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Hitzewallungen durch Medikamente
Hitzewallungen und eine plötzliche Rötung von Gesicht und Haut (Flush) nennen viele Produktinformationen als Nebenwirkung. Sehr häufig sind sie zum Beispiel bei Tamoxifen, Letrozol, Anastrozol und Leuprorelin, die Geschlechtshormone senken oder blockieren, und bei Dimethylfumarat. Häufig sind sie unter anderem bei den gefäßerweiternden Blutdrucksenkern Nifedipin und Amlodipin sowie bei Sildenafil, Venlafaxin und Sumatriptan. Sprechen Sie belastende Hitzewallungen bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Kommen Schwellungen im Gesicht, Atemnot oder Schwindel hinzu, holen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Hitzewallungen und eine plötzliche Rötung von Gesicht und Haut, oft mit Wärmegefühl (Flush), werden in vielen Packungsbeilagen und Fachinformationen als Nebenwirkung genannt. Sehr häufig sind sie zum Beispiel bei Tamoxifen, Letrozol und Leuprorelin, die den Spiegel von Geschlechtshormonen senken oder deren Wirkung blockieren [4, 5, 6]. Bei gefäßerweiternden Mitteln wie Nifedipin beschreibt die Fachinformation den Flush als eine Form der Gefäßerweiterung [7]. In den Wechseljahren empfinden viele Frauen eine Hitzewallung laut IQWiG wie eine plötzlich auftretende heiße Welle, die meist von Brust, Nacken und Gesicht ausgeht; sie kann die Haut fleckig und rot werden lassen und Schweißausbrüche auslösen [1].
Welche Medikamente Hitzewallungen auslösen können
Die Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe; jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.
- Antihormone bei Brustkrebs: Bei Tamoxifen sind Hitzewallungen laut Fachinformation sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten); sie sind zum Teil auf die antiöstrogene Wirkung zurückzuführen [4]. Auch bei den Aromatasehemmern Letrozol und Anastrozol, die bei Frauen nach den Wechseljahren gegen Brustkrebs angewendet werden, nennen die Packungsbeilagen Hitzewallungen als sehr häufig [5, 17]. Mehr unter Antihormontherapie bei Brustkrebs.
- GnRH-Analoga: Bei Männern mit Prostatakrebs sind Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen unter Leuprorelin laut Packungsbeilage sehr häufig [6]. GnRH-Agonisten bei Myomen sorgen laut IQWiG dafür, dass die Eierstöcke weniger Östrogene bilden, und lösen oft Beschwerden aus, wie sie auch in den Wechseljahren auftreten können: Bei über der Hälfte der Frauen kommt es etwa zu Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen oder Scheidenentzündungen [3].
- Calciumkanalblocker (Blutdrucksenker): Die Fachinformation von Nifedipin führt eine Erweiterung der Blutgefäße, zum Beispiel einen Flush, als häufige Nebenwirkung auf (bis zu 1 von 10 Behandelten) [7]. In der Packungsbeilage von Amlodipin ist eine Hautrötung mit Wärmegefühl als häufig eingestuft [8]. Mehr unter Bluthochdruck.
- Nitrate: Beim Nitroglycerin-Spray (Glyceroltrinitrat) gegen Anfälle von Angina pectoris nennt die Packungsbeilage Gesichtsrötungen als gelegentlich (bis zu 1 von 100 Behandelten) [9]. Mehr unter Koronare Herzkrankheit.
- PDE-5-Hemmer: Bei Sildenafil gehören Flush und Hitzewallung laut Fachinformation zu den am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen; die Packungsbeilage stuft Gesichtsrötung und Hitzewallung mit plötzlichem Wärmegefühl im Oberkörper als häufig ein [10]. Mehr unter Prostata-, Blasen- und Potenzmittel.
