NebenwirkungenNebenwirkung

Durchfall durch Medikamente

Viele Medikamente nennen Durchfall in ihrer Packungsbeilage als mögliche Nebenwirkung. Laut IQWiG lösen insbesondere Antibiotika manchmal Durchfall aus, weil sie die normale Darmflora angreifen. Die Produktinformationen stufen Durchfall zum Beispiel bei Amoxicillin/Clavulansäure, Clindamycin, Metformin, Semaglutid, Sertralin, Methotrexat und dem Abführmittel Lactulose als sehr häufig ein. Wichtig ist laut IQWiG vor allem, den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Schwerer, anhaltender oder blutiger Durchfall während oder nach einer Antibiotikabehandlung gehört sofort ärztlich abgeklärt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Verlangt die Packungsbeilage bei Warnzeichen ausdrücklich, die Einnahme zu beenden, holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Frau mit dunkelbraunem Haar sitzt in eine Wolldecke gehüllt auf dem Sofa, hält eine Tasse Tee und legt eine Hand auf den Bauch
Bild: KI-generiert

Viele Medikamente nennen Durchfall in ihrer Packungsbeilage als mögliche Nebenwirkung. Von Durchfall spricht man laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), wenn jemand innerhalb von 24 Stunden mindestens dreimal sehr weichen oder flüssigen Stuhlgang hat [1]. Zu den Ursachen zählt das IQWiG auch Nebenwirkungen von Arzneimitteln: Insbesondere Antibiotika lösen manchmal Durchfall aus, weil sie die normale Darmflora angreifen [1]. Starker oder länger anhaltender Durchfall kann laut IQWiG zu einem gefährlichen Flüssigkeits- und Salzverlust führen, vor allem bei kleinen Kindern und älteren Menschen [1].

Welche Medikamente Durchfall auslösen können

Die Beispiele stammen aus den Produktinformationen einzelner Wirkstoffe sowie aus Informationen des IQWiG und des Robert Koch-Instituts (RKI). Jede Häufigkeitsangabe gehört zu dem Wirkstoff, bei dem sie steht [1, 2].

  • Antibiotika: Bei Amoxicillin/Clavulansäure ist Durchfall bei Erwachsenen laut Packungsbeilage sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten), bei Kindern häufig [3]. Auch bei Clindamycin ist Durchfall als sehr häufig eingestuft, bei Ciprofloxacin als häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) [4, 5]. Eine durch die Antibiotikabehandlung ausgelöste Darmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis) mit schweren, anhaltenden Durchfällen ist bei Clindamycin laut Packungsbeilage häufig und kann lebensbedrohlich sein [4]. Laut RKI verursacht das Bakterium Clostridioides difficile etwa 15 bis 20 Prozent der Durchfallerkrankungen im Zusammenhang mit Antibiotika und mehr als 95 Prozent der pseudomembranösen Darmentzündungen; neueren Beobachtungen zufolge kann einer solchen Infektion die Behandlung mit fast jedem Antibiotikum vorausgehen [2]. Mehr dazu: Antibiotika richtig einnehmen.
  • Mittel gegen Diabetes: Bei Metformin stuft die Packungsbeilage Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust als sehr häufig ein; sie treten meistens zu Beginn der Behandlung auf [6]. Sie verschwinden laut Fachinformation in den meisten Fällen von selbst [7]. Laut IQWiG sind Unwohlsein und Durchfall mögliche Nebenwirkungen, vor allem wenn Metformin auf nüchternen Magen eingenommen wird [8]. Bei Semaglutid aus der Gruppe der GLP-1-Agonisten ist Durchfall laut Packungsbeilage sehr häufig und lässt meist im Laufe der Zeit nach [15].
  • Antidepressiva: Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) führen laut IQWiG häufiger als trizyklische Antidepressiva zu Durchfall, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Übelkeit [14]. Bei Sertralin nennt die Packungsbeilage Durchfall als sehr häufig [13].
  • Gichtmittel Colchicin: Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall sind laut Packungsbeilage häufig [9]. Zwischen einer wirksamen Dosis und einer Dosis, die Vergiftungszeichen verursacht, besteht laut Packungsbeilage nur ein geringer Unterschied; diese Beschwerden können erste Anzeichen einer Vergiftung sein [9, 10]. Mehr dazu: Gichtmittel.
  • Methotrexat: Die Packungsbeilage nennt Appetitlosigkeit und Durchfall als sehr häufig, den Durchfall vor allem innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach der Einnahme [16].
  • Abführmittel: Bei Lactulose ist Durchfall laut Packungsbeilage sehr häufig [11]. Bei Einnahme höherer Dosen als angeordnet können Bauchschmerzen und Durchfall auftreten; eine Dauereinnahme unangemessener Dosierungen oder unsachgemäßer Gebrauch kann laut Packungsbeilage zu Durchfällen und Störungen im Salzhaushalt (Elektrolythaushalt) führen [11].

Die Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Durchfall nennt:

