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Gelenk- und Rückenschmerzen durch Medikamente

Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen nennen viele Produktinformationen als mögliche Nebenwirkung, zum Beispiel die der Aromatasehemmer Anastrozol und Letrozol, des Osteoporosemittels Alendronsäure, von Fluorchinolon-Antibiotika wie Ciprofloxacin, des Cholesterinsenkers Atorvastatin und des Aknemittels Isotretinoin. Gelenkschmerzen können auch Zeichen einer anderen Nebenwirkung sein, etwa einer verzögerten allergischen Reaktion oder einer Gicht. Plötzliche starke Schmerzen im Bauch, in der Brust oder im Rücken unter einem Fluorchinolon sind laut Packungsbeilage ein Fall für die Notaufnahme. Sprechen Sie Beschwerden in der Praxis an. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau Ende fünfzig mit kurzem silberblondem Haar sitzt am hellen Fenster auf dem Sofa und hält mit beiden Händen ihr rechtes Knie
Bild: KI-generiert

Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen können Nebenwirkungen von Medikamenten sein. Bei den Aromatasehemmern Anastrozol und Letrozol, die bei Brustkrebs eingesetzt werden, stufen die Packungsbeilagen Gelenkschmerzen als sehr häufig ein (mehr als 1 von 10 Behandelten) [1, 2, 3]. Auch die Produktinformationen von Fluorchinolon-Antibiotika, von Osteoporosemitteln aus der Gruppe der Bisphosphonate, des Cholesterinsenkers Atorvastatin und vieler weiterer Wirkstoffe nennen Beschwerden an Gelenken oder am Rücken [4, 9, 11]. In Packungsbeilagen und Fachinformationen heißen Gelenkschmerzen auch Arthralgie, eine Gelenkentzündung Arthritis und eine Gelenkerkrankung Arthropathie [2, 3, 5, 12]. Manchmal sind Gelenkschmerzen nicht selbst die Nebenwirkung, sondern ein Zeichen einer anderen, etwa einer allergischen Reaktion oder einer Gicht [16, 19].

Welche Medikamente Gelenk- und Rückenschmerzen auslösen können

Die Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe. Jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht.

  • Aromatasehemmer: Anastrozol und Letrozol werden bei Brustkrebs eingesetzt; laut IQWiG können Aromatasehemmer unter anderem Muskel- und Gelenkbeschwerden verursachen [1]. Die Packungsbeilage von Anastrozol stuft Gelenkschmerzen oder Gelenksteifheit und eine Entzündung der Gelenke (Arthritis) als sehr häufig ein, ein Karpaltunnelsyndrom mit Kribbeln, Schmerzen, Kältegefühl oder Schwäche in Teilen der Hand als häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) [2]. Bei Letrozol sind Schmerzen in Knochen und Gelenken (Arthralgie) laut Packungsbeilage sehr häufig und Gelenksteifigkeit (Arthritis) häufig [3]. Mehr dazu: Brustkrebs und Antihormontherapie.
  • Fluorchinolon-Antibiotika: Zu den in Deutschland zugelassenen Wirkstoffen dieser Gruppe zählte ein Rote-Hand-Brief im Jahr 2019 unter anderem Ciprofloxacin, Levofloxacin und Moxifloxacin [8]. In der Packungsbeilage von Ciprofloxacin sind Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung bei Kindern als häufig eingestuft, Gelenkschmerzen bei Erwachsenen als gelegentlich (bis zu 1 von 100 Behandelten) [4]. Für Levofloxacin nennt die Packungsbeilage Gelenk- oder Muskelschmerzen als gelegentlich [6]. Fluorchinolone wurden laut diesen Packungsbeilagen mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, von denen einige über Monate oder Jahre anhalten, die Lebensqualität beeinträchtigen oder möglicherweise bleibend sind; dazu gehören Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen der Arme und Beine und Schwierigkeiten beim Gehen [4, 6]. Ein Rote-Hand-Brief vom 8. April 2019 zählt Gelenkschmerzen (Arthralgie) und Gelenkschwellungen zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen am Bewegungsapparat [8]. Mehr dazu: Sehnenentzündung und Sehnenriss.
  • Osteoporosemittel (Bisphosphonate): Für Alendronsäure nennt die Packungsbeilage Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, manchmal schwerwiegend, als sehr häufig und Gelenkschwellungen als häufig [9]. Bei Ibandronsäure gehören Gelenkschmerzen (Arthralgie) und grippeähnliche Beschwerden laut Fachinformation zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen [10]. Die Packungsbeilage der Tablette stuft Steifheit in den Gelenken und Gliedmaßen sowie grippeähnliche Beschwerden mit Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen als häufig ein, Rückenschmerzen als gelegentlich [10].
  • Statine: Die Packungsbeilage von Atorvastatin nennt Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen als häufig [11]. Muskelbeschwerden unter Statinen behandelt die Seite Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe und Muskelschwäche.
  • DPP-4-Hemmer: Für das Diabetesmittel Sitagliptin nennt die Packungsbeilage eine degenerative Gelenkerkrankung (Osteoarthrose) als häufig sowie Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen mit nicht bekannter Häufigkeit; die Fachinformation führt außerdem Gelenkerkrankungen (Arthropathie) mit nicht bekannter Häufigkeit auf [12]. Zur Osteoarthrose vermerkt die Fachinformation, dass sie ungeachtet eines ursächlichen Zusammenhangs mit dem Medikament berichtet wurde und unter Sitagliptin häufiger auftrat als in der Kontrollgruppe [12].
  • Aknemittel Isotretinoin: Bei Isotretinoin sind Rückenschmerzen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen [13]. Mit nicht bekannter Häufigkeit nennt die Packungsbeilage eine Sakroiliitis, eine Art entzündlicher Rückenschmerzen, die zu Schmerzen im Gesäß und im unteren Rücken führt [13].
  • Glucocorticoide (Kortison): Wird die Dosis von Prednisolon nach lang dauernder Behandlung zu rasch verringert, kann es laut Fach- und Gebrauchsinformation zu Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen kommen [14, 15]. Als Nebenwirkungen nennt die Packungsbeilage außerdem Knochenschwund (Osteoporose), der dosisabhängig auftritt und auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich ist, andere Formen des Knochenabbaus (Knochennekrosen) und Wirbelbrüche [14]. Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche.

Gelenkschmerzen als Zeichen einer anderen Nebenwirkung: Bei manchen Mitteln gehören Gelenkschmerzen zu den Anzeichen einer allergischen Reaktion, eines Lupus-ähnlichen Krankheitsbilds, einer Gicht oder einer Blutung [16, 17, 19, 20].

