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Medikamente, die müde machen

Müdigkeit, Schläfrigkeit und Benommenheit sind bei vielen Medikamenten als Nebenwirkung beschrieben, laut S3-Leitlinie Müdigkeit und Fachinformationen etwa bei Benzodiazepinen und Z-Substanzen (Beruhigungs- und Schlafmitteln), Antihistaminika, Antidepressiva wie Amitriptylin und Mirtazapin, Antipsychotika, Opioiden, Pregabalin und Gabapentin, dem Muskelrelaxans Baclofen und Blutdrucksenkern wie Betablockern. Laut mehreren Fachinformationen sind solche Nebenwirkungen besonders zu Beginn der Behandlung zu erwarten. Sie können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, und Alkohol kann sie verstärken. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau mit rotem Haar döst am Nachmittag mit geschlossenen Augen auf dem Sofa am Fenster und stützt den Kopf in die Hand
Bild: KI-generiert

Viele Medikamente können müde, schläfrig oder benommen machen. Die S3-Leitlinie Müdigkeit der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) nennt Müdigkeit als Folge der Behandlung unter anderem bei Benzodiazepinen, Z-Substanzen (Schlafmitteln wie Zopiclon), Beruhigungsmitteln (Tranquilizern) und angstlösenden Mitteln (Anxiolytika), Antidepressiva, Antipsychotika (Neuroleptika), Antihistaminika, Opiaten und Blutdrucksenkern und verweist auch auf die Fachinformationen [1]. Gemeint sind Beschwerden, die Betroffene zum Beispiel als Schlappheit, Mangel an Energie, Erschöpfung (Fatigue), frühe Ermüdbarkeit oder Schläfrigkeit am Tag beschreiben [1]. In Packungsbeilagen und Fachinformationen heißen sie etwa Müdigkeit, Schläfrigkeit (Somnolenz), Benommenheit, Dämpfung (Sedierung) oder Teilnahmslosigkeit (Lethargie) [5, 10, 12, 13].

Welche Medikamente Müdigkeit auslösen können

Nach der DEGAM-Leitlinie ist Müdigkeit bei vielen häufig verordneten Substanzklassen als Folge der Behandlung beschrieben; für viele weitere Arzneimittel ist sie als unerwünschte Wirkung bekannt, etwa bei Interferon alpha, antiviralen Mitteln und Zytostatika [1]. Auch die Patienteninformation zur Leitlinie hält fest, dass viele Arzneimittel Müdigkeit als Nebenwirkung haben, zum Beispiel Mittel gegen hohen Blutdruck oder Allergien [3]. Die folgenden Beispiele stammen aus der Leitlinie und aus den Fachinformationen einzelner Wirkstoffe; jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.

  • Beruhigungs- und Schlafmittel: Die Leitlinie nennt Benzodiazepine und Z-Substanzen, insbesondere Zopiclon [1]. In der Fachinformation von Lorazepam sind Dämpfung (Sedierung), Müdigkeit und Benommenheit als sehr häufig eingestuft (mehr als 1 von 10 Behandelten) [5]. Für Zopiclon nennt die Fachinformation Benommenheit am folgenden Tag als häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) [7].
  • Antihistaminika (Mittel gegen Allergien): Wirkstoffe der zweiten Generation wie Cetirizin, Loratadin oder Fexofenadin dämpfen laut Leitlinie weniger als Wirkstoffe der ersten Generation wie Diphenhydramin, Dimenhydrinat oder Dimetinden, die gerade auch zur Beruhigung eingesetzt werden; in diese Gruppe fällt laut Leitlinie auch Promethazin [1]. Laut IQWiG sind Müdigkeit und Kopfschmerzen die häufigsten Nebenwirkungen von Antihistaminika-Tabletten gegen Heuschnupfen; wie sehr sie müde machen, kann vom Wirkstoff abhängen [18]. Auch bei Cetirizin nennt die Fachinformation Schläfrigkeit und Müdigkeit; Schläfrigkeit trat in Studien häufiger auf als unter einem Scheinmedikament (Placebo), war aber meist leicht bis mittelschwer [9]. Für das apothekenpflichtige Schlafmittel Doxylamin, ebenfalls ein Antihistaminikum, nennt die Fachinformation unter anderem Schläfrigkeit, Benommenheit, Müdigkeit und Mattigkeit; die Häufigkeit ist nicht bekannt [8].
  • Antidepressiva: Insbesondere die trizyklischen Antidepressiva wirken laut Leitlinie dämpfend, stärker ausgeprägt bei Amitriptylin und Doxepin; unter den neueren Wirkstoffen ist Mirtazapin deutlich dämpfend [1]. Die Fachinformationen stufen Schläfrigkeit und Benommenheit bei Amitriptylin sowie Schläfrigkeit und Sedierung bei Mirtazapin als sehr häufig ein [10, 11].
  • Antipsychotika (Neuroleptika): Dämpfend wirken laut Leitlinie insbesondere die schwach wirksamen (niedrigpotenten) Mittel wie Levomepromazin, Melperon und Pipamperon; auch Olanzapin, Clozapin und Quetiapin verursachen bei einem Teil der Behandelten Müdigkeit [1]. In der Fachinformation von Quetiapin gehört Schläfrigkeit (Somnolenz) zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen und ist als sehr häufig eingestuft [12].
  • Gabapentinoide: Für Pregabalin nennt die Fachinformation Benommenheit und Schläfrigkeit als sehr häufig; in den Studien waren sie die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen [13]. Bei Gabapentin sind Schläfrigkeit (Somnolenz) und Ermüdung als sehr häufig eingestuft [14]. Beide Wirkstoffe stellt die Seite Antiepileptika vor.
  • Opioide (starke Schmerzmittel): Opiate machen laut Leitlinie vor allem zu Beginn der Behandlung müde; andere zentral wirksame Mittel können die Wirkung verstärken [1]. In der Fachinformation von Oxycodon sind Schläfrigkeit (Somnolenz) und Sedierung als sehr häufig eingestuft [15].
  • Blutdrucksenker, darunter Betablocker: Müdigkeit verursachen laut Leitlinie vor allem die zentral wirkenden Mittel wie Clonidin und Moxonidin sowie Betablocker, seltener Alphablocker und ACE-Hemmer [1]. Bei Bisoprolol sind Müdigkeit und Erschöpfung laut Packungsbeilage häufig; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris treten sie vor allem zu Beginn der Behandlung auf, sind im Allgemeinen schwach ausgeprägt und klingen häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab [4].
  • Muskelrelaxanzien: Die Fachinformation von Baclofen stuft Schläfrigkeit und Dämpfung (Sedation) als sehr häufig ein, vor allem zu Beginn der Behandlung, und Müdigkeit als häufig [17].
  • Weitere Mittel: Die Leitlinie nennt außerdem Migränemittel (Triptane, Dimenhydrinat, Topiramat), Parkinsonmittel und Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Flecainid, Amiodaron und Sotalol [1]. Mehr dazu: Migränemittel und Parkinson- und Demenzmittel.

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Müdigkeit oder verwandte Beschwerden nennt:

