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Fluoxetin: Nebenwirkungen und Wirkung
Fluoxetin ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Es wird bei Depressionen und Zwangsstörungen angewendet, ergänzend zur Psychotherapie auch bei Bulimie. Kinder ab 8 Jahren erhalten es nur bei mittelgradiger bis schwerer Depression. Sehr häufig sind Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Müdigkeit. Bei Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, wenden Sie sich sofort an eine Ärztin, einen Arzt oder ein Krankenhaus.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Schlaflosigkeit (laut Fachinformation einschließlich frühmorgendlichem Erwachen, Ein- und Durchschlafstörungen)[1, 2]
- Sehr häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Sehr häufig: Durchfall, Übelkeit[1, 2]
- Sehr häufig: Müdigkeit (laut Fachinformation einschließlich Schwäche)[1, 2]
- Häufig: Appetitlosigkeit[1, 2]
- Häufig: Nervosität, Angst, Ruhelosigkeit, sich angespannt fühlen[1, 2]
- Häufig: Verminderter Sexualtrieb[1, 2]
- Häufig: Schlafstörungen, ungewöhnliche Träume (laut Fachinformation einschließlich Albträumen)[1, 2]
- Häufig: Schlechte Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Geschmacksveränderungen, unkontrollierbare schüttelnde Bewegungen (Zittern)[1, 2]
- Häufig: Verschwommenes Sehen[1, 2]
- Häufig: Gefühl eines schnellen und unregelmäßigen Herzschlags (Palpitationen)[1, 2]
- Häufig: Verlängerung der QT-Zeit im Elektrokardiogramm (EKG)[2]
- Häufig: Hautrötung (laut Fachinformation einschließlich Hitzewallung)[1, 2]
- Häufig: Gähnen[1, 2]
- Häufig: Verdauungsstörung, Erbrechen, Mundtrockenheit[1, 2]
- Häufig: Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, starkes Schwitzen[1, 2]
- Häufig: Gelenkschmerzen[1, 2]
- Häufig: Häufigeres Wasserlassen[1, 2]
- Häufig: Sexuelle Probleme, einschließlich Schwierigkeiten, eine Erektion aufrechtzuerhalten; laut Fachinformation auch Ejakulationsstörungen[1, 2]
- Häufig: Unerklärbare vaginale Blutungen[1, 2]
- Häufig: Gefühl von Zittrigkeit oder Schüttelfrost[1, 2]
- Häufig: Gewichtsverlust[1, 2]
Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit, dort auch die Angaben für Kinder und Jugendliche
Wofür wird Fluoxetin eingesetzt?
Fluoxetin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, kurz SSRI [1, 2]. Bei Erwachsenen wird es angewendet bei Episoden einer Major Depression, bei einer Zwangsstörung und bei Bulimie, dort als Ergänzung zu einer Psychotherapie, um Essattacken und selbst herbeigeführtes Erbrechen zu verringern [1, 2].
Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren dürfen Fluoxetin nur bei mittelgradigen bis schweren Episoden einer Major Depression erhalten, wenn die Depression nach 4 bis 6 Sitzungen nicht auf psychologische Behandlung anspricht, und nur zusammen mit einer gleichzeitigen psychologischen Behandlung [1, 2]. Kinder unter 8 Jahren dürfen nicht damit behandelt werden [1]. Fluoxetin ist verschreibungspflichtig [2].
Wie wirkt Fluoxetin?
Laut Packungsbeilage ist unklar, wie Fluoxetin und andere SSRI wirken; sie können helfen, den Spiegel des Botenstoffs Serotonin im Gehirn zu erhöhen [1]. Die Fachinformation beschreibt Fluoxetin als selektiven Hemmer der Serotonin-Wiederaufnahme, der praktisch keine Affinität zu anderen Rezeptoren hat [2]. Bis sich die Beschwerden bessern, kann es einige Wochen dauern; Antidepressiva brauchen gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger, bis sie wirken [1].
