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Ustekinumab: Nebenwirkungen und Wirkung
Ustekinumab ist ein verschreibungspflichtiger Antikörper gegen die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-12 und Interleukin-23; der Wirkstoff ist unter anderem in Stelara enthalten. Er wird bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unter die Haut gespritzt, bei den Darmerkrankungen nach einer ersten Dosis als Infusion. Häufig sind Infektionen von Nase und Hals, Kopfschmerzen sowie Rötung und Schmerzen an der Einstichstelle. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder einer Infektion sprechen Sie sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Infektionen der Nase oder des Halses und Erkältungen (laut Fachinformation Infektion der oberen Atemwege, Nasopharyngitis)[1, 2]
- Häufig: Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)[1, 2]
- Häufig: Schwindelgefühl[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Häufig: Halsentzündung (laut Fachinformation Schmerzen im Mund- und Rachenraum)[1, 2]
- Häufig: Durchfall[1, 2]
- Häufig: Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Juckreiz (Pruritus)[1, 2]
- Häufig: Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen[1, 2]
- Häufig: Müdigkeitsgefühl (Ermüdung, Fatigue)[1, 2]
- Häufig: Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle[1, 2]
Wofür wird Ustekinumab eingesetzt?
Ustekinumab ist ein verschreibungspflichtiges biologisches Arzneimittel aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper; es gehört zu den Immunsuppressiva, die einen Teil des Immunsystems abschwächen [1, 2]. Der Wirkstoff ist unter anderem in Stelara enthalten. Laut Packungsbeilage und Fachinformation wird es bei diesen entzündlichen Erkrankungen angewendet [1, 2]:
- Plaque-Psoriasis, mittelschwer bis schwer: bei Erwachsenen, wenn andere Behandlungen des ganzen Körpers wie Ciclosporin, Methotrexat oder eine Lichttherapie nicht gewirkt haben, nicht angewendet werden dürfen oder nicht vertragen wurden, und bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren [1, 2]. Mehr zur Erkrankung lesen Sie unter Schuppenflechte.
- Psoriasis-Arthritis, aktiv: bei Erwachsenen, allein oder zusammen mit Methotrexat, wenn eine vorherige nicht-biologische Basistherapie nicht ausreichend gewirkt hat [1, 2].
- Morbus Crohn, mittelschwer bis schwer: bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen ab 2 Jahren, wenn andere Arzneimittel nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen wurden [1, 2].
- Colitis ulcerosa, mittelschwer bis schwer: bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen ab 2 Jahren unter denselben Voraussetzungen [1, 2].
Bei Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhalten Sie laut Packungsbeilage zuerst andere Arzneimittel; Ustekinumab kommt infrage, wenn diese nicht ausreichend wirken, bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch, wenn sie nicht vertragen werden [1]. Laut Fachinformation ist Ustekinumab für die Anwendung unter Anleitung und Überwachung einer Ärztin oder eines Arztes mit Erfahrung in diesen Erkrankungen vorgesehen [2]. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Wie wirkt Ustekinumab?
Ustekinumab ist ein monoklonaler Antikörper, also ein Eiweiß, das bestimmte Eiweiße im Körper erkennt und gezielt an sie bindet [1]. Laut Fachinformation bindet es an einen gemeinsamen Baustein, die sogenannte p40-Untereinheit, der beiden Botenstoffe Interleukin-12 (IL-12) und Interleukin-23 (IL-23), und hemmt deren Wirkung. Beide Botenstoffe wirken an Immunfunktionen mit; eine gestörte Regulierung von IL-12 und IL-23 wurde mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in Verbindung gebracht [2].