Müdigkeit als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AlprazolamSehr häufigBeruhigung (Sedierung), Schläfrigkeit · Ermüdung
AmitriptylinSehr häufigSchläfrigkeit und Benommenheit · Müdigkeit
BaclofenSehr häufigSchläfrigkeit und Dämpfung (Sedation), vor allem zu Beginn der Behandlung · Zittern (Tremor), Bewegungsstörungen (Ataxie), Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Ermüdung · Müdigkeit
BrivaracetamSehr häufigSchläfrigkeits- oder Schwindelgefühl (laut Fachinformation Somnolenz und Schwindel) · Erschöpfung (Fatigue)
CarbamazepinSehr häufigBenommenheit, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit sowie Gang- und Bewegungsstörungen (Ataxie) · Erschöpfung
CarvedilolSehr häufigSchwäche (Asthenie), Müdigkeit
CitalopramSehr häufigSchläfrigkeit · Müdigkeit
ClemastinSehr häufigMüdigkeit (laut Fachinformation Sedierung) · Schwerwiegende Sedierung (Somnolenz)
ClonidinSehr häufigAbgeschlagenheit und Müdigkeit
ClozapinSehr häufigSchläfrigkeit (Sedierung), Benommenheit und Schwindel · Müdigkeit, Fieber, gutartige Erhöhung der Körpertemperatur, Störung der Schweiß- und Temperaturregulation mit vermehrtem Schwitzen
DiazepamSehr häufigUnerwünscht starke Beruhigung am Tage sowie Müdigkeit (Schläfrigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit)
DimetindenSehr häufigTropfen: Ermüdung · Tropfen: Schläfrigkeit, Nervosität
DuloxetinSehr häufigSchläfrigkeit · Müdigkeit
EnzalutamidSehr häufigMüdigkeit (laut Fachinformation Asthenie und Fatigue)
FentanylSehr häufigSchläfrigkeit · Starke Müdigkeit, Schwäche oder allgemeines Unwohlsein · Ungewöhnliche Schläfrigkeit mit langsamerer oder flacherer Atmung als gewöhnlich (Atemdepression); sehr selten können diese Atemschwierigkeiten…
FlecainidSehr häufigSchwindel und Benommenheit, laut Fachinformation in der Regel vorübergehend · Schwäche, Müdigkeit (Fatigue), Fieber, Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (Ödeme) und allgemeines Unwohlsein · Schläfrigkeit (Somnolenz) und…
FluoxetinSehr häufigMüdigkeit (laut Fachinformation einschließlich Schwäche) · Schlechte Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Geschmacksveränderungen, unkontrollierbare schüttelnde Bewegungen (Zittern)
GabapentinSehr häufigBenommenheit (Somnolenz), Schwindelgefühl, fehlende Koordination der Bewegungen (Ataxie) · Müdigkeit, Fieber
GuanfacinSehr häufigSchläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit (laut Fachinformation Ermüdung) · Benommenheit (Sedierung) · Antriebslosigkeit (Lethargie) · Übermäßiges Schlafbedürfnis (Hypersomnie)
HydromorphonSehr häufigSchläfrigkeit · Ermüdung, Unwohlsein · Antriebslosigkeit (Lethargie), durch das Arzneimittel ausgelöste Schläfrigkeit (Sedierung)
LetrozolSehr häufigMüdigkeit · Störungen des Nervensystems wie Angst, Nervosität, Reizbarkeit, Benommenheit, Gedächtnisstörungen, Schläfrigkeit oder Schlaflosigkeit
LeuprorelinSehr häufigBei Männern mit Prostatakrebs: Müdigkeit · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Wassereinlagerungen (Ödeme), Müdigkeit, Benommenheit · Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Müdigkeit · Bei Frauen mit Endometriose oder Myomen…
LevetiracetamSehr häufigSchläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen · Schwächegefühl (Asthenie), Müdigkeit · Enzephalopathie, ein krankhafter Zustand des Gehirns mit Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Gedächtnisverlust, Vergesslichkeit, auffälligem…
LorazepamSehr häufigBeruhigung (Sedierung), Müdigkeit, Benommenheit
MetoclopramidSehr häufigGefühl von Schläfrigkeit (Somnolenz)
MetoprololSehr häufigMüdigkeit, laut Fachinformation insbesondere zu Beginn der Behandlung · Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit oder Schlaflosigkeit, Albträume
MirtazapinSehr häufigSchläfrigkeit, Beruhigung (Sedierung) · Teilnahmslosigkeit (Lethargie) · Müdigkeit (Fatigue)
NivolumabSehr häufigErmüdungs- oder Schwächegefühl, Fieber · Unterfunktion der Schilddrüse (kann Müdigkeit oder Gewichtszunahme verursachen), Überfunktion der Schilddrüse (kann schnelleren Herzschlag, Schwitzen und Gewichtsverlust…
OlanzapinSehr häufigSchläfrigkeit · Starke Müdigkeit
OxcarbazepinSehr häufigMüdigkeit · Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit; laut Fachinformation Schläfrigkeit
OxycodonSehr häufigGrößere Schläfrigkeit als gewöhnlich bis hin zu Sedierung · Muskelzittern (Tremor) und Lethargie · Schwächegefühl (Asthenie) und Erschöpfung (Fatigue)
PembrolizumabSehr häufigMüdigkeit und Erschöpfung, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Schwellungen, Fieber · Schwindelgefühl; Nervenentzündungen mit Taubheitsgefühl, Schwäche, Kribbeln oder brennenden Schmerzen in Armen und Beinen;…
PipamperonSehr häufigSchläfrigkeit · Erschöpfungserscheinungen, erniedrigte Körpertemperatur
PramipexolSehr häufigBei Parkinson-Krankheit: Schläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel · Bei Parkinson-Krankheit: Müdigkeit · Bei Parkinson-Krankheit: übermäßige Schläfrigkeit während des Tages und plötzliches Einschlafen · Bei…
PregabalinSehr häufigBenommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen · Beruhigung (Sedierung), Lethargie · Müdigkeit (Abgeschlagenheit), Krankheitsgefühl
PromethazinSehr häufigMüdigkeit (Sedierung)
QuetiapinSehr häufigSchläfrigkeit (kann bei längerer Einnahme vergehen; kann zu Stürzen führen)
RisperidonSehr häufigSchläfrigkeit oder Unaufmerksamkeit (Sedierung, Somnolenz) · Schwellungen am Körper, an Armen oder Beinen (Ödeme), Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit), Schmerzen
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: allgemeines Unwohlsein oder Unbehagen, Müdigkeit (Fatigue), Zittern, Anzeichen einer Grippe · Bei rheumatoider Arthritis: Blutdruckveränderungen, Übelkeit, Ausschlag, Fieber, Juckreiz,…
RopinirolSehr häufigBei Parkinson-Krankheit: Benommenheit, Schläfrigkeit (Somnolenz) · Bei Parkinson-Krankheit: ausgeprägtes Müdigkeitsgefühl während des Tages (extreme Somnolenz) und sehr plötzliches Einschlafen ohne vorheriges…
SertralinSehr häufigSchwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen · Müdigkeit
SulfasalazinSehr häufigMüdigkeit · Fieber, Schläfrigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit
TamoxifenSehr häufigErschöpfung · Benommenheit
TapentadolSehr häufigSchwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerz · Schwächegefühl, Müdigkeit, Empfinden von Schwankungen der Körpertemperatur, trockene Schleimhäute, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödem) · Bewusstseinsstörungen,…
TirzepatidSehr häufigBei Typ-2-Diabetes mit begleitender Herz-Kreislauf-Erkrankung: Müdigkeit (Abgeschlagenheit) · Bei Typ-2-Diabetes und im Gewichtsmanagement: Müdigkeit (Abgeschlagenheit); die Fachinformation fasst darunter Müdigkeit,…
TizanidinSehr häufigBenommenheit, Schwindel · Müdigkeit (Fatigue)
TopiramatSehr häufigSchläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel · Müdigkeit (Fatigue)
TrastuzumabSehr häufigSchläfrigkeit (Somnolenz) · Abgeschlagenheit
VenlafaxinSehr häufigSchwindelgefühl, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit · Erschöpfung (Asthenie), Abgeschlagenheit (Fatigue) und Schüttelfrost
AgomelatinHäufigSchwindel und Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit
AlendronsäureHäufigMüdigkeit oder Schwäche (Asthenie)
AlfuzosinHäufigSchwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel · Drehschwindel (Vertigo), Benommenheit
AmisulpridHäufigSchläfrigkeit und Schwindel
AmlodipinHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, vor allem zu Beginn der Behandlung · Müdigkeit, Schwächegefühl
AnastrozolHäufigSchläfrigkeit (Somnolenz)
AripiprazolHäufigMüdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit · Ermüdung · Bei Jugendlichen ab 13 Jahren: Schläfrigkeit, unkontrollierbare Zuckbewegungen, Unruhe und Müdigkeit
AtenololHäufigMüdigkeit · Benommenheit
AtomoxetinHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Kopfschmerzen und Schläfrigkeit · Bei Kindern und Jugendlichen: Antriebs- und Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Brustschmerzen und Müdigkeit · Bei Erwachsenen: Schwindel; Schläfrigkeit,…
BisoprololHäufigMüdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung, im Allgemeinen schwach ausgeprägt und häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingend
Botulinumtoxin Typ AHäufigAllgemeines Schwächegefühl (Asthenie), Ermüdung, grippeähnliche Erkrankung, Schmerzen oder blauer Fleck an der Injektionsstelle (bei allen Anwendungsgebieten) · Bei Spastik der Arme (Erwachsene): Reaktionen an der…
BromazepamHäufigMüdigkeit, Schläfrigkeit, Mattigkeit und Benommenheit · Störungen der Bewegungsabläufe (laut Fachinformation Ataxie), Bewusstseinsstörung (laut Fachinformation Somnolenz) und Schwindelgefühl · Erschöpfung
BuprenorphinHäufigWassereinlagerungen (Ödeme, z. B. geschwollene Beine), Müdigkeit · Ruhigstellung (Sedierung) in unterschiedlichem Ausmaß, von leichter Müdigkeit bis zur Benommenheit · Abgeschlagenheit
BupropionHäufigSchwäche, Müdigkeit (Asthenie)
CetirizinHäufigSchläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit · Extreme Müdigkeit (Asthenie), allgemeines Unwohlsein (Malaise)
CiclosporinHäufigMüdigkeit
CodeinHäufigLeichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit
DaridorexantHäufigÜbermäßige Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit
DesloratadinHäufigMüdigkeit (Fatigue) · Schwindel, Benommenheit (Somnolenz), Schlaflosigkeit · Außergewöhnliche Müdigkeit (Asthenie)
DextromethorphanHäufigStarke Müdigkeit · Schläfrigkeit
DiclofenacHäufigZentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit · Schläfrigkeit
DigitoxinHäufigKopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit
DihydrocodeinHäufigLeichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, leichte Benommenheit (Somnolenz)
DimenhydrinatHäufigSchläfrigkeit und Benommenheit
DonepezilHäufigMüdigkeit und Schmerz
DorzolamidHäufigSchwäche oder Müdigkeit (Fatigue)
DoxazosinHäufigSchwindel oder Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schläfrigkeit (Somnolenz) · Erschöpfung, allgemeines Unwohlsein
DulaglutidHäufigMüdigkeit (Fatigue)
EbastinHäufigSchläfrigkeit · Wassereinlagerung im Gewebe (Ödem), Erschöpfung
EnalaprilHäufigMüdigkeit, Abgeschlagenheit · Verwirrtheit, Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit, Nervosität
EscitalopramHäufigEinschlafschwierigkeiten (Schlaflosigkeit) und Schläfrigkeit · Müdigkeit und Fieber
EtoricoxibHäufigSchwäche und Müdigkeit, grippeartige Erkrankung · Veränderung des Geschmackssinns, Schlaflosigkeit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln, Schläfrigkeit
EzetimibHäufigMüdigkeit · Zusammen mit einem Statin: ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche (Asthenie), Schwellungen vor allem an Händen und Füßen (periphere Ödeme)
FebuxostatHäufigKopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit · Örtliche Schwellung durch Wassereinlagerung im Gewebe (Ödem), Abgeschlagenheit · Schläfrigkeit (Somnolenz), Lethargie
FexofenadinHäufigBenommenheit · Müdigkeit · Schläfrigkeit
Ginkgo-biloba-ExtraktHäufigBenommenheit oder Schwindel (Filmtabletten mit 240 mg)
GlyceroltrinitratHäufigSchwindel und Benommenheit
HaloperidolHäufigAbnorme Muskelspannung, Schwindelgefühl (zum Beispiel nach dem Aufsetzen oder Aufstehen), Schläfrigkeit
IbandronsäureHäufigBei der Tablette: Müdigkeit und Erschöpfung · Bei der Spritze: Müdigkeit und Erschöpfung
InfliximabHäufigGefühl von Müdigkeit oder Schwäche · Vergesslichkeit, Gereiztheit, Verwirrung, Nervosität; laut Fachinformation auch Schläfrigkeit (Somnolenz)
IrbesartanHäufigErschöpfung
LacosamidHäufigBei Kindern: Schläfrigkeit (Somnolenz) · Schläfrigkeit · Müdigkeit, Schwächegefühl (Asthenie), Gefühl der Betrunkenheit, Reizbarkeit
LamotriginHäufigSchläfrigkeit oder Benommenheit · Müdigkeit
LeflunomidHäufigMüdigkeit (Asthenie)
LevocabastinHäufigNasenspray: Müdigkeit, Schmerzen · Nasenspray: Benommenheit, Schläfrigkeit
LevocetirizinHäufigMüdigkeit · Schläfrigkeit, Benommenheit (Somnolenz) · Abgeschlagenheit
Levodopa/CarbidopaHäufigSchwindelgefühl, Schläfrigkeit, Benommenheit, Schlafprobleme · Schmerzen im Brustraum, Ermüdung, Schwächegefühl · Übermäßige Tagesschläfrigkeit und plötzliches Einschlafen
LevomethadonHäufigBenommenheit, Beruhigung (Sedation), Verwirrtheit, Desorientiertheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe, gelegentlich bis häufig
LiraglutidHäufigSchwäche- oder Müdigkeitsgefühl
LisdexamfetaminHäufigMüdigkeitsgefühl · Bei Kindern und Jugendlichen: ungewöhnliche Schläfrigkeit · Ungewöhnliche Schläfrigkeit
LoratadinHäufigSchläfrigkeit (bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren) · Bei Kindern von 2 bis 12 Jahren: Müdigkeit · Müdigkeit
LosartanHäufigSchwächegefühl (Asthenie) und Müdigkeit · Schläfrigkeit (Somnolenz)
MedroxyprogesteronHäufigBenommenheit · Abgeschlagenheit, Erschöpfung · Krampfanfälle, Schläfrigkeit
MemantinHäufigSchläfrigkeit · Müdigkeit
MethotrexatHäufigBenommenheit
MethylphenidatHäufigUngewöhnliche Schläfrigkeit oder Benommenheit, sich müde fühlen · Lustlosigkeit (Lethargie)
MorphinHäufigUnwohlsein, Schwächegefühl, Müdigkeit oder Erschöpfung · Benommenheit, Sedierung (dosisabhängig), Ohnmacht, Missempfindungen
MoxonidinHäufigBenommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz)
MycophenolsäureHäufigMüdigkeit und Fieber · Anzeichen einer Grippe oder eines grippalen Infekts (wie Müdigkeit, Schüttelfrost, Halsschmerzen, schmerzende Gelenke oder Muskeln), geschwollene Fußknöchel und Füße, Schmerz, Muskelsteifigkeit,…
NaproxenHäufigSchlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, Müdigkeit
NaratriptanHäufigBenommenheit, Schwindel, Gefühl von Kribbeln · Müdigkeit oder allgemeines Unwohlsein, Hitzewallungen · Übermäßige Schläfrigkeit (Somnolenz)
NebivololHäufigMüdigkeit
NifedipinHäufigSchwindel, Benommenheit, Schwächegefühl · Schläfrigkeit oder Müdigkeit, Nervosität
NoscapinHäufigKopfschmerzen, Benommenheit
OlmesartanHäufigMüdigkeit, grippeähnliche Beschwerden, Schmerzen und Schmerzen im Brustkorb
OpipramolHäufigMüdigkeit, besonders zu Beginn der Behandlung · Schwindel, Benommenheit, Zittern
OxazepamHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Beruhigung (Sedierung) · Ermüdung (und Tagesmüdigkeit)
PaliperidonHäufigRuhelosigkeit (laut Fachinformation Akathisie), sich schläfrig fühlen oder unaufmerksam sein (Sedierung, Somnolenz) · Fieber, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit)
ParoxetinHäufigSchlaflosigkeit oder Schläfrigkeit
PiroxicamHäufigKopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit (zentralnervöse Störungen)
PropiverinHäufigMüdigkeit und Erschöpfung
PropranololHäufigInsbesondere zu Beginn der Behandlung Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit oder Kopfschmerzen
RamiprilHäufigMüdigkeit und Schmerzen im Brustkorb · Schlafstörungen, auch Schläfrigkeit (Somnolenz)
RisankizumabHäufigMüdigkeit (Fatigue; laut Fachinformation einschließlich Schwäche, in der Fachinformation zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch Unwohlsein)
RivaroxabanHäufigVerminderte Leistungsfähigkeit (Schwäche, Müdigkeit)
RivastigminHäufigMüdigkeits- oder Schwächegefühl (Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit) · Zittern und Schläfrigkeit
RizatriptanHäufigSchwindelgefühl und Schläfrigkeit, in klinischen Studien zusammen mit Schwäche und Müdigkeit die häufigsten Nebenwirkungen · Schwäche und Müdigkeit, in klinischen Studien unter den häufigsten Nebenwirkungen
Sacubitril/ValsartanHäufigMüdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie)
SecukinumabHäufigErmüdung
SemaglutidHäufigMüdigkeit (Erschöpfung)
SumatriptanHäufigSchläfrigkeit oder Benommenheit · Müdigkeit, sich schwach fühlen
TerbinafinHäufigMüdigkeit, Erschöpfung
TianeptinHäufigSchlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen
Tilidin/NaloxonHäufigMüdigkeit, Benommenheit · Schlafsucht (Somnolenz)
TorasemidHäufigMüdigkeit, Schwäche, vor allem zu Behandlungsbeginn
TramadolHäufigKopfschmerz, Benommenheit · Erschöpfung
TrazodonHäufigMüdigkeit · Schläfrigkeit, Benommenheit (Somnolenz), verminderte Aufmerksamkeit
UpadacitinibHäufigFatigue: sich ungewöhnlich müde, erschöpft und schwach fühlen
UstekinumabHäufigMüdigkeitsgefühl (Ermüdung, Fatigue)
ValproinsäureHäufigStupor mit Taubheitsgefühl und Unbeweglichkeit, starke Schläfrigkeit und Benommenheit, bei der vorübergehende Bewusstlosigkeit möglich ist, manchmal mit weiteren Krampfanfällen; in der Regel nach plötzlicher…
VedolizumabHäufigMüdigkeit (Fatigue)
VerapamilHäufigSchwindel- bzw. Benommenheitsgefühl · Müdigkeit · Schläfrigkeit, Benommenheit, Bewusstseinstrübung (Somnolenz)
XipamidHäufigKopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie) und Schwindel · Antriebslosigkeit und Müdigkeit · Krampfanfälle, Benommenheit, Verwirrtheit und Kreislaufkollaps infolge einer verminderten Blutmenge bei sehr starker…
ZolmitriptanHäufigSchläfrigkeit, Schwindel oder Hitzegefühl
ZolpidemHäufigSchläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Wachsamkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel · Erschöpfung (Fatigue)
ZopiclonHäufigBenommenheit am folgenden Tag · Müdigkeit
AciclovirGelegentlichFieber, Müdigkeit · Erscheinungen am Nervensystem: körperliche Unruhe, Verwirrtheit, Zittern, Bewegungs- und Sprachstörungen, Wahnvorstellungen, Entfremdungserlebnisse, Krampfanfälle, krankhafte Veränderung des…
AmiodaronGelegentlichMüdigkeit
AtorvastatinGelegentlichBenommenheit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern oder Zehen, verminderte Empfindlichkeit der Haut für leichte Berührung oder Schmerz, Geschmacksstörungen, Gedächtnisverlust (Amnesie) · Erschöpfung, Unwohlsein,…
AzithromycinGelegentlichSchwindelgefühl, Schläfrigkeit (Somnolenz), veränderter Geschmackssinn (Dysgeusie), Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesie) · Schwäche, Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen
BrinzolamidGelegentlichAllgemeines Schwächegefühl, Müdigkeit, ungewöhnliches Gefühl, Schmerzen und Engegefühl in der Brust (Brustkorbbeschwerden) · Eingeschränktes Erinnerungsvermögen und Schläfrigkeit (Somnolenz)
ButylscopolaminGelegentlichMüdigkeit
CefaclorGelegentlichSchläfrigkeit, übertrieben aktives Verhalten (Hyperaktivität) oder Schwindel
CefpodoximGelegentlichSchwächezustände wie Kraftlosigkeit (Asthenie), Ermüdung und Unwohlsein (Malaise)
CelecoxibGelegentlichKribbelgefühl (Parästhesie), Schläfrigkeit (Somnolenz) · Angst, Depression, Müdigkeit (Ermüdung)
CiprofloxacinGelegentlichKopfschmerz, Benommenheit, Schlaf- oder Geschmacksstörungen
ClarithromycinGelegentlichBenommenheit (Schläfrigkeit) · Allgemeines Unwohlsein, Schwächegefühl (Asthenie), Brustschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit
ClopidogrelGelegentlichBenommenheit oder Schwindel
DesogestrelGelegentlichMüdigkeit
Dienogest/EthinylestradiolGelegentlichErschöpfung einschließlich Schwäche, Ermüdung und allgemeinem Unwohlsein
DihydralazinGelegentlichAbgeschlagenheit und Fieber
DomperidonGelegentlichBenommenheit (Somnolenz)
DrospirenonGelegentlichMüdigkeit, Schwellungen durch Wassereinlagerungen (periphere Ödeme)
EsomeprazolGelegentlichSchwindel, Kribbeln (Parästhesie) oder Müdigkeit
Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring)GelegentlichMüdigkeit, Unwohlsein, Reizbarkeit
FamotidinGelegentlichMüdigkeit · Schläfrigkeit
FelodipinGelegentlichMüdigkeit
FluconazolGelegentlichUnfähigkeit zu schlafen (Insomnie), Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber; laut Fachinformation auch Schwäche (Asthenie)
HydroxychloroquinGelegentlichSchläfrigkeit, Unruhe oder Empfindungsstörungen (Parästhesien)
IbuprofenGelegentlichKopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit (zentralnervöse Störungen)
IvabradinGelegentlichMüdigkeits- und Schwächegefühl (Erschöpfung, Asthenie), möglicherweise im Zusammenhang mit einem verlangsamten Herzschlag
KetotifenGelegentlichBenommenheit (Somnolenz)
LatanoprostGelegentlichKopfschmerzen und Benommenheit
LercanidipinGelegentlichSchläfrigkeit (Somnolenz) · Schwächegefühl (Asthenie), Ermüdung
LevofloxacinGelegentlichSchläfrigkeit, Zittern (Tremor)
LisinoprilGelegentlichKribbeln ("Ameisenlaufen", Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo), Veränderungen des Geschmackssinns, Schläfrigkeit oder andere Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit · Müdigkeit, Verlust an Muskelkraft (Asthenie)
LoperamidGelegentlichSchläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit
MelatoninGelegentlichLethargie (Müdigkeit, Antriebslosigkeit), Benommenheit, Schläfrigkeit · Abgeschlagenheit, Schmerzen, Durst
MetronidazolGelegentlichSchläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Sinnestäuschungen (Halluzinationen), Verwirrtheitszustände, Erregbarkeit, traurige Verstimmtheit (Depression)
MontelukastGelegentlichSchwindel, Benommenheit, Kribbeln und Taubheitsgefühl (Parästhesie, Hypästhesie) · Schwäche, Müdigkeit (Asthenie, Fatigue), Unwohlsein, Schwellungen (Ödem)
MoxifloxacinGelegentlichZittern, Schwindel, Schläfrigkeit · Allgemeines Unwohlsein (überwiegend Schwächegefühl oder Müdigkeit), Schmerzzustände (insbesondere in Rücken, Brust, Becken und in den Gliedmaßen), Schwitzen
NitrendipinGelegentlichSchwindel, Migräne, Benommenheit und Müdigkeit
OmalizumabGelegentlichSchläfrigkeit oder Müdigkeit
OmeprazolGelegentlichSchwindel, Kribbeln wie Ameisenlaufen (Parästhesien) und Schläfrigkeit
PantoprazolGelegentlichSchwächegefühl, Erschöpfungsgefühl oder allgemeines Unwohlsein
PentoxyverinGelegentlichSchläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit mit Erschöpfung (Fatigue)
PivmecillinamGelegentlichKopfschmerzen, Benommenheit · Müdigkeit oder Energiemangel (Erschöpfung)
PravastatinGelegentlichMüdigkeit
PridinolGelegentlichMüdigkeit und ein Gefühl von Schwäche (Asthenie)
ProgesteronGelegentlichMüdigkeit beziehungsweise Schläfrigkeit, vorübergehendes Schwindelgefühl
PyrantelGelegentlichMüdigkeit
RanolazinGelegentlichMüdigkeits- oder Trägheitsgefühl (Lethargie), Schläfrigkeit oder Benommenheit (Somnolenz) · Müdigkeit, Schwellungs- oder Blähungsgefühl (Wassereinlagerungen, peripheres Ödem)
SildenafilGelegentlichSchläfrigkeit (Somnolenz), vermindertes Tastgefühl (Hypästhesie) · Wärmegefühl, Müdigkeit
SitagliptinGelegentlichBei Einnahme zusammen mit Metformin: Schläfrigkeit
SolifenacinGelegentlichSchläfrigkeit · Müdigkeit, Flüssigkeitsansammlungen in den Unterschenkeln (Ödem)
SpironolactonGelegentlichKopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe (Ataxie), Schwächegefühl, Schwindel
TadalafilGelegentlichSchwellung von Händen, Füßen oder Gelenken (periphere Ödeme), Müdigkeit
TimololGelegentlichMüdigkeit · Mangeldurchblutung des Gehirns, Benommenheit und Migräne
UrapidilGelegentlichMüdigkeit
ValsartanGelegentlichMüdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie) · Erniedrigte Natriumwerte im Blut, die Müdigkeit, Verwirrtheit, Muskelzucken und/oder in schweren Fällen Krämpfe hervorrufen können
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinSeltenErschöpfung
BiperidenSeltenMüdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit und Gedächtnisstörungen
DydrogesteronSeltenSchläfrigkeit
EstradiolSeltenErmüdung
IndapamidSeltenMüdigkeitsgefühl
MesalazinSeltenSchwächegefühl (Kraftlosigkeit), Müdigkeit
TelmisartanSeltenSchläfrigkeit (Somnolenz)
AzelastinSehr seltenNasenspray: Benommenheit oder Schläfrigkeit (Somnolenz) · Nasenspray: Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwindel- oder Schwächegefühl, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können
IsotretinoinSehr seltenGelbfärbung der Haut oder Augen und Müdigkeitsgefühl als mögliche Anzeichen einer Leberentzündung (Hepatitis) · Krämpfe, Benommenheit, Schwindel
MebeverinSehr seltenBenommenheit
MethocarbamolSehr seltenBenommenheit · Schläfrigkeit · Müdigkeit
MidazolamSehr seltenBenommenheit und verlängerte Beruhigung, auch nach einem operativen Eingriff; Ermüdung
OxymetazolinSehr seltenUnruhe, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Beruhigung (Sedierung), Kopfschmerzen
XylometazolinSehr seltenUnruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit (Schläfrigkeit), Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Halluzinationen (vorrangig bei Kindern)
ClindamycinNicht bekanntSchwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen
ColestyraminNicht bekanntKopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit · Müdigkeit
DoxepinNicht bekanntMüdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Zittern, Schlafstörungen
DoxylaminNicht bekanntSchläfrigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen · Müdigkeit, Mattigkeit, verlängerte Reaktionszeit
ErythromycinNicht bekanntVorübergehende Störungen des zentralen Nervensystems wie Verwirrtheitszustände, Krampfanfälle, Halluzinationen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl
JohanniskrautNicht bekanntMüdigkeit
Levodopa/BenserazidNicht bekanntMüdigkeit, übermäßige Müdigkeit am Tage, plötzliche Schlafattacken
LithiumNicht bekanntSchwindel und Benommenheit; laut Fachinformation auch Drehschwindel · Halluzinationen, Schläfrigkeit (Somnolenz), Erinnerungsverlust (Amnesie)
OfloxacinNicht bekanntBenommenheit
TrimipraminNicht bekanntBesonders zu Beginn der Behandlung: Zittern (Tremor), Benommenheit und Schwindel · Beruhigung (Sedierung) · Besonders zu Beginn der Behandlung: Müdigkeit

