NebenwirkungenNebenwirkung
Infektanfälligkeit durch Medikamente
Medikamente, die das Immunsystem dämpfen, können Infektionen begünstigen. Die Produktinformationen beschreiben das zum Beispiel bei Adalimumab, Methotrexat und Prednisolon. Andere Mittel können Pilzinfektionen fördern, laut Packungsbeilagen zum Beispiel Beclometason-Spray zum Inhalieren in Mund und Rachen, Empagliflozin im Genitalbereich und Amoxicillin/Clavulansäure an Scheide, Mund oder Hautfalten. Melden Sie Anzeichen einer Infektion wie Fieber Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Manche Medikamente machen anfälliger für Infektionen. Das betrifft vor allem Mittel, die das Immunsystem dämpfen: Unter dem TNF-Blocker Adalimumab können Sie laut Packungsbeilage leichter an Infektionen erkranken [1], Methotrexat kann die Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen herabsetzen [3], und Glucocorticoide wie Prednisolon können durch die Unterdrückung der körpereigenen Abwehr das Risiko für Infektionen durch Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze erhöhen [5]. Andere Mittel können Pilzinfektionen begünstigen, etwa das Antibiotikum Cefuroxim, das Kortison-Spray Beclometason zum Inhalieren und der SGLT2-Hemmer Empagliflozin [7, 9, 11]. Manche Medikamente können außerdem die Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen stark senken, die für die Bekämpfung von Infektionen wichtig sind [14].
Welche Medikamente Infektanfälligkeit auslösen können
Die Beispiele stammen aus den Packungsbeilagen und Fachinformationen einzelner Mittel; jede Häufigkeitsangabe gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht.
- TNF-Blocker: Während der Behandlung mit Adalimumab können Sie laut Packungsbeilage leichter an Infektionen erkranken; das Risiko kann sich zusätzlich erhöhen, wenn Sie Probleme mit der Lunge haben [1]. Diese Infektionen können schwer sein und umfassen Tuberkulose, Infektionen durch Viren, Pilze, Parasiten oder Bakterien und Blutvergiftung; in seltenen Fällen sind sie lebensbedrohlich [1]. In der Fachinformation sind Infektionen der Atemwege als sehr häufig eingestuft (bei mehr als 1 von 10 Behandelten); unter anderem Haut-, Mund-, Harnwegs- und Pilzinfektionen sind häufig, opportunistische Infektionen (durch Erreger, die bei intakter Abwehr selten krank machen) und Tuberkulose gelegentlich [2]. Wer über 65 Jahre alt ist, kann laut Packungsbeilage unter Adalimumab für Infektionen anfälliger sein [1]. Mehr unter Rheumatoide Arthritis und Morbus Crohn.
- Methotrexat: Während der Behandlung können Infektionen auftreten, die in manchen Fällen tödlich verlaufen können [3]. In der Packungsbeilage von Methotrexat-Tabletten sind Infektionen und Gürtelrose (Herpes zoster) als häufig eingestuft (bei bis zu 1 von 10 Behandelten); als schwere Infektionen nennt sie eine bestimmte Form der Lungenentzündung (Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie, sehr selten) und eine Blutvergiftung (Sepsis, selten) [3]. Eine Schädigung des Knochenmarks durch Methotrexat kann ebenfalls zu Infektionen führen [3].
- Glucocorticoide zum Einnehmen: Bei Prednisolon nennt die Packungsbeilage ein erhöhtes Risiko für bakterielle, virale, parasitäre, opportunistische sowie Pilzinfektionen; ruhende Infektionen wie Tuberkulose oder Hepatitis B können wieder aktiviert werden [5]. Eine lang dauernde Anwendung auch geringer Mengen führt laut Packungsbeilage zu einem erhöhten Infektionsrisiko [5]. Eine Häufigkeit gibt die Packungsbeilage für diese Nebenwirkungen nicht an, weil sie sehr stark von Dosis und Behandlungsdauer abhängen [5]. Viruserkrankungen wie Masern oder Windpocken können unter Prednisolon besonders schwer verlaufen [5].
- Glucocorticoide zum Inhalieren: In der Packungsbeilage des Beclometason-Dosieraerosols sind Infektionen und Pilzinfektionen (Candidiasis) in Mund und Rachen als häufig eingestuft, ebenso eine Lungenentzündung bei Menschen mit COPD [7]. Mehr unter Mittel gegen Asthma und COPD und Mundsoor.
- SGLT2-Hemmer: Für Empagliflozin nennt die Packungsbeilage eine Hefepilzinfektion im Genitalbereich (Soor) und Harnwegsinfektionen als häufig [9]. Genitale Infektionen wurden laut Fachinformation in Studien bei 3,9 bis 4,0 Prozent der mit Empagliflozin Behandelten berichtet und unter einem Scheinmedikament (Placebo) bei 1,0 Prozent; bei Frauen traten sie häufiger auf als unter Placebo, bei Männern war der Unterschied geringer, und sie waren leicht bis mittelschwer [9].
- Antibiotika: Bei Cefuroxim stehen Pilzinfektionen, etwa durch Candida, unter den häufigen Nebenwirkungen [11]. Für Amoxicillin/Clavulansäure nennt die Packungsbeilage eine Hefepilz-Infektion im Bereich von Scheide, Mund oder Hautfalten als häufig [13]. Mehr unter Scheidenpilz und im Ratgeber Antibiotika richtig einnehmen.
- Mangel an weißen Blutkörperchen: Metamizol kann laut Packungsbeilage eine Agranulozytose verursachen, eine starke Verminderung der Granulozyten, die für die Bekämpfung von Infektionen wichtig sind; sie kann zu schweren und lebensbedrohlichen Infektionen führen [14]. Solche Blutbildveränderungen behandelt die Seite Blutungen und Blutbildveränderungen.