  • Allergische Reaktionen: Unter Amoxicillin kann laut Packungsbeilage sehr selten eine verzögerte allergische Reaktion auftreten, gewöhnlich 7 bis 12 Tage nach der Einnahme; Symptome können Hautausschläge, Fieber, Gelenkschmerzen und vergrößerte Lymphknoten sein, vor allem unter den Armen [16]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie.
  • Lupus-ähnliche Krankheitsbilder: Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol sind laut Fachinformation mit sehr seltenen Fällen eines subakuten kutanen Lupus erythematodes (SCLE) verbunden [17]. Die Packungsbeilage von Pantoprazol nennt mit nicht bekannter Häufigkeit einen Ausschlag, eventuell verbunden mit Schmerzen in den Gelenken [18]. Bei Atorvastatin nennt die Packungsbeilage als sehr seltene Nebenwirkung ein Lupus-ähnliches Krankheitsbild mit Ausschlag, Gelenkerkrankungen und Veränderungen der weißen Blutkörperchen [11].
  • Gicht: Bei Ticagrelor ist ein hoher Harnsäurewert im Blut laut Packungsbeilage sehr häufig; starke Schmerzen und Anschwellen der Gelenke als Anzeichen einer Gicht sind häufig [19]. Mehr dazu: Gicht und erhöhte Harnsäure.
  • Blutungen: Unter dem Gerinnungshemmer Rivaroxaban kann es laut Packungsbeilage gelegentlich zu einer Blutung in ein Gelenk kommen, die zu Schmerzen und Schwellungen führt [20]. Mehr dazu: Blutungen und Blutbildveränderungen.

Die erste Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Gelenkschmerzen, eine Gelenkentzündung oder eine Gelenkerkrankung nennt:

