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Zolpidem: Nebenwirkungen und Wirkung
Zolpidem ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel aus der Gruppe der Benzodiazepin-ähnlichen Arzneimittel zur Kurzzeitbehandlung schwerer Schlafstörungen bei Erwachsenen. Häufig sind Schläfrigkeit am folgenden Tag, Kopfschmerzen, Schwindel, Gedächtnisstörungen und Albträume. Auch Schlafwandeln und andere Handlungen im Schlaf sind möglich. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und einschließlich der Absetzphase 4 Wochen nicht überschreiten.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Infektion der Lunge oder der Atemwege (Atemwegsinfektion)[1, 2]
- Häufig: Wahrnehmung von Dingen, die nicht real sind (Halluzinationen), Erregung, Albträume[1, 2]
- Häufig: Depression; laut Fachinformation können bereits bestehende Depressionen während der Anwendung zutage treten[1, 2]
- Häufig: Schläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Wachsamkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel[1, 2]
- Häufig: Schwierigkeiten, sich an Dinge zu erinnern (Amnesie), was mit unangemessenem Verhalten verbunden sein kann, Gedächtnisstörungen, Unfähigkeit, sich an die jüngste Vergangenheit zu erinnern (anterograde Amnesie)[1, 2]
- Häufig: Verlust der Koordination der Muskeln (Ataxie), sich verschlechternde Schlaflosigkeit[1, 2]
- Häufig: Gefühl von Drehschwindel mit Balanceverlust (Vertigo)[1, 2]
- Häufig: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen[1, 2]
- Häufig: Rückenschmerzen[1, 2]
- Häufig: Erschöpfung (Fatigue)[1, 2]
Wofür wird Zolpidem eingesetzt?
Zolpidem ist ein Schlafmittel aus der Gruppe der Benzodiazepin-ähnlichen Arzneimittel und gehört damit zu den Beruhigungs- und Schlafmitteln [1]. Zolpidem wird zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen angewendet, und zwar nur bei Schlafstörungen, die schwerwiegend sind, extrem beeinträchtigen oder zu einer massiven Belastung werden [1, 2].
Vor der Behandlung sollte die Ursache der Schlafstörungen abgeklärt werden, und zugrunde liegende Krankheiten sollten behandelt werden. Ist die Behandlung nach 7 bis 14 Tagen nicht erfolgreich, kann das auf eine psychische oder körperliche Krankheit hinweisen, die untersucht werden sollte [1, 2]. Zolpidem ist laut Fachinformation verschreibungspflichtig [2]. Der Wirkstoff steht in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes; ausgenommen sind Zubereitungen zum Einnehmen, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I bis III je abgeteilte Form, zum Beispiel je Tablette, bis zu 8,5 mg Zolpidem, berechnet als Base, enthalten. Diese ausgenommenen Zubereitungen sind nach der Arzneimittelverschreibungsverordnung verschreibungspflichtig [4, 5].
Wie wirkt Zolpidem?
Zolpidem verstärkt die hemmende Wirkung des Botenstoffs GABA im Gehirn, indem es an bestimmte Bindungsstellen des GABA-Rezeptors andockt [2, 3]. Laut Fachinformation zeigte Zolpidem in experimentellen Untersuchungen beruhigende Eigenschaften schon bei niedrigeren Dosierungen, als für eine krampflösende, muskelentspannende oder angstlösende Wirkung nötig sind [2].
Zolpidem wird schnell aufgenommen, die schlaffördernde Wirkung setzt rasch ein. Die höchste Konzentration im Blut ist nach 0,5 bis 3 Stunden erreicht, die Halbwertszeit liegt im Mittel bei 2,4 Stunden und die Wirkdauer bei bis zu 6 Stunden [2]. Bei Leberfunktionsstörungen verlängert sich die Halbwertszeit laut Fachinformation von 2,4 auf 9,9 Stunden; bei älteren Menschen ist die Konzentration im Blut höher [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Die Nebenwirkungen scheinen von der individuellen Empfindlichkeit abzuhängen. Sie treten häufiger innerhalb der ersten Stunde nach der Einnahme auf, wenn Sie nicht zu Bett gehen oder nicht sofort einschlafen, und am häufigsten bei älteren Menschen [1, 2]. Laut Fachinformation verschwinden Tagesschläfrigkeit, Gefühlsstörungen, verminderte Wachsamkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschwäche, Koordinationsstörungen und Doppeltsehen, die vor allem zu Beginn auftreten, bei wiederholter Einnahme meist wieder [2].
