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Bisacodyl: Nebenwirkungen und Wirkung
Bisacodyl ist ein rezeptfreies Abführmittel aus der Apotheke. Es wird bei Verstopfung, bei Erkrankungen, die eine erleichterte Darmentleerung erfordern, und zur Darmentleerung vor Behandlungen und Untersuchungen am Darm angewendet. Häufig sind Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit; bei Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber nehmen Sie Bisacodyl nicht ein und suchen unverzüglich ärztlichen Rat.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit[1]
Wofür wird Bisacodyl eingesetzt?
Bisacodyl ist ein stimulierendes Abführmittel (Laxans) aus der Gruppe der Abführmittel und Mittel gegen Durchfall [1]. Als DulcoLax Dragées wird es bei Verstopfung (Obstipation) angewendet, bei Erkrankungen, die eine erleichterte Darmentleerung erfordern, sowie zur Darmentleerung vor Behandlungen und Untersuchungen am Darm [1]. Für die Darmentleerung vor Eingriffen oder Untersuchungen gelten die Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes [1]; mehr dazu im Ratgeber Medikamente vor Untersuchungen.
Bisacodyl ist nicht verschreibungspflichtig [2], darf aber nur in der Apotheke abgegeben werden: Die Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel gibt Bisacodyl nicht für den Verkauf außerhalb der Apotheken frei und nennt es in ihrer Anlage 4 unter den Stoffen, mit denen Arzneimittel in die Apothekenpflicht einbezogen werden [3]. Wie andere Abführmittel sollte Bisacodyl ohne ärztliche Abklärung der Ursache der Verstopfung nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden [1]. Was "apothekenpflichtig" bedeutet, erklärt der Ratgeber Rezeptfrei und apothekenpflichtig.
Wie wirkt Bisacodyl?
Laut Embryotox wird Bisacodyl im Darm in seine wirksame Form umgewandelt. Diese wirkt vom Darminneren aus anregend auf die Bewegungen des Dickdarms (Peristaltik); außerdem wird weniger Wasser aus dem Darm aufgenommen und mehr Wasser und Salze (Elektrolyte) werden in den Darm abgegeben. Dadurch wird dem Darminhalt weniger Wasser entzogen und der Stuhl wird weicher [4]. Die Dragées sind magensaftresistente Tabletten. Damit der Wirkstoff nicht vorzeitig freigesetzt wird, werden sie nicht mit Milch und nicht gleichzeitig mit neutralisierenden Magenmitteln eingenommen [1]. Die Einnahme führt nach ca. 6 bis 12 Stunden zur Darmentleerung [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage von DulcoLax Dragées eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten werden Bauchschmerzen und Durchfall berichtet [1]. Bei unsachgemäßer Anwendung (zu lange und zu hoch dosiert) kann es zum Verlust von Wasser, Kalium und anderen Mineralsalzen kommen; das kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, besonders bei gleichzeitiger Einnahme von Entwässerungsmitteln oder Kortikosteroiden [1]. Der in den Dragées enthaltene Farbstoff Gelborange S kann allergische Reaktionen hervorrufen [1]. Mehr dazu auf der Seite Durchfall durch Medikamente.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Magen und DarmBauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit[1]Mehr dazu: BauchschmerzenDurchfallÜbelkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Magen und DarmErbrechen[1]Mehr dazu: Erbrechen
- Magen und DarmBlutbeimengung im Stuhl; sie wurde im Allgemeinen als schwach beschrieben und hörte von selbst wieder auf[1]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- Magen und DarmBauchbeschwerden, Beschwerden am Enddarm[1]Mehr dazu: Bauchschmerzen
- NervensystemSchwindel[1]Mehr dazu: Schwindel
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen[1]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- ImmunsystemSchwere allergische Sofortreaktion, Schwellung von Haut und Schleimhaut[1]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- Stoffwechsel und ErnährungWasserverlust[1]
- Magen und DarmEntzündung des Dickdarms (Colitis), auch durch Minderdurchblutung der Darmschleimhaut (ischämische Colitis)[1]
- NervensystemKurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope), vermutlich als Kreislaufreaktion auf verstopfungsbedingte Unterleibsschmerzen, das Pressen oder den Abführvorgang selbst[1]
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwindelanfälle oder kurzzeitige Bewusstlosigkeit nach der Einnahme gehen laut Packungsbeilage vermutlich auf den Abführvorgang selbst, auf das Pressen oder auf Kreislaufreaktionen bei Unterleibsschmerzen zurück [1]. Berichtete Blutbeimengungen im Stuhl wurden im Allgemeinen als schwach beschrieben und hörten von selbst wieder auf [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mit der niedrigsten Dosis beginnen: Die Packungsbeilage empfiehlt, mit der niedrigsten Dosierung zu beginnen; die Dosis kann bis zur maximal empfohlenen Dosis angepasst werden, um regelmäßigen Stuhlgang zu ermöglichen [1]. Die Tageshöchstdosis sollte nicht überschritten werden [1].