Durchfall als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
Amoxicillin/ClavulansäureSehr häufigDurchfall (bei Erwachsenen) · Bei Kindern: Durchfall
AzithromycinSehr häufigDurchfall und Bauchbeschwerden
ClindamycinSehr häufigReizungen und Entzündung der Speiseröhre, Mundschleimhautentzündung, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit; die Speiseröhrenentzündung tritt eher auf, wenn die Kapsel im Liegen oder ohne ausreichend Wasser…
DiclofenacSehr häufigMagen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall · Blutiges Erbrechen (Hämatemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall · Leichte Krämpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch kurz nach Beginn der…
DimethylfumaratSehr häufigWeicher Stuhl (Durchfall)
DonepezilSehr häufigDurchfall und Übelkeit
DulaglutidSehr häufigÜbelkeit, Erbrechen und Durchfall; sie verschwinden normalerweise im Lauf der Zeit, treten meist zu Beginn der Behandlung auf und sind normalerweise nicht schwerwiegend
FluoxetinSehr häufigDurchfall, Übelkeit
LactuloseSehr häufigDurchfall
LiraglutidSehr häufigÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhö), Verstopfung (Obstipation); diese Beschwerden verschwinden üblicherweise nach einigen Tagen oder Wochen
MetforminSehr häufigVerdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust; sie treten meistens zu Beginn der Behandlung auf
MethotrexatSehr häufigAppetitlosigkeit, Durchfall (vor allem in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Einnahme), Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
MycophenolsäureSehr häufigDurchfall
NaproxenSehr häufigMagen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magenschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall · Erbrechen von Blut (Hämatemesis), Blutstuhl (Meläna) oder blutiger Durchfall
NatriumpicosulfatSehr häufigDurchfall
NivolumabSehr häufigDurchfall (wässrige, lockere oder weiche Stühle), Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung · Dünndarm- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür; Mangel an Verdauungsenzymen der Bauchspeicheldrüse (exokrine…
PembrolizumabSehr häufigDurchfall, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung · Mangel an Verdauungsenzymen der Bauchspeicheldrüse (exokrine Pankreasinsuffizienz); Loch im Dünndarm (Dünndarmdurchbruch); Zöliakie mit Magenschmerzen,…
PiroxicamSehr häufigMagen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen…
RituximabSehr häufigBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Reizung oder Geschwüre in Rachen und Mund, Schluckbeschwerden, Verstopfung, Verdauungsstörungen · Bei rheumatoider Arthritis: Schmerzen im…
SemaglutidSehr häufigDurchfall, der meist im Laufe der Zeit nachlässt
SertralinSehr häufigDurchfall, Übelkeit, Mundtrockenheit · Entzündung des Dickdarms, die Durchfall verursacht (mikroskopische Kolitis)
TacrolimusSehr häufigDurchfall, Übelkeit
TerbinafinSehr häufigMagen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, verminderter Appetit oder Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall
TirzepatidSehr häufigDurchfall
TopiramatSehr häufigÜbelkeit und Durchfall
TrastuzumabSehr häufigDurchfall
AcetylsalicylsäureHäufigNiedrig dosiert (100 mg): Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall
AciclovirHäufigMagen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen
AgomelatinHäufigÜbelkeit, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Erbrechen
AlendronsäureHäufigBauchschmerzen, Magenbeschwerden oder Aufstoßen nach dem Essen (Dyspepsie, saures Aufstoßen), Verstopfung, Völlegefühl oder aufgetriebener Bauch, Durchfall, Blähungen
AmlodipinHäufigVeränderte Darmentleerungsgewohnheiten, Durchfall, Verstopfung, Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
AmoxicillinHäufigÜbelkeit und Durchfall
AnastrozolHäufigDurchfall
AtenololHäufigMagen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Durchfall; laut Fachinformation vorübergehend
AtorvastatinHäufigÜbelkeit, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall
BaclofenHäufigWürgen, Erbrechen, Brechreiz, Mundtrockenheit, Durchfall, Verstopfung, Magen-Darm-Störungen
BisacodylHäufigBauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit
BisoprololHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen im Oberbauch, Verstopfung
CarvedilolHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen- oder Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Unwohlsein
CefaclorHäufigStörungen des Magen-Darm-Trakts: Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder weiche Stühle, Erbrechen, Magendrücken, Übelkeit; diese Störungen sind meist leichter Natur und klingen häufig während, sonst…
CefpodoximHäufigStörungen in Form von Magendrücken, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen oder Durchfall
CefuroximHäufigDurchfall, Übelkeit, Magenschmerzen · Starke Durchfälle durch eine Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Kolitis), in der Regel mit Blut und Schleim, Magenschmerzen und Fieber; vermehrtes Wachstum von Clostridioides…
CelecoxibHäufigÜbelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen · In Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Reizdarmsyndrom mit Bauchschmerzen,…
CetirizinHäufigDurchfall, Übelkeit, Mundtrockenheit
ChlortalidonHäufigVerstopfung, Durchfall
CiclosporinHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Bauchbeschwerden oder Bauchschmerzen, Durchfall
CiprofloxacinHäufigÜbelkeit, Durchfall
CitalopramHäufigDurchfall, Erbrechen, Verstopfung
ClarithromycinHäufigDurchfall
ClopidogrelHäufigDurchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen
ColchicinHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe (Bauchschmerzen) und Durchfall, sie können erste Anzeichen einer Vergiftung sein
Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol/Trimethoprim)HäufigBeschwerden von Magen und Darm mit Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
DabigatranHäufigBei Vorhofflimmern: häufiger weicher oder wässriger Stuhlgang
DigitoxinHäufigAppetitlosigkeit, Übelkeit (sie sollte als frühes Zeichen einer übermäßig hohen Dosierung angesehen werden), Erbrechen, Bauchbeschwerden (z. B. Bauchschmerzen), Durchfall
DihydralazinHäufigMagen-Darm-Störungen: verminderter Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, in Einzelfällen eine Darmlähmung (paralytischer Ileus)
DuloxetinHäufigVerstopfung oder Durchfall
EnalaprilHäufigDurchfall oder Bauchschmerzen
EplerenonHäufigDurchfall, Übelkeit, Verstopfung, Erbrechen
ErythromycinHäufigMagen-Darm-Störungen, meist leichter Natur, in Form von Appetitlosigkeit (Anorexie), Brechreiz, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Krämpfen, weichen Stühlen oder Durchfall
EscitalopramHäufigDurchfall, Verstopfung, Erbrechen und Mundtrockenheit
EsomeprazolHäufigDurchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Blähungen (Flatulenz) · Darmentzündung, die zu Durchfall führt (mikroskopische Kolitis)
EtoricoxibHäufigVerstopfung, Blähungen (Winde), Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Sodbrennen, Durchfall, Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie) und Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Entzündung der Speiseröhre, Geschwüre der…
EzetimibHäufigBauchschmerzen, Durchfall, Blähungen
FamotidinHäufigDurchfall
FebuxostatHäufigDurchfall, Übelkeit
FentanylHäufigDurchfall, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen oder Verdauungsstörungen
FluconazolHäufigMagenbeschwerden (Bauchschmerzen), Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
FosfomycinHäufigDurchfall