Gelenkschmerzen als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AlendronsäureSehr häufigSchmerzen an Knochen, Muskeln und/oder Gelenken, manchmal schwerwiegend
AnastrozolSehr häufigGelenkschmerzen und Gelenksteifheit · Entzündung der Gelenke (Arthritis)
DenosumabSehr häufigKnochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen, die manchmal schwer sind
IsotretinoinSehr häufigRückenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen · Gelenkentzündung (Arthritis), Knochenerkrankungen mit verzögertem oder zusätzlichem Wachstum und Veränderungen der…
LetrozolSehr häufigSchmerzen in Knochen und Gelenken (Arthralgie)
MycophenolsäureSehr häufigGelenkschmerzen (Arthralgie) · Gelenkentzündung (Arthritis), Rückenschmerzen und Muskelkrämpfe · Anzeichen einer Grippe oder eines grippalen Infekts (wie Müdigkeit, Schüttelfrost, Halsschmerzen, schmerzende Gelenke…
NivolumabSehr häufigSchmerzen in Muskeln, Knochen und Gelenken · Entzündung der Gelenke (Arthritis)
PembrolizumabSehr häufigSchmerzen in Muskeln und Knochen, Gelenkschmerzen · Muskelschmerzen oder druckempfindliche Muskeln (laut Fachinformation Myositis), Schmerzen in Armen oder Beinen, Gelenkschmerzen mit Schwellungen (Arthritis)
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Muskelprobleme wie erhöhte Muskelspannung, Gelenk- und Muskelschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen · Bei rheumatoider Arthritis: Schmerzen im Bauch, im Rücken, in Muskeln oder…
TerbinafinSehr häufigMuskel- und Gelenkschmerzen
TrastuzumabSehr häufigGelenkschmerzen (Arthralgie) · Gelenkentzündung (Arthritis)
VedolizumabSehr häufigGelenkschmerzen
AtorvastatinHäufigGelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen; laut Fachinformation auch Schmerzen in Armen und Beinen, Muskelkrämpfe und Gelenkschwellungen
CelecoxibHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie)
CiprofloxacinHäufigGelenkschmerzen und Gelenkentzündung bei Kindern · Gelenkschmerzen bei Erwachsenen · Muskelschmerzen, Gelenkentzündung, erhöhte Muskelspannung und Muskelkrämpfe
CitalopramHäufigMuskelschmerzen, Gelenkschmerzen
DupilumabHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie)
EscitalopramHäufigMuskel- und Gelenkschmerzen (Myalgie und Arthralgie)
EvolocumabHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie)
FebuxostatHäufigSchmerzen in Armen oder Beinen, Muskel- und Gelenkschmerzen · Muskelkrampf, Muskelschwäche, Muskelanspannung, Schleimbeutelentzündung (Bursitis), Gelenkentzündung (Arthritis), Gelenkschwellung, Rückenschmerzen,…
FluoxetinHäufigGelenkschmerzen
GabapentinHäufigGelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelzucken
GuselkumabHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie)
IbandronsäureHäufigBei der Tablette: Muskelkrämpfe, Steifheit in Gelenken und Gliedmaßen; laut Fachinformation auch Gelenk- und Muskelschmerzen · Grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Schüttelfrost und Zittern, Unwohlsein sowie…
InfliximabHäufigGelenk-, Muskel- oder Rückenschmerzen
IrbesartanHäufigBei Bluthochdruck mit Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung: Schmerzen in Gelenken oder Muskeln · Muskelkrämpfe sowie Schmerzen in Gelenken und Muskeln; die Muskelschmerzen laut Fachinformation gelegentlich verbunden mit…
LamotriginHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie)
LeuprorelinHäufigBei Männern mit Prostatakrebs: Gelenkschmerzen · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Rückenschmerz, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen
MethylphenidatHäufigGelenkschmerzen, Muskelanspannung, Muskelkrämpfe
MirtazapinHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgie), Rückenschmerzen
OlanzapinHäufigGelenkschmerzen
OlmesartanHäufigSchmerzen im Rücken, in den Knochen oder Gelenken; laut Fachinformation auch Gelenkentzündung (Arthritis)
OmalizumabHäufigSchmerzen in den Gelenken (Arthralgie) · Muskelschmerzen und Schwellungen an Gelenken
PaliperidonHäufigKnochen- oder Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen
PregabalinHäufigMuskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen, Nackenkrämpfe (zervikale Spasmen) · Muskelzucken, Gelenkschwellungen, Steifigkeit der Muskulatur, Muskelschmerzen, Nackenschmerzen
RisedronsäureHäufigSchmerzen in Knochen, Muskeln oder Gelenken
RisperidonHäufigMuskelkrämpfe, Knochen- oder Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen
Salmeterol/FluticasonHäufigSchmerzende, geschwollene Gelenke (Arthralgie) und Muskelschmerzen (Myalgie)
SertralinHäufigRückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
SulfasalazinHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie)
TacrolimusHäufigGelenkschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen, im Rücken und in den Füßen, Muskelkrämpfe
ThiamazolHäufigGelenkschmerzen und Muskelschmerzen; laut Fachinformation können sie sich schleichend entwickeln und noch nach mehrmonatiger Behandlung auftreten
TopiramatHäufigGelenkschmerz oder Gelenkschwellung, Muskelkrämpfe oder Muskelzittern, Muskelschmerz oder Muskelschwäche, Brustschmerz
UstekinumabHäufigRücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
AmlodipinGelegentlichGelenk- oder Muskelschmerzen, Rückenschmerzen
AzithromycinGelegentlichGelenkschwellung und Gelenkschmerzen (Osteoarthritis), Muskelschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen · Gelenkschmerzen (Arthralgie)
BisoprololGelegentlichMuskelschwäche, Muskelkrämpfe, Gelenkbeschwerden (Gelenkschmerzen, Arthropathie)
DihydralazinGelegentlichGelenkschmerzen (Arthralgien)
DoxazosinGelegentlichGelenkschmerzen (Arthralgie)
EzetimibGelegentlichGelenkschmerzen, Muskelkrämpfe, Nackenschmerzen
FlecainidGelegentlichGelenkschmerzen (Arthralgien) und Muskelschmerzen (Myalgien), eventuell mit Fieber
LatanoprostGelegentlichMuskelschmerzen (Myalgie) und Gelenkschmerzen (Arthralgie)
LevofloxacinGelegentlichGelenk- oder Muskelschmerzen · Rötung und Schwellung eines Gelenks (Arthritis)
MethotrexatGelegentlichGelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verminderung der Knochenmasse (Osteoporose)
MontelukastGelegentlichGelenk- oder Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe
MoxifloxacinGelegentlichGelenkschmerzen, Muskelschmerzen · Gelenkentzündung (Arthritis), gesteigerte Muskelspannung
PravastatinGelegentlichMuskel- und Gelenkschmerzen
RamiprilGelegentlichGelenkschmerzen (Arthralgie)
ZolpidemGelegentlichSchmerzen in den Gelenken oder Muskeln, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Nackenschmerzen
DoxycyclinSeltenMuskelschmerzen, Gelenkschmerzen
EsomeprazolSeltenGelenkschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie)
FamotidinSeltenGelenkschmerzen (Arthralgien)
FelodipinSeltenGelenk- und Muskelschmerzen (Arthralgie, Myalgie)
MelatoninSeltenGelenkentzündung (Arthritis), Muskelkrämpfe, nächtliche Krämpfe, Nackenschmerzen
MesalazinSeltenGelenkschmerzen (Arthralgie)
OmeprazolSeltenGelenkschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie)
PantoprazolSeltenGelenkschmerzen (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgie)
ParoxetinSeltenGelenk- oder Muskelschmerzen
TelmisartanSeltenGelenkschmerzen (Arthralgie), Schmerzen in Armen und Beinen, Sehnenschmerzen
CandesartanSehr seltenRückenschmerzen, Schmerzen in Gelenken und Muskeln
CarbamazepinSehr seltenStörungen im Knochenstoffwechsel, die vereinzelt zu Knochenerweichung (Osteomalazie) führten; Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe
CarbimazolSehr seltenGelenk- und Muskelschmerzen, die sich in der Regel schleichend und noch nach mehrmonatiger Behandlung entwickeln; Zeichen einer Gelenkentzündung fehlen
ClindamycinSehr seltenEntzündungen mehrerer Gelenke (Polyarthritis)
ClopidogrelSehr seltenGelenkschmerzen, Muskelschmerzen; laut Fachinformation auch Gelenkentzündung (Arthritis) und Blutungen in Muskeln oder Gelenken
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)Sehr seltenStörung im geordneten Bewegungsablauf (Ataxie), verminderte Fähigkeit zu schnellen gegenläufigen Bewegungen (Dysdiadochokinese), Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen
MetoprololSehr seltenGelenkschmerzen, Muskelschwäche
MetronidazolSehr seltenMuskelschmerzen, Gelenkschmerzen
PropranololSehr seltenGelenkerkrankungen bei Langzeitbehandlung (Arthropathie), an einem oder mehreren Gelenken
RosuvastatinSehr seltenGelenkschmerzen (Arthralgie)
BrinzolamidNicht bekanntGelenkschmerzen und Schmerzen in den Extremitäten
CetirizinNicht bekanntGelenkschmerzen (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgie)
ColestyraminNicht bekanntMuskel- und Gelenkschmerzen
LevocetirizinNicht bekanntMuskelschmerzen, Gelenkschmerzen
LithiumNicht bekanntGelenkschmerzen, Muskelschmerzen
LosartanNicht bekanntMuskel- und Gelenkschmerzen (Myalgie, Arthralgie)
MedroxyprogesteronNicht bekanntGelenkschmerzen, Beinkrämpfe
NifedipinNicht bekanntGelenkschmerzen (Arthralgie)
SitagliptinNicht bekanntGelenkschmerzen (Arthralgie)
SumatriptanNicht bekanntGelenkschmerzen
TrazodonNicht bekanntSchmerzen in Armen und Beinen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
VerapamilNicht bekanntGelenkschmerzen (Arthralgie), Muskelschwäche, Muskelschmerzen (Myalgie)

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (91 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Gelenkschmerzen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (30 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Gelenkschmerzen als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AdalimumabSystemischer Lupus erythematodes mit Entzündung von Haut, Herz, Lunge, Gelenken und anderen OrganenGelegentlich
AmiodaronLupus-ähnliches Syndrom mit Schmerzen, Steifheit und Schwellungen der Gelenke sowie geröteter Haut, manchmal als schmetterlingsförmiger Ausschlag im GesichtNicht bekannt
AmoxicillinAllergische Entzündung der Blutgefäßwände (allergische Vaskulitis): Hautausschlag, stecknadelkopfgroße flache rote Punkte unter der Haut oder kleinflächige Hautblutungen, eventuell mit Gelenkschmerzen (Arthritis) und NierenproblemenSehr selten
AmoxicillinVerzögerte allergische Reaktion (ähnlich einer Serumkrankheit), gewöhnlich 7 bis 12 Tage nach der Einnahme: Hautausschläge, Fieber, Gelenkschmerzen und vergrößerte Lymphknoten, vor allem unter den ArmenSehr selten
Amoxicillin/ClavulansäureFieber, Gelenkschmerzen und vergrößerte Lymphknoten im Bereich von Hals, Achselhöhle oder Leistengegend als allergische Reaktion; die Fachinformation nennt eine Überempfindlichkeit wie bei SerumkrankheitNicht bekannt
AtorvastatinLupus-ähnliches Krankheitsbild mit Ausschlag, Gelenkerkrankungen und Veränderungen der weißen BlutkörperchenSehr selten
AzathioprinÜberempfindlichkeitsreaktionen mit allgemeinem Unbehagen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag, Hautknötchen, Entzündung von Blutgefäßen, Muskel- und Gelenkschmerzen, niedrigem Blutdruck, Nieren- oder Leberstörungen…Gelegentlich
BupropionSchwere allergische Reaktionen, darunter Schwellungen (Angioödem), Atemnot oder Verkrampfung der Bronchien und anaphylaktischer Schock; Hautausschlag zusammen mit Gelenk- und MuskelschmerzenSehr selten
CefaclorSerumkrankheitsähnliche Reaktionen: unterschiedlich ausgeprägte entzündliche Hautrötungen oder Hauterscheinungen wie bei den häufigen allergischen Hautreaktionen, begleitet von Gelenkbeschwerden mit oder ohne Fieber, jedoch nur selten zusammen mit einer…Gelegentlich
ClozapinSystemischer Lupus erythematodes mit Veränderung der Hautfarbe, Schmetterlingserythem im Gesicht, Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber und ErmüdungNicht bekannt
DihydralazinNach Langzeitbehandlung ein Krankheitsbild ähnlich dem Lupus erythematodes (LED-ähnliches Zustandsbild), insbesondere bei Menschen, die den Wirkstoff langsam abbauen ("Langsam-Acetylierer"), und bei fortgeschrittener Nierenschwäche. Erste Anzeichen sind…Nicht bekannt
EsomeprazolSchwere Hautreaktionen: plötzlich auftretender schwerer Ausschlag, Hautrötung mit Blasenbildung oder Ablösen der Haut, Blasen und Blutungen an Lippen, Augen, Mund, Nase und Genitalien, möglicherweise mit hohem Fieber und Gelenkschmerzen (Erythema multiforme,…Sehr selten
EsomeprazolAusschlag, eventuell mit Gelenkschmerzen (subakuter kutaner Lupus erythematodes)Nicht bekannt
EtanerceptLupus oder Lupus-ähnliches Syndrom mit Beschwerden wie anhaltendem Ausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit; laut Fachinformation auch kutaner und subakuter kutaner Lupus erythematodesSelten
LamotriginLupus-ähnliche Reaktionen mit Beschwerden wie Rücken- oder Gelenkschmerzen, manchmal zusammen mit Fieber und/oder allgemeinen KrankheitszeichenSehr selten
LisinoprilKombination von Beschwerden mit Fieber, Blutbildstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Sonnenlichtempfindlichkeit, laut Packungsbeilage auch mit starker Abnahme der weißen Blutkörperchen und erhöhter Infektanfälligkeit, laut Fachinformation unter anderem…Sehr selten
MesalazinAllgemeine allergische Reaktionen wie Hautausschlag (allergisches Exanthem), Fieber (Medikamentenfieber), Gelenkschmerzen und/oder Atembeschwerden; laut Fachinformation auch ein Lupus-erythematodes-SyndromSehr selten
MoxifloxacinEntzündung der Blutgefäße (Vaskulitis); Anzeichen können rote Flecken auf der Haut, üblicherweise an den Unterschenkeln, oder Gelenkschmerzen seinSehr selten
NitrofurantoinAutoimmunreaktionen (sogenannte Lupus-ähnliche Syndrome) mit Symptomen wie Hautausschlag (Exanthem), Gelenkschmerzen (Arthralgie) und FieberSehr selten
OmalizumabSystemischer Lupus erythematodes (SLE); mögliche Zeichen sind Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Schwellung, Hautausschlag, Fieber, Gewichtsabnahme und MüdigkeitSelten
OmalizumabSerumkrankheit; mögliche Zeichen sind Gelenkschmerzen mit oder ohne Schwellungen oder Steifigkeit, Ausschlag, Fieber, geschwollene Lymphknoten und MuskelschmerzenNicht bekannt
OmeprazolAusschlag, eventuell mit Gelenkschmerzen (laut Fachinformation subakuter kutaner Lupus erythematodes)Nicht bekannt
OxcarbazepinÜberempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Fieber sowie Muskel- und Gelenkschmerzen; laut Fachinformation können auch Blut, Leber, Nieren, Lunge und andere Organe betroffen seinSehr selten
PantoprazolHautausschlag, eventuell mit Gelenkschmerzen (subakuter kutaner Lupus erythematodes)Nicht bekannt
RituximabBei rheumatoider Arthritis: einige Wochen nach der Infusion auftretende allergieähnliche Beschwerden wie Ausschlag, Juckreiz, Gelenkschmerzen, geschwollene Lymphdrüsen und FieberSehr selten
RivaroxabanBlutung in ein Gelenk mit Schmerzen und SchwellungenGelegentlich
RosuvastatinLupusähnliches Syndrom mit Hautausschlag, Gelenkerkrankungen und Auswirkungen auf die BlutzellenSelten
SimvastatinÜberempfindlichkeitsreaktion mit einem oder mehreren dieser Zeichen: schwere Muskelschmerzen, gewöhnlich in Schultern und Beckenbereich (Polymyalgia rheumatica), Ausschlag mit Schwäche der Arme, Beine und Nackenmuskulatur, ungewöhnliche blaue Flecken,…Selten
TerbinafinAusbruch oder Verschlechterung eines Lupus erythematodes, einer chronischen Erkrankung mit Beschwerden wie Hautausschlag sowie Muskel- und GelenkschmerzenSehr selten
TicagrelorStarke Schmerzen und Schwellungen der Gelenke als Anzeichen von GichtHäufig
UstekinumabEntzündung der kleinen Blutgefäße, die zu Hautausschlag mit kleinen roten oder violetten Knötchen, Fieber oder Gelenkschmerzen führen kann (Vaskulitis, laut Fachinformation Hypersensitivitätsvaskulitis)Selten
UstekinumabHautlupus (kutaner Lupus erythematodes): roter, erhabener, schuppiger Ausschlag an Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, möglicherweise mit GelenkschmerzenSehr selten
UstekinumabLupus-ähnliches SyndromSehr selten
ValproinsäureSystemischer Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung) mit Hautausschlag, Gelenkentzündung, Gelenkschmerzen, Fieber und MüdigkeitSelten
ValsartanAllergische Reaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz und Nesselsucht; auch Fieber, geschwollene Gelenke und Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und/oder grippeartige Beschwerden (Serumkrankheit)Nicht bekannt

