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Schwindel durch Medikamente

Schwindel kann eine Nebenwirkung vieler Medikamente sein. Die DEGAM-Leitlinie nennt unter anderem Blutdrucksenker, Beruhigungs- und Schlafmittel, Opioide, Mittel mit anticholinerger Wirkung und Antibiotika wie Ciprofloxacin. In den Produktinformationen ist Schwindel zum Beispiel bei Enalapril, Carbamazepin, Gabapentin, Tramadol, Amitriptylin und Quetiapin als sehr häufig eingestuft. Bei Ramipril ist er laut Packungsbeilage zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung am wahrscheinlichsten. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Plötzlicher Schwindel mit Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen kann auf einen Schlaganfall hindeuten: Rufen Sie dann den Notruf 112.

Älterer Mann mit weißem Haar sitzt auf der Bettkante und hält sich mit einer Hand am Kopf, die andere stützt er auf die Matratze
Bild: KI-generiert

Schwindel kann eine Nebenwirkung von Medikamenten sein. Fachleute unterscheiden laut DEGAM-Leitlinie unter anderem einen Drehschwindel wie beim Karussellfahren, einen Schwankschwindel wie beim Bootfahren und einen Benommenheitsschwindel; zu den Ursachen des Benommenheitsschwindels zählt die Leitlinie auch unerwünschte Wirkungen von Medikamenten [1]. Betroffene erleben Schwindel sehr unterschiedlich, etwa als "der Boden schwankt", "alles dreht sich" oder als Unsicherheit beim Gehen [5]. In Packungsbeilagen und Fachinformationen heißt diese Nebenwirkung zum Beispiel Schwindel, Schwindelgefühl, Drehschwindel (Vertigo) oder Gleichgewichtsstörung [6, 17, 22].

Welche Medikamente Schwindel auslösen können

Die DEGAM-Leitlinie listet eine Auswahl von Medikamenten auf, die in der Hausarztpraxis öfter anzutreffen sind und Schwindel auslösen können; die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist je Medikament zu beachten [1]. Die folgenden Beispiele stammen aus der Leitlinie und aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe. Jede Häufigkeitsangabe gilt nur für ihren Wirkstoff.

  • Blutdrucksenker: Die Leitlinie nennt Betablocker, ACE-Hemmer, Sartane, Calciumantagonisten, Clonidin und Moxonidin sowie harntreibende Mittel [1]. Schwindel als Nebenwirkung von Mitteln gegen Bluthochdruck kommt laut Leitlinie bei unter 1 bis zu 16 Prozent der Behandelten vor, insbesondere wenn der obere (systolische) Blutdruckwert unter 110 mmHg liegt [1]. In der Packungsbeilage von Enalapril ist ein Schwindelgefühl als sehr häufig eingestuft (mehr als 1 von 10 Behandelten) [6]. Bei Ramipril ist es als häufig eingestuft (bis zu 1 von 10 Behandelten) und zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung am wahrscheinlichsten [8]. Auch bei Bisoprolol ist ein Schwindelgefühl häufig; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris tritt es vor allem zu Beginn der Behandlung auf, ist im Allgemeinen schwach ausgeprägt und klingt häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab [9].
  • Alphablocker: Bei Doxazosin ist Schwindel als häufig eingestuft [11]. Laut Fachinformation kann es wegen der alphablockierenden Eigenschaften speziell am Anfang der Behandlung beim Lagewechsel zu einem Blutdruckabfall kommen, der sich als Schwindel und Schwächegefühl oder selten als Bewusstseinsverlust zeigt [11]. Mehr unter Prostata-, Blasen- und Potenzmittel.
  • Antiepileptika: Bei Carbamazepin sind Benommenheit, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit sowie Gang- und Bewegungsstörungen in der Packungsbeilage als sehr häufig eingestuft [12]. Bei Gabapentin ist ein Schwindelgefühl laut Fachinformation sehr häufig [14].
  • Opioide (starke Schmerzmittel): Über zentrale Rezeptoren können Opioide laut Leitlinie Benommenheit und Schwindelgefühl auslösen; sie nennt unter anderem Morphin, Oxycodon, Fentanyl, Tramadol und Tilidin [1]. Bei Tramadol gehören Übelkeit und Schwindel laut Fachinformation zu den häufigsten Nebenwirkungen, die jeweils bei über 10 Prozent der Behandelten auftreten [16].
  • Beruhigungs- und Schlafmittel: Für Benzodiazepine und Z-Substanzen nennt die Leitlinie Dämpfung (Sedierung), Gang- und Standunsicherheit und Schwindelgefühl [1]. In der Packungsbeilage von Lorazepam ist ein Schwindelgefühl als häufig eingestuft [17].
  • Antidepressiva und Antipsychotika: In der Fachinformation von Amitriptylin sind Schwindel und ein Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) als sehr häufig eingestuft [19]. Bei Quetiapin gehört Schwindel laut Fachinformation zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die bei 10 Prozent der Behandelten oder mehr auftreten [21].
  • Weitere Mittel: Die Leitlinie nennt außerdem krampflösende Blasenmittel mit anticholinerger Wirkung wie Propiverin und Solifenacin, Dopaminagonisten wie Pramipexol und Ropinirol vor allem bei schneller Dosissteigerung, Mittel gegen Übelkeit wie Scopolamin und Metoclopramid, entzündungshemmende Schmerzmittel in hohen Dosierungen sowie die Antibiotika Ciprofloxacin und Levofloxacin [1].

Die Tabelle zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief auf dieser Website, deren Produktinformation Schwindel als Nebenwirkung nennt:

