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Edoxaban (Lixiana): Nebenwirkungen und Wirkung

Edoxaban ist ein verschreibungspflichtiger Gerinnungshemmer, der einmal am Tag eingenommen wird. Er wird bei Erwachsenen angewendet, um bei Vorhofflimmern Schlaganfällen vorzubeugen, sowie zur Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien und zur Vorbeugung ihres erneuten Auftretens. Wie andere Gerinnungshemmer kann Edoxaban Blutungen verursachen, die lebensbedrohlich sein können. Bei einer Blutung, die nicht von selbst aufhört, oder bei Zeichen einer starken Blutung wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Mann Anfang siebzig mit weißem Haar gießt an einem sonnigen Morgen Tomatenpflanzen in seinem Gemüsegarten
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Bauchschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Auffällige Leberwerte bei Blutuntersuchungen[1, 2]
  • Häufig: Blutung aus der Haut oder unter die Haut[1, 2]
  • Häufig: Blutarmut (Anämie), ein Mangel an roten Blutkörperchen[1, 2]
  • Häufig: Nasenbluten[1, 2]
  • Häufig: Blutung aus der Scheide; laut Fachinformation bei Frauen unter 50 Jahren häufig, bei Frauen über 50 Jahren gelegentlich berichtet[1, 2]
  • Häufig: Hautausschlag[1, 2]
  • Häufig: Darmblutung[1, 2]
  • Häufig: Blutung im Mund oder Rachen[1, 2]
  • Häufig: Blut im Urin[1, 2]
  • Häufig: Blutung nach einer Verletzung (an einer Einstichstelle)[1, 2]
  • Häufig: Magenblutung[1, 2]
  • Häufig: Schwindelgefühl[1, 2]
  • Häufig: Übelkeit[1, 2]
  • Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Juckreiz[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Edoxaban eingesetzt?

Edoxaban ist ein verschreibungspflichtiger Gerinnungshemmer (Antikoagulans) aus der Gruppe der Blutverdünner. Es hilft, der Entstehung von Blutgerinnseln vorzubeugen [1, 2]. Erwachsene erhalten Edoxaban [1]:

  • bei Vorhofflimmern, das nicht durch einen Herzklappenfehler bedingt ist (nicht-valvuläres Vorhofflimmern), und mindestens einem weiteren Risikofaktor, um Blutgerinnseln im Gehirn (Schlaganfall) und in anderen Blutgefäßen vorzubeugen,
  • zur Behandlung von Blutgerinnseln in den Beinvenen (tiefe Venenthrombose) und in den Blutgefäßen der Lunge (Lungenembolie) und um ihrem erneuten Auftreten vorzubeugen.

Als Risikofaktoren bei Vorhofflimmern nennt die Fachinformation eine Herzschwäche, Bluthochdruck, ein Alter ab 75 Jahren, Diabetes sowie einen früheren Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA) [2]. Bei der Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien beginnt Edoxaban laut Fachinformation erst nach einer mindestens 5-tägigen Anfangsbehandlung mit einem gespritzten oder als Infusion gegebenen Gerinnungshemmer; wie lange behandelt wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt nach Nutzen und Blutungsrisiko [2]. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird Edoxaban nicht empfohlen [1, 2].

Wie wirkt Edoxaban?

Edoxaban hemmt direkt und gezielt den Gerinnungsfaktor Xa, einen wichtigen Bestandteil der Blutgerinnung [1, 2]. Laut Fachinformation wird dadurch weniger Thrombin gebildet, die Gerinnungszeit verlängert sich, und das Risiko, dass sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet, sinkt [2].

Die Wirkung setzt innerhalb von 1 bis 2 Stunden nach der Einnahme ein; zu diesem Zeitpunkt ist auch die höchste Konzentration im Blut erreicht. Die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) beträgt 10 bis 14 Stunden. Bei gesunden Versuchspersonen läuft die Hälfte der Ausscheidung (Clearance) über die Nieren [2]. Mit üblichen Gerinnungstests wie INR-Wert oder Prothrombinzeit lässt sich die Wirkung von Edoxaban nicht zuverlässig kontrollieren; eine Routinekontrolle ist laut Fachinformation nicht erforderlich [2, 3].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wie andere Gerinnungshemmer kann Edoxaban Blutungen verursachen, die unter Umständen lebensbedrohlich sind; manchmal ist eine Blutung nicht sichtbar [1]. Am häufigsten berichtet werden laut Fachinformation Nasenbluten, Blut im Urin und Blutarmut [2]. Die Liste unten enthält alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Die Fachinformation fasst die Häufigkeiten für beide Anwendungsgebiete (Vorhofflimmern und Thrombosen) zusammen. Sie weist darauf hin, dass Blutungen an jeder Körperstelle auftreten und schwer verlaufen können und dass sich eine Regelblutung verstärken oder verlängern kann [2]. Mehr über Blutungen und Veränderungen des Blutbilds als Nebenwirkung lesen Sie unter Blutungen und Blutbild.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Die Anzeichen einer Blutung stehen auch im Therapiepass, den Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen laut Produktinformation aushändigen und mit Ihnen besprechen soll [2, 3]. Laut Fachinformation sollte Edoxaban bei schweren Blutungen abgesetzt werden; ein spezifisches Gegenmittel, das die gerinnungshemmende Wirkung aufhebt, gibt es nicht [2].

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau Mitte sechzig im ruhigen Gespräch mit ihrer Hausärztin in einem hellen Sprechzimmer
Bild: KI-generiert

Blutungen und Blutergüsse: Nasenbluten, Blutungen aus oder unter der Haut und Blut im Urin gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1]. Hören Nasenbluten oder eine Schnittverletzung lange nicht auf zu bluten oder bemerken Sie andere Anzeichen einer Blutung, sprechen Sie sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [3]. Gegebenenfalls überwacht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dann engmaschiger oder stellt Sie auf ein anderes Arzneimittel um [1]. Laut Fachinformation könnte eine Laboruntersuchung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) von Nutzen sein, um verborgene Blutungen zu erkennen [2].

Schwindel und Kopfschmerzen: Beides ist häufig [1]. Treten Schwindelgefühl oder plötzliche Kopfschmerzen auf, können das auch Anzeichen einer Blutung sein; sprechen Sie dann sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [3].

Bauchschmerzen und Übelkeit: Auch sie gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1]. Erbrechen Sie Blut oder Material, das wie Kaffeesatz aussieht, oder ist Ihr Stuhl teerfarben, können das Anzeichen einer Blutung sein; wenden Sie sich dann sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [3]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken (auch solche, die nicht in der Packungsbeilage stehen), wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Andere Gerinnungshemmer wie Warfarin, Phenprocoumon, Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban oder Heparin dürfen Sie nur in Ausnahmesituationen gleichzeitig anwenden, etwa bei einer Umstellung [1, 2]. Schmerzmittel wie Naproxen oder Acetylsalicylsäure, Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen wie Clopidogrel und Antidepressiva aus den Gruppen der SSRI und SNRI können das Risiko unerwünschter Blutungen erhöhen [1].

Ciclosporin, Dronedaron, Erythromycin und Ketoconazol erhöhen die Menge von Edoxaban im Blut; die Packungsbeilage sieht dann eine geringere Dosis vor [1, 2]. Bestimmte Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital, Johanniskraut und Rifampicin können die Wirksamkeit von Edoxaban vermindern [1]. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet in all diesen Fällen, ob Sie mit Edoxaban behandelt und ob Sie überwacht werden [1].

Wechselwirkungen von Edoxaban
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Andere Gerinnungshemmer wie Heparin, Vitamin-K-Antagonisten (Warfarin, Acenocoumarol, Phenprocoumon), Dabigatran, Rivaroxaban oder ApixabanErhöhtes Blutungsrisiko[1, 2]Gleichzeitige Anwendung nicht erlaubt, außer bei einer Umstellung oder wenn Heparin einen Zugang offen hält
Ciclosporin, Dronedaron, Erythromycin oder KetoconazolKönnen die Wirksamkeit von Edoxaban und das Risiko unerwünschter Blutungen erhöhen; in Studien stieg die Edoxaban-Exposition im Blut (AUC) um 73 bis 87 Prozent[1, 2]Die Packungsbeilage sieht dann eine geringere Dosis vor (siehe Dosierung); die Ärztin oder der Arzt entscheidet über Behandlung und Überwachung
Weitere Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Verapamil) und Antibiotika wie ClarithromycinKönnen die Wirksamkeit von Edoxaban und das Risiko unerwünschter Blutungen erhöhen[1, 2]Vorher ärztlich besprechen; laut Fachinformation ist bei Chinidin, Verapamil oder Clarithromycin keine Dosisverringerung nötig
Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen wie ClopidogrelHöheres Blutungsrisiko[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Acetylsalicylsäure (ASS)Höheres Blutungsrisiko; laut Fachinformation kann Edoxaban zusammen mit niedrig dosierter ASS angewendet werden, die dauerhafte gleichzeitige Einnahme hoch dosierter ASS wird nicht empfohlen[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie NaproxenHöheres Blutungsrisiko; die langfristige gleichzeitige Anwendung wird laut Fachinformation nicht empfohlen[1, 2]Vorher ärztlich besprechen, auch bei rezeptfreien Schmerzmitteln
Antidepressiva aus den Gruppen der SSRI und SNRIHöheres Blutungsrisiko möglich[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Bestimmte Mittel gegen Epilepsie (z. B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital), Johanniskraut und RifampicinWirksamkeit von Edoxaban kann nachlassen[1, 2]Vorher ärztlich besprechen; laut Fachinformation nur mit Vorsicht kombinieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Edoxaban nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Laut Fachinformation haben einzelne Gruppen ein erhöhtes Blutungsrisiko und werden nach Behandlungsbeginn sorgfältig auf Blutungen und Blutarmut überwacht [2].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Edoxaban oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Aktuelle Blutung (klinisch bedeutsame akute Blutung)[1, 2]
  • Erkrankungen oder Zustände, die das Risiko einer schweren Blutung erhöhen, zum Beispiel ein Magengeschwür, eine Verletzung oder Blutung im Gehirn oder eine kürzlich durchgeführte Operation am Gehirn oder an den Augen; laut Fachinformation auch bösartige Tumoren mit hohem Blutungsrisiko, kürzliche Rückenmarksverletzungen oder -operationen, bekannte oder vermutete Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), Fehlbildungen und Aussackungen von Blutgefäßen[1, 2]
  • Gleichzeitige Einnahme anderer Gerinnungshemmer (z. B. Warfarin, Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban oder Heparin), außer bei einer Umstellung der Behandlung oder wenn Heparin einen Venen- oder Arterienzugang offen hält[1, 2]
  • Lebererkrankung mit erhöhter Blutungsneigung[1, 2]
  • Unbehandelter (laut Fachinformation nicht eingestellter schwerer) Bluthochdruck[1, 2]
  • Schwangerschaft und Stillzeit[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Erhöhtes Blutungsrisiko, etwa bei sehr schwer eingeschränkter Nierenfunktion oder Dialyse, schwerer Lebererkrankung, Blutgerinnungsstörungen, Erkrankung der Blutgefäße am Augenhintergrund (Retinopathie), kürzlich erlittener Hirnblutung oder Problemen mit den Blutgefäßen in Gehirn oder Wirbelsäule[1]
  • Eingeschränkte Nierenfunktion: Laut Fachinformation sollte die Nierenfunktion vor Beginn der Behandlung bestimmt und, wenn klinisch angezeigt, auch danach überwacht werden; bei terminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min) und bei Dialyse wird Edoxaban nicht empfohlen[2]
  • Leber: Laut Fachinformation sollten vor Beginn der Behandlung die Leberwerte bestimmt werden, bei Behandlung über mehr als ein Jahr wird eine regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion empfohlen; bei leicht oder mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte Edoxaban mit Vorsicht angewendet werden, bei stark eingeschränkter Leberfunktion wird es nicht empfohlen[2]
  • Mechanische (künstliche) Herzklappe; laut Fachinformation auch die ersten 3 Monate nach Einsetzen einer biologischen Herzklappe und eine mäßig schwere bis schwere Verengung der Mitralklappe: Anwendung nicht empfohlen[1, 2]
  • Antiphospholipid-Syndrom (Störung des Immunsystems, die das Risiko für Blutgerinnsel erhöht): Ärztin oder Arzt informieren; bei Thrombosen in der Vorgeschichte wird Edoxaban laut Fachinformation nicht empfohlen[1, 2]
  • Operationen: Edoxaban vor und nach der Operation genau zu den Zeitpunkten einnehmen, die die Ärztin oder der Arzt nennt; Edoxaban sollte nach Möglichkeit mindestens 24 Stunden vor einer Operation abgesetzt werden, wann die Einnahme fortgesetzt wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt[1, 2]
  • Lungenembolie mit instabilem Kreislauf oder wenn eine Auflösung oder operative Entfernung des Gerinnsels infrage kommt: Edoxaban wird laut Fachinformation nicht als Alternative zu unfraktioniertem Heparin empfohlen[2]
  • Ältere Menschen: Edoxaban zusammen mit Acetylsalicylsäure (ASS) nur mit Vorsicht, weil das Blutungsrisiko höher sein kann[2]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Anwendung nicht empfohlen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und Therapiepass zu Autofahren, Schwangerschaft, Stillzeit und Einnahme sagen [1, 2, 3]. Frauen, die schwanger werden können, müssen während der Behandlung zuverlässig verhüten [1]. Mehr zum Thema lesen Sie im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Edoxaban nicht einnehmen. Können Sie schwanger werden, müssen Sie während der Behandlung zuverlässig verhüten. Werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, die oder der über die weitere Behandlung entscheidet.[1]

Laut Fachinformation sind Sicherheit und Wirksamkeit bei Schwangeren nicht erwiesen; Tierstudien haben schädliche Wirkungen auf die Fortpflanzung gezeigt, und es gibt Hinweise, dass Edoxaban über die Plazenta zum Kind gelangt.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

In der Stillzeit dürfen Sie Edoxaban nicht einnehmen. Daten aus Tierversuchen weisen darauf hin, dass Edoxaban in die Muttermilch übergeht; die Ärztin oder der Arzt entscheidet, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung verzichtet wird.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Edoxaban hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.[1, 2]

Einnahme

Die Tablette vorzugsweise mit Wasser schlucken, zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon. Wer Tabletten schlecht schlucken kann, bespricht andere Möglichkeiten mit der Ärztin oder dem Arzt: Die Tablette kann unmittelbar vor der Einnahme zerkleinert und mit Wasser oder Apfelmus gemischt werden.[1]

Einnahme vergessen: die Tablette sofort nachholen und am nächsten Tag wie gewohnt einmal täglich weitermachen. Nicht die doppelte Menge an einem Tag einnehmen.[1]

Tragen Sie den Therapiepass immer bei sich und legen Sie ihn vor jeder Behandlung und jedem Eingriff Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder Zahnarztpraxis vor. Beginnen Sie keine anderen Arzneimittel, auch keine rezeptfreien, ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Absetzen

Brechen Sie die Einnahme nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab: Edoxaban wird zur Behandlung und Vorbeugung ernster Erkrankungen angewendet, und laut Therapiepass kann danach ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel bestehen.[1, 3]

Vor einer Operation sollte Edoxaban nach Möglichkeit mindestens 24 Stunden vorher abgesetzt werden; wann Sie die Einnahme fortsetzen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Laut Fachinformation wird die Behandlung nach dem Eingriff wieder aufgenommen, sobald eine ausreichende Blutstillung erreicht ist; die gerinnungshemmende Wirkung setzt dann innerhalb von 1 bis 2 Stunden ein.[1, 2]

Überdosierung

Haben Sie zu viele Tabletten eingenommen, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt: Das Blutungsrisiko kann steigen. Laut Fachinformation gibt es kein spezifisches Gegenmittel; der frühzeitige Einsatz von Aktivkohle kann erwogen werden.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt eine empfohlene Dosis und die Fälle, in denen eine geringere Dosis vorgesehen ist, abhängig von Nierenfunktion, Körpergewicht und bestimmten anderen Arzneimitteln [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Nehmen Sie Edoxaban immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein [1].

Einnahme und Absetzen

Schlucken Sie die Tablette vorzugsweise mit Wasser; Sie können sie zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon einnehmen [1]. Haben Sie Schwierigkeiten, Tabletten im Ganzen zu schlucken, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Die Tablette kann unmittelbar vor der Einnahme zerkleinert und mit Wasser oder Apfelmus gemischt werden [1]. Wie Sie bei einer vergessenen Einnahme vorgehen, steht in der Karte "Einnahme" oben.

Brechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache ab, denn Edoxaban wird zur Behandlung und Vorbeugung ernster Erkrankungen angewendet; laut Therapiepass kann danach ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel bestehen [1, 3]. Laut Fachinformation ist eine kontinuierliche Behandlung mit Gerinnungshemmern bei Vorhofflimmern und bei Thrombosen oder Lungenembolien wichtig [2]. Was vor Operationen, Zahnbehandlungen und Darmspiegelungen gilt und woran Sie ein Blutgerinnsel erkennen, erklärt die Seite Edoxaban absetzen. Vor einer Operation sollte Edoxaban nach Möglichkeit mindestens 24 Stunden vorher abgesetzt werden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nennt Ihnen die Zeitpunkte für die Einnahme vor und nach der Operation und entscheidet, wann Sie weitermachen [1]. Hinweise zur Vorbereitung finden Sie im Ratgeber Medikamente vor der OP. Muss Ihre Behandlung auf einen anderen Gerinnungshemmer umgestellt werden oder umgekehrt, erklärt die Packungsbeilage den Ablauf; beim Wechsel zwischen Edoxaban und einem Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin untersucht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt dazu Ihr Blut [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Edoxaban

Edoxaban ist als Lixiana zentral für die Europäische Union zugelassen, als Filmtabletten in drei Stärken; die niedrigste Stärke ist nur für die Umstellung auf einen Vitamin-K-Antagonisten vorgesehen [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage, Fachinformation und Therapiepass von Lixiana in der deutschen Fassung der EMA-Produktinformation [1, 2, 3].

Präparate mit Edoxaban
PräparatAnbieterHinweis
LixianaDaiichi Sankyo Europe GmbH (Zulassungsinhaber)Filmtabletten mit 15, 30 und 60 mg (verschreibungspflichtig): Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Lixiana (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Lixiana 15 mg/30 mg/60 mg Filmtabletten. Daiichi Sankyo Europe GmbH (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2025. abgerufen am 10.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Lixiana (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang II. Daiichi Sankyo Europe GmbH (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2025. abgerufen am 10.10.2026
  3. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Lixiana (EPAR), Anhang III A: Therapiepass (Patientenausweis). Daiichi Sankyo Europe GmbH (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2025. abgerufen am 10.10.2026

Häufige Fragen

Wofür nimmt man Edoxaban (Lixiana)?

Edoxaban wird bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern, das nicht durch einen Herzklappenfehler bedingt ist, und mindestens einem weiteren Risikofaktor angewendet, um Schlaganfällen und Blutgerinnseln in anderen Blutgefäßen vorzubeugen. Außerdem wird es zur Behandlung von Blutgerinnseln in den Beinvenen und in den Blutgefäßen der Lunge angewendet und um ihrem erneuten Auftreten vorzubeugen.

Welche Nebenwirkungen hat Edoxaban am häufigsten?

Laut Fachinformation werden Nasenbluten, Blut im Urin und Blutarmut am häufigsten berichtet. Zu den häufigen Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10 Behandelten) zählen außerdem Blutungen aus der Haut, im Mund oder Rachen, in Magen oder Darm und aus der Scheide, Bauchschmerzen, auffällige Leberwerte, Hautausschlag, Juckreiz, Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit.

Was mache ich, wenn ich Edoxaban vergessen habe?

Holen Sie die vergessene Tablette sofort nach und machen Sie am nächsten Tag wie gewohnt mit der einmal täglichen Einnahme weiter. Nehmen Sie an einem Tag nicht die doppelte Menge ein.

Muss ich Edoxaban vor einer Operation oder beim Zahnarzt absetzen?

Vor einer Operation sollte Edoxaban nach Möglichkeit mindestens 24 Stunden vorher abgesetzt werden; nehmen Sie es vor und nach dem Eingriff genau zu den Zeitpunkten ein, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nennt. Legen Sie den Therapiepass vor jeder Behandlung und jedem Eingriff vor, auch in der Zahnarztpraxis. Setzen Sie Edoxaban nicht eigenmächtig ab.

Darf ich Schmerzmittel wie Ibuprofen oder ASS zusammen mit Edoxaban nehmen?

Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Naproxen oder Acetylsalicylsäure (ASS) können das Risiko unerwünschter Blutungen erhöhen. Laut Fachinformation wird die langfristige Anwendung nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR), zu denen auch Ibuprofen gehört, zusammen mit Edoxaban nicht empfohlen; niedrig dosierte ASS kann zusammen mit Edoxaban angewendet werden. Beginnen Sie kein anderes Arzneimittel, auch kein rezeptfreies, ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Edoxaban in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?

Nein. In Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie Edoxaban nicht einnehmen. Können Sie schwanger werden, verhüten Sie während der Behandlung zuverlässig; werden Sie trotzdem schwanger, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Beeinflusst Edoxaban das Autofahren?

Laut Packungsbeilage hat Edoxaban keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit. Schwindelgefühl und Kopfschmerzen gehören allerdings zu den häufigen Nebenwirkungen und können auch Anzeichen einer Blutung sein; dann wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wie hoch ist die Dosis von Edoxaban?

Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Sie hängt unter anderem von der Nierenfunktion, dem Körpergewicht und bestimmten anderen Arzneimitteln ab. Was die Packungsbeilage angibt, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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