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Medikamente, die müde machen
Müdigkeit, Schläfrigkeit und Benommenheit sind bei vielen Medikamenten als Nebenwirkung beschrieben, laut S3-Leitlinie Müdigkeit und Fachinformationen etwa bei Benzodiazepinen und Z-Substanzen (Beruhigungs- und Schlafmitteln), Antihistaminika, Antidepressiva wie Amitriptylin und Mirtazapin, Antipsychotika, Opioiden, Pregabalin und Gabapentin, dem Muskelrelaxans Baclofen und Blutdrucksenkern wie Betablockern. Laut mehreren Fachinformationen sind solche Nebenwirkungen besonders zu Beginn der Behandlung zu erwarten. Sie können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, und Alkohol kann sie verstärken. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Viele Medikamente können müde, schläfrig oder benommen machen. Die S3-Leitlinie Müdigkeit der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) nennt Müdigkeit als Folge der Behandlung unter anderem bei Benzodiazepinen, Z-Substanzen (Schlafmitteln wie Zopiclon), Beruhigungsmitteln (Tranquilizern) und angstlösenden Mitteln (Anxiolytika), Antidepressiva, Antipsychotika (Neuroleptika), Antihistaminika, Opiaten und Blutdrucksenkern und verweist auch auf die Fachinformationen [1]. Gemeint sind Beschwerden, die Betroffene zum Beispiel als Schlappheit, Mangel an Energie, Erschöpfung (Fatigue), frühe Ermüdbarkeit oder Schläfrigkeit am Tag beschreiben [1]. In Packungsbeilagen und Fachinformationen heißen sie etwa Müdigkeit, Schläfrigkeit (Somnolenz), Benommenheit, Dämpfung (Sedierung) oder Teilnahmslosigkeit (Lethargie) [5, 10, 12, 13].
Welche Medikamente Müdigkeit auslösen können
Nach der DEGAM-Leitlinie ist Müdigkeit bei vielen häufig verordneten Substanzklassen als Folge der Behandlung beschrieben; für viele weitere Arzneimittel ist sie als unerwünschte Wirkung bekannt, etwa bei Interferon alpha, antiviralen Mitteln und Zytostatika [1]. Auch die Patienteninformation zur Leitlinie hält fest, dass viele Arzneimittel Müdigkeit als Nebenwirkung haben, zum Beispiel Mittel gegen hohen Blutdruck oder Allergien [3]. Die folgenden Beispiele stammen aus der Leitlinie und aus den Fachinformationen einzelner Wirkstoffe; jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.
- Beruhigungs- und Schlafmittel: Die Leitlinie nennt Benzodiazepine und Z-Substanzen, insbesondere Zopiclon [1]. In der Fachinformation von Lorazepam sind Dämpfung (Sedierung), Müdigkeit und Benommenheit als sehr häufig eingestuft (mehr als 1 von 10 Behandelten) [5]. Für Zopiclon nennt die Fachinformation Benommenheit am folgenden Tag als häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) [7].
- Antihistaminika (Mittel gegen Allergien): Wirkstoffe der zweiten Generation wie Cetirizin, Loratadin oder Fexofenadin dämpfen laut Leitlinie weniger als Wirkstoffe der ersten Generation wie Diphenhydramin, Dimenhydrinat oder Dimetinden, die gerade auch zur Beruhigung eingesetzt werden; in diese Gruppe fällt laut Leitlinie auch Promethazin [1]. Laut IQWiG sind Müdigkeit und Kopfschmerzen die häufigsten Nebenwirkungen von Antihistaminika-Tabletten gegen Heuschnupfen; wie sehr sie müde machen, kann vom Wirkstoff abhängen [18]. Auch bei Cetirizin nennt die Fachinformation Schläfrigkeit und Müdigkeit; Schläfrigkeit trat in Studien häufiger auf als unter einem Scheinmedikament (Placebo), war aber meist leicht bis mittelschwer [9]. Für das apothekenpflichtige Schlafmittel Doxylamin, ebenfalls ein Antihistaminikum, nennt die Fachinformation unter anderem Schläfrigkeit, Benommenheit, Müdigkeit und Mattigkeit; die Häufigkeit ist nicht bekannt [8].
- Antidepressiva: Insbesondere die trizyklischen Antidepressiva wirken laut Leitlinie dämpfend, stärker ausgeprägt bei Amitriptylin und Doxepin; unter den neueren Wirkstoffen ist Mirtazapin deutlich dämpfend [1]. Die Fachinformationen stufen Schläfrigkeit und Benommenheit bei Amitriptylin sowie Schläfrigkeit und Sedierung bei Mirtazapin als sehr häufig ein [10, 11].
- Antipsychotika (Neuroleptika): Dämpfend wirken laut Leitlinie insbesondere die schwach wirksamen (niedrigpotenten) Mittel wie Levomepromazin, Melperon und Pipamperon; auch Olanzapin, Clozapin und Quetiapin verursachen bei einem Teil der Behandelten Müdigkeit [1]. In der Fachinformation von Quetiapin gehört Schläfrigkeit (Somnolenz) zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen und ist als sehr häufig eingestuft [12].
- Gabapentinoide: Für Pregabalin nennt die Fachinformation Benommenheit und Schläfrigkeit als sehr häufig; in den Studien waren sie die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen [13]. Bei Gabapentin sind Schläfrigkeit (Somnolenz) und Ermüdung als sehr häufig eingestuft [14]. Beide Wirkstoffe stellt die Seite Antiepileptika vor.
- Opioide (starke Schmerzmittel): Opiate machen laut Leitlinie vor allem zu Beginn der Behandlung müde; andere zentral wirksame Mittel können die Wirkung verstärken [1]. In der Fachinformation von Oxycodon sind Schläfrigkeit (Somnolenz) und Sedierung als sehr häufig eingestuft [15].
- Blutdrucksenker, darunter Betablocker: Müdigkeit verursachen laut Leitlinie vor allem die zentral wirkenden Mittel wie Clonidin und Moxonidin sowie Betablocker, seltener Alphablocker und ACE-Hemmer [1]. Bei Bisoprolol sind Müdigkeit und Erschöpfung laut Packungsbeilage häufig; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris treten sie vor allem zu Beginn der Behandlung auf, sind im Allgemeinen schwach ausgeprägt und klingen häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab [4].
- Muskelrelaxanzien: Die Fachinformation von Baclofen stuft Schläfrigkeit und Dämpfung (Sedation) als sehr häufig ein, vor allem zu Beginn der Behandlung, und Müdigkeit als häufig [17].
- Weitere Mittel: Die Leitlinie nennt außerdem Migränemittel (Triptane, Dimenhydrinat, Topiramat), Parkinsonmittel und Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Flecainid, Amiodaron und Sotalol [1]. Mehr dazu: Migränemittel und Parkinson- und Demenzmittel.
Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Müdigkeit oder verwandte Beschwerden nennt:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Alprazolam | Sehr häufig | Beruhigung (Sedierung), Schläfrigkeit · Ermüdung |
| Amitriptylin | Sehr häufig | Schläfrigkeit und Benommenheit · Müdigkeit |
| Baclofen | Sehr häufig | Schläfrigkeit und Dämpfung (Sedation), vor allem zu Beginn der Behandlung · Zittern (Tremor), Bewegungsstörungen (Ataxie), Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Ermüdung · Müdigkeit |
| Brivaracetam | Sehr häufig | Schläfrigkeits- oder Schwindelgefühl (laut Fachinformation Somnolenz und Schwindel) · Erschöpfung (Fatigue) |
| Carbamazepin | Sehr häufig | Benommenheit, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit sowie Gang- und Bewegungsstörungen (Ataxie) · Erschöpfung |
| Carvedilol | Sehr häufig | Schwäche (Asthenie), Müdigkeit |
| Citalopram | Sehr häufig | Schläfrigkeit · Müdigkeit |
| Clemastin | Sehr häufig | Müdigkeit (laut Fachinformation Sedierung) · Schwerwiegende Sedierung (Somnolenz) |
| Clonidin | Sehr häufig | Abgeschlagenheit und Müdigkeit |
| Clozapin | Sehr häufig | Schläfrigkeit (Sedierung), Benommenheit und Schwindel · Müdigkeit, Fieber, gutartige Erhöhung der Körpertemperatur, Störung der Schweiß- und Temperaturregulation mit vermehrtem Schwitzen |
| Diazepam | Sehr häufig | Unerwünscht starke Beruhigung am Tage sowie Müdigkeit (Schläfrigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit) |
| Dimetinden | Sehr häufig | Tropfen: Ermüdung · Tropfen: Schläfrigkeit, Nervosität |
| Duloxetin | Sehr häufig | Schläfrigkeit · Müdigkeit |
| Enzalutamid | Sehr häufig | Müdigkeit (laut Fachinformation Asthenie und Fatigue) |
| Fentanyl | Sehr häufig | Schläfrigkeit · Starke Müdigkeit, Schwäche oder allgemeines Unwohlsein · Ungewöhnliche Schläfrigkeit mit langsamerer oder flacherer Atmung als gewöhnlich (Atemdepression); sehr selten können diese Atemschwierigkeiten… |
| Flecainid | Sehr häufig | Schwindel und Benommenheit, laut Fachinformation in der Regel vorübergehend · Schwäche, Müdigkeit (Fatigue), Fieber, Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (Ödeme) und allgemeines Unwohlsein · Schläfrigkeit (Somnolenz) und… |
| Fluoxetin | Sehr häufig | Müdigkeit (laut Fachinformation einschließlich Schwäche) · Schlechte Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Geschmacksveränderungen, unkontrollierbare schüttelnde Bewegungen (Zittern) |
| Gabapentin | Sehr häufig | Benommenheit (Somnolenz), Schwindelgefühl, fehlende Koordination der Bewegungen (Ataxie) · Müdigkeit, Fieber |
| Guanfacin | Sehr häufig | Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit (laut Fachinformation Ermüdung) · Benommenheit (Sedierung) · Antriebslosigkeit (Lethargie) · Übermäßiges Schlafbedürfnis (Hypersomnie) |
| Hydromorphon | Sehr häufig | Schläfrigkeit · Ermüdung, Unwohlsein · Antriebslosigkeit (Lethargie), durch das Arzneimittel ausgelöste Schläfrigkeit (Sedierung) |
| Letrozol | Sehr häufig | Müdigkeit · Störungen des Nervensystems wie Angst, Nervosität, Reizbarkeit, Benommenheit, Gedächtnisstörungen, Schläfrigkeit oder Schlaflosigkeit |
| Leuprorelin | Sehr häufig | Bei Männern mit Prostatakrebs: Müdigkeit · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Wassereinlagerungen (Ödeme), Müdigkeit, Benommenheit · Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Müdigkeit · Bei Frauen mit Endometriose oder Myomen… |
| Levetiracetam | Sehr häufig | Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen · Schwächegefühl (Asthenie), Müdigkeit · Enzephalopathie, ein krankhafter Zustand des Gehirns mit Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Gedächtnisverlust, Vergesslichkeit, auffälligem… |
| Lorazepam | Sehr häufig | Beruhigung (Sedierung), Müdigkeit, Benommenheit |
| Metoclopramid | Sehr häufig | Gefühl von Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Metoprolol | Sehr häufig | Müdigkeit, laut Fachinformation insbesondere zu Beginn der Behandlung · Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit oder Schlaflosigkeit, Albträume |
| Mirtazapin | Sehr häufig | Schläfrigkeit, Beruhigung (Sedierung) · Teilnahmslosigkeit (Lethargie) · Müdigkeit (Fatigue) |
| Nivolumab | Sehr häufig | Ermüdungs- oder Schwächegefühl, Fieber · Unterfunktion der Schilddrüse (kann Müdigkeit oder Gewichtszunahme verursachen), Überfunktion der Schilddrüse (kann schnelleren Herzschlag, Schwitzen und Gewichtsverlust… |