Fluoxetin bleibt lange im Körper: Die Halbwertszeit beträgt 4 bis 6 Tage, die seines ebenfalls wirksamen Abbauprodukts Norfluoxetin 4 bis 16 Tage. Deshalb ist auch 5 bis 6 Wochen nach dem Absetzen noch wirksame Substanz vorhanden, was bei Wechselwirkungen und beim Umstellen auf andere Mittel zu beachten ist [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Die meisten Nebenwirkungen gehen laut Packungsbeilage wahrscheinlich vorüber, während Sie das Arzneimittel weiter einnehmen [1]. Laut Fachinformation können Schweregrad und Häufigkeit im Verlauf der Behandlung abnehmen [2]. Einige Nebenwirkungen nennt nur die Fachinformation, etwa eine Verlängerung der QT-Zeit im EKG (häufig) und Rhythmusstörungen der Herzkammern (selten); mehr dazu auf der Seite QT-Verlängerung [2]. Sexuelle Funktionsstörungen können in bestimmten Fällen nach dem Ende der Behandlung bestehen bleiben [1, 2]; siehe Libido und Potenz.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- PsycheSchlaflosigkeit (laut Fachinformation einschließlich frühmorgendlichem Erwachen, Ein- und Durchschlafstörungen)[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Magen und DarmDurchfall, Übelkeit[1, 2]Mehr dazu: DurchfallÜbelkeit
- Allgemeine BeschwerdenMüdigkeit (laut Fachinformation einschließlich Schwäche)[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitSchwäche (Asthenie)
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- PsycheNervosität, Angst, Ruhelosigkeit, sich angespannt fühlen[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätAngst
- PsycheVerminderter Sexualtrieb[1, 2]Mehr dazu: Weniger Lust auf Sex
- PsycheSchlafstörungen, ungewöhnliche Träume (laut Fachinformation einschließlich Albträumen)[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenAlbträume
- NervensystemSchlechte Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Geschmacksveränderungen, unkontrollierbare schüttelnde Bewegungen (Zittern)[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und GedächtnisstörungenMüdigkeitSchwindelGeschmacksstörungenZittern
- AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzGefühl eines schnellen und unregelmäßigen Herzschlags (Palpitationen)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- HerzVerlängerung der QT-Zeit im Elektrokardiogramm (EKG)[2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
- Gefäße und KreislaufHautrötung (laut Fachinformation einschließlich Hitzewallung)[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
- AtemwegeGähnen[1, 2]
- Magen und DarmVerdauungsstörung, Erbrechen, Mundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und VerdauungsbeschwerdenErbrechenMundtrockenheit
- HautHautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, starkes Schwitzen[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsuchtJuckreizVermehrtes Schwitzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- Nieren und HarnwegeHäufigeres Wasserlassen[1, 2]Mehr dazu: Häufiges Wasserlassen
- Geschlechtsorgane und BrustSexuelle Probleme, einschließlich Schwierigkeiten, eine Erektion aufrechtzuerhalten; laut Fachinformation auch Ejakulationsstörungen[1, 2]Mehr dazu: Erektionsstörungen
- Geschlechtsorgane und BrustUnerklärbare vaginale Blutungen[1, 2]Mehr dazu: Zyklusstörungen
- Allgemeine BeschwerdenGefühl von Zittrigkeit oder Schüttelfrost[1, 2]
- Laborwerte und UntersuchungenGewichtsverlust[1, 2]Mehr dazu: Gewichtsabnahme
- PsycheBei Kindern und Jugendlichen (8 bis 18 Jahre): suizidales Verhalten (Selbstmordversuche oder Gedanken, sich das Leben zu nehmen), Feindseligkeit, Manie und Nasenbluten[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und Reizbarkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- PsycheGefühl, neben sich zu stehen, sonderbares Denken, abnormal gehobene Stimmungslage[1, 2]
- PsycheSuizidgedanken oder Gedanken, sich selbst zu verletzen[1, 2]
- PsycheZähneknirschen[1, 2]
- NervensystemMuskelzuckungen, unwillkürliche Bewegungen oder Gleichgewichts- oder Koordinationsprobleme; laut Fachinformation auch gesteigerte Bewegungsaktivität (psychomotorische Hyperaktivität)[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- NervensystemGedächtnisstörungen[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- AugenVergrößerte (erweiterte) Pupillen[1, 2]
- Ohr und GleichgewichtOhrenklingen (Tinnitus)[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
- Gefäße und KreislaufNiedriger Blutdruck[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
- AtemwegeAtemnot, Nasenbluten[1, 2]Mehr dazu: AtemnotBlutungen und blaue Flecken
- Magen und DarmSchwierigkeiten beim Schlucken, Magen-Darm-Blutungen[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- HautHaarausfall, erhöhte Neigung zu Blutergüssen, kalter Schweiß[1, 2]Mehr dazu: HaarausfallBlutungen und blaue FleckenVermehrtes Schwitzen