Richtig einnehmen: Nehmen Sie die Dragées abends unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein, vorzugsweise mit einem Glas Wasser, aber nicht mit Milch [1]. Ein Magenmittel nehmen Sie frühestens eine halbe Stunde nach Bisacodyl ein [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente mit Milch.
Flüssigkeitsverlust: Ein erhöhter Flüssigkeitsverlust kann zur Austrocknung führen und ist unter bestimmten Umständen gesundheitsschädlich, zum Beispiel bei beeinträchtigter Nierenfunktion oder bei älteren Menschen; dann sollte die Einnahme unterbrochen und nur unter ärztlicher Aufsicht fortgeführt werden [1].
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; fühlen Sie sich nicht besser oder gar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Andere Ursachen und Mittel bei Verstopfung beschreibt die Seite Verstopfung durch Medikamente; notieren können Sie Beschwerden im Nebenwirkungs-Tagebuch.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen, andere einzunehmen [1]. Wichtig sind vor allem neutralisierende Magenmittel und Milch, die den Wirkstoff vorzeitig freisetzen können, sowie Mittel, die zusammen mit einem übermäßigen Gebrauch von Bisacodyl den Haushalt der Blutsalze stören können [1]. Andere Abführmittel wie Natriumpicosulfat, Macrogol oder Lactulose können die Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt verstärken, wenn sie gleichzeitig angewendet werden [1].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Neutralisierende Magenmittel (Antazida) | Der Wirkstoff kann vorzeitig freigesetzt werden[1] | Nicht gleichzeitig einnehmen; ein Magenmittel frühestens eine halbe Stunde nach Bisacodyl |
| Milch | Der Wirkstoff kann vorzeitig freigesetzt werden[1] | Nicht mit Milch einnehmen |
| Entwässerungsmittel (Diuretika) oder Hormone der Nebennierenrinde (Kortikosteroide) | Bei übermäßigem Gebrauch von Bisacodyl höheres Risiko für Verschiebungen der Blutsalze (Elektrolyte)[1] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Herzwirksame Glykoside (Mittel zur Stärkung der Herzfunktion) | Die Empfindlichkeit für diese Mittel kann durch Elektrolytverschiebungen bei übermäßigem Gebrauch erhöht sein[1] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Andere Abführmittel | Die Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt können sich verstärken[1] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Bisacodyl nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Bei Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber dürfen Sie Bisacodyl nicht einnehmen: Sie können Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein, etwa eines Darmverschlusses oder einer Blinddarmentzündung; dann sollten Sie unverzüglich ärztlichen Rat suchen [1]. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Erkrankungen mit Störungen des Wasser- und Mineralsalzhaushalts, zum Beispiel ein erheblicher Flüssigkeitsmangel des Körpers: Dann sollten Sie Bisacodyl nicht einnehmen[1]
- Abführmittel sollten ohne ärztliche Abklärung nur kurzfristig eingenommen werden; bei chronischer Verstopfung sollten Sie vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen[1]
- Kinder: Bei Kindern sollten die Dragées nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden[1]
- Schwindelanfälle oder kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkopen) wurden berichtet; sie gehen vermutlich auf den Abführvorgang, das Pressen oder Kreislaufreaktionen bei Unterleibsschmerzen zurück[1]
- Unsachgemäße Anwendung (zu lange und zu hoch dosiert): Verlust von Wasser, Kalium und anderen Mineralsalzen möglich, der zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen kann, besonders zusammen mit Entwässerungsmitteln oder Kortikosteroiden[1]
- Abführmittel wie Bisacodyl tragen nicht zur Gewichtsabnahme bei[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was die Packungsbeilage und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Verkehrstüchtigkeit, Schwangerschaft, Stillzeit, Höchstmenge und Anwendungsdauer sagen; zu Alkohol enthält die Packungsbeilage keinen Hinweis [1, 4]. Allgemeines erklärt der Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Laut Packungsbeilage sind seit der Einführung im Jahr 1952 keine unerwünschten oder schädigenden Wirkungen in der Schwangerschaft bekannt geworden; Studien dazu wurden nicht durchgeführt. Wie alle Arzneimittel sollen die Dragées in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt angewendet werden.[1]
Embryotox bewertet den Erfahrungsumfang als gering; Hinweise auf ein fruchtschädigendes Risiko sind nicht bekannt. Ist eine medikamentöse Behandlung der Verstopfung in der Schwangerschaft nötig, sollten laut Embryotox Lactulose und Macrogol bevorzugt werden; sind diese nicht wirksam, ist auch eine kurzfristige Anwendung von Bisacodyl akzeptabel. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[4]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Der Wirkstoff tritt nicht in die Muttermilch über; Bisacodyl kann daher während der Stillzeit angewendet werden.[1]
Laut Embryotox kann bei einer Behandlung mit Bisacodyl ohne Einschränkungen gestillt werden.[4]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Studien zur Verkehrstüchtigkeit gibt es nicht. Es können aber Nebenwirkungen auftreten, die das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen theoretisch beeinträchtigen könnten.[1]
Einnahme
Abends unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen, vorzugsweise einem Glas Wasser, aber nicht mit Milch. Die Darmentleerung erfolgt nach ca. 6 bis 12 Stunden. Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Es wird empfohlen, mit der niedrigsten Dosierung zu beginnen; die Dosis kann bis zur maximal empfohlenen Dosis angepasst werden, um regelmäßigen Stuhlgang zu ermöglichen. Die Tageshöchstdosis von 1 bis 2 Dragées (Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren) bzw. 1 Dragée (Kinder von 2 bis 10 Jahren) sollte nicht überschritten werden.[1]
In der Regel ist die Anwendung eine Einmalanwendung; bei wiederkehrenden Beschwerden kann sie wiederholt werden. Ohne Abklärung der Ursache der Verstopfung sollten die Dragées nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeiträume eingenommen werden; bei Kindern sollten sie nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.[1]
Überdosierung
Eine Überdosierung kann zu Durchfällen und Bauchkrämpfen mit hohen Verlusten an Flüssigkeit, Kalium und anderen Mineralsalzen führen; bei starken Beschwerden fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Chronische Überdosierung von Abführmitteln kann zu chronischem Durchfall, Bauchschmerzen, erniedrigten Kaliumwerten, übermäßiger Ausschüttung des Hormons Aldosteron und Nierensteinen führen; bei chronischem Missbrauch wurde auch über Schäden des Nierengewebes, eine Erhöhung der Basen im Blut und Muskelschwäche durch Kaliummangel berichtet.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt die übliche Dosis für Erwachsene und Kinder über 10 Jahre sowie für Kinder von 2 bis 10 Jahren, falls die Ärztin oder der Arzt nichts anderes verordnet hat [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine andere Dosis verordnet, gilt diese [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Dragées unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit am Abend ein; haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge [1]. Die Anwendung ist in der Regel eine Einmalanwendung; bei wiederkehrenden Beschwerden können die Dragées erneut angewendet werden [1]. Abführmittel sollten ohne ärztliche Abklärung nur kurzfristig eingenommen werden; bei chronischer Verstopfung sollten Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat fragen [1].