| Olanzapin | Sehr häufig | Schläfrigkeit · Starke Müdigkeit |
| Oxcarbazepin | Sehr häufig | Müdigkeit · Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit; laut Fachinformation Schläfrigkeit |
| Oxycodon | Sehr häufig | Größere Schläfrigkeit als gewöhnlich bis hin zu Sedierung · Muskelzittern (Tremor) und Lethargie · Schwächegefühl (Asthenie) und Erschöpfung (Fatigue) |
| Pembrolizumab | Sehr häufig | Müdigkeit und Erschöpfung, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Schwellungen, Fieber · Schwindelgefühl; Nervenentzündungen mit Taubheitsgefühl, Schwäche, Kribbeln oder brennenden Schmerzen in Armen und Beinen;… |
| Pipamperon | Sehr häufig | Schläfrigkeit · Erschöpfungserscheinungen, erniedrigte Körpertemperatur |
| Pramipexol | Sehr häufig | Bei Parkinson-Krankheit: Schläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel · Bei Parkinson-Krankheit: Müdigkeit · Bei Parkinson-Krankheit: übermäßige Schläfrigkeit während des Tages und plötzliches Einschlafen · Bei… |
| Pregabalin | Sehr häufig | Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen · Beruhigung (Sedierung), Lethargie · Müdigkeit (Abgeschlagenheit), Krankheitsgefühl |
| Promethazin | Sehr häufig | Müdigkeit (Sedierung) |
| Quetiapin | Sehr häufig | Schläfrigkeit (kann bei längerer Einnahme vergehen; kann zu Stürzen führen) |
| Risperidon | Sehr häufig | Schläfrigkeit oder Unaufmerksamkeit (Sedierung, Somnolenz) · Schwellungen am Körper, an Armen oder Beinen (Ödeme), Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit), Schmerzen |
| Rituximab | Sehr häufig | Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: allgemeines Unwohlsein oder Unbehagen, Müdigkeit (Fatigue), Zittern, Anzeichen einer Grippe · Bei rheumatoider Arthritis: Blutdruckveränderungen, Übelkeit, Ausschlag, Fieber, Juckreiz,… |
| Ropinirol | Sehr häufig | Bei Parkinson-Krankheit: Benommenheit, Schläfrigkeit (Somnolenz) · Bei Parkinson-Krankheit: ausgeprägtes Müdigkeitsgefühl während des Tages (extreme Somnolenz) und sehr plötzliches Einschlafen ohne vorheriges… |
| Sertralin | Sehr häufig | Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen · Müdigkeit |
| Sulfasalazin | Sehr häufig | Müdigkeit · Fieber, Schläfrigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit |
| Tamoxifen | Sehr häufig | Erschöpfung · Benommenheit |
| Tapentadol | Sehr häufig | Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerz · Schwächegefühl, Müdigkeit, Empfinden von Schwankungen der Körpertemperatur, trockene Schleimhäute, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödem) · Bewusstseinsstörungen,… |
| Tirzepatid | Sehr häufig | Bei Typ-2-Diabetes mit begleitender Herz-Kreislauf-Erkrankung: Müdigkeit (Abgeschlagenheit) · Bei Typ-2-Diabetes und im Gewichtsmanagement: Müdigkeit (Abgeschlagenheit); die Fachinformation fasst darunter Müdigkeit,… |
| Tizanidin | Sehr häufig | Benommenheit, Schwindel · Müdigkeit (Fatigue) |
| Topiramat | Sehr häufig | Schläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel · Müdigkeit (Fatigue) |
| Trastuzumab | Sehr häufig | Schläfrigkeit (Somnolenz) · Abgeschlagenheit |
| Venlafaxin | Sehr häufig | Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit · Erschöpfung (Asthenie), Abgeschlagenheit (Fatigue) und Schüttelfrost |
| Agomelatin | Häufig | Schwindel und Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit |
| Alendronsäure | Häufig | Müdigkeit oder Schwäche (Asthenie) |
| Alfuzosin | Häufig | Schwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel · Drehschwindel (Vertigo), Benommenheit |
| Amisulprid | Häufig | Schläfrigkeit und Schwindel |
| Amlodipin | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, vor allem zu Beginn der Behandlung · Müdigkeit, Schwächegefühl |
| Anastrozol | Häufig | Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Aripiprazol | Häufig | Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit · Ermüdung · Bei Jugendlichen ab 13 Jahren: Schläfrigkeit, unkontrollierbare Zuckbewegungen, Unruhe und Müdigkeit |
| Atenolol | Häufig | Müdigkeit · Benommenheit |
| Atomoxetin | Häufig | Bei Kindern und Jugendlichen: Kopfschmerzen und Schläfrigkeit · Bei Kindern und Jugendlichen: Antriebs- und Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Brustschmerzen und Müdigkeit · Bei Erwachsenen: Schwindel; Schläfrigkeit,… |
| Bisoprolol | Häufig | Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung, im Allgemeinen schwach ausgeprägt und häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingend |
| Botulinumtoxin Typ A | Häufig | Allgemeines Schwächegefühl (Asthenie), Ermüdung, grippeähnliche Erkrankung, Schmerzen oder blauer Fleck an der Injektionsstelle (bei allen Anwendungsgebieten) · Bei Spastik der Arme (Erwachsene): Reaktionen an der… |
| Bromazepam | Häufig | Müdigkeit, Schläfrigkeit, Mattigkeit und Benommenheit · Störungen der Bewegungsabläufe (laut Fachinformation Ataxie), Bewusstseinsstörung (laut Fachinformation Somnolenz) und Schwindelgefühl · Erschöpfung |
| Buprenorphin | Häufig | Wassereinlagerungen (Ödeme, z. B. geschwollene Beine), Müdigkeit · Ruhigstellung (Sedierung) in unterschiedlichem Ausmaß, von leichter Müdigkeit bis zur Benommenheit · Abgeschlagenheit |
| Bupropion | Häufig | Schwäche, Müdigkeit (Asthenie) |
| Cetirizin | Häufig | Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit · Extreme Müdigkeit (Asthenie), allgemeines Unwohlsein (Malaise) |
| Ciclosporin | Häufig | Müdigkeit |
| Codein | Häufig | Leichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit |
| Daridorexant | Häufig | Übermäßige Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit |
| Desloratadin | Häufig | Müdigkeit (Fatigue) · Schwindel, Benommenheit (Somnolenz), Schlaflosigkeit · Außergewöhnliche Müdigkeit (Asthenie) |
| Dextromethorphan | Häufig | Starke Müdigkeit · Schläfrigkeit |
| Diclofenac | Häufig | Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit · Schläfrigkeit |
| Digitoxin | Häufig | Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit |
| Dihydrocodein | Häufig | Leichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, leichte Benommenheit (Somnolenz) |
| Dimenhydrinat | Häufig | Schläfrigkeit und Benommenheit |
| Donepezil | Häufig | Müdigkeit und Schmerz |
| Dorzolamid | Häufig | Schwäche oder Müdigkeit (Fatigue) |
| Doxazosin | Häufig | Schwindel oder Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schläfrigkeit (Somnolenz) · Erschöpfung, allgemeines Unwohlsein |
| Dulaglutid | Häufig | Müdigkeit (Fatigue) |
| Ebastin | Häufig | Schläfrigkeit · Wassereinlagerung im Gewebe (Ödem), Erschöpfung |
| Enalapril | Häufig | Müdigkeit, Abgeschlagenheit · Verwirrtheit, Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit, Nervosität |
| Escitalopram | Häufig | Einschlafschwierigkeiten (Schlaflosigkeit) und Schläfrigkeit · Müdigkeit und Fieber |
| Etoricoxib | Häufig | Schwäche und Müdigkeit, grippeartige Erkrankung · Veränderung des Geschmackssinns, Schlaflosigkeit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln, Schläfrigkeit |
| Ezetimib | Häufig | Müdigkeit · Zusammen mit einem Statin: ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche (Asthenie), Schwellungen vor allem an Händen und Füßen (periphere Ödeme) |
| Febuxostat | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit · Örtliche Schwellung durch Wassereinlagerung im Gewebe (Ödem), Abgeschlagenheit · Schläfrigkeit (Somnolenz), Lethargie |
| Fexofenadin | Häufig | Benommenheit · Müdigkeit · Schläfrigkeit |
| Ginkgo-biloba-Extrakt | Häufig | Benommenheit oder Schwindel (Filmtabletten mit 240 mg) |
| Glyceroltrinitrat | Häufig | Schwindel und Benommenheit |
| Haloperidol | Häufig | Abnorme Muskelspannung, Schwindelgefühl (zum Beispiel nach dem Aufsetzen oder Aufstehen), Schläfrigkeit |
| Ibandronsäure | Häufig | Bei der Tablette: Müdigkeit und Erschöpfung · Bei der Spritze: Müdigkeit und Erschöpfung |
| Infliximab | Häufig | Gefühl von Müdigkeit oder Schwäche · Vergesslichkeit, Gereiztheit, Verwirrung, Nervosität; laut Fachinformation auch Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Irbesartan | Häufig | Erschöpfung |
| Lacosamid | Häufig | Bei Kindern: Schläfrigkeit (Somnolenz) · Schläfrigkeit · Müdigkeit, Schwächegefühl (Asthenie), Gefühl der Betrunkenheit, Reizbarkeit |
| Lamotrigin | Häufig | Schläfrigkeit oder Benommenheit · Müdigkeit |
| Leflunomid | Häufig | Müdigkeit (Asthenie) |
| Levocabastin | Häufig | Nasenspray: Müdigkeit, Schmerzen · Nasenspray: Benommenheit, Schläfrigkeit |
| Levocetirizin | Häufig | Müdigkeit · Schläfrigkeit, Benommenheit (Somnolenz) · Abgeschlagenheit |
| Levodopa/Carbidopa | Häufig | Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Benommenheit, Schlafprobleme · Schmerzen im Brustraum, Ermüdung, Schwächegefühl · Übermäßige Tagesschläfrigkeit und plötzliches Einschlafen |
| Levomethadon | Häufig | Benommenheit, Beruhigung (Sedation), Verwirrtheit, Desorientiertheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe, gelegentlich bis häufig |
| Liraglutid | Häufig | Schwäche- oder Müdigkeitsgefühl |
| Lisdexamfetamin | Häufig | Müdigkeitsgefühl · Bei Kindern und Jugendlichen: ungewöhnliche Schläfrigkeit · Ungewöhnliche Schläfrigkeit |
| Loratadin | Häufig | Schläfrigkeit (bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren) · Bei Kindern von 2 bis 12 Jahren: Müdigkeit · Müdigkeit |
| Losartan | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) und Müdigkeit · Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Medroxyprogesteron | Häufig | Benommenheit · Abgeschlagenheit, Erschöpfung · Krampfanfälle, Schläfrigkeit |
| Memantin | Häufig | Schläfrigkeit · Müdigkeit |
| Methotrexat | Häufig | Benommenheit |
| Methylphenidat | Häufig | Ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Benommenheit, sich müde fühlen · Lustlosigkeit (Lethargie) |
| Morphin | Häufig | Unwohlsein, Schwächegefühl, Müdigkeit oder Erschöpfung · Benommenheit, Sedierung (dosisabhängig), Ohnmacht, Missempfindungen |
| Moxonidin | Häufig | Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Mycophenolsäure | Häufig | Müdigkeit und Fieber · Anzeichen einer Grippe oder eines grippalen Infekts (wie Müdigkeit, Schüttelfrost, Halsschmerzen, schmerzende Gelenke oder Muskeln), geschwollene Fußknöchel und Füße, Schmerz, Muskelsteifigkeit,… |
| Naproxen | Häufig | Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, Müdigkeit |