Rückenschmerzen zeigt die zweite Tabelle:

Rückenschmerzen als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
IsotretinoinSehr häufigRückenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen · Entzündliche Rückenschmerzen mit Schmerzen im Gesäß und im unteren Rücken (Sakroiliitis)
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Muskelprobleme wie erhöhte Muskelspannung, Gelenk- und Muskelschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen · Bei rheumatoider Arthritis: Schmerzen im Bauch, im Rücken, in Muskeln oder…
AdalimumabHäufigEmpfindungsstörungen wie Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl, Migräne, eingeklemmte Nervenwurzeln (Hexenschuss mit Rücken- und Beinschmerzen)
AgomelatinHäufigRückenschmerzen
AtorvastatinHäufigGelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen; laut Fachinformation auch Schmerzen in Armen und Beinen, Muskelkrämpfe und Gelenkschwellungen
DapagliflozinHäufigRückenschmerzen
DienogestHäufigRückenschmerzen
DoxazosinHäufigRückenschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie)
EplerenonHäufigMuskelkrämpfe (Muskelspasmen), Rückenschmerzen
EvolocumabHäufigRückenschmerzen
GabapentinHäufigGelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelzucken
IbandronsäureHäufigBei der Tablette: Rückenschmerzen · Bei der Spritze: Schmerzen in Muskeln, Gelenken oder im Rücken
InfliximabHäufigGelenk-, Muskel- oder Rückenschmerzen
LamotriginHäufigSchmerzen im Rücken oder an anderen Stellen
LeuprorelinHäufigBei Männern mit Prostatakrebs: Rückenschmerzen · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Rückenschmerz, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen
LevonorgestrelHäufigRückenschmerzen
MedroxyprogesteronHäufigRückenschmerzen
MirtazapinHäufigGelenkschmerzen (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgie), Rückenschmerzen
MoxonidinHäufigRückenschmerzen
OlmesartanHäufigSchmerzen im Rücken, in den Knochen oder Gelenken; laut Fachinformation auch Gelenkentzündung (Arthritis)
PaliperidonHäufigKnochen- oder Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen
PregabalinHäufigMuskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen, Nackenkrämpfe (zervikale Spasmen)
RisperidonHäufigMuskelkrämpfe, Knochen- oder Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen
SertralinHäufigRückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
TacrolimusHäufigGelenkschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen, im Rücken und in den Füßen, Muskelkrämpfe
TadalafilHäufigRückenschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen
TianeptinHäufigRückenschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie)
TrastuzumabHäufigRückenschmerzen
UstekinumabHäufigRücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
VedolizumabHäufigRückenschmerzen
ZolpidemHäufigRückenschmerzen
AmlodipinGelegentlichGelenk- oder Muskelschmerzen, Rückenschmerzen
AzithromycinGelegentlichGelenkschwellung und Gelenkschmerzen (Osteoarthritis), Muskelschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen
BrinzolamidGelegentlichMuskelschmerzen, Muskelzucken (Muskelspasmen) und Rückenschmerzen
Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring)GelegentlichRückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Beinen oder Armen
EzetimibGelegentlichZusammen mit einem Statin: Rückenschmerzen, Muskelschwäche, Schmerzen in Armen und Beinen
FebuxostatGelegentlichMuskelkrampf, Muskelschwäche, Muskelanspannung, Schleimbeutelentzündung (Bursitis), Gelenkentzündung (Arthritis), Gelenkschwellung, Rückenschmerzen, Schmerzen und Steifheit von Muskeln und Gelenken
MoxifloxacinGelegentlichAllgemeines Unwohlsein (überwiegend Schwächegefühl oder Müdigkeit), Schmerzzustände (insbesondere in Rücken, Brust, Becken und in den Gliedmaßen), Schwitzen
MycophenolsäureGelegentlichGelenkentzündung (Arthritis), Rückenschmerzen und Muskelkrämpfe
TelmisartanGelegentlichRückenschmerzen (laut Fachinformation z. B. Ischiasschmerzen), Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen (Myalgie)
Dienogest/EthinylestradiolSeltenRückenschmerzen, Muskel- und Knochenschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie), Schmerzen in Armen und Beinen
CandesartanSehr seltenRückenschmerzen, Schmerzen in Gelenken und Muskeln
EnzalutamidNicht bekanntMuskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Rückenschmerzen
LevofloxacinNicht bekanntSchmerzen, einschließlich Rücken-, Brust- und Gliederschmerzen
LosartanNicht bekanntRückenschmerzen
SitagliptinNicht bekanntRückenschmerzen
TrazodonNicht bekanntSchmerzen in Armen und Beinen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (47 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Rückenschmerzen als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (6 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Rückenschmerzen als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AdalimumabEntzündung der Bauchspeicheldrüse mit starken Schmerzen im Bauch und RückenGelegentlich
ClopidogrelStarke Bauchschmerzen mit oder ohne Rückenschmerzen (laut Fachinformation Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Pankreatitis)Sehr selten
DulaglutidAkute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis), die schwere Bauch- und Rückenschmerzen verursachen kann, die nicht weggehenSelten
IvermectinBei Menschen mit einer schweren Infektion durch den Wurm Loa loa: schwere, potenziell tödlich verlaufende Hirnfunktionsstörung (Enzephalopathie); dabei traten auch Rücken- und Nackenschmerzen, gerötete Augen, Blutung im Augenweiß, Atemnot, Verlust der…Selten
LamotriginLupus-ähnliche Reaktionen mit Beschwerden wie Rücken- oder Gelenkschmerzen, manchmal zusammen mit Fieber und/oder allgemeinen KrankheitszeichenSehr selten
VenlafaxinStarke Bauch- oder Rückenschmerzen als mögliches Zeichen ernster Darm-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenbeschwerden, etwa einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)Selten

Häufigkeiten erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Woran Sie Gelenk- und Rückenschmerzen durch ein Medikament erkennen

Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang. Bei Ibandronsäure treten Gelenkschmerzen und grippeähnliche Beschwerden laut Fachinformation üblicherweise im Zusammenhang mit der ersten Dosis auf; sie sind im Allgemeinen von kurzer Dauer und leichter bis mäßiger Stärke und gehen im Verlauf der weiteren Behandlung ohne Hilfsmaßnahmen zurück [10]. Bei Amoxicillin kann eine verzögerte allergische Reaktion mit Gelenkschmerzen gewöhnlich 7 bis 12 Tage nach der Einnahme auftreten [16]. Bei Prednisolon können Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten, wenn die Dosis nach lang dauernder Behandlung zu rasch verringert wird [14].