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (223 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Müdigkeit als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (30 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Müdigkeit als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AmoxicillinBlutarmut durch übermäßigen Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Blässe und Gelbfärbung von Haut und AugenweißSehr selten
AmoxicillinArzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit anhaltendem Erbrechen 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme, dazu möglich Bauchschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Durchfall und niedriger…Nicht bekannt
Amoxicillin/ClavulansäureArzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme; weitere Symptome können Bauchschmerzen, Lethargie, Durchfall und…Nicht bekannt
ApixabanBlutarmut (Anämie), die Müdigkeit und Blässe verursachen kannHäufig
AzathioprinUnterdrückung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression); mögliche Zeichen sind erhöhte Infektanfälligkeit, Entzündungen in Mund und Hals, erhöhte Blutungsneigung, Erschöpfung (Fatigue) und eine allgemein schlechte körperliche VerfassungSehr häufig
AzathioprinBlutarmut durch weniger rote Blutkörperchen (Anämie), die zu Ermüdung, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit bei körperlicher Betätigung, Schwindel und Blässe führen kannGelegentlich
AzithromycinBlutarmut durch verstärkten Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) mit Müdigkeit und blasser HautNicht bekannt
BaclofenBeeinträchtigung der Gehirnfunktion (Enzephalopathie) mit vermehrter Schläfrigkeit, Benommenheit, Verwirrtheit, Muskelzuckungen oder Koma; bildete sich nach dem Absetzen zurückNicht bekannt
Budesonid/FormoterolUnterdrückung der Nebennierenfunktion; mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Schwäche, Magenprobleme einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Durchfall, Dunkelfärbung der Haut und GewichtsverlustSehr selten
CalcitriolErhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder SchwächeSelten
CarbamazepinHoher Ammoniakspiegel im Blut (Hyperammonämie), möglicherweise mit Reizbarkeit, Verwirrtheit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und SchläfrigkeitNicht bekannt
ClopidogrelVerringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie, auch schwer); Fieber, Anzeichen einer Infektion oder ausgeprägte Müdigkeit können darauf beruhenSelten
DapagliflozinDiabetische Ketoazidose bei Typ-2-Diabetes (erhöhte Konzentration von Ketonkörpern in Urin oder Blut), unabhängig vom Blutzuckerspiegel möglich, also auch bei normalem Blutzucker; Anzeichen sind Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, übermäßiger Durst,…Selten
EmpagliflozinKetoazidose (erhöhte Konzentration von Ketonkörpern in Blut oder Urin), eine schwerwiegende, manchmal lebensbedrohliche Komplikation, die unabhängig vom Blutzuckerspiegel auftreten kann; Anzeichen sind unter anderem rascher Gewichtsverlust, Übelkeit oder…Gelegentlich
EsomeprazolLeberfunktionsstörungen und Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel gefärbter Urin und MüdigkeitSelten
EsomeprazolZu niedriger Magnesiumwert im Blut (Hypomagnesiämie), möglich bei Anwendung über mehr als 3 Monate; Zeichen können Erschöpfung, unwillkürliche Muskelanspannungen (Muskelkontraktionen), Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindelgefühl und ein schnellerer Herzschlag…Nicht bekannt
EtanerceptLupus oder Lupus-ähnliches Syndrom mit Beschwerden wie anhaltendem Ausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit; laut Fachinformation auch kutaner und subakuter kutaner Lupus erythematodesSelten
FluvastatinLeberentzündung (Hepatitis) mit ungewohnter Müdigkeit oder Fieber, Gelbfärbung von Haut und Augenweiß oder dunklem UrinSehr selten
FluvastatinLupus-erythematodes-ähnliche Reaktion: roter, fleckiger Hautausschlag vor allem im Gesicht, möglicherweise mit Abgeschlagenheit, Fieber, Übelkeit und AppetitverlustSehr selten
HydrochlorothiazidBei sehr starker Harnausscheidung mit verminderter Blutmenge und Flüssigkeitsmangel: Krampfanfälle, Benommenheit, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Kreislaufkollaps und akutes NierenversagenSelten
Insulin degludecAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeit) wie Nesselsucht, Schwellungen von Zunge und Lippen, Durchfall, Übelkeit, Müdigkeit und JuckreizSelten
IsotretinoinSchwierigkeiten beim Wasserlassen, geschwollene Augenlider, Gefühl übermäßiger Müdigkeit als mögliche Anzeichen einer Nierenentzündung (Glomerulonephritis)Sehr selten
MethotrexatBlutarmut (Anämie), Schädigung des Knochenmarks, starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) oder aller Blutzellen (Panzytopenie); mögliche Zeichen sind Fieber, Halsschmerzen, Geschwüre im Mund, allgemeines Krankheitsgefühl, starke…Häufig
MycophenolsäureVerminderte Anzahl roter Blutkörperchen, die zu Müdigkeit, Atemnot oder Blässe führen kann (Anämie)Häufig
OfatumumabAllgemeine (systemische) Reaktionen auf die Injektion wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit, meist innerhalb von 24 Stunden nach einer Injektion und vor allem nach der erstenSehr häufig
OmalizumabSystemischer Lupus erythematodes (SLE); mögliche Zeichen sind Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Schwellung, Hautausschlag, Fieber, Gewichtsabnahme und MüdigkeitSelten
OxcarbazepinSchilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), erkennbar an Gewichtszunahme, Müdigkeit, Haarausfall, Muskelschwäche und KältegefühlGelegentlich
PropiverinBlutdrucksenkung mit BenommenheitGelegentlich
RanolazinNiedriger Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie), der zu Müdigkeit und Verwirrtheit, Muskelzucken, Krämpfen und Koma führen kannSelten
SimvastatinLeberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht (Ikterus) mit Gelbfärbung von Haut und Augen, Juckreiz, dunklem Urin oder hellem Stuhl, Müdigkeits- oder Schwächegefühl und AppetitlosigkeitSelten
TacrolimusSchädigung der kleinsten Blutgefäße (thrombotische Mikroangiopathie), auch als hämolytisch-urämisches Syndrom mit wenig oder keinem Urin (akutes Nierenversagen), extremer Müdigkeit, Gelbsucht, ungewöhnlichen Blutergüssen oder Einblutungen und Anzeichen einer…Gelegentlich
TacrolimusSehr starke Verminderung der roten Blutkörperchen (Pure Red Cell Aplasia), Blutarmut durch vermehrten Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) und Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen mit Fieber (febrile Neutropenie); mögliche Beschwerden sind…Nicht bekannt
TerbinafinEntzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis) mit Beschwerden wie Hautausschlag, Fieber, Juckreiz, Müdigkeit oder violetten Flecken unter der HautoberflächeNicht bekannt
TirzepatidNiedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und SchwitzenSehr häufig
TopiramatStoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose), die zu gestörter Atmung einschließlich Kurzatmigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, übermäßiger Müdigkeit und schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag führen kannGelegentlich
TopiramatHoher Ammoniakspiegel im Blut (Hyperammonämie), der die Hirnfunktion verändern kann (hyperammonämische Enzephalopathie); Anzeichen sind Schwierigkeiten zu denken, sich zu erinnern oder Probleme zu lösen, verringerte Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, Müdigkeit…Selten

