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Felodipin: Nebenwirkungen und Wirkung
Felodipin ist ein verschreibungspflichtiger Calciumantagonist zur Behandlung von Bluthochdruck und stabiler Angina pectoris. Sehr häufig sind Knöchelschwellungen, häufig Kopfschmerzen und eine Gesichtsrötung mit Wärmegefühl; die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung auf und sind in der Regel vorübergehend. Grapefruitsaft sollten Sie während der Behandlung nicht trinken, und in der Schwangerschaft dürfen Sie Felodipin nicht einnehmen.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Felodipin eingesetzt?
Felodipin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Calciumantagonisten [1, 2]. Laut Packungsbeilage wird er zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet und zur Behandlung von Schmerzen im Herz- und Brustraum, die zum Beispiel durch Belastung oder Stress hervorgerufen werden; die Fachinformation spricht von stabiler Angina pectoris [1, 2].
Felodipin-ratiopharm gibt es als Retardtabletten mit 2,5, 5 oder 10 mg, die den Wirkstoff verzögert abgeben [2]. Laut Fachinformation kann Felodipin bei Bluthochdruck allein oder zusammen mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln wie Betablockern, Entwässerungsmitteln oder ACE-Hemmern angewendet werden, bei stabiler Angina pectoris allein oder zusammen mit Betablockern [2]. Bei der Behandlung hypertensiver Notfälle wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Felodipin nicht untersucht [2].
Wie wirkt Felodipin?
Felodipin senkt den Blutdruck, indem es die kleinen Blutgefäße erweitert; laut Packungsbeilage hat es keine nachteilige Wirkung auf die Herzfunktion [1]. Die Fachinformation beschreibt Felodipin als gefäßselektiv: Es greift vor allem an der glatten Muskulatur der kleinen Arterien (Arteriolen) an und senkt so den Widerstand in den Gefäßen. In üblichen Dosen wirkt es nicht direkt auf die Kontraktionskraft oder die Erregungsleitung des Herzens [2].
Felodipin erweitert auch die Herzkranzgefäße; laut Fachinformation erhöht es so die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Weil der Blutdruck sinkt, muss das Herz gegen einen geringeren Widerstand pumpen und braucht weniger Sauerstoff [2]. Außerdem wirkt Felodipin leicht harntreibend, und es kommt nicht zu einer Flüssigkeitsansammlung im Körper [2].
Im Allgemeinen zeigt sich die Blutdrucksenkung 2 Stunden nach der ersten Dosis und hält mindestens 24 Stunden an. Mit der Retardtablette werden die höchsten Blutspiegel nach 3 bis 5 Stunden erreicht; die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) beträgt etwa 25 Stunden, gleichbleibende Spiegel stellen sich nach 5 Tagen ein [2]. Abgebaut wird Felodipin in der Leber über das Enzym CYP3A4; Stoffe, die in dieses Enzymsystem eingreifen, können die Felodipin-Spiegel deshalb verändern [2]. Ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Leberfunktion haben im Schnitt höhere Felodipin-Spiegel im Blut als jüngere [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation von Felodipin-ratiopharm eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Die meisten Nebenwirkungen treten laut Packungsbeilage zu Beginn der Behandlung oder nach einer Erhöhung der Dosis auf; sie sind in der Regel vorübergehend und bilden sich nach einiger Zeit zurück [1]. Laut Fachinformation kann Felodipin eine Gesichtsrötung mit Wärmegefühl (Flush), Kopfschmerzen, Herzklopfen, Schwindel und Müdigkeit hervorrufen; die meisten dieser Nebenwirkungen hängen von der Dosis ab [2]. Mehr zu diesen Beschwerden lesen Sie auf den Seiten Hitzewallungen und Herzrasen.
Knöchelschwellungen sind sehr häufig. Laut Fachinformation hängen diese Wassereinlagerungen von der Dosis ab; sie entstehen durch eine Erweiterung der Blutgefäße vor den Kapillaren (präkapillare Vasodilatation) und stehen nicht in Zusammenhang mit einer allgemeinen Flüssigkeitsansammlung im Körper [1, 2].
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Allgemeine BeschwerdenKnöchelschwellungen (laut Fachinformation periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Gefäße und KreislaufGesichtsrötung mit Wärmegefühl (Flush)[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- HerzUngewöhnlich schneller Herzschlag (Tachykardie) und Herzstolpern (Palpitationen)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- Gefäße und KreislaufZu niedriger Blutdruck (Hypotonie)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
- Magen und DarmÜbelkeit und Bauchschmerzen[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitBauchschmerzen
- NervensystemBrennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesien)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemSchwindel[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- HautHautausschlag oder Juckreiz (Pruritus)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
- Allgemeine BeschwerdenMüdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Gefäße und KreislaufKurz dauernder Bewusstseinsverlust (Synkope)[1, 2]
- Magen und DarmErbrechen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- HautNesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: Nesselsucht
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenk- und Muskelschmerzen (Arthralgie, Myalgie)[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenMuskelschmerzen
- Geschlechtsorgane und BrustImpotenz bzw. Störungen der Sexualfunktion[1, 2]Mehr dazu: Erektionsstörungen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Magen und DarmZahnfleischentzündung mit geschwollenem Zahnfleisch (laut Fachinformation Gingivitis und Gingivahyperplasie)[1, 2]Mehr dazu: Zahnfleischwucherungen
- Leber und GalleErhöhte Leberenzymwerte[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHauterscheinungen durch erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Photosensibilität)[1, 2]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der Haut
- HautEntzündung der kleinen Blutgefäße in der Haut (laut Fachinformation leukozytoklastische Vaskulitis)[1, 2]
- Nieren und HarnwegeHäufiger Harndrang (Pollakisurie)[1, 2]Mehr dazu: Häufiges Wasserlassen
- Allgemeine BeschwerdenÜberempfindlichkeitsreaktionen wie Fieber oder Anschwellen der Lippen und der Zunge (laut Fachinformation zum Beispiel Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenFieber
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Wie andere blutdrucksenkende Arzneimittel kann Felodipin in seltenen Fällen zu einem starken Blutdruckabfall führen; bei einigen Menschen kann das Herz dann unzureichend mit Blut versorgt werden. Zu den Zeichen gehören häufig Schwindel und Brustschmerzen [1]. Laut Fachinformation kann auf einen ausgeprägten Blutdruckabfall ein schneller Herzschlag folgen [2].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Kopfschmerzen, Gesichtsrötung: Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung auf und bilden sich in der Regel nach einiger Zeit zurück. Halten Beschwerden an, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Treten unangenehme oder ungewöhnliche Nebenwirkungen auf, wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Zahnfleisch: Bei Menschen mit Entzündungen im Mundraum wurde über eine leichte Zahnfleischschwellung berichtet. Eine gute, sorgsame Mundhygiene kann sie laut Packungsbeilage und Fachinformation verhindern oder rückgängig machen [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Zahnschäden.
Schwindel und Müdigkeit: Sie können Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigen; vor allem zu Beginn der Behandlung ist Vorsicht geboten [1, 2]. Hinweise dazu gibt der Ratgeber Medikamente und Autofahren. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen, auch über pflanzliche [1]. Weil Felodipin in der Leber über das Enzym CYP3A4 abgebaut wird, erhöhen Stoffe, die dieses Enzym hemmen, die Felodipin-Spiegel; dazu gehören Itraconazol, Erythromycin, Cimetidin, Ketoconazol, HIV-Mittel wie Ritonavir und bestimmte Flavonoide im Grapefruitsaft [1, 2]. Stoffe, die das Enzym anregen, senken die Spiegel, sodass die Wirkung nachlassen kann; dazu gehören Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Barbiturate, Efavirenz, Nevirapin und Johanniskraut [1, 2]. Kombinationen mit starken Hemmern oder Anregern dieses Enzyms sollten laut Fachinformation vermieden werden [2].
Grapefruitsaft sollten Sie während der Behandlung nicht trinken, weil er die Wirkung und das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen kann [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Grapefruit. Nehmen Sie Tacrolimus nach einer Organtransplantation ein, kann Felodipin dessen Konzentration erhöhen; laut Fachinformation sollte der Tacrolimus-Spiegel dann kontrolliert werden [1, 2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Grapefruitsaft | Kann die Wirkung von Felodipin und das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen; laut Fachinformation durch bestimmte Flavonoide im Grapefruitsaft, die den Abbau über CYP3A4 hemmen[1, 2] | Während der Behandlung keinen Grapefruitsaft trinken und die Tabletten nicht mit Grapefruitsaft einnehmen |
| Cimetidin (gegen Magen-Darm-Geschwüre), Erythromycin (Antibiotikum), Itraconazol und Ketoconazol (gegen Pilzinfektionen) sowie HIV-Mittel aus der Gruppe der Proteasehemmer wie Ritonavir | Mehr Felodipin im Blut; laut Fachinformation erhöhte Itraconazol die Höchstkonzentration um das 8-Fache und die Gesamtmenge im Blut um das 6-Fache, Erythromycin beide um etwa das 2,5-Fache und Cimetidin um etwa 55 Prozent[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation sollte die Kombination mit starken CYP3A4-Hemmern vermieden werden |
| Phenytoin und Carbamazepin (gegen Epilepsie), Rifampicin (Antibiotikum), Barbiturate sowie die HIV-Mittel Efavirenz und Nevirapin | Weniger Felodipin im Blut, die Wirkung kann nachlassen; laut Fachinformation waren mit Carbamazepin, Phenytoin oder Phenobarbital die Höchstkonzentration um 82 Prozent und die Gesamtmenge im Blut um 96 Prozent verringert[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation sollte die Kombination mit starken CYP3A4-Induktoren vermieden werden |
| Johanniskraut (pflanzliches Mittel gegen Depressionen) | Kann die Wirkung von Felodipin verringern[1, 2] | Sollte vermieden werden |
| Tacrolimus (Mittel nach Organtransplantationen) | Felodipin kann die Tacrolimus-Konzentration im Blut erhöhen[1, 2] | Laut Fachinformation den Tacrolimus-Spiegel kontrollieren; die Tacrolimus-Dosis muss möglicherweise angepasst werden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Felodipin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Haben Sie eine Erkrankung einer Herzklappe oder des Herzmuskels, nehmen Sie Felodipin laut Packungsbeilage erst ein, wenn Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen haben [1]. Sprechen Sie vor der Einnahme auch dann mit ihr oder ihm, wenn Sie Leberprobleme haben: Die Felodipin-Konzentration im Blut kann dann erhöht sein [1]. Die Tabletten enthalten Lactose, eine Zuckerart; mehr dazu im Ratgeber Hilfsstoffe wie Laktose und Gluten [1].
Nicht einnehmen bei
- Schwangerschaft[1, 2]
- Allergie gegen Felodipin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Nicht ausgeglichene Herzschwäche (laut Fachinformation dekompensierte Herzinsuffizienz)[1, 2]
- Akuter Herzinfarkt[1, 2]
- Brustschmerzen, die erst vor Kurzem begonnen haben, oder ein Angina-pectoris-Anfall, der 15 Minuten oder länger dauert oder stärker ist als gewöhnlich (laut Fachinformation instabile Angina pectoris)[1, 2]
- Erkrankung einer Herzklappe oder des Herzmuskels: nicht einnehmen, bevor Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen haben; laut Fachinformation sind eine bedeutsame Verengung einer Herzklappe (hämodynamisch signifikante Herzklappenobstruktion) und eine dynamische hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie Gegenanzeigen[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Leberprobleme: Die Konzentration von Felodipin im Blut ist möglicherweise erhöht; die Ärztin oder der Arzt verringert möglicherweise die Dosis[1, 2]
- Felodipin kann wie andere Blutdrucksenker in seltenen Fällen zu einem starken Blutdruckabfall führen; bei manchen Menschen kann das zu einer unzureichenden Blutversorgung des Herzens führen[1, 2]
- Zahnfleisch: Felodipin kann Zahnfleischschwellungen auslösen; bei Menschen mit Entzündungen im Mundraum (Gingivitis, Parodontitis) wurde über eine leichte Zahnfleischschwellung berichtet. Eine gute Mundhygiene kann sie verhindern oder rückgängig machen[1, 2]
- Kinder: Die Anwendung wird nicht empfohlen; laut Fachinformation liegen nur begrenzte Erfahrungen aus klinischen Studien vor[1, 2]
- Laut Fachinformation wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Felodipin bei der Behandlung hypertensiver Notfälle nicht untersucht[2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Autofahren, Schwangerschaft und Stillzeit sagen; eine eigene Angabe zu Alkohol machen beide nicht [1, 2]. In der Schwangerschaft dürfen Sie Felodipin nicht einnehmen. Laut Fachinformation zeigten Studien zur Fortpflanzung an Tieren Auswirkungen auf die Entwicklung der Ungeborenen, die auf die Wirkung von Felodipin zurückgeführt werden [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Nehmen Sie Felodipin nicht ein, wenn Sie schwanger sind. Werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie schnellstmöglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation zeigten Studien zur Fortpflanzung an Tieren Auswirkungen auf die Entwicklung der Ungeborenen, die auf die Wirkung von Felodipin zurückgeführt werden.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Felodipin wird für stillende Mütter nicht empfohlen. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder stillen möchten; sie oder er wählt dann möglicherweise eine andere Behandlung. Laut Fachinformation wurde Felodipin in der Muttermilch nachgewiesen, und zu möglichen Auswirkungen auf den Säugling liegen nur unzureichende Daten vor.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Felodipin kann einen geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben. Treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Müdigkeit auf, kann Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein; Vorsicht ist vor allem zu Beginn der Behandlung geboten.[1, 2]
Einnahme
Die Retardtabletten morgens mit Wasser einnehmen, unabhängig von einer Mahlzeit oder nach einer leichten fett- bzw. kohlenhydratarmen Mahlzeit. Die Tabletten nicht teilen, zerstoßen oder zerkauen, laut Fachinformation, damit die verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs erhalten bleibt. Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.[1, 2]
Einnahme vergessen: die vergessene Dosis ganz auslassen und die nächste Dosis zur gewohnten Zeit nehmen; nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme ab, kann Ihre Erkrankung zurückkehren. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; sie oder er sagt Ihnen, wie lange Sie Felodipin einnehmen sollen.[1]
Überdosierung
Nehmen Sie mehr als die verordnete Menge ein, kann der Blutdruck sehr stark sinken; manchmal kommt es zu Herzstolpern, schnellem oder selten zu langsamem Herzschlag. Bei Beschwerden wie Schwächegefühl, Benommenheit oder Schwindel wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation kann eine Überdosierung die Blutgefäße übermäßig erweitern und zu ausgeprägtem Blutdruckabfall und manchmal zu verlangsamtem Herzschlag führen.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt für Bluthochdruck und stabile Angina pectoris eine Anfangsdosis und eine mögliche Dosiserhöhung, für Bluthochdruck außerdem die übliche Dosis der Langzeitbehandlung; die Fachinformation ergänzt, auf welche Dosis bei Bluthochdruck gesteigert werden kann und dass bei eingeschränkter Nierenfunktion keine Dosisanpassung erforderlich ist [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Felodipin immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein [1]. Die Retardtabletten werden morgens mit Wasser eingenommen, unabhängig von einer Mahlzeit oder nach einer leichten fett- bzw. kohlenhydratarmen Mahlzeit. Teilen, zerstoßen oder zerkauen Sie sie nicht: Laut Fachinformation bleibt so die verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs erhalten [1, 2]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, lassen Sie diese Dosis ganz aus und nehmen Sie die nächste zur gewohnten Zeit [1].
Brechen Sie die Einnahme ab, kann Ihre Erkrankung zurückkehren. Sprechen Sie deshalb vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; sie oder er sagt Ihnen, wie lange Sie Felodipin einnehmen sollen [1]. Haben Sie mehr eingenommen als verordnet, kann der Blutdruck sehr stark sinken; bei Schwächegefühl, Benommenheit oder Schwindel wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Felodipin
Felodipin gibt es von mehreren Herstellern als Retardtabletten. Grundlage dieser Seite sind die Packungsbeilage von Felodipin-ratiopharm 5 mg Retardtabletten und die Fachinformation von Felodipin-ratiopharm Retardtabletten, beide mit dem Stand August 2026 [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Felodipin-ratiopharm | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Retardtabletten mit 2,5, 5 oder 10 mg; Grundlage dieser Seite |
| Felodipin AbZ | AbZ-Pharma GmbH | verschreibungspflichtig; Retardtabletten mit 5 oder 10 mg |
| Felodipin-CT | AbZ-Pharma GmbH | verschreibungspflichtig; Retardtabletten mit 5 oder 10 mg |
| Felodipin STADA | STADAPHARM GmbH | verschreibungspflichtig; Retardtabletten mit 2,5, 5 oder 10 mg |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Felodipin-ratiopharm 5 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Felodipin-ratiopharm Retardtabletten (2,5 mg, 5 mg, 10 mg). ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Felodipin eingesetzt?
Felodipin wird zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt und zur Behandlung von Schmerzen im Herz- und Brustraum, die zum Beispiel durch Belastung oder Stress hervorgerufen werden (stabile Angina pectoris). Es gehört zu den Calciumantagonisten und senkt den Blutdruck, indem es die kleinen Blutgefäße erweitert.
Warum schwellen bei Felodipin die Knöchel an?
Knöchelschwellungen gehören zu den sehr häufigen Nebenwirkungen und können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Laut Fachinformation hängen sie von der Dosis ab; sie entstehen durch eine Erweiterung der Blutgefäße vor den Kapillaren und stehen nicht in Zusammenhang mit einer allgemeinen Flüssigkeitsansammlung im Körper. Halten die Beschwerden an, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Darf ich bei Felodipin Grapefruitsaft trinken?
Nein. Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Behandlung keinen Grapefruitsaft trinken, weil er die Wirkung und das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen kann. Laut Fachinformation erhöhen bestimmte Flavonoide im Grapefruitsaft die Felodipin-Spiegel; die Tabletten sollten nicht zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen werden.
Macht Felodipin Kopfschmerzen?
Kopfschmerzen sind häufig und können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen, ebenso eine Gesichtsrötung mit Wärmegefühl. Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung auf, sind in der Regel vorübergehend und bilden sich nach einiger Zeit zurück. Halten die Beschwerden an, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Kann Felodipin das Zahnfleisch verändern?
Bei Menschen mit Entzündungen im Mundraum (Gingivitis, Parodontitis) wurde über eine leichte Zahnfleischschwellung berichtet; eine Zahnfleischentzündung mit geschwollenem Zahnfleisch ist sehr selten. Laut Packungsbeilage und Fachinformation kann eine sorgsame Mundhygiene die Schwellung verhindern oder rückgängig machen.
Darf ich Felodipin in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
In der Schwangerschaft dürfen Sie Felodipin nicht einnehmen; werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie schnellstmöglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Für stillende Mütter wird Felodipin nicht empfohlen; laut Fachinformation wurde es in der Muttermilch nachgewiesen, und zu möglichen Auswirkungen auf den Säugling liegen nur unzureichende Daten vor. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wählt dann möglicherweise eine andere Behandlung.
Wann nehme ich Felodipin ein?
Die Retardtabletten werden morgens mit Wasser eingenommen, unabhängig von einer Mahlzeit oder nach einer leichten fett- bzw. kohlenhydratarmen Mahlzeit. Teilen, zerstoßen oder zerkauen Sie die Tabletten nicht: Laut Fachinformation bleibt so die verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs erhalten. Haben Sie eine Einnahme vergessen, lassen Sie diese Dosis aus und nehmen Sie die nächste zur gewohnten Zeit.
Beeinflusst Felodipin das Autofahren?
Felodipin kann einen geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben. Treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Müdigkeit auf, kann Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein; vor allem zu Beginn der Behandlung ist Vorsicht geboten.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Wirkstoffgruppen Nichtopioid-Analgetika (Metamizol, Paracetamol, ASS)Nichtopioid-Analgetika wie Metamizol, Paracetamol und ASS lindern Schmerzen und senken Fieber.