Auch die Umstände geben Hinweise. Isotretinoin kann laut Packungsbeilage Muskel- und Gelenkschmerzen verursachen, besonders bei Kindern und Jugendlichen, die intensive körperliche Aktivität ausüben [13]. Bei Ciprofloxacin ist das Risiko für Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und für Entzündungen oder Risse der Sehnen laut Packungsbeilage erhöht, wenn Sie über 60 Jahre alt sind, ein Organtransplantat erhalten haben, unter Nierenproblemen leiden oder gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden [4].

Achten Sie auch auf die Haut: Falls unter Pantoprazol ein Hautausschlag auftritt, insbesondere an Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, sollen Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren und dabei auch Beschwerden wie Gelenkschmerzen erwähnen [18].

Ob Ihr Medikament Gelenk- oder Rückenschmerzen auslösen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach: Warnhinweise stehen in Abschnitt 2, die Nebenwirkungen in Abschnitt 4 [4]. Wie die Häufigkeitsangaben gemeint sind, übersetzt das Werkzeug Häufigkeit übersetzen.

Warum Medikamente Gelenk- und Rückenschmerzen auslösen können

Harnsäure und Gicht: Ausgangspunkt einer Gicht ist laut IQWiG ein erhöhter Harnsäurewert; die Harnsäure kann Kristalle bilden, die sich meist in den Gelenken ablagern [21]. Zu den nachgewiesenen Risikofaktoren zählt das IQWiG Medikamente, die den Harnsäurespiegel erhöhen, vor allem entwässernde Medikamente (Diuretika), außerdem Acetylsalicylsäure (ASS) und bestimmte Medikamente, die nach einer Organtransplantation eingesetzt werden; auch das Parkinsonmittel Levodopa und Krebsmedikamente können Gicht begünstigen [21]. Bei Ticagrelor kann laut Fachinformation während der Behandlung eine erhöhte Harnsäure (Hyperurikämie) auftreten; bei erhöhter Harnsäure oder Gicht in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten [19].

Knochenschwund: Aromatasehemmer können laut IQWiG die Knochendichte verringern und somit das Risiko für Knochenbrüche erhöhen [1]. Bei Prednisolon nennt die Fachinformation Osteoporose, aseptische Knochennekrosen und Wirbelbrüche als Nebenwirkungen [15]. Hat ein Rückenschmerz eine ernsthafte Ursache, was laut IQWiG bei weniger als 1 Prozent der Menschen zutrifft, die deswegen die Hausarztpraxis aufsuchen, handelt es sich meist um einen Wirbelbruch aufgrund von Osteoporose [22].

Gelenke im Wachstum: Im Tierversuch verursachte Ciprofloxacin an den gewichttragenden Gelenken von Jungtieren Gelenkschäden (Arthropathien). Wegen möglicher unerwünschter Wirkungen auf Gelenke und gelenknahes Gewebe ist Ciprofloxacin bei Kindern und Jugendlichen laut Fachinformation nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anzuwenden [5]. Levofloxacin darf laut Fachinformation bei Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase nicht angewendet werden [7].

Was Sie tun können

Mann um die sechzig mit grauem Haar steht im hellen Wohnzimmer, stützt eine Hand in den unteren Rücken und spricht mit seiner Frau
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei Prednisolon sollen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage auf keinen Fall selbst abbrechen; ein zu rasches Verringern der Dosis nach lang dauernder Behandlung kann selbst Muskel- und Gelenkschmerzen auslösen [14]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Beschwerden ansprechen. Bei Letrozol bittet die Packungsbeilage, die Ärztin oder den Arzt zu informieren, wenn eine der sehr häufigen oder häufigen Nebenwirkungen, darunter Schmerzen in Knochen und Gelenken, Sie erheblich beeinträchtigt [3]. Bei Ibandronsäure sollen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal sprechen, wenn grippeähnliche Beschwerden mit Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen Sie stark beeinträchtigen oder länger als ein paar Tage andauern [10]. Unter Isotretinoin sollen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie anhaltende Schmerzen im unteren Rücken oder im Gesäß haben; die Ärztin oder der Arzt kann die Behandlung dann absetzen und Sie an eine Spezialistin oder einen Spezialisten überweisen [13].

Was die Packungsbeilagen sonst raten. Um eine Verschlimmerung von Knochen- oder Muskelproblemen zu vermeiden, sollen Sie während einer Behandlung mit Isotretinoin intensive körperliche Aktivitäten einschränken [13]. Starke Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen unter Alendronsäure können laut Packungsbeilage die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen [9]. Mehr dazu: Medikamente und Autofahren.

Was die Ärztin oder der Arzt entscheiden kann. Treten unter Ciprofloxacin schwerwiegende Nebenwirkungen wie Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen auf, entscheiden Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll, möglicherweise auch mit einem Antibiotikum aus einer anderen Wirkstoffgruppe [4]. Weil Anastrozol den Mineralgehalt der Knochen senken kann, wird die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage die Risiken für die Knochen entsprechend den Behandlungsrichtlinien beobachten [2].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Nebenwirkungen, die dort nicht angegeben sind; Sie können sie zudem direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [9]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden; zu Rote-Hand-Briefen informiert der Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Plötzliche starke Rückenschmerzen unter Fluorchinolonen: Wenn Sie plötzlich starke Schmerzen im Bauch, im Brustbereich oder im Rücken verspüren, können das laut den Packungsbeilagen von Ciprofloxacin und Levofloxacin Symptome einer Ausbeulung der Wand der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) oder einer Aufspaltung ihrer Wandschichten (Aortendissektion) sein; begeben Sie sich dann sofort in eine Notaufnahme [4, 6]. Das Risiko kann laut Packungsbeilage bei gleichzeitiger Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden erhöht sein [4].

