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Febuxostat: Nebenwirkungen und Wirkung
Febuxostat ist ein verschreibungspflichtiges Gichtmittel, das die Bildung von Harnsäure hemmt; Tabletten mit 120 mg werden außerdem bei Chemotherapie gegen Blutkrebs eingesetzt, um hohen Harnsäurewerten vorzubeugen. Häufig sind Gichtanfälle zu Beginn der Behandlung, auffällige Leberwerte, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen und Hautausschlag. Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sieht die aktuelle Fachinformation eine vorsichtige Behandlung mit regelmäßiger Überwachung vor. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder Hautreaktion nehmen Sie Febuxostat nicht weiter ein und holen sofort ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Zunahme der Gichtbeschwerden, akute Gichtanfälle, vor allem kurz nach Beginn und in den ersten Monaten der Behandlung[1, 2]
- Häufig: Auffällige Leberwerte (Leberfunktionsstörungen)[1, 2]
- Häufig: Durchfall, Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit[1, 2]
- Häufig: Hautausschlag (auch verschiedene Formen, die seltener berichtet wurden) und Juckreiz[1, 2]
- Häufig: Kurzatmigkeit (Dyspnoe)[1, 2]
- Häufig: Schmerzen in Armen oder Beinen, Muskel- und Gelenkschmerzen[1, 2]
- Häufig: Örtliche Schwellung durch Wassereinlagerung im Gewebe (Ödem), Abgeschlagenheit[1, 2]
Wofür wird Febuxostat eingesetzt?
Febuxostat ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Gichtmittel [2, 3]. Er wird bei Gicht eingesetzt, die mit einem Überschuss an Harnsäure im Körper zusammenhängt [1]. Ist zu viel Harnsäure im Blut, können sich in und um Gelenke und Nieren Harnsäurekristalle bilden. Sie können einen Gichtanfall auslösen: plötzlich starke Schmerzen, Rötung, Wärme und Schwellung eines Gelenks. Unbehandelt können größere Ablagerungen entstehen, sogenannte Gichtknoten, die Gelenke und Knochen schädigen können [1].
Zugelassen ist Febuxostat laut Fachinformation zur Behandlung einer dauerhaft erhöhten Harnsäure, die bereits zu Ablagerungen geführt hat, etwa zu Gichtknoten oder einer Gichtarthritis [2]. Tabletten mit 120 mg werden außerdem bei Erwachsenen mit Blutkrebs eingesetzt, die eine Chemotherapie mit mittlerem bis hohem Risiko für ein Tumorlyse-Syndrom erhalten, um hohen Harnsäurewerten vorzubeugen und sie zu behandeln: Bei der Chemotherapie werden Krebszellen zerstört, und die Harnsäure im Blut kann ansteigen [1, 2]. Febuxostat ist nur für Erwachsene bestimmt [1, 2].
Wie wirkt Febuxostat?
Harnsäure entsteht im Körper als Endprodukt des Purinstoffwechsels. Die letzten beiden Schritte steuert das Enzym Xanthinoxidase. Febuxostat hemmt dieses Enzym gezielt und senkt so den Harnsäurespiegel im Blut [2]. Bleibt die Harnsäure dauerhaft niedrig, bilden sich keine neuen Kristalle; mit der Zeit nehmen die Beschwerden ab, und Gichtknoten können schrumpfen [1].