- Nieren und HarnwegeSchwierigkeiten beim Wasserlassen[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- Geschlechtsorgane und BrustSexuelle Funktionsstörungen, einschließlich Orgasmusproblemen, die gelegentlich nach Beendigung der Behandlung bestehen bleiben[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenUnwohlsein, sich abnormal fühlen, sich heiß oder kalt fühlen[1, 2]
- Laborwerte und UntersuchungenAbnormale Leberwerte (laut Fachinformation erhöhte Transaminasen und Gamma-GT)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemVerringerung der Zahl der Blutplättchen, was das Risiko von Blutungen oder Blutergüssen erhöht; Verringerung der Zahl weißer Blutkörperchen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsBlutungen und blaue Flecken
- ImmunsystemLaut Fachinformation schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion) und Serumkrankheit[2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HormonsystemLaut Fachinformation unangemessene Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (inadäquate ADH-Sekretion)[2]
- Stoffwechsel und ErnährungNiedrige Salzwerte im Blut (Hyponatriämie)[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
- PsycheUntypisches wildes Verhalten (laut Fachinformation Hypomanie und Manie), Halluzinationen, Erregtheit, Panikattacken, Verwirrtheit, Stottern, Aggression[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenUnruhe und NervositätAngstVerwirrtheitAggressivität und Reizbarkeit
- NervensystemAnfälle (Krampfanfälle)[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- NervensystemSerotonin-Syndrom: Kombination von Beschwerden wie unerklärlichem Fieber mit schnellerer Atmung oder schnellerem Puls, Schwitzen, Muskelsteifheit oder Muskelzittern, Verwirrtheit, äußerster Erregung oder Schläfrigkeit[1, 2]Mehr dazu: FieberVermehrtes SchwitzenZitternVerwirrtheit
- NervensystemGefühl der Ruhelosigkeit, bei dem man nicht still sitzen oder stehen kann (Akathisie); laut Fachinformation auch unwillkürliche Bewegungen im Mund- und Zungenbereich (buccoglossales Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- HerzLaut Fachinformation Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmie) einschließlich Torsade de Pointes[2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
- Gefäße und KreislaufEntzündung eines Blutgefäßes (Vaskulitis); laut Fachinformation auch Gefäßerweiterung[1, 2]
- AtemwegeRachenentzündung, Lungenprobleme (laut Fachinformation entzündliche Prozesse und/oder Vernarbung des Lungengewebes)[1, 2]
- Magen und DarmSchmerzen in der Speiseröhre[1, 2]
- Leber und GalleLeberentzündung[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautSchnelle Schwellung des Gewebes um Hals, Gesicht, Mund und/oder Kehle (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- HautEmpfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, Hautblutungen[1, 2]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der HautBlutungen und blaue Flecken
- HautHautrötung, unterschiedlichste Hautreaktionen, Blasenbildung oder Schälen der Haut; laut Fachinformation Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Nieren und HarnwegeProbleme beim Wasserlassen (laut Fachinformation Harnverhalt)[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- Geschlechtsorgane und BrustAbsonderung von Milch aus der Brust; laut Fachinformation auch erhöhter Prolaktinspiegel[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
- Geschlechtsorgane und BrustVerlängerte und schmerzhafte Erektion (Priapismus)[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenSchleimhautblutungen[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Geschlechtsorgane und BrustSchwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt (postpartale Hämorrhagie)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Suizidgedanken: Wer depressiv ist oder unter Angststörungen leidet, kann Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva können solche Gedanken verstärkt sein. Wahrscheinlicher sind sie bei früheren Suizidgedanken und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre mit einer psychiatrischen Erkrankung [1, 2]. Es kann hilfreich sein, Angehörigen oder Freunden von der Erkrankung zu erzählen und sie zu bitten, auf Verschlechterungen oder Verhaltensänderungen zu achten [1]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Serotonin-Syndrom: Selten wurde über ein Serotonin-Syndrom oder Ereignisse berichtet, die einem malignen neuroleptischen Syndrom ähnelten, besonders zusammen mit anderen serotonergen oder neuroleptischen Arzneimitteln; diese Zustände können lebensbedrohlich sein [1, 2].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Schlafstörungen und Müdigkeit: Schlaflosigkeit und Müdigkeit gehören zu den sehr häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Laut Fachinformation können Schweregrad und Häufigkeit der Nebenwirkungen im Verlauf der Behandlung abnehmen [2]. Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Mehr dazu auf den Seiten Schlafstörungen und Müdigkeit.
Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen: Auch sie sind sehr häufig [1, 2]. Fluoxetin können Sie mit einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen [1]. Hintergründe finden Sie unter Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen.
Innere Unruhe: Fühlen Sie sich unruhig und meinen, nicht still sitzen oder stehen zu können, kann das eine Akathisie sein; eine Dosiserhöhung kann sie verschlechtern. Wenden Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr unter Unruhe und Angst.
Blutungen und Natriummangel: Blaue Flecken oder ungewöhnliche Blutungen sollten Sie ärztlich ansprechen [1]. Schwächegefühl, Benommenheit oder Verwirrtheit traten meist bei älteren Menschen sowie bei (älteren) Menschen auf, die Entwässerungsmittel einnehmen; dann sollten Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt benachrichtigen [1]. Niedrige Salzwerte im Blut gehören zu den seltenen Nebenwirkungen [1, 2]; siehe Natriummangel.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Mit irreversiblen, nicht-selektiven MAO-Hemmern darf Fluoxetin nicht eingenommen werden, weil schwerwiegende oder sogar tödliche Reaktionen möglich sind; auch Metoprolol zur Behandlung einer Herzschwäche darf nicht gleichzeitig eingenommen werden [1, 2]. Zusammen mit Johanniskraut, Tramadol, Buprenorphin, Triptanen gegen Migräne, Lithium, Selegilin oder Tryptophan steigt das Risiko eines leichten Serotonin-Syndroms [1, 2].
Fluoxetin kann die Wirkung von Tamoxifen vermindern [1, 2]. Zusammen mit anderen Mitteln, die den Herzrhythmus beeinflussen können, kann das Risiko für Änderungen der elektrischen Herzaktivität steigen; zusammen mit Blutverdünnern und Schmerzmitteln wie Ibuprofen kann sich die Wirkung auf das Blut verändern [1, 2]. Weil Fluoxetin lange im Körper bleibt, können Wechselwirkungen auch noch Wochen nach dem Absetzen auftreten [2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Irreversible, nicht-selektive MAO-Hemmer (z. B. Iproniazid, Tranylcypromin) | Schwerwiegende oder manchmal tödliche Reaktionen (Serotonin-Syndrom)[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen; Abstände von 2 bzw. 5 Wochen beachten |
| Metoprolol zur Behandlung einer Herzschwäche | Erhöhtes Risiko, dass der Herzschlag zu langsam wird[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen |
| MAO-Hemmer vom Typ A wie Moclobemid, Linezolid (Antibiotikum) und Methylthioniniumchlorid (Methylenblau) | Risiko schwerwiegender oder sogar tödlicher Nebenwirkungen (Serotonin-Syndrom)[1, 2] | Fluoxetin kann einen Tag nach dem Absetzen reversibler MAO-Hemmer begonnen werden; die Ärztin oder der Arzt überwacht eventuell sorgfältig |
| Lithium, Selegilin, Johanniskraut, Tramadol, Buprenorphin, Triptane (gegen Migräne), Tryptophan | Erhöhtes Risiko eines leichten Serotonin-Syndroms[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt kontrolliert häufiger |
| Tamoxifen (gegen Brustkrebs) | Die Wirkung von Tamoxifen kann vermindert sein[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt erwägt eventuell eine andere antidepressive Behandlung |
| Arzneimittel mit Wirkung auf den Herzrhythmus: Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Antipsychotika (z. B. Phenothiazine, Pimozid, Haloperidol), trizyklische Antidepressiva, bestimmte Antibiotika und Antiinfektiva (z. B. Sparfloxacin, Moxifloxacin, Erythromycin als Infusion, Pentamidin), Malariamittel (insbesondere Halofantrin), bestimmte Antihistaminika (Astemizol, Mizolastin, Mequitazin) | Höheres Risiko für Änderungen der elektrischen Herzaktivität[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Blutverdünnende Mittel: Gerinnungshemmer wie Warfarin, NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Clozapin | Die Wirkung dieser Mittel auf das Blut kann sich verändern; laut Fachinformation erhöhtes Blutungsrisiko[1, 2] | Bei Warfarin: Tests, Dosisanpassung und häufigere Kontrollen bei Beginn oder Ende von Fluoxetin |
| Phenytoin (gegen Epilepsie) | Blutspiegel von Phenytoin kann sich verändern[1, 2] | Vorsichtiger Beginn und Kontrollen |