GabapentinHäufigErbrechen, Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, trockener Mund oder Hals, Blähungen
Ginkgo-biloba-ExtraktHäufigDurchfall, Unterbauchschmerzen (laut Fachinformation Bauchschmerzen), Übelkeit, Erbrechen (Filmtabletten mit 240 mg)
GuanfacinHäufigDurchfall, Bauchbeschwerden oder Verstopfung
GuselkumabHäufigDurchfall
HydrochlorothiazidHäufigAppetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum
HydroxychloroquinHäufigBlähungen, Durchfall mit Gewichtsverlust, Erbrechen; diese Beschwerden verschwinden gewöhnlich gleich nach einer Verringerung der Dosis oder nach dem Absetzen
IbandronsäureHäufigBei der Tablette: Sodbrennen (Reflux), Schmerzen beim Schlucken, Magen- oder Bauchschmerzen (möglicherweise durch eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt), Magenverstimmung, Übelkeit, Durchfall · Bei der Spritze: Magen-…
IbuprofenHäufigMagen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung
InfliximabHäufigMagen- oder Darmblutung, Durchfall, Verdauungsstörungen, Sodbrennen (Reflux), Verstopfung
LacosamidHäufigErbrechen, trockener Mund, Verstopfung, Verdauungsstörungen, übermäßige Gase im Magen oder Darm, Durchfall
LamotriginHäufigDurchfall
LeflunomidHäufigDurchfall
LetrozolHäufigMagen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Erbrechen, Magenverstimmung, Verstopfung oder Durchfall
LeuprorelinHäufigBei Männern mit Prostatakrebs: Erbrechen und Durchfall · Bei Frauen (Enantone-Gyn): Durchfall, Verstopfung, Bauchbeschwerden, Blähungen · Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Erbrechen, Durchfall
LevetiracetamHäufigBauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Erbrechen, Übelkeit
Levodopa/CarbidopaHäufigVerstopfung, Durchfall, Verdauungsprobleme, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit
LevofloxacinHäufigÜbelkeit, Erbrechen und Durchfall · Wässrige Durchfälle, gegebenenfalls mit Blutspuren, möglicherweise mit Magenkrämpfen und Fieber, als mögliche Anzeichen einer schweren Darmerkrankung (laut Fachinformation in sehr…
LisdexamfetaminHäufigÜbelkeit, Erbrechen oder Durchfall
LisinoprilHäufigErbrechen, Durchfall
MethylphenidatHäufigMagenverstimmung oder Verdauungsstörung, Magenschmerzen, Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, sich krank fühlen
MetoclopramidHäufigDurchfall
MetoprololHäufigÜbelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung; laut Fachinformation vorübergehend
MetronidazolHäufigGeschmacksstörungen (z. B. metallischer Geschmack), bitteres Aufstoßen, Zungenbelag, Entzündungen im Mund (Glossitis, Stomatitis), Magendrücken, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall · Schwere, anhaltende…
MirtazapinHäufigÜbelkeit, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung
MontelukastHäufigDurchfall, Übelkeit, Erbrechen · Bei Kindern von 6 Monaten bis 2 Jahren in einer Studie mit Granulat: Durchfall
MoxifloxacinHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Magen- und Bauchschmerzen, Durchfall · Sehr schwerer Durchfall mit Blut und/oder Schleim (antibiotikabedingte Kolitis einschließlich pseudomembranöser Kolitis), in sehr seltenen Fällen mit…
MoxonidinHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie) und andere Magen-Darm-Störungen
NebivololHäufigDurchfall, Verstopfung, Übelkeit
OlmesartanHäufigÜbelkeit, Verdauungsstörungen, Durchfall, Bauchschmerzen und Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis) · Schwere, chronische Durchfälle mit erheblichem Gewichtsverlust, einige Monate bis Jahre nach Behandlungsbeginn…
OmeprazolHäufigDurchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung und Blähungen (Flatulenz) · Darmentzündung, die zu Durchfall führt (mikroskopische Kolitis)
OrlistatHäufigWässriger, flüssiger Stuhl
OxcarbazepinHäufigVerstopfung, Durchfall und Bauchschmerzen
OxycodonHäufigBauchschmerzen, Durchfall, Mundtrockenheit, Schluckauf und Verdauungsstörungen
PaliperidonHäufigBauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörung, Zahnschmerzen
PankreatinHäufigÜbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Völlegefühl oder Blähungen und Durchfall
ParoxetinHäufigDurchfall oder Verstopfung · Entzündung des Dickdarms, die Durchfall verursacht (laut Fachinformation mikroskopische Kolitis)
PentoxyverinHäufigOberbauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
PivmecillinamHäufigÜbelkeit, Durchfall · Dickdarmentzündung, die zu Durchfall, gewöhnlich mit Blut und Schleim, und Bauchschmerzen führt (laut Fachinformation Clostridium-difficile-Kolitis); auch schwerer und lang andauernder blutiger…
PregabalinHäufigMundtrockenheit, Verstopfung, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit, aufgeblähter Bauch
PropranololHäufigVorübergehende Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall
PyrantelHäufigDarmkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
RamiprilHäufigMagen- oder Darmschmerzen, Verdauungsstörungen, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen
RisedronsäureHäufigVerdauungsstörungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Magenkrämpfe oder Magenverstimmung, Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall
RisperidonHäufigBauchschmerzen, Bauchbeschwerden, Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörung, Mundtrockenheit, Zahnschmerzen
RivaroxabanHäufigMagenschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit oder Erbrechen, Verstopfung, Durchfall
RivastigminHäufigMagenbeschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen; Durchfall; Sodbrennen (Dyspepsie); Bauchschmerzen
RizatriptanHäufigÜbelkeit, trockener Mund, Erbrechen, Durchfall und Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
RoxithromycinHäufigMagen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Brechreiz und/oder Erbrechen, Magenschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie) · Schwere, anhaltende und/oder blutige Durchfälle durch eine antibiotikabedingte…
Sacubitril/ValsartanHäufigDurchfall
SecukinumabHäufigDurchfall
SilodosinHäufigDurchfall
SulfasalazinHäufigErbrechen, Durchfall, Schmerzen im Bauchraum
TamoxifenHäufigErbrechen, Durchfall, Verstopfung
TapentadolHäufigErbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen
TestosteronHäufigDurchfall
TianeptinHäufigDarmträgheit, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Durchfall (Diarrhö), Blähungen, Sodbrennen
TicagrelorHäufigDurchfall oder Verdauungsstörung
Tilidin/NaloxonHäufigDurchfall, Bauchschmerzen
TorasemidHäufigMagen-Darm-Beschwerden wie Appetitmangel, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, vor allem zu Behandlungsbeginn
TrazodonHäufigMagen-Darm-Beschwerden, zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
UrsodeoxycholsäureHäufigBreiartiger Stuhlgang oder Durchfall
UstekinumabHäufigDurchfall
ValproinsäureHäufigSchmerzen im Oberbauch, Durchfall, Erbrechen, häufig zu Beginn der Behandlung, in der Regel verschwinden sie innerhalb weniger Tage von selbst
VenlafaxinHäufigErbrechen und Durchfall
XipamidHäufigOberbauchbeschwerden, krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und Mundtrockenheit
ZolpidemHäufigDurchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen
AcetylcysteinGelegentlichEntzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis), Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall; laut Fachinformation auch Sodbrennen
AlfuzosinGelegentlichDurchfall
AllopurinolGelegentlichDurchfall
AmitriptylinGelegentlichDurchfall, Erbrechen
AzathioprinGelegentlichÜberempfindlichkeitsreaktionen mit allgemeinem Unbehagen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag, Hautknötchen, Entzündung von Blutgefäßen, Muskel- und Gelenkschmerzen,…