- Dimethylfumarat: Bei dem Mittel gegen Multiple Sklerose ist eine Rötung im Gesicht oder am Körper (Flushing) laut Packungsbeilage sehr häufig [11]. In den Studien waren Hitzegefühl und Hitzewallungen unter Dimethylfumarat häufiger als unter einem Scheinmedikament (Placebo); bei den meisten Betroffenen war das Hitzegefühl leicht oder mäßig ausgeprägt [11]. Mehr unter Multiple Sklerose.
- Weitere Mittel: Unter dem Antidepressivum Venlafaxin ist eine Hitzewallung laut Packungsbeilage häufig [12]. Beim Migränemittel Sumatriptan nennt die Packungsbeilage Hitzewallungen bzw. Gesichtsrötung als häufig [13]. Mehr unter Migränemittel.
Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Hitzewallungen, Hitzegefühl oder eine Gesichtsrötung (Flush) nennt:
| Wirkstoff | Häufigkeit | Angabe in der Produktinformation |
|---|---|---|
| Anastrozol | Sehr häufig | Hitzewallungen |
| Dimethylfumarat | Sehr häufig | Rötung im Gesicht oder am Körper (Hitzegefühl, Flushing), Wärmegefühl, Hitze, brennendes Gefühl oder Juckreiz · Wärmegefühl, Hitzewallung |
| Enzalutamid | Sehr häufig | Hitzewallungen |
| Letrozol | Sehr häufig | Hitzewallungen |
| Leuprorelin | Sehr häufig | Bei Männern mit Prostatakrebs: Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Hitzewallungen |
| Tamoxifen | Sehr häufig | Hitzewallungen |
| Trastuzumab | Sehr häufig | Hitzewallungen |
| Adalimumab | Häufig | Hoher Blutdruck, Hitzegefühl, Blutergüsse |
| Amlodipin | Häufig | Hautrötung mit Wärmegefühl (Flush) |
| Atomoxetin | Häufig | Bei Erwachsenen: Hitzewallungen |
| Bupropion | Häufig | Blutdruckerhöhung, manchmal schwerwiegend, und Gesichtsröte |
| Ciclosporin | Häufig | Hitzewallungen (laut Fachinformation Flush) |
| Dienogest | Häufig | Brustbeschwerden, Eierstockzysten, Hitzewallungen |
| Dihydralazin | Häufig | Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) |
| Duloxetin | Häufig | Erröten |
| Felodipin | Häufig | Gesichtsrötung mit Wärmegefühl (Flush) |
| Fluoxetin | Häufig | Hautrötung (laut Fachinformation einschließlich Hitzewallung) |
| Gabapentin | Häufig | Hoher Blutdruck, Erröten, Gefäßerweiterung |
| Infliximab | Häufig | Blutergüsse, Hitzewallungen, Nasenbluten, warme, rote Haut (rot anlaufen, Flush) |
| Lercanidipin | Häufig | Plötzliche Rötung von Gesicht, Hals oder oberem Brustkorb (Hitzegefühl) |
| Medroxyprogesteron | Häufig | Hitzewallungen |
| Naratriptan | Häufig | Müdigkeit oder allgemeines Unwohlsein, Hitzewallungen |
| Nifedipin | Häufig | Erweiterung der Blutgefäße, zum Beispiel Gesichtsrötung (Flush) |
| Nitrendipin | Häufig | Erweiterung der Blutgefäße, unter anderem mit Gesichtsrötung bzw. Hautrötung mit Wärmegefühl (Flush) |
| Ondansetron | Häufig | Wärmegefühl oder Hitzewallungen |
| Pembrolizumab | Häufig | Hitzewallungen |
| Rituximab | Häufig | Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: starke Rötung von Gesicht und Haut durch eine Erweiterung der Blutgefäße · Bei GPA oder MPA: Erröten mit Hitzegefühl oder Hautrötung |
| Rizatriptan | Häufig | Bluthochdruck und Hitzewallungen · Hitzegefühl mit kurzzeitiger Hautrötung (Flush) |
| Sertralin | Häufig | Hitzewallung · Erröten (Hautrötung) |
| Sildenafil | Häufig | Gesichtsrötung (Flush), Hitzewallung mit plötzlichem Wärmegefühl im Oberkörper |