Gedächtnislücken: Zolpidem kann Gedächtnisstörungen (Amnesien) verursachen, im Allgemeinen einige Stunden nach der Einnahme. Um dieses Risiko zu verringern, sollten Sie dafür sorgen, dass ein ununterbrochener Schlaf von 8 Stunden möglich ist [1]. Komplexes Schlafverhalten: Menschen, die Zolpidem eingenommen hatten und nicht vollständig wach waren, haben im Schlaf Auto gefahren, Mahlzeiten zubereitet und gegessen, telefoniert oder Sex gehabt, ohne sich daran zu erinnern; Alkohol, andere dämpfende Arzneimittel und Dosen über der Höchstdosis können das Risiko erhöhen [1, 2]. Mehr dazu auf den Seiten Vergesslichkeit und Verwirrtheit und Abhängigkeit und Entzugserscheinungen.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- InfektionenInfektion der Lunge oder der Atemwege (Atemwegsinfektion)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- PsycheWahrnehmung von Dingen, die nicht real sind (Halluzinationen), Erregung, Albträume[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenUnruhe und NervositätAlbträume
- PsycheDepression; laut Fachinformation können bereits bestehende Depressionen während der Anwendung zutage treten[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemSchläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Wachsamkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitKopfschmerzenSchwindel
- NervensystemSchwierigkeiten, sich an Dinge zu erinnern (Amnesie), was mit unangemessenem Verhalten verbunden sein kann, Gedächtnisstörungen, Unfähigkeit, sich an die jüngste Vergangenheit zu erinnern (anterograde Amnesie)[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- NervensystemVerlust der Koordination der Muskeln (Ataxie), sich verschlechternde Schlaflosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
- Ohr und GleichgewichtGefühl von Drehschwindel mit Balanceverlust (Vertigo)[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- Magen und DarmDurchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen[1, 2]Mehr dazu: DurchfallÜbelkeitErbrechenBauchschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeRückenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Rückenschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenErschöpfung (Fatigue)[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungVeränderung des Appetits (Appetitstörung)[1, 2]
- PsycheVerwirrtheit, Reizbarkeit[1, 2]Mehr dazu: VerwirrtheitAggressivität und Reizbarkeit
- PsycheSchlafwandeln oder andere Verhaltensweisen, die im Schlaf ungewöhnlich sind, wie Auto fahren, essen, telefonieren oder Geschlechtsverkehr haben[1, 2]
- PsycheGefühl intensiver Hochstimmung oder Zuversicht (Euphorie), Unruhe oder Wut[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätAggressivität und Reizbarkeit
- NervensystemSprechstörung, Aufmerksamkeitsstörung, Zittern[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und GedächtnisstörungenZittern
- NervensystemUngewöhnliches Gefühl oder Kribbeln der Haut (Parästhesie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- AugenDoppeltsehen, verschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Leber und GalleErhöhte Leberenzymwerte[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautJuckreiz oder Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen[1, 2]Mehr dazu: JuckreizHautausschlagVermehrtes Schwitzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeSchmerzen in den Gelenken oder Muskeln, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Nackenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenMuskelschmerzen
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- PsycheStörungen des Geschlechtstriebs (Libido)[1, 2]
- Leber und GalleLeberschädigung (hepatozellulär, cholestatisch oder gemischt)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautNesselsucht[1, 2]Mehr dazu: Nesselsucht
- Allgemeine BeschwerdenUnnormale Haltung beim Gehen (Gangunsicherheit)[1, 2]
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- PsycheKörperliche oder psychische Abhängigkeit; bei plötzlichem Absetzen sind Entzugserscheinungen möglich[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und Entzugserscheinungen