Beclometason/FormoterolGelegentlichÜbelkeit, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Magenverstimmung, Durchfall
BrinzolamidGelegentlichDurchfall, häufige Darmentleerung, Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden
ButylscopolaminGelegentlichMundtrockenheit (durch gehemmte Speichelbildung), Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden
CarbamazepinGelegentlichDurchfall oder Verstopfung
CineolGelegentlichMagen-Darm-Beschwerden, zum Beispiel Übelkeit oder Durchfall
DiazepamGelegentlichMagen-Darm-Störungen: Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung, Durchfall
DienogestGelegentlichDurchfall, Verstopfung, Bauchbeschwerden, Magen-Darm-Entzündung, Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
Dienogest/EthinylestradiolGelegentlichBauchschmerzen (einschließlich Blähungen), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
DomperidonGelegentlichDurchfall
DoxazosinGelegentlichVerstopfung, Durchfall, Blähungen, Erbrechen, Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis)
DrospirenonGelegentlichErbrechen, Durchfall, Verstopfung
EstradiolGelegentlichDurchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
Etonogestrel/Ethinylestradiol (Vaginalring)GelegentlichAufgeblähter Bauch, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung
FlecainidGelegentlichÜbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Verdauungsbeschwerden mit Oberbauchschmerzen und Völlegefühl (Dyspepsie) und Blähungen
HydromorphonGelegentlichDurchfall, Sodbrennen, Verdauungsstörungen
IpratropiumGelegentlichErbrechen, Verstopfung, Durchfall
IrbesartanGelegentlichDurchfall
ItraconazolGelegentlichDurchfall, Erbrechen, Verstopfung, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen
IvabradinGelegentlichÜbelkeit, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen
Levonorgestrel/EthinylestradiolGelegentlichErbrechen, Durchfall
LosartanGelegentlichBauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
MebendazolGelegentlichBauchbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen
MesalazinGelegentlichBauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen, Übelkeit und Erbrechen
MyrtolGelegentlichEntzündung der Magenschleimhaut oder der Darmschleimhaut (Gastritis oder Gastroenteritis), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder andere Verdauungsstörungen
NitrendipinGelegentlichMagen-Darm-Störungen wie Magenschmerzen, Durchfall, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Oberbauchbeschwerden (Dyspepsie), Verstopfung und Schleimhautentzündung von Magen und Dünndarm (Gastroenteritis)
NystatinGelegentlichBei hoher Dosierung Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
OmalizumabGelegentlichÜbelkeit, Durchfall, Verdauungsstörungen
PantoprazolGelegentlichDurchfall, Übelkeit, Erbrechen
PravastatinGelegentlichVerdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen oder Magenbeschwerden, Durchfall, Verstopfung und Blähungen
ProgesteronGelegentlichErbrechen, Durchfall, Verstopfung
SitagliptinGelegentlichBei Einnahme zusammen mit Metformin: Magenschmerzen, Durchfall und Verstopfung
SpironolactonGelegentlichMundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden wie Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Magen-Darm-Krämpfe
TamsulosinGelegentlichVerstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
TelmisartanGelegentlichBauchschmerzen, Durchfall, Beschwerden im Bauchbereich (Verdauungsstörungen), Blähungen, Erbrechen
TramadolGelegentlichBrechreiz (Würgen), Magenbeschwerden wie Magendruck oder Völlegefühl, Durchfall
TrospiumchloridGelegentlichDurchfall (Diarrhö), Blähungen (Flatulenz)
UrapidilGelegentlichErbrechen, Durchfall, Mundtrockenheit
ValsartanGelegentlichBauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall
Acetylsalicylsäure/Paracetamol/CoffeinSeltenDurchfall
BromazepamSeltenÜbelkeit, Durchfall, Mundtrockenheit
DoxycyclinSeltenDarmentzündung durch Clostridioides difficile (pseudomembranöse Kolitis), Enterokolitis, Bauchschmerzen, Durchfall
FurosemidSeltenErbrechen, Durchfall
LercanidipinSeltenErbrechen, Durchfall
NaratriptanSeltenSchmerzen in der linken unteren Magengegend und blutiger Durchfall (ischämische Kolitis)
NitrofurantoinSeltenDurchfall, besonders zu Therapiebeginn
PridinolSeltenDurchfall, Erbrechen
SimvastatinSeltenVerdauungsbeschwerden: Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
ZopiclonSeltenVerdauungsstörungen: Erbrechen, Durchfall, Magendrücken
Budesonid/FormoterolSehr seltenUnterdrückung der Nebennierenfunktion; mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Schwäche, Magenprobleme einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Durchfall, Dunkelfärbung der Haut und Gewichtsverlust
ChininSehr seltenMagen-Darm-Störungen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen (ebenfalls Zeichen des Cinchonismus)
DesloratadinSehr seltenBauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Magenverstimmung (Dyspepsie), Durchfall
GlimepiridSehr seltenÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl oder Blähungen und Bauchschmerzen; laut Fachinformation führen sie selten zu einem Abbruch der Behandlung
MiconazolSehr seltenDurchfall
ZolmitriptanSehr seltenKrampfartige Verengungen der Blutgefäße des Darms, die den Darm schädigen und sich als Bauchschmerzen oder blutiger Durchfall zeigen können; laut Fachinformation Minderdurchblutung oder Infarkt etwa von Darm oder Milz
AlprazolamNicht bekanntDurchfall, Mundtrockenheit, vermehrter Speichelfluss, Schluckbeschwerden (Dysphagie)
AripiprazolNicht bekanntSchwierigkeiten beim Schlucken, Durchfall, Beschwerden im Bauch, Beschwerden im Magen
BetahistinNicht bekanntMilde Magen-Darm-Beschwerden, zum Beispiel Erbrechen, Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl oder Blähungen, und Durchfall; sie lassen sich in der Regel durch die Einnahme mit dem Essen oder nach der Mahlzeit…
CandesartanNicht bekanntDurchfall
ClozapinNicht bekanntDurchfall, Magenbeschwerden, Sodbrennen und Beschwerden nach dem Essen (Dyspepsie); Darmentzündung (Colitis) mit Durchfall und Bauchschmerzen
ColestyraminNicht bekanntVöllegefühl, Blähungen, Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verdauungsstörungen
Efeublätter-TrockenextraktNicht bekanntBei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden, z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
EnzalutamidNicht bekanntMagenverstimmung einschließlich Übelkeit; Erbrechen; Durchfall
FexofenadinNicht bekanntDurchfall
FluvastatinNicht bekanntDurchfall
JohanniskrautNicht bekanntMagen-Darm-Beschwerden, zum Beispiel Übelkeit, Bauchschmerzen (Abdominalschmerzen), Durchfall
LevocetirizinNicht bekanntÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall
Levodopa/BenserazidNicht bekanntÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall, besonders zu Beginn der Behandlung
LevothyroxinNicht bekanntDurchfall, Erbrechen und Übelkeit
LithiumNicht bekanntÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall
MacrogolNicht bekanntDurchfall; leichter Durchfall zu Beginn der Einnahme bessert sich im Allgemeinen, sobald die Dosis verringert wird
MethocarbamolNicht bekanntDurchfall
PhenprocoumonNicht bekanntMagen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Appetitminderung, Erbrechen oder Durchfall
PrednisonNicht bekanntÜbelkeit, Durchfall, Erbrechen
PyridostigminNicht bekanntÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall
RosuvastatinNicht bekanntDurchfall (Diarrhö)
SumatriptanNicht bekanntSchmerzen im linken Unterbauch und blutiger Durchfall (ischämische Kolitis) · Durchfall
TimololNicht bekanntErbrechen, Durchfall und Übelkeit