Nach einer Spritze unter die Haut erreichte Ustekinumab bei Gesunden die höchste Konzentration im Blut im Median nach 8,5 Tagen. Die mediane Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) betrug ungefähr 3 Wochen und lag in den Studien zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis zwischen 15 und 32 Tagen [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation waren in den kontrollierten Studien bei Erwachsenen eine Entzündung von Nase und Rachen und Kopfschmerzen am häufigsten; die schwerwiegendsten berichteten Nebenwirkungen waren schwerwiegende allergische Reaktionen einschließlich Anaphylaxie. Das Sicherheitsprofil war bei Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ähnlich [2]. Bei Kindern und Jugendlichen mit Plaque-Psoriasis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa entsprach es in Studien insgesamt dem bei Erwachsenen [2]. Mehr zu Infekten lesen Sie unter Infektanfälligkeit durch Medikamente.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- InfektionenInfektionen der Nase oder des Halses und Erkältungen (laut Fachinformation Infektion der oberen Atemwege, Nasopharyngitis)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- InfektionenNasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- NervensystemSchwindelgefühl[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- AtemwegeHalsentzündung (laut Fachinformation Schmerzen im Mund- und Rachenraum)[1, 2]
- Magen und DarmDurchfall[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- Magen und DarmÜbelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- Magen und DarmErbrechen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- HautJuckreiz (Pruritus)[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
- Muskeln, Knochen und GelenkeRücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen[1, 2]Mehr dazu: RückenschmerzenMuskelschmerzenGelenkschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenMüdigkeitsgefühl (Ermüdung, Fatigue)[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- Allgemeine BeschwerdenRötung und Schmerzen an der Injektionsstelle[1, 2]
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- InfektionenInfektionen der Atemwege (laut Fachinformation Infektion der unteren Atemwege, Virusinfektion der oberen Atemwege)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- InfektionenEntzündung des Gewebes unter der Haut (Zellulitis)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- InfektionenGürtelrose (Herpes zoster), ein schmerzhafter Ausschlag mit Bläschen[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- InfektionenZahnentzündungen (laut Fachinformation dentale Infektionen)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- InfektionenVaginale Hefepilzinfektion[1, 2]Mehr dazu: Pilzinfektionen
- ImmunsystemAllergische Reaktionen mit Hautausschlag oder Nesselausschlag (Überempfindlichkeitsreaktionen)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagNesselsucht
- PsycheDepression[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemHängendes Augenlid und erschlaffte Muskeln auf einer Gesichtsseite (Gesichtslähmung, Facialisparese), normalerweise vorübergehend[1, 2]
- AtemwegeVerstopfte oder verklebte Nase[1, 2]Mehr dazu: Verstopfte Nase
- HautVeränderung der Psoriasis mit Rötung und neuen winzigen, gelben oder weißen Hautbläschen, manchmal mit Fieber (pustulöse Psoriasis)[1, 2]Mehr dazu: SchuppenflechteFieber
- HautAblösen der Haut (Exfoliation)[1, 2]
- HautAkne[1, 2]Mehr dazu: Akne
- Allgemeine BeschwerdenBlutung, Bluterguss, Verhärtung, Schwellung und Juckreiz an der Injektionsstelle[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie)[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemSchwerwiegende allergische Reaktionen (Anaphylaxie, Angioödem) mit Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, niedrigem Blutdruck mit Schwindelgefühl oder Benommenheit und Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund oder Hals[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnotNiedriger BlutdruckSchwindel
- AtemwegeAllergische Lungenreaktionen (allergische Alveolitis, eosinophile Pneumonie) mit Husten, Atemnot und Fieber[1, 2]Mehr dazu: AtemnotReizhustenFieber
- HautRötung und Ablösen der Haut über eine größere Fläche des Körpers, die mit Juckreiz oder Schmerzen einhergehen können (exfoliative Dermatitis, Erythrodermie); ähnliche Beschwerden können sich manchmal im natürlichen Verlauf einer Psoriasis entwickeln (erythrodermische Psoriasis)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenJuckreiz
- HautEntzündung der kleinen Blutgefäße, die zu Hautausschlag mit kleinen roten oder violetten Knötchen, Fieber oder Gelenkschmerzen führen kann (Vaskulitis, laut Fachinformation Hypersensitivitätsvaskulitis)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagFieberGelenkschmerzen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- AtemwegeNicht infektiöse Lungenentzündung (organisierende Pneumonie)[2]Mehr dazu: Atemnot
- HautBlasenbildung auf der Haut, die rot, juckend und schmerzhaft sein kann (bullöses Pemphigoid)[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
- HautHautlupus (kutaner Lupus erythematodes): roter, erhabener, schuppiger Ausschlag an Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, möglicherweise mit Gelenkschmerzen[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagGelenkschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeLupus-ähnliches Syndrom[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Ustekinumab kann laut Packungsbeilage Ihre Fähigkeit herabsetzen, Infektionen zu bekämpfen. Einige Infektionen können schwerwiegend verlaufen, darunter Infektionen, die vor allem bei geschwächtem Immunsystem auftreten; gemeldet wurden solche Infektionen des Gehirns, der Lunge und des Auges [1]. Nach der Markteinführung wurden schwerwiegende allergische Reaktionen berichtet, in einigen Fällen erst mehrere Tage nach der Behandlung; laut Fachinformation soll Ustekinumab dann abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden [2]. Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind bei einigen Behandelten während der Infusion schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten [3]. Mehr dazu unter Arzneimittelallergie.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Infektionen: Infektionen von Nase und Hals, Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen sind häufig; Infektionen der Atemwege, Zellulitis, Gürtelrose und Zahnentzündungen treten gelegentlich auf [1, 2]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn eine Infektion nicht abklingt oder immer wieder auftritt; sie oder er kann beschließen, Ustekinumab erst nach dem Abklingen wieder zu geben. Sagen Sie auch Bescheid, wenn Sie offene Schnittwunden oder andere Wundstellen haben, weil sich diese entzünden könnten [1].