- PsycheDinge denken, die nicht wahr sind (Wahnvorstellungen)[1, 2]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- AugenVermindertes Sehvermögen (Sehschwäche)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AtemwegeBeeinträchtigung der Atmung (Atemdepression)[1, 2]
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- ImmunsystemAllergische Reaktion mit Ausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Anschwellen von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge; lebensbedrohlich, wenn die Schwellung im Hals die Atemwege blockiert (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenHautausschlagAtemnot
- PsycheArzneimittelwirkung, die dem Erwarteten entgegengesetzt ist (paradoxe Reaktion), unnormales Verhalten, mentale Störungen (Psychosen), Wut, vermehrt bei älteren Menschen[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenAggressivität und Reizbarkeit
- PsycheMissbrauch[1, 2]
- PsychePlötzliche, schwerwiegende Veränderung des Geisteszustands, durch die eine Person verwirrt oder desorientiert erscheint (Delirium)[1, 2]Mehr dazu: Verwirrtheit
- NervensystemGedämpfter Bewusstseinsgrad[2]
- Allgemeine BeschwerdenGewöhnung an das Arzneimittel (Toleranz), Stürze, vor allem bei älteren Menschen und wenn Zolpidem nicht wie vorgeschrieben eingenommen wurde[1, 2]
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schlafwandeln und ähnliches Verhalten kann Sie und andere Personen einem ernsthaften Verletzungsrisiko aussetzen; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann empfehlen, die Behandlung abzubrechen [1]. Haben Sie so etwas nach der Einnahme von Zolpidem schon einmal erlebt, dürfen Sie es nicht mehr einnehmen [1, 2]. Einige Studien zeigten bei bestimmten Beruhigungs- und Schlafmitteln einschließlich Zolpidem ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken; ob das Arzneimittel die Ursache ist, ist nicht erwiesen [1, 2]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Müdigkeit und Benommenheit am nächsten Tag: Nehmen Sie die gesamte Dosis unmittelbar vor dem Schlafengehen und keine weitere Dosis in derselben Nacht [1]. Das Risiko für Störungen am Folgetag, einschließlich einer eingeschränkten Verkehrstüchtigkeit, ist erhöht, wenn Sie Zolpidem weniger als 8 Stunden vor Tätigkeiten einnehmen, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordern, wenn Sie mehr als die empfohlene Dosis nehmen oder wenn Sie gleichzeitig andere dämpfende Mittel, Alkohol oder Drogen einnehmen [1, 2]. Mehr zu Müdigkeit und Schwindel.
Stürze: Zolpidem kann schläfrig machen und die Wachsamkeit verringern und wirkt muskelentspannend; vor allem ältere Menschen können beim nächtlichen Aufstehen stürzen und sich schwer verletzen [1, 2]. Der Ratgeber Medikamente im Alter gibt allgemeine Hinweise.
Ungewöhnliche Reaktionen: Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Albträume, Halluzinationen oder verstärkte Schlafstörungen können während der Behandlung auftreten; dann sollten Sie die Einnahme beenden und Ihre Ärztin oder Ihren Arzt kontaktieren [1]. Mehr unter Halluzinationen.
Nachlassende Wirkung: Wirken die Tabletten nach einigen Wochen nicht mehr so gut wie zu Beginn, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [1]. Hintergründe zu Schlafproblemen als Nebenwirkung finden Sie auf der Seite Schlafstörungen.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, auch über rezeptfreie und pflanzliche Mittel [1]. Zusammen mit Antipsychotika, anderen Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Mitteln gegen Depressionen oder Epilepsie, Mitteln gegen mittelschwere bis schwere Schmerzen (Narkoanalgetika), Narkosemitteln oder müde machenden Allergiemitteln können Benommenheit und Störungen am Folgetag, auch beim Autofahren, verstärkt auftreten [1, 2]. Werden Zolpidem und Opioide gleichzeitig angewendet, steigt das Risiko für Schläfrigkeit, Atemdepression und Koma; das kann lebensbedrohlich sein [1, 2].