| Sumatriptan | Häufig | Hitzewallungen oder Gesichtsrötung |
| Tadalafil | Häufig | Gesichtsrötung (Hautrötung) |
| Tapentadol | Häufig | Erröten |
| Tianeptin | Häufig | Hitzewallungen |
| Venlafaxin | Häufig | Hitzewallungen |
| Verapamil | Häufig | Gesichtsrötung mit Wärmegefühl (Flush) |
| Zolmitriptan | Häufig | Schläfrigkeit, Schwindel oder Hitzegefühl |
| Alfuzosin | Gelegentlich | Gesichtsrötung (Hitzewallungen) |
| Azithromycin | Gelegentlich | Hitzewallung |
| Beclometason/Formoterol | Gelegentlich | Gesichtsrötung (Flush), vermehrte Durchblutung bestimmter Körpergewebe (Hyperämie) |
| Drospirenon | Gelegentlich | Erhöhter Blutdruck, Hitzewallungen |
| Enalapril | Gelegentlich | Muskelkrämpfe, Hitzewallungen (Flush), Ohrgeräusche (Tinnitus), allgemeines Unwohlsein, erhöhte Temperatur (Fieber) |
| Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring) | Gelegentlich | Hitzewallungen |
| Etoricoxib | Gelegentlich | Hitzewallungen (Flush), Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis) |
| Ezetimib | Gelegentlich | Hitzewallungen, Bluthochdruck |
| Febuxostat | Gelegentlich | Hitzewallungen oder Gesichtsrötung (Flush), erhöhter Blutdruck |
| Glyceroltrinitrat | Gelegentlich | Gesichtsrötung, flüchtige Hautrötungen (Flush) |
| Irbesartan | Gelegentlich | Hitzegefühl |
| Levodopa/Carbidopa | Gelegentlich | Probleme beim Gehen, Hitzewallungen, Wassereinlagerungen (Ödem), allgemeines Unwohlsein · Gesichtsrötung (Flush), Venenentzündung, bisweilen mit Gerinnselbildung |
| Methylphenidat | Gelegentlich | Hitzegefühl |
| Metronidazol | Gelegentlich | Hautreaktionen, z. B. Hautausschlag mit Bläschen- und Quaddelbildung, Pustelausschläge, Juckreiz, anfallsweise Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) |
| Omalizumab | Gelegentlich | Ohnmacht (Synkope), niedriger Blutdruck beim Sitzen oder Stehen (Orthostasesyndrom), flüchtige Hautrötung (Flush) |
| Pregabalin | Gelegentlich | Gesichtsrötung, Hautrötung mit Wärmegefühl, kalte Hände und Füße |
| Propiverin | Gelegentlich | Erröten, Hitzewallung |
| Ramipril | Gelegentlich | Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) |
| Ranolazin | Gelegentlich | Hitzewallungen, niedriger Blutdruck (Hypotonie) |
| Risperidon | Gelegentlich | Niedriger Blutdruck, auch beim Aufstehen, beim plötzlichen Aufstehen oder Aufrichten können Schwäche, Schwindel oder Ohnmacht auftreten; Erröten |
| Testosteron | Gelegentlich | Maligne Hypertonie, Hitzewallungen/Gesichtsrötung (Flush), Venenentzündung (Phlebitis) |
| Topiramat | Gelegentlich | Gesichtsrötung, Wärmegefühl |
| Bisoprolol | Selten | Überempfindlichkeitsreaktionen wie Jucken, vorübergehende Rötung (Flush), Ausschlag und Schwellungen (Angioödem) |
| Buprenorphin | Selten | Hitzegefühl |
| Celecoxib | Selten | Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) |
| Dienogest/Ethinylestradiol | Selten | Venenentzündung, diastolischer Bluthochdruck, Schwindel oder Ohnmacht beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen (orthostatische Dysregulation), Hitzewallungen, Krampfadern (Varikose), Venenerkrankungen, Venenschmerzen |
| Doxycyclin | Selten | Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) |