| Naratriptan | Häufig | Benommenheit, Schwindel, Gefühl von Kribbeln · Müdigkeit oder allgemeines Unwohlsein, Hitzewallungen · Übermäßige Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Nebivolol | Häufig | Müdigkeit |
| Nifedipin | Häufig | Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühl · Schläfrigkeit oder Müdigkeit, Nervosität |
| Noscapin | Häufig | Kopfschmerzen, Benommenheit |
| Olmesartan | Häufig | Müdigkeit, grippeähnliche Beschwerden, Schmerzen und Schmerzen im Brustkorb |
| Opipramol | Häufig | Müdigkeit, besonders zu Beginn der Behandlung · Schwindel, Benommenheit, Zittern |
| Oxazepam | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Beruhigung (Sedierung) · Ermüdung (und Tagesmüdigkeit) |
| Paliperidon | Häufig | Ruhelosigkeit (laut Fachinformation Akathisie), sich schläfrig fühlen oder unaufmerksam sein (Sedierung, Somnolenz) · Fieber, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit) |
| Paroxetin | Häufig | Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit |
| Piroxicam | Häufig | Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit (zentralnervöse Störungen) |
| Propiverin | Häufig | Müdigkeit und Erschöpfung |
| Propranolol | Häufig | Insbesondere zu Beginn der Behandlung Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit oder Kopfschmerzen |
| Ramipril | Häufig | Müdigkeit und Schmerzen im Brustkorb · Schlafstörungen, auch Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Risankizumab | Häufig | Müdigkeit (Fatigue; laut Fachinformation einschließlich Schwäche, in der Fachinformation zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch Unwohlsein) |
| Rivaroxaban | Häufig | Verminderte Leistungsfähigkeit (Schwäche, Müdigkeit) |
| Rivastigmin | Häufig | Müdigkeits- oder Schwächegefühl (Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit) · Zittern und Schläfrigkeit |
| Rizatriptan | Häufig | Schwindelgefühl und Schläfrigkeit, in klinischen Studien zusammen mit Schwäche und Müdigkeit die häufigsten Nebenwirkungen · Schwäche und Müdigkeit, in klinischen Studien unter den häufigsten Nebenwirkungen |
| Sacubitril/Valsartan | Häufig | Müdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie) |
| Secukinumab | Häufig | Ermüdung |
| Semaglutid | Häufig | Müdigkeit (Erschöpfung) |
| Sumatriptan | Häufig | Schläfrigkeit oder Benommenheit · Müdigkeit, sich schwach fühlen |
| Terbinafin | Häufig | Müdigkeit, Erschöpfung |
| Tianeptin | Häufig | Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen |
| Tilidin/Naloxon | Häufig | Müdigkeit, Benommenheit · Schlafsucht (Somnolenz) |
| Torasemid | Häufig | Müdigkeit, Schwäche, vor allem zu Behandlungsbeginn |
| Tramadol | Häufig | Kopfschmerz, Benommenheit · Erschöpfung |
| Trazodon | Häufig | Müdigkeit · Schläfrigkeit, Benommenheit (Somnolenz), verminderte Aufmerksamkeit |
| Upadacitinib | Häufig | Fatigue: sich ungewöhnlich müde, erschöpft und schwach fühlen |
| Ustekinumab | Häufig | Müdigkeitsgefühl (Ermüdung, Fatigue) |
| Valproinsäure | Häufig | Stupor mit Taubheitsgefühl und Unbeweglichkeit, starke Schläfrigkeit und Benommenheit, bei der vorübergehende Bewusstlosigkeit möglich ist, manchmal mit weiteren Krampfanfällen; in der Regel nach plötzlicher… |
| Vedolizumab | Häufig | Müdigkeit (Fatigue) |
| Verapamil | Häufig | Schwindel- bzw. Benommenheitsgefühl · Müdigkeit · Schläfrigkeit, Benommenheit, Bewusstseinstrübung (Somnolenz) |
| Xipamid | Häufig | Kopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie) und Schwindel · Antriebslosigkeit und Müdigkeit · Krampfanfälle, Benommenheit, Verwirrtheit und Kreislaufkollaps infolge einer verminderten Blutmenge bei sehr starker… |
| Zolmitriptan | Häufig | Schläfrigkeit, Schwindel oder Hitzegefühl |
| Zolpidem | Häufig | Schläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Wachsamkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel · Erschöpfung (Fatigue) |
| Zopiclon | Häufig | Benommenheit am folgenden Tag · Müdigkeit |
| Aciclovir | Gelegentlich | Fieber, Müdigkeit · Erscheinungen am Nervensystem: körperliche Unruhe, Verwirrtheit, Zittern, Bewegungs- und Sprachstörungen, Wahnvorstellungen, Entfremdungserlebnisse, Krampfanfälle, krankhafte Veränderung des… |
| Amiodaron | Gelegentlich | Müdigkeit |
| Atorvastatin | Gelegentlich | Benommenheit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern oder Zehen, verminderte Empfindlichkeit der Haut für leichte Berührung oder Schmerz, Geschmacksstörungen, Gedächtnisverlust (Amnesie) · Erschöpfung, Unwohlsein,… |
| Azithromycin | Gelegentlich | Schwindelgefühl, Schläfrigkeit (Somnolenz), veränderter Geschmackssinn (Dysgeusie), Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesie) · Schwäche, Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen |
| Brinzolamid | Gelegentlich | Allgemeines Schwächegefühl, Müdigkeit, ungewöhnliches Gefühl, Schmerzen und Engegefühl in der Brust (Brustkorbbeschwerden) · Eingeschränktes Erinnerungsvermögen und Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Butylscopolamin | Gelegentlich | Müdigkeit |
| Cefaclor | Gelegentlich | Schläfrigkeit, übertrieben aktives Verhalten (Hyperaktivität) oder Schwindel |
| Cefpodoxim | Gelegentlich | Schwächezustände wie Kraftlosigkeit (Asthenie), Ermüdung und Unwohlsein (Malaise) |
| Celecoxib | Gelegentlich | Kribbelgefühl (Parästhesie), Schläfrigkeit (Somnolenz) · Angst, Depression, Müdigkeit (Ermüdung) |
| Ciprofloxacin | Gelegentlich | Kopfschmerz, Benommenheit, Schlaf- oder Geschmacksstörungen |
| Clarithromycin | Gelegentlich | Benommenheit (Schläfrigkeit) · Allgemeines Unwohlsein, Schwächegefühl (Asthenie), Brustschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit |
| Clopidogrel | Gelegentlich | Benommenheit oder Schwindel |
| Desogestrel | Gelegentlich | Müdigkeit |
| Dienogest/Ethinylestradiol | Gelegentlich | Erschöpfung einschließlich Schwäche, Ermüdung und allgemeinem Unwohlsein |
| Dihydralazin | Gelegentlich | Abgeschlagenheit und Fieber |
| Domperidon | Gelegentlich | Benommenheit (Somnolenz) |
| Drospirenon | Gelegentlich | Müdigkeit, Schwellungen durch Wassereinlagerungen (periphere Ödeme) |
| Esomeprazol | Gelegentlich | Schwindel, Kribbeln (Parästhesie) oder Müdigkeit |
| Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring) | Gelegentlich | Müdigkeit, Unwohlsein, Reizbarkeit |
| Famotidin | Gelegentlich | Müdigkeit · Schläfrigkeit |
| Felodipin | Gelegentlich | Müdigkeit |
| Fluconazol | Gelegentlich | Unfähigkeit zu schlafen (Insomnie), Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber; laut Fachinformation auch Schwäche (Asthenie) |
| Hydroxychloroquin | Gelegentlich | Schläfrigkeit, Unruhe oder Empfindungsstörungen (Parästhesien) |
| Ibuprofen | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit (zentralnervöse Störungen) |
| Ivabradin | Gelegentlich | Müdigkeits- und Schwächegefühl (Erschöpfung, Asthenie), möglicherweise im Zusammenhang mit einem verlangsamten Herzschlag |
| Ketotifen | Gelegentlich | Benommenheit (Somnolenz) |
| Latanoprost | Gelegentlich | Kopfschmerzen und Benommenheit |
| Lercanidipin | Gelegentlich | Schläfrigkeit (Somnolenz) · Schwächegefühl (Asthenie), Ermüdung |
| Levofloxacin | Gelegentlich | Schläfrigkeit, Zittern (Tremor) |
| Lisinopril | Gelegentlich | Kribbeln ("Ameisenlaufen", Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo), Veränderungen des Geschmackssinns, Schläfrigkeit oder andere Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit · Müdigkeit, Verlust an Muskelkraft (Asthenie) |
| Loperamid | Gelegentlich | Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit |
| Melatonin | Gelegentlich | Lethargie (Müdigkeit, Antriebslosigkeit), Benommenheit, Schläfrigkeit · Abgeschlagenheit, Schmerzen, Durst |
| Metronidazol | Gelegentlich | Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Sinnestäuschungen (Halluzinationen), Verwirrtheitszustände, Erregbarkeit, traurige Verstimmtheit (Depression) |
| Montelukast | Gelegentlich | Schwindel, Benommenheit, Kribbeln und Taubheitsgefühl (Parästhesie, Hypästhesie) · Schwäche, Müdigkeit (Asthenie, Fatigue), Unwohlsein, Schwellungen (Ödem) |
| Moxifloxacin | Gelegentlich | Zittern, Schwindel, Schläfrigkeit · Allgemeines Unwohlsein (überwiegend Schwächegefühl oder Müdigkeit), Schmerzzustände (insbesondere in Rücken, Brust, Becken und in den Gliedmaßen), Schwitzen |
| Nitrendipin | Gelegentlich | Schwindel, Migräne, Benommenheit und Müdigkeit |
| Omalizumab | Gelegentlich | Schläfrigkeit oder Müdigkeit |
| Omeprazol | Gelegentlich | Schwindel, Kribbeln wie Ameisenlaufen (Parästhesien) und Schläfrigkeit |
| Pantoprazol | Gelegentlich | Schwächegefühl, Erschöpfungsgefühl oder allgemeines Unwohlsein |
| Pentoxyverin | Gelegentlich | Schläfrigkeit (Somnolenz) · Müdigkeit mit Erschöpfung (Fatigue) |
| Pivmecillinam | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Benommenheit · Müdigkeit oder Energiemangel (Erschöpfung) |
| Pravastatin | Gelegentlich | Müdigkeit |
| Pridinol | Gelegentlich | Müdigkeit und ein Gefühl von Schwäche (Asthenie) |
| Progesteron | Gelegentlich | Müdigkeit beziehungsweise Schläfrigkeit, vorübergehendes Schwindelgefühl |
| Pyrantel | Gelegentlich | Müdigkeit |
| Ranolazin | Gelegentlich | Müdigkeits- oder Trägheitsgefühl (Lethargie), Schläfrigkeit oder Benommenheit (Somnolenz) · Müdigkeit, Schwellungs- oder Blähungsgefühl (Wassereinlagerungen, peripheres Ödem) |
| Sildenafil | Gelegentlich | Schläfrigkeit (Somnolenz), vermindertes Tastgefühl (Hypästhesie) · Wärmegefühl, Müdigkeit |
| Sitagliptin | Gelegentlich | Bei Einnahme zusammen mit Metformin: Schläfrigkeit |
| Solifenacin | Gelegentlich | Schläfrigkeit · Müdigkeit, Flüssigkeitsansammlungen in den Unterschenkeln (Ödem) |
| Spironolacton | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe (Ataxie), Schwächegefühl, Schwindel |
| Tadalafil | Gelegentlich | Schwellung von Händen, Füßen oder Gelenken (periphere Ödeme), Müdigkeit |
| Timolol | Gelegentlich | Müdigkeit · Mangeldurchblutung des Gehirns, Benommenheit und Migräne |
| Urapidil | Gelegentlich | Müdigkeit |
| Valsartan | Gelegentlich | Müdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie) · Erniedrigte Natriumwerte im Blut, die Müdigkeit, Verwirrtheit, Muskelzucken und/oder in schweren Fällen Krämpfe hervorrufen können |
| Acetylsalicylsäure/Paracetamol/Coffein | Selten | Erschöpfung |
| Biperiden | Selten | Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit und Gedächtnisstörungen |
| Dydrogesteron | Selten | Schläfrigkeit |