Schwindel als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
AmitriptylinSehr häufigSchwindel · Schwindelgefühl beim Aufstehen wegen zu niedrigen Blutdrucks (orthostatische Hypotonie)
BrivaracetamSehr häufigSchläfrigkeits- oder Schwindelgefühl (laut Fachinformation Somnolenz und Schwindel) · Drehschwindel (Vertigo)
CarbamazepinSehr häufigBenommenheit, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit sowie Gang- und Bewegungsstörungen (Ataxie)
CarvedilolSehr häufigSchwindel, Kopfschmerzen · Schwindel bei schnellem Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
ClonidinSehr häufigLageabhängige Kreislaufbeschwerden (orthostatische Dysregulation) wie Schwarzwerden vor den Augen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen sowie Schwindel und Neigung zum Kollaps in aufrechter Körperhaltung
ClozapinSehr häufigSchläfrigkeit (Sedierung), Benommenheit und Schwindel · Ohnmacht (Synkope), Schwäche oder Schwindel nach Lagewechsel (orthostatische Hypotonie) und Bluthochdruck · Niedriger Blutdruck (Hypotonie) mit Anzeichen wie…
DiazepamSehr häufigSchwindelgefühl und Kopfschmerzen · Drehschwindel mit Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)
EnalaprilSehr häufigSchwindelgefühl · Drehschwindel (Vertigo)
FentanylSehr häufigSchwindelgefühl · Gefühl, sich zu drehen (Drehschwindel)
FlecainidSehr häufigSchwindel und Benommenheit, laut Fachinformation in der Regel vorübergehend · Klingeln in den Ohren (Tinnitus) und Drehschwindel (Vertigo)
GabapentinSehr häufigBenommenheit (Somnolenz), Schwindelgefühl, fehlende Koordination der Bewegungen (Ataxie) · Schwindel
HydromorphonSehr häufigSchwindel
LacosamidSehr häufigSchwindelgefühl · Schwierigkeiten bei der Bewegungskoordination oder beim Gehen, Gleichgewichtsstörungen, Zittern (Tremor), Kribbeln (Parästhesie) · Drehschwindel (Vertigo); Ohrgeräusche wie Summen, Klingeln oder…
MethotrexatSehr häufigKopfschmerzen, Schwindel
NebivololSehr häufigSchwindel · Bei Behandlung der Herzleistungsschwäche: Schwindel
NitrofurantoinSehr häufigSchwindel, Störungen im Zusammenspiel der Bewegungen (Ataxie), Augenzittern (Nystagmus)
OlanzapinSehr häufigZu Beginn der Behandlung Schwindel oder das Gefühl, der Ohnmacht nahe zu sein (mit langsamem Puls), insbesondere beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen (orthostatische Hypotonie); gibt sich üblicherweise von selbst…
OxcarbazepinSehr häufigKopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit; laut Fachinformation Schläfrigkeit · Zittern, Koordinationsstörungen und unwillkürliche Augenbewegungen (Nystagmus) · Gleichgewichtsstörungen; laut Fachinformation auch…
OxycodonSehr häufigSchwindel und Kopfschmerzen · Drehschwindel (Vertigo) · Blutdruckabfall, der zu Schwindel und Ohnmacht (Synkope) führen kann; Schwindel beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen
PramipexolSehr häufigBei Parkinson-Krankheit: Schläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel · Bei Restless-Legs-Syndrom: Kopfschmerzen und Schwindel
QuetiapinSehr häufigSchwindel (kann zu Stürzen führen) und Kopfschmerzen · Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Gereiztheit · Niedriger Blutdruck beim Aufstehen mit Schwindel oder…
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Schwindelgefühl, Angstgefühle · Bei GPA oder MPA: Schwindelgefühl; Zittern, häufig der Hände (Tremor) · Bei Pemphigus vulgaris: Müdigkeit (Fatigue) und Schwindelgefühl; Fieber
Sacubitril/ValsartanSehr häufigNiedriger Blutdruck (Hypotonie), der Beschwerden wie Schwindelgefühl und Benommenheit verursachen kann · Schwindelgefühl · Drehschwindel (Vertigo) · Niedriger Blutdruck mit Schwindelgefühl oder Benommenheit beim…
SertralinSehr häufigSchwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen · Schwindelgefühl beim Aufstehen
TapentadolSehr häufigSchwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerz · Bewusstseinsstörungen, Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens, mentale Beeinträchtigung, Ohnmacht, Sedierung, Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen,…
TizanidinSehr häufigBenommenheit, Schwindel
TopiramatSehr häufigSchläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel · Ungeschicklichkeit oder fehlende Koordination, Gefühl von Unsicherheit beim Gehen · Drehschwindel (Vertigo), klingelndes Geräusch in den Ohren und Ohrenschmerz · Niedriger…
TramadolSehr häufigSchwindel
TrastuzumabSehr häufigBenommenheit (laut Fachinformation Schwindelgefühl)
VenlafaxinSehr häufigSchwindelgefühl, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit · Unwillkürliche Muskelzuckungen (Myoklonus), eingeschränkte Koordination und eingeschränktes Gleichgewicht · Niedriger Blutdruck, auch Schwindelgefühl beim zu schnellen…
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinHäufigSchwindel
AciclovirHäufigSchwindel, Kopfschmerzen
AdalimumabHäufigSchwindel
AgomelatinHäufigSchwindel und Schläfrigkeit (Somnolenz)
AlendronsäureHäufigBenommenheit oder Schwindelgefühl · Drehschwindel (Vertigo)
AlfuzosinHäufigSchwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel · Drehschwindel (Vertigo), Benommenheit · Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), vor allem wenn die Behandlung mit einer zu hohen Dosis begonnen oder wieder…
AlprazolamHäufigSchwindel, Schwindelgefühl
AmisulpridHäufigSchläfrigkeit und Schwindel
AmlodipinHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, vor allem zu Beginn der Behandlung
AripiprazolHäufigMüdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit · Bei Jugendlichen ab 13 Jahren zusätzlich: Oberbauchschmerzen, Trockenheitsgefühl im Mund, erhöhte Herzfrequenz, Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit, Muskelzucken,…
AtenololHäufigSchwindelgefühl und Schwitzen, insbesondere zu Beginn der Behandlung
AtomoxetinHäufigBei Kindern und Jugendlichen: Schwindel · Bei Erwachsenen: Schwindel; Schläfrigkeit, Benommenheit
BaclofenHäufigZittern (Tremor), Bewegungsstörungen (Ataxie), Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Ermüdung
BisoprololHäufigMüdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; bei Bluthochdruck oder Angina pectoris vor allem zu Beginn der Behandlung, im Allgemeinen schwach ausgeprägt und häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingend
Botulinumtoxin Typ AHäufigBei Schiefhals: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Lähmung der Gesichtsmuskulatur
BuprenorphinHäufigSchwindel, Kopfschmerzen · Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen, Benommenheit, Gleichgewichtsstörungen
BupropionHäufigSchwindel · Erweiterung der Blutgefäße; Blutdruckabfall beim Aufstehen, der Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht zur Folge haben kann
CandesartanHäufigSchwindel oder Drehgefühl · Niedriger Blutdruck, der ein Gefühl von Ohnmacht oder Schwindel hervorrufen kann
CefuroximHäufigKopfschmerzen, Schwindel
CelecoxibHäufigSchwindel oder Schwindelgefühl · In Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Drehschwindel durch Störungen des Innenohrs (Labyrinthitis)
CetirizinHäufigSchwindel, Kopfschmerzen · Drehschwindel (Vertigo)
ChlortalidonHäufigSchwindel- und Schwächegefühl
CitalopramHäufigSchwindel · Blutdruckabfall beim plötzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie), manchmal mit Schwindel
DapagliflozinHäufigSchwindel
DaridorexantHäufigSchwindel
DextromethorphanHäufigSchwindelgefühl · Schwindel (Vertigo)
DiclofenacHäufigZentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit
DihydralazinHäufigSchwindel und migräneartige Kopfschmerzen
DihydrocodeinHäufigLeichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, leichte Benommenheit (Somnolenz)
DonepezilHäufigSchwindelgefühl
DoxazosinHäufigSchwindel oder Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schläfrigkeit (Somnolenz) · Schwindelgefühl, Drehschwindel · Niedriger Blutdruck und Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), der zu…
DuloxetinHäufigSchwindel · Drehschwindel (Vertigo) · Ohnmacht (Synkope); Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht nach dem Aufstehen (orthostatische Hypotonie), besonders zu Beginn der Behandlung berichtet
EdoxabanHäufigSchwindelgefühl
EplerenonHäufigBewusstseinsverlust (Synkope), Schwindel, Kopfschmerzen · Blutdruckabfall beim Aufstehen, der Schwindel verursachen kann (orthostatische Hypotonie)