Die erste Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Infektionen oder eine geschwächte Abwehr als Nebenwirkung nennt:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Adalimumab | Sehr häufig | Infektionen der Atemwege, etwa Erkältung, Fließschnupfen, Nebenhöhlenentzündung oder Lungenentzündung · Schwere Infektionen, einschließlich Blutvergiftung und Virusgrippe · Infektionen von Darm (etwa… |
| Azathioprin | Sehr häufig | Infektionen durch Viren, Pilze und Bakterien bei Transplantatempfängern, die Azathioprin zusammen mit anderen Immunsuppressiva erhalten · Infektionen durch Viren, Pilze oder Bakterien bei allen anderen Behandelten… |
| Etanercept | Sehr häufig | Infektionen, einschließlich Erkältung, Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Harnwegs- und Hautinfektionen · Schwerwiegende Infektionen, einschließlich Lungenentzündung, Wundrose, Gelenkinfektionen, Blutinfektion… |
| Gabapentin | Sehr häufig | Virusinfektionen · Lungenentzündung, Infektionen der Atemwege, Harnwegsinfektionen, Mittelohrentzündung oder sonstige Infektionen |
| Guselkumab | Sehr häufig | Infektionen der Atemwege · Herpes-simplex-Infektionen |
| Infliximab | Sehr häufig | Virusinfektionen wie Herpes oder Grippe · Infektionen der oberen Atemwege, etwa Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) · Infektionen der Lunge oder des Brustraums wie Bronchitis oder Lungenentzündung · Bakterielle… |
| Montelukast | Sehr häufig | Infektion der oberen Atemwege |
| Nivolumab | Sehr häufig | Infektionen der oberen Atemwege · Schwere Lungenentzündung (Pneumonie), Bronchitis |
| Ofatumumab | Sehr häufig | Infektionen der oberen Atemwege mit Beschwerden wie Halsschmerzen und laufender Nase; laut Fachinformation unter anderem Entzündungen von Nasen-Rachen-Raum, Nasennebenhöhlen oder Mandeln und Grippe ·… |
| Risankizumab | Sehr häufig | Infektionen der oberen Atemwege mit Anzeichen wie Halsschmerzen und verstopfter Nase (laut Fachinformation einschließlich Entzündungen von Nasennebenhöhlen, Nase, Rachen, Mandeln, Kehlkopf und Luftröhre) |
| Rituximab | Sehr häufig | Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML): eine schwerwiegende Gehirnentzündung, die tödlich verlaufen kann · Infektion oder Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten (enterovirale Meningoenzephalitis), die tödlich… |
| Secukinumab | Sehr häufig | Infektionen der oberen Atemwege mit Beschwerden wie Halsschmerzen oder verstopfter Nase (Nasopharyngitis, Rhinitis) · Lippenbläschen (orale Herpesinfektion) · Infektionen der unteren Atemwege |
| Trastuzumab | Sehr häufig | Infektionen, laut Fachinformation auch Entzündungen von Nase und Rachen (Nasopharyngitis) · Halsinfektionen (laut Fachinformation Rachenentzündung, Pharyngitis) · Blaseninfektion und Infektionen der Haut; laut… |
| Upadacitinib | Sehr häufig | Infektionen von Nase und Rachen (laut Fachinformation Infektionen der oberen Atemwege) · Gürtelrose (Herpes zoster) mit schmerzhaftem Hautausschlag mit Bläschen · Lungenentzündung (Pneumonie), die Kurzatmigkeit, Fieber… |
| Vedolizumab | Sehr häufig | Erkältung (Entzündung von Nase und Rachen, Nasopharyngitis) · Infektionen; Anzeichen können Schüttelfrost oder Kältezittern, hohes Fieber oder Ausschlag sein · Lungenentzündung · Infektion des Dickdarms durch… |
| Beclometason | Häufig | Infektionen, Pilzinfektion in Mund und Rachen (Candidiasis, Soor) · Bei COPD: Lungenentzündung (Pneumonie) |
| Beclometason/Formoterol | Häufig | Bei COPD: Lungenentzündung (Pneumonie) |
| Budesonid/Formoterol | Häufig | Bei COPD: Lungenentzündung (Pneumonie) |
| Candesartan | Häufig | Atemwegsinfektion |
| Carvedilol | Häufig | Bronchitis, Lungenentzündung (Pneumonie), Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfekte |
| Doxazosin | Häufig | Infektionen der Atemwege und der Harnwege |
| Evolocumab | Häufig | Erkältung, etwa mit laufender Nase, Halsschmerzen oder Nebenhöhleninfektionen (Nasopharyngitis oder Infektionen der oberen Atemwege) |
| Methotrexat | Häufig | Infektionen, darunter Gürtelrose (Herpes zoster) · Infektionen durch eine gestörte Immunabwehr (opportunistische Infektionen), die tödlich verlaufen können; Begünstigung von Infektionen und Entzündungen durch… |
| Mometason | Häufig | Atemwegsinfektion; laut Fachinformation Rachenentzündung (Pharyngitis) und Infektionen der oberen Atemwege |
| Mycophenolsäure | Häufig | Atemwegsinfektionen · Knochen-, Blut- und Hautinfektion |
| Olmesartan | Häufig | Infektionen der Harnwege |
| Paliperidon | Häufig | Allgemeine Erkältungssymptome (Infektion der oberen Atemwege), Harnwegsinfektion, grippeähnliches Gefühl · Lungenentzündung, Bronchitis, Atemwegsinfektion, Nasennebenhöhlenentzündung, Blasenentzündung, Ohrinfektion,… |
| Pembrolizumab | Häufig | Lungeninfektion |
| Pimecrolimus | Häufig | Hautinfektionen wie Haarbalgentzündung (Follikulitis) · Hautinfektionen wie Impetigo (eine bakterielle Hautinfektion), Fieberbläschen (Herpes simplex), Gürtelrose (Herpes zoster), ausgebreitete Herpesinfektion der Haut… |
| Prednison | Häufig | Verminderte Infektabwehr: erhöhte Gefahr und Schwere von Infektionen, Infektionen können verschleiert werden; laut Fachinformation können verborgene Infektionen aufflammen |
| Risperidon | Häufig | Lungenentzündung, Bronchitis, Erkältungsbeschwerden, Nasennebenhöhlenentzündung, Harnwegsinfektion, Ohrinfektion, grippeähnliches Gefühl · Atemwegsinfektion, Blaseninfektion, Augeninfektion, Mandelentzündung,… |
| Ustekinumab | Häufig | Infektionen der Nase oder des Halses und Erkältungen (laut Fachinformation Infektion der oberen Atemwege, Nasopharyngitis) · Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) · Infektionen der Atemwege (laut Fachinformation… |
| Zolpidem | Häufig | Infektion der Lunge oder der Atemwege (Atemwegsinfektion) |
| Azithromycin | Gelegentlich | Lungenentzündung, bakterielle Rachenentzündung, Magen-Darm-Entzündung, Entzündung der Nasenschleimhaut, Scheideninfektion |
| Celecoxib | Gelegentlich | In Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Mageninfektion (Helicobacter), Gürtelrose, Hautinfektion (Erysipel), Lungenentzündung (Bronchopneumonie), wundes, entzündetes oder blutendes… |
| Clarithromycin | Gelegentlich | Verschiedene Infektionen einschließlich Infektion der Scheide und Pilzinfektionen (Candidiasis) |
| Eplerenon | Gelegentlich | Infektionen, Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), Entzündung im Rachenbereich (Pharyngitis) |
