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Clopidogrel: Nebenwirkungen und Wirkung
Clopidogrel ist ein verschreibungspflichtiger Plättchenhemmer. Er verhindert, dass Blutplättchen verklumpen, und senkt so das Risiko für Blutgerinnsel in verkalkten Arterien, etwa nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, einem Stent oder bei Durchblutungsstörungen der Beine. Häufig sind Blutungen wie Nasenbluten oder Blutergüsse sowie Durchfall, Bauchschmerzen und Sodbrennen. Bei Fieber, Anzeichen einer Infektion, ausgeprägter Müdigkeit, Gelbsucht oder roten Pünktchen unter der Haut wenden Sie sich unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Clopidogrel eingesetzt?
Clopidogrel gehört zu den Plättchenhemmern, einer Gruppe der Blutverdünner. Erwachsene nehmen es ein, um der Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) in verkalkten Arterien vorzubeugen; dieser Vorgang heißt Atherothrombose und kann zu einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt oder zum Tod führen [1]. Laut Packungsbeilage wird Clopidogrel verschrieben [1]:
- bei verkalkten Arterien (Arteriosklerose) nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall oder bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit,
- nach einer Episode mit starkem Brustschmerz (instabile Angina pectoris) oder einem Herzinfarkt, auch wenn eine Gefäßstütze (Stent) eingesetzt wurde, gegebenenfalls zusammen mit Acetylsalicylsäure (ASS),
- nach einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA) oder einem leichten ischämischen Schlaganfall, zusätzlich zu ASS,
- bei Vorhofflimmern, wenn keine Vitamin-K-Antagonisten eingenommen werden können und kein Risiko für schwere Blutungen besteht, zusammen mit ASS. Die Packungsbeilage weist darauf hin, dass Vitamin-K-Antagonisten bei dieser Krankheit wirksamer sind als ASS oder die Kombination von Clopidogrel und ASS.
Die Fachinformation grenzt die Anwendungsgebiete genauer ein: nach einem Herzinfarkt, der wenige Tage bis weniger als 35 Tage zurückliegt, nach einem ischämischen Schlaganfall, der 7 Tage bis weniger als 6 Monate zurückliegt, und bei der TIA mit mäßigem bis hohem Risiko oder dem leichten Schlaganfall mit Beginn innerhalb von 24 Stunden [2]. Kindern wird Clopidogrel nicht gegeben, weil die Wirksamkeit nicht belegt ist [1].
Wie wirkt Clopidogrel?
Blutplättchen sind sehr kleine Blutzellen, die bei der Bildung eines Blutpfropfs zusammenklumpen. Plättchenhemmer wie Clopidogrel verhindern dieses Zusammenklumpen und senken so das Risiko für Blutgerinnsel [1]. Clopidogrel ist eine Vorstufe (Prodrug): Erst Enzyme der Leber, vor allem CYP2C19, bilden daraus den wirksamen Stoff. Er blockiert die Andockstelle P2Y12 für den Botenstoff ADP auf den Blutplättchen dauerhaft; die betroffenen Plättchen bleiben für den Rest ihrer Lebenszeit von ungefähr 7 bis 10 Tagen gehemmt [2].
Bei täglicher Einnahme ist die Hemmung laut Fachinformation schon ab dem ersten Tag ausgeprägt und erreicht zwischen dem 3. und 7. Tag ein gleichbleibendes Niveau. Nach dem Ende der Behandlung normalisieren sich Plättchenfunktion und Blutungszeit im Allgemeinen innerhalb von 5 Tagen [2]. Weil der wirksame Stoff über Leberenzyme entsteht, von denen einige erblich unterschiedlich arbeiten oder durch andere Arzneimittel gehemmt werden, erreichen nicht alle Menschen eine ausreichende Hemmung der Blutplättchen [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die häufigsten Nebenwirkungen von Clopidogrel sind Blutungen: Magen- oder Darmblutungen, blaue Flecken, Blutergüsse, Nasenbluten oder Blut im Urin; in wenigen Fällen wurden Blutungen im Auge, im Inneren des Kopfes, in der Lunge oder in Gelenken berichtet [1]. Laut Fachinformation treten Blutungen meistens im ersten Behandlungsmonat auf [2]. Die Liste enthält die Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation; die Häufigkeiten der Blutungen und der Veränderungen des Blutbilds stammen aus der Fachinformation [1, 2].
"Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen. Mehr über Blutungen als Nebenwirkung lesen Sie unter Blutungen und Blutbild.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Magen und DarmDurchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen[1, 2]Mehr dazu: DurchfallBauchschmerzenSodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- Magen und DarmMagen- oder Darmblutungen[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und GeschwüreBlutungen und blaue Flecken
- Gefäße und KreislaufBlutergüsse und blaue Flecken (Hämatome)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- AtemwegeNasenbluten[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Allgemeine BeschwerdenBlutung an Einstichstellen[2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Magen und DarmMagengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür, Magenschleimhautentzündung (Gastritis)[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- Magen und DarmErbrechen, Übelkeit, Verstopfung, starke Blähungen[1, 2]Mehr dazu: ErbrechenÜbelkeitVerstopfungBlähungen
- HautHautausschläge, Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
- HautBlutungen der Haut (Purpura)[2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- NervensystemBenommenheit oder Schwindel[1, 2]Mehr dazu: SchwindelMüdigkeit
- NervensystemKribbeln und Taubheitsempfinden (Parästhesien)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemBlutungen im Inneren des Kopfes (intrakranielle Blutungen), einige mit tödlichem Ausgang[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- AugenBlutungen im Auge (Bindehaut, Auge, Netzhaut)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Nieren und HarnwegeBlut im Urin (Hämaturie)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Blut und LymphsystemVerminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), vermehrte eosinophile Granulozyten (Eosinophilie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Laborwerte und UntersuchungenVerlängerte Blutungszeit, verminderte Zahl der Neutrophilen und der Blutplättchen in Blutuntersuchungen[2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsVeränderte Laborwerte
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemVerringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie, auch schwer); Fieber, Anzeichen einer Infektion oder ausgeprägte Müdigkeit können darauf beruhen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsFieberErhöhte InfektanfälligkeitMüdigkeit
- Ohr und GleichgewichtSchwindel mit Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- Geschlechtsorgane und BrustVergrößerung der Brustdrüsen bei Männern (Gynäkomastie)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
- Magen und DarmBlutungen in den Raum hinter der Bauchhöhle (retroperitoneale Blutungen)[2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Leber und GalleGelbsucht; laut Fachinformation akutes Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis) und Leberwerte außerhalb der Norm[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Magen und DarmStarke Bauchschmerzen mit oder ohne Rückenschmerzen (laut Fachinformation Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: BauchspeicheldrüsenentzündungBauchschmerzenRückenschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenFieber[1, 2]Mehr dazu: Fieber
- AtemwegeAtembeschwerden, mitunter mit Husten (laut Fachinformation Verkrampfung der Bronchien, interstitielle oder eosinophile Lungenentzündung)[1, 2]Mehr dazu: AtemnotReizhusten
- AtemwegeBlutungen der Atemwege (Bluthusten, Lungenblutungen)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- ImmunsystemAllgemeine allergische Reaktionen, etwa allgemeines Hitzegefühl mit plötzlichem Unwohlsein bis hin zur Ohnmacht (laut Fachinformation anaphylaktische Reaktionen, Serumkrankheit)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HautSchwellungen im Mundbereich (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAllergische Reaktionen
- HautBlasenbildung der Haut und allergische Hautreaktionen; laut Fachinformation u. a. blasenbildende Hautentzündungen (bullöse Dermatitis: toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, akut generalisiertes pustulöses Exanthem), DRESS-Syndrom, Nesselsucht, Ekzem und Lichen planus[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagNesselsucht
- Magen und DarmEntzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)[1, 2]