EscitalopramHäufigSchwindel · Schwindel beim Aufstehen durch niedrigen Blutdruck (orthostatische Hypotonie)
EtoricoxibHäufigSchwindelgefühl, Kopfschmerzen · Ohrgeräusche (Tinnitus), Drehschwindel (Vertigo)
FamotidinHäufigSchwindel
FebuxostatHäufigKopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit · Schwindel
FexofenadinHäufigSchwindel
FluoxetinHäufigSchlechte Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Geschmacksveränderungen, unkontrollierbare schüttelnde Bewegungen (Zittern) · Muskelzuckungen, unwillkürliche Bewegungen oder Gleichgewichts-…
FosfomycinHäufigSchwindel
Ginkgo-biloba-ExtraktHäufigBenommenheit oder Schwindel (Filmtabletten mit 240 mg)
GlyceroltrinitratHäufigSchwindel und Benommenheit
GuanfacinHäufigSchwindelgefühl · Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie; laut Fachinformation Orthostasesyndrom) · Schwindel beim Aufstehen (orthostatischer Schwindel)
HaloperidolHäufigAbnorme Muskelspannung, Schwindelgefühl (zum Beispiel nach dem Aufsetzen oder Aufstehen), Schläfrigkeit
InfliximabHäufigGleichgewichtsprobleme oder Schwindelgefühl
IpratropiumHäufigKopfschmerzen, Schwindel
IrbesartanHäufigSchwindel · Bei Bluthochdruck mit Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung: Schwindel nach dem Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen · Drehschwindel (Vertigo) und Kopfschmerzen
IvabradinHäufigSchwindel, möglicherweise im Zusammenhang mit einem verlangsamten Herzschlag · Drehschwindel (Vertigo)
LamotriginHäufigSchwindelgefühl
LeflunomidHäufigKopfschmerzen und Schwindel
LetrozolHäufigSchwindel
LeuprorelinHäufigBei Männern mit Prostatakrebs: Schwindel · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Missempfindungen und Taubheitsgefühl, Schwindel
LevetiracetamHäufigKrämpfe (Konvulsionen), Gleichgewichtsstörungen, Schwindel (Gefühl der Wackeligkeit), Mangel an Energie und Begeisterungsfähigkeit (Lethargie), unwillkürliches Zittern (Tremor) · Drehschwindel
Levodopa/CarbidopaHäufigSchwindelgefühl, Schläfrigkeit, Benommenheit, Schlafprobleme · Blutdruckabfall, zum Beispiel durch zu schnelles Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen, manchmal mit Schwindel (orthostatische Hypotonie)
LevofloxacinHäufigKopfschmerzen, Schwindel (Benommenheit) · Drehschwindel (Vertigo)
LevonorgestrelHäufigSchwindel
LiraglutidHäufigSchwindel
LisdexamfetaminHäufigSchwindelgefühl
LisinoprilHäufigSchwindel oder Benommenheit, vor allem beim Aufstehen; Kopfschmerzen · Kribbeln ("Ameisenlaufen", Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo), Veränderungen des Geschmackssinns, Schläfrigkeit oder andere Schlafstörungen wie…
LoperamidHäufigKopfschmerzen, Schwindel
LorazepamHäufigSchwindelgefühl · Schwindel · Gleichgewichtsstörungen
LosartanHäufigSchwindel · Drehschwindel (Vertigo)
MemantinHäufigSchwindel, Gleichgewichtsstörungen
MethylphenidatHäufigSchwindel (Vertigo)
MetoprololHäufigGleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Bewusstlosigkeit), Schwindel, Kopfschmerzen
MirtazapinHäufigSchwindel · Schwindel oder Ohnmacht bei plötzlichem Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
MorphinHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksstörungen · Drehschwindel (Vertigo)
MoxifloxacinHäufigKopfschmerzen, Benommenheit · Zittern, Schwindel, Schläfrigkeit · Koordinationsstörungen, einschließlich Gangunsicherheit, insbesondere durch Benommenheit oder Schwindel
MoxonidinHäufigBenommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz)
MycophenolsäureHäufigSchwindel
NaproxenHäufigStörungen des zentralen Nervensystems wie Kopfschmerzen und Schwindel
NaratriptanHäufigBenommenheit, Schwindel, Gefühl von Kribbeln
NifedipinHäufigSchwindel, Benommenheit, Schwächegefühl
NivolumabHäufigNervenentzündungen mit Taubheit, Schwäche, Kribbeln oder brennenden Schmerzen in Armen und Beinen; Schwindelgefühl
OlmesartanHäufigSchwindelgefühl und Kopfschmerzen · Schwindel (Vertigo) · Zu starke Blutdrucksenkung bei anfälligen Personen oder als Folge einer allergischen Reaktion, mit starker Benommenheit oder Ohnmacht; bei älteren Menschen…
OmalizumabHäufigSchwindelgefühl
OpipramolHäufigErniedrigter Blutdruck und Blutdruckabfall mit Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen beim Aufsetzen oder Aufstehen (orthostatische Dysregulation), besonders zu Beginn der Behandlung · Schwindel, Benommenheit, Zittern
OxazepamHäufigKopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit (Somnolenz), Beruhigung (Sedierung)
PaliperidonHäufigSchwindel, Zittern (Tremor), Kopfschmerzen · Ohnmachtsanfall, andauernder Drang zur Bewegung bestimmter Körperteile, Schwindel beim Aufstehen, Aufmerksamkeitsstörung, Sprachstörungen, Verlust oder Veränderung des…
ParoxetinHäufigSchwindelgefühl und Zittern (Tremor)
PembrolizumabHäufigSchwindelgefühl; Nervenentzündungen mit Taubheitsgefühl, Schwäche, Kribbeln oder brennenden Schmerzen in Armen und Beinen; Antriebslosigkeit; Geschmacksveränderungen
PiroxicamHäufigKopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit (zentralnervöse Störungen)
PregabalinHäufigGleichgewichtsstörung · Schwindel (Vertigo) · Trunkenheitsgefühl, abnormer Gang, Stürze · Schwindel beim Lagewechsel
PropranololHäufigInsbesondere zu Beginn der Behandlung Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit oder Kopfschmerzen
PyrantelHäufigSchwindel
RamiprilHäufigKopfschmerzen und Schwindel; Schwindel vor allem zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung · Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)
RanolazinHäufigSchwindel, Kopfschmerzen · Schwächeanfall oder Ohnmacht (Synkope), Schwindel beim Aufstehen · Drehschwindel (Vertigo), Klingeln in den Ohren (Tinnitus)
RisperidonHäufigSchwindel · Anhaltender Drang, bestimmte Körperteile zu bewegen, Gleichgewichtsstörung, gestörte Koordination, Schwindel beim Aufstehen · Drehschwindel (Vertigo), Ohrgeräusche, Ohrenschmerzen · Niedriger Blutdruck,…
RivaroxabanHäufigNiedriger Blutdruck, etwa mit Schwindel oder Ohnmacht beim Aufstehen · Kopfschmerzen, Schwindel
RivastigminHäufigSchwindel
RizatriptanHäufigSchwindelgefühl und Schläfrigkeit, in klinischen Studien zusammen mit Schwäche und Müdigkeit die häufigsten Nebenwirkungen · Störungen des Bewegungsablaufs beim Gehen (Ataxie), Drehschwindel (Vertigo), Zittern (Tremor)…
RopinirolHäufigBei Parkinson-Krankheit: Schwindel (Drehschwindel) · Bei Parkinson-Krankheit: Schwindel- oder Ohnmachtsgefühl, besonders beim plötzlichen Aufrichten (durch Blutdruckabfall), niedriger Blutdruck (Hypotonie); laut…
RosuvastatinHäufigKopfschmerzen, Schwindel
RoxithromycinHäufigKopfschmerzen, Schwindel · Vorübergehende Taubheit, Schwerhörigkeit, Drehschwindel (Vertigo), Ohrgeräusche (Tinnitus)
SemaglutidHäufigSchwindel
SildenafilHäufigSchwindel · Drehschwindel (Vertigo), Ohrensausen (Tinnitus)
SilodosinHäufigSchwindel, auch Schwindel beim Aufstehen · Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
SulfasalazinHäufigSchwindel, Störungen des Geschmackssinns
SumatriptanHäufigSchwindel
TacrolimusHäufigKrampfanfälle, Bewusstseinsstörungen, Kribbeln und Taubheitsgefühl (manchmal schmerzhaft) in Händen und Füßen, Schwindelgefühl, Schreibstörungen, Störungen des Nervensystems; laut Fachinformation auch Erkrankungen der…
TamsulosinHäufigSchwindel, besonders beim Aufsetzen oder Aufstehen
TerbinafinHäufigSchwindel · Schwindelgefühl oder Drehschwindel (Vertigo)
TestosteronHäufigSchwindel, "Ameisenlaufen" (Parästhesie), Gedächtnisverlust (Amnesie), gesteigertes Schmerzempfinden (Hyperästhesie), Kopfschmerzen
TianeptinHäufigSchlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen
TicagrelorHäufigGefühl von Schwindel oder als würde sich das Zimmer drehen (Schwindel, Vertigo) · Schwindel, Benommenheit oder verschwommenes Sehen als Anzeichen eines niedrigen Blutdrucks · Innere Blutung, die Schwindel und…
Tilidin/NaloxonHäufigSchwindel
TirzepatidHäufigIm Gewichtsmanagement: Schwindel
TorasemidHäufigKopfschmerzen, Schwindel
TrazodonHäufigSchwindel, Kopfschmerzen, Unruhe
UpadacitinibHäufigDrehschwindel · Schwindelgefühl
UrapidilHäufigSchwindel, Kopfschmerzen
UstekinumabHäufigSchwindelgefühl
ValproinsäureHäufigSchwindel, Bewusstseinsveränderungen einschließlich Koma, Krampfanfälle, Schläfrigkeit, Trägheit, abnormes Verhalten und Gedächtnisstörungen, auch mit häufigeren oder schwereren Krampfanfällen, vor allem bei…