| Erythromycin | Gelegentlich | Zusätzliche Infektion mit resistenten Keimen oder Pilzen (Superinfektion), z. B. Pilzbefall (Candidose) im Mund oder in der Scheide |
| Etoricoxib | Gelegentlich | Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis, auch Magen-Darm-Grippe), Entzündung der oberen Atemwege, Harnwegsentzündung |
| Triamcinolon | Gelegentlich | Bei lang andauernder (länger als 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (auf mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche) oder unter luftdicht abschließenden Verbänden: Dehnungsstreifen (Striae), Dünnerwerden der Haut… |
| Leflunomid | Selten | Schwere Infektionen einschließlich Blutvergiftung (Sepsis), die tödlich verlaufen können |
| Levetiracetam | Selten | Infektionen |
| Clobetasol | Sehr selten | Infektion, die durch eine Schwächung des Immunsystems begünstigt wird (opportunistische Infektion) |
| Isotretinoin | Sehr selten | Bakterielle Infektionen; laut Fachinformation von Haut und Schleimhaut mit grampositiven Bakterien |
| Cefaclor | Nicht bekannt | Zweitansteckung (Superinfektion) und Besiedlung mit Cefaclor-unempfindlichen (resistenten) Keimen oder Sprosspilzen bei langfristiger oder wiederholter Anwendung |
| Clozapin | Nicht bekannt | Blutvergiftung (Sepsis): nachgewiesene oder stark vermutete Infektion mit Fieber oder erniedrigter Körpertemperatur, ungewöhnlich schneller Atmung, schnellem Herzschlag, Veränderung der Reaktionsfähigkeit und des… |
| Dexamethason | Nicht bekannt | Verschleierung von Infektionen; Auftreten und Verschlimmerung von Infektionen durch Viren, Pilze, Bakterien, Parasiten oder sonst seltene (opportunistische) Erreger · Schwächung der Immunabwehr |
| Dimethylfumarat | Nicht bekannt | Gürtelrose (Herpes zoster) mit Bläschen, Brennen, Juckreiz oder schmerzender Haut, in der Regel einseitig am Oberkörper oder im Gesicht, im Frühstadium zusammen mit Fieber und Abgeschlagenheit, danach Taubheit,… |
| Lamotrigin | Nicht bekannt | Geschwächte Abwehr durch zu wenige Antikörper (Immunglobuline) im Blut (Hypogammaglobulinämie) |
| Levodopa/Benserazid | Nicht bekannt | Schnupfen, Bronchitis, fieberhafte Infektionen |
| Prednisolon | Nicht bekannt | Verschleierung (Maskierung) von Infektionen; Auftreten, Wiederauftreten und Verschlimmerung von Infektionen durch Viren, Pilze oder Bakterien sowie von Infektionen durch Parasiten oder durch Erreger, die sonst selten… |
| Roxithromycin | Nicht bekannt | Folgeinfektionen, die nicht auf das verschriebene Antibiotikum ansprechen (Superinfektion bei längerer Anwendung) |
| Tacrolimus | Nicht bekannt | Opportunistische Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren oder Einzeller mit lang anhaltendem Durchfall, Fieber und Halsschmerzen |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (53 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Erhöhte Infektanfälligkeit als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (43 Wirkstoffe)
Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.
| Wirkstoff | Angabe in der Produktinformation | Häufigkeit dieser Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Aciclovir | Weniger rote Blutkörperchen (blasse Haut, Schwäche, Atemlosigkeit), weniger Blutplättchen (mehr Blutungen oder blaue Flecken) und weniger weiße Blutkörperchen (höheres Infektionsrisiko) | Sehr selten |
| Allopurinol | Einfluss auf das Blut, erkennbar daran, dass Sie leichter blaue Flecken bekommen oder Halsschmerzen oder andere Anzeichen einer Infektion auftreten, in der Regel bei Menschen mit Leber- oder Nierenproblemen | Sehr selten |
| Amiodaron | Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) und starke Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose), wodurch Infektionen wahrscheinlicher werden | Nicht bekannt |
| Amoxicillin | Zu wenige weiße Blutkörperchen (Leukopenie, auch schwere Neutropenie oder Agranulozytose) und zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie), beide umkehrbar; mögliche Zeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, andere Infektzeichen oder leicht… | Sehr selten |
| Azathioprin | Unterdrückung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression); mögliche Zeichen sind erhöhte Infektanfälligkeit, Entzündungen in Mund und Hals, erhöhte Blutungsneigung, Erschöpfung (Fatigue) und eine allgemein schlechte körperliche Verfassung | Sehr häufig |
| Azathioprin | Weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie), was eine Infektion hervorrufen kann | Sehr häufig |
| Candesartan | Abnahme der roten oder weißen Blutkörperchen; möglich sind Müdigkeit, eine Infektion oder Fieber (die Fachinformation nennt hier nur die Abnahme weißer Blutkörperchen: Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose) | Sehr selten |
| Ciprofloxacin | Blutarmut durch Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie), gefährliche Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), Mangel an allen Blutzellen (Panzytopenie) und herabgesetzte Funktion des Knochenmarks, beide möglicherweise… | Sehr selten |
| Clarithromycin | Starke Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), was Infektionen wahrscheinlicher macht; unnormal geringe Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie), was Blutergüsse oder eine verstärkte Blutungsneigung verursachen kann | Nicht bekannt |
| Clopidogrel | Verringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie, auch schwer); Fieber, Anzeichen einer Infektion oder ausgeprägte Müdigkeit können darauf beruhen | Selten |
| Clozapin | Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie), mögliche Zeichen sind Erkältungsanzeichen, Fieber, grippeartige Beschwerden, Halsschmerzen oder andere Infektionen; erhöhte Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) und bestimmter weißer… | Häufig |
| Clozapin | Fehlen von weißen Blutkörperchen (Agranulozytose); laut Fachinformation kann sie zu einer Blutvergiftung (Sepsis) und zum Tod führen | Gelegentlich |
| Dabigatran | Verminderte Zahl oder vollständiges Fehlen weißer Blutkörperchen, die bei der Abwehr von Infektionen helfen | Nicht bekannt |
| Dimethylfumarat | Verminderte Zahl weißer Blutkörperchen im Blut (Lymphopenie, Leukopenie); der Körper kann Infektionen dann möglicherweise weniger wirksam bekämpfen | Häufig |
| Esomeprazol | Weniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann zu Schwäche und blauen Flecken führen oder Infekte begünstigen | Selten |
| Esomeprazol | Veränderungen des Blutbilds, auch Fehlen weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) oder Mangel an allen Blutzellen (Panzytopenie) | Sehr selten |
| Fluconazol | Zu wenige weiße Blutkörperchen, die an der Infektionsabwehr beteiligt sind, und zu wenige Blutplättchen (Agranulozytose, Leukopenie, Neutropenie, Thrombopenie); rote oder violette Hautverfärbung, die durch eine niedrige Zahl an Blutplättchen verursacht sein… | Selten |
| Glimepirid | Verminderung der Blutzellen: weniger Blutplättchen (höheres Risiko für Blutungen oder Blutergüsse), weniger weiße Blutkörperchen (höheres Infektionsrisiko) und weniger rote Blutkörperchen (mögliche Folgen: blasse Hautfarbe, Schwächegefühl und Atemnot); laut… | Selten |
| Hydrochlorothiazid | Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) oder durch Störungen der Blutbildung im Knochenmark (aplastische Anämie); starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinbeschwerden… | Sehr selten |
| Isotretinoin | Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, wenn die weißen Blutkörperchen betroffen sind (Neutropenie) | Häufig |
| Lacosamid | Halsschmerzen, Fieber und erhöhte Infektanfälligkeit; im Blut möglicherweise eine erhebliche Verringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) | Nicht bekannt |
| Letrozol | Hohes Fieber, Schüttelfrost oder Geschwüre im Mund durch Infektionen bei einem Mangel an weißen Blutkörperchen | Gelegentlich |
| Levofloxacin | Versagen des Knochenmarks (laut Fachinformation einschließlich aplastischer Anämie), das Müdigkeit, eine geringere Abwehr gegen Infektionen und unkontrollierte Blutungen verursachen kann | Nicht bekannt |
| Levofloxacin | Fieber, Halsschmerzen und anhaltendes Krankheitsgefühl durch eine Verringerung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) | Nicht bekannt |
| Lisinopril | Verminderte Blutbildung im Knochenmark, Blutarmut durch übermäßigen Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie), zu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie), zu wenige weiße Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), wodurch Infektionen… | Sehr selten |
| Mesalazin | Veränderungen des Blutbilds (aplastische Anämie, Agranulozytose, Panzytopenie, Neutropenie, Leukopenie, Thrombozytopenie); mögliche Zeichen sind eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands, vor allem mit Fieber und/oder Halsschmerzen und wunden… | Sehr selten |
| Metamizol | Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang; Anzeichen sind unter anderem Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und schmerzhafte Schleimhautveränderungen in Mund, Nase,… | Sehr selten |
| Metamizol | Starke Verminderung verschiedener Arten von Blutzellen (Panzytopenie), die zu Schwäche, Blutergüssen oder Infektionen führen kann, einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang | Nicht bekannt |
| Methotrexat | Mangel an Antikörpern im Blut (Hypogammaglobulinämie) | Sehr selten |
| Methylphenidat | Verminderung der Zahl der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen), wodurch Infektionen, Blutungen und Blutergüsse wahrscheinlicher werden können; rötlich-violette Hautflecken (thrombozytopenische Purpura) | Sehr selten |
| Metronidazol | Stark verringerte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder aller Blutkörperchen (Panzytopenie); Anzeichen sind Schwäche, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und vermehrte Blutergüsse | Sehr selten |
| Mirtazapin | Störungen der Blutbildung im Knochenmark (Knochenmarkdepression): vorübergehender Mangel an weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie), Agranulozytose mit Anzeichen einer Infektion wie plötzlichem, unerklärlichem hohem Fieber, Halsschmerzen und Geschwüren im… | Nicht bekannt |
| Moxifloxacin | Erhebliche Abnahme bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), Abfall der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen (Panzytopenie) | Sehr selten |
| Mycophenolsäure | Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen | Sehr häufig |
| Mycophenolsäure | Fieber, Halsschmerzen und häufige Infektionen als mögliche Zeichen eines Fehlens weißer Blutkörperchen im Blut (Agranulozytose) | Nicht bekannt |
| Omeprazol | Weniger weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Leukopenie, Thrombozytopenie); das kann Schwäche und blaue Flecken verursachen oder Infektionen wahrscheinlicher machen | Selten |
| Opipramol | Verlust bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) | Sehr selten |
| Oxcarbazepin | Weniger Blutplättchen oder rote Blutkörperchen, erkennbar an Müdigkeit, Kurzatmigkeit bei Belastung, Blässe, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schwindel, häufigen Infektionen mit Fieber, Halsschmerzen, Geschwüren im Mund, leichter auftretenden Blutungen oder… | Selten |
| Pantoprazol | Weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie), dadurch möglicherweise häufigere Infektionen | Sehr selten |
| Pivmecillinam | Häufigeres Auftreten von Fieber oder Infektionen durch eine Veränderung bestimmter Zellen im Körper | Gelegentlich |
| Rituximab | Bei rheumatoider Arthritis: veränderte Laborwerte, darunter weniger schützende Eiweiße im Blut (Immunglobuline) | Sehr häufig |
| Rituximab | Bei rheumatoider Arthritis: verringerte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutrophile), die Infektionen bekämpfen; einige Infektionen können schwer sein | Selten |
| Roxithromycin | Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und Fieber (Agranulozytose, Neutropenie); starke Verminderung der Blutplättchen mit erhöhter Blutungsneigung und Neigung zu Blutergüssen (Thrombozytopenie) | Nicht bekannt |
| Spironolacton | Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) bei Leberzirrhose; starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinbeschwerden (Agranulozytose); Hinweise darauf können Fieber, Schüttelfrost,… | Selten |
| Tacrolimus | Starke Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) mit Geschwüren im Mund, Fieber und Infektionen; mögliche Beschwerden sind plötzliches Fieber, Muskelspannungen und Halsschmerzen | Nicht bekannt |
| Terbinafin | Verminderung einiger Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Panzytopenie): leichter Bluten oder blaue Flecken, höhere Anfälligkeit für Infektionen, die auch schwerer verlaufen können | Sehr selten |
| Valproinsäure | Mangel an weißen Blutkörperchen mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen (Leukopenie) | Häufig |
| Valsartan | Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund durch Infektionen bei zu wenigen weißen Blutzellen (Neutropenie) | Nicht bekannt |
| Venlafaxin | Erkrankungen des Blutes mit erhöhtem Infektionsrisiko (Agranulozytose, aplastische Anämie, Panzytopenie, Neutropenie); mögliche Anzeichen sind erhöhte Temperatur, Schüttelfrost oder grippeähnliche Beschwerden | Selten |
| Xipamid | Verringerung der Blutplättchen und der weißen Blutkörperchen, Blutarmut durch eine Blutbildungsstörung im Knochenmark (aplastische Anämie) und starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinbeschwerden… | Sehr selten |
Pilzinfektionen wie Soor zeigt die zweite Tabelle:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Azathioprin | Sehr häufig | Infektionen durch Viren, Pilze und Bakterien bei Transplantatempfängern, die Azathioprin zusammen mit anderen Immunsuppressiva erhalten · Infektionen durch Viren, Pilze oder Bakterien bei allen anderen Behandelten… |
| Adalimumab | Häufig | Pilzinfektionen |
| Amoxicillin/Clavulansäure | Häufig | Pilzinfektion (Candida), Hefepilz-Infektion im Bereich von Scheide, Mund oder Hautfalten (mukokutane Candidose) |
| Beclometason | Häufig | Infektionen, Pilzinfektion in Mund und Rachen (Candidiasis, Soor) |
| Beclometason/Formoterol | Häufig | Pilzinfektionen von Mund, Rachen oder Speiseröhre (Candidose) · Pilzinfektionen der Scheide (vulvovaginale Candidose) |
| Budesonid | Häufig | Pilzinfektionen (Soor) von Mund oder Rachen (oropharyngeale Candidose) |
| Budesonid/Formoterol | Häufig | Pilzinfektion (Soor) im Mund; laut Fachinformation Candida-Infektionen des Mund-Rachen-Raums |
| Cefpodoxim | Häufig | Vermehrung nicht empfindlicher Mikroorganismen wie Hefepilzen (Candida), insbesondere bei längerem Gebrauch; äußert sich z. B. in Entzündungen der Mund- und Scheidenschleimhaut |
| Cefuroxim | Häufig | Pilzinfektionen durch vermehrtes Wachstum von Hefepilzen (Candida) |
| Dapagliflozin | Häufig | Genitalinfektion (Candidose) an Penis oder Scheide, möglich mit Reizung, Juckreiz, ungewöhnlichem Ausfluss oder Geruch; die Fachinformation fasst hier Entzündungen von Scheide und Schamlippen (Vulvovaginitis),… |
| Empagliflozin | Häufig | Hefepilzinfektion im Genitalbereich (Soor); die Fachinformation nennt an dieser Stelle Pilzinfektion der Scheide (vaginale Moniliase), Entzündung von Scheide und Schamlippen (Vulvovaginitis), Eichelentzündung… |
| Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring) | Häufig | Infektionen der Scheide durch Hefe-Keime (wie Soor) · Scheidenentzündung (durch Bakterien oder Pilze); Brennen, Geruch, Schmerzen, Beschwerden oder Trockenheit in der Scheide oder an den äußeren Geschlechtsteilen |
| Infliximab | Häufig | Infektion der Haut durch einen Pilz · Pilzinfektionen, etwa mit Hefepilzen (Candidose) oder Nagelpilz |
| Moxifloxacin | Häufig | Durch resistente Bakterien oder Pilze hervorgerufene Infektionen (Superinfektionen), z. B. Mundsoor und Pilzerkrankungen der Scheide (Candida) |
| Pivmecillinam | Häufig | Infektion oder Entzündung der Scheide (Pilzinfektion der Scheide) |
| Risankizumab | Häufig | Pilzinfektion der Haut (laut Fachinformation Tinea-Infektionen, einschließlich Fußpilz und Nagelpilz) |
| Rituximab | Häufig | Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Infektionen des Blutes wie Blutvergiftung (Sepsis), Lungenentzündung, Gürtelrose, Erkältungen, Infektionen der Bronchien, Pilzinfektionen, Infektionen unbekannten Ursprungs,… |
| Salmeterol/Fluticason | Häufig | Pilzinfektion (Soor) in Mund und Rachen mit schmerzhaften, cremegelben, erhabenen Flecken; eventuell wunde Zunge · Pilzinfektion der Speiseröhre (Candidose des Ösophagus), die zu Schwierigkeiten beim Schlucken führen… |
| Azithromycin | Gelegentlich | Soor (Candidose), eine Pilzinfektion von Mund und Scheide, und andere Pilzinfektionen |
| Ciprofloxacin | Gelegentlich | Zusätzliche Infektionen mit Pilzen (Superinfektionen) |
| Clarithromycin | Gelegentlich | Verschiedene Infektionen einschließlich Infektion der Scheide und Pilzinfektionen (Candidiasis) |
| Dienogest | Gelegentlich | Pilzinfektion der Scheide, Trockenheit des Genitalbereichs, Ausfluss aus der Scheide, Beckenschmerzen, Entzündung des äußeren Genitales mit Ausfluss (atrophische Vulvovaginitis), Knoten in der Brust |
| Dienogest/Ethinylestradiol | Gelegentlich | Entzündung der Scheide und/oder des äußeren Genitales (Vaginitis/Vulvovaginitis), Pilzinfektionen der Scheide (Candidose, andere vulvovaginale Infektionen) · Eileiter- oder Eierstockentzündung, Harnwegsinfektionen,… |
| Erythromycin | Gelegentlich | Zusätzliche Infektion mit resistenten Keimen oder Pilzen (Superinfektion), z. B. Pilzbefall (Candidose) im Mund oder in der Scheide |
| Guselkumab | Gelegentlich | Pilzinfektion der Haut, zum Beispiel zwischen den Zehen (Fußpilz; laut Fachinformation Tinea-Infektionen) |
| Levofloxacin | Gelegentlich | Vermehrung anderer Bakterien oder Pilze, Infektion durch Candida-Pilze, möglicherweise behandlungsbedürftig; laut Fachinformation auch Erreger-Resistenz |
| Memantin | Gelegentlich | Pilzinfektionen |
| Metronidazol | Gelegentlich | Infektionen mit Sprosspilzen (z. B. Candida albicans) im Geschlechtsbereich |
| Paliperidon | Gelegentlich | Lungenentzündung, Bronchitis, Atemwegsinfektion, Nasennebenhöhlenentzündung, Blasenentzündung, Ohrinfektion, Nagelpilz, Mandelentzündung, Hautinfektion, Eiteransammlung unter der Haut |
| Risperidon | Gelegentlich | Atemwegsinfektion, Blaseninfektion, Augeninfektion, Mandelentzündung, Nagelpilz, Hautinfektion, auf eine Stelle begrenzte Infektion, Virusinfektion, durch Milben verursachte Hautentzündung |
| Secukinumab | Gelegentlich | Mundsoor (orale Candidose) · Fußpilz (Tinea pedis) · Pilzinfektionen der Haut und der Schleimhäute, auch der Speiseröhre (mukokutane Candidose) |
| Tiotropium | Gelegentlich | Pilzinfektion im Mund- und Rachenbereich (oropharyngeale Candidose) |
| Upadacitinib | Gelegentlich | Hefepilzinfektion der Mundhöhle (Mundsoor, weiße Flecken im Mund) |
| Ustekinumab | Gelegentlich | Vaginale Hefepilzinfektion |
| Vedolizumab | Gelegentlich | Mund- und Rachensoor (Pilzinfektion, orale Candidose) · Infektion der Scheide (laut Fachinformation Pilzinfektion, vulvovaginale Candidose) |
| Doxycyclin | Selten | Besiedelung von Haut oder Schleimhäuten mit dem Hefepilz Candida, vor allem im Genitalbereich, in Mund und Darm, mit Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide sowie… |
| Esomeprazol | Selten | Pilzinfektion des Magen-Darm-Trakts (Soor, gastrointestinale Candidose) |
| Etanercept | Selten | Tuberkulose; laut Fachinformation auch Infektionen bei geschwächter Abwehr (opportunistische Infektionen) durch Pilze, Protozoen, Bakterien, atypische Mykobakterien und Viren sowie Legionellose |
| Methylprednisolonaceponat | Selten | Pilzinfektion der Haut |
| Omeprazol | Selten | Pilzinfektion des Magen-Darm-Trakts (Soor, gastrointestinale Candidiasis) |
| Roxithromycin | Selten | Zusätzliche Infektion mit einem Hefepilz (Candida), z. B. an Mund- und Scheidenschleimhaut, bei längerer Anwendung |
| Amoxicillin | Sehr selten | Pilzinfektion (Soor) der Scheide, des Mundes oder in Hautfalten (mukokutane Candidose) |
| Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim) | Sehr selten | Vermehrtes Auftreten von Pilzerkrankungen durch Candida albicans |
| Methotrexat | Sehr selten | Lungenentzündung durch Pneumocystis jirovecii; Leberentzündung durch Herpes-Viren, verbreiteter Herpes simplex, Infektionen durch Pilze (Histoplasmose, Kryptokokkose), Bakterien (Nokardiose) oder Zytomegalieviren, auch… |
| Saccharomyces boulardii | Sehr selten | Eindringen von Hefen in den Blutkreislauf (Fungämie); laut Fachinformation bei Patientinnen und Patienten mit zentralem Venenkatheter und bei schwer kranken oder immungeschwächten Patientinnen und Patienten |
| Cefaclor | Nicht bekannt | Zweitansteckung (Superinfektion) und Besiedlung mit Cefaclor-unempfindlichen (resistenten) Keimen oder Sprosspilzen bei langfristiger oder wiederholter Anwendung · Pilzinfektion (Candida) |
| Dexamethason | Nicht bekannt | Verschleierung von Infektionen; Auftreten und Verschlimmerung von Infektionen durch Viren, Pilze, Bakterien, Parasiten oder sonst seltene (opportunistische) Erreger |
| Nitrofurantoin | Nicht bekannt | Superinfektionen durch bestimmte Bakterien- und Pilzarten (laut Fachinformation Pseudomonas- oder Candida-Arten), auf den Urogenitaltrakt begrenzt |
| Prednisolon | Nicht bekannt | Verschleierung (Maskierung) von Infektionen; Auftreten, Wiederauftreten und Verschlimmerung von Infektionen durch Viren, Pilze oder Bakterien sowie von Infektionen durch Parasiten oder durch Erreger, die sonst selten… |
| Tacrolimus | Nicht bekannt | Opportunistische Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren oder Einzeller mit lang anhaltendem Durchfall, Fieber und Halsschmerzen |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (50 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Woran Sie eine Infektion durch ein Medikament erkennen
Die Packungsbeilagen nennen typische Anzeichen, auf die Sie achten sollten. Unter Adalimumab gehören dazu Fieber, Wunden, ein Gefühl der Müdigkeit, Zahnprobleme und Brennen beim Wasserlassen; Anzeichen einer Tuberkulose können zum Beispiel anhaltender Husten, Gewichtsverlust, das Gefühl, keine Energie zu haben, und leichtes Fieber sein [1]. Unter Methotrexat nennt die Packungsbeilage Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen und Halsschmerzen als Symptome, die auf Infektionen hindeuten [3]. Fieber oder Schüttelfrost, vermehrter oder verfärbter Schleim und stärkerer Husten oder Atembeschwerden können unter Beclometason bei COPD auf eine Lungenentzündung hinweisen [7]. Eine Harnwegsinfektion unter Empagliflozin zeigt sich laut Packungsbeilage durch ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen, trüben Urin und, wenn die Nieren entzündet sind, Schmerzen im Becken- oder mittleren Rückenbereich [9].
Eine Pilzinfektion der Scheide kann sich laut gesund.bund.de durch Jucken, Brennen oder Ausfluss äußern, manchmal treten auch gar keine Beschwerden auf [15]. Mehr unter Scheidenpilz und Mundsoor.
Manche Medikamente erschweren das Erkennen. Unter Prednisolon können die Anzeichen einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion verschleiert und damit schwer erkennbar sein [5]. Wer Metamizol gegen Fieber anwendet, bemerkt einige Zeichen einer beginnenden Agranulozytose möglicherweise nicht [14]. Auch der Zeitpunkt ist unterschiedlich: Weil die Ausscheidung von Adalimumab bis zu vier Monate dauern kann, sollte die Überwachung auf Infektionen laut Fachinformation auch nach dem Ende der Behandlung über diesen Zeitraum fortgesetzt werden [2]. Eine Agranulozytose kann unter Metamizol zu jedem Zeitpunkt der Einnahme auftreten und auch kurz danach [14].
Ob Ihr Mittel die Abwehr schwächen oder Pilzinfektionen fördern kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach, in Abschnitt 2 bei den Warnhinweisen und in Abschnitt 4 bei den Nebenwirkungen [1, 5]. Notieren Sie, wann Infekte auftreten und wie sie verlaufen, zum Beispiel im Nebenwirkungs-Tagebuch.
Warum Medikamente anfälliger für Infektionen machen können

Gedämpftes Immunsystem: Prednisolon wirkt in Dosen, die über den Ersatz körpereigener Hormone hinausgehen, laut Fachinformation entzündungshemmend und verzögert immunsuppressiv, also abwehrdämpfend: Es hemmt die Wanderung und Aktivität von Zellen des Immunsystems sowie die Freisetzung und Wirkung von Botenstoffen der Entzündungs- und Immunreaktionen; eine länger dauernde Behandlung mit hohen Dosen führt zur Rückbildung des Immunsystems [6]. Durch diese Immunsuppression kann das Risiko für Infektionen steigen [6]. Adalimumab bindet laut Fachinformation an den Botenstoff Tumornekrosefaktor (TNF) und neutralisiert dessen biologische Funktion; Menschen, die mit TNF-Blockern behandelt werden, sind für schwere Infektionen empfänglicher [2].
Weniger Abwehrzellen: Granulozyten sind weiße Blutkörperchen, die für die Bekämpfung von Infektionen wichtig sind; sinkt ihre Zahl stark (Agranulozytose), kann es zu schweren und lebensbedrohlichen Infektionen kommen [14]. Auch eine Schädigung des Knochenmarks, etwa durch Methotrexat, kann zu Infektionen führen [3].
Gestörtes Gleichgewicht der Keime: Antibiotika wie Cefuroxim können zu einem vermehrten Wachstum von Hefepilzen (Candida) im Körper führen, die ihrerseits Pilzinfektionen wie Soor hervorrufen können; das ist wahrscheinlicher, wenn das Mittel über einen längeren Zeitraum eingenommen wird [11]. Eine längere Anwendung kann laut Fachinformation auch das Wachstum anderer unempfindlicher Erreger fördern, etwa von Clostridioides difficile [12]. Hefepilze sind laut gesund.bund.de Bestandteil der natürlichen Scheidenflora und kommen normalerweise nur in geringer Zahl vor; gerät die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht, können sie eine Infektion verursachen [15]. Mehr zu Darmentzündungen nach Antibiotika: Durchfall durch Medikamente.
Örtliche Wirkung beim Inhalieren: Menschen mit hohen Blutspiegeln bestimmter Antikörper gegen Candida (Präzipitine), die auf eine frühere Infektion hindeuten, entwickeln laut Fachinformation von Beclometason mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Soor in Mund und Rachen; die Fachinformation empfiehlt allen Behandelten, den Mund nach der Anwendung mit Wasser auszuspülen [8].
Was Sie tun können
Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Ob ein Mittel bei einer Infektion vorübergehend pausiert wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt; bei Adalimumab sagt sie oder er Ihnen dann laut Packungsbeilage möglicherweise, dass Sie die Anwendung für eine bestimmte Zeit unterbrechen sollen [1]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.
Vor der Behandlung informieren. Vor Beginn einer Behandlung mit Adalimumab wird laut Packungsbeilage und Fachinformation auf Tuberkulose und Hepatitis B untersucht [1, 2]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie jemals Tuberkulose hatten oder engen Kontakt zu jemandem mit Tuberkulose, oder wenn Sie immer wiederkehrende Infektionen hatten; fragen Sie um Rat, wenn Sie in Regionen reisen, in denen bestimmte Pilzerkrankungen sehr häufig vorkommen [1]. Durchführung und Ergebnisse der Tuberkulose-Tests sollten in Ihrem Patientenpass dokumentiert werden, den Sie mit sich führen [1, 2]. Vor Methotrexat sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie ruhende, langanhaltende Infektionen haben, etwa Tuberkulose, Hepatitis B oder C oder Gürtelrose, weil sie wieder auftreten können [3].
Anzeichen früh melden. Unter Methotrexat informieren Sie laut Packungsbeilage umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Symptome einer Infektion auftreten [3]. Unter Adalimumab benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt unverzüglich bei Anzeichen einer Tuberkulose oder einer anderen Infektion, auch nach dem Ende der Behandlung [1]. Haben Sie unter Prednisolon Kontakt zu Menschen mit Masern oder Windpocken und hatten diese Krankheiten selbst noch nicht, wenden Sie sich laut Packungsbeilage umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [5]. Vor einer Operation oder Zahnbehandlung informieren Sie unter Adalimumab Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über die Behandlung [1].
Impfungen absprechen. Besprechen Sie unter Adalimumab jede Impfung vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Gewisse Impfstoffe können laut Packungsbeilage Infektionen verursachen und sollten während der Behandlung nicht verwendet werden; laut Fachinformation können Behandelte Impfungen erhalten, mit Ausnahme von Lebendimpfstoffen [1, 2]. Wurde Adalimumab in der Schwangerschaft angewendet, kann der Säugling in den ersten 5 Monaten nach der letzten Dosis ein erhöhtes Infektionsrisiko haben; teilen Sie das den Ärztinnen und Ärzten des Kindes vor einer Impfung mit [1]. Unter Methotrexat dürfen Sie keine Impfung mit Lebendimpfstoffen erhalten, und Impfungen während der Behandlung können laut Fachinformation wirkungslos sein [3, 4]. Bei Prednisolon sind Impfungen mit Totimpfstoffen laut Packungsbeilage grundsätzlich möglich; der Impferfolg kann bei höheren Dosierungen beeinträchtigt sein [5]. Mehr unter Impfungen.
Beim Inhalieren: Das Risiko von Reizungen im Rachen, Heiserkeit und Pilzinfektionen unter Beclometason lässt sich laut Packungsbeilage verringern, wenn Sie das Spray vor einer Mahlzeit anwenden, nach der Inhalation den Mund ausspülen und/oder eine Inhalierhilfe (Spacer) verwenden [7].
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [14]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Fieber mit Halsschmerzen oder wunden Stellen im Mund unter Metamizol: Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte wunde Stellen in Nase, Mund und Rachen oder im Genital- oder Analbereich können auf eine Agranulozytose hinweisen; die Packungsbeilage verlangt dann, Metamizol nicht mehr einzunehmen und sofort einen Arzt aufzusuchen [14]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr unter Arzneimittelfieber.
Schmerzen und Schwellung im Genitalbereich mit Fieber unter SGLT2-Hemmern: Schmerzen, Empfindlichkeit, Rötung oder Schwellungen der Genitalien oder im Bereich zwischen Genitalien und After zusammen mit Fieber oder allgemeinem Unwohlsein können laut Packungsbeilage von Empagliflozin auf eine seltene, aber schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Infektion hindeuten, die Fournier-Gangrän; sprechen Sie dann sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [9]. Über dieses Risiko bei allen SGLT2-Hemmern informierte ein Rote-Hand-Brief vom 21. Januar 2019 [10]. Bei einer schwerwiegenden Infektion der Nieren oder Harnwege mit Fieber sprechen Sie ebenfalls mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; sie oder er fordert Sie laut Packungsbeilage möglicherweise auf, die Einnahme von Empagliflozin zu unterbrechen, bis Sie sich erholt haben [9].
Anzeichen einer schweren Infektion unter abwehrdämpfenden Mitteln: Unter Methotrexat können Symptome einer Infektion laut Packungsbeilage auf eine schwerwiegende, möglicherweise lebensbedrohliche Nebenwirkung hindeuten, die sofort behandelt werden muss; informieren Sie dann umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [3]. Unter Adalimumab können Infektionen in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein [1].
Abgesehen von solchen in der Packungsbeilage genannten Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. In lebensbedrohlichen Fällen, etwa bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung oder bei schwerer Atemnot, alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [17]. Sind die Praxen geschlossen und kann die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [17].
Andere Ursachen
Nicht jeder Infekt unter einem Medikament kommt vom Medikament. Erkältungen sind sehr häufig: Erwachsene erkälten sich laut IQWiG im Durchschnitt 2- bis 4-mal pro Jahr, meist in der kalten Jahreszeit, und bei Kindern sind 6 bis 8 Erkältungen pro Jahr keine Seltenheit [16]. Weil es sehr viele verschiedene Erkältungsviren gibt, schützt eine überstandene Erkältung nicht vor der nächsten [16]. Mehr unter Erkältung und Grippe.