Zusammen mit Antidepressiva wie Fluoxetin, Sertralin oder Venlafaxin kann es vorkommen, dass Sie Dinge sehen, die nicht real sind [1, 2]. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin und Johanniskraut können die Wirkung abschwächen; die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen, ebenso wie die mit Fluvoxamin oder Ciprofloxacin [1, 2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Antipsychotika, Schlafmittel, Beruhigungs- oder angstlösende Mittel, Mittel gegen Depressionen, Narkoanalgetika (Mittel gegen mittelschwere bis schwere Schmerzen), Mittel gegen Epilepsie, Narkosemittel, sedierende Antihistaminika | Benommenheit und am Tag nach der Einnahme psychomotorische Störungen, einschließlich eingeschränkter Verkehrstüchtigkeit, können verstärkt auftreten[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Muskelentspannende Arzneimittel (z. B. Baclofen) | Ihre muskelentspannende Wirkung kann verstärkt werden; außerdem verstärkte Benommenheit[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Opioide (starke Schmerzmittel, Mittel zur Substitutionstherapie und einige Hustenmittel) | Höheres Risiko von Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohlich sein[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt; Dosis und Dauer sollten von der Ärztin oder dem Arzt begrenzt werden. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte auf die Anzeichen achten zu lassen; bei Anzeichen Ärztin oder Arzt kontaktieren |
| Mittel gegen Depressionen wie Bupropion, Desipramin, Fluoxetin, Sertralin und Venlafaxin | Es kann vorkommen, dass Sie Dinge sehen, die nicht real sind (Halluzinationen)[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Fluvoxamin (gegen Depressionen) oder Ciprofloxacin (Antibiotikum) | Laut Fachinformation können die Blutspiegel von Zolpidem steigen[1, 2] | Gleichzeitige Einnahme nicht empfohlen |
| Itraconazol oder Ketoconazol (gegen Pilzinfektionen) | Wechselwirkungen möglich; Ketoconazol kann die schläfrig machende Wirkung verstärken[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut | Die Wirkung von Zolpidem kann abgeschwächt werden[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen |
| Alkohol | Kann die Wirkung von Zolpidem verstärken und Sie in einen sehr tiefen Schlaf versetzen, in dem Sie nicht richtig atmen oder schwer aufwachen; kann die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen[1, 2] | Während der Behandlung keinen Alkohol trinken |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Zolpidem nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Zolpidem darf unter anderem nicht eingenommen werden bei schwerer Muskelschwäche (Myasthenia gravis), Atemaussetzern im Schlaf, akuten oder schweren Atemproblemen, einer schweren Leberschädigung und nach früherem Schlafwandeln unter Zolpidem [1, 2]. Trifft einer der weiteren Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Bei Depressionen oder Angstzuständen in Verbindung mit Depressionen sollte Zolpidem nicht die einzige Behandlung sein [1, 2].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Zolpidem oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Schlafwandeln oder andere im Schlaf ungewöhnliche Verhaltensweisen nach früherer Einnahme von Zolpidem[1, 2]
- Schwere Muskelschwäche (Myasthenia gravis)[1, 2]
- Kurzzeitige Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe-Syndrom)[1, 2]
- Akute und/oder schwere Atemprobleme (respiratorische Insuffizienz)[1, 2]
- Schwere Leberschädigung (Leberinsuffizienz), es besteht das Risiko einer Hirnschädigung (Enzephalopathie)[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Höheres Alter oder geschwächter Zustand: Sie sollten eine niedrigere Dosis erhalten; wegen der muskelentspannenden Wirkung besteht vor allem bei älteren Menschen beim nächtlichen Aufstehen Sturz- und Verletzungsgefahr[1, 2]
- Schläfrigkeit und verringerte Wachsamkeit können zu Stürzen führen, manchmal mit schweren Verletzungen[1, 2]
- Eingeschränkte Nierenfunktion: Der Abbau kann länger dauern; keine Dosisanpassung, aber Vorsicht[1, 2]
- Chronische Atemprobleme: Sie könnten sich verschlimmern[1, 2]