Allgemeines Schwächegefühl (Asthenie) zeigt die zweite Tabelle, Muskelschwäche die Seite Muskelschmerzen und Muskelschwäche.

Schwäche (Asthenie) als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AnastrozolSehr häufigSchwächegefühl (Asthenie)
CarvedilolSehr häufigSchwäche (Asthenie), Müdigkeit
CitalopramSehr häufigSchwäche oder Kraftlosigkeit (Asthenie)
EnalaprilSehr häufigSchwächegefühl (Asthenie)
EnzalutamidSehr häufigMüdigkeit (laut Fachinformation Asthenie und Fatigue)
FluoxetinSehr häufigMüdigkeit (laut Fachinformation einschließlich Schwäche)
IsotretinoinSehr häufigBlutarmut (Anämie) mit Schwäche, Schwindel und blasser Haut, wenn die roten Blutkörperchen betroffen sind; laut Fachinformation auch erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit
MethotrexatSehr häufigSchwächegefühl
NivolumabSehr häufigErmüdungs- oder Schwächegefühl, Fieber · Guillain-Barré-Syndrom (vorübergehende Nervenentzündung mit Schmerzen, Schwäche und Lähmung der Gliedmaßen); Verlust der Schutzschicht der Nerven (Demyelinisierung); myasthenes…
PembrolizumabSehr häufigMüdigkeit und Erschöpfung, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Schwellungen, Fieber · Verminderte Funktion der Nebenschilddrüse mit Muskelkrämpfen oder -spasmen, Erschöpfung und Schwächegefühl
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Fieber, Schwäche (Asthenie)
SemaglutidSehr häufigUnterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin; Warnzeichen können plötzlich auftreten: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit…
TirzepatidSehr häufigNiedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit,…
XipamidSehr häufigSpannungsverlust der Skelettmuskulatur
AlendronsäureHäufigMüdigkeit oder Schwäche (Asthenie)
AlfuzosinHäufigSchwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel · Schwächegefühl (Asthenie), Unwohlsein
AlprazolamHäufigSchwäche (Asthenie)
AmiodaronHäufigLungenschäden durch Amiodaron: Lungenentzündungen (Hypersensitivitäts-Pneumonitis, alveoläre oder interstitielle Pneumonie), Vermehrung von Bindegewebe (Fibrose), Rippenfellentzündung (Pleuritis), Entzündung der…
AmlodipinHäufigMüdigkeit, Schwächegefühl
ApixabanHäufigBei Vorhofflimmern: niedriger Blutdruck mit möglichem Schwächegefühl und beschleunigtem Herzschlag
AtomoxetinHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Kraftlosigkeit, Energielosigkeit · Bei Erwachsenen: Kraftlosigkeit, Energielosigkeit, Müdigkeit, Antriebs- und Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Schüttelfrost und Durstgefühl
BisoprololHäufigSchwächegefühl (Asthenie) bei Menschen mit Herzschwäche · Schwächegefühl (Asthenie) bei Menschen mit Bluthochdruck oder Angina pectoris
Botulinumtoxin Typ AHäufigAllgemeines Schwächegefühl (Asthenie), Ermüdung, grippeähnliche Erkrankung, Schmerzen oder blauer Fleck an der Injektionsstelle (bei allen Anwendungsgebieten) · Ausbreitung der Toxinwirkung über die Injektionsstelle…
BupropionHäufigSchwäche, Müdigkeit (Asthenie)
ChlortalidonHäufigSchwindel- und Schwächegefühl
DienogestHäufigSchwäche (asthenischer Zustand), Reizbarkeit
DorzolamidHäufigSchwäche oder Müdigkeit (Fatigue)
DoxazosinHäufigSchwächegefühl, Brustschmerzen, grippeähnliche Beschwerden, Schwellungen im Bereich von Knöcheln, Füßen oder Fingern (periphere Ödeme)
EplerenonHäufigSchwächegefühl (Asthenie)
EtoricoxibHäufigSchwäche und Müdigkeit, grippeartige Erkrankung
EzetimibHäufigZusammen mit einem Statin: Muskelschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskulatur · Zusammen mit einem Statin: ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche (Asthenie), Schwellungen vor allem an Händen und Füßen…
FentanylHäufigStarke Müdigkeit, Schwäche oder allgemeines Unwohlsein
FlecainidHäufigSchwäche, Müdigkeit (Fatigue), Fieber, Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (Ödeme) und allgemeines Unwohlsein
GabapentinHäufigSchwellungen an Armen und Beinen (periphere Ödeme), Schwierigkeiten beim Gehen, Schwäche, Schmerzen, Unwohlsein, grippeähnliche Beschwerden
GlyceroltrinitratHäufigSchwächegefühl (Asthenie)
HydromorphonHäufigSchwächezustände (Asthenie)
InfliximabHäufigGefühl von Müdigkeit oder Schwäche
LacosamidHäufigMüdigkeit, Schwächegefühl (Asthenie), Gefühl der Betrunkenheit, Reizbarkeit
LeflunomidHäufigMüdigkeit (Asthenie)
LevetiracetamHäufigSchwächegefühl (Asthenie), Müdigkeit
Levodopa/CarbidopaHäufigSchmerzen im Brustraum, Ermüdung, Schwächegefühl
LevomethadonHäufigSchweißausbrüche, Mattigkeit, Schwächeanfälle, Wassereinlagerungen (Ödeme), gelegentlich bis häufig
LiraglutidHäufigSchwäche- oder Müdigkeitsgefühl
LorazepamHäufigMuskelschwäche, Mattigkeit
LosartanHäufigSchwächegefühl (Asthenie) und Müdigkeit
MedroxyprogesteronHäufigAbgeschlagenheit, Erschöpfung
MethylphenidatHäufigErhöhte Temperatur (Fieber), Durst, Schwächegefühl
MetoclopramidHäufigSchwächegefühl (Asthenie)
MorphinHäufigUnwohlsein, Schwächegefühl, Müdigkeit oder Erschöpfung
MoxonidinHäufigAllgemeine Schwäche (Asthenie)
MycophenolsäureHäufigSchwäche (Asthenie) · Anzeichen einer Grippe oder eines grippalen Infekts (wie Müdigkeit, Schüttelfrost, Halsschmerzen, schmerzende Gelenke oder Muskeln), geschwollene Fußknöchel und Füße, Schmerz, Muskelsteifigkeit,…
NifedipinHäufigSchwindel, Benommenheit, Schwächegefühl
OlanzapinHäufigSchwäche
OxcarbazepinHäufigSchwäche
OxycodonHäufigSchwächegefühl (Asthenie) und Erschöpfung (Fatigue)
PaliperidonHäufigFieber, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit)
ParoxetinHäufigUngewöhnliches Schwächegefühl
PipamperonHäufigKraftlosigkeit
QuetiapinHäufigSchwächegefühl (Asthenie)
RanolazinHäufigSchwächegefühl (Asthenie)
RisankizumabHäufigMüdigkeit (Fatigue; laut Fachinformation einschließlich Schwäche, in der Fachinformation zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch Unwohlsein)
RisperidonHäufigSchwellungen am Körper, an Armen oder Beinen (Ödeme), Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit), Schmerzen
RivaroxabanHäufigVerminderung der roten Blutkörperchen (Anämie), die blasse Haut, Schwächegefühl oder Atemlosigkeit verursachen kann · Verminderte Leistungsfähigkeit (Schwäche, Müdigkeit)
RivastigminHäufigMüdigkeits- oder Schwächegefühl (Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit)
RizatriptanHäufigSchwäche und Müdigkeit, in klinischen Studien unter den häufigsten Nebenwirkungen
RosuvastatinHäufigKraftlosigkeit (Asthenie)
Sacubitril/ValsartanHäufigMüdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie)
SertralinHäufigUnwohlsein, Brustschmerzen, Schwäche (Asthenie), Fieber
SumatriptanHäufigMüdigkeit, sich schwach fühlen
TacrolimusHäufigAllgemeine Schwäche, Fieber, Flüssigkeitsansammlung im Körper, Schmerzen und Beschwerden, gestörtes Temperaturempfinden
TapentadolHäufigSchwächegefühl, Müdigkeit, Empfinden von Schwankungen der Körpertemperatur, trockene Schleimhäute, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödem)
TianeptinHäufigSchwäche (Asthenie) und das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben
TopiramatHäufigFieber, Unwohlsein und Schwäche
TorasemidHäufigMüdigkeit, Schwäche, vor allem zu Behandlungsbeginn
TrastuzumabHäufigSchwächegefühl und Unwohlsein (die Schwäche, Asthenie, stuft die Fachinformation als sehr häufig ein)
UpadacitinibHäufigFatigue: sich ungewöhnlich müde, erschöpft und schwach fühlen
VedolizumabHäufigLaut Fachinformation Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion, darunter Schwäche (Asthenie; in der Studie zur Pouchitis berichtet), und Reaktionen an der Infusionsstelle wie Schmerzen oder Reizung
VenlafaxinHäufigErschöpfung (Asthenie), Abgeschlagenheit (Fatigue) und Schüttelfrost
ZolmitriptanHäufigSchwächegefühl (Asthenie)
AtorvastatinGelegentlichErschöpfung, Unwohlsein, Schwächegefühl, Schmerzen im Brustkorb, Schwellungen vor allem an den Knöcheln (Ödeme), erhöhte Temperatur
AzithromycinGelegentlichSchwäche, Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen
BimatoprostGelegentlichSchwäche (Asthenie)
BrinzolamidGelegentlichAllgemeines Schwächegefühl, Müdigkeit, ungewöhnliches Gefühl, Schmerzen und Engegefühl in der Brust (Brustkorbbeschwerden) · Brustkorbschmerz, Gefühl der Zerfahrenheit, Reizbarkeit und körperliche Schwäche (Asthenie)
CefpodoximGelegentlichSchwächezustände wie Kraftlosigkeit (Asthenie), Ermüdung und Unwohlsein (Malaise)
CetirizinGelegentlichExtreme Müdigkeit (Asthenie), allgemeines Unwohlsein (Malaise)
CiprofloxacinGelegentlichAllgemeines Unwohlsein (Kraftlosigkeit) oder Fieber
ClarithromycinGelegentlichAllgemeines Unwohlsein, Schwächegefühl (Asthenie), Brustschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit
Dienogest/EthinylestradiolGelegentlichErschöpfung einschließlich Schwäche, Ermüdung und allgemeinem Unwohlsein
DomperidonGelegentlichAllgemeines Schwächegefühl (Asthenie)
DydrogesteronGelegentlichVeränderungen der Leberfunktion, mit Schwäche (Asthenie) oder Unwohlsein, Gelbsucht (Ikterus) und Bauchschmerzen
FluconazolGelegentlichMüdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber; laut Fachinformation auch Schwäche (Asthenie)
GuanfacinGelegentlichSchwächegefühl (Asthenie)
IbandronsäureGelegentlichBei der Spritze: Schmerzen oder Verletzungen an der Injektionsstelle, Schwächegefühl (Asthenie)
IvabradinGelegentlichMüdigkeits- und Schwächegefühl (Erschöpfung, Asthenie), möglicherweise im Zusammenhang mit einem verlangsamten Herzschlag
LercanidipinGelegentlichSchwächegefühl (Asthenie), Ermüdung
LeuprorelinGelegentlichBei Frauen (Enantone-Gyn): Schwächegefühl oder verminderte körperliche Leistungsfähigkeit
LevocetirizinGelegentlichAbgeschlagenheit
LevofloxacinGelegentlichAllgemeine Schwäche (Asthenie)
LisinoprilGelegentlichMüdigkeit, Verlust an Muskelkraft (Asthenie)
MelatoninGelegentlichSchwächegefühl (Asthenie)
MetronidazolGelegentlichSchwächegefühl · Stark verringerte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder aller Blutkörperchen (Panzytopenie); Anzeichen sind Schwäche, erhöhte Anfälligkeit…
MontelukastGelegentlichSchwäche, Müdigkeit (Asthenie, Fatigue), Unwohlsein, Schwellungen (Ödem)
MoxifloxacinGelegentlichAllgemeines Unwohlsein (überwiegend Schwächegefühl oder Müdigkeit), Schmerzzustände (insbesondere in Rücken, Brust, Becken und in den Gliedmaßen), Schwitzen · Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheits- oder…
OlmesartanGelegentlichSchwäche (Asthenie) und Unwohlsein · Kraftlosigkeit (laut Fachinformation Lethargie)
OndansetronGelegentlichNiedriger Blutdruck, der Schwäche- oder Schwindelgefühle verursachen kann (Hypotonie)
PantoprazolGelegentlichSchwächegefühl, Erschöpfungsgefühl oder allgemeines Unwohlsein
PregabalinGelegentlichKraftlosigkeit, Durst, Engegefühl in der Brust, Schmerzen, Frösteln, Fieber
PridinolGelegentlichMüdigkeit und ein Gefühl von Schwäche (Asthenie)
SpironolactonGelegentlichKopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe (Ataxie), Schwächegefühl, Schwindel
SulfasalazinGelegentlichSchwellungen im Gesicht (Gesichtsödeme), allgemeines Schwächegefühl
TamsulosinGelegentlichSchwächegefühl (Asthenie)
TelmisartanGelegentlichSchmerzen im Brustbereich, Schwächegefühl (Asthenie)
TrospiumchloridGelegentlichAllgemeine Körperschwäche, Brustschmerzen
UstekinumabGelegentlichSchwächegefühl (Asthenie)
ValsartanGelegentlichMüdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie)
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinSeltenErschöpfung
CalcitriolSeltenErhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder Schwäche
EsomeprazolSeltenZu niedriger Natriumwert im Blut (Hyponatriämie); das kann zu Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Muskelkrämpfen führen
MesalazinSeltenSchwächegefühl (Kraftlosigkeit), Müdigkeit
RamiprilSeltenSchwächegefühl (Asthenie)
SimvastatinSeltenSchwäche (Asthenie)
TimololSeltenSchwächegefühl und Schmerzen im Brustbereich
TramadolSeltenVerminderte Muskelkraft
AzelastinSehr seltenNasenspray: Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwindel- oder Schwächegefühl, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können
Budesonid/FormoterolSehr seltenUnterdrückung der Nebennierenfunktion; mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Schwäche, Magenprobleme einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Durchfall, Dunkelfärbung der Haut und Gewichtsverlust
DigitoxinSehr seltenSprachstörungen (Aphasien), Schwäche, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Unwohlsein
HydrochlorothiazidSehr seltenPlötzlich auftretendes Lungenödem mit Schockbeschwerden, vermutlich allergisch; akute Atemnot (akutes Atemnotsyndrom) mit starker Kurzatmigkeit, Fieber, Schwäche und Verwirrtheit
NitrofurantoinSehr seltenVerschiedene Formen einer Blutarmut (Anämie), die sich durch blasse Haut, Schwäche und Atemlosigkeit äußern können, und Blutbildveränderungen (laut Fachinformation z. B. Eosinophilie, Thrombozytopenie, Agranulozytose…
PravastatinSehr seltenEntzündung eines oder mehrerer Muskeln mit Muskelschmerzen oder -schwäche (Myositis, Polymyositis oder Dermatomyositis); Schmerzen oder Schwäche der Muskeln (laut Fachinformation Myopathie) · Anhaltende Muskelschwäche;…
BenzydaminNicht bekanntSchwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock); Anzeichen können Atemnot, Brustschmerz, Brustenge, Schwindel, Schwächegefühl, starker Juckreiz der Haut, tastbare Knoten auf der Haut und eine Schwellung von…
DesloratadinNicht bekanntAußergewöhnliche Müdigkeit (Asthenie)
EtanerceptNicht bekanntVerschlechterung einer Dermatomyositis (Muskelentzündung und -schwäche mit Hautveränderungen)
FluvastatinNicht bekanntAnhaltende Muskelschwäche; laut Fachinformation eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie mit anhaltender Schwäche der rumpfnahen Muskeln und erhöhter Kreatinkinase, die auch nach dem Absetzen fortbestehen
HydroxychloroquinNicht bekanntMuskelerkrankungen (Myopathien der Skelettmuskulatur, Neuromyopathien) mit zunehmender Schwäche und Abbau rumpfnaher Muskelgruppen; sie können sich nach dem Absetzen zurückbilden, was viele Monate dauern kann
MetamizolNicht bekanntStarke Verminderung verschiedener Arten von Blutzellen (Panzytopenie), die zu Schwäche, Blutergüssen oder Infektionen führen kann, einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang · Verminderung der roten Blutkörperchen bei…
MinoxidilNicht bekanntSchwindel, Benommenheit, Schwächegefühl (laut Fachinformation möglicherweise als Folge eines zu niedrigen oder zu hohen Blutdrucks)
TestosteronNicht bekanntSchwächegefühl (Asthenie), Unwohlsein, Ödeme, erhöhtes Auftreten von Wassereinlagerungen und Ödemen, Überempfindlichkeitsreaktionen
TizanidinNicht bekanntSchwäche (Asthenie)
TrazodonNicht bekanntUnwohlsein, Schwäche, Wassereinlagerungen (Ödeme, auch an Armen und Beinen), grippeähnliche Beschwerden, Schmerzen in der Brust, Fieber