| Mittel, die den Natriumspiegel senken können: Entwässerungsmittel, Desmopressin, Carbamazepin, Oxcarbazepin | Natriumspiegel kann zu stark sinken[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Mittel, die das Krampfrisiko erhöhen: trizyklische Antidepressiva, andere SSRI, Bupropion, Mefloquin, Chloroquin, Tramadol, Antipsychotika wie Phenothiazine oder Butyrophenone | Höheres Risiko für Krampfanfälle[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Flecainid, Propafenon, Nebivolol, Encainid, Carbamazepin, Atomoxetin, trizyklische Antidepressiva (z. B. Imipramin, Desipramin, Amitriptylin), Risperidon | Blutspiegel dieser Mittel können sich verändern[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt setzt eventuell eine niedrigere Dosis ein; laut Fachinformation gilt das auch, wenn Fluoxetin in den letzten 5 Wochen eingenommen wurde |
| Cyproheptadin (gegen Allergien) | Die Wirkung von Fluoxetin kann vermindert sein[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Alkohol | Laut Fachinformation erhöhte Fluoxetin in Untersuchungen den Alkoholspiegel nicht und verstärkte die Alkoholwirkung nicht[1, 2] | Sie sollten Alkohol während der Einnahme vermeiden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Fluoxetin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Fluoxetin darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen den Wirkstoff, zusammen mit irreversiblen, nicht-selektiven MAO-Hemmern und zusammen mit Metoprolol bei Herzschwäche [1, 2]. Trifft einer der weiteren Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Bei stabilen Herzerkrankungen sollte laut Fachinformation vor Beginn ein EKG erwogen werden [2].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Fluoxetin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Einnahme irreversibler, nicht-selektiver MAO-Hemmer (z. B. Iproniazid oder Tranylcypromin, gegen Depressionen): Fluoxetin frühestens 2 Wochen nach deren Ende beginnen; nach dem Ende von Fluoxetin mindestens 5 Wochen lang keinen solchen MAO-Hemmer einnehmen; wurde Fluoxetin über längere Zeit und/oder in höherer Dosierung eingenommen, sollte die Ärztin oder der Arzt einen längeren Abstand in Betracht ziehen[1, 2]
- Einnahme von Metoprolol zur Behandlung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz)[1, 2]
- Kinder unter 8 Jahren[1]
Besondere Vorsicht bei
- Herzerkrankungen; laut Fachinformation Vorsicht bei angeborenem Long-QT-Syndrom, QT-Verlängerung in der Familie, Kalium- oder Magnesiummangel, verlangsamtem Herzschlag, akutem Herzinfarkt oder dekompensierter Herzschwäche; bei stabiler Herzerkrankung sollte vor Beginn ein EKG erwogen werden[1, 2]
- Manie, aktuell oder in der Vergangenheit[1, 2]
- Blutungsstörungen in der Vergangenheit, Schwangerschaft, Einnahme von Blutverdünnern[1, 2]
- Epilepsie oder Krampfanfälle, aktuell oder in der Vergangenheit; laufende Elektrokrampftherapie[1, 2]
- Laufende Behandlung mit Tamoxifen (gegen Brustkrebs)[1, 2]
- Diabetes: Die Ärztin oder der Arzt passt eventuell die Dosis von Insulin oder anderen blutzuckersenkenden Mitteln an; laut Fachinformation traten während der Behandlung Unterzuckerungen und nach dem Ende erhöhte Blutzuckerwerte auf[1, 2]
- Lebererkrankungen: Eventuell muss die Dosis angepasst werden[1, 2]
- Geringer Ruhepuls; Salzverlust durch lang anhaltenden, schweren Durchfall und Erbrechen oder durch Entwässerungsmittel; Behandlung mit Entwässerungsmitteln, besonders im höheren Alter[1, 2]
- Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)[1, 2]
- Suizidgedanken: Sie können zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva verstärkt sein, weil die Wirkung gewöhnlich erst nach etwa 2 Wochen, manchmal später einsetzt; wahrscheinlicher bei früheren Suizidgedanken und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre mit psychiatrischer Erkrankung. Es kann hilfreich sein, Angehörige oder Freunde einzubeziehen[1, 2]
- Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren: erhöhtes Risiko für Suizidversuch, Suizidgedanken und Feindseligkeit; nur bei mittelgradiger bis schwerer Depression zusammen mit psychologischer Behandlung. Zu Wachstum, Pubertät und Entwicklung bei Langzeitanwendung gibt es nur begrenzte Daten; Fluoxetin kann das Wachstum verlangsamen oder möglicherweise die sexuelle Entwicklung verzögern[1, 2]
- Sexuelle Funktionsstörungen: In bestimmten Fällen blieben die Beschwerden nach dem Ende der Behandlung bestehen[1, 2]
- Knochenbrüche: Bei Behandelten mit dieser Arzneimittelgruppe wurde ein erhöhtes Risiko beobachtet; laut Fachinformation in Studien hauptsächlich mit Menschen ab 50 Jahren[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Während der Einnahme sollten Sie Alkohol vermeiden, und Sie dürfen sich erst ans Steuer setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie wissen, wie Fluoxetin auf Sie wirkt [1]. Zu Schwangerschaft und Stillzeit stellen die Karten die Angaben von Packungsbeilage, Fachinformation und dem Beratungszentrum Embryotox der Charité nebeneinander [1, 2, 3]. Setzen Sie Fluoxetin bei einer Schwangerschaft nicht eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; ein abruptes Absetzen soll laut Fachinformation vermieden werden [1, 2]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Einige Studien beschreiben ein erhöhtes Risiko für Herzfehler beim Kind, wenn Fluoxetin in den ersten Schwangerschaftsmonaten eingenommen wurde: Die Berichte weisen insgesamt darauf hin, dass statt etwa 1 von 100 Säuglingen in der Allgemeinbevölkerung etwa 2 von 100 betroffen sind. Arzneimittel wie Fluoxetin können, vor allem in den letzten drei Monaten eingenommen, beim Neugeborenen einen Lungenhochdruck (PPHN) verursachen, erkennbar an schnellerer Atmung und Blaufärbung der Haut meist in den ersten 24 Stunden, dann sofort Hebamme und/oder Ärztin oder Arzt informieren.[1]
Es ist besser, Fluoxetin in der Schwangerschaft nicht anzuwenden, es sei denn, der mögliche Nutzen überwiegt das Risiko; Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt können beschließen, es vor oder während einer Schwangerschaft schrittweise zu beenden, oder dass es besser ist, es weiter einzunehmen. Bei Einnahme spät in der Schwangerschaft wurden beim Neugeborenen Reizbarkeit, Zittern, Muskelschwäche, anhaltendes Schreien sowie Schwierigkeiten beim Saugen und Schlafen berichtet; gegen Ende der Schwangerschaft kann das Risiko für schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt erhöht sein.[1]
Laut Fachinformation soll ein abruptes Absetzen in der Schwangerschaft vermieden werden. Das beobachtete Risiko für einen Lungenhochdruck beim Neugeborenen lag bei etwa 5 Fällen pro 1.000 Schwangerschaften gegenüber 1 bis 2 Fällen in der Gesamtbevölkerung.[2]
Laut Embryotox ergaben mehrere tausend dokumentierte Schwangerschaften mit SSRI überwiegend keine eindeutigen Hinweise auf mehr Fehlbildungen; für Fluoxetin im ersten Drittel wird ein gering erhöhtes Risiko für Herzfehlbildungen diskutiert. Nach Einnahme von SSRI bis zur Geburt zeigen etwa drei von zehn Neugeborenen Anpassungsstörungen, die meist leicht sind und von selbst abklingen; die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen. Embryotox nennt neben trizyklischen Antidepressiva Sertralin und Citalopram als Mittel der Wahl in der Schwangerschaft. Bei Planung einer Schwangerschaft unter stabiler Einstellung auf Fluoxetin sollte laut Embryotox wegen des angenommenen geringen Risikos für die Entwicklung des Kindes und der schlechten Steuerbarkeit durch die sehr lange Halbwertszeit eine Umstellung angestrebt werden, außer wenn die Einstellung schwierig war. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Fluoxetin geht in die Muttermilch über und kann beim Säugling Nebenwirkungen hervorrufen. Sie sollten daher nur stillen, wenn es unbedingt notwendig ist; dann kann die Ärztin oder der Arzt eine niedrigere Dosis verschreiben. Laut Fachinformation sollte bei notwendiger Behandlung ein Abstillen überlegt werden.[1, 2]
Laut Embryotox sollte bei einer Neueinstellung ein anderes SSRI, vor allem Sertralin, bevorzugt werden. Unter alleiniger Einnahme und guter Beobachtung des Kindes erscheint Stillen akzeptabel, wenn in Kauf genommen wird, dass das Kind unter Umständen wirksame Fluoxetin-Konzentrationen im Blut aufbaut; treten beim Kind anders nicht erklärbare Beschwerden wie Trinkschwäche oder Unruhe neu auf, sollte es kinderärztlich vorgestellt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Sie sollten Alkohol vermeiden, während Sie Fluoxetin einnehmen. Laut Fachinformation erhöhte Fluoxetin in Untersuchungen den Alkoholspiegel nicht und verstärkte die Alkoholwirkung nicht; dennoch wird geraten, keinen Alkohol zu trinken.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Psychopharmaka wie Fluoxetin können Urteilsfähigkeit und Koordinationsvermögen beeinflussen. Setzen Sie sich nicht ans Steuer und bedienen Sie keine Maschinen, bevor Sie wissen, wie Fluoxetin auf Sie wirkt. Laut Fachinformation hat Fluoxetin keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit.[1, 2]