- Magen und DarmDickdarmentzündung (Kolitis, auch ulzerös oder lymphozytär); Magen-Darm-Blutungen und retroperitoneale Blutungen mit tödlichem Ausgang[2]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenMagen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- Gefäße und KreislaufNiedriger Blutdruck[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
- Gefäße und KreislaufSchwere Blutungen, Blutungen aus Operationswunden, Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis)[2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- PsycheVerwirrtheitszustände, Halluzinationen[1, 2]Mehr dazu: VerwirrtheitPsychose und Halluzinationen
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen, Muskelschmerzen; laut Fachinformation auch Gelenkentzündung (Arthritis) und Blutungen in Muskeln oder Gelenken[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenMuskelschmerzenBlutungen und blaue Flecken
- NervensystemGeschmacksveränderungen oder Geschmacksverlust[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- Blut und LymphsystemStörungen von Blutbild und Blutgerinnung: thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), aplastische Anämie, Panzytopenie, Agranulozytose, schwere Thrombozytopenie, erworbene Hämophilie A, Granulozytopenie, Anämie[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Nieren und HarnwegeNierenentzündung (Glomerulonephritis), Anstieg des Kreatininwerts im Blut[2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- HerzÜberempfindlichkeitsreaktionen mit Brust- oder Bauchschmerzen (laut Fachinformation Kounis-Syndrom, eine allergisch ausgelöste Verkrampfung der Herzkranzgefäße bzw. ein allergischer Herzinfarkt)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenBauchschmerzen
- ImmunsystemAnzeichen eines anhaltend niedrigen Blutzuckers (laut Fachinformation Insulin-Autoimmunsyndrom, das zu schwerer Unterzuckerung führen kann)[1, 2]Mehr dazu: Unterzuckerung
- ImmunsystemKreuzreaktive Überempfindlichkeit gegen verwandte Wirkstoffe (Thienopyridine wie Ticlopidin oder Prasugrel)[2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) wurde laut Fachinformation sehr selten beobachtet, manchmal schon nach kurzer Einnahme. Sie ist potenziell lebensbedrohlich und muss sofort behandelt werden [2]. Laut Fachinformation wurde nach der Einnahme von Clopidogrel außerdem von einer erworbenen Hämophilie berichtet, einer erworbenen Störung der Blutgerinnung; bei bestätigter Diagnose muss Clopidogrel abgesetzt werden, und Spezialistinnen oder Spezialisten übernehmen die Behandlung [2]. Bei Lebensgefahr wählen Sie den Notruf 112.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Kleine Blutungen: Wenn Sie sich schneiden oder verletzen, kann die Blutung länger dauern als sonst, weil Clopidogrel die Gerinnung hemmt. Kleinere Schnitte und Verletzungen, etwa beim Rasieren, sind in der Regel ohne Bedeutung. Machen Sie sich trotzdem Sorgen wegen einer Blutung, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung [1]. Laut Fachinformation sollten Sie jede Blutung, die nach Ort oder Dauer ungewöhnlich ist, ärztlich melden [2].
Magen und Darm: Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Sodbrennen sind häufig; ein Magengeschwür ist gelegentlich [1]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Beschwerden anhalten. Soll ein Magenschutz eingenommen werden, beachten Sie die Wechselwirkungen mit Omeprazol und Esomeprazol weiter unten [2].
Kontrollen: Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Blutuntersuchungen anordnen [1]. Laut Fachinformation sollte bei Verdacht auf eine Blutung sofort eine Bestimmung des Blutbilds erwogen werden [2]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken (auch solche, die nicht in der Packungsbeilage stehen), wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Manche Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Clopidogrel, und Clopidogrel kann die Wirkung anderer Mittel verändern. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt insbesondere mit, wenn Sie Gerinnungshemmer, entzündungshemmende Schmerzmittel, Heparin, andere Plättchenhemmer oder Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI einnehmen, denn sie können das Blutungsrisiko erhöhen [1]. Gerinnungshemmer zum Einnehmen wie Warfarin werden laut Fachinformation nicht zusammen mit Clopidogrel empfohlen [2].
Weil Clopidogrel teilweise über das Leberenzym CYP2C19 in seine wirksame Form umgewandelt wird, können Mittel, die dieses Enzym hemmen, die Wirkung abschwächen. Dazu gehören laut Fachinformation die Magensäureblocker Omeprazol und Esomeprazol, Fluvoxamin, Fluoxetin, Moclobemid, Voriconazol, Fluconazol, Ticlopidin, Carbamazepin und Efavirenz; vom gleichzeitigen Gebrauch wird abgeraten [2]. Bei Pantoprazol war die Abnahme geringer, und laut Fachinformation kann Clopidogrel zusammen mit Pantoprazol angewendet werden [2]. Mehr zu dieser Wirkstoffgruppe lesen Sie unter Protonenpumpenhemmer.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Gerinnungshemmer zum Einnehmen (z. B. Warfarin) | Blutungen können verstärkt werden[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung laut Fachinformation nicht empfohlen |
| Heparin oder andere gespritzte Gerinnungshemmer, Glykoprotein-IIb/IIIa-Hemmer | Erhöhtes Blutungsrisiko[1, 2] | Nur mit Vorsicht kombinieren, ärztlich festgelegt |
| Ticlopidin oder andere Mittel gegen das Zusammenklumpen der Blutplättchen | Erhöhtes Blutungsrisiko; Ticlopidin kann außerdem die Bildung des wirksamen Stoffs hemmen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; vom gleichzeitigen Gebrauch von Ticlopidin laut Fachinformation abgeraten |
| Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), auch COX-2-Hemmer | Erhöhtes Blutungsrisiko; mit Naproxen wurde mehr verborgener Blutverlust im Magen-Darm-Trakt beobachtet[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Acetylsalicylsäure (ASS) | Erhöhtes Blutungsrisiko möglich; bei bestimmten Erkrankungen wird ASS bewusst mit Clopidogrel kombiniert[1, 2] | Laut Packungsbeilage ist eine gelegentliche Einnahme von ASS (nicht mehr als 1.000 mg innerhalb von 24 Stunden) im Allgemeinen ohne Bedenken; eine langfristige Einnahme aus anderen Gründen mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen |
| Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI (z. B. Fluoxetin, Fluvoxamin) sowie Moclobemid | SSRI erhöhen das Blutungsrisiko; Fluoxetin, Fluvoxamin und Moclobemid können außerdem die Bildung des wirksamen Stoffs hemmen[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen; vom gleichzeitigen Gebrauch von Fluoxetin, Fluvoxamin und Moclobemid laut Fachinformation abgeraten |
| Omeprazol oder Esomeprazol (Magensäureblocker) | Es entsteht weniger wirksamer Stoff, die Hemmung der Blutplättchen nimmt ab; zu den klinischen Auswirkungen gibt es laut Fachinformation widersprüchliche Daten, die klinische Bedeutung der Wechselwirkung ist ungewiss[1, 2] | Laut Fachinformation als Vorsichtsmaßnahme abgeraten; Pantoprazol kann laut Fachinformation zusammen mit Clopidogrel angewendet werden |
| Fluconazol oder Voriconazol (gegen Pilzinfektionen), Carbamazepin (gegen Epilepsie), Efavirenz oder mit Ritonavir oder Cobicistat verstärkte (geboosterte) HIV-Therapien | Wirkung von Clopidogrel kann abgeschwächt werden[1, 2] | Laut Fachinformation vom gleichzeitigen Gebrauch abgeraten; auch andere HIV-Mittel der Ärztin oder dem Arzt mitteilen |
| Rifampicin (gegen schwere Infektionen) | Mehr wirksamer Stoff, stärkere Hemmung der Blutplättchen, höheres Blutungsrisiko[1, 2] | Laut Fachinformation vom gleichzeitigen Gebrauch abgeraten |
| Repaglinid (gegen Diabetes) und Paclitaxel (gegen Krebs) | Ihre Konzentration im Blut kann steigen[1, 2] | Nur mit Vorsicht kombinieren |
| Opioide (starke Schmerzmittel) | Clopidogrel kann verzögert und vermindert aufgenommen werden[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren, bevor ein Opioid verschrieben wird |
| Rosuvastatin (Cholesterinsenker) | Rosuvastatin-Exposition steigt (nach wiederholter Clopidogrel-Gabe um das 1,4-Fache)[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Clopidogrel nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Glauben Sie, dass einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, oder sind Sie unsicher, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Erhöhtes Blutungsrisiko, etwa durch eine Krankheit mit erhöhtem Risiko für innere Blutungen (z. B. Magengeschwür), eine Blutgerinnungsstörung, eine kürzlich erlittene schwere Verletzung oder eine kürzlich erfolgte Operation (auch beim Zahnarzt)[1, 2]
- Geplante Operation, auch beim Zahnarzt, innerhalb der nächsten 7 Tage: Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation sollte Clopidogrel 7 Tage vor einer geplanten Operation abgesetzt werden, wenn die Hemmung der Blutplättchen vorübergehend unerwünscht ist[1, 2]
- Blutgerinnsel in einer Hirnarterie (ischämischer Schlaganfall) in den letzten 7 Tagen[1]
- Hirnblutung ohne Verletzung als Ursache in der Vorgeschichte[1]
- Nieren- oder Lebererkrankung[1, 2]
- Frühere Allergie oder Reaktion auf ein Arzneimittel gegen Ihre Erkrankung; laut Fachinformation sind Kreuzreaktionen mit verwandten Wirkstoffen wie Ticlopidin oder Prasugrel möglich[1, 2]
- Erblich bedingt verminderte Aktivität des Leberenzyms CYP2C19 (langsame CYP2C19-Metabolisierer): Bei der empfohlenen Dosis entsteht weniger wirksamer Stoff, die Wirkung auf die Blutplättchen ist vermindert; der CYP2C19-Genotyp lässt sich mit Tests bestimmen[2]
- Kinder und Jugendliche: nicht geben, da die Wirksamkeit nicht belegt ist[1]
- Zuckerunverträglichkeit: Die Tabletten enthalten Lactose[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Autofahren, Schwangerschaft, Stillzeit und Einnahme sagen [1, 2, 3]. Packungsbeilage und Embryotox setzen in der Schwangerschaft unterschiedliche Schwerpunkte: Die Packungsbeilage rät von der Einnahme ab; laut Embryotox darf Clopidogrel angewendet werden, wenn ASS nicht vertragen wird oder nicht ausreichend wirkt [1, 3]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Clopidogrel sollte in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Sind Sie schwanger, vermuten es oder planen Sie eine Schwangerschaft, fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Werden Sie während der Einnahme schwanger, teilen Sie das unverzüglich Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit.[1]
Laut Fachinformation liegen keine klinischen Daten zur Einnahme in der Schwangerschaft vor; als Vorsichtsmaßnahme ist es vorzuziehen, Clopidogrel nicht anzuwenden. Tierstudien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen.[2]
Embryotox stuft den Erfahrungsumfang als gering ein; einzelne Fallberichte und mehr als 50 dort dokumentierte Schwangerschaften mit Einnahme im ersten Drittel ergaben keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Vor Operationen und vor der Entbindung ist die erhöhte Blutungsneigung der Mutter zu bedenken. Nach einer Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel kann laut Embryotox eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden, um eine unauffällige Entwicklung des Kindes zu bestätigen. Laut Embryotox darf Clopidogrel in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn Acetylsalicylsäure nicht vertragen wird oder nicht ausreichend wirkt; eine niedrig dosierte ASS-Therapie ist vorzuziehen, wenn das Therapieziel damit erreicht wird. Sind Sie bereits auf Clopidogrel eingestellt, sollte laut Embryotox schon im Vorfeld einer Schwangerschaft bzw. bei Feststellung der Schwangerschaft geprüft werden, ob die Behandlung umgestellt werden kann. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Während der Einnahme sollten Sie nicht stillen; fragen Sie vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Ob Clopidogrel in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; im Tierversuch wurde ein Übergang beobachtet.[1, 2]
Laut Embryotox liegen keine klinischen Berichte vor; unter einer langfristigen Therapie mit Clopidogrel sollte nicht gestillt werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Es gibt keine Anhaltspunkte, dass Clopidogrel die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen ungünstig beeinflusst.[1, 2]
Einnahme
Einmal täglich zur gleichen Zeit, unabhängig von den Mahlzeiten.[1]
Einnahme vergessen: Bemerken Sie es innerhalb von 12 Stunden, holen Sie die Einnahme sofort nach und nehmen die nächste Tablette zur gewohnten Zeit. Sind mehr als 12 Stunden vergangen, nehmen Sie einfach die nächste Tablette zum vorgesehenen Zeitpunkt, nicht die doppelte Menge.[1]
Teilen Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Zahnarztpraxis mit, dass Sie Clopidogrel einnehmen, bevor ein Eingriff geplant ist oder ein neues Arzneimittel hinzukommt. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Blutuntersuchungen anordnen.[1, 2]
Absetzen
Brechen Sie die Behandlung nicht ab, solange Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es nicht anordnet; wenden Sie sich vorher an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.[1]
Laut Fachinformation normalisieren sich Plättchenfunktion und Blutungszeit im Allgemeinen innerhalb von 5 Tagen nach dem Ende der Behandlung; vor einer geplanten Operation sollte Clopidogrel, wenn seine Wirkung vorübergehend unerwünscht ist, 7 Tage vorher abgesetzt werden.[2]
Überdosierung
Haben Sie zu viel eingenommen, informieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder wenden Sie sich an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses, es besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko. Laut Fachinformation ist bisher kein Gegenmittel bekannt; muss sich die Blutungszeit rasch normalisieren, könnte eine Übertragung von Blutplättchen die Wirkung aufheben.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt eine empfohlene Tagesdosis und für bestimmte Situationen eine einmalige höhere Anfangsdosis, die die Ärztin oder der Arzt zu Behandlungsbeginn geben kann [1]. Die Fachinformation schränkt diese Anfangsdosis für ältere Menschen zusätzlich ein [2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Nehmen Sie Clopidogrel immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Tablette täglich zur gleichen Zeit ein, unabhängig von den Mahlzeiten [1]. Wie Sie bei einer vergessenen Einnahme vorgehen, steht in der Karte "Einnahme" oben. Bevor ein Eingriff geplant ist oder ein neues Arzneimittel hinzukommt, sagen Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Zahnarztpraxis, dass Sie Clopidogrel einnehmen [1, 2].
Brechen Sie die Behandlung nicht ab, solange Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es nicht anordnet, und wenden Sie sich vorher an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Ist vor einer geplanten Operation die Wirkung auf die Blutplättchen vorübergehend unerwünscht, sollte Clopidogrel laut Fachinformation 7 Tage vorher abgesetzt werden; ob das nötig ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [2]. Wie lange Clopidogrel nach einem Herzinfarkt oder Stent genommen wird und was beim Zahnarzt gilt, erklärt die Seite Clopidogrel absetzen. Hinweise zur Vorbereitung auf Eingriffe finden Sie im Ratgeber Medikamente vor der OP. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Clopidogrel
Clopidogrel gibt es von mehreren Herstellern, unter anderem als Clopidogrel ratiopharm, Iscover und Plavix [1, 3]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Clopidogrel ratiopharm 75 mg Filmtabletten [1, 2]. Für Kombinationspräparate mit Clopidogrel und ASS gelten eigene Packungsbeilagen.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Clopidogrel ratiopharm | Teva B.V. (Zulassungsinhaber), Vertrieb ratiopharm GmbH | Filmtabletten mit 75 mg (verschreibungspflichtig): Grundlage dieser Seite |
| Iscover | Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber) | in der EU zentral zugelassen; verschreibungspflichtig |
| Plavix | Sanofi Winthrop Industrie (Zulassungsinhaber) | in der EU zentral zugelassen; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Clopidogrel ratiopharm 75 mg Filmtabletten. Teva B.V. (Zulassungsinhaber)/ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Clopidogrel ratiopharm 75 mg Filmtabletten. Teva B.V. (Zulassungsinhaber)/ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Clopidogrel. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Clopidogrel. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wofür nimmt man Clopidogrel?