ValsartanHäufigSchwindel · Niedriger Blutdruck mit oder ohne Beschwerden wie Schwindel und Ohnmacht beim Aufstehen · Drehschwindel (Vertigo)
VerapamilHäufigSchwindel- bzw. Benommenheitsgefühl · Schwindel (Vertigo)
XipamidHäufigKopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie) und Schwindel
ZolmitriptanHäufigSchläfrigkeit, Schwindel oder Hitzegefühl
ZolpidemHäufigSchläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Wachsamkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel · Gefühl von Drehschwindel mit Balanceverlust (Vertigo)
AmiodaronGelegentlichSchäden an peripheren Nerven und/oder Muskeln (periphere sensorische Neuropathien, Myopathien), die sich nach dem Absetzen gewöhnlich zurückbilden; Schwindel, Koordinationsstörungen, Empfindungsstörungen (Parästhesien)
Amoxicillin/ClavulansäureGelegentlichSchwindel
AzithromycinGelegentlichSchwindelgefühl, Schläfrigkeit (Somnolenz), veränderter Geschmackssinn (Dysgeusie), Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesie) · Ohrenerkrankung; Drehschwindel (Vertigo)
Beclometason/FormoterolGelegentlichZittern (Tremor), Schwindelgefühl
BimatoprostGelegentlichSchwindel (Schwindelgefühl)
BisacodylGelegentlichSchwindel
BrinzolamidGelegentlichSchwindelgefühl und Kopfschmerzen · Vertigo
Budesonid/FormoterolGelegentlichSchwindelgefühl
ButylscopolaminGelegentlichBlutdruckabfall, Schwindel
CefaclorGelegentlichSchläfrigkeit, übertrieben aktives Verhalten (Hyperaktivität) oder Schwindel
CefpodoximGelegentlichSchwindel
ClarithromycinGelegentlichSchwindel · Drehschwindel (Vertigo)
ClemastinGelegentlichSchwindel
ClopidogrelGelegentlichBenommenheit oder Schwindel · Schwindel mit Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)
Dienogest/EthinylestradiolGelegentlichMigräne, Benommenheit · Plötzlicher Hörsturz, Ohrgeräusche (Tinnitus), Schwindel, Beeinträchtigung des Hörvermögens
DimenhydrinatGelegentlichSchwindel
DrospirenonGelegentlichSchwindelgefühl
DydrogesteronGelegentlichSchwindel
EsomeprazolGelegentlichSchwindel, Kribbeln (Parästhesie) oder Müdigkeit · Drehschwindel (Vertigo)
EstradiolGelegentlichSchwindelgefühl · Schwindel (Schwindelgefühl oder Drehschwindel)
Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring)GelegentlichSchwindel
FelodipinGelegentlichSchwindel
FluconazolGelegentlichKrampfanfälle, Schwindelgefühl, Kribbeln, Stechen oder Taubheitsgefühl (Parästhesien), verändertes Geschmacksempfinden · Drehschwindel (Vertigo)
HydrochlorothiazidGelegentlichBlutdruckabfall, auch beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen), vor allem bei verminderter Blutmenge oder Flüssigkeitsmangel, etwa bei schwerer Herzschwäche oder hohen Dosen…
HydroxychloroquinGelegentlichHörstörungen wie Ohrgeräusche (Tinnitus), Drehschwindel (Vertigo) · Benommenheit oder Schwindel
IbandronsäureGelegentlichBei der Tablette: Schwindel
IbuprofenGelegentlichKopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit (zentralnervöse Störungen)
LercanidipinGelegentlichSchwindelgefühl
MetronidazolGelegentlichKopfschmerzen, Schwindel
MontelukastGelegentlichSchwindel, Benommenheit, Kribbeln und Taubheitsgefühl (Parästhesie, Hypästhesie)
MyrtolGelegentlichKopfschmerzen oder Schwindel
NatriumpicosulfatGelegentlichSchwindel
NitrendipinGelegentlichSchwindel, Migräne, Benommenheit und Müdigkeit
OmeprazolGelegentlichSchwindel, Kribbeln wie Ameisenlaufen (Parästhesien) und Schläfrigkeit · Drehschwindel (Vertigo)
OndansetronGelegentlichNiedriger Blutdruck, der Schwäche- oder Schwindelgefühle verursachen kann (Hypotonie) · Schwindelgefühle; laut Fachinformation vorwiegend bei rascher Gabe in die Vene
PantoprazolGelegentlichKopfschmerzen, Schwindel
PivmecillinamGelegentlichDrehschwindel, das Gefühl, dass sich der Raum dreht (Vertigo)
PravastatinGelegentlichSchwindel, Kopfschmerzen und Schlafstörungen einschließlich Schlaflosigkeit
PridinolGelegentlichSchwindel, Kopfschmerzen, Sprachstörung
ProgesteronGelegentlichMüdigkeit beziehungsweise Schläfrigkeit, vorübergehendes Schwindelgefühl
PropiverinGelegentlichSchwindel
SitagliptinGelegentlichSchwindel
SpironolactonGelegentlichKopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe (Ataxie), Schwächegefühl, Schwindel
TadalafilGelegentlichSchwindel
TelmisartanGelegentlichSchwindelgefühl; Ohnmacht (Synkope) · Drehschwindel (Vertigo) · Niedriger Blutdruck (Hypotonie) bei Menschen, die wegen Bluthochdrucks behandelt werden; Schwindelgefühl beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
TiotropiumGelegentlichSchwindel
ZopiclonGelegentlichSchwindelgefühl
BiperidenSeltenMüdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit und Gedächtnisstörungen
BromazepamSeltenStörungen der Bewegungsabläufe (laut Fachinformation Ataxie), Bewusstseinsstörung (laut Fachinformation Somnolenz) und Schwindelgefühl
CiprofloxacinSeltenKribbeln, ungewöhnliche Empfindlichkeit auf Sinnesreize, herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut, Zittern oder Schwindel
DimetindenSeltenTropfen: Kopfschmerzen, Schwindel
DorzolamidSeltenSchwindel
EbastinSeltenSchwindel, Empfindungsstörungen, vermindertes oder verändertes Geschmacksempfinden
IndapamidSeltenDrehschwindel (Vertigo)
MebendazolSeltenSchwindel
MelatoninSeltenDrehschwindel, lageabhängiger Schwindel (Benommenheit beim Aufstehen oder Sitzen)
MesalazinSeltenSchwindel
MethocarbamolSeltenSchwindel
NepafenacSeltenSchwindelgefühl und Kopfschmerzen
SimvastatinSeltenKopfschmerzen, Missempfindungen wie Kribbeln (Parästhesien) und Schwindel
SolifenacinSeltenSchwindel, Kopfschmerzen
AmoxicillinSehr seltenSchwindel
AzelastinSehr seltenNasenspray: Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwindel- oder Schwächegefühl, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können
ChininSehr seltenBeschwerden des sogenannten Cinchonismus wie Ohrgeräusche, Hörstörungen und Schwindel
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)Sehr seltenKopfschmerzen, Schwindel und Zittern (Tremor)
DesloratadinSehr seltenSchwindel, Benommenheit (Somnolenz), Schlaflosigkeit
FormoterolSehr seltenSchwindel
IsotretinoinSehr seltenKrämpfe, Benommenheit, Schwindel
LoratadinSehr seltenSchwindel
MebeverinSehr seltenSchwindel
MidazolamSehr seltenKopfschmerzen, Schwindel, Gang- und Bewegungsunsicherheit
XylometazolinSehr seltenUnruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit (Schläfrigkeit), Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Halluzinationen (vorrangig bei Kindern)
AcetylsalicylsäureNicht bekanntAls Schmerzmittel (500 mg): Kopfschmerzen, Schwindel, Hörverlust, Ohrgeräusche (Tinnitus), gewöhnlich Zeichen einer Überdosierung
ClindamycinNicht bekanntSchwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen
ColestyraminNicht bekanntKopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit
DoxepinNicht bekanntMüdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Zittern, Schlafstörungen
DoxylaminNicht bekanntSchläfrigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen
ErythromycinNicht bekanntVorübergehende Störungen des zentralen Nervensystems wie Verwirrtheitszustände, Krampfanfälle, Halluzinationen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl
EzetimibNicht bekanntSchwindel
FurosemidNicht bekanntSchwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit, verursacht durch einen zu niedrigen Blutdruck (symptomatische Hypotonie); Kopfschmerzen
KetotifenNicht bekanntSchwindel
LevocetirizinNicht bekanntKrampfanfälle (Konvulsion), Kribbeln (Parästhesie), Schwindelgefühl, plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope), Zittern, gestörtes Geschmacksempfinden · Drehschwindel (Vertigo)
Levodopa/BenserazidNicht bekanntSchwindel, Kopfschmerzen · Niedriger Blutdruck, besonders beim Aufstehen, mit Schwindel oder Ohnmacht
LithiumNicht bekanntSchwindel und Benommenheit; laut Fachinformation auch Drehschwindel
MetoclopramidNicht bekanntSchwindel
MinoxidilNicht bekanntSchwindel, Benommenheit, Schwächegefühl (laut Fachinformation möglicherweise als Folge eines zu niedrigen oder zu hohen Blutdrucks)
OfloxacinNicht bekanntSchwindel
SalbutamolNicht bekanntSchwindel
TimololNicht bekanntSchlaganfall, Ohnmacht, Missempfindungen in Armen und Beinen und Schwindel
TrimipraminNicht bekanntBesonders zu Beginn der Behandlung: Zittern (Tremor), Benommenheit und Schwindel

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (239 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Schwindel als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (23 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Schwindel als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AmoxicillinBlutarmut durch übermäßigen Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Blässe und Gelbfärbung von Haut und AugenweißSehr selten
AzathioprinÜberempfindlichkeitsreaktionen mit allgemeinem Unbehagen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag, Hautknötchen, Entzündung von Blutgefäßen, Muskel- und Gelenkschmerzen, niedrigem Blutdruck, Nieren- oder Leberstörungen…Gelegentlich
BenzydaminSchwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock); Anzeichen können Atemnot, Brustschmerz, Brustenge, Schwindel, Schwächegefühl, starker Juckreiz der Haut, tastbare Knoten auf der Haut und eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Kehle sein; sie…Nicht bekannt
CiprofloxacinSchwere, plötzliche Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische Reaktion, Schock) mit Engegefühl in der Brust, Schwindel, Übelkeit, drohender Ohnmacht oder Schwindel beim Aufstehen, auch schon bei der ersten Einnahme möglichSehr selten
ClarithromycinSchwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion), die Atemnot oder Schwindelgefühl verursacht; Schock mit Blutdruckabfall, Unruhe, schwachem schnellem Puls, feuchtkalter Haut und BewusstseinsstörungenNicht bekannt
DabigatranSchwerwiegende allergische Reaktion, die Atemprobleme oder Schwindel verursachtSelten
DuloxetinStress-Kardiomyopathie (Tako-Tsubo-Kardiomyopathie); Anzeichen können Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Ohnmacht und unregelmäßiger Herzschlag seinNicht bekannt
EmpagliflozinFlüssigkeitsmangel (Dehydratation, Volumenmangel); die Anzeichen sind unspezifisch, möglich sind ungewöhnlich starkes Durstgefühl, Benommenheit oder Schwindel beim Aufstehen, Ohnmacht oder BewusstlosigkeitSehr häufig
EsomeprazolZu niedriger Magnesiumwert im Blut (Hypomagnesiämie), möglich bei Anwendung über mehr als 3 Monate; Zeichen können Erschöpfung, unwillkürliche Muskelanspannungen (Muskelkontraktionen), Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindelgefühl und ein schnellerer Herzschlag…Nicht bekannt
FluvastatinSchwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion) mit Schwellung der Haut, Schwierigkeiten beim Atmen oder SchwindelSehr selten
FurosemidBei übermäßiger Harnausscheidung, insbesondere bei älteren Menschen und Kindern: Kreislaufbeschwerden bis zum Kreislaufkollaps, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, niedriger Blutdruck und Kreislaufstörungen…Nicht bekannt
GuselkumabSchwerwiegende allergische Reaktion (laut Fachinformation Anaphylaxie) mit Atem- oder Schluckbeschwerden, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, starkem Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen, Benommenheit, niedrigem Blutdruck oder…Selten
Insulin aspartSchwere allergische Reaktion einschließlich anaphylaktischem Schock; Anzeichen können unter anderem sein: örtliche Reaktionen wie Ausschlag, Rötung und Juckreiz breiten sich auf andere Körperteile aus, plötzliches Unwohlsein mit Schwitzen, Erbrechen,…Nicht bekannt
Insulin degludecSchwere allergische Reaktion auf das Insulin oder einen der sonstigen Bestandteile; Anzeichen: örtliche Reaktionen breiten sich auf andere Körperteile aus, plötzliches Unwohlsein mit Schwitzen, Erbrechen, Atembeschwerden, Herzrasen oder SchwindelSelten
IsotretinoinBlutarmut (Anämie) mit Schwäche, Schwindel und blasser Haut, wenn die roten Blutkörperchen betroffen sind; laut Fachinformation auch erhöhte BlutsenkungsgeschwindigkeitSehr häufig
MetronidazolAllergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion), häufig mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und eventuell AtemnotGelegentlich
QuetiapinHerzrasen mit Schwindel oder Ohnmacht; mögliches Zeichen schwerer Herzrhythmusstörungen, in schweren Fällen tödlichGelegentlich
RisankizumabSchwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) mit Atem- oder Schluckbeschwerden, Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Rachen und niedrigem Blutdruck, der Schwindelgefühl oder Benommenheit verursachen kannSelten
SimvastatinSchwere allergische Reaktion, die Probleme beim Atmen oder Schwindel verursacht (Anaphylaxie)Sehr selten
TirzepatidNiedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin; mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und SchwitzenSehr häufig
UstekinumabSchwerwiegende allergische Reaktionen (Anaphylaxie, Angioödem) mit Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, niedrigem Blutdruck mit Schwindelgefühl oder Benommenheit und Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund oder HalsSelten
ValproinsäureErhöhter Ammoniakgehalt im Blut (Hyperammonämie), erkennbar etwa an Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Teilnahmslosigkeit oder verminderter Aufmerksamkeit mit Erbrechen; laut Fachinformation ist eine isolierte, mäßige Erhöhung ohne veränderte…Sehr häufig
VenlafaxinStress-Kardiomyopathie (Takotsubo-Kardiomyopathie) mit Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl, Ohnmachtsanfällen und unregelmäßigem HerzschlagNicht bekannt