| Estradiol | Selten | Ermüdung |
| Indapamid | Selten | Müdigkeitsgefühl |
| Mesalazin | Selten | Schwächegefühl (Kraftlosigkeit), Müdigkeit |
| Telmisartan | Selten | Schläfrigkeit (Somnolenz) |
| Azelastin | Sehr selten | Nasenspray: Benommenheit oder Schläfrigkeit (Somnolenz) · Nasenspray: Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwindel- oder Schwächegefühl, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können |
| Isotretinoin | Sehr selten | Gelbfärbung der Haut oder Augen und Müdigkeitsgefühl als mögliche Anzeichen einer Leberentzündung (Hepatitis) · Krämpfe, Benommenheit, Schwindel |
| Mebeverin | Sehr selten | Benommenheit |
| Methocarbamol | Sehr selten | Benommenheit · Schläfrigkeit · Müdigkeit |
| Midazolam | Sehr selten | Benommenheit und verlängerte Beruhigung, auch nach einem operativen Eingriff; Ermüdung |
| Oxymetazolin | Sehr selten | Unruhe, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Beruhigung (Sedierung), Kopfschmerzen |
| Xylometazolin | Sehr selten | Unruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit (Schläfrigkeit), Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Halluzinationen (vorrangig bei Kindern) |
| Clindamycin | Nicht bekannt | Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen |
| Colestyramin | Nicht bekannt | Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit · Müdigkeit |
| Doxepin | Nicht bekannt | Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Zittern, Schlafstörungen |
| Doxylamin | Nicht bekannt | Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen · Müdigkeit, Mattigkeit, verlängerte Reaktionszeit |
| Erythromycin | Nicht bekannt | Vorübergehende Störungen des zentralen Nervensystems wie Verwirrtheitszustände, Krampfanfälle, Halluzinationen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl |
| Johanniskraut | Nicht bekannt | Müdigkeit |
| Levodopa/Benserazid | Nicht bekannt | Müdigkeit, übermäßige Müdigkeit am Tage, plötzliche Schlafattacken |
| Lithium | Nicht bekannt | Schwindel und Benommenheit; laut Fachinformation auch Drehschwindel · Halluzinationen, Schläfrigkeit (Somnolenz), Erinnerungsverlust (Amnesie) |
| Ofloxacin | Nicht bekannt | Benommenheit |
| Trimipramin | Nicht bekannt | Besonders zu Beginn der Behandlung: Zittern (Tremor), Benommenheit und Schwindel · Beruhigung (Sedierung) · Besonders zu Beginn der Behandlung: Müdigkeit |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (223 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Müdigkeit als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (30 Wirkstoffe)
Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.
| Wirkstoff | Angabe in der Produktinformation | Häufigkeit dieser Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Amoxicillin | Blutarmut durch übermäßigen Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Blässe und Gelbfärbung von Haut und Augenweiß | Sehr selten |
| Amoxicillin | Arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit anhaltendem Erbrechen 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme, dazu möglich Bauchschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Durchfall und niedriger… | Nicht bekannt |
| Amoxicillin/Clavulansäure | Arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme; weitere Symptome können Bauchschmerzen, Lethargie, Durchfall und… | Nicht bekannt |
| Apixaban | Blutarmut (Anämie), die Müdigkeit und Blässe verursachen kann | Häufig |
| Azathioprin | Unterdrückung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression); mögliche Zeichen sind erhöhte Infektanfälligkeit, Entzündungen in Mund und Hals, erhöhte Blutungsneigung, Erschöpfung (Fatigue) und eine allgemein schlechte körperliche Verfassung | Sehr häufig |
| Azathioprin | Blutarmut durch weniger rote Blutkörperchen (Anämie), die zu Ermüdung, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit bei körperlicher Betätigung, Schwindel und Blässe führen kann | Gelegentlich |
| Azithromycin | Blutarmut durch verstärkten Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) mit Müdigkeit und blasser Haut | Nicht bekannt |
| Baclofen | Beeinträchtigung der Gehirnfunktion (Enzephalopathie) mit vermehrter Schläfrigkeit, Benommenheit, Verwirrtheit, Muskelzuckungen oder Koma; bildete sich nach dem Absetzen zurück | Nicht bekannt |
| Budesonid/Formoterol | Unterdrückung der Nebennierenfunktion; mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Schwäche, Magenprobleme einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Durchfall, Dunkelfärbung der Haut und Gewichtsverlust | Sehr selten |
| Calcitriol | Erhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder Schwäche | Selten |
| Carbamazepin | Hoher Ammoniakspiegel im Blut (Hyperammonämie), möglicherweise mit Reizbarkeit, Verwirrtheit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Schläfrigkeit | Nicht bekannt |
| Clopidogrel | Verringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie, auch schwer); Fieber, Anzeichen einer Infektion oder ausgeprägte Müdigkeit können darauf beruhen | Selten |
| Dapagliflozin | Diabetische Ketoazidose bei Typ-2-Diabetes (erhöhte Konzentration von Ketonkörpern in Urin oder Blut), unabhängig vom Blutzuckerspiegel möglich, also auch bei normalem Blutzucker; Anzeichen sind Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, übermäßiger Durst,… | Selten |
| Empagliflozin | Ketoazidose (erhöhte Konzentration von Ketonkörpern in Blut oder Urin), eine schwerwiegende, manchmal lebensbedrohliche Komplikation, die unabhängig vom Blutzuckerspiegel auftreten kann; Anzeichen sind unter anderem rascher Gewichtsverlust, Übelkeit oder… | Gelegentlich |
| Esomeprazol | Leberfunktionsstörungen und Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht; mögliche Zeichen sind gelbe Haut, dunkel gefärbter Urin und Müdigkeit | Selten |
| Esomeprazol | Zu niedriger Magnesiumwert im Blut (Hypomagnesiämie), möglich bei Anwendung über mehr als 3 Monate; Zeichen können Erschöpfung, unwillkürliche Muskelanspannungen (Muskelkontraktionen), Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindelgefühl und ein schnellerer Herzschlag… | Nicht bekannt |
| Etanercept | Lupus oder Lupus-ähnliches Syndrom mit Beschwerden wie anhaltendem Ausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit; laut Fachinformation auch kutaner und subakuter kutaner Lupus erythematodes | Selten |
| Fluvastatin | Leberentzündung (Hepatitis) mit ungewohnter Müdigkeit oder Fieber, Gelbfärbung von Haut und Augenweiß oder dunklem Urin | Sehr selten |
| Fluvastatin | Lupus-erythematodes-ähnliche Reaktion: roter, fleckiger Hautausschlag vor allem im Gesicht, möglicherweise mit Abgeschlagenheit, Fieber, Übelkeit und Appetitverlust | Sehr selten |
| Hydrochlorothiazid | Bei sehr starker Harnausscheidung mit verminderter Blutmenge und Flüssigkeitsmangel: Krampfanfälle, Benommenheit, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Kreislaufkollaps und akutes Nierenversagen | Selten |
| Insulin degludec | Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit) wie Nesselsucht, Schwellungen von Zunge und Lippen, Durchfall, Übelkeit, Müdigkeit und Juckreiz | Selten |
| Isotretinoin | Schwierigkeiten beim Wasserlassen, geschwollene Augenlider, Gefühl übermäßiger Müdigkeit als mögliche Anzeichen einer Nierenentzündung (Glomerulonephritis) | Sehr selten |
| Methotrexat | Blutarmut (Anämie), Schädigung des Knochenmarks, starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) oder aller Blutzellen (Panzytopenie); mögliche Zeichen sind Fieber, Halsschmerzen, Geschwüre im Mund, allgemeines Krankheitsgefühl, starke… | Häufig |
| Mycophenolsäure | Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen, die zu Müdigkeit, Atemnot oder Blässe führen kann (Anämie) | Häufig |
| Ofatumumab | Allgemeine (systemische) Reaktionen auf die Injektion wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit, meist innerhalb von 24 Stunden nach einer Injektion und vor allem nach der ersten | Sehr häufig |
| Omalizumab | Systemischer Lupus erythematodes (SLE); mögliche Zeichen sind Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Schwellung, Hautausschlag, Fieber, Gewichtsabnahme und Müdigkeit | Selten |
| Oxcarbazepin | Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), erkennbar an Gewichtszunahme, Müdigkeit, Haarausfall, Muskelschwäche und Kältegefühl | Gelegentlich |
| Propiverin | Blutdrucksenkung mit Benommenheit | Gelegentlich |
| Ranolazin | Niedriger Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie), der zu Müdigkeit und Verwirrtheit, Muskelzucken, Krämpfen und Koma führen kann | Selten |
| Simvastatin | Leberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht (Ikterus) mit Gelbfärbung von Haut und Augen, Juckreiz, dunklem Urin oder hellem Stuhl, Müdigkeits- oder Schwächegefühl und Appetitlosigkeit | Selten |
| Tacrolimus | Schädigung der kleinsten Blutgefäße (thrombotische Mikroangiopathie), auch als hämolytisch-urämisches Syndrom mit wenig oder keinem Urin (akutes Nierenversagen), extremer Müdigkeit, Gelbsucht, ungewöhnlichen Blutergüssen oder Einblutungen und Anzeichen einer… | Gelegentlich |
| Tacrolimus | Sehr starke Verminderung der roten Blutkörperchen (Pure Red Cell Aplasia), Blutarmut durch vermehrten Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) und Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen mit Fieber (febrile Neutropenie); mögliche Beschwerden sind… | Nicht bekannt |
| Terbinafin | Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis) mit Beschwerden wie Hautausschlag, Fieber, Juckreiz, Müdigkeit oder violetten Flecken unter der Hautoberfläche | Nicht bekannt |
| Tirzepatid | Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und Schwitzen | Sehr häufig |
| Topiramat | Stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose), die zu gestörter Atmung einschließlich Kurzatmigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, übermäßiger Müdigkeit und schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag führen kann | Gelegentlich |
| Topiramat | Hoher Ammoniakspiegel im Blut (Hyperammonämie), der die Hirnfunktion verändern kann (hyperammonämische Enzephalopathie); Anzeichen sind Schwierigkeiten zu denken, sich zu erinnern oder Probleme zu lösen, verringerte Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, Müdigkeit… | Selten |
Allgemeines Schwächegefühl (Asthenie) zeigt die zweite Tabelle, Muskelschwäche die Seite Muskelschmerzen und Muskelschwäche.
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Anastrozol | Sehr häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Carvedilol | Sehr häufig | Schwäche (Asthenie), Müdigkeit |
| Citalopram | Sehr häufig | Schwäche oder Kraftlosigkeit (Asthenie) |
| Enalapril | Sehr häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Enzalutamid | Sehr häufig | Müdigkeit (laut Fachinformation Asthenie und Fatigue) |
| Fluoxetin | Sehr häufig | Müdigkeit (laut Fachinformation einschließlich Schwäche) |
| Isotretinoin | Sehr häufig | Blutarmut (Anämie) mit Schwäche, Schwindel und blasser Haut, wenn die roten Blutkörperchen betroffen sind; laut Fachinformation auch erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit |
| Methotrexat | Sehr häufig | Schwächegefühl |
| Nivolumab | Sehr häufig | Ermüdungs- oder Schwächegefühl, Fieber · Guillain-Barré-Syndrom (vorübergehende Nervenentzündung mit Schmerzen, Schwäche und Lähmung der Gliedmaßen); Verlust der Schutzschicht der Nerven (Demyelinisierung); myasthenes… |
| Pembrolizumab | Sehr häufig | Müdigkeit und Erschöpfung, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Schwellungen, Fieber · Verminderte Funktion der Nebenschilddrüse mit Muskelkrämpfen oder -spasmen, Erschöpfung und Schwächegefühl |
| Rituximab | Sehr häufig | Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Fieber, Schwäche (Asthenie) |
| Semaglutid | Sehr häufig | Unterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin; Warnzeichen können plötzlich auftreten: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit… |
| Tirzepatid | Sehr häufig | Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit,… |
| Xipamid | Sehr häufig | Spannungsverlust der Skelettmuskulatur |
| Alendronsäure | Häufig | Müdigkeit oder Schwäche (Asthenie) |
| Alfuzosin | Häufig | Schwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel · Schwächegefühl (Asthenie), Unwohlsein |
| Alprazolam | Häufig | Schwäche (Asthenie) |
| Amiodaron | Häufig | Lungenschäden durch Amiodaron: Lungenentzündungen (Hypersensitivitäts-Pneumonitis, alveoläre oder interstitielle Pneumonie), Vermehrung von Bindegewebe (Fibrose), Rippenfellentzündung (Pleuritis), Entzündung der… |
| Amlodipin | Häufig | Müdigkeit, Schwächegefühl |
| Apixaban | Häufig | Bei Vorhofflimmern: niedriger Blutdruck mit möglichem Schwächegefühl und beschleunigtem Herzschlag |
| Atomoxetin | Häufig | Bei Kindern und Jugendlichen: Kraftlosigkeit, Energielosigkeit · Bei Erwachsenen: Kraftlosigkeit, Energielosigkeit, Müdigkeit, Antriebs- und Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Schüttelfrost und Durstgefühl |
| Bisoprolol | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) bei Menschen mit Herzschwäche · Schwächegefühl (Asthenie) bei Menschen mit Bluthochdruck oder Angina pectoris |
| Botulinumtoxin Typ A | Häufig | Allgemeines Schwächegefühl (Asthenie), Ermüdung, grippeähnliche Erkrankung, Schmerzen oder blauer Fleck an der Injektionsstelle (bei allen Anwendungsgebieten) · Ausbreitung der Toxinwirkung über die Injektionsstelle… |
| Bupropion | Häufig | Schwäche, Müdigkeit (Asthenie) |
| Chlortalidon | Häufig | Schwindel- und Schwächegefühl |
| Dienogest | Häufig | Schwäche (asthenischer Zustand), Reizbarkeit |
| Dorzolamid | Häufig | Schwäche oder Müdigkeit (Fatigue) |
| Doxazosin | Häufig | Schwächegefühl, Brustschmerzen, grippeähnliche Beschwerden, Schwellungen im Bereich von Knöcheln, Füßen oder Fingern (periphere Ödeme) |
| Eplerenon | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Etoricoxib | Häufig | Schwäche und Müdigkeit, grippeartige Erkrankung |
| Ezetimib | Häufig | Zusammen mit einem Statin: Muskelschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskulatur · Zusammen mit einem Statin: ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche (Asthenie), Schwellungen vor allem an Händen und Füßen… |
| Fentanyl | Häufig | Starke Müdigkeit, Schwäche oder allgemeines Unwohlsein |
| Flecainid | Häufig | Schwäche, Müdigkeit (Fatigue), Fieber, Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (Ödeme) und allgemeines Unwohlsein |
| Gabapentin | Häufig | Schwellungen an Armen und Beinen (periphere Ödeme), Schwierigkeiten beim Gehen, Schwäche, Schmerzen, Unwohlsein, grippeähnliche Beschwerden |
| Glyceroltrinitrat | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Hydromorphon | Häufig | Schwächezustände (Asthenie) |
| Infliximab | Häufig | Gefühl von Müdigkeit oder Schwäche |
| Lacosamid | Häufig | Müdigkeit, Schwächegefühl (Asthenie), Gefühl der Betrunkenheit, Reizbarkeit |
| Leflunomid | Häufig | Müdigkeit (Asthenie) |
| Levetiracetam | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie), Müdigkeit |
| Levodopa/Carbidopa | Häufig | Schmerzen im Brustraum, Ermüdung, Schwächegefühl |
| Levomethadon | Häufig | Schweißausbrüche, Mattigkeit, Schwächeanfälle, Wassereinlagerungen (Ödeme), gelegentlich bis häufig |
| Liraglutid | Häufig | Schwäche- oder Müdigkeitsgefühl |
| Lorazepam | Häufig | Muskelschwäche, Mattigkeit |
| Losartan | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) und Müdigkeit |
| Medroxyprogesteron | Häufig | Abgeschlagenheit, Erschöpfung |
| Methylphenidat | Häufig | Erhöhte Temperatur (Fieber), Durst, Schwächegefühl |
| Metoclopramid | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Morphin | Häufig | Unwohlsein, Schwächegefühl, Müdigkeit oder Erschöpfung |
| Moxonidin | Häufig | Allgemeine Schwäche (Asthenie) |
| Mycophenolsäure | Häufig | Schwäche (Asthenie) · Anzeichen einer Grippe oder eines grippalen Infekts (wie Müdigkeit, Schüttelfrost, Halsschmerzen, schmerzende Gelenke oder Muskeln), geschwollene Fußknöchel und Füße, Schmerz, Muskelsteifigkeit,… |
| Nifedipin | Häufig | Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühl |
| Olanzapin | Häufig | Schwäche |
| Oxcarbazepin | Häufig | Schwäche |
| Oxycodon | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) und Erschöpfung (Fatigue) |
| Paliperidon | Häufig | Fieber, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit) |
| Paroxetin | Häufig | Ungewöhnliches Schwächegefühl |
| Pipamperon | Häufig | Kraftlosigkeit |
| Quetiapin | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Ranolazin | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Risankizumab | Häufig | Müdigkeit (Fatigue; laut Fachinformation einschließlich Schwäche, in der Fachinformation zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch Unwohlsein) |
| Risperidon | Häufig | Schwellungen am Körper, an Armen oder Beinen (Ödeme), Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit), Schmerzen |
| Rivaroxaban | Häufig | Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie), die blasse Haut, Schwächegefühl oder Atemlosigkeit verursachen kann · Verminderte Leistungsfähigkeit (Schwäche, Müdigkeit) |
| Rivastigmin | Häufig | Müdigkeits- oder Schwächegefühl (Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit) |
| Rizatriptan | Häufig | Schwäche und Müdigkeit, in klinischen Studien unter den häufigsten Nebenwirkungen |
| Rosuvastatin | Häufig | Kraftlosigkeit (Asthenie) |
| Sacubitril/Valsartan | Häufig | Müdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie) |
| Sertralin | Häufig | Unwohlsein, Brustschmerzen, Schwäche (Asthenie), Fieber |
| Sumatriptan | Häufig | Müdigkeit, sich schwach fühlen |
| Tacrolimus | Häufig | Allgemeine Schwäche, Fieber, Flüssigkeitsansammlung im Körper, Schmerzen und Beschwerden, gestörtes Temperaturempfinden |
| Tapentadol | Häufig | Schwächegefühl, Müdigkeit, Empfinden von Schwankungen der Körpertemperatur, trockene Schleimhäute, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödem) |
| Tianeptin | Häufig | Schwäche (Asthenie) und das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben |
| Topiramat | Häufig | Fieber, Unwohlsein und Schwäche |
| Torasemid | Häufig | Müdigkeit, Schwäche, vor allem zu Behandlungsbeginn |
| Trastuzumab | Häufig | Schwächegefühl und Unwohlsein (die Schwäche, Asthenie, stuft die Fachinformation als sehr häufig ein) |
| Upadacitinib | Häufig | Fatigue: sich ungewöhnlich müde, erschöpft und schwach fühlen |
| Vedolizumab | Häufig | Laut Fachinformation Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion, darunter Schwäche (Asthenie; in der Studie zur Pouchitis berichtet), und Reaktionen an der Infusionsstelle wie Schmerzen oder Reizung |
| Venlafaxin | Häufig | Erschöpfung (Asthenie), Abgeschlagenheit (Fatigue) und Schüttelfrost |
| Zolmitriptan | Häufig | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Atorvastatin | Gelegentlich | Erschöpfung, Unwohlsein, Schwächegefühl, Schmerzen im Brustkorb, Schwellungen vor allem an den Knöcheln (Ödeme), erhöhte Temperatur |