Ein Dragée enthält etwa 35 mg Milchzucker (Lactose) und etwa 20 mg Zucker (Sucrose); bei einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern nehmen Sie die Dragées erst nach ärztlicher Rücksprache ein [1]. Mehr dazu im Ratgeber Hilfsstoffe wie Laktose und Gluten. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Bisacodyl
Bisacodyl gibt es von mehreren Herstellern, unter anderem als magensaftresistente Tabletten (Dragées). Grundlage dieser Seite ist die Packungsbeilage von DulcoLax Dragées mit 5 mg Bisacodyl je magensaftresistenter Tablette [1]. Präparate können sich in Darreichungsform, Hilfsstoffen und Anwendungshinweisen unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| DulcoLax Dragées | A. Nattermann & Cie. GmbH | magensaftresistente Tabletten mit 5 mg; Grundlage dieser Seite |
| Bisacodyl STADA | STADA Consumer Health Deutschland GmbH | magensaftresistente überzogene Tabletten mit 5 mg |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation DulcoLax Dragées 5 mg magensaftresistente Tabletten. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1 (Bisacodyl nicht aufgeführt). Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel (AMVerkRV), Anlagen 1a und 2b (Bisacodyl nicht aufgeführt) und Anlage 4 zu § 7 Abs. 1 Nr. 1 und § 8 Abs. 1 Nr. 1, Eintrag Bisacodyl. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 21.10.2020. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Bisacodyl. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wie schnell wirkt Dulcolax?
Laut Packungsbeilage führt die Einnahme der Dragées nach ca. 6 bis 12 Stunden zur Darmentleerung. Eingenommen werden sie laut Packungsbeilage abends.
Wie oft und wie lange darf ich Bisacodyl nehmen?
Die Anwendung ist laut Packungsbeilage in der Regel eine Einmalanwendung; bei wiederkehrenden Beschwerden können die Dragées erneut angewendet werden. Ohne Abklärung der Ursache der Verstopfung sollten sie nicht ununterbrochen täglich oder über längere Zeiträume eingenommen werden. Bei chronischer Verstopfung sollten Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat fragen.
Darf ich Bisacodyl mit Milch einnehmen?
Nein. Nehmen Sie die Dragées unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein, vorzugsweise mit einem Glas Wasser, aber nicht mit Milch, weil der Wirkstoff sonst vorzeitig freigesetzt werden kann. Aus demselben Grund nehmen Sie neutralisierende Magenmittel (Antazida) frühestens eine halbe Stunde nach Bisacodyl ein.
Hilft Bisacodyl beim Abnehmen?
Nein. Laut Packungsbeilage tragen Abführmittel wie Bisacodyl nicht zur Gewichtsabnahme bei. Eine zu lange und zu hoch dosierte Anwendung kann dagegen zum Verlust von Wasser, Kalium und anderen Mineralsalzen führen; das kann Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche zur Folge haben.
Ist Blut im Stuhl nach Bisacodyl ein Grund zur Sorge?
Eine Blutbeimengung im Stuhl ist eine gelegentliche Nebenwirkung, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten. Laut Packungsbeilage wurde sie im Allgemeinen als schwach beschrieben und hörte von selbst wieder auf. Haben Sie zusätzlich Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber oder sind Sie unsicher, suchen Sie ärztlichen Rat.
Darf ich Bisacodyl in der Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?
Laut Packungsbeilage sollen die Dragées in der Schwangerschaft, wie alle Arzneimittel, nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt angewendet werden. Ist in der Schwangerschaft eine medikamentöse Behandlung der Verstopfung nötig, sollten laut Embryotox Lactulose und Macrogol bevorzugt werden; sind diese nicht wirksam, ist auch eine kurzfristige Anwendung von Bisacodyl akzeptabel. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In der Stillzeit kann Bisacodyl angewendet werden, weil der Wirkstoff nicht in die Muttermilch übertritt.
Darf ich Bisacodyl Kindern geben?
Kinder unter 2 Jahren dürfen die Dragées nicht einnehmen. Bei Kindern sollten sie nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden. Für Kinder von 2 bis 10 Jahren nennt die Packungsbeilage eine niedrigere Dosis als für ältere Kinder und Erwachsene.
Was passiert, wenn ich zu viel Bisacodyl genommen habe?
Eine Überdosierung kann zu Durchfällen und Bauchkrämpfen mit hohen Verlusten an Flüssigkeit, Kalium und anderen Mineralsalzen führen. Haben Sie starke Beschwerden, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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