Haut: Achten Sie auf neue oder sich verändernde Stellen innerhalb einer Psoriasisfläche oder auf gesunder Haut und auf eine stärkere Rötung und Ablösung der Haut über eine größere Fläche [1]. Laut Fachinformation sollten alle Behandelten auf Hautkrebs überwacht werden, besonders Menschen über 60 Jahre und nach langer immunsuppressiver Behandlung oder PUVA-Lichttherapie [2]. Ein roter, erhabener, schuppiger Ausschlag an sonnenbeschienenen Hautstellen kann auf eine Lupus-ähnliche Reaktion hinweisen; mehr zu dieser Erkrankung unter Lupus [1].
Einstichstelle: Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle sind häufig, Blutungen, Blutergüsse, Verhärtungen, Schwellungen und Juckreiz gelegentlich [1, 2]. Spritzen Sie möglichst nicht in Hautbereiche mit Psoriasis, und lassen Sie die Fertigspritze vor der Anwendung etwa eine halbe Stunde Raumtemperatur annehmen [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen, und darüber, ob Sie kürzlich geimpft wurden oder geimpft werden sollen [1]. Laut Fachinformation gab es keine Hinweise auf Wechselwirkungen mit häufig gleichzeitig angewendeten Mitteln wie Paracetamol, Ibuprofen, Metformin oder Levothyroxin [2]. Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können Immunmodulatoren wie Azathioprin und Kortison laut Fachinformation weiter angewendet werden [2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Lebendimpfstoffe, zum Beispiel BCG gegen Tuberkulose | Sollen während der Behandlung nicht angewendet werden; zur Übertragung von Erregern aus Lebendimpfstoffen gibt es keine Daten[1, 2] | Laut Fachinformation die Behandlung vor einer Lebendimpfung mindestens 15 Wochen nach der letzten Dosis unterbrechen und frühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufnehmen; Tot- oder inaktivierte Impfstoffe sind möglich |
| Lebendimpfstoffe für Säuglinge nach Behandlung in der Schwangerschaft | Das Baby kann ein höheres Infektionsrisiko haben[1, 2] | In den ersten zwölf Monaten nach der Geburt nicht empfohlen, außer die Ärztin oder der Arzt des Babys empfiehlt etwas anderes; vor jeder Impfung über die Behandlung informieren |
| Andere Immunsuppressiva einschließlich Biologika oder eine Lichttherapie | Bei Psoriasis in Kombination nicht untersucht[1, 2] | Laut Fachinformation ist bei gleichzeitiger Anwendung oder bei einem Wechsel von anderen biologischen Immunsuppressiva Vorsicht geboten |
| Methotrexat bei Psoriasis-Arthritis; Immunsuppressiva oder Kortison bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa | Laut Fachinformation schien die gleichzeitige Anwendung die Sicherheit oder Wirksamkeit von Ustekinumab nicht zu beeinflussen[2] | Immunmodulatoren und Kortison können laut Fachinformation bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa weiter angewendet werden; spricht die Behandlung an, kann Kortison reduziert oder abgesetzt werden, das entscheidet die Ärztin oder der Arzt |
| Häufig gleichzeitig angewendete Mittel wie Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Metformin, Atorvastatin oder Levothyroxin sowie Mittel, die über CYP450-Enzyme abgebaut werden | Laut Fachinformation keine Hinweise auf eine Wechselwirkung[2] | Laut Fachinformation deuten die Ergebnisse einer Laborstudie und einer Studie bei Morbus Crohn nicht darauf hin, dass bei CYP450-Substraten eine Dosisanpassung erforderlich ist |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Ustekinumab nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Ustekinumab darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sind oder eine aktive Infektion haben, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt als bedeutend einstuft (laut Fachinformation zum Beispiel eine aktive Tuberkulose) [1, 2]. Vor jeder Behandlung prüft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, wie es Ihnen geht; informieren Sie sie oder ihn über alle Krankheiten, besonders über Infektionen, frühere Krebserkrankungen und eine Latexallergie [1]. In einer Studie wurden bei Menschen mit Psoriasis unter Ustekinumab Herzinfarkte und Schlaganfälle beobachtet; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt überprüft Ihre Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfälle regelmäßig [1, 2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Tuberkulose: Vor Beginn werden Sie untersucht und auf Tuberkulose getestet; sagen Sie es, wenn Sie kürzlich in der Nähe von jemandem waren, der Tuberkulose haben könnte. Besteht ein Risiko, erhalten Sie eventuell Arzneimittel dagegen. Laut Fachinformation muss die Behandlung einer latenten Tuberkulose vor Beginn eingeleitet werden; während und nach der Behandlung wird engmaschig auf eine aktive Tuberkulose geachtet[1, 2]
- Infektionen: Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie eine Infektion haben oder kürzlich hatten, wenn eine Infektion nicht abklingt oder immer wieder auftritt und wenn Sie offene Schnittwunden oder andere Wundstellen haben. Laut Fachinformation kann Ustekinumab das Infektionsrisiko erhöhen und latente Infektionen reaktivieren; bei einer schwerwiegenden Infektion darf es vor deren Abklingen nicht gegeben werden[1, 2]
- Krebs: Sagen Sie es, wenn Sie jemals eine Krebserkrankung hatten. Immunsuppressiva wie Ustekinumab schwächen Teile des Immunsystems, dadurch kann sich das Krebsrisiko erhöhen; nach einer Behandlung der Schuppenflechte mit anderen Biologika kann es höher sein. Laut Fachinformation sollten alle Behandelten auf Hautkrebs überwacht werden, besonders über 60 Jahre und nach langer immunsuppressiver Behandlung oder PUVA[1, 2]
- Neue oder sich verändernde Stellen innerhalb einer Psoriasisfläche oder auf der gesunden Haut: vorher die Ärztin oder den Arzt informieren[1]
- Latexallergie: Die Nadelhülle der Fertigspritze enthält Kautschuk (ein Latexderivat), der bei Überempfindlichkeit schwerwiegende allergische Reaktionen hervorrufen kann[1, 2]
- Andere Behandlungen gegen Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis, etwa ein anderes Immunsuppressivum oder eine Lichttherapie: Die Kombination wurde nicht untersucht; sie könnte das Risiko von Erkrankungen erhöhen, die mit einem geschwächten Immunsystem zusammenhängen[1]
- Spritzen zur Behandlung von Allergien (Hyposensibilisierung): Ob Ustekinumab darauf Auswirkungen hat, ist nicht bekannt[1, 2]
- Ab 65 Jahren: wahrscheinlich anfälliger für Infektionen[1, 2]
- Herzinfarkt und Schlaganfall: In einer Studie wurden bei Menschen mit Psoriasis unter Ustekinumab Herzinfarkte und Schlaganfälle beobachtet; die Ärztin oder der Arzt überprüft Ihre Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfall regelmäßig[1, 2]
- Kinder und Jugendliche: nicht empfohlen bei Kindern unter 6 Jahren mit Psoriasis, unter 2 Jahren mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und unter 18 Jahren mit Psoriasis-Arthritis, weil es in diesen Altersgruppen nicht untersucht wurde[1]
- Frühere allergische Reaktionen: Das Arzneimittel enthält Polysorbat 80, das allergische Reaktionen hervorrufen kann[1]
- Allergie gegen Alpha-Gal oder ein festgestelltes Alpha-Gal-Syndrom (eine Nahrungsmittelallergie gegen bestimmte Fleischsorten oder Fleischprodukte): vorher die Ärztin oder den Arzt informieren. Laut Fachinformation wurden nach der Markteinführung einige Fälle schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen bei Menschen mit Alpha-Gal-Syndrom, einer Allergie gegen Säugetierfleisch oder Fleischprodukte oder Anti-Alpha-Gal-IgE in der Vorgeschichte berichtet; in den meisten dieser Fälle traten sie bereits bei der ersten Gabe auf[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Zu Alkohol enthält die Packungsbeilage keinen Hinweis; laut Fachinformation gab es in einer Auswertung der Studiendaten keine Hinweise darauf, dass Alkohol die Pharmakokinetik von Ustekinumab beeinflusst, also wie der Körper den Wirkstoff aufnimmt, verteilt und ausscheidet [1, 2]. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mindestens 15 Wochen nach der letzten Behandlung zuverlässig verhüten [1, 2]. Haben Sie Ustekinumab in der Schwangerschaft erhalten, informieren Sie die Ärztin oder den Arzt Ihres Babys vor jeder Impfung [1]. Eine eigene Arzneimittelseite zu Ustekinumab hat Embryotox, das Beratungszentrum der Charité, nicht; die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation sagen [1, 2]. Allgemeine Hinweise bietet der Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat, wenn Sie schwanger sind, es vermuten oder eine Schwangerschaft planen. Bei Säuglingen, die im Mutterleib Ustekinumab ausgesetzt waren, wurde kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen festgestellt; die Erfahrungen bei Schwangeren sind jedoch begrenzt, daher ist die Anwendung in der Schwangerschaft möglichst zu vermeiden. Frauen im gebärfähigen Alter wird geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden; sie müssen während der Behandlung und mindestens 15 Wochen nach der letzten Behandlung zuverlässig verhüten. Ustekinumab kann über die Plazenta zum Kind gelangen, das dann möglicherweise ein höheres Infektionsrisiko hat.[1]
Laut Fachinformation deuten Daten aus einer moderaten Anzahl erfasster Schwangerschaften, darunter mehr als 450 mit Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel, nicht auf ein erhöhtes Risiko schwerer angeborener Fehlbildungen hin; Tierversuche ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen. Ustekinumab wurde im Blut von Säuglingen nachgewiesen, deren Mütter in der Schwangerschaft behandelt wurden.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ustekinumab kann in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übergehen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder es vorhaben: Gemeinsam wird entschieden, ob Sie stillen oder Ustekinumab anwenden, beides zusammen dürfen Sie nicht. Laut Fachinformation betrifft die Entscheidung über eine Stillpause die Zeit der Behandlung und bis zu 15 Wochen danach.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Ustekinumab hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.[1, 2]
Einnahme
Ustekinumab wird unter die Haut gespritzt; gut geeignet sind Oberschenkel oder Bauch mindestens 5 cm vom Nabel entfernt, Hautbereiche mit Psoriasis möglichst meiden. Zu Beginn kann medizinisches Personal spritzen; nach einer Schulung können Sie sich Ustekinumab selbst spritzen, wenn Sie das gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beschließen. Die Fertigspritze vorher etwa eine halbe Stunde Raumtemperatur annehmen lassen und nicht schütteln.[1, 2]
Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gibt die Ärztin oder der Arzt die erste Dosis als Tropf in eine Armvene (Infusion) über mindestens eine Stunde.[3]
Dosis vergessen: Wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke und spritzen Sie nicht die doppelte Dosis. Einen verpassten Infusionstermin vereinbaren Sie neu mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1, 3]
Absetzen
Es ist nicht gefährlich, die Anwendung abzubrechen; Ihre Beschwerden könnten jedoch wieder auftreten. Laut Fachinformation soll ein Absetzen erwogen werden, wenn sich bei Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis innerhalb von 28 Behandlungswochen kein Ansprechen bzw. bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa bis Woche 16 nach der Infusion oder 16 Wochen nach dem Wechsel auf eine Gabe alle 8 Wochen kein Nutzen zeigt.[1, 2]
Überdosierung
Haben Sie zu viel Ustekinumab angewendet oder erhalten, sprechen Sie sofort mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apotheke und nehmen Sie den Umkarton mit, auch wenn er leer ist. Laut Fachinformation werden Behandelte nach einer Überdosierung auf Anzeichen von Nebenwirkungen überwacht und gegebenenfalls umgehend behandelt.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilagen nennen die Dosis getrennt nach Anwendungsgebiet: bei Psoriasis und Psoriasis-Arthritis nur als Spritze unter die Haut, bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zuerst als Infusion, deren Dosis nach dem Körpergewicht oder bei Kindern unter 40 kg nach der Körperoberfläche berechnet wird, und danach als Spritze unter die Haut [1, 3]. Die Fachinformation ergänzt Angaben zu älteren Menschen und zu Nieren- und Leberfunktion [2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung; wie viel und wie lange Sie Ustekinumab benötigen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1].