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (216 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Durchfall als mögliches Zeichen einer anderen Nebenwirkung (31 Wirkstoffe)

Bei diesen Wirkstoffen nennt die Produktinformation die Beschwerde als mögliches Anzeichen einer anderen Nebenwirkung. Die angegebene Häufigkeit gilt für diese andere Nebenwirkung, nicht für die Beschwerde selbst; deshalb stehen sie nicht in der Tabelle oben.

Durchfall als Zeichen einer anderen Nebenwirkung
WirkstoffAngabe in der ProduktinformationHäufigkeit dieser Nebenwirkung
AmoxicillinEntzündung des Dickdarms (Antibiotika-assoziierte Kolitis, auch pseudomembranöse oder hämorrhagische Kolitis) mit Durchfall, der manchmal Blut enthält, Schmerzen und FieberSehr selten
AmoxicillinArzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit anhaltendem Erbrechen 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme, dazu möglich Bauchschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Durchfall und niedriger…Nicht bekannt
Amoxicillin/ClavulansäureEntzündung des Dickdarms (Antibiotika-assoziierte Kolitis, einschließlich pseudomembranöser und hämorrhagischer Kolitis), die wässrigen Durchfall, in der Regel mit Blut und Schleim, Magenschmerzen und/oder Fieber verursachtNicht bekannt
Amoxicillin/ClavulansäureArzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES), hauptsächlich bei Kindern berichtet: allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme; weitere Symptome können Bauchschmerzen, Lethargie, Durchfall und…Nicht bekannt
AzithromycinInfektion des Dickdarms mit schwerem Durchfall, Bauchkrämpfen, Blut im Stuhl und/oder Fieber (Antibiotika-assoziierte Kolitis)Nicht bekannt
BupropionSerotonin-Syndrom zusammen mit Antidepressiva wie Paroxetin, Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin oder Venlafaxin: Erregtheit, Halluzinationen, Koma, Körpertemperatur über 38 °C, schneller Herzschlag, schwankender Blutdruck, gesteigerte Reflexe, Muskelsteife,…Nicht bekannt
CandesartanSchwellung des Darms (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und DurchfallSehr selten
CarbamazepinDarmentzündung (Kolitis) mit Durchfall, Bauchschmerzen und FieberNicht bekannt
CefpodoximDickdarmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis) mit schweren und/oder anhaltenden, blutigen Durchfällen während oder nach der TherapieSelten
ClarithromycinPseudomembranöse Kolitis: Erkrankung mit Durchfällen, Fieber und Bauchschmerzen; in schweren Fällen können sich lebensbedrohliche Komplikationen entwickelnNicht bekannt
ClindamycinDurch die Antibiotikabehandlung ausgelöste Darmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis), unter anderem mit schweren, anhaltenden Durchfällen; sie kann lebensbedrohlich seinHäufig
ClozapinAusweitung des Darms (Megakolon), Darminfarkt, Minderdurchblutung (Ischämie) oder Absterben (Nekrose) des Darms mit Verstopfung, Bauchschmerzen, druckempfindlichem Bauch, Fieber, Blähungen und/oder blutigem Durchfall, manchmal mit tödlichem AusgangNicht bekannt
DuloxetinEntzündung des Dickdarms mit Durchfall (mikroskopische Kolitis)Selten
EtanerceptBauchkrämpfe und Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl als Anzeichen für Darmerkrankungen (laut Fachinformation entzündliche Darmerkrankungen)Gelegentlich
FosfomycinInfektion des Dickdarms (antibiotika-assoziierte Kolitis) mit mäßigem bis schwerem Durchfall, Bauchkrämpfen, blutigem Stuhl und/oder Fieber; laut Fachinformation wurden Clostridioides-difficile-assoziierte Kolitis und pseudomembranöse Kolitis berichtetNicht bekannt
Insulin degludecAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeit) wie Nesselsucht, Schwellungen von Zunge und Lippen, Durchfall, Übelkeit, Müdigkeit und JuckreizSelten
IrbesartanSchwellung des Darms (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und DurchfallSelten
IsotretinoinStarke Bauchschmerzen im Oberbauch, mit oder ohne schweren blutigen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen als mögliche Anzeichen ernsthafter Darmerkrankungen; laut Fachinformation entzündliche Darmerkrankung, Kolitis, Ileitis, Entzündung der Bauchspeicheldrüse…Sehr selten
LevomethadonZu Beginn der Substitutionsbehandlung Opiat-Entzugssymptome wie Angstzustände, Appetitlosigkeit, unwillkürliche zuckende und stoßende Bewegungen, Darmkrämpfe, Depression, Durchfall, Erbrechen, Fieber, abwechselnd Frösteln und Hitzewallungen, Gähnen,…Häufig
LosartanSchwellung der Darmwand (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und DurchfallSelten
MesalazinEntzündung des gesamten Dickdarms (Pankolitis) mit starkem Durchfall und Bauchschmerzen als ÜberempfindlichkeitsreaktionSehr selten
MirtazapinKombination von Beschwerden wie unerklärlichem Fieber, Schwitzen, beschleunigtem Herzschlag, Durchfall, unkontrollierbaren Muskelkontraktionen, Schüttelfrost, übersteigerten Reflexen, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Bewusstlosigkeit und vermehrtem…Nicht bekannt
OlmesartanSchwellung des Darms (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und DurchfallSelten
PantoprazolDickdarmentzündung mit anhaltendem wässrigem Durchfall (mikroskopische Kolitis)Nicht bekannt
QuetiapinAbsetzsymptome: Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, GereiztheitSehr häufig
RamiprilSchwellung der Darmwand (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Erbrechen und DurchfallGelegentlich
Sacubitril/ValsartanSchwellung des Darms (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und DurchfallSehr selten
SecukinumabBauchkrämpfe und Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl als Anzeichen von Darmproblemen (laut Fachinformation entzündliche Darmerkrankungen)Gelegentlich
TacrolimusEntzündungen oder Geschwüre mit Bauchschmerzen oder Durchfall, Magenblutungen, Entzündungen oder Geschwüre im Mund, Flüssigkeitsansammlung im Bauch, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Darmgase, Blähungen, lockere Stühle,…Häufig
TacrolimusOpportunistische Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren oder Einzeller mit lang anhaltendem Durchfall, Fieber und HalsschmerzenNicht bekannt
TelmisartanSchwellung des Darms (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, berichtet nach Anwendung ähnlicher ArzneimittelNicht bekannt
TrazodonZeichen eines Serotoninsyndroms oder malignen neuroleptischen Syndroms, zum Beispiel Schwitzen, Durchfall, Fieber, Blutdruckschwankungen, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Erregtheit (Agitation), Muskelsteifigkeit (Rigidität) und BewusstseinsstörungenSehr selten
ValsartanSchwellung der Darmwand (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und DurchfallSehr selten
VenlafaxinSerotonin-Syndrom (Unruhe, Halluzinationen, Koordinationsverlust, schneller Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, schnelle Blutdruckänderungen, überaktive Reflexe, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Koma); in der schwersten Form ähnlich einem malignen…Selten