Auch die Grunderkrankung und andere Umstände spielen eine Rolle. Probleme mit der Lunge und ein Alter über 65 Jahre können laut Packungsbeilage von Adalimumab das Infektionsrisiko zusätzlich erhöhen [1]. Die Fachinformation nennt außerdem Grunderkrankungen und andere Medikamente, die das Entstehen von Infektionen begünstigen [2]. Einen Scheidenpilz begünstigen laut gesund.bund.de zum Beispiel eine Schwangerschaft, die Antibabypille, Diabetes und andere Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen, sowie Stress, übertriebene Intimhygiene, synthetische und eng anliegende Kleidung, Schwitzen und luftdichte Slipeinlagen oder Binden [15]. Ernsthafte Komplikationen sind dabei sehr selten und treten meistens nur bei geschwächtem Immunsystem auf, etwa bei einer Krebsbehandlung [15]. Mehr unter Diabetes Typ 2, Gürtelrose, Tuberkulose, Hepatitis B und Chemotherapie.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Humira (Adalimumab), Anhang III B: Packungsbeilage Humira 40 mg Injektionslösung im Fertigpen. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2025. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Humira (Adalimumab), Anhang I: Fachinformation. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten (Methotrexat). medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten (Methotrexat). medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Predni H Tablinen 5 mg (Prednisolon). Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 07/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Predni H Tablinen 5 mg/20 mg/50 mg, Tabletten (Prednisolon). Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 07/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Beclometason-ratiopharm 0,10 mg Dosieraerosol. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Beclometason-ratiopharm Dosieraerosol. ratiopharm GmbH. Stand 11/2021. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Jardiance (Empagliflozin), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Boehringer Ingelheim International GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu SGLT2-Inhibitoren: Risiko einer Fournier-Gangrän (nekrotisierende Fasziitis des Perineums). Zulassungsinhaber von SGLT2-Inhibitoren in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 21.01.2019. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Cefuroxim-ratiopharm 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2023. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Cefuroxim-ratiopharm 250 mg/500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amoxicillin-ratiopharm comp. 875/125 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten (Metamizol). ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Scheidenpilz. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 17.10.2024. abgerufen am 12.10.2026
- Erkältung. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 31.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente schwächen das Immunsystem?
Vor allem Mittel, die das Immunsystem gezielt dämpfen. Laut ihren Produktinformationen gehören dazu zum Beispiel der TNF-Blocker Adalimumab, unter dem Sie leichter an Infektionen erkranken können, Methotrexat, das die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen herabsetzen kann, und Glucocorticoide wie Prednisolon, die die körpereigene Abwehr unterdrücken. Die Tabellen auf dieser Seite zeigen alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Infektionen oder Pilzinfektionen nennt.
Warum bekomme ich nach Antibiotika einen Pilz?
Antibiotika wie Cefuroxim können laut Packungsbeilage zu einem vermehrten Wachstum von Hefepilzen (Candida) im Körper führen, die ihrerseits Pilzinfektionen wie Soor hervorrufen können; das ist wahrscheinlicher, wenn das Mittel über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Bei Amoxicillin/Clavulansäure steht eine Hefepilz-Infektion im Bereich von Scheide, Mund oder Hautfalten unter den häufigen Nebenwirkungen. Laut gesund.bund.de gehören Antibiotika zu den Medikamenten, die einen Scheidenpilz fördern können.
Kann ein Kortison-Spray Mundsoor auslösen?
Für Beclometason ist das beschrieben: In der Packungsbeilage des Beclometason-Dosieraerosols stehen Infektionen und Pilzinfektionen (Candidiasis) in Mund und Rachen unter den häufigen Nebenwirkungen. Das Risiko lässt sich laut Packungsbeilage verringern, wenn Sie das Spray vor einer Mahlzeit anwenden, nach der Inhalation den Mund ausspülen und/oder eine Inhalierhilfe (Spacer) verwenden.
Darf ich mich impfen lassen, wenn ich Medikamente nehme, die die Abwehr schwächen?
Das hängt vom Mittel und vom Impfstoff ab; besprechen Sie jede Impfung vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Unter Adalimumab sollten laut Packungsbeilage gewisse Impfstoffe nicht verwendet werden, weil sie Infektionen verursachen können. Laut Fachinformation sind Impfungen mit Ausnahme von Lebendimpfstoffen möglich. Unter Methotrexat dürfen Sie keine Lebendimpfstoffe erhalten. Bei Prednisolon sind Impfungen mit Totimpfstoffen laut Packungsbeilage grundsätzlich möglich, der Impferfolg kann bei höheren Dosierungen aber beeinträchtigt sein.
Warum wird vor einer Behandlung mit Adalimumab auf Tuberkulose getestet?
Weil unter Adalimumab Fälle von Tuberkulose berichtet wurden, auch als Wiederaufflammen einer früheren Infektion. Laut Produktinformation werden deshalb vor Beginn der Behandlung alle Patientinnen und Patienten auf eine aktive und eine ruhende Tuberkulose untersucht, etwa mit Vorgeschichte, Tuberkulintest und Röntgenaufnahme des Brustkorbs; Durchführung und Ergebnisse sollten im Patientenpass dokumentiert werden. Ebenso wird auf Hepatitis B untersucht. Tuberkulose kann sich laut Packungsbeilage aber auch trotz einer vorbeugenden Behandlung entwickeln.
Können SGLT2-Hemmer Infektionen im Genitalbereich verursachen?
Ja. In der Packungsbeilage von Empagliflozin sind eine Hefepilzinfektion im Genitalbereich (Soor) und Harnwegsinfektionen als häufig eingestuft (bei bis zu 1 von 10 Behandelten). Selten ist eine schwere Infektion des Gewebes im Genitalbereich, die Fournier-Gangrän. Über sie informierte ein Rote-Hand-Brief vom 21. Januar 2019. Schmerzen, Empfindlichkeit, Rötung oder Schwellung im Genitalbereich oder zwischen Genitalien und After zusammen mit Fieber oder Unwohlsein sind ein Grund, sofort mit der Ärztin oder dem Arzt zu sprechen.
Wann sind Infekte unter Medikamenten gefährlich?
Unter Mitteln, die die Abwehr schwächen, können Infektionen schwer verlaufen; unter Adalimumab und Methotrexat sind laut Packungsbeilagen auch lebensbedrohliche oder tödliche Verläufe beschrieben. Melden Sie Anzeichen wie Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Wunden, Zahnprobleme oder Brennen beim Wasserlassen deshalb umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Unter Metamizol können Fieber und Halsschmerzen auf einen gefährlichen Mangel an weißen Blutkörperchen hinweisen; dann holen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Wie viele Erkältungen im Jahr sind normal?
Laut IQWiG erkälten sich Erwachsene im Durchschnitt 2- bis 4-mal pro Jahr, meist in der kalten Jahreszeit; bei Kindern sind 6 bis 8 Erkältungen pro Jahr keine Seltenheit. Wenn Sie ein Mittel nehmen, das die Abwehr dämpfen kann, und häufiger oder schwerer krank werden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Nebenwirkungen Pigmentstörungen durch MedikamenteManche Medikamente können die Haut dunkler oder heller färben, etwa Amiodaron, Hydroxychloroquin oder die Pille Mayra.
-
Nebenwirkungen Akne durch MedikamenteManche Medikamente können Akne auslösen oder verstärken, etwa Kortison, bestimmte Minipillen oder Testosteron.
-
Nebenwirkungen Urinverfärbung durch MedikamenteManche Medikamente können den Urin dunkel, rötlich oder orange färben.
-