| Azithromycin | Gelegentlich | Schwäche, Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen |
| Bimatoprost | Gelegentlich | Schwäche (Asthenie) |
| Brinzolamid | Gelegentlich | Allgemeines Schwächegefühl, Müdigkeit, ungewöhnliches Gefühl, Schmerzen und Engegefühl in der Brust (Brustkorbbeschwerden) · Brustkorbschmerz, Gefühl der Zerfahrenheit, Reizbarkeit und körperliche Schwäche (Asthenie) |
| Cefpodoxim | Gelegentlich | Schwächezustände wie Kraftlosigkeit (Asthenie), Ermüdung und Unwohlsein (Malaise) |
| Cetirizin | Gelegentlich | Extreme Müdigkeit (Asthenie), allgemeines Unwohlsein (Malaise) |
| Ciprofloxacin | Gelegentlich | Allgemeines Unwohlsein (Kraftlosigkeit) oder Fieber |
| Clarithromycin | Gelegentlich | Allgemeines Unwohlsein, Schwächegefühl (Asthenie), Brustschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit |
| Dienogest/Ethinylestradiol | Gelegentlich | Erschöpfung einschließlich Schwäche, Ermüdung und allgemeinem Unwohlsein |
| Domperidon | Gelegentlich | Allgemeines Schwächegefühl (Asthenie) |
| Dydrogesteron | Gelegentlich | Veränderungen der Leberfunktion, mit Schwäche (Asthenie) oder Unwohlsein, Gelbsucht (Ikterus) und Bauchschmerzen |
| Fluconazol | Gelegentlich | Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber; laut Fachinformation auch Schwäche (Asthenie) |
| Guanfacin | Gelegentlich | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Ibandronsäure | Gelegentlich | Bei der Spritze: Schmerzen oder Verletzungen an der Injektionsstelle, Schwächegefühl (Asthenie) |
| Ivabradin | Gelegentlich | Müdigkeits- und Schwächegefühl (Erschöpfung, Asthenie), möglicherweise im Zusammenhang mit einem verlangsamten Herzschlag |
| Lercanidipin | Gelegentlich | Schwächegefühl (Asthenie), Ermüdung |
| Leuprorelin | Gelegentlich | Bei Frauen (Enantone-Gyn): Schwächegefühl oder verminderte körperliche Leistungsfähigkeit |
| Levocetirizin | Gelegentlich | Abgeschlagenheit |
| Levofloxacin | Gelegentlich | Allgemeine Schwäche (Asthenie) |
| Lisinopril | Gelegentlich | Müdigkeit, Verlust an Muskelkraft (Asthenie) |
| Melatonin | Gelegentlich | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Metronidazol | Gelegentlich | Schwächegefühl · Stark verringerte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder aller Blutkörperchen (Panzytopenie); Anzeichen sind Schwäche, erhöhte Anfälligkeit… |
| Montelukast | Gelegentlich | Schwäche, Müdigkeit (Asthenie, Fatigue), Unwohlsein, Schwellungen (Ödem) |
| Moxifloxacin | Gelegentlich | Allgemeines Unwohlsein (überwiegend Schwächegefühl oder Müdigkeit), Schmerzzustände (insbesondere in Rücken, Brust, Becken und in den Gliedmaßen), Schwitzen · Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheits- oder… |
| Olmesartan | Gelegentlich | Schwäche (Asthenie) und Unwohlsein · Kraftlosigkeit (laut Fachinformation Lethargie) |
| Ondansetron | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, der Schwäche- oder Schwindelgefühle verursachen kann (Hypotonie) |
| Pantoprazol | Gelegentlich | Schwächegefühl, Erschöpfungsgefühl oder allgemeines Unwohlsein |
| Pregabalin | Gelegentlich | Kraftlosigkeit, Durst, Engegefühl in der Brust, Schmerzen, Frösteln, Fieber |
| Pridinol | Gelegentlich | Müdigkeit und ein Gefühl von Schwäche (Asthenie) |
| Spironolacton | Gelegentlich | Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe (Ataxie), Schwächegefühl, Schwindel |
| Sulfasalazin | Gelegentlich | Schwellungen im Gesicht (Gesichtsödeme), allgemeines Schwächegefühl |
| Tamsulosin | Gelegentlich | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Telmisartan | Gelegentlich | Schmerzen im Brustbereich, Schwächegefühl (Asthenie) |
| Trospiumchlorid | Gelegentlich | Allgemeine Körperschwäche, Brustschmerzen |
| Ustekinumab | Gelegentlich | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Valsartan | Gelegentlich | Müdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie) |
| Acetylsalicylsäure/Paracetamol/Coffein | Selten | Erschöpfung |
| Calcitriol | Selten | Erhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie); zu den Zeichen gehören Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und ein Gefühl von Trägheit, Benommenheit oder Schwäche |
| Esomeprazol | Selten | Zu niedriger Natriumwert im Blut (Hyponatriämie); das kann zu Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Muskelkrämpfen führen |
| Mesalazin | Selten | Schwächegefühl (Kraftlosigkeit), Müdigkeit |
| Ramipril | Selten | Schwächegefühl (Asthenie) |
| Simvastatin | Selten | Schwäche (Asthenie) |
| Timolol | Selten | Schwächegefühl und Schmerzen im Brustbereich |
| Tramadol | Selten | Verminderte Muskelkraft |
| Azelastin | Sehr selten | Nasenspray: Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwindel- oder Schwächegefühl, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können |
| Budesonid/Formoterol | Sehr selten | Unterdrückung der Nebennierenfunktion; mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Schwäche, Magenprobleme einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Durchfall, Dunkelfärbung der Haut und Gewichtsverlust |
| Digitoxin | Sehr selten | Sprachstörungen (Aphasien), Schwäche, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Unwohlsein |
| Hydrochlorothiazid | Sehr selten | Plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schockbeschwerden, vermutlich allergisch; akute Atemnot (akutes Atemnotsyndrom) mit starker Kurzatmigkeit, Fieber, Schwäche und Verwirrtheit |
| Nitrofurantoin | Sehr selten | Verschiedene Formen einer Blutarmut (Anämie), die sich durch blasse Haut, Schwäche und Atemlosigkeit äußern können, und Blutbildveränderungen (laut Fachinformation z. B. Eosinophilie, Thrombozytopenie, Agranulozytose… |
| Pravastatin | Sehr selten | Entzündung eines oder mehrerer Muskeln mit Muskelschmerzen oder -schwäche (Myositis, Polymyositis oder Dermatomyositis); Schmerzen oder Schwäche der Muskeln (laut Fachinformation Myopathie) · Anhaltende Muskelschwäche;… |
| Benzydamin | Nicht bekannt | Schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock); Anzeichen können Atemnot, Brustschmerz, Brustenge, Schwindel, Schwächegefühl, starker Juckreiz der Haut, tastbare Knoten auf der Haut und eine Schwellung von… |
| Desloratadin | Nicht bekannt | Außergewöhnliche Müdigkeit (Asthenie) |
| Etanercept | Nicht bekannt | Verschlechterung einer Dermatomyositis (Muskelentzündung und -schwäche mit Hautveränderungen) |
| Fluvastatin | Nicht bekannt | Anhaltende Muskelschwäche; laut Fachinformation eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie mit anhaltender Schwäche der rumpfnahen Muskeln und erhöhter Kreatinkinase, die auch nach dem Absetzen fortbestehen |
| Hydroxychloroquin | Nicht bekannt | Muskelerkrankungen (Myopathien der Skelettmuskulatur, Neuromyopathien) mit zunehmender Schwäche und Abbau rumpfnaher Muskelgruppen; sie können sich nach dem Absetzen zurückbilden, was viele Monate dauern kann |
| Metamizol | Nicht bekannt | Starke Verminderung verschiedener Arten von Blutzellen (Panzytopenie), die zu Schwäche, Blutergüssen oder Infektionen führen kann, einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang · Verminderung der roten Blutkörperchen bei… |
| Minoxidil | Nicht bekannt | Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühl (laut Fachinformation möglicherweise als Folge eines zu niedrigen oder zu hohen Blutdrucks) |
| Testosteron | Nicht bekannt | Schwächegefühl (Asthenie), Unwohlsein, Ödeme, erhöhtes Auftreten von Wassereinlagerungen und Ödemen, Überempfindlichkeitsreaktionen |
| Tizanidin | Nicht bekannt | Schwäche (Asthenie) |
| Trazodon | Nicht bekannt | Unwohlsein, Schwäche, Wassereinlagerungen (Ödeme, auch an Armen und Beinen), grippeähnliche Beschwerden, Schmerzen in der Brust, Fieber |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (139 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Woran Sie Müdigkeit durch ein Medikament erkennen
Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Beginn der Einnahme [1]. Laut Fachinformation von Lorazepam sind Nebenwirkungen insbesondere zu Beginn der Behandlung zu erwarten; bei Baclofen können sie laut Fachinformation besonders zu Behandlungsbeginn, bei zu rascher Dosissteigerung oder bei hohen Dosen auftreten [5, 17]. Bei Gabapentin ist die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit zu Behandlungsbeginn und nach einer Dosiserhöhung besonders zu beachten, bei Oxycodon außerdem nach einem Präparatewechsel [14, 15]. Bei Lorazepam können die Nebenwirkungen im weiteren Verlauf von selbst oder bei einer niedrigeren Dosis wieder abklingen [5]. Die Schläfrigkeit unter Quetiapin tritt gewöhnlich in den ersten zwei Behandlungswochen auf und vergeht im Allgemeinen bei fortgesetzter Einnahme [12].