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (139 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Woran Sie Müdigkeit durch ein Medikament erkennen

Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Beginn der Einnahme [1]. Laut Fachinformation von Lorazepam sind Nebenwirkungen insbesondere zu Beginn der Behandlung zu erwarten; bei Baclofen können sie laut Fachinformation besonders zu Behandlungsbeginn, bei zu rascher Dosissteigerung oder bei hohen Dosen auftreten [5, 17]. Bei Gabapentin ist die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit zu Behandlungsbeginn und nach einer Dosiserhöhung besonders zu beachten, bei Oxycodon außerdem nach einem Präparatewechsel [14, 15]. Bei Lorazepam können die Nebenwirkungen im weiteren Verlauf von selbst oder bei einer niedrigeren Dosis wieder abklingen [5]. Die Schläfrigkeit unter Quetiapin tritt gewöhnlich in den ersten zwei Behandlungswochen auf und vergeht im Allgemeinen bei fortgesetzter Einnahme [12].

Bei Schlafmitteln kann die Wirkung bis in den nächsten Morgen reichen. Für Zopiclon nennt die Fachinformation, wie bei anderen Schlafmitteln (Hypnotika), am Morgen nach der Einnahme ein mögliches Risiko von Benommenheit, verlängerter Reaktionszeit, Schwindel, Schläfrigkeit, verschwommenem Sehen oder Doppeltsehen und verminderter Aufmerksamkeit [7]. Lorazepam kann als Schlafmittel Nachwirkungen am folgenden Morgen verursachen, insbesondere bei höherer Dosierung und zu kurzer Schlafdauer [5]. Mehr dazu: Schwindel und Vergesslichkeit und Verwirrtheit.