| Flecainid | Selten | Vermehrtes Schwitzen und Gesichtsröte bzw. Hitzegefühl |
| Hydromorphon | Selten | Rötung des Gesichts · Hautrötung mit Hitzegefühl |
| Levomethadon | Selten | Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush), selten bis sehr selten |
| Melatonin | Selten | Hitzewallungen |
| Paliperidon | Selten | Blutgerinnsel in der Lunge mit Brustschmerzen und Atemnot; Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (Schwellung, Schmerzen, Rötung); Erröten |
| Pimecrolimus | Selten | Alkoholunverträglichkeit: vorübergehende Hautrötung, Hautausschlag, Brennen, Juckreiz oder Schwellung kurz nach dem Trinken von Alkohol |
| Amiodaron | Sehr selten | Hitzewallungen |
| Doxazosin | Sehr selten | Gesichtsrötung (Flush) |
| Methocarbamol | Sehr selten | Hitzewallung |
| Amitriptylin | Nicht bekannt | Hitzewallungen |
| Betahistin | Nicht bekannt | Hitzegefühl |
| Levothyroxin | Nicht bekannt | Hitzegefühl |
| Morphin | Nicht bekannt | Hitzegefühl |
| Pyridostigmin | Nicht bekannt | Hitzegefühl |
| Trimipramin | Nicht bekannt | Hitzewallungen |
Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (79 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Hitzewallungen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (4 Wirkstoffe)
Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.
| Wirkstoff | Angabe in der Produktinformation | Häufigkeit dieser Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Butylscopolamin | Atemnot (Dyspnoe), Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktischen Schock mit Blutdruckabfall und Hitzegefühl (Flush); laut Fachinformation auch Ausschlag und Hautrötung | Nicht bekannt |
| Fexofenadin | Schwerwiegende allergische Reaktionen, die eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen sowie Hautrötung mit Hitzegefühl, Engegefühl in der Brust und Atemnot verursachen können; laut Fachinformation auch Quincke-Ödem und systemische anaphylaktische… | Nicht bekannt |
| Hydrochlorothiazid | Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock); erste Anzeichen sind unter anderem heftige Hautrötung (Flush) oder Nesselsucht, Unruhe, Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit und bläuliche Verfärbung der Haut… | Selten |
| Simvastatin | Überempfindlichkeitsreaktion mit einem oder mehreren dieser Zeichen: schwere Muskelschmerzen, gewöhnlich in Schultern und Beckenbereich (Polymyalgia rheumatica), Ausschlag mit Schwäche der Arme, Beine und Nackenmuskulatur, ungewöhnliche blaue Flecken,… | Selten |
Die Häufigkeitsklassen erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen, vermehrtes Schwitzen die Seite Schwitzen durch Medikamente.
Woran Sie Hitzewallungen durch ein Medikament erkennen
So zeigen sich Hitzewallungen und Flush
In den Wechseljahren dauert eine Hitzewallung laut IQWiG im Durchschnitt etwa drei Minuten; manche Frauen spüren gleichzeitig starkes Herzklopfen, das normalerweise nichts mit einer Herzerkrankung zu tun hat, und danach stellt sich manchmal ein Frösteln ein [1]. Treten Hitzewallungen und Schweißausbrüche nachts auf, stören sie oft den Schlaf; das kann tagsüber zu Konzentrationsproblemen und Müdigkeit führen [1]. Mehr dazu: Schlafstörungen und Müdigkeit.