Febuxostat wird rasch aufgenommen; die höchste Konzentration im Blut ist nach 1 bis 1,5 Stunden erreicht, die Halbwertszeit beträgt etwa 5 bis 8 Stunden [2]. Laut Fachinformation wirkt es so schnell, dass der Harnsäurespiegel schon nach 2 Wochen erneut gemessen werden kann; Ziel ist eine dauerhafte Senkung unter 6 Milligramm pro Deziliter [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt, ergänzt um einzelne Angaben aus der Fachinformation. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation waren die häufigsten Nebenwirkungen bei Gicht in Studien und nach der Markteinführung akute Gichtanfälle, Leberfunktionsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot, Hautausschlag, Juckreiz, Gelenk- und Muskelschmerzen, Schmerzen in Armen oder Beinen, Wassereinlagerungen und Abgeschlagenheit; diese Nebenwirkungen waren vorwiegend leicht oder mittelschwer [2]. Nicht-infektiöser Durchfall und erhöhte Leberwerte traten häufiger auf, wenn gleichzeitig Colchicin eingenommen wurde [2]. Selten wurden nach der Markteinführung schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Fälle von plötzlichem Herztod berichtet [2].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungZunahme der Gichtbeschwerden, akute Gichtanfälle, vor allem kurz nach Beginn und in den ersten Monaten der Behandlung[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Harnsäure und Gicht
- Leber und GalleAuffällige Leberwerte (Leberfunktionsstörungen)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Magen und DarmDurchfall, Übelkeit[1, 2]Mehr dazu: DurchfallÜbelkeit
- NervensystemKopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenSchwindelMüdigkeit
- HautHautausschlag (auch verschiedene Formen, die seltener berichtet wurden) und Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
- AtemwegeKurzatmigkeit (Dyspnoe)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- Muskeln, Knochen und GelenkeSchmerzen in Armen oder Beinen, Muskel- und Gelenkschmerzen[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenGelenkschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenÖrtliche Schwellung durch Wassereinlagerung im Gewebe (Ödem), Abgeschlagenheit[1, 2]Mehr dazu: WassereinlagerungenMüdigkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungVerminderter Appetit, veränderte Blutzuckerwerte (Diabetes) mit Beschwerden wie übermäßigem Durst, erhöhte Blutfettwerte, Gewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: AppetitlosigkeitErhöhter BlutzuckerErhöhte BlutfetteGewichtszunahme
- PsycheWeniger Lust auf Sex (verminderte Libido), Schlaflosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Weniger Lust auf SexSchlafstörungen
- NervensystemSchläfrigkeit (Somnolenz), Lethargie[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- NervensystemTaubheitsgefühl, Hautprickeln, vermindertes oder verändertes Tastempfinden (Hypoästhesie, Parästhesie), halbseitige Lähmung (Hemiparese), veränderter Geschmackssinn, verminderter Geruchssinn (Hyposmie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlGeschmacksstörungen
- AugenVerschwommenes oder verändertes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Ohr und GleichgewichtOhrenklingeln (Tinnitus)[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
- HerzAuffälligkeiten im EKG, unregelmäßiger oder schneller Herzschlag, Herzklopfen (Palpitationen); laut Fachinformation auch Vorhofflimmern sowie bei Chemotherapie gegen Blutkrebs (Tabletten mit 120 mg) eine Störung der Erregungsleitung im Herzen (Linksschenkelblock) und schneller Herzschlag (Sinustachykardie)[1, 2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenHerzrasen
- Gefäße und KreislaufHitzewallungen oder Gesichtsrötung (Flush), erhöhter Blutdruck[1, 2]Mehr dazu: HitzewallungenBlutdruckanstieg
- Gefäße und KreislaufBlutungen (nur bei Menschen beobachtet, die eine Chemotherapie gegen Blutkrebs erhielten)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- AtemwegeHusten, Infektionen der oberen Atemwege (Entzündungen von Nasengängen und/oder Hals), Bronchitis, Infektionen der unteren Atemwege, laufende Nase[1, 2]Mehr dazu: ReizhustenVerstopfte Nase
- Magen und DarmMundtrockenheit, Bauchschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Blähungen, aufgetriebener Bauch, Sodbrennen (Reflux), Verdauungsstörungen, Verstopfung, häufigerer Stuhlgang, Erbrechen, Magenbeschwerden[1, 2]Mehr dazu: MundtrockenheitBauchschmerzenBlähungenSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenVerstopfungErbrechen
- Magen und DarmGeschwüre im Mund, Schwellung der Lippen[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: BauchspeicheldrüsenentzündungBauchschmerzenÜbelkeitErbrechen
- Leber und GalleGallensteine (Cholelithiasis)[1, 2]
- HautJuckender Hautausschlag, Nesselsucht, Hautentzündung (Dermatitis), Ekzem, Hautrötung (Erythem), kleine rote oder violette Punkte (Petechien), fleckige oder knötchenförmige Ausschläge, Hautverfärbung und andere Hautveränderungen[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsuchtJuckreizPigmentstörungen der Haut
- HautVermehrtes Schwitzen, nächtliches Schwitzen, Haarausfall, Schuppenflechte (Psoriasis)[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes SchwitzenHaarausfallSchuppenflechte
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelkrampf, Muskelschwäche, Muskelanspannung, Schleimbeutelentzündung (Bursitis), Gelenkentzündung (Arthritis), Gelenkschwellung, Rückenschmerzen, Schmerzen und Steifheit von Muskeln und Gelenken[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenGelenkschmerzenRückenschmerzen
- Nieren und HarnwegeBlut im Urin, auffällig häufiges Wasserlassen, Harndrang, erhöhte Eiweißwerte im Urin, Funktionsstörungen der Nieren (laut Fachinformation auch Nierenversagen), Nierensteine, Harnwegsinfektion[1, 2]Mehr dazu: Häufiges WasserlassenNierenfunktionsstörungen
- Geschlechtsorgane und BrustErektionsprobleme (erektile Dysfunktion)[1, 2]Mehr dazu: Erektionsstörungen
- HormonsystemErhöhter Wert des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons (TSH), verminderte Schilddrüsenaktivität (Hypothyreose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
- Laborwerte und UntersuchungenVeränderte Blutwerte: weniger Blutplättchen, weiße Blutkörperchen oder Lymphozyten, weniger Hämoglobin, niedrigerer Hämatokrit; erhöhter Gerinnungswert INR; laut Fachinformation außerdem erhöhte Werte von Amylase, Kreatin, Kreatinin, Harnstoff, Triglyzeriden, Cholesterin, Laktatdehydrogenase und Kalium im Blut[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsVeränderte LaborwerteErhöhte BlutfetteVeränderter Kaliumspiegel
- Allgemeine BeschwerdenSchmerzen oder Beschwerden im Brustkorb, Schmerzen, Unwohlsein[1, 2]
- Verletzungen und VergiftungenPrellung (Quetschung)[1, 2]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) und Arzneimittelüberempfindlichkeit[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HautMöglicherweise lebensbedrohliche Hautausschläge mit Blasenbildung und Abschälen von Haut und Schleimhäuten, schmerzhaften Geschwüren in Mund oder Genitalbereich, Fieber, Halsschmerzen und Müdigkeit (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- HautArzneimittelreaktion mit hohem Fieber, masernähnlichem Ausschlag, vergrößerten Lymphknoten, Lebervergrößerung, Leberentzündung bis hin zum Leberversagen und erhöhter Zahl weißer Blutkörperchen (DRESS)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenLeberschäden und erhöhte LeberwerteFieber
- HautSchwerer Hautausschlag am ganzen Körper sowie verschiedene Ausschläge, z. B. schuppig, mit Bläschen, mit eitrigen Bläschen, masernähnlich, großflächige Rötung[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- HautAusgeprägte Schwellungen tieferer Hautschichten, besonders um die Augen, an Genitalien, Händen, Füßen oder Zunge, möglicherweise mit plötzlichen Atembeschwerden (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschädigung, die in seltenen Fällen schwerwiegend sein kann, möglicherweise durch krankhaften Muskelabbau (Rhabdomyolyse), erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut; außerdem Rotatorenmanschetten-Syndrom der Schulter und rheumatische Polymyalgie[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenVeränderte Laborwerte
- Blut und LymphsystemZu wenige Blutzellen (weiße oder rote Blutkörperchen oder Blutplättchen), Blutarmut (Anämie); laut Fachinformation Panzytopenie, Thrombozytopenie und Agranulozytose[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Stoffwechsel und ErnährungGewichtsabnahme, gesteigerter Appetit, krankhafter Appetitverlust (Anorexie)[1, 2]Mehr dazu: GewichtsabnahmeAppetitlosigkeit
- PsycheNervosität, Niedergeschlagenheit (depressive Verstimmung), Schlafstörung[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätDepressive VerstimmungSchlafstörungen
- NervensystemGeschmacksverlust, brennendes Gefühl[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- Ohr und GleichgewichtSchwindel[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- AugenPlötzlicher Sehverlust durch den Verschluss einer Arterie im Auge (Netzhautarterie)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzPlötzlicher Herztod[1, 2]
- Gefäße und KreislaufKreislaufkollaps[1, 2]
- AtemwegeLungenentzündung (Pneumonie)[1, 2]
- Magen und DarmWunden im Mund, Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis), Durchbruch im Magen-Darm-Trakt (Perforation)[1, 2]
- Leber und GalleLeberentzündung (Hepatitis), Gelbfärbung der Haut (Ikterus), Leberschädigung, Entzündung der Gallenblase[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Nieren und HarnwegeVeränderte oder verringerte Urinmenge durch eine Entzündung der Nieren (tubulo-interstitielle Nephritis)[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Allgemeine BeschwerdenDurstgefühl, Wärmegefühl[1, 2]
- Laborwerte und UntersuchungenErhöhter Blutzucker, verlängerte Gerinnungszeit (aPTT), weniger rote Blutkörperchen, erhöhte alkalische Phosphatase im Blut[2]Mehr dazu: Erhöhter BlutzuckerVeränderte Laborwerte
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen traten laut Fachinformation meist im ersten Behandlungsmonat auf [2]. Ist es unter Febuxostat zu einer allergischen Reaktion gekommen, auch zu einem Stevens-Johnson-Syndrom oder einer akuten anaphylaktischen Reaktion, darf die Behandlung laut Fachinformation zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden [1, 2]. Mehr zu solchen Reaktionen lesen Sie unter Schwere Hautreaktionen durch Medikamente.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Gichtanfälle zu Beginn: Wenn die Harnsäure sinkt, können sich Ablagerungen im Gewebe lösen und zunächst Gichtanfälle auslösen [2]. Nehmen Sie Febuxostat auch während eines Anfalls weiter ein, denn es senkt die Harnsäure trotzdem; mit der Zeit werden die Anfälle seltener und weniger schmerzhaft [1]. Die Ärztin oder der Arzt kann zusätzliche Mittel verschreiben, um Anfällen vorzubeugen oder Schmerzen und Schwellungen zu behandeln [1]. Laut Fachinformation wird zu Beginn eine Vorbeugung mit einem NSAR oder Colchicin über mindestens 6 Monate empfohlen [2]. Mehr dazu unter Harnsäure und Gicht.
Leber und Schilddrüse: Die Ärztin oder der Arzt kann Blutuntersuchungen veranlassen, um die Leberfunktion zu prüfen [1]. Laut Fachinformation wird vor Beginn und je nach Befund im weiteren Verlauf ein Leberfunktionstest empfohlen; bei Langzeitbehandlung wurden erhöhte Werte des schilddrüsenstimulierenden Hormons TSH beobachtet, und bei veränderter Schilddrüsenfunktion ist Vorsicht geboten [2]. Hintergrund finden Sie unter Leberwerte und Leberschäden durch Medikamente.
Weitere Beschwerden: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, auch solche, die hier nicht genannt sind, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen [1]. Besonders wichtig sind Mercaptopurin (gegen Krebs), Azathioprin (zur Unterdrückung der Immunabwehr) und Theophyllin (gegen Asthma) [1]. Laut Fachinformation kann Febuxostat zusammen mit Colchicin, Indometacin, Hydrochlorothiazid oder Warfarin ohne Dosisanpassung angewendet werden; auch mit Naproxen ist keine Dosisanpassung nötig [2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Mercaptopurin (gegen Krebs) oder Azathioprin (zur Unterdrückung der Immunabwehr) | Febuxostat kann deren Spiegel im Blut erhöhen; schwere, das Knochenmark schädigende Wirkungen möglich[1, 2] | Laut Fachinformation nicht empfohlen; ist die Kombination nicht zu vermeiden, wird deren Dosis auf 20 Prozent oder weniger der bisherigen Dosis verringert und engmaschig überwacht |
| Theophyllin (gegen Asthma) | Mit 80 mg Febuxostat keine Wechselwirkung gezeigt; für 120 mg liegen keine Daten vor[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Andere Mittel gegen Krebs (zytotoxische Chemotherapie) | Wechselwirkungen wurden nicht untersucht und können nicht ausgeschlossen werden[2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Starke Induktoren der Glucuronidierung (Mittel, die die Enzyme anregen, über die Febuxostat abgebaut wird) | Febuxostat kann schneller abgebaut werden und schwächer wirken; nach dem Absetzen des Induktors kann der Febuxostat-Spiegel steigen[2] | Laut Fachinformation Harnsäure 1 bis 2 Wochen nach Beginn einer solchen Behandlung kontrollieren |
| Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR (z. B. Naproxen) und Probenecid | Könnten theoretisch die Ausscheidung von Febuxostat verlangsamen; bei Gesunden stieg mit Naproxen die Febuxostat-Menge im Blut; in klinischen Studien nahmen unerwünschte Ereignisse unter Naproxen oder anderen NSAR nicht klinisch bedeutsam zu[2] | Laut Fachinformation keine Dosisanpassung bei Naproxen nötig |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Febuxostat nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Herzschwäche, andere Herzprobleme oder einen Schlaganfall haben oder hatten [1]. Laut der aktuellen Fachinformation (Stand 09/2024) traten bei Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Entwicklung des Mittels und in der CARES-Studie mehr tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse auf als unter Allopurinol; in der späteren FAST-Studie war Febuxostat Allopurinol in Bezug auf tödliche und nicht tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse nicht unterlegen. Diese Menschen sollten mit Vorsicht behandelt und regelmäßig überwacht werden [2]. Der Rote-Hand-Brief vom 27.06.2019 hatte empfohlen, Febuxostat bei bestehender schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu vermeiden, es sei denn, es gibt keine anderen Therapiemöglichkeiten; er erschien, als die FAST-Studie noch lief [4].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Herzschwäche, andere Herzprobleme oder Schlaganfall, auch in der Vorgeschichte. Laut aktueller Fachinformation (Stand 09/2024) traten bei Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, instabile Angina pectoris) in der Entwicklung des Mittels und in der CARES-Studie mehr tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse auf als unter Allopurinol; in der FAST-Studie war Febuxostat Allopurinol in Bezug auf tödliche und nicht tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse nicht unterlegen. Diese Menschen sollten mit Vorsicht behandelt und regelmäßig überwacht werden[1, 2]
- Rote-Hand-Brief vom 27.06.2019, erschienen, als die FAST-Studie noch lief: Nach den Ergebnissen der CARES-Studie sollte die Behandlung mit Febuxostat bei bestehender schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankung (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, instabile Angina pectoris) vermieden werden, es sei denn, es gibt keine anderen Therapiemöglichkeiten. Die aktuelle Fachinformation (Stand 09/2024) berücksichtigt auch die FAST-Studie und sieht für diese Menschen eine Behandlung mit Vorsicht und regelmäßiger Überwachung vor[2, 4]
- Nierenfunktionsstörungen oder frühere schwere allergische Reaktionen auf Allopurinol: Laut Fachinformation hatten einige Menschen mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen auf Febuxostat solche Vorerkrankungen; die meisten Reaktionen traten im ersten Behandlungsmonat auf[1, 2]
- Leberfunktionsstörungen oder auffällige Leberwerte, auch früher: Laut Fachinformation wird vor Beginn und im weiteren Verlauf je nach Befund ein Leberfunktionstest empfohlen[1, 2]
- Schilddrüsenerkrankungen: Laut Fachinformation wurden bei Langzeitbehandlung erhöhte TSH-Werte beobachtet; Vorsicht bei veränderter Schilddrüsenfunktion[1, 2]
- Akuter Gichtanfall: Die Behandlung beginnt erst, wenn der Anfall abgeklungen ist. In den ersten Wochen oder Monaten kann es zu Gichtanfällen kommen; laut Fachinformation wird zu Beginn eine Vorbeugung mit einem NSAR oder Colchicin über mindestens 6 Monate empfohlen[1, 2]
- Sehr hohe Harnsäurespiegel, etwa bei einer Krebs-Chemotherapie: Harnsäuresenkende Mittel können zur Ablagerung von Xanthin in den Harnwegen führen, möglicherweise mit Steinbildung; bei Menschen, die wegen eines Tumorlyse-Syndroms mit Febuxostat behandelt wurden, wurde das nicht beobachtet[1, 2]
- Lesch-Nyhan-Syndrom (seltene angeborene Erkrankung mit zu viel Harnsäure im Blut): Laut Fachinformation wird Febuxostat mangels Erfahrung nicht empfohlen[1, 2]
- Nach einer Organtransplantation: Laut Fachinformation wird Febuxostat mangels Erfahrung nicht empfohlen[2]
- Chemotherapie gegen Blutkrebs mit Risiko für ein Tumorlyse-Syndrom: Laut Fachinformation sollte die Herzfunktion überwacht werden, wenn klinisch erforderlich[2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: nicht geben, da Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen sind[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Autofahren, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2]. Zu Alkohol machen beide keine Angaben [1, 2]. Eine Seite des Beratungszentrums Embryotox zu Febuxostat gibt es nicht.
Schwangerschaft
Ob Febuxostat ein ungeborenes Kind schädigen kann, ist nicht bekannt; es sollte während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Laut Fachinformation lassen Daten zu sehr wenigen Schwangerschaften und Tierstudien keine schädlichen Auswirkungen erkennen; das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ob Febuxostat in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt. Sie sollten es nicht einnehmen, wenn Sie stillen oder planen zu stillen. Laut Fachinformation ging der Wirkstoff in Tierstudien in die Milch über und beeinträchtigte die Entwicklung der Jungtiere; ein Risiko für gestillte Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Während der Behandlung können Schwindel, Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen, Taubheitsgefühl oder Hautprickeln auftreten. Dann sollten Sie nicht selbst fahren und keine Maschinen bedienen.[1, 2]
Einnahme
Die Tabletten werden geschluckt, mit oder ohne Nahrung. Auf der Rückseite der Blisterpackung sind die Wochentage aufgedruckt, damit Sie die tägliche Einnahme prüfen können. Die Bruchkerbe der 80-mg-Tablette dient nur zum Teilen, wenn Sie die Tablette nicht im Ganzen schlucken können.[1]
Bei Gicht die tägliche Einnahme fortsetzen, auch wenn kein Gichtanfall auftritt; auch während eines Gichtanfalls Febuxostat unbedingt weiter einnehmen. Die Ärztin oder der Arzt verschreibt bei Bedarf weitere Mittel, um Gichtanfällen vorzubeugen oder Beschwerden zu behandeln.[1]
Einnahme vergessen: so schnell wie möglich nachholen, außer die nächste Einnahme steht kurz bevor, dann die vergessene Tablette auslassen. Nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ohne Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes ab, auch wenn Sie sich besser fühlen: Die Harnsäure kann wieder ansteigen, und die Beschwerden können sich verschlimmern, weil sich in und um Gelenke und Nieren neue Harnsäurekristalle bilden können.[1]
Bei einer allergischen Reaktion, auch einem Stevens-Johnson-Syndrom oder einer schweren akuten allergischen Reaktion, wird Febuxostat sofort abgesetzt und darf laut Fachinformation zu keinem Zeitpunkt wieder eingenommen werden.[1, 2]
Überdosierung
Wurde versehentlich zu viel eingenommen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Laut Fachinformation wird eine Überdosierung entsprechend den Beschwerden und unterstützend behandelt.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt die übliche Dosis in der verordneten Stärke und beschreibt die Einnahme vor einer Chemotherapie; die Fachinformation ergänzt die empfohlene Anfangsdosis, wann eine höhere Stärke erwogen werden kann, und Angaben für besondere Gruppen [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Welche Stärke für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Febuxostat immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein, mit oder ohne Nahrung [1]. Die Wochentage auf der Rückseite der Blisterpackung helfen, die tägliche Einnahme zu prüfen [1]. Bei Gicht setzen Sie die Einnahme jeden Tag fort, auch wenn kein Gichtanfall auftritt [1]. Vor einer Chemotherapie beginnen Sie zwei Tage vorher; die Behandlung ist dann in der Regel kurz [1].
Brechen Sie die Einnahme nicht ohne ärztliche Anweisung ab, auch wenn Sie sich besser fühlen: Die Harnsäure kann wieder ansteigen, und die Beschwerden können sich verschlimmern [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, holen Sie sie so bald wie möglich nach, außer die nächste steht kurz bevor; nehmen Sie nicht die doppelte Menge [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Febuxostat
Febuxostat gibt es als Filmtabletten mit 80 mg und 120 mg. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation des zentral zugelassenen Präparats Adenuric aus der Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur [1, 2]. Für Präparate anderer Hersteller gelten deren Packungsbeilagen.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Adenuric 80 mg und 120 mg Filmtabletten | Menarini International Operations Luxembourg S.A. (in Deutschland: Berlin-Chemie AG) | verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Febuxostat-ratiopharm | ratiopharm GmbH | Filmtabletten mit 80 oder 120 mg |
| Febuxostat AbZ | AbZ-Pharma GmbH | Filmtabletten mit 80 oder 120 mg |
| Febuxostat Heumann | Heumann Pharma | Filmtabletten mit 80 oder 120 mg; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Adenuric (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage ADENURIC 80 mg / 120 mg Filmtabletten. Menarini International Operations Luxembourg S.A.. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Adenuric (EPAR), Anhang I: Fachinformation ADENURIC 80 mg und ADENURIC 120 mg Filmtabletten, und Anhang II. Menarini International Operations Luxembourg S.A.. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Febuxostat. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Adenuric (Febuxostat) und anderen febuxostathaltigen Arzneimitteln: erhöhtes Risiko für kardiovaskulär bedingte Mortalität und Gesamtmortalität in der CARES-Studie. Zulassungsinhaber in Abstimmung mit EMA und BfArM (veröffentlicht vom BfArM). Stand 27.06.2019. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Warum habe ich zu Beginn der Behandlung mit Febuxostat Gichtanfälle?
Wenn die Harnsäure im Blut sinkt, können sich zunächst Harnsäureablagerungen im Gewebe lösen; deshalb kann es zu Beginn der Behandlung zu Gichtanfällen kommen. Laut Fachinformation sind sie kurz nach Therapiebeginn und in den ersten Monaten häufig und werden danach seltener. Nehmen Sie Febuxostat auch während eines Anfalls weiter ein. Die Fachinformation empfiehlt zu Beginn eine Vorbeugung mit einem NSAR oder Colchicin über mindestens 6 Monate; solche Mittel verschreibt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bei Bedarf.
Ist Febuxostat gefährlich für das Herz?
In der CARES-Studie traten bei Menschen mit Gicht und schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen unter Febuxostat mehr tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse auf als unter Allopurinol. Ein Rote-Hand-Brief vom 27.06.2019 riet deshalb, Febuxostat bei bestehender schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu vermeiden, wenn es andere Therapiemöglichkeiten gibt. In der späteren FAST-Studie war Febuxostat Allopurinol in Bezug auf tödliche und nicht tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse nicht unterlegen; die aktuelle Fachinformation (Stand 09/2024) sieht für diese Menschen eine vorsichtige Behandlung mit regelmäßiger Überwachung vor. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder hatten.
Darf ich Febuxostat einfach absetzen, wenn es mir besser geht?
Nein, brechen Sie die Einnahme nicht ohne ärztliche Anweisung ab. Sonst kann die Harnsäure wieder ansteigen, und die Beschwerden können sich verschlimmern, weil sich in und um Gelenke und Nieren neue Harnsäurekristalle bilden können.
Kann Febuxostat die Leber schädigen?
Auffällige Leberwerte gehören zu den häufigen Nebenwirkungen; selten kommen eine Leberentzündung, Gelbsucht oder eine Leberschädigung vor. Laut Fachinformation wird vor Beginn und im weiteren Verlauf je nach Befund ein Leberfunktionstest empfohlen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann dafür Blutuntersuchungen veranlassen.
Darf ich Febuxostat zusammen mit Azathioprin nehmen?
Febuxostat kann die Spiegel von Azathioprin und Mercaptopurin im Blut erhöhen; schwere, das Knochenmark schädigende Wirkungen sind möglich. Die Fachinformation empfiehlt die Kombination deshalb nicht. Ist sie nicht zu vermeiden, wird laut Fachinformation die Dosis von Azathioprin oder Mercaptopurin verringert und die Behandlung engmaschig überwacht; Einzelheiten nennt die Tabelle der Wechselwirkungen. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt unbedingt über diese Mittel.
Darf ich Febuxostat in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Febuxostat sollte in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, weil nicht bekannt ist, ob es dem ungeborenen Kind schaden kann. Auch wenn Sie stillen oder stillen möchten, sollten Sie es laut Packungsbeilage nicht einnehmen; laut Fachinformation ging der Wirkstoff in Tierstudien in die Milch über.
Macht Febuxostat müde oder schwindelig?
Schwindelgefühl oder Benommenheit und Abgeschlagenheit sind häufige Nebenwirkungen, Schläfrigkeit ist gelegentlich. Treten Schwindel, Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen oder Taubheitsgefühl auf, sollten Sie nicht selbst fahren und keine Maschinen bedienen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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