- Herzprobleme, auch ein langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag (verlängertes QT-Syndrom); laut Fachinformation bei angeborenem Long-QT-Syndrom sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung[1, 2]
- Psychische Störung oder Missbrauch von oder Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen in der Vorgeschichte: sorgfältige ärztliche Überwachung wegen des Risikos von Gewöhnung und psychischer Abhängigkeit[1, 2]
- Wahnvorstellungen (Psychosen), Depressionen oder Angstzustände in Verbindung mit Depressionen: Zolpidem sollte nicht die einzige Behandlung sein[1, 2]
- Gedanken, sich selbst zu verletzen oder zu töten, auch früher: Einige Studien zeigten bei bestimmten Beruhigungs- und Schlafmitteln einschließlich Zolpidem ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken, Suizidversuche und Suizid; ob das Arzneimittel die Ursache ist, ist nicht erwiesen[1, 2]
- Andere psychische Krankheit in der Vergangenheit; Einnahme von Zolpidem oder ähnlichen Arzneimitteln über mehr als vier Wochen in letzter Zeit[1]
- Vor der Behandlung sollte die Ursache der Schlafstörungen abgeklärt und zugrunde liegende Krankheiten sollten behandelt werden. Bessern sich die Schlafstörungen nach 7 bis 14 Tagen nicht, kann das auf eine psychische oder körperliche Krankheit hinweisen, die untersucht werden sollte[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Anwendung nicht empfohlen[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Filmtabletten enthalten Lactose (Milchzucker); erst nach ärztlicher Rücksprache einnehmen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Während der Behandlung sollen Sie keinen Alkohol trinken; Zolpidem hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit [1, 2]. In der Schwangerschaft, vor allem in den ersten drei Monaten, und in der Stillzeit sollte Zolpidem laut Packungsbeilage nicht eingenommen werden [1]. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité bewertet eine kurzzeitige Anwendung unter bestimmten Bedingungen als akzeptabel; die Karten stellen die Angaben von Packungsbeilage, Fachinformation und Embryotox nebeneinander [1, 2, 3]. Mehr dazu in den Ratgebern Medikamente und Alkohol und Medikamente und Autofahren.
Schwangerschaft
Zolpidem sollte während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, insbesondere nicht in den ersten drei Monaten. Einige Studien zeigten ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Lippen- und Gaumenspalten beim Neugeborenen. Nach Einnahme im zweiten und/oder dritten Schwangerschaftsdrittel können sich das Kind im Mutterleib weniger bewegen und seine Herzfrequenz weniger schwanken. Am Ende der Schwangerschaft oder während der Wehen eingenommen, können beim Baby Muskelschwäche, erniedrigte Körpertemperatur, Schwierigkeiten beim Füttern und Atemprobleme (Atemdepression) auftreten; nach längerer Einnahme in der Spätschwangerschaft kann das Kind körperlich abhängig sein und Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Zittern haben und sollte nach der Geburt engmaschig überwacht werden.[1]
Laut Fachinformation sollten Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder vermuten, mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über ein Ende der Behandlung sprechen. Kohortenstudien mit mehr als 1.000 Schwangerschaftsausgängen ergaben keinen Beleg für Fehlbildungen nach Anwendung von Benzodiazepinen oder Benzodiazepin-ähnlichen Substanzen im ersten Schwangerschaftsdrittel; in bestimmten Fall-Kontroll-Studien wurde über mehr Lippen- und Gaumenspalten im Zusammenhang mit der Anwendung von Benzodiazepinen in der Schwangerschaft berichtet.[2]