Bei Schlafmitteln kann die Wirkung bis in den nächsten Morgen reichen. Für Zopiclon nennt die Fachinformation, wie bei anderen Schlafmitteln (Hypnotika), am Morgen nach der Einnahme ein mögliches Risiko von Benommenheit, verlängerter Reaktionszeit, Schwindel, Schläfrigkeit, verschwommenem Sehen oder Doppeltsehen und verminderter Aufmerksamkeit [7]. Lorazepam kann als Schlafmittel Nachwirkungen am folgenden Morgen verursachen, insbesondere bei höherer Dosierung und zu kurzer Schlafdauer [5]. Mehr dazu: Schwindel und Vergesslichkeit und Verwirrtheit.
Schwierig wird die Zuordnung, wenn die Erkrankung selbst müde macht. Laut Fachinformation von Mirtazapin zeigen Menschen mit Depression eine Reihe krankheitsbedingter Beschwerden, sodass es bisweilen schwerfällt zu unterscheiden, was von der Krankheit und was von der Behandlung kommt [10]. Auch mehrere Mittel zugleich spielen eine Rolle: Wird Lorazepam zusammen mit anderen dämpfenden Arzneimitteln, etwa Antidepressiva, Betablockern, Opioiden oder Antiepileptika, oder mit Alkohol angewendet, können sich die dämpfenden Wirkungen laut Fachinformation gegenseitig verstärken [5]. Mehr dazu: Viele Medikamente gleichzeitig.
Bei ungeklärter Müdigkeit sollen Ärztinnen und Ärzte laut DEGAM-Leitlinie unter anderem erfragen, welche Medikamente und psychotropen Substanzen eingenommen werden [1]. Laut Patienteninformation der DEGAM ist es wichtig, dass Sie in der Hausarztpraxis alle Medikamente nennen, auch selbst in der Apotheke gekaufte und solche, die andere Ärztinnen oder Ärzte verordnet haben [3]. Ob es am Medikament liegt, beurteilt die Ärztin oder der Arzt: Ein Verdacht ist laut Leitlinie begründet, wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind, die Beschwerden zeitlich mit dem Beginn der Einnahme zusammenhängen und die Nebenwirkung in der Fachliteratur beschrieben ist [1]. Ein Symptomtagebuch kann laut Leitlinie bei der Abklärung hilfreich sein [1]. Was in Ihrer Packungsbeilage steht und wie die Häufigkeiten gemeint sind, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Warum Medikamente müde machen können
Viele der genannten Mittel dämpfen das zentrale Nervensystem. Lorazepam bindet an Benzodiazepin-Rezeptoren im Gehirn, die eng mit den Rezeptoren des hemmenden Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA) verbunden sind, und verstärkt so dessen hemmende Wirkung; es wirkt unter anderem angst- und spannungslösend, beruhigend und schlaffördernd [5]. Andere Mittel blockieren die H1-Rezeptoren des Botenstoffs Histamin: Doxylamin hat laut Fachinformation neben dieser Blockade dämpfende Wirkungen, und bei Mirtazapin steht die Histamin-blockierende Wirkung im Zusammenhang mit seinen dämpfenden Eigenschaften [8, 10]. Amitriptylin hat laut Fachinformation ausgeprägte dämpfende Eigenschaften [11]. Cetirizin wirkt laut Fachinformation selektiv auf H1-Rezeptoren außerhalb des Gehirns (peripher); in klinischen Studien hatte es in der empfohlenen Dosis nur geringe Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem, darunter Schläfrigkeit und Müdigkeit [9].
Die Leitlinie nennt weitere Wege: Benzodiazepine mit langer Halbwertszeit oder wirksamen Abbauprodukten können sich bei regelmäßiger Einnahme anreichern, sodass die dämpfende Wirkung je nach Wirkstoff nachhängt [1]. Gut fettlösliche Betablocker dringen stärker in das Gehirn ein als wasserlösliche (die Leitlinie nennt die Reihenfolge Propranolol vor Metoprolol vor Atenolol) und können dort Schlafstörungen mit nachfolgender Müdigkeit am Tag auslösen [1]. Opioide können laut Fachinformation von Oxycodon schlafbezogene Atemstörungen verursachen, etwa Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe); laut Packungsbeilage kann übermäßige Schläfrigkeit am Tag zu den Beschwerden gehören [15, 16]. Auch Alkohol am Abend und Schlafmittel können laut Patienteninformation der DEGAM dazu führen, dass der Schlaf weniger erholsam ist [3].
Manchmal macht eine Folge der Behandlung müde: Eine Schilddrüsenunterfunktion, zu deren Beschwerden Müdigkeit gehört, kann laut IQWiG auch als Nebenwirkung von Medikamenten entstehen, etwa von Lithium [20].
Was Sie tun können

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Darauf weist auch die Patienteninformation zur DEGAM-Leitlinie ausdrücklich hin [3]. Manche Mittel dürfen nicht plötzlich abgesetzt werden, zum Beispiel Lorazepam laut Packungsbeilage [6]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.
Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Was dann infrage kommt, hängt vom Mittel und von Ihrer Situation ab. Bei begründetem Verdacht sollte laut Leitlinie je nach Abwägung von Nutzen und Risiken auf andere Wirkstoffe umgestellt werden [1]. Bei Baclofen sind die Nebenwirkungen laut Fachinformation meist vorübergehend und lassen sich durch eine niedrigere Dosis abschwächen oder beheben [17]. Bei Mirtazapin führt eine niedrigere Dosis laut Fachinformation dagegen in der Regel nicht zu weniger Schläfrigkeit, gefährdet aber die Wirkung gegen die Depression [10]. Treten unter Oxycodon schlafbezogene Atemstörungen auf, wird die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen [16].
Bei Schlafmitteln auf ausreichend Schlaf achten. Wird Lorazepam als Schlafmittel angewendet, muss eine Schlafzeit von etwa 7 bis 8 Stunden sichergestellt sein; dann lassen sich Nachwirkungen am folgenden Morgen wie Müdigkeit laut Packungsbeilage meist vermeiden [6]. Auch nach der Einnahme von Doxylamin soll für eine ausreichende Schlafdauer gesorgt werden, damit das Reaktionsvermögen am folgenden Morgen nicht beeinträchtigt ist [8]. Zopiclon sollte laut Fachinformation als Einmalgabe unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen und in derselben Nacht nicht erneut eingenommen werden [7].
Stärkungsmittel gegen Müdigkeit: Wirksamkeit nicht belegt. Laut Patienteninformation der DEGAM ist die Wirksamkeit von "Stärkungsmitteln", "Aufbausubstanzen" oder Ähnlichem gegen Müdigkeit nicht belegt, und auch ihre Nebenwirkungen sind unzureichend untersucht [3].
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [4]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Autofahren, Maschinen und Alkohol
Viele der hier genannten Mittel können laut ihren Produktinformationen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Die Hinweise dazu unterscheiden sich je nach Wirkstoff [4, 5, 6, 7, 9, 10, 12, 13, 15, 16]:
- Lorazepam kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr erheblich beeinträchtigen, verstärkt zusammen mit Alkohol. Laut Packungsbeilage sollten Sie, insbesondere in den ersten Tagen der Behandlung, mit einem eingeschränkten Reaktionsvermögen rechnen; führen Sie keine Fahrzeuge. Inwieweit Sie am Straßenverkehr teilnehmen können, entscheidet die Ärztin oder der Arzt [5, 6].
- Zwischen der Einnahme von Zopiclon und dem Autofahren, dem Bedienen von Maschinen oder Arbeiten in der Höhe empfiehlt die Fachinformation mindestens 12 Stunden [7].
- Bei Pregabalin wird empfohlen, kein Fahrzeug zu führen, keine komplexen Maschinen zu bedienen und keine anderen potenziell gefährlichen Tätigkeiten auszuüben, solange nicht bekannt ist, ob das Mittel diese Fähigkeiten beeinträchtigt; bei Quetiapin sollte vom Autofahren abgeraten werden, bis das individuelle Ansprechen bekannt ist [12, 13].
- Mirtazapin kann laut Fachinformation, insbesondere zu Beginn der Behandlung, Konzentration und Wachsamkeit beeinträchtigen; Betroffene sollten dann gefährliche Tätigkeiten wie das Führen eines Fahrzeugs meiden [10].
- Wer unter Cetirizin schläfrig ist, sollte laut Fachinformation nicht Auto fahren, nicht ohne sicheren Halt arbeiten und keine Maschinen bedienen, obwohl objektive Messungen der Fahrtüchtigkeit in der empfohlenen Dosis keine klinisch relevanten Wirkungen zeigten [9].
- Oxycodon kann laut Fach- und Gebrauchsinformation die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen, insbesondere zu Beginn der Behandlung, nach einer Dosiserhöhung oder einem Präparatewechsel und zusammen mit anderen dämpfenden Mitteln. Bei einer stabilen Behandlung ist ein generelles Fahrverbot nicht zwingend erforderlich; laut Fachinformation sollte die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt im Einzelfall entscheiden. Die Packungsbeilage bittet, mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen, ob und unter welchen Bedingungen Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen dürfen [15, 16].
- Bei Bisoprolol war die Fahrtüchtigkeit in einer Untersuchung bei koronarer Herzkrankheit nicht beeinträchtigt; trotzdem kann sie im Einzelfall eingeschränkt sein, besonders zu Beginn der Behandlung, bei Änderungen der Medikation und zusammen mit Alkohol [4].
Alkohol kann die dämpfende Wirkung vieler dieser Mittel verstärken. Bei Lorazepam und Baclofen ist Alkohol während der Behandlung zu vermeiden, bei Zopiclon sollte keiner getrunken werden [6, 7, 17]. Mirtazapin kann die dämpfende Wirkung von Alkohol verstärken; während der Einnahme sollte deshalb kein Alkohol getrunken werden [10]. Bei Oxycodon kann Alkohol die Schläfrigkeit verstärken und das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, etwa einer flachen Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands [16]. Mehr dazu: Medikamente und Autofahren und Medikamente und Alkohol.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Gefährlich kann es werden, wenn mehrere dämpfende Mittel zusammenkommen. Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen erhöht laut den Packungsbeilagen von Lorazepam und Oxycodon das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma und kann lebensbedrohlich sein [6, 16]. Laut Fachinformation kann diese Kombination zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen; sie ist nur angebracht, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt [5, 15]. Auch bei Menschen, die Pregabalin zusammen mit Opioiden oder anderen dämpfenden Mitteln einnahmen, wurden Fälle von Versagen der Atmung (respiratorische Insuffizienz), Koma und Tod berichtet [13]. Laut Packungsbeilage von Lorazepam könnte es bei gleichzeitiger Anwendung mit Opioiden hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu bitten, auf Anzeichen wie Schläfrigkeit oder Atembeschwerden zu achten; treten sie auf, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [6]. Mehr dazu: Atemnot.