Als Flush werden laut Fachinformation von Dimethylfumarat üblicherweise eine Rötung oder Hitzewallung beschrieben; der Begriff kann aber auch Wärme, Rötung, Juckreiz und Brennen umfassen [11]. In den Packungsbeilagen heißt das zum Beispiel Hautrötung mit Wärmegefühl oder Gesichtsrötung [8, 9]. Beim Migränemittel Sumatriptan zählen zu den häufigen Nebenwirkungen auch ungewöhnliche Empfindungen wie ein Hitze- oder Kältegefühl; diese Beschwerden können laut Packungsbeilage intensiv sein, gehen aber im Allgemeinen schnell vorüber [13].
Der zeitliche Zusammenhang
Ein Hinweis ist, wann die Beschwerden einsetzen. Unter Dimethylfumarat beginnt das Hitzegefühl laut Fachinformation tendenziell früh, hauptsächlich im ersten Behandlungsmonat, und kann bei Betroffenen während der gesamten Behandlung immer wieder auftreten [11]. Bei Leuprorelin treten die Hitzewallungen laut Packungsbeilage auf, wenn im Laufe der Behandlung der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons auf die beabsichtigten sehr niedrigen Werte sinkt [6]. Laut Packungsbeilage von Letrozol sind die meisten Nebenwirkungen leicht bis mittelschwer ausgeprägt und verschwinden im Allgemeinen nach einigen Tagen bis Wochen der Behandlung [5].
Schwierig wird die Zuordnung, wenn eine Behandlung in die Lebensphase der Wechseljahre fällt. Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind laut IQWiG die häufigsten Beschwerden der Wechseljahre; im Durchschnitt haben Frauen ihre letzte Regelblutung mit 51 Jahren [2]. Bei jüngeren Frauen können die Wechseljahre auch als Nebenwirkung einer Behandlung einsetzen, etwa nach der Entfernung oder Bestrahlung beider Eierstöcke im Rahmen einer Krebstherapie [2]. Ob Ihr Medikament Hitzewallungen auslösen kann, lesen Sie in Abschnitt 4 der Packungsbeilage nach [12].
Warum Medikamente Hitzewallungen auslösen können
Hitzewallungen werden laut IQWiG vermutlich im Gehirn ausgelöst, wo die Körpertemperatur reguliert wird: Steigt sie zu stark an, kann das Gehirn eine vorübergehende Erweiterung der Blutgefäße in der Haut veranlassen (Vasodilatation). Dann fließt mehr Blut durch die Haut, und der Körper gibt mehr Wärme nach außen ab; das macht sich als Hitzeschub bemerkbar [1]. Vermutet wird, dass die nachlassende Hormonproduktion der Eierstöcke diese Temperatursteuerung beeinflusst; die genauen Ursachen sind nicht bekannt [1].
Weniger Geschlechtshormone: Bei Tamoxifen sind die Hitzewallungen laut Fachinformation zum Teil auf die antiöstrogene Wirkung zurückzuführen [4]. Letrozol vermindert laut Packungsbeilage die Menge an Östrogen, indem es ein an der Östrogenbildung beteiligtes Enzym, die Aromatase, hemmt; einige Nebenwirkungen wie Hitzewallungen können auf einen Östrogenmangel im Körper zurückzuführen sein [5]. Auch Anastrozol senkt laut Packungsbeilage über eine Hemmung der Aromatase die vom Körper produzierte Menge des Hormons Östrogen [17]. GnRH-Agonisten senken laut IQWiG die Östrogenbildung; der Östrogenmangel kann zu Beschwerden führen, wie sie auch in den Wechseljahren auftreten können [3]. Bei Leuprorelin sinkt bei Männern das männliche Geschlechtshormon, wodurch Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen auftreten können [6].
Erweiterte Blutgefäße: Nifedipin hemmt laut Fachinformation den Einstrom von Calcium in die glatten Muskelzellen der Blutgefäße, vor allem der Herzkranzgefäße und der peripheren Widerstandsgefäße; das hat eine Erweiterung der Gefäße zur Folge [7]. Auch Sildenafil hat laut Fachinformation gefäßerweiternde Eigenschaften [10], und die Packungsbeilage des Nitroglycerin-Sprays spricht von seiner gefäßerweiternden Wirkung [9]. Bei Dimethylfumarat wird das Hitzegefühl laut Fachinformation wahrscheinlich durch körpereigene Botenstoffe, die Prostaglandine, vermittelt [11].
Was Sie tun können

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei Tamoxifen kann laut Packungsbeilage der Behandlungserfolg gefährdet sein, wenn Sie die Einnahme abbrechen [18]. Auch die Packungsbeilagen von Letrozol und Anastrozol sagen, dass Sie die Einnahme nur abbrechen sollen, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es Ihnen sagt bzw. empfiehlt [5, 17]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.
Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Sagen Sie in der Praxis, wie oft und wie stark die Hitzewallungen auftreten und wie sehr sie Sie belasten. Bereitet Ihnen unter Amlodipin eine häufige Nebenwirkung wie die Hautrötung mit Wärmegefühl erhebliche Probleme oder hält sie länger als eine Woche an, sollten Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [8]. Was dann infrage kommt, hängt vom Mittel ab. Bei Dimethylfumarat kann die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage die Dosis verringern; laut Fachinformation kann eine vorübergehende Verringerung der Dosis das Auftreten von Hitzegefühl reduzieren [11]. Verringern Sie die Dosis dort laut Packungsbeilage nicht selbst, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt rät Ihnen dazu [11]. Außerdem kann es laut Packungsbeilage helfen, Dimethylfumarat mit einer Mahlzeit einzunehmen, um häufige Nebenwirkungen wie Rötung und Wärmegefühl zu mindern [11].
Mögliche Verstärker kennen. Laut IQWiG stehen neben einer zu warmen Umgebung oder Kleidung zum Beispiel starker Kaffee oder Tee, scharfe Gewürze, Alkohol, Stress, Nervosität und bestimmte Medikamente im Verdacht, Hitzewallungen zu fördern [1]. Entspannungstechniken, Atemtraining, Meditation oder Yoga lindern Hitzewallungen laut IQWiG wahrscheinlich nicht, können aber vielleicht das allgemeine Wohlbefinden verbessern und zu einem erholsamen Schlaf beitragen [2]. Mehr in den Ratgebern Medikamente und Alkohol und Medikamente bei Hitze.
Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; das gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen, und Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [8]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Schwere allergische Reaktion. Achten Sie darauf, ob weitere Beschwerden hinzukommen. Wird die Rötung unter Dimethylfumarat von einem roten Ausschlag oder Nesselausschlag begleitet und schwellen Gesicht, Lippen, Mund oder Zunge an, treten Keuchen, Atemprobleme, Kurzatmigkeit, Schwindel oder Bewusstlosigkeit auf, kann laut Packungsbeilage eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) vorliegen; dann sollen Sie das Mittel absetzen und sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt wenden [11]. Unter Leuprorelin sollen Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt kontaktieren, wenn Hitzegefühl mit Schwellung von Haut und Schleimhaut, Atemnot durch verengte Luftwege, Blutdruckabfall, beschleunigter Herzschlag oder Krämpfe auftreten; eine solche sehr seltene schwere Überempfindlichkeitsreaktion muss unverzüglich behandelt werden [6]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr dazu: Medikamentenallergie.
Brustschmerzen. Unter Sumatriptan können laut Packungsbeilage häufig Schmerzen, Druck- oder Engegefühl in der Brust oder im Hals sowie ungewöhnliche Empfindungen wie ein Hitze- oder Kältegefühl auftreten; halten diese Beschwerden an oder werden sie schlimmer, besonders die Brustschmerzen, suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf [13]. Bei sehr wenigen Behandelten können diese Beschwerden laut Packungsbeilage durch einen Herzinfarkt verursacht sein [13]. Schwere Atemnot, Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung und starke Brustschmerzen sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [16].
Sildenafil und Nitrate nicht kombinieren. Beide Mittel können eine Gesichtsrötung auslösen, zusammen sind sie gefährlich: Laut Packungsbeilage dürfen Sie Sildenafil nicht einnehmen, wenn Sie Nitrate anwenden, weil die Kombination einen gefährlichen Blutdruckabfall bewirken kann [10]. Bei Brustschmerzen verlangt die Packungsbeilage von Sildenafil, die Einnahme zu beenden und sofort einen Arzt aufzusuchen; treten sie während oder nach dem Geschlechtsverkehr auf, sollen Sie keine Nitrate zur Behandlung verwenden [10]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr dazu: Niedriger Blutdruck und Wechselwirkungen.
Andere Ursachen
Nicht jede Hitzewallung kommt vom Medikament. In den Wechseljahren verringert der Körper ab etwa Mitte vierzig allmählich die Bildung von Östrogen; das führt laut IQWiG bei den meisten Frauen eine Zeit lang zu Hitzewallungen [2]. Weshalb es dabei so häufig zu Hitzewallungen kommt, ist laut IQWiG noch nicht geklärt; vermutlich führt der sinkende Östrogenspiegel zu Schwankungen im Wärmehaushalt des Körpers [2]. Meistens lassen die Hitzewallungen nach etwa 4 bis 5 Jahren von selbst wieder nach [2].
Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion schwitzen laut IQWiG häufig und empfinden Wärme schnell als unangenehm; ihre Haut fühlt sich oft warm und feucht an [15]. Rote Flecken, sichtbare Äderchen und Pusteln im Gesicht sind laut IQWiG typische Anzeichen einer Rosazea, einer häufigen Entzündung der Gesichtshaut, die meist in Schüben auftritt [14]. Als typische Auslöser solcher Schübe nennt das IQWiG unter anderem Alkohol, heiße Getränke, scharfe Gewürze und Speisen, Sonnenlicht, extreme Temperaturen und bestimmte Medikamente wie gefäßerweiternde Mittel [14]. Mehr zu starkem Schwitzen: Starkes Schwitzen. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Quellen
- Wohlbefinden in den Wechseljahren. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Wechseljahrsbeschwerden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Hormonbehandlung bei Myomen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 28.05.2025. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Tamoxifen-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Femara 2,5 mg Filmtabletten (Letrozol). Novartis Pharma GmbH. Stand 04/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Enantone Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel (Leuprorelin). Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH). Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amlodipin-ratiopharm 5 mg N Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nitrolingual akut Spray (Glyceroltrinitrat, Spray zur Anwendung in der Mundhöhle). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 04/2018. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation VIAGRA (Sildenafil), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Upjohn EESV (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Tecfidera (Dimethylfumarat), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Biogen Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Venlafaxin-ratiopharm 37,5 mg/75 mg/150 mg Hartkapseln, retardiert. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Sumatriptan-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Rosazea. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.09.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 24.04.2024. abgerufen am 12.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Anastrozol-ratiopharm 1 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tamoxifen-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente verursachen Hitzewallungen?
Sehr häufig sind Hitzewallungen laut Produktinformation zum Beispiel bei Tamoxifen, Letrozol, Anastrozol und Leuprorelin, die Geschlechtshormone senken oder blockieren, außerdem bei Dimethylfumarat. Häufig sind Hitzewallungen bzw. eine Gesichtsrötung mit Wärmegefühl (Flush) unter anderem bei Nifedipin, Amlodipin, Sildenafil, Venlafaxin und Sumatriptan, gelegentlich bei Nitroglycerin-Spray. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Hitzewallungen oder einen Flush nennt; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Warum lösen Antihormone bei Brust- oder Prostatakrebs Hitzewallungen aus?
Laut Fachinformation von Tamoxifen sind die Hitzewallungen zum Teil auf seine antiöstrogene Wirkung zurückzuführen. Letrozol vermindert laut Packungsbeilage die Menge an Östrogen; einige Nebenwirkungen wie Hitzewallungen können auf einen Östrogenmangel im Körper zurückzuführen sein. Bei Leuprorelin sinkt im Laufe der Behandlung der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons; dadurch können laut Packungsbeilage Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen auftreten.