Laut Embryotox ergaben Studien zu mehr als 1.100 Schwangerschaften keine Hinweise auf Fehlbildungen nach Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Notwendigkeit sollte kritisch geprüft werden; gegebenenfalls ist eine kurzzeitige Anwendung akzeptabel. Vor allem in den Wochen vor der Entbindung oder wenn eine längerfristige Schlafmedikation nötig ist, sollten besser geeignete Mittel ohne Abhängigkeitspotenzial bevorzugt werden. Nach Einnahme in den Wochen vor der Geburt ist beim Neugeborenen auf Anpassungsstörungen zu achten; die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen. Als besser geeignete Alternativen kommen laut Embryotox je nach psychischer Grunderkrankung zum Beispiel Mirtazapin, Amitriptylin, Quetiapin oder Promethazin infrage. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Zolpidem geht in geringer Menge in die Muttermilch über und sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden; laut Fachinformation sind die Auswirkungen auf den Säugling nicht untersucht.[1, 2]
Laut Embryotox ist Stillen bei kurzzeitiger alleiniger Einnahme ohne Überschreiten der zugelassenen Tageshöchstdosis und bei guter Beobachtung des Kindes akzeptabel; treten beim Kind sonst nicht erklärbare Beschwerden wie Schläfrigkeit, Trinkschwäche oder Unruhe auf, sollte die Kinderärztin oder der Kinderarzt kontaktiert werden. Insbesondere wenn eine längerfristige Schlafmedikation nötig ist, sollten laut Embryotox besser geeignete Alternativen bevorzugt werden, je nach psychischer Grunderkrankung zum Beispiel Mirtazapin, Amitriptylin oder Quetiapin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol. Alkohol kann die Wirkung von Zolpidem verstärken und Sie in einen sehr tiefen Schlaf versetzen, in dem Sie nicht richtig atmen oder schwer aufwachen, und er kann die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Zolpidem hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit, auch durch schlafwandelndes oder übermüdetes Fahren ("Schlaffahren"). Am Tag nach der Einnahme können Sie sich benommen, schläfrig, schwindelig oder verwirrt fühlen, langsamer entscheiden, verschwommen oder doppelt sehen und weniger aufmerksam sein. Empfohlen wird ein Abstand von mindestens 8 Stunden zwischen der Einnahme und dem Fahren, dem Bedienen von Maschinen oder Arbeiten in der Höhe. Trinken Sie keinen Alkohol und nehmen Sie keine anderen Substanzen ein, die auf die Psyche wirken.[1, 2]
Einnahme
Als Einmalgabe unmittelbar vor dem Schlafengehen mit Flüssigkeit schlucken; in derselben Nacht keine weitere Dosis. Sie sollten dafür sorgen, dass ein ununterbrochener Schlaf von 8 Stunden möglich ist, und nach der Einnahme mindestens 8 Stunden warten, bevor Sie etwas tun, das Ihre volle Aufmerksamkeit erfordert.[1, 2]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Dosis nehmen. Können Sie noch 8 Stunden schlafen, können Sie die Tablette einnehmen; sonst erst am nächsten Tag vor dem Schlafengehen.[1]
Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein: wenige Tage bis zu 2 Wochen und einschließlich der schrittweisen Absetzphase nicht länger als 4 Wochen. Nach wiederholter Einnahme über mehrere Wochen kann die schlaffördernde Wirkung nachlassen; wirken die Tabletten nicht mehr so gut, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen.[1, 2]
Absetzen
Nehmen Sie Zolpidem so lange ein, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sagt, dass Sie aufhören sollen, und hören Sie nicht plötzlich auf: Die Dosis wird über einen gewissen Zeitraum verringert. Bei abruptem Absetzen kann die Schlaflosigkeit verstärkt zurückkehren, begleitet von Stimmungsschwankungen, Angst und Unruhe; nach Entwicklung einer körperlichen Abhängigkeit treten Entzugserscheinungen auf.[1, 2]
Überdosierung
Kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder gehen Sie sofort in die Notaufnahme eines Krankenhauses, nicht allein, sondern in Begleitung, und nehmen Sie Packung, Packungsbeilage und übrige Tabletten mit. Zu viel Zolpidem kann sehr gefährlich sein: Möglich sind Schläfrigkeit, Verwirrung, tiefer Schlaf und möglicherweise ein tödliches Koma.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt eine empfohlene Dosis, eine Höchstdosis, eine niedrigere Anfangsdosis für bestimmte Personengruppen und die Dauer der Behandlung [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Zolpidem immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein: als Einmalgabe unmittelbar vor dem Schlafengehen, mit Flüssigkeit geschluckt [1]. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht überschreiten [1, 2].