Schwierig wird die Zuordnung, wenn die Erkrankung selbst müde macht. Laut Fachinformation von Mirtazapin zeigen Menschen mit Depression eine Reihe krankheitsbedingter Beschwerden, sodass es bisweilen schwerfällt zu unterscheiden, was von der Krankheit und was von der Behandlung kommt [10]. Auch mehrere Mittel zugleich spielen eine Rolle: Wird Lorazepam zusammen mit anderen dämpfenden Arzneimitteln, etwa Antidepressiva, Betablockern, Opioiden oder Antiepileptika, oder mit Alkohol angewendet, können sich die dämpfenden Wirkungen laut Fachinformation gegenseitig verstärken [5]. Mehr dazu: Viele Medikamente gleichzeitig.

Bei ungeklärter Müdigkeit sollen Ärztinnen und Ärzte laut DEGAM-Leitlinie unter anderem erfragen, welche Medikamente und psychotropen Substanzen eingenommen werden [1]. Laut Patienteninformation der DEGAM ist es wichtig, dass Sie in der Hausarztpraxis alle Medikamente nennen, auch selbst in der Apotheke gekaufte und solche, die andere Ärztinnen oder Ärzte verordnet haben [3]. Ob es am Medikament liegt, beurteilt die Ärztin oder der Arzt: Ein Verdacht ist laut Leitlinie begründet, wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind, die Beschwerden zeitlich mit dem Beginn der Einnahme zusammenhängen und die Nebenwirkung in der Fachliteratur beschrieben ist [1]. Ein Symptomtagebuch kann laut Leitlinie bei der Abklärung hilfreich sein [1]. Was in Ihrer Packungsbeilage steht und wie die Häufigkeiten gemeint sind, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Warum Medikamente müde machen können

Viele der genannten Mittel dämpfen das zentrale Nervensystem. Lorazepam bindet an Benzodiazepin-Rezeptoren im Gehirn, die eng mit den Rezeptoren des hemmenden Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA) verbunden sind, und verstärkt so dessen hemmende Wirkung; es wirkt unter anderem angst- und spannungslösend, beruhigend und schlaffördernd [5]. Andere Mittel blockieren die H1-Rezeptoren des Botenstoffs Histamin: Doxylamin hat laut Fachinformation neben dieser Blockade dämpfende Wirkungen, und bei Mirtazapin steht die Histamin-blockierende Wirkung im Zusammenhang mit seinen dämpfenden Eigenschaften [8, 10]. Amitriptylin hat laut Fachinformation ausgeprägte dämpfende Eigenschaften [11]. Cetirizin wirkt laut Fachinformation selektiv auf H1-Rezeptoren außerhalb des Gehirns (peripher); in klinischen Studien hatte es in der empfohlenen Dosis nur geringe Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem, darunter Schläfrigkeit und Müdigkeit [9].

Die Leitlinie nennt weitere Wege: Benzodiazepine mit langer Halbwertszeit oder wirksamen Abbauprodukten können sich bei regelmäßiger Einnahme anreichern, sodass die dämpfende Wirkung je nach Wirkstoff nachhängt [1]. Gut fettlösliche Betablocker dringen stärker in das Gehirn ein als wasserlösliche (die Leitlinie nennt die Reihenfolge Propranolol vor Metoprolol vor Atenolol) und können dort Schlafstörungen mit nachfolgender Müdigkeit am Tag auslösen [1]. Opioide können laut Fachinformation von Oxycodon schlafbezogene Atemstörungen verursachen, etwa Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe); laut Packungsbeilage kann übermäßige Schläfrigkeit am Tag zu den Beschwerden gehören [15, 16]. Auch Alkohol am Abend und Schlafmittel können laut Patienteninformation der DEGAM dazu führen, dass der Schlaf weniger erholsam ist [3].

Manchmal macht eine Folge der Behandlung müde: Eine Schilddrüsenunterfunktion, zu deren Beschwerden Müdigkeit gehört, kann laut IQWiG auch als Nebenwirkung von Medikamenten entstehen, etwa von Lithium [20].

Was Sie tun können

Älterer Mann mit grauem Haar spricht am Morgen am hellen Küchentisch mit einer jüngeren Frau
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Darauf weist auch die Patienteninformation zur DEGAM-Leitlinie ausdrücklich hin [3]. Manche Mittel dürfen nicht plötzlich abgesetzt werden, zum Beispiel Lorazepam laut Packungsbeilage [6]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Was dann infrage kommt, hängt vom Mittel und von Ihrer Situation ab. Bei begründetem Verdacht sollte laut Leitlinie je nach Abwägung von Nutzen und Risiken auf andere Wirkstoffe umgestellt werden [1]. Bei Baclofen sind die Nebenwirkungen laut Fachinformation meist vorübergehend und lassen sich durch eine niedrigere Dosis abschwächen oder beheben [17]. Bei Mirtazapin führt eine niedrigere Dosis laut Fachinformation dagegen in der Regel nicht zu weniger Schläfrigkeit, gefährdet aber die Wirkung gegen die Depression [10]. Treten unter Oxycodon schlafbezogene Atemstörungen auf, wird die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen [16].

Bei Schlafmitteln auf ausreichend Schlaf achten. Wird Lorazepam als Schlafmittel angewendet, muss eine Schlafzeit von etwa 7 bis 8 Stunden sichergestellt sein; dann lassen sich Nachwirkungen am folgenden Morgen wie Müdigkeit laut Packungsbeilage meist vermeiden [6]. Auch nach der Einnahme von Doxylamin soll für eine ausreichende Schlafdauer gesorgt werden, damit das Reaktionsvermögen am folgenden Morgen nicht beeinträchtigt ist [8]. Zopiclon sollte laut Fachinformation als Einmalgabe unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen und in derselben Nacht nicht erneut eingenommen werden [7].

Stärkungsmittel gegen Müdigkeit: Wirksamkeit nicht belegt. Laut Patienteninformation der DEGAM ist die Wirksamkeit von "Stärkungsmitteln", "Aufbausubstanzen" oder Ähnlichem gegen Müdigkeit nicht belegt, und auch ihre Nebenwirkungen sind unzureichend untersucht [3].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [4]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Autofahren, Maschinen und Alkohol

Viele der hier genannten Mittel können laut ihren Produktinformationen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Die Hinweise dazu unterscheiden sich je nach Wirkstoff [4, 5, 6, 7, 9, 10, 12, 13, 15, 16]:

  • Lorazepam kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr erheblich beeinträchtigen, verstärkt zusammen mit Alkohol. Laut Packungsbeilage sollten Sie, insbesondere in den ersten Tagen der Behandlung, mit einem eingeschränkten Reaktionsvermögen rechnen; führen Sie keine Fahrzeuge. Inwieweit Sie am Straßenverkehr teilnehmen können, entscheidet die Ärztin oder der Arzt [5, 6].
  • Zwischen der Einnahme von Zopiclon und dem Autofahren, dem Bedienen von Maschinen oder Arbeiten in der Höhe empfiehlt die Fachinformation mindestens 12 Stunden [7].
  • Bei Pregabalin wird empfohlen, kein Fahrzeug zu führen, keine komplexen Maschinen zu bedienen und keine anderen potenziell gefährlichen Tätigkeiten auszuüben, solange nicht bekannt ist, ob das Mittel diese Fähigkeiten beeinträchtigt; bei Quetiapin sollte vom Autofahren abgeraten werden, bis das individuelle Ansprechen bekannt ist [12, 13].
  • Mirtazapin kann laut Fachinformation, insbesondere zu Beginn der Behandlung, Konzentration und Wachsamkeit beeinträchtigen; Betroffene sollten dann gefährliche Tätigkeiten wie das Führen eines Fahrzeugs meiden [10].
  • Wer unter Cetirizin schläfrig ist, sollte laut Fachinformation nicht Auto fahren, nicht ohne sicheren Halt arbeiten und keine Maschinen bedienen, obwohl objektive Messungen der Fahrtüchtigkeit in der empfohlenen Dosis keine klinisch relevanten Wirkungen zeigten [9].
  • Oxycodon kann laut Fach- und Gebrauchsinformation die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen, insbesondere zu Beginn der Behandlung, nach einer Dosiserhöhung oder einem Präparatewechsel und zusammen mit anderen dämpfenden Mitteln. Bei einer stabilen Behandlung ist ein generelles Fahrverbot nicht zwingend erforderlich; laut Fachinformation sollte die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt im Einzelfall entscheiden. Die Packungsbeilage bittet, mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen, ob und unter welchen Bedingungen Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen dürfen [15, 16].
  • Bei Bisoprolol war die Fahrtüchtigkeit in einer Untersuchung bei koronarer Herzkrankheit nicht beeinträchtigt; trotzdem kann sie im Einzelfall eingeschränkt sein, besonders zu Beginn der Behandlung, bei Änderungen der Medikation und zusammen mit Alkohol [4].

Alkohol kann die dämpfende Wirkung vieler dieser Mittel verstärken. Bei Lorazepam und Baclofen ist Alkohol während der Behandlung zu vermeiden, bei Zopiclon sollte keiner getrunken werden [6, 7, 17]. Mirtazapin kann die dämpfende Wirkung von Alkohol verstärken; während der Einnahme sollte deshalb kein Alkohol getrunken werden [10]. Bei Oxycodon kann Alkohol die Schläfrigkeit verstärken und das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, etwa einer flachen Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands [16]. Mehr dazu: Medikamente und Autofahren und Medikamente und Alkohol.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Gefährlich kann es werden, wenn mehrere dämpfende Mittel zusammenkommen. Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen erhöht laut den Packungsbeilagen von Lorazepam und Oxycodon das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma und kann lebensbedrohlich sein [6, 16]. Laut Fachinformation kann diese Kombination zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen; sie ist nur angebracht, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt [5, 15]. Auch bei Menschen, die Pregabalin zusammen mit Opioiden oder anderen dämpfenden Mitteln einnahmen, wurden Fälle von Versagen der Atmung (respiratorische Insuffizienz), Koma und Tod berichtet [13]. Laut Packungsbeilage von Lorazepam könnte es bei gleichzeitiger Anwendung mit Opioiden hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu bitten, auf Anzeichen wie Schläfrigkeit oder Atembeschwerden zu achten; treten sie auf, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [6]. Mehr dazu: Atemnot.

Anzeichen einer Überdosierung von Lorazepam sind laut Packungsbeilage Benommenheit, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, verminderte Atmung, Störungen der Bewegungskoordination, Teilnahmslosigkeit und in schweren Fällen Bewusstlosigkeit [6]. Bei gedämpfter Atmung, Atemaussetzern oder einer Verschlechterung einer Schlafapnoe muss die Behandlung mit Lorazepam laut Packungsbeilage sofort beendet werden; informieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und/oder wenden Sie sich an den medizinischen Notdienst [6]. Bei langsamer und flacher Atmung unter Oxycodon sollen Sie das Mittel laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und möglichst umgehend ärztliche Hilfe suchen [16]. Abgesehen von solchen in der Packungsbeilage genannten Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und Vergiftungen sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [22].