Clopidogrel soll verhindern, dass sich in verkalkten Arterien Blutgerinnsel bilden, die zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod führen können. Erwachsene erhalten es nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit, nach instabiler Angina pectoris oder Herzinfarkt (auch nach einem Stent) zusammen mit ASS, nach einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns oder einem leichten Schlaganfall sowie bei Vorhofflimmern zusammen mit ASS, wenn keine Vitamin-K-Antagonisten möglich sind und kein Risiko für schwere Blutungen besteht.
Welche Nebenwirkungen hat Clopidogrel am häufigsten?
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Blutungen, etwa Magen- oder Darmblutungen, blaue Flecken, Blutergüsse oder Nasenbluten. Häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) sind außerdem Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Sodbrennen. Kleinere Schnitte, etwa beim Rasieren, bluten unter Clopidogrel eventuell länger, sind laut Packungsbeilage aber in der Regel ohne Bedeutung.
Darf ich Clopidogrel zusammen mit Pantoprazol oder Omeprazol nehmen?
Omeprazol und Esomeprazol hemmen ein Leberenzym, das Clopidogrel in seine wirksame Form umwandelt; laut Fachinformation wird als Vorsichtsmaßnahme vom gleichzeitigen Gebrauch abgeraten. Mit Pantoprazol nahm die Menge des wirksamen Stoffs weniger stark ab, und laut Fachinformation kann Clopidogrel zusammen mit Pantoprazol angewendet werden. Welcher Magenschutz für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich zusätzlich Aspirin oder Ibuprofen nehmen?
Bei bestimmten Anwendungsgebieten wird Clopidogrel zusammen mit Acetylsalicylsäure (ASS) verschrieben, etwa nach starkem Brustschmerz (instabile Angina pectoris oder Herzinfarkt), einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns oder einem leichten Schlaganfall. Eine gelegentliche zusätzliche Einnahme von ASS innerhalb der Höchstmenge, die die Packungsbeilage nennt (siehe Wechselwirkungen), ist laut Packungsbeilage im Allgemeinen ohne Bedenken; eine langfristige Einnahme aus anderen Gründen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen können das Blutungsrisiko erhöhen; fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.
Muss ich Clopidogrel vor einer Operation oder beim Zahnarzt absetzen?
Sagen Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Zahnarztpraxis vor jedem geplanten Eingriff, dass Sie Clopidogrel einnehmen. Laut Fachinformation sollte Clopidogrel 7 Tage vor einer geplanten Operation abgesetzt werden, wenn seine Wirkung auf die Blutplättchen vorübergehend unerwünscht ist. Das entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab.
Was mache ich, wenn ich eine Tablette Clopidogrel vergessen habe?
Bemerken Sie es innerhalb von 12 Stunden, nehmen Sie die Tablette sofort und die nächste zur gewohnten Zeit. Sind mehr als 12 Stunden vergangen, nehmen Sie die nächste Tablette zum vorgesehenen Zeitpunkt, aber nicht die doppelte Menge.
Darf ich Clopidogrel in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Laut Packungsbeilage sollte Clopidogrel in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, und während der Einnahme sollten Sie nicht stillen. Planen Sie eine Schwangerschaft oder sind Sie schwanger, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Embryotox darf Clopidogrel in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn Acetylsalicylsäure nicht vertragen wird oder nicht ausreichend wirkt; eine niedrig dosierte ASS-Therapie ist dort vorzuziehen, wenn das Therapieziel damit erreicht wird. Sind Sie bereits auf Clopidogrel eingestellt, sollte laut Embryotox schon im Vorfeld einer Schwangerschaft bzw. bei Feststellung der Schwangerschaft geprüft werden, ob die Behandlung umgestellt werden kann. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie lange muss ich Clopidogrel nehmen?
So lange, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es verordnet hat. Nach einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns oder einem leichten Schlaganfall wird Clopidogrel laut Packungsbeilage zunächst für 3 Wochen mit ASS kombiniert; danach verschreibt die Ärztin oder der Arzt eines der beiden Mittel allein. Die Angaben der Packungsbeilage zur Dosis stehen im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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Ratgeber Medikamente mit Milch einnehmen?Milch kann die Aufnahme mancher Medikamente verringern, etwa bestimmter Antibiotika.