Nehmen Sie Zolpidem so lange ein, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sagt, dass Sie aufhören sollen, und hören Sie nicht plötzlich auf: Die Dosis wird über einen gewissen Zeitraum verringert [1]. Laut Fachinformation ist es wichtig, sich der Möglichkeit verstärkt zurückkehrender Schlaflosigkeit (Rebound) bewusst zu sein, um die Angst vor diesen Beschwerden beim Absetzen zu verringern [2]. Bei abruptem Absetzen kann die Schlaflosigkeit in verstärkter Form wieder auftreten und von Stimmungsschwankungen, Angstzuständen und Unruhe begleitet sein; hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, wird ein plötzlicher Abbruch von Entzugserscheinungen begleitet [1, 2]. Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen und wie Ärztinnen und Ärzte dabei vorgehen, erklärt die Seite Zolpidem absetzen. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Zolpidem
Zolpidem gibt es von mehreren Herstellern als Filmtabletten. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Zolpidem AbZ 10 mg Filmtabletten | AbZ-Pharma GmbH | verschreibungspflichtig; eigene Packungsbeilage |
| Bikalm | ||
| Stilnox | ||
| Zolpinox |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Zolpidem. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage III, Eintrag Zolpidem. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag "Betäubungsmittel, soweit sie Zubereitungen nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 des Betäubungsmittelgesetzes sind". Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wie lange darf man Zolpidem nehmen?
Laut Packungsbeilage sollte die Behandlung so kurz wie möglich sein: wenige Tage bis zu 2 Wochen und einschließlich der schrittweisen Absetzphase nicht länger als 4 Wochen. In bestimmten Situationen kann eine längere Einnahme erforderlich sein; dann sagt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, wann und wie die Behandlung beendet wird. Das Risiko einer Abhängigkeit steigt mit Dosis und Dauer der Behandlung.
Macht Zolpidem abhängig?
Das ist möglich: Eine körperliche und psychische Abhängigkeit kann sich entwickeln. Das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist größer bei Menschen mit einer seelischen Erkrankung oder mit Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch in der Vorgeschichte. Nach einigen Wochen kann außerdem die schlaffördernde Wirkung nachlassen.
Was ist Schlafwandeln unter Zolpidem?
Menschen, die Zolpidem eingenommen hatten und nicht vollständig wach waren, haben Auto gefahren, Mahlzeiten zubereitet und gegessen, telefoniert oder Sex gehabt, ohne sich danach daran zu erinnern. Alkohol, andere dämpfende Mittel und Dosen über der Höchstdosis können das Risiko erhöhen. Erleben Sie so etwas, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; nach solchem Verhalten darf Zolpidem nicht mehr eingenommen werden.
Darf ich am Morgen nach der Einnahme Auto fahren?
Zwischen der Einnahme und dem Autofahren, dem Bedienen von Maschinen oder Arbeiten in der Höhe wird ein Abstand von mindestens 8 Stunden empfohlen. Am Tag nach der Einnahme können Sie benommen, schläfrig, schwindelig oder verwirrt sein, langsamer entscheiden, verschwommen oder doppelt sehen und weniger aufmerksam sein. Alkohol und andere dämpfende Mittel können diese Wirkungen verstärken.
Warum kann ich mich nach der Einnahme an nichts erinnern?
Zolpidem kann Gedächtnislücken (Amnesie) verursachen, im Allgemeinen einige Stunden nach der Einnahme; das kann mit unangemessenem Verhalten verbunden sein. Um das Risiko zu verringern, sollten Sie dafür sorgen, dass ein ununterbrochener Schlaf von 8 Stunden möglich ist, und die Tablette unmittelbar vor dem Schlafengehen nehmen.
Darf ich Zolpidem mit Alkohol nehmen?
Nein. Laut Packungsbeilage sollen Sie während der Behandlung keinen Alkohol trinken. Alkohol kann die Wirkung von Zolpidem verstärken und Sie in einen sehr tiefen Schlaf versetzen, in dem Sie nicht richtig atmen oder schwer aufwachen.
Was passiert, wenn ich Zolpidem plötzlich absetze?
Die Schlaflosigkeit kann verstärkt zurückkehren, begleitet von Stimmungsschwankungen, Angst und Unruhe. Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, treten Entzugserscheinungen auf, etwa Angst, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Überempfindlichkeit gegen Licht und Geräusche; dann suchen Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt auf. Beenden Sie die Einnahme nur nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; die Dosis wird über einen gewissen Zeitraum verringert.
Wie hoch ist die Dosis von Zolpidem?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; für ältere oder geschwächte Menschen und bei bestimmten Lebererkrankungen ist sie zu Beginn niedriger. Was die Packungsbeilage zur Dosis und zur Höchstdosis sagt, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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BehandlungenNebenwirkungen von Behandlungen wie Strahlentherapie, Kontrastmitteln, Narkose oder Eiseninfusion.