Ärztlichen Rat brauchen Sie auch, wenn Sie selbst oder andere unter Oxycodon Atemaussetzer im Schlaf, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit am Tag bemerken [16]. Auch Stürze sind möglich: Laut Fachinformation könnten Benommenheit und Schläfrigkeit unter Pregabalin bei älteren Menschen zu häufigeren sturzbedingten Verletzungen führen; bei Lorazepam besteht bei älteren Menschen die Gefahr einer Dämpfung und Muskelschwäche, die das Sturzrisiko erhöhen kann; und die Schläfrigkeit unter Quetiapin kann zu Stürzen führen [5, 12, 13]. Mehr dazu: Medikamente im Alter.

Andere Ursachen

Nicht jede Müdigkeit kommt vom Medikament. Müdigkeit ist laut DEGAM-Leitlinie eine universelle menschliche Erfahrung; eine große Zahl körperlicher, seelischer und sozialer Ursachen kommt infrage, oft in Kombination, und oft lässt sich keine eindeutige Ursache finden [1, 2]. Die häufigsten Ursachen länger dauernder Müdigkeit liegen laut Patienteninformation der DEGAM erfahrungsgemäß im Bereich der Lebensweise und des seelischen Erlebens; auch fehlende Bewegung kann zu Abgespanntheit führen, und nach einem schweren Infekt kann es Wochen oder Monate dauern, bis die gewohnte Leistungsfähigkeit zurückkehrt [3].

Zu den möglicherweise gefährlichen, aber abwendbaren Verläufen zählt die Kurzfassung der Leitlinie behandlungsbedürftige seelische Störungen, vor allem Depression und Angststörung, ein Schlafapnoe-Syndrom sowie Nebenwirkungen von Medikamenten und Substanzmissbrauch; behandelbare schwere körperliche Erkrankungen sind selten und praktisch immer mit Auffälligkeiten in der Befragung oder Untersuchung verbunden [2]. Bei ungeklärter Müdigkeit sollen laut Leitlinie Blutzucker, großes Blutbild, Blutsenkung oder CRP (Entzündungswerte), Transaminasen oder Gamma-GT (Leberwerte) und der Schilddrüsenwert TSH bestimmt werden [1].

  • Depression und Angst: Sie sind laut Leitlinie häufige Ursachen oder Begleiterscheinungen von Müdigkeit; in einer Bevölkerungsuntersuchung hatten 73 Prozent der Menschen mit Depression das Symptom Müdigkeit [1]. Zu den Hauptbeschwerden einer Depression zählt das IQWiG Antriebsmangel und schnelle Ermüdung, oft schon nach kleinen Anstrengungen [21].
  • Schlafapnoe: Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Schlaf zu Atemaussetzern; weitere typische Anzeichen sind laut IQWiG lautes Schnarchen sowie Müdigkeit und Konzentrationsstörungen am Tag [19]. Übermäßiger Alkoholkonsum sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel lassen die Atemmuskulatur erschlaffen und können eine Schlafapnoe verstärken [19]. Wegen des erhöhten Risikos von Verkehrs- und anderen Unfällen gilt eine obstruktive Schlafapnoe mit Beschwerden laut Leitlinie als abwendbar gefährlicher Verlauf [1].
  • Schilddrüsenunterfunktion: Fehlen Schilddrüsenhormone, verlangsamt sich der Stoffwechsel; mögliche Beschwerden sind laut IQWiG unter anderem Schwäche und Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen [20]. In den Studien, die die Leitlinie auswertet, wurden Schilddrüsenfunktionsstörungen und diabetische Stoffwechsellagen als Ursache nur vereinzelt festgestellt [1].
  • Blutarmut und Eisenmangel: Die Studienergebnisse sind laut Leitlinie uneinheitlich; eine systematische Übersicht fand eine Blutarmut (Anämie) in etwa 3 Prozent als Ursache einer Müdigkeit [1].
  • Schlafstörungen: Jede Schlafstörung kann laut Leitlinie Müdigkeit am Tag verursachen; Müdigkeit und Schlafstörungen haben oft eine gemeinsame Ursache, etwa eine Depression oder seelische Belastungen [1]. Mehr dazu: Schlafstörungen und Schlafstörungen durch Medikamente.

Quellen

  1. Leitlinie S3-Leitlinie Müdigkeit, Langfassung (AWMF-Register-Nr. 053-002, DEGAM-Leitlinie Nr. 2). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand Stand 11/2022 (gültig bis 22.12.2027). abgerufen am 12.10.2026
  2. Leitlinie S3-Leitlinie Müdigkeit, Kurzversion (AWMF-Register-Nr. 053-002). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand 2022. abgerufen am 12.10.2026
  3. Leitlinie DEGAM Patienteninformation Müdigkeit (zur S3-Leitlinie Müdigkeit, AWMF-Register-Nr. 053-002). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand 2022. abgerufen am 12.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Zopiclon-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 12.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation SchlafTabs-ratiopharm 25 mg Tabletten (Doxylamin, Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
  9. Fachinformation Fachinformation Cetirizin-ratiopharm bei Allergien 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2022. abgerufen am 12.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation Mirtazapin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Quetiapin-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
  14. Fachinformation Fachinformation Gabapentin-ratiopharm 100 mg / 300 mg / 400 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 12.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 12.10.2026
  17. Fachinformation Fachinformation Baclofen-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  18. Welche Medikamente können Heuschnupfen lindern?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 31.05.2023. abgerufen am 12.10.2026
  19. Obstruktive Schlafapnoe. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.07.2026. abgerufen am 12.10.2026
  20. Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 24.04.2024. abgerufen am 12.10.2026
  21. Depression. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 12.10.2026
  22. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente machen müde?

Laut S3-Leitlinie Müdigkeit ist Müdigkeit unter anderem bei Benzodiazepinen und Z-Substanzen, Antidepressiva wie Amitriptylin oder Mirtazapin, Antipsychotika, Antihistaminika, Opiaten (starken Schmerzmitteln) und Blutdrucksenkern wie Betablockern beschrieben. Für Pregabalin, Gabapentin und das Muskelrelaxans Baclofen stufen die Fachinformationen Schläfrigkeit (Somnolenz) als sehr häufig ein. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Müdigkeit oder verwandte Beschwerden nennt.

Geht die Müdigkeit durch ein Medikament wieder weg?

Das ist je nach Wirkstoff unterschiedlich. Bei Bisoprolol klingen Müdigkeit und Erschöpfung bei Bluthochdruck oder Angina pectoris laut Packungsbeilage häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab. Die Schläfrigkeit unter Quetiapin vergeht laut Fachinformation im Allgemeinen bei fortgesetzter Einnahme, und bei Lorazepam können Nebenwirkungen im weiteren Verlauf wieder abklingen. Hält die Müdigkeit an oder belastet sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Auto fahren, wenn mein Medikament müde macht?

Wer schläfrig ist, sollte zum Beispiel laut Fachinformation von Cetirizin nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen. Bei Pregabalin und Quetiapin raten die Fachinformationen davon ab, solange nicht bekannt ist, wie das Mittel bei Ihnen wirkt; bei Zopiclon empfiehlt die Fachinformation zwischen Einnahme und Autofahren mindestens 12 Stunden. Alkohol kann die Beeinträchtigung verstärken. Ob Sie Auto fahren können, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Machen Allergietabletten müde?

Das ist möglich. Laut IQWiG gehören Müdigkeit und Kopfschmerzen zu den häufigsten Nebenwirkungen von Antihistaminika-Tabletten gegen Heuschnupfen; wie sehr sie müde machen, kann vom Wirkstoff abhängen. Laut S3-Leitlinie Müdigkeit dämpfen neuere Wirkstoffe wie Cetirizin, Loratadin oder Fexofenadin weniger als ältere wie Dimetinden oder Diphenhydramin. Auch bei Cetirizin nennt die Fachinformation Schläfrigkeit und Müdigkeit.

Was kann ich tun, wenn mich mein Medikament müde macht?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Sprechen Sie in der Praxis an, seit wann und wie stark die Müdigkeit auftritt, und nennen Sie alle Mittel, auch rezeptfreie. Je nach Wirkstoff kommen laut Leitlinie und Fachinformationen etwa eine niedrigere Dosis oder ein anderer Wirkstoff infrage; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Wann ist Müdigkeit durch Medikamente gefährlich?

Vor allem, wenn mehrere dämpfende Mittel zusammenkommen. Opioide zusammen mit Benzodiazepinen oder verwandten Mitteln erhöhen laut Packungsbeilage das Risiko für Schläfrigkeit, Atemdepression und Koma und können lebensbedrohlich sein; bei Oxycodon kann auch Alkohol das Risiko einer flachen Atmung erhöhen. Wirkt jemand ungewöhnlich schläfrig, verwirrt oder atmet langsam und flach, holen Sie sofort ärztliche Hilfe, bei Bewusstlosigkeit oder schwerer Atemnot über den Notruf 112.

Verstärkt Alkohol die Müdigkeit durch Medikamente?

Bei vielen dämpfenden Mitteln ja. Laut den Produktinformationen kann Alkohol die Wirkung von Lorazepam und Zopiclon unvorhersehbar verändern und verstärken, und Mirtazapin kann die dämpfende Wirkung von Alkohol verstärken. Bei Oxycodon kann Alkohol die Schläfrigkeit verstärken und das Risiko einer flachen Atmung mit Gefahr eines Atemstillstands erhöhen. Bei diesen Mitteln raten die Packungsbeilagen bzw. Fachinformationen, während der Behandlung keinen Alkohol zu trinken.

Kann Müdigkeit auch andere Ursachen haben?

Ja. Laut S3-Leitlinie Müdigkeit kommen sehr viele körperliche, seelische und soziale Ursachen infrage, oft mehrere zugleich, zum Beispiel Depression und Angst, Schlafstörungen oder eine Schlafapnoe; seltener steckt eine Blutarmut, eine Störung der Schilddrüse oder eine Zuckerkrankheit dahinter. Belastet Sie die Müdigkeit übermäßig oder finden Sie keine Ursache dafür, sollten Sie das laut Patienteninformation der DEGAM in Ihrer Hausarztpraxis ansprechen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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