Anzeichen einer Überdosierung von Lorazepam sind laut Packungsbeilage Benommenheit, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, verminderte Atmung, Störungen der Bewegungskoordination, Teilnahmslosigkeit und in schweren Fällen Bewusstlosigkeit [6]. Bei gedämpfter Atmung, Atemaussetzern oder einer Verschlechterung einer Schlafapnoe muss die Behandlung mit Lorazepam laut Packungsbeilage sofort beendet werden; informieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und/oder wenden Sie sich an den medizinischen Notdienst [6]. Bei langsamer und flacher Atmung unter Oxycodon sollen Sie das Mittel laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und möglichst umgehend ärztliche Hilfe suchen [16]. Abgesehen von solchen in der Packungsbeilage genannten Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und Vergiftungen sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [22].
Ärztlichen Rat brauchen Sie auch, wenn Sie selbst oder andere unter Oxycodon Atemaussetzer im Schlaf, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit am Tag bemerken [16]. Auch Stürze sind möglich: Laut Fachinformation könnten Benommenheit und Schläfrigkeit unter Pregabalin bei älteren Menschen zu häufigeren sturzbedingten Verletzungen führen; bei Lorazepam besteht bei älteren Menschen die Gefahr einer Dämpfung und Muskelschwäche, die das Sturzrisiko erhöhen kann; und die Schläfrigkeit unter Quetiapin kann zu Stürzen führen [5, 12, 13]. Mehr dazu: Medikamente im Alter.
Andere Ursachen
Nicht jede Müdigkeit kommt vom Medikament. Müdigkeit ist laut DEGAM-Leitlinie eine universelle menschliche Erfahrung; eine große Zahl körperlicher, seelischer und sozialer Ursachen kommt infrage, oft in Kombination, und oft lässt sich keine eindeutige Ursache finden [1, 2]. Die häufigsten Ursachen länger dauernder Müdigkeit liegen laut Patienteninformation der DEGAM erfahrungsgemäß im Bereich der Lebensweise und des seelischen Erlebens; auch fehlende Bewegung kann zu Abgespanntheit führen, und nach einem schweren Infekt kann es Wochen oder Monate dauern, bis die gewohnte Leistungsfähigkeit zurückkehrt [3].
Zu den möglicherweise gefährlichen, aber abwendbaren Verläufen zählt die Kurzfassung der Leitlinie behandlungsbedürftige seelische Störungen, vor allem Depression und Angststörung, ein Schlafapnoe-Syndrom sowie Nebenwirkungen von Medikamenten und Substanzmissbrauch; behandelbare schwere körperliche Erkrankungen sind selten und praktisch immer mit Auffälligkeiten in der Befragung oder Untersuchung verbunden [2]. Bei ungeklärter Müdigkeit sollen laut Leitlinie Blutzucker, großes Blutbild, Blutsenkung oder CRP (Entzündungswerte), Transaminasen oder Gamma-GT (Leberwerte) und der Schilddrüsenwert TSH bestimmt werden [1].
- Depression und Angst: Sie sind laut Leitlinie häufige Ursachen oder Begleiterscheinungen von Müdigkeit; in einer Bevölkerungsuntersuchung hatten 73 Prozent der Menschen mit Depression das Symptom Müdigkeit [1]. Zu den Hauptbeschwerden einer Depression zählt das IQWiG Antriebsmangel und schnelle Ermüdung, oft schon nach kleinen Anstrengungen [21].
- Schlafapnoe: Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Schlaf zu Atemaussetzern; weitere typische Anzeichen sind laut IQWiG lautes Schnarchen sowie Müdigkeit und Konzentrationsstörungen am Tag [19]. Übermäßiger Alkoholkonsum sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel lassen die Atemmuskulatur erschlaffen und können eine Schlafapnoe verstärken [19]. Wegen des erhöhten Risikos von Verkehrs- und anderen Unfällen gilt eine obstruktive Schlafapnoe mit Beschwerden laut Leitlinie als abwendbar gefährlicher Verlauf [1].
- Schilddrüsenunterfunktion: Fehlen Schilddrüsenhormone, verlangsamt sich der Stoffwechsel; mögliche Beschwerden sind laut IQWiG unter anderem Schwäche und Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen [20]. In den Studien, die die Leitlinie auswertet, wurden Schilddrüsenfunktionsstörungen und diabetische Stoffwechsellagen als Ursache nur vereinzelt festgestellt [1].
- Blutarmut und Eisenmangel: Die Studienergebnisse sind laut Leitlinie uneinheitlich; eine systematische Übersicht fand eine Blutarmut (Anämie) in etwa 3 Prozent als Ursache einer Müdigkeit [1].
- Schlafstörungen: Jede Schlafstörung kann laut Leitlinie Müdigkeit am Tag verursachen; Müdigkeit und Schlafstörungen haben oft eine gemeinsame Ursache, etwa eine Depression oder seelische Belastungen [1]. Mehr dazu: Schlafstörungen und Schlafstörungen durch Medikamente.
Quellen
- Leitlinie S3-Leitlinie Müdigkeit, Langfassung (AWMF-Register-Nr. 053-002, DEGAM-Leitlinie Nr. 2). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand Stand 11/2022 (gültig bis 22.12.2027). abgerufen am 12.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Müdigkeit, Kurzversion (AWMF-Register-Nr. 053-002). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand 2022. abgerufen am 12.10.2026
- Leitlinie DEGAM Patienteninformation Müdigkeit (zur S3-Leitlinie Müdigkeit, AWMF-Register-Nr. 053-002). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand 2022. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Bisoprolol-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Zopiclon-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation SchlafTabs-ratiopharm 25 mg Tabletten (Doxylamin, Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Cetirizin-ratiopharm bei Allergien 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Mirtazapin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Quetiapin-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Gabapentin-ratiopharm 100 mg / 300 mg / 400 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Baclofen-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Welche Medikamente können Heuschnupfen lindern?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 31.05.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Obstruktive Schlafapnoe. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.07.2026. abgerufen am 12.10.2026
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 24.04.2024. abgerufen am 12.10.2026
- Depression. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente machen müde?
Laut S3-Leitlinie Müdigkeit ist Müdigkeit unter anderem bei Benzodiazepinen und Z-Substanzen, Antidepressiva wie Amitriptylin oder Mirtazapin, Antipsychotika, Antihistaminika, Opiaten (starken Schmerzmitteln) und Blutdrucksenkern wie Betablockern beschrieben. Für Pregabalin, Gabapentin und das Muskelrelaxans Baclofen stufen die Fachinformationen Schläfrigkeit (Somnolenz) als sehr häufig ein. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Müdigkeit oder verwandte Beschwerden nennt.
Geht die Müdigkeit durch ein Medikament wieder weg?
Das ist je nach Wirkstoff unterschiedlich. Bei Bisoprolol klingen Müdigkeit und Erschöpfung bei Bluthochdruck oder Angina pectoris laut Packungsbeilage häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab. Die Schläfrigkeit unter Quetiapin vergeht laut Fachinformation im Allgemeinen bei fortgesetzter Einnahme, und bei Lorazepam können Nebenwirkungen im weiteren Verlauf wieder abklingen. Hält die Müdigkeit an oder belastet sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Auto fahren, wenn mein Medikament müde macht?
Wer schläfrig ist, sollte zum Beispiel laut Fachinformation von Cetirizin nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen. Bei Pregabalin und Quetiapin raten die Fachinformationen davon ab, solange nicht bekannt ist, wie das Mittel bei Ihnen wirkt; bei Zopiclon empfiehlt die Fachinformation zwischen Einnahme und Autofahren mindestens 12 Stunden. Alkohol kann die Beeinträchtigung verstärken. Ob Sie Auto fahren können, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Machen Allergietabletten müde?
Das ist möglich. Laut IQWiG gehören Müdigkeit und Kopfschmerzen zu den häufigsten Nebenwirkungen von Antihistaminika-Tabletten gegen Heuschnupfen; wie sehr sie müde machen, kann vom Wirkstoff abhängen. Laut S3-Leitlinie Müdigkeit dämpfen neuere Wirkstoffe wie Cetirizin, Loratadin oder Fexofenadin weniger als ältere wie Dimetinden oder Diphenhydramin. Auch bei Cetirizin nennt die Fachinformation Schläfrigkeit und Müdigkeit.
Was kann ich tun, wenn mich mein Medikament müde macht?
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Sprechen Sie in der Praxis an, seit wann und wie stark die Müdigkeit auftritt, und nennen Sie alle Mittel, auch rezeptfreie. Je nach Wirkstoff kommen laut Leitlinie und Fachinformationen etwa eine niedrigere Dosis oder ein anderer Wirkstoff infrage; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Wann ist Müdigkeit durch Medikamente gefährlich?
Vor allem, wenn mehrere dämpfende Mittel zusammenkommen. Opioide zusammen mit Benzodiazepinen oder verwandten Mitteln erhöhen laut Packungsbeilage das Risiko für Schläfrigkeit, Atemdepression und Koma und können lebensbedrohlich sein; bei Oxycodon kann auch Alkohol das Risiko einer flachen Atmung erhöhen. Wirkt jemand ungewöhnlich schläfrig, verwirrt oder atmet langsam und flach, holen Sie sofort ärztliche Hilfe, bei Bewusstlosigkeit oder schwerer Atemnot über den Notruf 112.
Verstärkt Alkohol die Müdigkeit durch Medikamente?
Bei vielen dämpfenden Mitteln ja. Laut den Produktinformationen kann Alkohol die Wirkung von Lorazepam und Zopiclon unvorhersehbar verändern und verstärken, und Mirtazapin kann die dämpfende Wirkung von Alkohol verstärken. Bei Oxycodon kann Alkohol die Schläfrigkeit verstärken und das Risiko einer flachen Atmung mit Gefahr eines Atemstillstands erhöhen. Bei diesen Mitteln raten die Packungsbeilagen bzw. Fachinformationen, während der Behandlung keinen Alkohol zu trinken.
Kann Müdigkeit auch andere Ursachen haben?
Ja. Laut S3-Leitlinie Müdigkeit kommen sehr viele körperliche, seelische und soziale Ursachen infrage, oft mehrere zugleich, zum Beispiel Depression und Angst, Schlafstörungen oder eine Schlafapnoe; seltener steckt eine Blutarmut, eine Störung der Schilddrüse oder eine Zuckerkrankheit dahinter. Belastet Sie die Müdigkeit übermäßig oder finden Sie keine Ursache dafür, sollten Sie das laut Patienteninformation der DEGAM in Ihrer Hausarztpraxis ansprechen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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Ratgeber Medikamente vor oder nach dem Essen?Ob ein Medikament vor, zum oder nach dem Essen eingenommen wird, steht in seiner Packungsbeilage.