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Woran Sie Schwindel durch ein Medikament erkennen

Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang. Bei Ramipril ist Schwindel laut Packungsbeilage zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosiserhöhung am wahrscheinlichsten [8]. Bei Enalapril sollen Sie laut Packungsbeilage bei der ersten Dosis und nach einer Dosiserhöhung besonders vorsichtig sein und Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt unverzüglich mitteilen, wenn Sie sich benommen oder schwindlig fühlen [6]. Bei Carbamazepin schränken Schwindel und andere zentralnervöse Nebenwirkungen laut Packungsbeilage zu Beginn der Behandlung, bei einer Dosissteigerung, bei höheren Dosen und/oder zusammen mit anderen auf das zentrale Nervensystem wirkenden Mitteln die Fahrtüchtigkeit ein [12]. Bei Quetiapin traten der Blutdruckabfall beim Aufstehen und der damit zusammenhängende Schwindel laut Fachinformation normalerweise während der anfänglichen Dosiseinstellung auf [21].

Typisch für einen Blutdruckabfall beim Aufstehen ist laut gesund.bund.de, dass Betroffenen bis zu 30 Minuten nach dem Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen schwindelig wird, sie sich benommen fühlen oder ohnmächtig werden; setzen oder legen sie sich wieder hin, geht es ihnen unmittelbar besser [2]. Weitere mögliche Beschwerden sind Sehstörungen, seltener Kopf- oder Brustschmerzen [2]. Mehr dazu: Niedriger Blutdruck durch Medikamente.

Schwindel kann auch beim Absetzen auftreten. Nach einem abrupten Absetzen von Quetiapin wurden laut Fachinformation akute Absetzsymptome wie Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel und Reizbarkeit beschrieben [21]. Auch zu den Entzugserscheinungen nach dem Absetzen von Lorazepam zählt die Packungsbeilage unter anderem ein Schwindelgefühl [17]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Laut DEGAM-Leitlinie soll bei Schwindel stets erfragt werden, welche Medikamente eingenommen werden, und diese sollen auf unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen hin überprüft werden [1]. Aus der Art und Dauer des Schwindels kann die Ärztin oder der Arzt gut auf die Ursache schließen; beschreiben Sie ihn deshalb laut Patienteninformation der Ärzteschaft so genau wie möglich: wie er sich anfühlt, wie lange er dauert, ob er immer wiederkehrt und was ihn auslöst, etwa das Aufrichten aus dem Liegen [5]. Ob Ihr Medikament Schwindel als Nebenwirkung nennt, lesen Sie in Abschnitt 4 der Packungsbeilage nach [6, 8]. Mehr dazu: Viele Medikamente gleichzeitig.

Warum Medikamente Schwindel auslösen können

Blutdruckabfall: Fällt der Blutdruck beim Aufstehen ab, verlagert sich das Blut laut gesund.bund.de durch die Schwerkraft zu stark in den Unterkörper; die obere Körperhälfte und das Gehirn sind dann ungenügend durchblutet [2]. Bei Enalapril werden das Schwäche- und Schwindelgefühl zu Beginn der Behandlung laut Packungsbeilage durch die Blutdrucksenkung verursacht und sollten sich bei andauernder Behandlung bessern [6]. Doxazosin blockiert laut Fachinformation bestimmte Bindungsstellen (Alpha-1-Adrenozeptoren) und senkt so den Blutdruck [11]. Wie andere Antipsychotika mit blockierender Wirkung auf diese Rezeptoren kann Quetiapin laut Fachinformation besonders während der anfänglichen Dosiseinstellung einen Blutdruckabfall beim Aufstehen auslösen, der mit Schwindel, schnellem Herzschlag und bei einigen Menschen mit Ohnmacht einhergeht [21]. Ältere Menschen sind laut Fachinformation von Amitriptylin besonders anfällig für einen solchen Blutdruckabfall [19].

Wirkung auf das Herz: Für Betablocker nennt die DEGAM-Leitlinie neben dem Blutdruckabfall auch einen langsamen Herzschlag (Bradykardie) [1]. Mehr dazu: Verlangsamter Herzschlag durch Medikamente.

Wirkung auf das zentrale Nervensystem: Opioide können laut Leitlinie über zentrale Rezeptoren Benommenheit und Schwindelgefühl auslösen, Chinolon-Antibiotika über eine zentrale Wirkung unter anderem Schwindel; Clonidin und Moxonidin wirken zentral [1]. Besonders Medikamente mit anticholinerger Wirkung können laut Leitlinie über Sehstörungen und eine zentrale Wirkung Schwindel und Benommenheit auslösen, ausgeprägter noch in Kombination [1]. Gabapentin wirkt laut Fachinformation auf das zentrale Nervensystem und kann zu Benommenheit, Schwindel oder ähnlichen Beschwerden führen [14].

Was Sie tun können

Frau um die siebzig mit grauem Kurzhaarschnitt steht morgens langsam vom Sessel auf und hält sich dabei an der Armlehne fest
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei Quetiapin zum Beispiel ist laut Packungsbeilage ein schrittweises Absetzen über mindestens 1 bis 2 Wochen ratsam; ein plötzliches Absetzen kann unter anderem Schwindel auslösen [20].

Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Was dann infrage kommt, hängt vom Mittel ab. Bei Schwindel durch Mittel gegen Bluthochdruck nennt die DEGAM-Leitlinie eine niedrigere Dosis, eine auf mehrere Gaben verteilte niedrigere Dosis oder den Wechsel auf ein schwächer wirksames Mittel [1]. Lösen Medikamente einen Blutdruckabfall beim Aufstehen aus, hilft laut gesund.bund.de mitunter ein Wechsel der Präparate [2]. Bei Quetiapin sollte laut Fachinformation eine niedrigere Dosis oder eine langsamere Dosisanpassung erwogen werden, wenn ein solcher Blutdruckabfall auftritt [21]. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Vorsicht beim Aufstehen. Fühlen Sie sich zu Beginn einer Behandlung mit Enalapril schwach oder schwindelig, hilft es laut Packungsbeilage, sich hinzulegen [6]. Gegen Schwindel durch einen Blutdruckabfall beim Aufstehen nennt gesund.bund.de unter anderem langsames und schrittweises Aufstehen, besonders morgens, das Anspannen und Lockerlassen der Wadenmuskeln vor dem Aufrichten, ausreichendes Trinken, das Meiden körperlicher Belastung bei heißem Wetter und Stützstrümpfe [2]. Was davon für Sie passt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Alkohol. Alkohol kann laut Packungsbeilage von Ramipril während der Einnahme Schwindel und Benommenheit verursachen; sind Sie unsicher, wie viel Alkohol Sie trinken dürfen, fragen Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [8]. Mehr dazu: Medikamente und Alkohol.

Autofahren und Maschinen. Tritt unter Ramipril Schwindel auf, dürfen Sie laut Packungsbeilage kein Kraftfahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen [8]. Bei Enalapril ist laut Fachinformation beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen zu beachten, dass gelegentlich Schwindel oder Schwächegefühl auftreten können [7]. Bei Carbamazepin führen Schwindel und andere zentralnervöse Nebenwirkungen laut Packungsbeilage auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch zu Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit; Sie dürfen dann laut Packungsbeilage keine Kraftfahrzeuge führen und keine Maschinen bedienen [12]. Tramadol kann laut Packungsbeilage zu Schwindel, Benommenheit und verschwommenem Sehen führen und damit das Reaktionsvermögen beeinflussen [15]. Bei Doxazosin kann die Fahrtüchtigkeit laut Fachinformation insbesondere zu Beginn der Behandlung beeinträchtigt sein [11]. Mehr dazu: Medikamente und Autofahren.

Stürzen vorbeugen. Zu Beginn einer Behandlung mit Doxazosin sollten Sie laut Packungsbeilage Situationen meiden, in denen Sie durch Schwindel, Schwäche oder selten eine plötzliche Bewusstlosigkeit zu Schaden kommen könnten [10]. Eine Behandlung mit Carbamazepin kann laut Fachinformation über Schwindel, Bewegungsstörungen, Schläfrigkeit, niedrigen Blutdruck und Verwirrtheit zu Stürzen und damit zu Knochenbrüchen oder anderen Verletzungen führen [13]. Bei Gabapentin kann es durch Schwindelgefühl und Schläfrigkeit häufiger zu versehentlichen Verletzungen durch Stürze kommen [14]. Bei älteren Menschen nennen die Fachinformationen von Quetiapin, Pregabalin und Lorazepam ein erhöhtes Risiko für Stürze bzw. sturzbedingte Verletzungen [18, 21, 22]. Mehr dazu: Medikamente im Alter.

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [8]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Warnzeichen für einen gefährlichen Verlauf: Zahlreiche Warnsymptome können laut DEGAM-Leitlinie auf einen abwendbar gefährlichen Verlauf hindeuten, insbesondere Schwindel in Verbindung mit Kopf-, Hals- oder Nackenschmerzen, Schluck- oder Sprechstörungen, Heiserkeit, Doppelbildern, einem hängenden Augenlid, Gefühlsstörungen, Lähmungen, Koordinationsstörungen, Bewusstseinsbeeinträchtigungen oder Ohnmacht, Herzrhythmusstörungen oder nach einem Unfall [1]. Akute Störungen des Gleichgewichtssystems mit Ursache im Gehirn, etwa durch Infarkte oder Blutungen im Hirnstamm oder Kleinhirn, erfordern laut Leitlinie eine notfallmäßige Klinikaufnahme [1]. Zu den typischen Anzeichen eines Schlaganfalls zählt gesund.bund.de neben Lähmungen und Sprachstörungen auch Schwindel und einen unsicheren Gang; wählen Sie bei jedem Verdacht schnell den Notruf 112 und warten Sie nicht ab, ob die Beschwerden wieder verschwinden [3].

Herzrasen mit Schwindel unter Quetiapin: Herzklopfen oder Herzrasen zusammen mit Schwindel oder Ohnmacht können laut Packungsbeilage Zeichen schwerwiegender Herzrhythmusstörungen sein; die Einnahme soll dann beendet werden, und Sie sollen umgehend ärztliche Hilfe suchen oder direkt ins nächstgelegene Krankenhaus gehen [20]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Mehr dazu: QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen.

Stürze unter Carbamazepin: Bei Stürzen aufgrund von Schwindel, Benommenheit, Blutdruckabfall oder Verwirrtheit sollen Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [12].

Zu viel eingenommen: Wurden zu viele Doxazosin-Retardtabletten eingenommen, treten laut Packungsbeilage am wahrscheinlichsten Benommenheit oder Schwindel durch einen Blutdruckabfall auf; legen Sie sich dann auf den Rücken, lagern Sie die Beine höher als den Kopf und nehmen Sie sofort Kontakt mit der Notaufnahme, Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke auf [10]. Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, akute und anhaltende Krampfanfälle und Vergiftungen sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [23].

Andere Ursachen

Nicht jeder Schwindel unter einem Medikament kommt vom Medikament. Schwindel kann viele Ursachen haben: Verschiedene Sinne liefern dem Gehirn Informationen über die Lage des Körpers, und wenn sie unterschiedliche Informationen senden, kommt das Gehirn "durcheinander"; auch das seelische Empfinden hat einen Einfluss [5]. Zu den häufigsten Diagnosen bei Schwindel in der Hausarztpraxis zählt die DEGAM-Leitlinie einen funktionellen Schwindel, den sie unter anderem auf Ängstlichkeit und Empfindsamkeit für Bewegungen zurückführt, den gutartigen Lagerungsschwindel, Schwindel durch Störungen der Sinne (Gleichgewichtssinn, Tast- und Tiefenempfinden oder Sehen), einen Blutdruckabfall beim Aufstehen und unerwünschte Wirkungen von Medikamenten [1]. Mehr dazu auf der Seite Schwindel. Welche Nebenwirkungen die HPV-Impfstoffe laut Fachinformation haben, steht auf der Seite HPV-Impfung.

  • Gutartiger Lagerungsschwindel: Er ist laut DEGAM-Leitlinie die häufigste Schwindelursache, die vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr oder vom Gleichgewichtsnerv ausgeht [1]. Dabei entsteht laut IQWiG vor allem bei raschen Kopfbewegungen der Eindruck, dass sich alles dreht; das Schwindelgefühl hält typischerweise nur einige Sekunden bis höchstens fünf Minuten an [4].
  • Herz und Kreislauf: Die DEGAM-Leitlinie nennt unter anderem Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehler, Bluthochdruck und Regulationsstörungen des Kreislaufs; sie werden mit zunehmendem Alter häufiger [1]. Ein Blutdruckabfall beim Aufstehen kommt laut gesund.bund.de gehäuft bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson, bestimmten Formen von Demenz und bei Diabetes vor; auch Alkohol und Drogen können ihn auslösen [2]. Mehr dazu: Niedriger Blutdruck und Vorhofflimmern.
  • Blut und Stoffwechsel: Laut Leitlinie kommen auch eine Blutarmut und Stoffwechselentgleisungen wie Unter- oder Überzuckerung oder ein Kaliummangel infrage [1]. Mehr dazu: Unterzuckerung und erhöhter Blutzucker durch Medikamente und Eisenmangel.
  • Nerven und Augen: Polyneuropathien oder ein verminderter Visus führen laut Leitlinie zu Gangunsicherheit mit Schwankschwindel, aber nicht zu Drehschwindel; auch neue oder falsch angepasste Sehhilfen können Schwindel verursachen [1]. Mehr dazu: Polyneuropathie.
  • Weitere Ursachen: Mit zunehmendem Lebensalter können sich die für das Gleichgewicht wichtigen Organe und Wahrnehmungen verändern; ein psychogener Schwindel entsteht bei seelischen Belastungen und kann zusammen mit einer Angststörung oder Depression auftreten [5]. Seltenere Ursachen für Drehschwindel sind andere Erkrankungen im Innenohr oder Gehirn, etwa Entzündungen oder Migräne [5].

