Trinken oder eine Alkoholmenge ohne Risiko nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Mehr dazu auf der Seite Ibuprofen und Alkohol.
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage rezeptfreier Tabletten mit 400 mg gibt die Dosis nach Körpergewicht an, die der verschreibungspflichtigen Filmtabletten mit 600 mg nennt einen Dosisbereich für rheumatische Erkrankungen [1, 7]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Verordnetes Ibuprofen nehmen Sie immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ein [7].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Ibuprofen so ein, wie es in der Packungsbeilage steht oder wie es Ihnen Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Apotheke gesagt hat: unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit, mit mindestens 6 Stunden Abstand und ohne die Höchstmengen aus der Karte oben zu überschreiten. Reicht die Linderung nicht aus, erhöhen Sie die Dosis nicht selbst, sondern fragen Sie ärztlich nach [1]. Rezeptfreies Ibuprofen ist für die kurzzeitige Anwendung gedacht; bei Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren ist die Behandlung abzubrechen [1]. Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, besonders mehrerer Wirkstoffe zusammen, kann die Nieren dauerhaft schädigen. Wer Ibuprofen länger einnimmt, braucht regelmäßige Kontrollen von Leberwerten, Nierenfunktion und Blutbild [1]. Haben Sie Ibuprofen vor einer Operation eingenommen, informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Zahnarztpraxis [1]. Ein Ausschleichen beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2, 4, 7]. Verschreibungspflichtige Präparate werden auch bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt; dabei kann die Einnahme über einen längeren Zeitraum erforderlich sein, über die Dauer entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt [4, 7]. Was die Quellen zum Beenden, zu Kopfschmerzen durch Schmerzmittel und vor Operationen sagen, lesen Sie auf der Seite Ibuprofen absetzen.
Präparate mit Ibuprofen
Ibuprofen gibt es von vielen Herstellern, etwa als Filmtabletten, Weichkapseln, Schmelztabletten, Pulver zum Einnehmen, Saft für Kinder, Zäpfchen oder Schmerzpflaster. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| IBU-ratiopharm | ratiopharm GmbH | 400 mg akut Schmerztabletten (apothekenpflichtig): Grundlage dieser Seite; 600 und 800 mg verschreibungspflichtig |
| IbuHEXAL akut | HEXAL AG | Filmtabletten mit 200 oder 400 mg |
| IbuARISTO akut | Aristo Pharma GmbH | Filmtabletten mit 200 oder 400 mg |
| Nurofen | Reckitt Benckiser Deutschland GmbH | u. a. Tabletten, Weichkapseln, Schmelztabletten, Saft und Zäpfchen für Kinder, Schmerzpflaster |
| Dolormin | Kenvue Germany GmbH | z. B. Schmerztabletten mit 200 mg Ibuprofen (als Ibuprofen-Lysin) |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ibuprofen. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ibu-ratiopharm 400 mg/600 mg/800 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ibuprofen. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ramipril-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ibu-ratiopharm 600 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wie viel Ibuprofen darf ich am Tag höchstens nehmen?
In der Selbstbehandlung dürfen Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, die mindestens 40 kg wiegen, höchstens 400 mg je Einnahme und höchstens 1.200 mg am Tag nehmen. Zwischen zwei Einnahmen sollen mindestens 6 Stunden liegen. Für Kinder gelten niedrigere Höchstmengen nach Körpergewicht. Ist bei Erwachsenen die Einnahme länger als 3 Tage gegen Fieber oder 4 Tage gegen Schmerzen nötig oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte laut Packungsbeilage ärztlicher Rat eingeholt werden. Höhere Dosierungen gibt es nur auf Rezept.
Darf ich Ibuprofen nehmen, wenn ich Alkohol getrunken habe?
Die Packungsbeilage rät, während der Einnahme möglichst keinen Alkohol zu trinken, weil er Nebenwirkungen vor allem im Magen-Darm-Trakt und im Nervensystem verstärken kann. Zusammen mit Alkohol kann auch das Reaktionsvermögen stärker beeinträchtigt sein, etwa im Straßenverkehr. Einen festen zeitlichen Abstand zwischen Alkohol und Ibuprofen nennt die Packungsbeilage nicht.
Gibt es Ibuprofen 600 ohne Rezept?
Nein. Die Arzneimittelverschreibungsverordnung nimmt Ibuprofen-Tabletten nur bis 400 mg je Tablette und bis 1.200 mg am Tag von der Verschreibungspflicht aus. Das gilt für leichte bis mäßig starke Schmerzen, Fieber und die akute Kopfschmerzphase bei Migräne. Tabletten mit 600 oder 800 mg sind verschreibungspflichtig.
Darf ich Ibuprofen in der Schwangerschaft nehmen?
Im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht: Ibuprofen kann dann dem ungeborenen Kind schaden und dazu führen, dass die Geburt später einsetzt oder länger dauert. In den ersten 6 Monaten sollten Sie es laut Packungsbeilage nur nehmen, wenn es unbedingt nötig ist und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt, und dann so niedrig dosiert und so kurz wie möglich. Das Beratungszentrum Embryotox zählt Ibuprofen in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft neben Paracetamol zu den Schmerzmitteln der Wahl; wie jedes andere Schmerzmittel sollte es laut Embryotox nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden.
Kann ich Ibuprofen in der Stillzeit nehmen?
Ibuprofen geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; nachteilige Folgen für gestillte Kinder sind bisher nicht bekannt. Bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis ist eine Stillpause in der Regel nicht nötig. Embryotox nennt Ibuprofen ebenso wie Paracetamol ein Schmerzmittel der Wahl in der Stillzeit.
Ist Ibuprofen schlecht für Herz und Blutdruck?
Arzneimittel wie Ibuprofen sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden, vor allem in hohen Dosen. Für niedrige Dosen bis 1.200 mg am Tag weisen epidemiologische Studien laut Fachinformation insgesamt nicht auf ein erhöhtes Risiko hin. Bluthochdruck und Herzschwäche sind sehr seltene Nebenwirkungen. Haben Sie eine Herzerkrankung, Bluthochdruck oder andere Risikofaktoren, besprechen Sie die Einnahme vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Macht Ibuprofen müde oder beeinflusst es die Psyche?
Gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten, treten Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung oder Reizbarkeit auf. Sehr selten (bei bis zu 1 von 10.000) sind psychotische Reaktionen und Depressionen beschrieben. In höherer Dosierung kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein; fahren Sie dann nicht Auto.
Schadet Ibuprofen den Nieren?
Nierenschäden gehören zu den sehr seltenen Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10.000 Behandelten); dazu zählen Entzündungen des Nierengewebes bis hin zum Nierenversagen. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen dürfen Sie Ibuprofen nicht einnehmen, bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Flüssigkeitsmangel ist besondere ärztliche Überwachung nötig. Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, besonders mehrerer Wirkstoffe zusammen, kann die Nieren dauerhaft schädigen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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