Woran Sie Durchfall durch ein Medikament erkennen

Ein Hinweis ist der zeitliche Zusammenhang. Bei Metformin treten die Verdauungsprobleme laut Packungsbeilage meistens zu Beginn der Behandlung auf, bei Methotrexat der Durchfall vor allem in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Einnahme [6, 16]. Bei Semaglutid lässt der Durchfall laut Packungsbeilage meist im Laufe der Zeit nach [15]. Bei Antibiotika kann Durchfall dagegen auch nach dem Ende der Einnahme beginnen: Laut Packungsbeilage von Ciprofloxacin können Durchfälle noch mehrere Wochen nach der Behandlung auftreten, bei Clindamycin nennt die Packungsbeilage einen Zeitraum von bis zu 2 Monaten [4, 5]. Zwischen einer Antibiotikabehandlung und den ersten Beschwerden einer Infektion mit Clostridioides difficile liegen laut RKI meist nur wenige Tage, es können aber auch mehrere Wochen und in seltenen Fällen Monate sein [2].

Auch die Art des Durchfalls kann ein Hinweis sein. Eine Infektion mit Clostridioides difficile beginnt laut RKI in der Regel plötzlich mit wässrigem Durchfall mit typischem fauligem Geruch; Blut im Stuhl findet sich meist nur bei sehr schweren Verläufen; weitere Beschwerden können Schmerzen im Unterbauch sein, häufig verbunden mit Fieber [2]. Bei Amoxicillin/Clavulansäure beschreibt die Packungsbeilage eine Dickdarmentzündung mit wässrigem Durchfall, in der Regel mit Blut und Schleim, Magenschmerzen und/oder Fieber [3]. Mehr dazu: Beipackzettel verstehen.

Schwierig ist die Zuordnung, weil Durchfall laut IQWiG meistens die Folge einer Infektion ist [1]. Beim Arztbesuch fragt die Ärztin oder der Arzt laut IQWiG unter anderem, seit wann der Durchfall besteht, wie häufig er ist, wie der Stuhl beschaffen ist und welche Medikamente eingenommen wurden oder werden [1]. Nennen Sie deshalb alle Mittel, auch rezeptfreie wie Abführmittel.