Ist der Schwindel neu aufgetreten, dauert er länger an oder ist er sehr heftig, sollten Sie laut Patienteninformation eine Arztpraxis aufsuchen [5].

Quellen

  1. Leitlinie S2k-Leitlinie Schwindel in der Hausarztpraxis, Langfassung, Version 2.5 (AWMF-Register-Nr. 053-018). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand publiziert 08/2025 (gültig bis 02/2030). abgerufen am 12.10.2026
  2. Behörde Blutdruckabfall beim Aufstehen (Orthostatische Hypotonie). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 06.05.2022. abgerufen am 12.10.2026
  3. Behörde Schlaganfall. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 16.12.2022. abgerufen am 12.10.2026
  4. Gutartiger Lagerungsschwindel. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 04.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
  5. Patienteninformation "Plötzlich Schwindel, was steckt dahinter?" (Akuter Schwindel). Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung. Stand 09/2017. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Enalapril-ratiopharm® 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2020. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Enalapril-ratiopharm® 2,5 mg/5 mg/10 mg/20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2020. abgerufen am 12.10.2026
  8. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ramipril-ratiopharm® 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Bisoprolol-ratiopharm® 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Doxazosin-ratiopharm® 4 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  11. Fachinformation Fachinformation Doxazosin-ratiopharm® 4 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2023. abgerufen am 12.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Carbamazepin-ratiopharm® 200 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2023. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Carbamazepin-ratiopharm® 200 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2023. abgerufen am 12.10.2026
  14. Fachinformation Fachinformation Gabapentin-ratiopharm® 100 mg/300 mg/400 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  15. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tramadol-ratiopharm® 100 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
  16. Fachinformation Fachinformation Tramadol-ratiopharm® 100 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2025. abgerufen am 12.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  18. Fachinformation Fachinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 12.10.2026
  19. Fachinformation Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 12.10.2026
  20. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Quetiapin-ratiopharm® 50/150/200/300/400 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  21. Fachinformation Fachinformation Quetiapin-ratiopharm® Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 12.10.2026
  22. Fachinformation Fachinformation Pregabalin-ratiopharm® Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
  23. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können Schwindel auslösen?

Sehr viele. Die DEGAM-Leitlinie nennt unter anderem Blutdrucksenker wie Betablocker, ACE-Hemmer, Sartane und Calciumantagonisten, harntreibende Mittel, Beruhigungs- und Schlafmittel, Opioide, Dopaminagonisten, Mittel mit anticholinerger Wirkung und Antibiotika wie Ciprofloxacin und Levofloxacin. In den Produktinformationen ist Schwindel zum Beispiel bei Enalapril, Carbamazepin, Gabapentin, Tramadol, Amitriptylin und Quetiapin als sehr häufig eingestuft. Welche Wirkstoffe mit Steckbrief auf dieser Website Schwindel nennen, zeigt die Tabelle oben.

Warum wird mir beim Aufstehen schwindelig, seit ich Blutdrucktabletten nehme?

Laut gesund.bund.de kann ein Blutdruckabfall beim Aufstehen bei langjähriger Einnahme von Medikamenten gegen Bluthochdruck als Nebenwirkung vorkommen. Dabei verlagert sich das Blut zu stark in den Unterkörper, und das Gehirn wird ungenügend durchblutet. Typisch sind Schwindel, Benommenheit und Sehstörungen, die sich im Sitzen oder Liegen rasch bessern. Laut Packungsbeilage von Enalapril werden solche Beschwerden zu Beginn der Behandlung durch die Blutdrucksenkung verursacht und sollten sich bei fortgesetzter Behandlung bessern. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn die Beschwerden anhalten oder Sie sich Sorgen machen.

Geht der Schwindel durch ein Medikament wieder weg?

Das hängt vom Wirkstoff ab. Bei Bisoprolol treten Schwindelgefühl und Müdigkeit bei Bluthochdruck oder Angina pectoris laut Packungsbeilage vor allem zu Beginn der Behandlung auf und klingen häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab. Bei Quetiapin traten orthostatische Hypotonie und Schwindel laut Fachinformation normalerweise während der anfänglichen Dosiseinstellung auf. Hält der Schwindel an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Auto fahren, wenn mir von meinem Medikament schwindelig ist?

Laut Packungsbeilage von Ramipril dürfen Sie kein Kraftfahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, wenn Schwindel auftritt. Am wahrscheinlichsten ist er zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung. Auch bei Carbamazepin, Tramadol und Gabapentin weisen die Produktinformationen darauf hin, dass Schwindel das Reaktionsvermögen beeinträchtigen kann. Mehr im Ratgeber Medikamente und Autofahren.

Erhöhen Medikamente, die schwindelig machen, die Sturzgefahr?

Für einzelne Wirkstoffe nennen die Fachinformationen das. Laut Fachinformation kann eine Behandlung mit Carbamazepin mit Schwindel, Benommenheit, niedrigem Blutdruck und Verwirrtheit verbunden sein und so zu Stürzen und Knochenbrüchen führen. Bei Gabapentin kann es durch Schwindelgefühl und Schläfrigkeit häufiger zu Stürzen kommen, bei Quetiapin vor allem bei älteren Menschen. Bei Stürzen wegen Schwindel unter Carbamazepin sollen Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen.

Wann ist Schwindel ein Notfall?

Laut DEGAM-Leitlinie können zahlreiche Warnsymptome auf einen gefährlichen Verlauf hindeuten, insbesondere Schwindel zusammen mit Kopf- oder Nackenschmerzen, Schluck- oder Sprechstörungen, Doppelbildern, Gefühlsstörungen, Lähmungen, Koordinationsstörungen, Bewusstseinsstörungen oder Herzrhythmusstörungen. Bei jedem Verdacht auf einen Schlaganfall wählen Sie laut gesund.bund.de schnell den Notruf 112 und warten nicht ab, ob die Beschwerden wieder verschwinden.

Kann Schwindel auch andere Ursachen haben?

Ja. Laut DEGAM-Leitlinie kommen unter anderem Störungen des Gleichgewichtsorgans, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutarmut, Stoffwechselentgleisungen wie Unter- oder Überzuckerung, Polyneuropathien, Sehstörungen sowie Alkohol und Drogen infrage. Zu den häufigsten Diagnosen in der Hausarztpraxis zählt die Leitlinie einen funktionellen Schwindel, den gutartigen Lagerungsschwindel, Schwindel durch Störungen der Sinne und einen Blutdruckabfall beim Aufstehen, außerdem unerwünschte Wirkungen von Medikamenten.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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