Anwendung und Absetzen
Ustekinumab wird unter die Haut gespritzt; gut geeignet sind der Oberschenkel oder der Bauch mindestens 5 cm vom Nabel entfernt [1]. Zu Beginn kann medizinisches Personal spritzen; Sie können aber gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beschließen, dass Sie sich Ustekinumab nach einer Schulung selbst spritzen [1]. Schütteln Sie die Fertigspritze nicht und mischen Sie Ustekinumab nicht mit anderen Injektionsflüssigkeiten [1]. Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhalten Sie die erste Dosis als Infusion in eine Armvene über mindestens eine Stunde [3]. Lagern Sie die Spritzen im Kühlschrank; bei Bedarf darf eine Fertigspritze einmalig bis zu 30 Tage bei Raumtemperatur bis 30 °C im Originalkarton aufbewahrt werden. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente im Kühlschrank [1].
Laut Packungsbeilage ist es nicht gefährlich, die Anwendung abzubrechen; Ihre Beschwerden könnten jedoch wieder auftreten. Besprechen Sie einen Abbruch deshalb vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Laut Fachinformation soll ein Absetzen erwogen werden, wenn die Behandlung nach einer bestimmten Zeit keinen Nutzen zeigt [2]. Haben Sie zu viel Ustekinumab angewendet, sprechen Sie sofort mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apotheke [1]. Telefonnummern für Notfälle finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Ustekinumab
Stelara gibt es als Fertigspritze und als Fertigpen in den Stärken 45 mg und 90 mg, als Durchstechflasche in der Stärke 45 mg und als Konzentrat für eine Infusion in der Stärke 130 mg [1, 2, 3]. Grundlage dieser Seite ist die EMA-Produktinformation von Stelara mit Stand August 2026, vor allem Packungsbeilage und Fachinformation der Fertigspritze; für die Infusion gelten eigene Dokumente [1, 2, 3, 4]. Die übrigen Präparate in der Liste sind laut Europäischer Arzneimittel-Agentur in der Europäischen Union zugelassene Biosimilars von Stelara. Laut Fachinformation müssen bei biologischen Arzneimitteln Bezeichnung und Chargenbezeichnung dokumentiert werden [2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Otulfi | Fresenius Kabi Deutschland GmbH | Biosimilar |
| Pyzchiva | Samsung Bioepis NL B.V. | Biosimilar |
| Stelara | Janssen-Cilag International NV (in Deutschland: Janssen-Cilag GmbH) | Injektionslösung mit 45 mg in einer Fertigspritze (Grundlage dieser Seite), außerdem 90 mg in einer Fertigspritze, 45 mg und 90 mg im Fertigpen, 45 mg in einer Durchstechflasche und 130 mg als Konzentrat für eine Infusion |
| Steqeyma | Celltrion Healthcare Hungary Kft. | Biosimilar |
| Uzpruvo | STADA Arzneimittel AG | Biosimilar |
| Wezenla | Amgen Technology (Ireland) UC | Biosimilar |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Stelara (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Stelara 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. Janssen-Cilag International NV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2026. abgerufen am 17.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Stelara (EPAR), Anhang I: Fachinformation Stelara 45 mg Injektionslösung, 45 mg und 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze, und Anhang II. Janssen-Cilag International NV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2026. abgerufen am 17.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Stelara (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Stelara 130 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Janssen-Cilag International NV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2026. abgerufen am 17.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Stelara (EPAR), Anhang I: Fachinformation Stelara 130 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Janssen-Cilag International NV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2026. abgerufen am 17.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat Ustekinumab am häufigsten?
Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind Infektionen der Nase oder des Halses und Erkältungen, Nasennebenhöhlenentzündung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Juckreiz, Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Halsentzündung sowie Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle. Laut Fachinformation waren Nasen-Rachen-Entzündung und Kopfschmerzen in den kontrollierten Studien bei Erwachsenen am häufigsten. Die schwerwiegendsten berichteten Nebenwirkungen waren schwerwiegende allergische Reaktionen.
Erhöht Ustekinumab das Risiko für Infektionen?
Ustekinumab kann Ihre Fähigkeit herabsetzen, Infektionen zu bekämpfen; einige Infektionen können schwerwiegend verlaufen, auch Infektionen durch Viren, Pilze, Bakterien einschließlich Tuberkulose oder Parasiten. Achten Sie auf Fieber, grippeähnliche Beschwerden, Nachtschweiß, anhaltenden Husten, warme und gerötete Haut, Brennen beim Wasserlassen oder Durchfall und sprechen Sie dann sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei einer aktiven Infektion, die die Ärztin oder der Arzt als bedeutend einstuft, darf Ustekinumab nicht angewendet werden.
Warum wird vor der Behandlung auf Tuberkulose getestet?
Ustekinumab kann laut Fachinformation ruhende Infektionen wieder aktivieren; unter der Behandlung wurde auch die Reaktivierung einer Tuberkulose gemeldet. Vor Beginn der Behandlung untersucht Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt und führt einen Tuberkulosetest durch. Die Behandlung einer ruhenden (latenten) Tuberkulose muss laut Fachinformation vor Beginn eingeleitet werden; sagen Sie auch, wenn Sie kürzlich in der Nähe eines Menschen mit möglicher Tuberkulose waren.
Darf ich mich unter Ustekinumab impfen lassen?
Lebendimpfstoffe sollen während der Behandlung nicht angewendet werden. Laut Fachinformation muss die Behandlung vor einer Impfung mit Lebendviren oder lebenden Bakterien mindestens 15 Wochen nach der letzten Dosis unterbrochen gewesen sein und kann frühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufgenommen werden. Tot- oder inaktivierte Impfstoffe können Sie erhalten. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder eine Impfung ansteht.
Warum beginnt die Behandlung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa mit einer Infusion?
Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gibt die Ärztin oder der Arzt die erste Dosis als Tropf in eine Armvene; die Infusion dauert mindestens eine Stunde. Danach wird Ustekinumab unter die Haut gespritzt. Das Konzentrat für die Infusion ist nur für diese erste Dosis bestimmt. Dosis und Abstände stehen im Abschnitt Dosierung.
Darf ich Ustekinumab in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden?
Laut Packungsbeilage wurde bei Säuglingen, die im Mutterleib Ustekinumab ausgesetzt waren, kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen festgestellt; weil die Erfahrungen begrenzt sind, ist die Anwendung in der Schwangerschaft möglichst zu vermeiden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen bis mindestens 15 Wochen nach der letzten Behandlung zuverlässig verhüten. Ob Sie stillen oder Ustekinumab anwenden, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Beides zusammen dürfen Sie nicht. Eine eigene Arzneimittelseite zu Ustekinumab hat Embryotox nicht.
Was tun, wenn ich eine Spritze vergessen habe?
Wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke und spritzen Sie nicht die doppelte Dosis. Einen verpassten Termin für die Infusion vereinbaren Sie neu. Die Dosis laut Packungsbeilage steht im Abschnitt Dosierung.
Was sind Biosimilars von Ustekinumab?
Neben Stelara sind in der Europäischen Union mehrere Ustekinumab-Präparate als Biosimilars zugelassen, etwa Otulfi, Pyzchiva, Steqeyma, Uzpruvo und Wezenla. Laut Fachinformation müssen bei biologischen Arzneimitteln die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung dokumentiert werden. Welches Präparat Sie erhalten, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Nebenwirkungen Wassereinlagerungen (Ödeme) durch MedikamenteManche Medikamente führen zu Wassereinlagerungen, etwa Blutdrucksenker wie Amlodipin, Pregabalin oder Kortison.