Ist ein Flush dasselbe wie eine Hitzewallung?
Die Produktinformationen verwenden die Begriffe teils gemeinsam. In der Fachinformation von Dimethylfumarat werden als Flush üblicherweise eine Rötung oder Hitzewallung beschrieben, der Begriff kann aber auch Wärme, Juckreiz und Brennen umfassen. Bei gefäßerweiternden Mitteln wie Nifedipin führt die Fachinformation den Flush als eine Form der Gefäßerweiterung auf. Hitzewallungen in den Wechseljahren empfinden viele Frauen laut IQWiG wie eine plötzliche heiße Welle, die meist von Brust, Nacken und Gesicht ausgeht.
Was kann ich gegen Hitzewallungen durch ein Medikament tun?
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Sprechen Sie in der Praxis an, wie oft und wie stark die Hitzewallungen auftreten. Bei Dimethylfumarat kann laut Packungsbeilage die Einnahme mit einer Mahlzeit helfen, häufige Nebenwirkungen wie Rötung und Wärmegefühl zu mindern; die Ärztin oder der Arzt kann dort auch die Dosis verringern. Als mögliche Verstärker von Hitzewallungen nennt das IQWiG unter anderem eine zu warme Umgebung, starken Kaffee oder Tee, scharfe Gewürze, Alkohol und Stress.
Wann sind Hitzewallungen gefährlich?
Kommen zur Rötung oder zum Hitzegefühl Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund oder Zunge, Atemnot, Keuchen, Schwindel oder Bewusstlosigkeit hinzu, kann eine schwere allergische Reaktion dahinterstecken. Die Packungsbeilage von Dimethylfumarat verlangt dann, das Mittel abzusetzen und sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden. Die Packungsbeilage von Leuprorelin verlangt, unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu kontaktieren. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Bei schwerer Atemnot oder Bewusstlosigkeit rufen Sie den Notruf 112.
Darf ich Sildenafil zusammen mit Nitroglycerin anwenden?
Nein. Laut Packungsbeilage dürfen Sie Sildenafil nicht einnehmen, wenn Sie Arzneimittel anwenden, die Nitrate genannt werden und häufig gegen Angina pectoris verordnet werden. Die Kombination kann einen gefährlichen Blutdruckabfall bewirken. Bei Brustschmerzen sollen Sie laut Packungsbeilage die Einnahme beenden und sofort einen Arzt aufsuchen; treten sie während oder nach dem Geschlechtsverkehr auf, verwenden Sie keine Nitrate zur Behandlung. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe; bei starken Brustschmerzen rufen Sie den Notruf 112.
Können Hitzewallungen auch andere Ursachen haben?
Ja. Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind laut IQWiG die häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren und lassen meistens nach etwa 4 bis 5 Jahren von selbst wieder nach. Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion schwitzen häufig und empfinden Wärme schnell als unangenehm. Rote Flecken, sichtbare Äderchen und Pusteln im Gesicht sind typische Anzeichen einer Rosazea. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Nebenwirkungen Verlangsamter Herzschlag durch MedikamenteManche Medikamente können den Herzschlag verlangsamen, etwa Betablocker, Verapamil oder Digitoxin.
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Nebenwirkungen Gelenk- und Rückenschmerzen durch MedikamenteManche Medikamente können Gelenk- oder Rückenschmerzen auslösen, etwa Aromatasehemmer, Fluorchinolone und Bisphosphonate.
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Nebenwirkungen Krampfanfälle durch MedikamenteManche Medikamente können Krampfanfälle auslösen, etwa Bupropion, Tramadol und einige Antibiotika.
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Ratgeber Nebenwirkung meldenDen Verdacht einer Nebenwirkung können Sie selbst melden, online bei BfArM und Paul-Ehrlich-Institut.