Warum Medikamente Durchfall auslösen können

Antibiotika greifen laut IQWiG die normale Darmflora an [1]. Ob das Bakterium Clostridioides difficile Beschwerden auslöst, hängt laut RKI entscheidend von Faktoren auf Seiten des Menschen ab; die größte Rolle spielt eine Störung der Darmflora, zum Beispiel durch eine Antibiotikabehandlung [2]. Die Giftstoffe (Toxine) des Bakteriums schädigen die Zellen der Darmschleimhaut und führen so zu Durchfall und Darmentzündung (Kolitis) [2]. Das Risiko für eine solche Infektion erhöhen laut RKI außerdem Mittel, die die Magensäure stark verringern, wie Protonenpumpenhemmer, sowie höheres Alter, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, ein langer Krankenhausaufenthalt und ein geschwächtes Immunsystem [2]. Mehr dazu: Protonenpumpenhemmer.

Lactulose gehört laut Fachinformation zu den osmotisch wirkenden Abführmitteln: Sie wird im Dünndarm nicht gespalten und im Dickdarm von Bakterien zu Säuren abgebaut; dadurch hält sie Wasser im Darm zurück, das Volumen des Darminhalts nimmt zu, und die Darmbewegung wird angeregt [12]. Bei höheren Dosen als angeordnet können laut Packungsbeilage Bauchschmerzen und Durchfall auftreten [11].

Was Sie tun können

Älterer Mann mit weißem Haar sitzt am Küchentisch und trinkt aus einem großen Glas Wasser, daneben steht eine Karaffe
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Das gilt nicht, wenn die Packungsbeilage bei bestimmten Warnzeichen ausdrücklich verlangt, die Einnahme zu beenden, etwa bei schwerem Durchfall unter Clindamycin oder Ciprofloxacin oder bei ersten Vergiftungszeichen unter Colchicin; dann holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe [4, 5, 9]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Flüssigkeit und Salze ersetzen. Wer Durchfall hat, verliert Flüssigkeit und Salze (Elektrolyte); diesen Verlust auszugleichen, ist laut IQWiG das Wichtigste [1]. Bei kleinen Kindern, alten Menschen und bei starkem Durchfall ist es laut IQWiG sinnvoll, den Verlust mit einer Trinklösung aus der Apotheke oder Drogerie (Rehydratationslösung) auszugleichen [1]. Auch bei Semaglutid ist es laut Packungsbeilage wichtig, viel zu trinken, um einem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen, besonders bei Nierenproblemen [15].

Bei Antibiotika keine darmhemmenden Mittel auf eigene Faust. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall unter Ciprofloxacin und bei einer pseudomembranösen Darmentzündung unter Clindamycin warnen die Packungsbeilagen ausdrücklich davor, Mittel einzunehmen, die die Darmbewegung anhalten oder hemmen [4, 5].

Bei Dauermedikamenten ärztlich klären lassen. Bei Metformin rät die Packungsbeilage, die Tabletten mit oder direkt nach einer Mahlzeit einzunehmen, um Verdauungsbeschwerden vorzubeugen; laut Fachinformation kann auch eine langsame Steigerung der Dosis die Beschwerden mindern, das legt die Ärztin oder der Arzt fest [6, 7]. Verursacht ein Durchfall einen großen Flüssigkeitsverlust, soll Metformin laut Packungsbeilage für kurze Zeit unterbrochen und das weitere Vorgehen mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden [6]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Bei Methotrexat kann ein Flüssigkeitsmangel durch Erbrechen oder Durchfall laut Packungsbeilage die Giftigkeit steigern; die Ärztin oder der Arzt kann die Behandlung dann unterbrechen [16]. Treten bei Lactulose durch höhere Dosen als angeordnet Bauchschmerzen und Durchfall auf, sollte die Dosierung laut Packungsbeilage verringert werden; sprechen Sie dazu mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [11].

An die Verhütung denken. Bei schwerem Durchfall sind die Wirkstoffe der Pille laut Packungsbeilage möglicherweise noch nicht vollständig aufgenommen worden; die Situation ist ähnlich wie das Vergessen einer Tablette, und die Packungsbeilage beschreibt, was dann zu tun ist [17]. Mehr dazu: Pille und Antibiotika.

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [13]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Schwindel und Kreislaufprobleme können laut IQWiG darauf hinweisen, dass der Körper zu viel Flüssigkeit und Salze verloren hat; dann ist rasche ärztliche Hilfe nötig [1]. Auf einen starken Flüssigkeitsverlust können außerdem ein schlechterer Allgemeinzustand, eingefallene Augen oder Wangen, eine schnellere Atmung oder ein schnellerer Herzschlag, starker Durst, Benommenheit, dunkler Urin oder fehlender Harndrang und trockene Lippen oder eine trockene Zunge hindeuten [1]. Weitere Gründe für ärztliche Hilfe sind laut IQWiG keine Besserung nach 48 Stunden, hohes Fieber, Blut im Stuhl (rotes Blut oder schwarzer Stuhl), Schleim auf dem Stuhl und starke Schmerzen [1]. Anhaltender Brechdurchfall, bei dem nicht genug getrunken werden kann, ist laut KBV ein Fall für den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn die Praxen geschlossen sind; Bewusstlosigkeit oder eine erhebliche Bewusstseinstrübung sind Fälle für den Notruf 112 [18].

Bei Antibiotika gelten strengere Hinweise. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn der Stuhl Blut oder Schleim enthält, verlangt die Packungsbeilage von Ciprofloxacin, die Einnahme zu beenden und sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden, da dies lebensbedrohlich sein kann [5]. Bei einer pseudomembranösen Darmentzündung unter Clindamycin soll das Mittel laut Packungsbeilage nicht weiter eingenommen und umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden; bei schweren, anhaltenden Durchfällen während oder bis zu 2 Monate nach der Behandlung sollen Sie umgehend Kontakt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt aufnehmen [4]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Bei Amoxicillin/Clavulansäure sollen Sie bei wässrigem Durchfall mit Blut und Schleim, Magenschmerzen oder Fieber so schnell wie möglich ärztlichen Rat einholen [3]. Zu den Krankheitsbildern einer Infektion mit Clostridioides difficile zählt das RKI neben Durchfall und pseudomembranöser Darmentzündung auch eine starke Erweiterung des Dickdarms (toxisches Megakolon), einen Darmdurchbruch und eine Blutvergiftung (Sepsis) [2].