Gelenkschmerzen unter Fluorchinolonen: Der Rote-Hand-Brief vom 8. April 2019 fordert Ärztinnen und Ärzte auf, ihren Patientinnen und Patienten zu empfehlen, die Behandlung bei den ersten Anzeichen einer schwerwiegenden Nebenwirkung wie Sehnenentzündung, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellungen zu beenden und sich zur weiteren Beratung an die Ärztin oder den Arzt zu wenden [8]. Bemerken Sie unter Ciprofloxacin Nebenwirkungen wie Sehnen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen der Arme und Beine, wenden Sie sich laut Packungsbeilage sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung fortsetzen [4]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Weitere Warnzeichen laut Packungsbeilagen [9, 10, 12, 14, 16, 20]:

  • Starke und anhaltende Schmerzen im Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen können, mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen, können unter Sitagliptin Anzeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) sein; die Packungsbeilage verlangt, die Einnahme dann zu stoppen und sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden [12]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr dazu: Pankreatitis.
  • Bei einer verzögerten allergischen Reaktion unter Amoxicillin mit Hautausschlägen, Fieber, Gelenkschmerzen und vergrößerten Lymphknoten sollen Sie Amoxicillin laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt wenden [16]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.
  • Treten unter Prednisolon Schmerzen im Rücken-, Schulter- oder Hüftgelenksbereich auf, informieren Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [14].
  • Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste können unter Alendronsäure und Ibandronsäure ein frühes Anzeichen eines möglichen ungewöhnlichen Oberschenkelknochenbruchs sein. Bei Alendronsäure sollen Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden; die Packungsbeilage von Ibandronsäure verlangt, umgehend eine Ärztin, einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal zu informieren [9, 10].
  • Unter Rivaroxaban informieren Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie Anzeichen einer Blutung bemerken, zu denen unter anderem unerklärliche Schwellungen gehören [20].

Rückenschmerzen mit Nervenzeichen oder Fieber: Laut IQWiG sollten insbesondere starke Beschwerden oder gar Lähmungserscheinungen im Bein sofort ärztlich abgeklärt werden [22]. Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang und Taubheit im Gesäß-, Genital- oder Afterbereich können auf ein Kauda-Syndrom hindeuten: Dabei wird das Nervenbündel im unteren Rücken so stark zusammengedrückt, dass bleibende Nervenschäden drohen; die Nerven müssen dann rasch operativ entlastet werden [22]. Fieber, Schüttelfrost oder Nachtschweiß können auf eine Infektion an der Wirbelsäule hinweisen [22].

Akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände sowie starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112; akute Rückenschmerzen nennt sie als Beispiel für den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 [28].

Andere Ursachen

Nicht jeder Gelenk- oder Rückenschmerz unter einem Medikament kommt vom Medikament. Die meisten Menschen haben laut IQWiG im Laufe des Lebens irgendwann mit Schmerzen im unteren Rücken zu tun; bei über 85 Prozent der Betroffenen lässt sich keine eindeutige Ursache finden (unspezifische Kreuzschmerzen) [23]. Unspezifische Kreuzschmerzen klingen meist ohne Behandlung innerhalb einiger Tage oder Wochen wieder ab; manche bessern sich nur langsam über Monate, andere werden chronisch [23]. Bei Rückenschmerzen fragt die Ärztin oder der Arzt laut IQWiG unter anderem, ob dauerhaft bestimmte Medikamente wie Kortisonpräparate eingenommen werden [23]. Mehr dazu: Rückenschmerzen.

  • Arthrose: Sie gehört laut IQWiG zu den häufigsten Gelenkerkrankungen und entwickelt sich meist nach dem 40. Lebensjahr; am häufigsten sind Knie, Hüfte, Finger und die Wirbelgelenke betroffen [24]. Typisch ist ein Anlaufschmerz, etwa beim Aufstehen nach Ruhephasen, und ein Schmerz vor allem bei Belastung; dauert eine Morgensteifigkeit länger als 30 Minuten, spricht das eher für eine rheumatische Entzündung [24].
  • Rheumatoide Arthritis: Zu den Beschwerden zählt das IQWiG warme, geschwollene und schmerzende Gelenke, in der Regel zuerst an den Fingermittel-, Fingergrund- oder Zehengrundgelenken, und steife Gelenke morgens nach dem Aufstehen, die erst nach über einer Stunde wieder beweglich werden; meist entzünden sich auf beiden Seiten des Körpers die gleichen Gelenke [25].
  • Gicht: Ein Gichtanfall beginnt laut IQWiG oft nachts oder früh morgens mit einer plötzlichen, sehr schmerzhaften Gelenkschwellung; beim ersten Anfall ist oft nur ein Gelenk betroffen, meist das Grundgelenk des großen Zehs, und das entzündete Gelenk ist druckempfindlich, überwärmt und gerötet [21].
  • Schilddrüsenunterfunktion: Zu ihren möglichen Beschwerden zählt das IQWiG Muskel- oder Gelenkschmerzen [26].
  • Vitamin-D-Mangel: Bei einem Vitamin-D-Mangel können laut IQWiG unter anderem Knochen- oder Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen auftreten; ein Mangel besteht laut Robert Koch-Institut aber erst, wenn im Blut zu wenig Vitamin D festgestellt wird und es gleichzeitig Anzeichen für eine Knochenkrankheit gibt, und er ist selten [27].
  • Osteoporose: Rückenschmerzen nach einem Unfall oder Sturz können laut IQWiG auf einen Knochenbruch hinweisen; bei Osteoporose kann bereits ein Sturz aus Stehhöhe ausreichen [22].

Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Siehe auch Fibromyalgie und Muskelverspannungen.

Quellen

  1. Behandlung von Metastasen im ganzen Körper (Brustkrebs). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 29.11.2023. abgerufen am 12.10.2026
  2. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Anastrozol-ratiopharm® 1 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Femara® 2,5 mg Filmtabletten (Letrozol). Novartis Pharma GmbH. Stand 04/2025. abgerufen am 12.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciprofloxacin-ratiopharm® 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Ciprofloxacin-ratiopharm® Filmtabletten (Version 18). ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Levofloxacin-ratiopharm® 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2025. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Levofloxacin-ratiopharm® 500 mg Filmtabletten (Version 19). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  8. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Systemisch und inhalativ angewendete Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika: Risiko von die Lebensqualität beeinträchtigenden, lang anhaltenden und möglicherweise irreversiblen Nebenwirkungen; Anwendungsbeschränkungen. Zulassungsinhaber von Fluorchinolon-Antibiotika in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 08.04.2019. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Alendronsäure STADA® 70 mg Tabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 11/2021. abgerufen am 12.10.2026
  10. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Bonviva (Ibandronsäure, EPAR): Anhang I (Fachinformation Bonviva 150 mg Filmtabletten) und Anhang III B (Packungsbeilage Bonviva 150 mg Filmtabletten). Atnahs Pharma Netherlands B.V.. Stand 04/2024. abgerufen am 12.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Atorvastatin-ratiopharm® 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 12.10.2026
  12. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Januvia (Sitagliptin, EPAR): Anhang I (Fachinformation) und Anhang III B (Packungsbeilage). Merck Sharp & Dohme B.V.. Stand 10/2025. abgerufen am 12.10.2026
  13. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Isotretinoin-ratiopharm® 20 mg Weichkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Predni H Tablinen 5 mg. Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 07/2022. abgerufen am 12.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation Predni H Tablinen 5 mg/20 mg/50 mg, Tabletten. Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 07/2022. abgerufen am 12.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amoxicillin-ratiopharm® 1000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  17. Fachinformation Fachinformation Pantoprazol-ratiopharm® 40 mg magensaftresistente Tabletten (Version 6). ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
  18. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pantoprazol-ratiopharm® 40 mg magensaftresistente Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
  19. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Brilique (Ticagrelor, EPAR): Anhang I (Fachinformation) und Anhang III B (Packungsbeilage Brilique 90 mg Filmtabletten). AstraZeneca AB. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  20. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm® 15 mg; 20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  21. Gicht. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 12.01.2022. abgerufen am 12.10.2026
  22. Rückenschmerzen: Wann zur Ärztin oder zum Arzt?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.08.2025. abgerufen am 12.10.2026
  23. Rücken- und Kreuzschmerzen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.08.2025. abgerufen am 12.10.2026
  24. Arthrose. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 25.06.2025. abgerufen am 12.10.2026
  25. Rheumatoide Arthritis. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 15.11.2023. abgerufen am 12.10.2026
  26. Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 24.04.2024. abgerufen am 12.10.2026
  27. Vitamin-D-Mangel. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand erstellt 15.11.2023. abgerufen am 12.10.2026
  28. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können Gelenkschmerzen verursachen?

Die Packungsbeilagen der Aromatasehemmer Anastrozol und Letrozol, die bei Brustkrebs eingesetzt werden, stufen Gelenkschmerzen zum Beispiel als sehr häufig ein. Auch die Produktinformationen von Fluorchinolon-Antibiotika wie Ciprofloxacin und Levofloxacin, von Osteoporosemitteln wie Alendronsäure und Ibandronsäure, des Cholesterinsenkers Atorvastatin, des Diabetesmittels Sitagliptin und des Aknemittels Isotretinoin nennen Gelenkschmerzen. Die erste Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Gelenkschmerzen nennt.

Welche Medikamente können Rückenschmerzen verursachen?

Bei Isotretinoin sind Rückenschmerzen laut Packungsbeilage sehr häufig, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Bei Atorvastatin nennt die Packungsbeilage Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen als häufig. Für die Tablette mit Ibandronsäure sind Rückenschmerzen als gelegentlich eingestuft, bei Sitagliptin ist die Häufigkeit nicht bekannt. Die zweite Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Rückenschmerzen nennt.

Machen Aromatasehemmer Gelenkschmerzen?

Das ist möglich. Laut IQWiG können Aromatasehemmer unter anderem Muskel- und Gelenkbeschwerden verursachen. Die Packungsbeilage von Anastrozol stuft Gelenkschmerzen oder Gelenksteifheit und eine Gelenkentzündung als sehr häufig ein, die von Letrozol Schmerzen in Knochen und Gelenken. Beeinträchtigen Sie die Beschwerden erheblich, informieren Sie laut Packungsbeilage von Letrozol Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Können Antibiotika Gelenkschmerzen auslösen?

Ja. Bei Ciprofloxacin sind Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung bei Kindern laut Packungsbeilage häufig, Gelenkschmerzen bei Erwachsenen gelegentlich. Ein Rote-Hand-Brief vom 8. April 2019 zählt Gelenkschmerzen und Gelenkschwellungen zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen von Fluorchinolonen. Er fordert Ärztinnen und Ärzte auf, ihren Patientinnen und Patienten zu empfehlen, die Behandlung bei den ersten Anzeichen zu beenden und sich zur weiteren Beratung an die Ärztin oder den Arzt zu wenden. Bei Amoxicillin können Gelenkschmerzen zu einer sehr seltenen verzögerten allergischen Reaktion gehören. Holen Sie in solchen Fällen in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Wann sind Rückenschmerzen unter einem Medikament ein Notfall?

Plötzliche starke Schmerzen im Bauch, im Brustbereich oder im Rücken unter Ciprofloxacin oder Levofloxacin können laut Packungsbeilage Zeichen einer Ausbeulung oder Aufspaltung der Aortenwand sein. Begeben Sie sich dann sofort in eine Notaufnahme. Starke, anhaltende Oberbauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, können unter Sitagliptin auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hinweisen. Unabhängig vom Medikament sollten laut IQWiG starke Beschwerden oder Lähmungserscheinungen im Bein sofort ärztlich abgeklärt werden; Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang und Taubheit im Genitalbereich können auf ein Kauda-Syndrom hindeuten, bei dem die Nerven rasch operativ entlastet werden müssen.

Soll ich mein Medikament absetzen, wenn mir die Gelenke wehtun?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei Prednisolon können sogar Muskel- und Gelenkschmerzen entstehen, wenn die Dosis nach lang dauernder Behandlung zu rasch verringert wird. Anders bei Warnzeichen, für die die Packungsbeilage das Beenden verlangt, etwa eine verzögerte allergische Reaktion unter Amoxicillin oder Zeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse unter Sitagliptin: Dann holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Bei Gelenkschmerzen unter einem Fluorchinolon wenden Sie sich laut Packungsbeilage sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung fortsetzen.

Können Medikamente eine Gicht auslösen?

Laut IQWiG zählen Medikamente, die den Harnsäurespiegel erhöhen, zu den Risikofaktoren für Gicht, vor allem entwässernde Medikamente (Diuretika), außerdem Acetylsalicylsäure und bestimmte Medikamente nach einer Organtransplantation. Bei Ticagrelor nennt die Packungsbeilage starke Schmerzen und Anschwellen der Gelenke als Anzeichen einer Gicht als häufige Nebenwirkung. Mehr dazu auf der Seite Gicht und erhöhte Harnsäure.

Können Gelenk- und Rückenschmerzen auch andere Ursachen haben?

Ja. Die meisten Menschen haben laut IQWiG im Laufe des Lebens irgendwann Schmerzen im unteren Rücken, und bei über 85 Prozent der Betroffenen lässt sich keine eindeutige Ursache finden. Gelenkschmerzen können zum Beispiel von einer Arthrose, einer rheumatoiden Arthritis, einer Gicht, einer Schilddrüsenunterfunktion oder einem Vitamin-D-Mangel kommen. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

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