Einnahme
Mit einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Eine ganze oder halbe Tablette entweder mit Wasser schlucken oder in einem halben bis ganzen Glas Wasser zerfallen lassen und sofort vollständig austrinken. Die Einnahme jeden Tag zur gleichen Zeit kann helfen, sie nicht zu vergessen.[1]
Einnahme vergessen: die übliche Dosis am nächsten Tag zur gewohnten Zeit nehmen, nicht die doppelte Dosis.[1]
Absetzen
Beenden Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache, auch wenn Sie sich besser fühlen, und achten Sie darauf, dass Ihnen die Tabletten nicht ausgehen. Beim Absetzen können Schwindel, Kribbeln wie mit Nadeln, Schlafstörungen (lebhafte Träume, Albträume, Schlaflosigkeit), Unruhe, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Angst, Übelkeit oder Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen auftreten; meist sind sie leicht und gehen innerhalb einiger Wochen zurück. Die Ärztin oder der Arzt verringert die Dosis innerhalb von ein bis zwei Wochen schrittweise. Laut Fachinformation können Absetzreaktionen bei einigen Menschen 2 bis 3 Monate oder länger anhalten.[1, 2]
Überdosierung
Haben Sie zu viele Tabletten eingenommen, gehen Sie sofort in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses oder informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und nehmen Sie die Packung mit. Mögliche Zeichen: Übelkeit, Erbrechen, Krampfanfälle, Herzbeschwerden wie unregelmäßiger Herzschlag oder Herzstillstand, Lungenbeschwerden und Bewusstseinsveränderungen von Erregungszuständen bis zum Koma.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt für Erwachsene je Anwendungsgebiet eine empfohlene Dosis, bei Depression und Zwangsstörung auch eine Höchstdosis, außerdem Hinweise für Kinder und Jugendliche, ältere Menschen und eingeschränkte Leberfunktion [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Fluoxetin immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein und nicht mehr Tabletten, als verordnet [1]. Die Tabletten können Sie mit einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen, als Ganzes mit Wasser schlucken oder in Wasser zerfallen lassen und sofort austrinken [1].
Beenden Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache, auch wenn Sie sich besser fühlen. Beim Absetzen sind Absetzeffekte möglich; die Ärztin oder der Arzt verringert die Dosis deshalb innerhalb von ein bis zwei Wochen schrittweise [1, 2]. Laut Fachinformation sollte ein plötzliches Absetzen vermieden werden; treten nach einer Verringerung der Dosis oder nach dem Absetzen stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auf, sollte erwogen werden, die zuletzt eingenommene Dosis wieder einnehmen zu lassen und sie dann nach ärztlicher Anweisung in kleineren Schritten zu verringern [2]. Welche Absetzerscheinungen möglich sind, was die lange Verweildauer im Körper für andere Medikamente bedeutet und wann Sie sofort Hilfe brauchen, erklärt die Seite Fluoxetin absetzen. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Fluoxetin
Fluoxetin gibt es von mehreren Herstellern als Tabletten und Hartkapseln. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Tabletten [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Tabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; teilbare Tabletten, die auch in Wasser zerfallen gelassen werden können; Grundlage dieser Seite |
| Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Hartkapseln | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; eigene Packungsbeilage |
| Fluoxetin AbZ 20 mg Hartkapseln | AbZ-Pharma GmbH | verschreibungspflichtig; eigene Packungsbeilage |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Fluoxetin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis Fluoxetin wirkt?
Antidepressiva brauchen einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Laut Packungsbeilage kann es sein, dass es Ihnen nicht gleich besser geht, wenn Sie mit der Einnahme beginnen; eine Besserung der depressiven Beschwerden kann erst nach einigen Wochen eintreten. Menschen mit einer Depression sollten mindestens 6 Monate lang behandelt werden.
Kann Fluoxetin Suizidgedanken auslösen?
Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, können zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva verstärkt sein, weil die Wirkung erst nach einiger Zeit einsetzt. Wahrscheinlicher ist das bei früheren Suizidgedanken und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. Haben Sie solche Gedanken, gehen Sie zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf. Es kann hilfreich sein, Angehörige oder Freunde einzubeziehen.
Was ist das Serotonin-Syndrom?
Das Serotonin-Syndrom ist eine seltene, aber möglicherweise lebensbedrohliche Kombination von Beschwerden wie unerklärlichem Fieber mit schnellerer Atmung oder schnellerem Puls, Schwitzen, Muskelsteifheit oder Zittern, Verwirrtheit und äußerster Erregung. Zusammen mit anderen Mitteln, die auf Serotonin wirken, etwa Johanniskraut, Tramadol, Triptanen oder Lithium, besteht ein erhöhtes Risiko eines leichten Serotonin-Syndroms; mit irreversiblen MAO-Hemmern kann es zu schwerwiegenden oder tödlichen Reaktionen kommen. Bemerken Sie solche Anzeichen, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Macht Fluoxetin dick oder dünn?
In der Packungsbeilage stehen Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust als häufige Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten. Eine Gewichtszunahme ist weder in der Packungsbeilage noch in der Fachinformation als Nebenwirkung aufgeführt. Bei Kindern und Jugendlichen kann Fluoxetin außerdem das Wachstum verlangsamen.
Darf ich während der Einnahme von Fluoxetin Alkohol trinken?
Die Packungsbeilage rät, während der Einnahme Alkohol zu vermeiden. Laut Fachinformation hat Fluoxetin in Untersuchungen den Alkoholspiegel im Blut nicht erhöht und die Wirkung von Alkohol nicht verstärkt; trotzdem wird geraten, während der Behandlung keinen Alkohol zu trinken.
Was passiert beim Absetzen von Fluoxetin?
Beim Absetzen können Schwindel, Kribbeln wie mit Nadeln, Schlafstörungen mit lebhaften Träumen, Unruhe, ungewöhnliche Müdigkeit, Angst, Übelkeit, Zittern und Kopfschmerzen auftreten. Meist sind die Beschwerden leicht und gehen innerhalb einiger Wochen zurück, laut Fachinformation können sie bei einigen Menschen aber 2 bis 3 Monate oder länger anhalten. Setzen Sie Fluoxetin nicht ohne Rücksprache ab; die Dosis wird über ein bis zwei Wochen schrittweise verringert.
Kann Fluoxetin das Sexualleben beeinträchtigen?
Ja. Verminderter Sexualtrieb und sexuelle Probleme, etwa Schwierigkeiten, eine Erektion aufrechtzuerhalten, sind häufig; Orgasmusprobleme sind gelegentlich. In bestimmten Fällen blieben sexuelle Funktionsstörungen nach dem Ende der Behandlung bestehen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie solche Veränderungen bemerken.
Wie hoch ist die Dosis von Fluoxetin?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt je nach Erkrankung, Alter und Begleiterkrankungen fest. Was die Packungsbeilage dazu sagt, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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Behandlungen Kontrastmittel (CT und MRT): NebenwirkungenKontrastmittel für CT und MRT können je nach Präparat Übelkeit, Kopfschmerzen oder ein Hitzegefühl auslösen.