Treten unter Colchicin Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe oder Durchfall auf, verlangt die Packungsbeilage, die Einnahme zu beenden und sich umgehend an eine Ärztin, einen Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses zu wenden [9]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Abgesehen von solchen in der Packungsbeilage genannten Warnzeichen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Andere Ursachen

Nicht jeder Durchfall kommt vom Medikament. Durchfallerkrankungen sind laut IQWiG sehr verbreitet: Erwachsene trifft es in Deutschland im Durchschnitt einmal im Jahr, Kinder noch öfter [1]. Akute Durchfallerkrankungen sind laut IQWiG meist nach wenigen Tagen bis einer Woche überstanden; hält der Durchfall länger als zwei Wochen an, spricht man von anhaltendem Durchfall [1]. Mehr dazu: Durchfall.

  • Infektionen: Meistens ist Durchfall laut IQWiG die Folge einer Infektion mit Viren, am häufigsten mit Noro- und Rotaviren; bakterielle Magen-Darm-Infektionen werden in Deutschland meist durch Campylobacter oder Salmonellen ausgelöst [1]. Mehr dazu: Magen-Darm-Grippe.
  • Ernährung und Unverträglichkeiten: ungewohntes Essen, etwa auf Fernreisen, und Lebensmittelunverträglichkeiten wie eine Gluten- oder Laktoseintoleranz [1].
  • Darmerkrankungen: ein "nervöser Darm" (Reizdarmsyndrom) und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa [1].

Quellen

  1. Durchfall. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.02.2023. abgerufen am 12.10.2026
  2. Behörde RKI-Ratgeber Clostridioides (früher Clostridium) difficile. Robert Koch-Institut (RKI). Stand 22.01.2025. abgerufen am 12.10.2026
  3. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amoxicillin-ratiopharm comp. 875/125 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 12.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Clindamycin-ratiopharm 300 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 12.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Metformin-ratiopharm 1.000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Metformin-ratiopharm 1.000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 12.10.2026
  8. Welche Medikamente helfen bei Typ-2-Diabetes?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 18.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Colchicin-ratiopharm 0,5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation Colchicin-ratiopharm 0,5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 12.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lactulose-ratiopharm Sirup 66,7 g/100 ml. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Lactulose-ratiopharm Sirup. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
  13. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  14. Wie wirksam sind Antidepressiva?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 12.10.2026
  15. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Ozempic (EPAR), Anhang I (Fachinformation) und Anhang III B (Packungsbeilage), Semaglutid. Novo Nordisk A/S (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation metex 7,5 mg/10 mg Tabletten (Methotrexat). medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Asumate 30 150/30 Mikrogramm Filmtabletten (Levonorgestrel/Ethinylestradiol). Exeltis Germany GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  18. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "Fälle für den Bereitschaftsdienst" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können Durchfall verursachen?

Laut IQWiG lösen insbesondere Antibiotika manchmal Durchfall aus. Die Produktinformationen stufen Durchfall zum Beispiel bei Amoxicillin/Clavulansäure, Clindamycin, Metformin, Semaglutid, Sertralin, Methotrexat und Lactulose als sehr häufig ein, bei Ciprofloxacin und Colchicin als häufig. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt alle Wirkstoffe mit geprüftem Steckbrief, deren Produktinformation Durchfall nennt.

Warum bekomme ich von Antibiotika Durchfall?

Antibiotika greifen laut IQWiG die normale Darmflora an. Ob das Bakterium Clostridioides difficile Beschwerden macht, hängt laut Robert Koch-Institut vor allem von einer Störung der Darmflora ab, etwa durch eine Antibiotikabehandlung; seine Giftstoffe schädigen die Zellen der Darmschleimhaut und führen zu Durchfall und Darmentzündung. Laut RKI verursacht es etwa 15 bis 20 Prozent der Durchfälle im Zusammenhang mit Antibiotika.

Wann ist Durchfall unter Antibiotika gefährlich?

Wenn er stark ist, anhält oder Blut oder Schleim enthält. Laut Packungsbeilage von Ciprofloxacin kann das lebensbedrohlich sein; die Packungsbeilagen von Ciprofloxacin und Clindamycin verlangen dann, die Einnahme zu beenden und sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Solche Durchfälle können auch noch Wochen nach der Behandlung auftreten, bei Clindamycin bis zu 2 Monate danach. Mittel, die die Darmbewegung hemmen, sollen Sie dann nicht einnehmen.

Wirkt die Pille bei Durchfall noch?

Bei schwerem Durchfall möglicherweise nicht sicher. Laut Packungsbeilage einer Pille mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol sind die Wirkstoffe bei schwerem Durchfall oder bei Erbrechen in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme möglicherweise nicht vollständig aufgenommen worden; die Situation ist ähnlich wie das Vergessen einer Tablette. Was Sie dann tun sollen, steht in der Packungsbeilage Ihrer Pille.

Geht der Durchfall durch Metformin wieder weg?

In den meisten Fällen ja. Laut Fachinformation treten die Magen-Darm-Beschwerden meist zu Beginn der Behandlung auf und verschwinden in den meisten Fällen von selbst. Die Packungsbeilage rät, die Tabletten mit oder direkt nach einer Mahlzeit einzunehmen. Halten die Beschwerden an, sollen Sie Metformin laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.

Was kann ich bei Durchfall durch ein Medikament tun?

Wichtig ist laut IQWiG vor allem, den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Verlangt die Packungsbeilage bei Warnzeichen ausdrücklich, die Einnahme zu beenden, holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Bei Metformin und Methotrexat ist ein großer Flüssigkeitsverlust durch Durchfall laut Packungsbeilage ein Grund, ärztlichen Rat einzuholen.

Wann muss ich mit Durchfall zum Arzt?

Laut IQWiG bei Schwindel oder Kreislaufproblemen, die auf einen starken Flüssigkeitsverlust hinweisen, außerdem wenn es nach 48 Stunden keine Besserung gibt, bei hohem Fieber, Blut im Stuhl (rot oder schwarz), Schleim auf dem Stuhl oder starken Schmerzen. Bei Durchfall während oder nach einer Antibiotikabehandlung und bei Colchicin gelten die strengeren Hinweise der Packungsbeilagen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu